Mein Weg aus der Angst vor der Angst

Möchtest Du Dein Leben wieder in den Griff bekommen? Möchtest Du etwas verändern? Bist Du auf der Suche nach Tipps zum Umgang mit Panikattacken & Co?

Dann bist Du hier genau richtig!

Massive Panikattacken, eine generalisierte Angststörung und eine hypochondrische Störung, kurzum die Angst vor der Angst zwangen mich eine zeitlang in die Knie. Diese psychischen Probleme haben mein Leben lange Zeit maßgeblich beeinflusst. Ich habe eine ambulante Therapie und einen sechswöchigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hinter mir. Heute geht es mir wieder gut.

Meine Erfahrungen möchte ich gerne weitergeben, um so anderen Betroffenen zu helfen, ihre Panikattacken, ihre generalisierte Angststörung und andere psychische Erkrankungen in den Griff zu bekommen. Die Tipps und Ratschläge, die Du hier findest beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen sowie dem regen Austausch mit anderen (ehemaligen) Betroffenen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass meine Geschichte nicht 1 zu 1 auf andere übertragen werden kann. Allerdings finden sich in verschiedenen Lebensgeschichten immer wieder Gemeinsamkeiten. Zudem hat mir bei meiner Genesung der Austausch mit anderen Betroffenen ein ganz wichtiger Punkt.

Dieser Blog soll eine Plattform für alle Betroffenen von Panikattacken & Co. und alle Interessierten bieten und einen Austausch über derartige Probleme ermöglichen.

Während meiner Psychotherapie habe ich viel über mich erfahren und habe gelernt, mich so anzunehmen wie ich wirklich bin. Während des stationären, psychosomatischen Aufenthalts habe ich in den zahlreichen Gruppentherapien die Erfahrung gemacht, dass ich dazu in der Lage bin, nicht nur ziemlich genau ausdrücken zu können, was mich beschäftigt, sondern auch das, was andere versuchen zu sagen. Ich möchte Dir dabei helfen!

Bei Panikattacken bzw. einer Panikstörung, bei Hypochondrie, bei einer generalisierten Angststörung, der Angst vor der Angst, teilweise auch bei Depressionen handelt es sich ja meist um irrationale Empfindungen. Und doch sind diese für den Betroffenen so real wie der Stuhl auf dem sie sitzen. Es ist nicht so einfach diese Empfindungen auszudrücken.

Für Menschen, die nie unter Panikattacken etc. gelitten haben, Menschen, die die Angst vor der Angst nie kennen gelernt haben, sind diese Ängste sehr schwer nachzuvollziehen. Wie oft habe ich zu hören bekommen: „Ja, was soll Dir denn da passieren?“ Menschen, die diese Ängste nicht kennen, können das gar nicht richtig verstehen. Dieser Blog soll auch Angehörigen von psychisch Kranken die Möglichkeit geben, uns mit unseren Ängsten ein wenig zu begreifen.

Für mich war der Austausch mit Menschen, die mich verstehen, der mit Abstand größte Faktor für meine Genesung.

Panikattacken, Angststörungen, die Angst vor der Angst und Depressionen sollen allerdings hier nicht das alleinige Thema bleiben. Ich bin mir relativ sicher, dass die Gruppe der psychisch Erkrankten im Durchschnitt überproportional intelligent und sensibel ist. Menschen, die unter Panikattacken und anderen seelischen Erkrankungen leiden, machen sich oftmals (zu) viel Gedanken über Gott und die Welt.

Ich denke immer noch sehr viel über alles Mögliche nach. Hier sind deshalb alle Menschen willkommen, die Lust an einem regen Austausch zu einer Vielzahl tiefsinniger Themen haben.

Die übermäßige Sensibilität, die in dieser Gruppe oftmals herrscht, dürfen wir nicht als Schwäche sehen. Diese Sensibilität müssen wir als große Stärke begreifen. Sie befähigt uns, uns in unsere Mitmenschen hineinzuversetzen und zu helfen.

Zugegebenermaßen habe ich das lange nicht so gesehen. Ich habe diese weiche, sensible Seite an mir oftmals verteufelt. Ich machte unter anderem diese Sensibilität für meine Panikattacken, die Angst vor der Angst, die Hypochondrie und die Angststörung verantwortlich.

Mir ist ganz wichtig zu erwähnen, dass diese Seiten kein Ersatz für eine Therapie sein können. Siehe diesen Blog vielmehr als sinnvolle Ergänzung an. Ich bin kein Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut, sondern lediglich interessierter Laie und (ehemaliger) Betroffener. Dennoch möchte ich noch einmal betonen, wie sehr es zu meiner Genesung beigetragen hat, mich mit Menschen, die eine ähnliche Problematik aufweisen, austauschen zu können.

Jeder psychisch Kranke ist übrigens weit mehr als nur die Krankheit an sich. Wenn Du derzeit mit Panikattacken, der Angst vor der Angst, oder Angststörungen zu kämpfen hast, eine soziale Phobie hast, unter Depressionen oder einem Burnout leidest, wenn auch Du momentan Angst vor der Angst hast: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man mit diesen Dingen schon allein genug beschäftigt ist und Dir alle Energie raubt!

Aber: Du bist weit mehr als nur diese Krankheit und solltest Dich nicht ausschließlich damit beschäftigen.

Und auch, wenn es Dir im Moment vielleicht unmöglich erscheint: Du wirst wieder gesund! Dazu ist es jedoch wichtig, sich mit den wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Herauszufinden, welche Dinge das sind, halte ich für enorm wichtig. Auch dabei bin ich Dir gerne behilflich.

Ich behaupte, dass wir uns deshalb nicht nur mit Themen wie Panikattacken, der Angst vor der Angst, Depressionen, Hypochondrie usw. beschäftigen sollten. Das ist nur ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Genesung.

Lass uns also auch über andere Dinge reden!

  • Warum ist die Welt so wie sie ist?
  • Wie können wir diese besser machen?
  • Was bewegt Menschen so oder so zu handeln?
  • Warum verfliegt die Zeit rasend schnell?
  • Wie kommen wir mit dem Altern klar?
  • Wie können wir im Hier und Jetzt leben?

Diese Fragen stehen nur beispielhaft für eine Vielzahl möglicher Fragen. Selbstverständlich muss man nicht unter Panikattacken leiden, um sich mit solchen Fragen zu beschäftigen. Deshalb soll es in diesem Blog auch nicht nur um Panikattacken, Angststörungen, der Angst vor der Angst, Hypochondrie, Burnout oder Depressionen gehen.

Ich möchte Dich einladen, diesen Blog aktiv mitzugestalten! Teile uns mit, was Dich beschäftigt, stelle  Fragen. Schildere Deine Erlebnisse und gib anderen Betroffenen Tipps.

Ich freue mich auf Dich!

Leave A Reply (576 comments so far)


  1. Ninotschka
    6 Tagen ago

    Hallo,
    Bin recht neu hier und nur durch Zufall hier gelandet allerdings wunder ich mich grad wie vielen Leuten es ähnlich geht wie mir.
    Ein klein bisschen anders ist es allerdings bei mir schon, dass schlimmste ist eigentlich das ich ständig denk allen in meinem Umkreis passiert was. Sehr schlimm ist es bei meinen hunden. Ich kann sie none Leine laufen lassen weil ich zu viel Panik hab sie könnten Rattengift fressen oder anderes. Ich habe angst das ihnen was passiert wenn sie alleine sind. Auch hab ich ständig angst das meiner mutter was passieren könnte manchmal so schlimm das ich nachts lausche ob ich sie atmen höre. .. des weiteren habe ich ständig angst schwer krank zu sein. Irgendwas an dem ich sterben könnte mach mir dann aber nur Gedanken wie es anderen damit gehen könnte. Ich schlafe oft nicht weil ich stattdessen grübel. Ich trauere nicht obwohl ich meinen opa grad verloren hab weil ich für meine Mutter stark sein will damit sie sich nicht auch noch um mich sorgen muss…
    Ständig gucke ich im Netz ob ich eine angststörung hab oder mache depressions tests.. Naja so mal ein kurzer Überblick über meine Geschichte.


    • Sebastian
      6 Tagen ago

      Hallo,

      das klingt sehr nach einer generalisierten Angststörung. Dabei stehen Sorgen und zwanghaftes Grübeln im Vordergrund. Hast Du schon einmal über eine Psychotherapie nachgedacht?
      Zunächst einmal führen Sorgen dieser Art nur dazu, dass Du Dich schlecht fühlst. Du befasst Dich gedanklich mit der Zukunft und malst Dir diese furchtbar aus. Dabei werden Deine Befürchtungen so vermutlich nie eintreten.

      Um diese Sorgen zu unterbrechen, solltest Du Dich auf die Gegenwart konzentrieren. Im Hier und Jetzt spielt die Zukunft keine Rolle. Das gelingt Dir, indem Du Dich auf Deine Sinne fokussierst: Was riechst, schmeckst, siehst, hörst und fühlst Du gerade? Konzentriere Dich nur darauf und die Sorgen sind zumindest für den Moment verschwunden.

      Das muss man üben, ist aber ungemein hilfreich. Zudem rate ich Dir zu einer Entspannungstechnik. Auch eine kreative Tätigkeit kann hilfreich sein: Malen, Musizieren…

      Um die Ursache zu erforschen, rate ich Dir zu einer Therapie, hoffe jedoch, dass ich Dir mit diesen Tipps schon ein wenig helfen kann…


  2. Ben
    2 Wochen ago

    Hallo Sebastian,

    jetzt spannst Du mich aber auf die Folter ;-)

    Es sind nachgewiesene Supraventikuläre Extrasystolen (laut EKG und Belastungs-EKG). Völlig ungefährlich eigentlich (das werde ich wohl morgen erfahren, nachdem ich die 24h -EKG-Auswertung bekomme) Fühlt sich nur sehr unangenehm an. Hat aber ausgereicht um das Monster wieder zu wecken. Laut Psychologen von dem ich gerade komme, sind innere Konflikte ungelöst die eine Stresssituation ausgelöst verbunden mit diesen Extrasystolen und daraufhin hat sich die Angst auch wieder gemeldet. Und wie!

    Gruß
    Ben


    • Sebastian
      2 Wochen ago

      Hallo Ben,

      vorab, ich bin kein Mediziner, verfüge für einen Laien aber durchaus über ein recht solides Fachwissen, was damit zu tun hat, dass ich mich aufgrund meiner Hypochondrie jahrelang mit Krankheiten befasst habe.

      Extrasystolen kommen relativ häufig vor und sind in den meisten Fällen vollkommen harmlos, wie Du selbst schreibst. Ich kann verstehen, dass diese zusätzlichen Herzschläge sich unangenehm anfühlen. Und es ist ganz normal, dass das erst einmal Angst macht und der Besuch beim Arzt war sicher nicht übertrieben.

      Auch wenn man seine Angststörung los ist, bedeutet das nicht, dass man nie wieder Angst hat. Eine Angststörung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine übertriebene Angst vorherrscht bzw. Angst auch ohne objektiven Grund auftritt. Das war ja zunächst nicht der Fall. Es hat ja einen Grund dafür gegeben.

      Die Angst sollte im Normalfall wieder abflauen, wenn der Grund dafür keinen Bestand mehr hat. Das wird dann hoffentlich heute der Fall sein, wenn die Auswertung des EKG’s Entwarnung gibt.

      Meine Theorie: Du wurdest durch die aufkommende Angst, die vollkommen normal und verständlich war und erst einmal nichts mit der Angststörung zu tun hatte, an alte Zeiten erinnert und hast befürchtet, dass nun alles wieder so wird, wie damals. Diese Gedanken erzeugen wieder Angst, was ebenfalls verständlich ist.

      Zu diesem Zeitpunkt rate ich Dir zunächst, Ruhe zu bewahren und Dich erst einmal nicht mit einer möglichen Rückkehr der Angststörung zu beschäftigen. Die Angst bezüglich der Herzrhythmusstörungen war vollkommen normal und verständlich. Das war eine ganz normale Reaktion!

      Mache Dir klar, dass alles in Ordnung ist, wenn die Ärzte Entwarnung geben. Lasse die Angst gehen, wenn der Grund dafür vorüber ist. Das hatte nichts mit einer Angststörung zu tun! Das war eine ganz normale Reaktion!

      Wenn Dich die Angst in den nächsten Tagen weiterhin packt, dann melde Dich noch einmal. Ansonsten solltest Du Dich erst einmal nicht weiter mit einer möglichen Rückkehr der Angststörung befassen.

      Ich hoffe, dass Dir diese Zeilen dabei helfen, gelassener mit diesem “Vorfall” umzugehen.

      Beste Grüße.

      Sebastian

      PS: Schreibe eine E-Mail unter Angabe der E-Mail-Adresse, die Du beim Kauf angegeben hast an support(ät)pazifik-verlag.info und man wird Dir alle Dateien nochmals zur Verfügung stellen.


  3. Ben
    2 Wochen ago

    Hi Sebastian,

    heute bin ich nicht zum ersten mal auf dieser Seite. Vor ca. 2 Jahren bin ich auf Dein Buch “Exfreundin Angst” gestoßen. Ich war sehr angetan, weil wir uns sehr ähnlich sind. Gleiches Geschlecht, gleiches Alter, gleiche Interessen (OK, ich mag die andere Borussia) und die Angst. Durch Dein Buch erkannte ich das es anderer Behandlungsalternativen gibt (Ich war damals bei der Tiefenpsychologie). Ich wechselte den Therapeuten, erarbeitete mir ein Konzept, habe ein paar Lebensumstände geändert und war bis vor kurzem auch der Meinung keine Angststörung mehr zu haben. Bis ich vor zwei Wochen aus heiterem Himmel Herzrythmusstörungen bekam. Nachdem diese nach ein paar Tagen nicht abgeklungen waren, war es wieder da. Das Angstmonster! Mittlerweile ist organisch alles geklärt und rate mal, alles ist in Ordnung. Jetzt bin ich sehr hoffnungslos, das alles wieder in Ordnung kommt, völlig deprimiert. Diese Spirale hat mich in zwei Wochen völlig platt gemacht. Krankgeschrieben mit Angst vor der Arbeit samt Rythmusstörung die ich früher zu meiner Angstzeit nie hatte.

    Wie hast Du eigentlich gemerkt, dass es vorbei ist mit der Angst? Ich vergleiche meine Angst mit SuperMario, ich habe viel Wegstrecke hinter mir, nur dass ich den Endgegner noch nicht besiegt habe. Ich meine ich muss lernen sterblich zu sein um leben zu können. Ich muss dieser letzten, schierbar unbesiegbaren Angst ins Auge sehen.

    Ich habe vor ein paar Monaten alles beseitigt, weil ich dachte es ist vorbei. Medikamente und alle Literatur (eine Menge Bücher). Das dachte ich wäre ein Abschluss mit der Angst. Nun war “Ex-Freundin Angst” als PDF und das Hörbuch auch dabei. Gibt es eigentlich die Möglichkeit mir das Material mir noch mal herunter zu laden?

    Herzliche Grüße
    Ben


    • Sebastian
      2 Wochen ago

      Hallo Ben,

      hattest Du nachgewiesenermaßen Herzrhythmusstörungen oder hat sich das nur so angefühlt?

      Meine Antwort hängt davon ab, ob Du tatsächlich Rhythmusstörungen hattest oder Du nur der Meinung warst…


  4. Panikbanane
    2 Wochen ago

    Hi Sebastian,

    Ich wollte mich hier auch mal zu Wort melden.
    auch ich leide seit ca. 3 Jahren an einer Panikstörung. Zwischenzeitlich durch Medikamente besser aber seit einem halben Jahr wieder voll ausgebrochen. Manchmal bin ich den ganzen Tag so angespannt das schon gar nicht mehr weiß ob ich nun gerade eine Panikattacke habe oder nicht. Am Schlimmsten finde ich aber die körperlichen Symptome welche bei mir sehr stark ausgeprägt sind. So kann ich zum Beispiel schon seit einigen Monaten nicht mehr richtig Schlucken…

    Vor einer Weile habe ich dein Buch gelesen, wirklich toll wenn man in einem Buch liest und man denkt, da schaut einem jemand in den Kopf. Davon inspiriert habe ich nun auch einen kleinen Blog gestartet in dem ich rund über meine Krankheit schreibe.
    Hier würde ich gerne deine Buch rezensieren, geht das für dich in Ordnung? Kannst du mir dein Buchcover zukommen lassen? Selbstverständlich wird dein Blog ordentlich verlinkt.

    Viele Grüße

    Panikbanane


    • Sebastian
      2 Wochen ago

      Hallo Panikbanane (lustiger Name) ;),

      schön, dass Dir mein Buch gefallen hat. Klar darfst Du “Exfreundin Angst” rezensieren. Machst Du etwas gegen Deine ständige Anspannung? Hier empfehle ich Dir eine Entspannungstechnik wie die progressive Muskelentspannung. Zudem hilft regelmäßiger Sport extrem gut.

      Ich schreibe Dir eine E-Mail bezüglich des Covers.

      Beste Grüße.

      Sebastian


  5. Lara
    2 Wochen ago

    Also heute wars wieder so, dass wir in der Klasse der Reihe nach was vorlesen mussten. Als ich dran war hatte ich solche Herzrasen es war schlimmer als sonst. Ich hab ein paar Minuten davor schon gemerkt, dass mein Puls schneller schlug dachte mir aber „Ja ist eh wie immer nichts neues“ weil ich das immer bekomme schon seit Jahren. Nur dieses mal war es viel schlimmer als ich dran war pochte mein Herz wie verrückt. Ich hatte ein komischen kribbeln gespürt und mir war schlecht. Nachdem ich fertig war dauerte es ein paar Minuten bis das Gefühl nachlas.
    Das gleiche habe ich bei Referaten. Eigentlich finde ich Referate nicht so schlimm aber wenn ich vor der Klasse stehe kann ich die ganze Zeit mein Herz hören.
    Ich hab dieses Gefühl auch wenn ich in Autos einsteige wenn meine Eltern nicht die Lenker sind. Seit einem kleinen Ereignis vor einem Jahr kann ich nicht in Autos einsteigen ohne leichte Panik und Angst zu verspüren. Deswegen versuche ich immer im Beifahrersitz zu sitzen und nicht hinten weil es mir sonst schlimmer geht. Wenn der Fahrer auch nur ein bisschen Gas gibt bekomme ich Schwindelgefühl, mein Brustkorb engt sich ein, ich kann nicht richtig Atmen, schwitze und ich könnte brechen und losheulen….nicht cool!
    Eine andere Sache ist wenn ich wohin gehe. Sagen wir ich verabrede mich mit meiner besten Freundin zum Kino und danach zu ihr. Im Kino bin ich ganz normal aber sobald wir draußen sind und ich weiß,dass wir jetzt zu ihr fahren, kriege ich total Panik. Ich fühle mich nicht sicher und will jemanden bei mir haben dem ich immer vertrauen kann (z.B meine Mutter). Wenn ich ein Tag davor schon weiß, dass ich mich mit ihr treffe, versuche ich mich “mental“ darauf vorzubereiten. Wieder das gleiche: Schwindelgefühl, Übelkeit, Herzrasen und Schweißausbrüche und ich hab auch panische Angst davor. Ich versuche die Termine immer zu verschieben bis ich ´´bereit dazu“ bin. Das letzte mal war ich die ganze Zeit in meinem Zimmer weil ich nicht wollte, dass meine Mutter denkt, dass etwas nicht in Ordnung sei. Ich hab versucht nicht zu weinen und hab mich mit Musik abgelenkt. Vielleicht mache ich mir zu viele Sorgen oder rede mir nur etwas ein aber ich wollte es mal rauslassen. (sorry falls das zu viel war :)


    • Sebastian
      2 Wochen ago

      Hallo Lara,
      das was Du beschreibst sind Panikattacken. Hast Du Dich Deiner Mutter oder einer Freundin anvertraut? Wenn nicht, so solltest Du das tun.

      Ich gehe davon aus, dass Du noch ziemlich jung bist und daher rate ich Dir dringend zum Besuch bei einem Psychologen. Deine Mutter wird Dich dabei sicher unterstützen, Du kannst auch mit Deinem Hausarzt darüber sprechen.

      Und keine Angst: Das, was Du beschreibst, diese Angst und Panikattacken haben ganz, ganz viele Menschen und Du hast sehr gute Chancen, diese (beginnende) Angststörung zu überwinden.


  6. Jessi
    3 Wochen ago

    Hallo zusammen, endlich kann mich jemand verstehen und ich kann mich öffnen. Ich leide seit 2 Wochen an eine Angststörung. Über den Auslöser bin ich mir im klaren, es fing an als ein bekannter in der Dusche in meinen Alter umgekippt ist und nun tot ist. Er hatte eine Bronchitis verschleppt und ist dennoch immer zum Fußball gegangen, dass hat sein Herz wohl nicht verkraftet. DAS Problem war aber dass ich einen Tag nach seinem.Tot eine Bronchitis bekam und somit fing es an. ICh bildete mit ein, dass ich eine Entzündung am Herzen hab, dass ich es verschleppe etc. Ich War sehr oft beim Arzt.Dieser kann mir Antibiotika, EKG , Langzeit EKG, Blutabnahme etc. Nichts… ich sei ein vollkommen gesundes 27 Jahre altes Mädchen. Ich weine viel und kann selber nicht sagen warum. Ich fange einfach an zu weinen und steiger mich total rein. Es ist sogar so schlimm , dass ich seit dem Vorfall angst habe duschen zu gehen oder mich irgendwie Körperlich anzustrengen. Deswegen bleib ich lieber zuhause auf der Couch in nichts zu riskieren. Meine Freunde und Freundinnen sind seit 2 wochen total genervt von mir und verstehen nicht was ich hab, weil ich jeden Tag was anderes hab. Dann rücken schmerzen, Kopfschmerzen, dann Herz Stiche, dann Schwindel usw. Jeden Tag finde ich was neues an mir. Eine Psychologen habe ich Kontaktiert. Aber ich steh auf der Warteliste und befürchte dass es schlimmer werden kann. Ich will wieder lachen und genießen können. Hat einer tipps für mich?


    • Sebastian
      3 Wochen ago

      Hallo Jessi,
      das klingt nach dem Beginn einer Angststörung. Wehret den Anfängen – das ist sicher richtig. Ich halte es auch für sinnvoll, einen Psychologen zu kontaktieren. Hut ab, dass Du so schnell dazu bereit bist. Es kann aber auch verfrüht sein, nach so kurzer Zeit von einer Angststörung zu sprechen.

      Zunächst einmal bist Du nicht Dein Bekannter. Leider passiert so etwas hin und wieder. Eine verschleppte Grippe kann zu einer Herzmuskelentzündung führen, wenn man sich körperlich anstrengt statt sich auszuruhen.

      Doch selbst dann, heilt diese in den meisten Fällen vollständig aus, nicht selten, ohne dass man davon überhaupt etwas bemerkt.

      Wenn der schlimmstmögliche Fall, wie im Fall Deines Bekannten eintritt, ist das tragisch, aber es ist selten. Mit Deinem Körper aber hat das nichts zu tun.

      Mache Dir klar, dass das nicht Du bist. Wenn Du eine fiebrige Erkältung, eine Bronchitis oder dergleichen hast, ist es sinnvoll Sport zu meiden. Sonst allerdings nicht!

      Deine Symptome wie Schwindel etc. sind alle durch die Angst erklärbar. Das sind typische Panikattacken-Symptome.

      Ich rate Dir, Dich zu überwinden und Dich sportlich zu betätigen. Vermeide das nicht. Dir wird nichts passieren. Das halte ich für ganz wichtig.

      Beste Grüße.


  7. Ben
    4 Wochen ago

    Hallo zusammen!
    Ich bin froh, dass ich nicht alleine auf der Welt bin, mit meinen Problemen. Was ich auf dieser Seite gelesen habe hat mich schon sehr aufgemuntert! Ich bin 19 Jahre alt und bin Hypochonder mit Panikstörung. Seit ich jung bin habe ich Angst vor Krankheiten aller Art. Früher war es Angst vorm Erblinden oder vor exotischen Krankheiten wie Ebola (Mit 11 habe ich etwas dazu im Fernsehen gesehen, danach war ich überzeugt ich sei infiziert).
    Eigentlich dachte ich, ich hätte das schlimmste hinter mir. Doch seit einigen Wochen habe ich wohl einen Rückfall meiner Hypochondrie. Ich hatte Schulterschmerzen, ohne ersichtlichen Grund. Und da ich kurz zuvor von Pancoast Tumoren gehört hatte, war ich überzeugt ich hätte einen.
    Zudem musste ich am Tag darauf zum ersten Mal seit ewigkeiten früh raus, nachdem ich fast ein Jahr praktisch arbeitslos war. Ich wurde also aus meinem Schlafrhythmus gerissen. Seitdem bin ich jeden Tag müde, seit einigen Tagen kommt auch immer wieder diese Depersonalisierung/Derealisierung. Diese macht mir dann wieder Angst krank zu sein. Ich habe wieder Angst vor Gehirntumoren, angst vor plötzlicher Amnesie… fast jeden Abend habe ich eine Panikattacke. Wenn ich nicht schlafen kann stöbere ich hier im Blog, lese Artikel und Kommentare. Die beruhigen mich irgendwie. Trotzdem habe ich Angst. Ich habe auch Angst, dass diese Derealisation nicht mehr weg geht. Die Tage gehe ich zum Arzt, vorsorglich. Ich weiß nicht was ich mit meinem Kommentar hier bezwecken möchte, aber es tut gut ein bisschen über meine Probleme zu schreiben.
    Ich möchte mich bedanken, dass es diesen Blog gibt. Ich weiß nicht wie viele Leute hier noch aktiv sind und regelmäßig reinschauen, aber auch alte Kommentare helfen mir. Die Probleme ändern sich ja nicht mit der Zeit.

    Liebe Grüße und behaltet immer einen Klaren Kopf! ;)


    • Sebastian
      3 Wochen ago

      Hallo Ben,
      zunächst einmal schauen mehrere Hundert Leute pro Tag hier vorbei. Dabei erhalte ich weit mehr E-Mails als Kommentare gepostet werden. Dabei kann man selbst einen Namen vergeben und auch die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Damit möchte ich einfach mehr Leute ermutigen, hier zu posten. Ihr könnt das vollkommen anonym tun.
      Kommen wir jetzt aber zu Deinem Problem. Die Derealisation ist ein typisches Angstsymptom. Es fällt oft schwer, sich auf seine Umwelt zu konzentrieren, wenn man so sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Ich kenne das selbst: Man hat Angst verrückt zu werden und sich selbst zu verlieren. Das kann soweit gehen, dass man sich fragt, wer einen gerade überhaupt aus dem Spiegel anschaut. Ich möchte Dir hiermit ein wenig die Angst davor nehmen. Millionen Menschen kennen das.

      Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, wenn man plötzlich früher aus dem Bett muss. Man ist müde und fühlt sich manchmal wie in einer Nebelglocke. bei Menschen mit einer Angststörung wird das gerne dramatisiert, wie so vieles. Man vermutet irgendetwas schlimmes dahinter, statt einfach mal hinzunehmen, dass man erschöpft ist. Mit der Zeit wirst Du Dich daran gewöhnen und fitter sein. Es gibt aber auch Menschen, die morgens einfach müde sind. Man spricht von den sogenannten “Eulen”, die im Gegensatz zu den “Lerchen” das frühe Aufstehen nicht lieben. Ich gehöre auch zu diesen “Eulen”. Morgens bin ich müde und es wird im Laufe des Tages besser. Am späten Nachmittag bin ich am leistungsfähigsten. Das ist nun einmal so und ich akzeptiere das.

      Hinzu kommt natürlich, dass die Angst kraftraubend ist und Dich noch müder werden lässt. Du siehst die Müdigkeit als Ursache irgendeiner Krankheit an, bekommst wieder Angst, wirst müder usw. – ein Teufelskreis.

      Zusammenfassend möchte ich Dir sagen, dass jeder Mensch – auch ohne Angststörung – dieses Gefühl der Unwirklichkeit kennt, das manchmal mit Müdigkeit einhergeht. Das ist also NORMAL und keine Krankheit. Versuche dem Ganzen nicht soviel Bedeutung beizumessen.

      Und es freut mich, dass Dich die Artikel und Kommentare hier beruhigen. Ich versuche auch, ein wenig die Angst zu nehmen. Schön, wenn das manchmal gelingt. ;-)


  8. Andi
    4 Wochen ago

    Hi
    Ich habe anfang Februar eine Panikatacke bin dann in die Notaufnahme dort wurde EKG und Blut test alles okay.
    Danach war 2 wochen alles super, auf einmal nachts um 3 fing es an herzklopfen hitzewallungen und und und.
    Wieder in die Notaufnahme sehr unfreundliche frau fragte mich was sie jetzt machen sollte sie kann es nicht ändern, danach wsr alles anders keine Lebensfreude mehr nachdenklich bauchschmerzen rückenschmerzen und nachtschweis, bin zu meinem Hausartzt habe fast geweint bei ihm er hat mir opipramol verschrieben die ich dann auch nahm, Besserung eigentlich nur das ich besser schlafe,hatte immer angst totkrank zu sein. Danach wurden Mrt kopf, mrt bauch, Darmspieglung und Magenspieglung diverse Bluttests, lactose fructose test alles ohne Befund. Dann hab ich citalopram bekommen hab bis 40mg war trotzdem alles scheisse jetzt hab ich alles abgesetzt geht mir zwar besser aber immer noch keine lebensfreude, schmerzen an arme und Beinen, Psychologen bekommt man keinen platz. Könnte echt kotzen denke immer ich sterbe. SORRY für die schreib fehler bin mit dem Handy on:)


    • Sebastian
      3 Wochen ago

      Hallo Andi,
      zunächst einmal klingt tatsächlich alles nach dem Beginn einer Angststörung. Du bist ja ausreichend untersucht worden und kannst Dir relativ sicher sein, dass nichts Körperliches dahinter steckt. Wenn man Panikattacken hat, kommt es häufig zu der Befürchtung, man müsse sterben. Die Symptome einer Panikattacke werden fehlinterpretiert. Dabei sind Herzklopfen und Hitzewallungen typische Panikattacken-Symptome. Auch Rückenschmerzen beispielsweise sind durch die mit der Angststörung einhergehenden Verspannung zu erklären.
      Ich halte es zunächst für wichtig, dass man sich klar darüber wird, dass die Beschwerden keine körperliche Ursache haben. Eine Therapie ist sicher eine gute Idee. Lasse Dich bei verschiedenen Therapeuten auf die Warteliste setzen und kontaktiere zudem Deine Krankenkasse. Dort kann man womöglich dafür sorgen, dass Du schneller einen Therapieplatz bekommst.