Angststörung Selbsthilfe

Angststörung-Selbsthilfe
Selbsthilfe bei einer Angststörung

Angststörung Selbsthilfe

Wir haben darüber gesprochen, was eine Angststörung ist. Außerdem haben wir über mögliche Ursachen einer Angststörung gesprochen und herausgefunden, dass in der Regel mehrere Faktoren für das Auftreten einer Angststörung verantwortlich sind.

Nun geht es darum, welche Möglichkeiten der Angststörung-Selbsthilfe es gibt.

Möglichkeiten der Selbsthilfe bei einer Angststörung

Wenn Du in ganz bestimmten Situationen Panikattacken bekommst, dann ist es ratsam, sich diesen Situationen wieder und wieder zu stellen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Konfrontation mit der Angst meiner Erfahrung nach nicht die alleinige Lösung darstellt, aber sie ist ein Teil der Lösung.

Selbsthilfetipps zur Konfrontation mit der Angst

  1. Erstelle eine Liste mit Situationen, vor denen Du Angst hast
  2. Gewichte diese Situationen nach Schweregrad der Angst (1 = geringe Angst; 10 = große Angst)
  3. Nimm Dir zunächst die Situation vor, die Dir die wenigste Angst macht
  4. Begib Dich in diese Situation und bleibe dort, so lange bis die Angst nachlässt. Es ist wichtig, dass Du die Erfahrung machst, dass sich die Angst nicht bis Unermessliche steigern lässt und Dir nichts geschieht.
  5. Wiederhole das Ganze so lange, bis Du die Situation gut meistern kannst.
  6. Nimm Dir dann die nächstschwerere Situation vor.

GANZ WICHTIG: Nachdem Du Dich der Angst gestellt hast – hadere nicht mir Dir, weil Du Angst bekommen hast und zwar selbst dann nicht, wenn Du die Situation vorzeitig verlässt. Mache Dir stattdessen klar, wie viel Mut Du bewiesen hast.

Die Konfrontation ist selten die alleinige Lösung und doch ist es wichtig, dass Du Deinen Bewegungsradius wieder erweiterst. Die Konfrontation sollte neben den weiteren Selbsthilfetipps erfolgen.

Entspannung

Eine Angststörung geht immer mit Anspannung einher. Je größer die allgemeine Anspannung, desto weniger ist notwendig, um Angst und Panikattacken hervorzurufen.

Dabei sind Entspannungstechniken das Mittel der ersten Wahl. Für Menschen mit einer Angststörung empfehle ich vor allem die progressive Muskelentspannung. Du erfährst mehr darüber hier.

Letztlich ist es nur von Bedeutung, dass Du eine Methode findest, mit der Du gut entspannen kannst. Ob es sich dabei um autogenes Training, die bereits angesprochenen progressive Muskelentspannung handelt oder aber Du bei der Gartenarbeit, beim Malen oder Musizieren so richtig abschalten kannst, spielt allenfalls eine untergeordnete Rolle.

Sport

Ein oft unterschätztes Mittel zur Angststörung-Selbsthilfe ist Sport. Sport wirkt entspannend, macht nachgewiesenermaßen glücklicher und ist damit Gift für eine Angststörung.

Je nachdem wie trainiert (oder auch nicht) Du bist, genügt es für den Anfang völlig, wenn Du mit zügigen Spaziergängen oder leichtem Radfahren beginnst. Entscheidend ist nur, dass Du startest und am Ball bleibst.

Und sonst?

Ich sage es gerne noch einmal: In den allermeisten Fällen sind mehrere Faktoren für das Auftreten einer Angststörung. Der Mensch ist ein komplexes Wesen und ebenso komplex ist diese blöde Sache mit der Angststörung.

So ist häufig zu beobachten, dass Menschen mit einer Angststörung generell über ein wenig ausgeprägtes Selbstbewusstsein verfügen. Viele stehen vor wichtigen Entscheidungen, die sie nicht treffen, weil sie Angst davor haben, eine Fehlentscheidung zu treffen.

Der richtige Umgang mit Krisen ist ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt. Mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in seine Mitmenschen und in das Leben im Allgemeinen ist ebenfalls sehr oft zu beobachten.

Ein weiterer möglicher Faktor für das Auftreten einer Angststörung ist mangelnder Optimismus. Wie kann es einem gut gehen, wenn man befürchtet, dass die Zukunft nur schlechtes für einen bereit hält?

Außerdem fällt es vielen Betroffenen schwer, nein zu sagen. Dadurch werden sie von anderen ausgenutzt, sie bürden sich selbst zuviel auf und haben keine Zeit für die Dinge, die sie eigentlich gerne tun würden.

Sehr oft sitzen Menschen bei mir im Coaching, die keine Ahnung haben, was sie mit ihrem Leben anfangen möchten. Manche hingegen haben eine Ahnung davon, trauen sich aber aus verschiedenen Gründen nicht, beispielsweise weil sie glauben, die Erwartungen anderer erfüllen zu müssen. Sie leben kein selbstbestimmtes, sondern ein fremdbestimmtes Leben.

Und das sind nur einige der möglichen Faktoren, die eine Angststörung begünstigen und aufrechterhalten können.

Deine Angststörung-Selbsthilfe

Du siehst, dass dieses Thema sehr komplex ist. Zunächst rate ich Dir dazu, Dich für mein kostenloses E-Mail-Coaching einzutragen.

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Es gibt verschiedene Methoden zur Selbsthilfe bei einer Angststörung. Auch wenn man eine Therapie macht, muss man sich meines Erachtens mit diesen Dingen beschäftigen, wenn man eine Angststörung loswerden will.

Letztlich ist eine Therapie auch eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Was denkst Du darüber? Ich freue mich über Deinen Kommentar und hoffe, dass wir uns schon in wenigen Minuten in meiner ersten E-Mail wieder lesen.

Bis dahin.

Dein Sebastian

2 Kommentare

  1. Felicitas sagt:

    Man man man, deine Worte sind wirklich so aufbauend. Ich habe ein großes Schlafproblem mittlerweile, ich habe Angst vorm schlafen gehen, sobald es dunkel wird, kriege ich schon Angst, wenn es darum geht ins Bett zu gehen. Dann denke ich nach, das Gehirn rattert und ich rede mir zich Krankheiten ein. Vorgestern Nacht bin ich aus dem Schlaf aufgewacht und habe nach Luft geschnappt, als würde ich ersticken. Das hatte ich schon 3 mal dieses Jahr. Jetzt habe ich natürlich noch mehr Panik vorm schlafen. Habe natürlih wieder schön gegoogelt, was das sein kann, kam auf Schlafapnoe und steiger mich wieder krâftig rein. Obwohl ich weiß, dass es nur ein Kindheitstrauma ist. Als ich im Ferienlager war, bekam mitten in der Nacht ein Mädchen in meinem Zimmer keine Luft. Ich war 7 Jahre alt und wusste nicht, dass es Asthma gibt und ich konnte keine einzige Nacht schlafen dort, weil ich Angst hatte mir passiert das gleiche und jetzt 20 Jahre später überkommt es mich? Ich habe Angst zu ersticken. Rede mir dennoch Krankheiten ein und überlege morgen zum Arzt zu gehen um irgendwas festzustellen…

    • Sebastian sagt:

      Hallo Felicitas,

      dieses Gefühl im Schlaf keine Luft zu bekommen und hochzuschrecken kenne ich auch und auch in meinem Bekanntenkreis kennen das viele. Es kann gut sein, dass Angst die alleinige Ursache dafür ist. Einer Freundin wurde der ärztliche Rat gegeben, vor dem Schlafengehen nichts so Saures oder Salziges zu essen/trinken (Limo, Chips…).

      Auch wenn es allein die Angst sein kann (Du kannst ja selbst gut erklären, woher diese Furcht kommen könnte) kann es sinnvoll sein, einen Termin in einem Schlaflabor zu machen, damit Du anschließend beruhigter schlafen kannst.

      Hier wirst Du ein oder zwei Nächte beobachtet und Deine Körperfunktionen kontrolliert. Anschließend weißt Du, ob Du eine Schlafapnoe haben könntest oder eben nicht.

      Beste Grüße.

      Sebastian

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