Lailas Geschichte

Laila hat uns einen Kommentar hinterlassen. Da auch dieser ziemlich lang ist, widme ich diesem einen eigenen Artikel. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen, dass Ihr gerne Gastartikel bei mir einreichen könnt.

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Jetzt aber zu Lailas Geschichte

heyhey sebastian(oder auch an alle anderen hier),

erstmal muss ich sagen dass ich diese seite echt sehr gut finde! vorallem deine stimme ist ziemlich beruhigend und den ansatz sich nicht nur mit den ängsten zu beschäftigen halte ich für gut.

Ich weiß nicht genau wo ich anfangen soll…bei mir hat alles mit den reisen begonnen die ich nach meinem abi gemacht hab…auf diesen reisen konnte ich häufig nicht richtig schlafen, weil alles sehr aufregend und ungewohnt war.
Deshalb bin ich immer schon nach ein par tagen wieder nach hause gefahren, um mich richtig auszuruhen. doch dann kam die angst auch zuhause nicht mehr richtig schlafen zu können und das konnte ich dann auch nicht mehr gut.

Mittlerweile habe ich angst Panikattacken zu bekommen, obwohl ich noch nie eine hatte. Ist das die typische kettenreaktion einer Phobophobie? Eigentlich beschäftige ich mich auch absolut nicht gerne mit dem thema angst..lenke mich lieber ab…oder meinst du es ist wichtig sich mit der angst auseinanderzusetzten?

Ich verteufel meine sensibilität auch gerade und würde am liebsten mein gehirn verschenken^^
und ich frage mich auch immer wieder warum einige menschen so eine schweres Paket mit sich tragen müssen und andere nicht..also das ist doch unfair.
liebe grüße

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4 Kommentare

  1. laila sagt:

    hallo ihr,

    danke für die antworten. ich glaube der knackpunkt bei mir liegt wirklich beim reisen. ich habe viele sehr abenteuerlustige menschen…die zum beispiel so sachen machen wie auf güterzügen trampen. ich hab mich total da reingesteigert auch unbedingt so abenteuer erleben zu wollen und nur durch die weltgeschichte zu reisen. insgeheim bin ich allerdings noch sehr unselbstständig und wenn ich an einem fremden ort bin hab ich angst alles nicht auf die reihe zu kriegen, nicht mehr nach hause zu kommen wenn es dringend ist etc. obwohl ich eigentlich nicht menschenscheu bin.
    eigentlich habe ich sogar so große lust auf so viele dinge in meinem leben auf reisen auf neue sprachen und fremde kulturen dass ich angst hab wegen ängsten dass nicht erleben zu können.

    mir macht es angst was mit der psyche eines menschen passieren kann. dinge die ich nicht verstehe. ich habe schon vor jahren viele videos über psychische erkrankungen im internet gesehen…anfangs aus interesse aber jetzt holt mich das ein.

    liebe grüße

    • Sandra sagt:

      Hallo Laila!

      Mir geht es ähnlich. Ich habe auch soviel was ich gerne machen würde, aber die Angst zu versagen steht mir im Weg.
      Im Juni habe ich es aber trotz der Angst geschafft nach Büsum zu fahren, wo meine Mutti vor 6 Jahren verbrannt ist. Ich habe mir extra 3 Tage in der Woche ausgesucht, damit auch ein Arzt da ist wenn es mir schlecht geht und viele Menschen unterwegs sind. Ich bin am ersten Tag nachmittags angekommen und am 3. Tag mittags abgefahren. Also hatte ich einen ganzen Tag nur mit mir alleine, und ich alleine an einem fremden Ort…..die Hölle. Das Frühstück ging noch, mittags habe ich mich bei einem Bäcker hingesetzt, aber am schlimmsten war für mich das Abendbrot, ich kam mir so blöd vor alleine an einem Tisch zu sitzen und auf mein Essen zu warten.
      Hättest du denn nicht evtl jemanden den du mitnehmen könntest?
      Kennst du den Film eat, pray, love mit Julia Roberts???? Wie gerne würde ich sowas machen, aber die Angst steht mir im Weg 🙁
      2004 Habe ich meinen Motorradschein gemacht, kurz davor hatte mein Mann einen schweren Unfall, seitdem ist auch da meine Angst groß. Jetzt hat er seit vorgestern eine neue Maschine und heute wollen wir fahren, seit 2004 bin ich max 200 km gefahren, aber ich will mich der Angst stellen und heute fahren, wenn vielleicht auch nicht weit, aber ich möchte auch mal wieder ohne Angst sein.

      Alles liebe für dich!!!!
      Sandra

  2. Mareike sagt:

    hey ihr alle:)
    ich denke auch, dass man schnell in das Muster verfällt, sich selber nur noch über die Angst-und Panickattacken zu identifizieren. Allerdings muss ich sagen, das Angst oder Zwänge nicht so einfach zu beseitigen sind und es somit vielleicht leichter ist, sie einfach als ein Teil von einem selbst zu betrachten, statt als einen Fremdkörper. Wie ich in diesem blog ja schonmal erwähnt habe, leide ich selber unter Panickattacken und mittlerweile wehre ich mich nicht mehr dagegen, sondern denke mir, dass sie zur Zeit einfach zu mir gehören..natürlich wünsche ich mir nichts mehr, als davon los zu kommen, aber das dauert leider:(
    außerdem habe ich gewisse zwangsstörungen, d.h. mein Kopf zwingt mich beim Besteigen von Treppen die Stufen zu zählen oder mein Kopf zwingt mich jeden einzelnen Tag im vorraus ganz genau zu planen.Abweichungen von diesem Plan bringen mich total aus dem Konzept. Also was ich nur damit sagen will ist, dass man sich vllt nicht nur über seine Angst identifizieren sollte, sie irgendwo aber doch zu einem gehört.
    und an Laila: sei froh, dass du bisher noch keine Panickattacke hattest. Ich drücke dir die Daumen, dass das so bleibt, denn das ist alles andere als angenehm:)

    Lg

  3. admin sagt:

    Hallo Laila,

    vielen Dank für Deinen Beitrag und Dein Kompliment. (auch zu meiner beruhigenden Stimme 😉

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich es in den meisten Fällen für sinnvoll halte, sich seinen Ängsten zu stellen. Es passiert jedoch auch immer wieder, dass Menschen, die jahrelang an einer Angststörung leiden, fast nur noch über diese identifizieren. Man kann sich tatsächlich auch zuviel mit seiner Angst beschäftigen.

    Es ist sicherlich schwer möglich, als Außenstehender zu beurteilen, ob das nun gerade bei im jeweiligen Fall so ist.

    Du hast Angst, nicht richtig Schlafen zu können, aber nicht vor dem Schlaf selbst, wenn ich das richtig verstehe. Wovor genau hast Du Angst? Was soll passieren? Du magst vielleicht müde sein, na und? Was passiert, wenn Du Angst hast? Versuche einmal das näher zu spezifizieren.

    Die typische Entstehung der Angst vor der Angst ist es eigentlich nicht, da Du noch nie Panikattacken hattest. Die Angst davor löst diese auch nicht aus. Also nein – eine Phobophobie liegt nicht vor.

    Du solltest auch keine Angst vor Panikattacken haben. Panikattacken sind nicht gefährlich. Wie kommst Du eigentlich darauf, Dich mit dieser Thematik (Panikattacken) auseinanderzusetzen? In Deinem Fall gibt es eigentlich keinen triftigen Grund dafür.

    Mich würde auch interessieren, was andere dazu sagen!!!

    Viele Grüße.

    Sebastian

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