Burnout-Syndrom

Immer mehr Menschen leiden an dem so genannten Burnout-Syndrom. Burnout kommt aus dem Englischen und bedeutet „ausgebrannt“. Es ist gar nicht so leicht eine Definition für das Burnout-Syndrom zu finden. Schließlich gibt es bisher keine eindeutigen Diagnosekriterien.

Man kann jedoch sagen, dass unter einem Burnout-Syndrom im Allgemeinen ein Zustand extremer Erschöpfung verstanden wird. Meist ist ein Burnout-Syndrom die Folge beruflicher Belastung oder von sonstigem Stress, der vom Betroffenen nach einer gewissen Zeit nicht mehr bewältigt werden kann.

Neben extremer Erschöpfung sind Selbstentfremdung, Zynismus, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Anspannung, innere Unruhe und mangelnde Motivation Symptome des Burnout-Syndroms.

Betriebskrankenkassen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 9 Millionen Menschen am Burnout-Syndrom leiden. So genau kann das jedoch niemand sagen. da das Burnout-Syndrom bislang keine von den Krankenkassen anerkannte Krankheit ist. Deshalb wird das Burnout-Syndrom nach außen oft als andere psychische Erkrankung wie Depressionen, die Angst vor der Angst oder Panikattacken diagnostitiert, wobei das Burnout-Syndrom dann aber behandelt wird.

Burnout-Syndrom Ursache

Die Ursachen für ein Burnout-Syndrom sind umstritten. Ein Erklärungsmodell meint, dass die Ursache in der Persönlichkeitsstruktur des Betroffenen liegt. Zu dieser Persönlichkeitsstruktur gehört zum Beispiel extreme Opferbereitschaft, der Hang zum Perfektionismus oder falsch verstandener Idealismus.

Andere sehen die Ursache für ein Burnout-Syndrom in den veränderten Arbeitsbedingungen. Mehr Verantwortung bei weniger Unterstützung würden dazu führen, dass ein Burnout-Syndrom entsteht.

Ein dritter Erklärungsansatz sieht die Ursache für ein Burnout-Syndrom in den gesellschaftlichen Entwicklungen: Wachsende Anonymität, veränderte Kommunikationsformen und die zunehmende Vereinsamung münden mitunter in einem Burnout-Syndrom. (Quelle: Faz.net)

Ich bin sicher, dass eine gewisse Persönlichkeitsstruktur ein Burnout-Syndrom zumindest begünstigt. Wer nie mit sich und seiner Arbeitsleistung zufrieden ist, wer zu extremen Perfektionismus neigt, wird eher an einem Burnout-Syndrom erkranken.

Persönliche Erfahrungen mit dem Burnout-Syndrom

Es ist schwer zu sagen, ob ich auch an einem Burnout-Syndrom litt, da es keine einheitlichen Kriterien gibt, an denen man ein Burnout-Syndrom festmachen kann. Die hier beschriebenen Symptomen wie Selbstentfremdung, Zynismus, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Anspannung und innere Unruhe wies ich jedoch allesamt auf.

Ich gehe davon aus, dass wie bei anderen psychischen Erkrankungen, auch beim Burnout-Syndrom verschiedenen Ursachen vorliegen können. Andere psychische Erkrankungen wie die Angst vor der Angst, Panikattacken, Depressionen oder Angststörungen können vermutlich auch dazu führen, dass man die Symptome eines Burnouts aufweist.

Ich fühlte mich zumindest extrem ausgebrannt. Das ist jedoch auch kein Wunder, wenn man neben Panikattacken, der Angst vor der Angst, Hypochondrie oder anderen psychischen Erkrankungen arbeiten oder studieren geht.

Mir haben die Angst vor der Angst, Panikattacken und Hypochondrie jedenfalls soviel Energie abverlangt, dass mir alles andere eigentlich zuviel war. Dennoch habe ich immer weiter gemacht, da meinen eigenen Ansprüche an mich so hoch waren. Da sind wir wieder beim ersten Erklärungsmodell der Persönlichkeitsstruktur.

Mir wird immer wieder klar, wie schwierig es ist die einzelnen psychischen Erkrankungen von einander abzugrenzen. Die Übergänge scheinen oft fließend zu sein, verschiedene psychische Erkrankungen bedingen sich gegenseitig. So können Panikattacken bzw. die Angst vor der Angst zu Depressionen führen, die Angst vor der Angst und Depressionen widerum zu einem Burnout führen.

Die Frage ist doch, wie wichtig es für uns Betroffene überhaupt ist, zu wissen woran wir genau leiden. Sie merken vermutlich, dass ich es Ihnen immer noch nicht genau sagen kann. Ein wenig soziale Phobie, eine Prise Hypochondrie, ein bißchen Depressionen, ein Pfund Burnout und das Ganze mit der Angst vor der Angst gestreckt. So würde ich meine damaligen Probleme vielleicht am Besten beschreiben.

Generelle Fragen beim Burnout-Syndrom

Viel wichtiger ist doch herauszufinden, was in unserem Leben momentan falsch läuft und zwar so falsch, dass wir an einem Burnout-Syndrom oder einer anderen psychischen Erkrankung erkranken. Was läuft falsch? Wie kann man das ändern? Welche Handlungsoptionen hat man? Diese Fragen scheinen mir wichtiger zu sein, als die konkrete Abgrenzung einzelner psychischer Erkrankungen.

Denn bei allen Theorien, steht eins fest. Wie bei jeder psychischen Erkrankung muss man auch beim Burnout-Syndrom grundlegende Dinge, ändern, damit Besserung eintritt, egal ob es die Arbeitsbelastung, die individuelle Einstellung zur Arbeit oder vollkommen andere Dinge betrifft!

Burnout-Syndrom Artikel

Hier finden Sie verschiedene Artikel, die mit dem Burnout-Syndrom in Zusammenhang stehen.

5 Kommentare

  1. In unserem bewussten Verstand, mit dem wir immer alles erklären und alle Probleme lösen wollen, hat gerade mal EIN Gedanke auf einmal Platz.
    Mir diesem so extrem beschränkten, eitlen, größtenteils fehlinformierten bewussten Verstand strengen wir uns an und bemühen uns, unsere Probleme zu lösen. Bei Anstrengung und Bemühung wird man aber doch alles andere als gelöst. Wir erkennen noch nicht einmal die UNsinnigkeit der gelernten falschen Lösungsstrategien. Wir machen DRUCK und nennen es ErZIEHung; Drücken ist aber doch das Gegenteil von Ziehen! Wir lassen nicht locker und wundern uns noch, dass wir immer verspannt sind. Wir lassen nichts unversucht, ständig auf dümmstmögliche Weise unsere Kräfte zu erschöpfen und wundern uns noch, dass uns dies auslaugt und erschöpft und niederdrückt.
    In meiner Visitenkarte steht: „Beim Burnout verbrennt ja nicht der Mensch sondern bloß der Schmarrn, den er sich hat ins Hirn setzen lassen.“ Wir versuchen dauernd unsere Probleme auf dumme, nicht zur Lösung sondern immer tiefer ins Problem hineinführende Weise zu lösen. Wir müssten doch merken, dass die Probleme bei dem, was wir tun, nicht ab sondern ständig zunehmen. Warum machen wir etwas, mit dem wir schon 50mal gescheitert sind, noch 50 mal?
    Bei E.COUÉ könnte man lernen, dass es neben dem bewussten Verstand, mit dem viele ein ganzes Leben lang scheitern, noch eine zweite, viel wichtige Instanz im Menschen gibt: DAS UNBEWUSSTE. Das Unbewusste steuert unsere Lebenfunktionen und sorgt dafür, dass wir all die seltsamen Experimente überleben, die wir mit unserem beschränkten bewussten Verstand anstellen. Jeder Gedanke, der uns einfällt, kommt aus dem Unbewussten. Wenn ES uns wieder besser geht, kommt dieses ES aus dem Unbewussten.
    Wenn wir uns konkret anschauen, wie wir mit dieser entscheidenden Lebensinstanz umgehen, passt in vielen Fällen nur ein Wort: grauenhaft.
    Einerseits überbeanspruchen wir unsere begrenzten, meist gar nicht zuständigen BEWUSSTEN Kräfte, bis zum Gehtnichtmehr, andererseits kümmern wir uns um die tatsächlich für die Lösung unserer Probleme zuständigen, feinen, genialen Geistes- und Seelenkräfte in der Regel überhaupt nicht. Während wir den Körper regelmäßig stärken, lassen wir Geist & Seele ebenso selbstverständlich verhungern. Gerade wenn es uns schlecht geht, bräuchten unsere feinen Geistes- und Seelenkräfte umso nötiger Stärkung, Anerkennung, Bestätigung, Achtung, Pflege, Vetrauen und mehr desgleichen und wir geben ihnen genau das Gegenteil davon und machen sie damit erst matt und dann platt.
    Mit unseren eigene, originalen Geistes- und Seelenkräften kommunizieren und einen guten Austausch pflegen, das ist Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué. Im Grunde ist das die Hauptaufgabe, die wir alle in diesem Leben haben. Ich wünsche dazu guten Erfolg.
    Franz Josef Neffe

  2. memmi -weiblich 59 sagt:

    grüße euch,
    hallo ich habe angst-ja,genau…die angst—und ich bin burn-out–und hier meine symptome: phasenweise magen-darm ,vor allem durchfall,dann panikanfälle mit innerer unruhe,nervosität,bluthochdruck…nachts-sinustachycardie,flimmerskotom,pseudoradikuläres LWS achillodynie……ich muss ganz alleine leben,kann nicht mehr arbeiten udn lass mich mit 60 pensionieren–
    therapie: nach allen körperlichen untersuchungen mit dem ergebnis: gesund–nun psychiater,hausärztin….angstzustände,hypochondrie…kennt ihr das: ICH KÖNNTE SCHREIEN…. nach einer weile,lässt es nach,die symptome wechseln-
    ursache: pflege von angehörigen,anstrengender lehrberuf,keine anerkennung,alles alleine machen müssen,zukunftsangst
    was mir hilft? eigentlich nur mein glaube und austausch mit anderen.

  1. 13. Januar 2012

    […] wichtig ist Entspannung, wenn man an psychischen Erkrankungen, wie Panikattacken, Depressionen, dem Burnout-Syndrom oder anderen psychischen Erkrankungen […]

  2. 21. Juli 2012

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