Dieses Panik-Foto nur ein Fake?

Panikattacke-BildDieses Vorher-Nachher-Panikattacken-Foto geht um die Welt. Es zeigt Amber zunächst so, wie sie sich normalerweise der Öffentlichkeit präsentiert: Schön und Selbstbewusst. Und dann während einer Panikattacke: Wie ein Häufchen Elend, verheult und verängstigt.

Diese beiden Fotos veröffentlichte Amber bei Facebook. Die Botschaft hinter diesem Bild lautet: „Hey, seht her. Mir geht es nicht immer gut, auch wenn Ihr mich als immer strahlende Schönheit kennt. Ich habe Panikattacken und Depressionen.“

Aufgrund des krassen Gegensatzes dieser beiden Fotos hat Amber damit die Aufmerksamkeit der Facebook-Welt erregt. Die Bilder wurden tausendfach geteilt und kommentiert.

Ich begrüße es, wenn Menschen dazu stehen, wenn sie eine psychische Erkrankung wie eine Angststörung oder Depressionen haben. Und ich finde es toll und mutig, wenn man damit an die Öffentlichkeit geht. Das hilft anderen Menschen mit ähnlichen Problemen, da sie sich weniger alleine fühlen. Angststörungen und Depressionen werden weniger unnormal.

Und es zeigt einmal mehr, dass der Schein oft trügt und nicht immer und überall nur „Heile Welt“ ist. Das Leben unserer Facebook-Freunde ist nämlich nicht so viel besser, wie ich in diesem Beitrag schon beschrieben habe.

Nur ein Fake?

Ich muss gestehen, dass meine erste Reaktion war: „Das ist doch geschauspielert.“

Zum einen wäre ich damals nie auf die Idee gekommen, während einer Panikattacke ein Foto von mir zu machen. In diesen Momenten hatte ich genug mit mir selbst zu tun. Es wäre mir nicht im Traum eingefallen, in dieser Situation ein Selfie zu machen.

Zum anderen hat man es mir nie angesehen, wenn ich Angstzustände hatte, wobei ich Panikattacken nur sehr selten zu Hause hatte. Meist war das in der Öffentlichkeit der Fall und ich habe versucht, meine Angst zu verbergen. Daher sah ich nie so aus.

Und darum habe ich sofort gedacht, dass Amber auf diesem Bild schauspielert.

Irgendwie auch egal…

Ehrlich gesagt bin ich immer noch nicht sicher, ob dieses Foto echt ist. Ich bin aber der Meinung, dass das keine Rolle spielt.

Erst einmal ist es immer gut, wenn psychische Erkrankungen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. So kommen Betroffene vielleicht erst auf die Idee, dass sie überhaupt eine Angststörung haben könnten. Viele glauben nämlich lange Zeit, sie seien körperlich krank, bis sie die Diagnose „Angststörung“ erhalten. Und Betroffene fühlen sich weniger allein.

Also sollten wir alle offen damit umgehen?

Gegenüber bestimmten Personen kann das sinnvoll sein. Wenn du zum Beispiel deinem Kollegen offenbaren kannst, dass du manchmal Panikattacken hast, so kann das den Druck nehmen und Panikattacken treten weniger häufig auf.

Man muss aber nicht jedermann gegenüber offenbaren, wie es um einen bestellt ist.

Es sollte aber klar sein, dass wir anderen Menschen nur vor den Kopf gucken. Jeder Mensch hat seine Probleme, viel mehr Menschen leiden an einer Angststörung oder einer Depression als man glaubt.

Die meisten sprechen aber nicht darüber. Daran wird auch dieses Foto wenig ändern. Und irgendwie ist das auch in Ordnung. Wir müssen nicht der ganzen Welt zeigen, wie es uns (wirklich) geht, wenn wir das nicht wollen.

Aber eines solltest du immer im Hinterkopf haben und das zeigt dieses Foto, ganz egal, ob es ein Fake ist oder nicht:

  • Du bist nicht allein.
  • Millionen Menschen geht es wie dir.
  • Es gibt dort draußen sooo viele Menschen, die dich verstehen.

Danke, Amber, dass du das vielen Menschen mit diesem Foto gezeigt hast – egal ob es sich dabei um ein Fake handelt oder nicht.

Was meinst du?

Fake oder real?
Findest du es gut, dass Amber dieses Bild gepostet hat oder nicht?
Was denkst du darüber?

Nutze die Kommentarfunktion. Ich bin gespannt.

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1 Kommentar

  1. Diana sagt:

    Hallo,
    es ist schlecht zu beurteilen, ob es ein Fake ist. Jeder geht anders mit seinen Panikattacken um. Ich wäre nicht im Stande, ein Selfie von mir zu machen,während einer Attacke, weil ich viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt wäre. Der Gedanke, ein Selfie von mir in dieser Situation zu machen, würde mich ja schon wieder auf andere Gedanken bringen und mich von meiner Attacke ablenken und mich im gleichen Moment wieder beruhigen.
    Diana

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