Die Macht der Autosuggestion

Der Glaube versetzt Berge. Dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Wir sollten uns die Macht des Glaubens zu Nutze machen, um einen Weg aus der psychischen Erkrankung zu finden. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Autosuggestion. Am Ende des Artikel wartet ein kleines Geschenk auf Dich!

Autosuggestion und Affirmationen

Wenn man an einer psychischen Erkrankung leidet, kann die so genannte Autosuggestion hilfreich sein. Mittels Autosuggestion kannst Du Dein Unterbewusstsein trainieren, an etwas bestimmtes zu glauben. Das geschieht durch so genannte Affirmationen.

Du sagst Dir beispielsweise immer wieder, dass Du gesund bist, dass Du erfolgreich sein wirst, oder was auch immer Dein großes Ziel ist. Dabei stellst Du Dir vor Deinem inneren Auge vor, dass Du dieses Ziel erreicht hast.

Bei der Hypochondrie beispielsweise nutzen wir unbewusst die Autosuggestion dafür, dass wir uns schlechter fühlen, indem wir ständig davon ausgehen, wir seien krank. Allein diese Gedanken können krank machen, zumindest jedoch Symptome hervorrufen.

Wenn man zum Beispiel an Hypochondrie leidet, sollte man sich immer wieder sagen „Ich bin gesund“. Selbst wenn man wirklich krank ist, kann man die Autosuggestion dazu nutzen, um seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren, indem Du Dir immer wieder vorstellst, dass Du gesund bist. Wir müssen uns also den erwünschten Endzustand vorstellen.

Die Autosuggestion wird auch bei verschiedenen Entspannungstechniken, wie Autogenem Training angewandt. Wenn wir uns den gewünschten Endzustand lang genug vorstellen und Affirmationen dauernd wiederholen, gleiten diese ins Unterbewusstsein hinüber. Genau das wollen wir erreichen!

Am wirksamsten sind diese Affirmationen, wenn man sie vor dem Schlafengehen aufsagt. Du kennst das: Wenn Du beispielsweise für eine Klausur lernst, festigt sich dieses Wissen während dem Schlaf. Deshalb ist man am nächsten Tag meist besser in der Lage, das Erlernte abzurufen, als am Tag zuvor.

Baue derartige Affirmationen also am Besten in Deine Abendroutine mit ein.

Der Plazebo-Effekt

Der Plazebo-Effekt hat in unserer Gesellschaft einen eher negativen Beigeschmack. Dabei ist dieser nachweislich einer der wirksamsten Effekte, die die Schulmedizin kennt. Ich will Dir eine kleine Geschichte erzählen, der die Auswirkungen eines negativen Plazebo-Effekts verdeutlicht.

Ein Student schluckte aus Liebeskummer eine Vielzahl von Tabletten eines vermeintlichen Antidepressivums. Der Student nahm zu der Zeit an einer Studie über die Wirksamkeit dieses Arzneimittels teil. Was er nicht wusste, war, dass er lediglich der Kontrollgruppe angehört, die nur Placebos bekam.

Nachdem er also jede Menge dieser „TicTacs“ zu sich genommen hat, ging es ihm sehr schlecht. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, die Ärzte kämpften um sein Überleben, konnten seinen Blutdruck nicht stabilisieren.

Die Annahme, er habe eine Überdosis Tabletten genommen, die zu seinem Tod führen wird, führte demnach zu tatsächlichen körperlichen Symptomen. Sein Herz-Kreislauf-System war kurz vor dem Zusammenbruch. Nachdem die Ärzte herausgefunden hatten, dass die Tabletten keinerlei Wirkung hatten, teilten sie dem „Patienten“ das mit, worauf er sich schlagartig stabilisierte.

Du siehst also, welche Kraft der Glaube haben kann, im positiven, wie im negativen Sinne. Nutzen wir dieses Wissen doch lieber im Positiven. Glaube ist eine extrem mächtige Waffe, die wir nutzen sollten, um ein glücklicheres Leben zu führen.

Geschenk

Man vergisst oftmals schnell wieder, dass wir uns positive Affirmationen machen sollten. Zu diesem Zweck habe ich einen Bildschirmschoner erstellt, der eine solche Affirmation erhält. Klicke hier, um ihn herunterzuladen.

Nachdem Du die Datei entpackt hast (z.B. mit „winrar“ oder „7-zip“), findest Du im Ordner neben der Bildschirmschoner-Datei auch eine Installationsanleitung, mit der Du den Bildschirmschoner innerhalb einer Minute aktivierst. Viel Spaß damit.

PS: Du kannst diesen auch gerne weiter verschenken.

Nachtrag – Kritik zur Autosuggestion

Ich habe selbst sehr positive Erfahrungen mit Autosuggestion und Affirmationen gemacht, möchte an dieser Stelle jedoch darauf hinweisen, dass es sehr kritische Stimmen bezüglich der Autosuggestion gibt. Affirmationen sind eine mächtige Waffe und wie das bei Waffen so ist, kann man damit im Einzelfall schlimme Dinge anrichten.

So hat man beispielsweise herausgefunden, dass Bewerber, die mit positiven Erfolgsaffirmationen arbeiteten, weniger Bewerbungen schrieben, weniger Zusagen bekamen und weniger verdienten, als die Vergleichsgruppe, die auf Affirmationen verzichtet hat (Quelle.). Weitere Kritik finden Sie unter anderem auf wikipedia.

Ein verntwortungsvoller Umgang mit Affirmationen ist also ungemein wichtig und ich empfehle Dir, sich zunächst mit einem Fachmann zu beraten, ehe Du planlos versuchst, Dir die Macht der Autosuggestion zunutze zu machen.

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4 Kommentare

  1. Tobias sagt:

    Vielen Dank für diesen genialen Beitrag, autosuggestionen können sehr mächtig sein und sollten meiner meinung nach in sehr viel mehr Lebensbereichen genutzt werden – Nach dem Motto „du bist was du denkst“

  2. Seelisch leiden ist ja Autosuggestion: Erleidensautosuggestion. Unsere Leiden bleiben aber nie, wie sie sind. Je nachdem ob wir dabei mehr in das Problem hinein oder aus dem Problem hinaus denken, je nachdem wo wir unsere Energie beim Denken hinlenken, geht es uns besser oder schlechter. Und das findet lebenslang kein Ende, denn denken tut der Mensch immer.
    Die Frage, OB wir Autosuggestion betreiben, stellt sich also gar nicht. Es geht einzig um die Frage, ob wir nicht BESSERE Autosuggestion betreiben lernen wollen.
    Sinnvollerweise geht man in wichtigen Dingen nicht zum Schmiedl sondern zum Schmied. Sinnvollerweise lernt man Autosuggestion bei dem Mann, der sie durch seine enormen praktischen Erfolge in wenigen Jahren zu einer weltberühmten Selbsthilfe-Methode gemacht hat: Émile Coué. Zu ihm kamen jedes Jahr zehntausende Hilfesuchende aus aller Welt in seine kostenlosen, öffentlichen Sitzungen nach Nancy. Interessanterweise sind daraus nur die sehr erstaunliche Erfolge berichtet.
    Damals beschäftigten sich alle mit Hypnose, Suggestion, Autosuggestion. Warum wurde der wirksame Kern des Ganzen, die Autosuggestion, gerade durch Coué und nicht durch seine zahlreichen Konkurrenten so bekannt?
    Einer der Hauptgründe liegt darin, dass sie alle die Autosuggestion auf eine Schmalspur-Mentaltechnik reduziert haben. Coué dagegen erfasste die ganze Realität und konnte auch mit der ganzen Kraft der Autosuggestion praktisch umgehen. Er zeigte, dass Autosuggestion eine angeborene KRAFT ist, die vom ersten bis zum letzten Atemzug unaufhörlich aktiv ist und die – je nach unserem Umgang damit – sehr gute aber auch sehr schlechte Wirkungen hervorbringt. Es geht also um sehr., sehr viel mehr als sich zu suggerieren, dass der Arm schwer sei und warm ströme. Es geht immer um alles. Das autogene Training, das übrigens bis zwei Jahre nach Coués Tod autosuggestives Training hieß, ist nur ein kleines Steinchen im großen Mosaik der Autosuggestion.
    Autosuggestion bedeutet ganz eindeutig und in der Praxis, dass der Mensch für jeden einzelnen Gedanken, den er denkt, und für seine Folgen verantwortlich ist. Autosuggestion bedeutet ganz praktisch, dass du auch dann die Wirkung deiner Gedanken aushalten musst, wenn du sie aus Angst oder Unterwürfigkeit einfach übernommen hast. Die Wirkung deiner Gedanken, wird durch durch nichts und niemand erspart, es sei denn, DU SELBST änderst sie.
    Autosuggestion ist sehr, sehr viel mehr als bloß die Anwendung einer Mentaltechnik. In jedem Augenblick Deines Lebens betreibst du Autosuggestion. Ihre Auswirkungen zeigen Dir, wie gut Du es schon kannst. Jeder Fehler, den Du dabei machst, zeigt dir, was dir noch fehlt – wenn Du hinschaust. Autosuggestion ist mitnichten – wie man meist den Anschein erweckt – eine Einbahnstraße des Befehlens und der Manipulation. Autosuggestion ist vielmehr eine ständige Kommunikation mit den entscheidenden Kräften des Lebens. Auf alles, was du denkst, gibt es garantiert eine Antwort, eine Reaktion. Wir wären klug beraten, wenn wir endlich lernen würden, darauf zu achten, denn genau hier entscheidet sich unsere Lebensqualität.
    Guten Erfolg also wünscht
    Franz Josef Neffe

  3. Martina sagt:

    Danke! Ich kann euch zum Thema Affirmationen noch die Bücher von Louise L. Hay empfehlen.

  4. Marc sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel und den Bildschirmschoner. Ich habe schon öfter über Autosuggestion bzw. Affirmationen gelesen, habe eine zeitlang damit gearbeitet und dann wieder nachgelassen.

    Der Artikel erinnert mich wieder daran, dass ich mit meinen Affirmationen am Ball bleiben muss. Danke!

    Gruß aus dem Norden.

    Marc

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