3 Tipps um die Angst vor Dunkelheit zu überwinden

Angst vor Dunkelheit

Angst vor Dunkelheit überwinden

Die Angst vor Dunkelheit ist eine Urangst der Menschheit. Wenn der Steinzeitmensch nachts aus seiner Höhle trat, lauerten in der Dunkelheit Gefahren und das ist in einigen Gebieten auch heute noch so.

Nachts gehen viele Raubtiere auf die Jagd, die uns vor allem in der Dunkelheit überlegen sind. Schließlich können beispielsweise Raubkatzen auch im stockfinstern im Gegensatz zu uns Menschen wunderbar sehen.

Und in manchen Gegenden tauchen nachts zwielichte Gestalten auf, die dort ihr Unwesen treiben.

Während tagsüber unsere Augen das dominante Sinnesorgan sind, greifen wir im Dunklen vermehrt auf unser Gehör, unseren Tastsinn und unseren Geruchssinn zurück. Und längst nicht immer können wir die Geräusche und Gerüche den Ursachen eindeutig zuordnen. Und das verunsichert und macht Angst.

Somit ist die Angst vor Dunkelheit nicht nur erklärbar, sondern auch nachvollziehbar und sogar sinnvoll.

Horrorfilme spielen mit dieser Angst. Kaum einer dieser Gruselfilme bedient sich dieser Urangst nicht. Horrorfilme, die im hellen Sonnenschein spielen, sind die absolute Ausnahme.

Tipp 1: Ein gewisses Unbehagen halte ich für normal. Angst in „normalem Ausmaß“ solltest Du Dir daher zugestehen.

Auch wenn die Angst vor Dunkelheit eine gewisse Berechtigung hat, ist die Furcht vor Dunkelheit bei manchen Menschen übertrieben. Wenn man nach Sonnenuntergang nicht mehr das Haus verlassen kann, ohne von Angst und Panikattacken übermannt zu werden, sollte man nach einem Weg suchen, um die Angst vor Dunkelheit zu überwinden.

Zusätzliche Ursachen in der Kindheit

Bei einer übertriebenen Angst vor Dunkelheit ist die Ursache dafür – wie in so vielen Fällen – in der Kindheit zu finden. Vielen Kindern wird von kleinauf suggeriert, dass es gefährlich ist, sich im Dunkeln draußen aufzuhalten.

„Wenn es dunkel wird, kommst Du nach Hause.“ Jedes Kind kennt vermutlich diesen Satz. Möglicherweise verbinden die Eltern mit der Dunkelheit tatsächlich Gefahr.

Viele Eltern wollen es sich und den Kindern jedoch nur einfacher machen. Schließlich vergessen Kinder oft die Zeit, wenn sie draußen spielen. Wenn die Dunkelheit eintritt, merkt es das Kind und weiß, es muss nach Hause.

Bei manchem Kind kann diese Regel jedoch auch den bleibenden Eindruck hinterlassen, dass es im Dunkeln gefährlich ist.

Manche Menschen verbinden mit der Dunkelheit auch ein traumatisches Erlebnis. Vielleicht hat man sich im Dunkeln verlaufen und große Angst und Einsamkeit verspürt. Der eine oder andere mag sogar überfallen worden sein.

Es ist immer sinnvoll, die Ursache zu finden, um eine Angststörung zu überwinden.

Du bist kein Kind mehr

Auch im Erwachsenenalter nimmt man das Kind in uns auf die eine oder andere Weise mit. Auch bei der Angst vor Dunkelheit spielt dieses ängstliche Kind oft eine große Rolle.

Dabei ist es wichtig, dass Du Dir klarmachst, dass Du heute erwachsen bist. Versetze Dich gedanklich in das Kindesalter zurück. Stelle Dir Dich als Kind vor Deinem geistigen Auge vor – dieses Kind, das Angst hat.

Sei lieb zu diesem Kind, tröste es und nimm es in Gedanken in den Arm. Sage ihm, dass es in Sicherheit ist. „Es ist alles in Ordnung!“ Du bist jetzt der oder die Erwachsene, der das Kind in Dir trösten und ihm Geborgenheit geben kann.

Tipp 2: Versuche herauszufinden, woher diese übertriebene Furcht kommen könnte. Liegt die Ursache dafür in der Kindheit, so gehe vor, wie oben beschrieben.

Übung macht den Meister

Im Gegensatz zu einer Panikstörung oder einer generalisierten Angststörung ist die Angst vor Dunkelheit eine spezifische Angst.

Bei spezifischen Phobien ist die Konfrontation mit der Angst eine bewährte Methode, mit der Du die Angst vor Dunkelheit überwinden kannst.

Damit sind wir beim dritten Tipp angelangt: Konfrontiere Dich mit der Angst vor der Dunkelheit.

Damit meine ich nicht die „Holzhammer-Methode“. Indem Du Dich für eine Stunde in eine dunkle Kiste einsperren lässt, wird sich die Angst nur noch steigern.

Du solltest Dich auch nicht in Gefahr begeben und nachts den gefährlichsten Ort Deiner Stadt aufsuchen oder auf eigene Faust durch den karibischen Dschungel marschieren.

Es geht vielmehr darum, ganz normale Dinge zu tun, wie einen nächtlichen Spaziergang durch Deinen Ort oder Deine Stadt oder ein kleiner Waldbesuch bei Dir in der Nähe.

Dabei kannst Du fürs erste Deinen Partner mitnehmen. Auch ein Handy als Krücke mitzunehmen, halte ich nicht nur für in Ordnung, sondern für sinnvoll.

Erstelle eine Liste mit den Situationen, die Dir Angst machen und ordne diese Liste nach der Größe Deiner Angst. Beginne dann zunächst mit der Situation, die Dir die wenigste Angst macht und steigere Dich langsam.

Anstatt aus der Situation zu flüchten, sobald Du Angst bekommst, solltest Du eine Weile in dieser Situation verbleiben, bis die Angst wieder nachlässt.

Ich weiß, dass die Konfrontation mit der Angst alles andere als angenehm ist. Ich halte sie jedoch für unausweichlich, wenn Du die Angst vor Dunkelheit überwinden willst.

Mit der Zeit wirst Du die Erfahrung machen, dass Dir nichts passiert, was nach und nach Dein Selbstvertrauen steigert und die Angst auf ein normales Maß reduziert.

In einigen schweren Fällen ist es notwendig, sich professionelle Unterstützung zu suchen, um in die Lage versetzt zu werden, mit der Konfrontation überhaupt starten zu können.

Dazu eignet sich beispielsweise eine Verhaltenstherapie. Alternativ biete ich ein persönliches Coaching über Skype an. Weitere Informationen dazu bekommst Du hier.

Diese Beiträge könnten Dir auch gefallen...

2 Kommentare

  1. pupsi sagt:

    War nur ein Tipp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.