Panikattacken was tun

Panikattacken was tun? Immer wieder erreichen mich E-Mails oder Kommentare, in denen diese Frage gestellt wird. Anlass genug, um noch einmal einen Artikel darüber zu verfassen, was man gegen Panikattacken tun kann.

Zunächst einmal sollte man sich damit auseinandersetzen, was bei einer Panikattacke im Körper geschieht. Das kann hilfreich sein, da man auf diese Weise ein wenig die Angst vor den Panikattacken verliert.

Martha auf dem Konzert

Gehen wir davon aus, dass eine bestimmte Situation zu einer Panikattacke führt. Folgende fiktive Situation soll verdeutlichen, was dazu führen kann, dass man sich mit der Frage „Panikattacken was tun“ beschäftigen muss.

Martha ist auf einem Konzert von Silbermond. Sie steht ziemlich weit vorne, wird geschubst, die Menschenmassen stehen dicht gedrängt. Martha bemerkt, dass sie langsam anfängt zu schwitzen, ihr Herz schneller schlägt und ihr ein wenig schwummrig wird. Martha bemerkt diese Symptome und bekommt Angst.

Martha befürchtet eine Ohnmacht oder schlimmer noch einen Herzinfarkt. Weitere Gedanken gesellen sich hinzu. „Was, wenn mir jetzt etwas passiert? Ich komme hier nicht raus“.

Martha hat das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, sie fängt an zu hyperventilieren. Sie bekommt Schweißausbrüche und ihr wird schwindlig.

Was ist passiert? Martha befindet sich in einer Situation, die ihr plötzlich Angst macht. Ihr wird bewusst, dass sie auf die Schnelle hier nicht herauskommt. Angst führt dazu, dass bestimmte Hormone ausgeschüttet werden. Dadurch wird der Herzschlag beschleunigt, der Blutdruck steigt.

Aus evolutionärer Sicht ist der Sinn des Ganzen, Martha darauf vorzubereiten, zu kämpfen oder zu fliehen. Das war damals notwendig, wenn beispielsweise ein Säbelzahntiger die Sippschaft bedroht hat. Kämpfen oder Fliehen – Fight or Flight.

Die Prozesse, die dabei im Körper ablaufen, sind die gleichen, wie vor 10.000 Jahren. Der Körper macht keinen Unterschied, ob man nun Angst vor einem wilden Tier oder der Enge in einer Menschenmenge hat.

Über diese Prozesse sollte man zumindest grob Bescheid wissen, wenn man an Panikattacken leidet. Es ist also vollkommen normal, dass man derart reagiert.

Anders als vor 10.000 Jahren nutzt Martha die vom Körper bereit gestellte Energie nicht, um zu kämpfen oder zu fliehen. Das führt zu angstmachenden Symptomen.

Marthas Panikattacke geht irgendwann vorbei. Sie ist müde, erschöpft, aber die Symptome sind verschwunden. Es ist nichts passiert.

Martha geht eigentlich mindestens einmal im Monat zu einem Konzert. Diese Panikattacke, die sie erlebt hat ist bereits vergessen. Am Tag des nächsten Konzerts fühlt sie sich bereits irgendwie seltsam. Martha erinnert sich an die Angst, die sie beim letzten Konzert verspürt hat. Kaum dort angekommen geht es wieder los: Schwitzen, Herzrasen usw.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie Panikattacken entstehen.

Oftmals ist es der Fall, dass Panikattacken sich auch auf andere Bereiche ausweiten und sich eine Panikstörung manifestiert.

Panikattacken was tun?

Panikattacken was tun? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die an einer Panikstörung leiden. Folgende Tipps solltest Du beherzigen.

  1. Es ist wichtig, dass Du Dir klar machst, warum die Symptome entstehen und diese richtig interpretierst. Sie sind Ausdruck Deiner Angst und nicht Ursache eines bevorstehenden Herzinfarktes oder Ähnlichem. Es ist normal, dass Dein Körper so reagiert.
  2. Eine Möglichkeit diesem Panikkreislauf zu entrinnen, besteht darin, die Energie zu nutzen und nicht im Körper zu belassen. Martha hätte tanzen und springen sollen. Auf diese Weise wäre sie schnell wieder aus der Panikattacke herausgekommen.
  3. Dir passiert nichts. Panikattacken sind nicht gefährlich, sondern nur sehr unangenehm. Du solltest Situationen, die Dir Angst machen, nicht vermeiden! Stelle Dich Deinen Ängsten und beobachte, was bei einer Panikattacke mit Dir passiert!
  4. Sprich mit Deinem Umfeld über Deine Ängste. Ein großes Problem für Menschen, die unter Panikattacken leiden, ist, dass der Betroffene meist unter allen Umständen verhindern möchte, dass sein Umfeld Kenntnis davon erlangt. Es gibt viele Menschen, die ausschließlich dann Panikattacken bekommen, wenn sie unter Menschen sind, vor denen sie sich nie outen würden.
  5. Erlerne eine Entspannungstechnik, die Du während einer Panikattacke anwenden kannst. Mein Favorit hierbei ist die progressive Muskelentspannung, da Du diese fast in jeder Situation anwenden kannst.

Panikattacken was tun? Es gibt noch weitere hilfreiche Tipps zum Umgang mit Panikattacken.

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5 Kommentare

  1. Bettina sagt:

    Bin heut wieder Auto gefahren war sehr aufgeregt, da ich mir vorgenommen habe mit Wolfgang über die Prüfung zu sprechen. Irgendwie hatte ich schon wieder Angst weil ich nicht wusste wie damit anfangen soll denn ich bin unsicher und möchte wissen ob er mich für Prüfungsbereit hält.
    Nach langem innerlichem Kampf habe ich mich dann getraut und ihn gefragt wie er meine Fahrkünste einschätzt.
    Er sagte ich beherrsche das Auto kenne die Regeln habe noch Probleme beim Einparken und beim abbiegen darauf zu achten ob ich in die 30 Zone fahre, ansonsten meint er ich kann es probieren
    Ich habe mich daraufhin entschlossen Morgen noch etwas einparken zu üben und er soll mich zur Prüfung anmelden.
    Das ich durchfallen könnte ist mir bewusst das wäre ärgerlich aber nicht der Weltuntergang aber ich hoffe das ich nicht so einen Schiss kriege das ich wieder anfange zu zittern.
    Ich sage mir Augen zu und durch du kannst fahren lass dich von deiner Angst nicht wieder unterkriegen!!!
    L.G. Bettina

  2. Bettina sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich möchte dir an dieser Stelle auch mal schreiben und sagen das mir dein Ratgeber hilft. Ich mache gerade meinen Führerschein und habe Angst vorm Auto fahren gehabt und als ich diese schon halbwegs überwunden hatte ist mein Fahrlehrer wegen Krankheit für immer ausgefallen. Ich habe auch ein Problem Menschen zu vertrauen ( wegen Kindheitstrauma ) und kam deswegen mit dem mir neu angebotenem Fahrlehrer garnicht klar. Ich bekam eine Panikatake und die Angst vorm Fahren sowie die Angst sich auf jemand Neues ( neuen Fahrlehrer ) einzulassen hat mich in ein tiefes Loch geschmissen da alle meine Kindheitserlebnisse gleich mit hochgekommen sind. Ich habe durch dieses Erlebnis gemerkt das ich Hilfe brauche und mache Therapie. Ich habe es geschaft mich aufzuraffen habe die Fahrschule gewechselt einen verständnisvollen Fahrlehrer gefunden der die nötige Geduld aufgebracht hat und stehe kurz vor meiner Fahrschulprüfung. Leider bekomme ich trotzdem immer noch leichte Panikataken beim fahren aber dann denke ich an deine Tips und fluche im Geiste ( geht ja nicht laut wenn man nicht alleine im Auto sitzt) und es hilft mir sie durch zu stehen.
    In diesem Sinne ein dickes Dankeschön für deinen Ratgeber!
    Lieben Gruß Bettina

    • admin sagt:

      Vielen Dank für diese nette Rückmeldung! Ich freue mich immer sehr, wenn ich helfen kann. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück bei der Prüfung. Du packst das schon! 😉

  3. Antonia sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich möchte Dir an dieser Stelle einmal ein Kompliment für Deine tollen Infos dalassen. Ich habe mittlerweile seit über 2 jahren Panikattacken und das macht mir sehr zu schaffen. Den Ratgeber finde ich echt hilfreich, habe ich mir vor etwas 1 Woche runtergeladen und arbeite damit. Am besten helfen mir die ersten beiden Tipps. Tipp 3 bekomme ich einfach nicht hin, aber ich versuche es weiter.
    Und nochmal ein dickes Dankeschön!

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