Angst vor Krankheiten was tun? – Krankheitsangst besiegen

Wenn der Verdacht besteht, ernsthaft krank zu sein, ist es bis zur Stellung der Diagnose vollkommen normal, dass man Angst davor hat. Wer will schon gerne schwer krank sein?

Bei Menschen mit schwerwiegender Krankheitsangst besteht jedoch objektiv kein Grund zur Besorgnis und doch ist der Leidensdruck hoch. Mitunter ist ein normales Leben kaum noch möglich. Eine enorme Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Ständig hören sie in ihren Körper hinein. Jede noch so kleine körperliche Veränderung wird als gefährlich interpretiert und muss als Indiz dafür herhalten, schwer krank zu sein. Die Gedanken kreisen ständig um schwere Krankheiten und ihre Symptome. Ein Arztbesuch beruhigt meist nur kurzfristig.

Wir wollen darüber sprechen, was Betroffene tun sollten, um diese lebensbeeinträchtigende Angst vor Krankheiten überwinden zu können.

Inhaltsverzeichnis

Die Angst vor Krankheiten ist weit verbreitet

Menschen mit Krankheitsangst schämen sich oftmals für ihre Ängste. Dabei ist die Angst schwer krank zu sein, ohne dass eine organische Ursache vorliegt, weit verbreitet.

Man geht von etwa 6-10% der Bevölkerung aus, die mit einer hypochondrischen Störung oder Somatisierungsstörung zu tun hat. Die Dunkelzimmer ist vermutlich weitaus höher.

Etwa 25% aller Arztbesuche im deutschsprachigen Raum gehen auf Menschen mit ausgeprägter Krankheitsangst zurück. Damit sind sie eine große Belastung für unserer Gesundheitssystem, ohne dass man den Betroffenen einen Vorwurf machen könnte. Schließlich leiden sie selbst am allermeisten unter der krankhaften Angst vor Krankheiten.

Bevor wir darüber sprechen, wie man die Angst vor Krankheiten besiegen kann, schauen wir uns kurz an, in welche psychischen Störungen man Krankheitsangst einteilt.

Hypochondrie, Somatisierungsstörung oder generalisierte Angststörung

Hinter der Angst vor Krankheiten kann eine hypochondrische- oder eine Somatisierungsstörung stecken.

Bei der hypochondrischen Störung haben die Betroffenen meist Angst vor einer bestimmten Erkrankung, beispielsweise Angst vor Krebs oder Angst vor MS, wobei die Krankheiten, vor denen man sich fürchtet auch variieren können. Während bei der Hypochondrie die Angst vor einer Diagnose im Vordergrund steht, richten Somatisierer den Fokus auf die (wechselnden) Symptome als solches.

Einige an Hypochondrie leidende Menschen haben so große Angst vor einer niederschmetternden Diagnose, dass sie den Arztbesuch meiden, während der Somatisierer eigentlich immer wegen unterschiedlicher Symptome beim Arzt anzutreffen ist und sich eine (harmlose) Erklärung für seine Beschwerden wünscht.

Letztlich ist die Abgrenzung nicht ganz leicht, Überschneidungen häufig und die Unterscheidung zwischen Hypochondrie und Somatisierungsstörung aus meiner Sicht weniger relevant als man denkt, denn hinter beiden Störungen stecken ähnliche Ursachen.

Wenn der Betroffene sich nicht nur um die eigene Gesundheit sorgt, sondern sich die übertriebenen, häufig unnötigen Sorgen auch auf andere Bereiche, wie die finanzielle Situation, die Familie oder die Zukunft im Allgemeinen erstrecken, kann auch eine generalisierte Angststörung hinter der Angst vor Krankheiten stecken.

Kann man sich Krankheiten einreden?

Die meisten Betroffenen zweifeln zwar daran, dass es keine organische Ursache für ihre Beschwerden gibt, sie sind sich ihrer krankhaften Angst vor Krankheiten aber durchaus bewusst. Eine häufige Sorge der Betroffenen ist, dass sie durch ihre Angst vor Krankheiten, die Krankheiten auslösen können, was die Angst zusätzlich verstärkt.

Die Angst selbst führt zwar zu Symptomen wie Müdigkeit und Verspannungen, doch es gibt keinen Hinweis darauf, dass beispielsweise durch die Angst vor Krebs oder MS besagte Krankheit auch ausgelöst werden kann.

Tipp: Deine Sorgen führen nicht zu schweren Krankheiten, sie schützen Dich aber auch nicht davor. Sie führen einzig und allein dazu, dass es Dir schlecht geht.

Angst vor Krankheiten Symptome

Die Beschwerden bei der Angst vor schlimmen Krankheiten können vielfältig sein und im Grunde alle Körperteile und Organe betreffen. Zu typischen Symptomen zählen beispielsweise Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Missempfindungen in Gesicht, Armen und Beinen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Sehstörungen, Ohrgeräusche, Kribbeln, Taubheitsgefühle und Zittern.

Wie entstehen diese Symptome?

Zum einen können alle Menschen hin und wieder bestimmte körperliche Veränderungen bemerken. Es kribbelt mal hier und zieht mal dort. Das ist normal. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen.

Die meisten Menschen messen diesen Symptomen keine besondere Bedeutung zu und so gehen diese vorüber, ohne dass dies irgendwelche Folgen hätte.

Menschen mit großer Angst vor Krankheiten neigen dazu, diese harmlosen körperlichen Regungen als gefährlich zu interpretieren. Sie sehen diese Symptome als Beweis dafür an, schwer krank zu sein. „Da stimmt etwas nicht mit mir!“

Menschen mit großer Angst vor Krankheiten, bemerken diese harmlosen körperlichen Veränderungen und fokussieren sich auf diese. Die Wahrnehmung allein führt jedoch noch nicht zum Problem. Hinzu kommt die Interpretation eigentlich harmloser körperlicher Regungen als gefährlich. Erst die Wertung als etwas Bedrohliches führt zu dieser großen Angst, unter der Betroffene so leiden.

„Ich bin ständig müde. Habe ich vielleicht Leukämie? Dafür spricht auch, dass ich zwei Kilo in einer Woche abgenommen habe.“ Konzentrationsprobleme könnten erste Anzeichen für eine schwere neurologische Erkrankung, das gelegentliche Herzstolpern auf bösartige Herzrhythmusstörungen hindeuten und ein neues Muttermal deutet auf Hautkrebs hin.

Diese Gedanken führen dazu, dass man Angst bekommt und häufig sogar Panikattacken entstehen. Durch die Angst und die damit verbundene Anspannung können weitere Symptome entstehen oder bestehende Symptome verstärkt werden: Schwindel, Zittern, Schweißausbrüche, Ohrgeräusche und weitere typische Angst-Symptome .

Diese werden nun wieder als Beweis dafür interpretiert, dass etwas nicht in Ordnung ist. „Das ist doch nicht normal. Das kann doch nicht alles psychisch sein. Da muss etwas anderes hinterstecken!“ 

Und so entsteht ein Teufelskreis, der die Angst vor Krankheiten ständig am Laufen erhält.

Die Symptome sind real

Wenn man Menschen mit Angst vor Krankheiten sagt, dass ihnen körperlich nichts fehlt, fühlen sie sich einerseits erleichtert, andererseits aber oftmals auch wie vor den Kopf geschlagen. Schließlich bildet man sich die Symptome doch nicht ein!

Dabei ist wichtig, dass man versteht, dass die Beschwerden tatsächlich vorhanden sind, es nur keine körperliche, sondern eine psychische Ursache besteht. Mit Einbildung hat das nichts zu tun. Die Symptome sind real.

Die häufigsten Krankheitsängste

Angst vor Krebs

Die Angst vor Krebs ist eine häufige Angst. Das ist nicht verwunderlich, schließlich ist Krebs eine der häufigsten Todesursachen. Und auch wenn viele Krebsarten mittlerweile recht gut heilbar sind, sind oftmals belastende Therapiemaßnahmen erforderlich. Schließlich ist eine Chemotherapie alles andere als ein Zuckerschlecken.

Zudem kann Krebs jedes einzelne Organ befallen und die Symptomatik somit extrem vielfältig sein. Daher kann jedes Symptom theoretisch auch Ausdruck eines Krebsleidens sein. Kopfschmerzen können auf einen Hirntumor hindeuten, Husten auf Lungenkrebs und eine Gewichtsabnahme und Müdigkeit durch Leukämie hervorgerufen werden.

Es besteht somit immer die vage Möglichkeit, dass sich Krebs hinter körperlichen Beschwerden verbirgt. Doch auch wenn das nicht komplett auszuschließen ist: Eine harmlose Ursache ist IMMER viel wahrscheinlicher. 

Das gilt  vor allem für junge Menschen. Schließlich ist das größte Risiko für die meisten Krebsarten ein hohes Lebensalter.

Angst vor MS (Multiple Sklerose)

Eine meiner größten Ängste war damals die Angst vor MS. Ähnlich wie bei Krebs können die Symptome auch bei MS sehr vielseitig sein. Zudem treten viele der typischen Symptome (soweit man bei Multiple Sklerose von „typisch“ sprechen kann) auch bei Angst, Anspannung und Stress auf: Sehstörungen, Tinnitus, Schwindel oder Gangunsicherheit beispielsweise.

Und wenn man große Angst vor schlimmen Krankheiten hat, dann treten diese Angst-Symptome bei vielen Betroffenen auf, was die weit verbreitete Angst vor MS unter Angst-Patienten erklärt.

Ähnlich wie bei Krebs gilt jedoch auch hier: Die Wahrscheinlichkeit, dass MS hinter den Symptomen steckt, ist im Vergleich zu einer harmlosen Erklärung verschwindend gering.

Angst vor einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

Symptome wie Herzrasen, Herzstolpern oder Stiche in der Brust lassen Betroffene befürchten, dass etwas mit ihrem Herzen nicht stimmt. Dabei ist Herzrasen fast immer mit dabei, wenn man Angst bekommt.

Stiche in der Brust kommen in den meisten Fällen von muskulären Verspannungen und Herzstolpern haben fast alle Menschen hin und wieder. Viele Menschen haben mit Extrasystolen (zusätzlichen Herzschlägen) zu tun, die in den allermeisten Fällen absolut ungefährlich sind, jedoch ziemlich belastend sein können.

Hier gibt es weitere Informationen zur Herzangst .

Angst vor psychischer Krankheit

Auch die Angst vor psychischer Krankheit wie einer Psychose oder Schizophrenie kommt ziemlich häufig vor. Vor lauter Angst und Stress kann man manchmal kaum einen klaren Gedanken fassen.

Unwirklichkeitsgefühle sind bei einer Angststörung oftmals mit im Spiel und manchmal erkennt man sich selbst nicht wirklich. Und diese Symptome machen verständlicherweise Angst, man befürchtet, verrückt zu werden. Auch hier entsteht wieder ein Teufelskreis. Wie auch die Angst vor körperlichen Krankheiten lässt sich die Angst vor psychischen Krankheiten überwinden.

Und auch bei der  Angst vor psychischer Krankheit gilt der Hinweis, dass Du mit Deinen Ängsten keine Psychose oder Schizophrenie hervorrufst. 

Es gibt keine Garantie

Egal, ob man Angst vor Krebs oder MS hat, unabhängig davon, ob man sich vor einer Herz-Kreislauferkrankung fürchtet oder vor schweren psychischen Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich eine harmlose Ursache hinter Symptomen verbirgt ist IMMER sehr viel wahrscheinlicher.

Ich weiß aus eigener Erfahrung sehr gut, wie sehr man sich die absolute Gewissheit wünscht, vollkommen gesund zu sein und zu bleiben. Diese zu bekommen, ist jedoch unmöglich. Es gibt leider keine Garantie dafür, nie schwer krank zu werden. Wir alle müssen lernen, mit dieser Ungewissheit zu leben.

Die Angst vor Krankheit hat nur eine einzige Konsequenz: Sie hält uns davon ab, ein gutes Leben zu leben. Ich komme gleich noch auf diesen Gedanken zurück.

Angst vor Krankheiten was tun?

Ich bekomme ständig E-Mails mit der Frage: „Wie kann ich die Angst vor Krankheiten bekämpfen?“ Diese Frage läuft in die falsche Richtung, da sie beinhaltet, man können gegen die Angst kämpfen. Damit macht man die Angst zu einem Feind, der sie nicht ist.

Es ist verständlich, dass Du diese nervtötende Angst vor Krankheiten loswerden willst, doch die Angst ist Teil Deiner Selbst und kein Feind, der Dir etwas Böses will. Die Angst vor Krankheiten bekämpfen zu wollen, ist darum niemals eine gute Idee und zwar vollkommen egal, um welche Ängste es sich handelt.

Die Frage „Wie bekomme ich meine Angst vor Krankheiten in den Griff?“, die mir ebenfalls häufig gestellt wird, ist da wesentlich zielführender. Und genau darüber wollen wir nun sprechen.

Kann man Krankheitsangst selbst heilen? Gibt es Tipps zur Selbsthilfe bei Angst vor Krankheiten? Ja, natürlich gibt es die. Aus meiner Sicht ist jede Hilfe – auch eine Psychotherapie – immer eine Hilfe zur Selbsthilfe. Dritte können Dir zwar eine Hilfestellung geben, aber niemand kann Deine Angststörung einfach „wegmachen“. Du selbst bist gefragt.

Angst vor Krankheiten Selbsthilfe

Zunächst einmal möchte ich Dir einige Tipps mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst:

  1. Höre auf mit dem Ärzte-Hopping: Viele Betroffene sind aufgrund ihrer Beschwerden häufig beim Arzt anzutreffen. Man erhofft sich im besten Falle eine harmlose Ursache als Erklärung für die Symptome. Da diese in den meisten Fällen ausbleibt, möchte man zumindest die Entwarnung, indem nichts ernstes gefunden wird.
    Die darauf einsetzende Beruhigung hält aber meist nur kurz an. Meist fängt man schon wenige Tage später an, die „Hat er vielleicht etwas übersehen? Hätte man nicht weitere Untersuchungen durchführen müssen?“ Und schon geht die Angst wieder los.
    Oftmals wendet man sich an einen anderen Arzt. Das führt dazu, dass die korrekte Diagnose, nämlich „hypochondrische Störung“, „Somatisierungsstörung“ oder „generalisierte Angststörung“ oftmals jahrelang ausbleibt. Außerdem bringen diese Arztbesuche auf Dauer wenig. Die erhoffte Beruhigung hält niemals lange an.
    Besser ist es, einen Hausarzt zu finden, der Dich ernst nimmt, beruhigt und Dich dazu animiert, die Angst vor Krankheiten in den Griff zu bekommen.
  2. Lass das Googlen sein: Man will wissen, was hinter den Beschwerden stecken kann und so versucht man, im Internet fündig zu werden. Die erhoffte Beruhigung bleibt jedoch auch hier aus. Im Gegenteil: Man bekommt nur noch mehr Angst.
    Schließlich kann hinter JEDEM Symptom theoretisch auch eine schwere Erkrankung stecken. Und genau das nimmst Du mit, was die Angst verstärkt. Darum solltest Du diese Internetrecherchen unbedingt unterlassen.
  3. Treibe Sport: Die Krankheitsangst führt mitunter dazu, dass Betroffene keinen Sport machen. Die Kondition kann in diesem Fall nicht die beste sein. Man fühlt sich nicht fit und führt diesen Zustand wieder als Beweis dafür an, schwer krank zu sein.
    Darum sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten Sport treiben. Dabei kann man langsam, beispielsweise mit zügigem Spazierengehen, starten. Beginne gemächlich, aber bleibe am Ball. Wenn Du das Okay Deines Arztes benötigst, dann hole es Dir. Du wirst sehen, dass Du mit der Zeit immer belastbarer wirst. Das gibt Selbstvertrauen. Ich halte Sport für enorm wichtig, um wieder Vertrauen in Deinen Körper zu gewinnen.
  4. Ernähre Dich ausgewogen: Auch eine ausgewogene Ernährung trägt zu Deinem Wohlbefinden bei und wirkt der Angst vor Krankheit entgegen. Es gibt in Sachen Ernährung so viele verschiedene Theorien, dass es schwer fällt, dort durchzublicken. Es genügt aus meiner Sicht meist schon, etwas mehr Gemüse auf dem Speiseplan zu haben, rotes Fleisch hin und wieder durch Fisch zu ersetzen und auf Zucker sowie helles Getreide häufiger zu verzichten. Mit der richtigen Ernährung hast Du mehr Energie und fühlst Dich gesünder.
  5. Entspann Dich: Angst führt unweigerlich zu An- und Verspannungen. Allein dadurch können Symptome wie Stiche in der Brust, Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Gangunsicherheit, Ohrgeräusche oder Sehstörungen hervorgerufen werden und diese machen Angst.
    Daher ist es sinnvoll, für mehr Entspannung zu sorgen. Das funktioniert am besten über eine Entspannungstechnik wie Meditation, autogenes Training oder Yoga. Mein persönlicher Favorit für Menschen mit Angst vor Krankheiten ist die progressive Muskelentspannung. Sie ist schnell erlernbar, überall anwendbar und Du bekommst ein Gefühl dafür, wann bestimmte Körperregionen angespannt sind.

Hinweis zu den Selbsthilfe-Tipps

Die Sorgen bei der Angst vor Krankheiten führen lediglich dazu, dass es Dir schlecht geht. Wenn Du auf eine einigermaßen gesunde Lebensweise achtest, dann haben diese Sorgen zumindest eine positive Konsequenz. Und die wichtigsten Maßnahmen sind Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie Stressreduzierung.

Zudem wirst Du auf diese Weise aktiv, was immer dazu führst, dass Du Dich besser fühlst. Und nicht zuletzt ist eine gesunde Lebensweise der einzige Weg, um schlimmen Krankheiten tatsächlich vorzubeugen.

Alle diese Tipps kannst Du im Grunde sofort umsetzen. In den meisten Fällen genügt das jedoch nicht, um die Angst vor Krankheiten besiegen zu können. So ist in vielen Fällen eine Psychotherapie anzuraten, wobei eine Verhaltenstherapie die besten Heilungschancen verspricht.

Und verpasse bitte nicht den Ratgeber am Ende…

Angst vor Krankheiten Ursachen

Der Grundstein für übertrieben Krankheitsängste wurden häufig in der Kindheit gelegt. So kann es sein, dass unsere Eltern überängstlich reagierten, wenn wir als Kinder krank waren.

Auch wenn Elternteile oder andere Familienmitglieder schwer krank waren oder früh verstorben sind, kann das dazu beitragen, dass sich im Erwachsenenalter die Angst vor schlimmen Krankheiten manifestiert.

Aus meiner Erfahrung spielen darüber hinaus in vielen Fällen ganz andere Ursachen eine tragende Rolle. Zu diesen möglichen Ursachen für Krankheitsängste zählen zum Beispiel:

  • ein leidenschaftsloses Leben
  • Langeweile
  • die Angst vor dem Tod
  • chronische Unzufriedenheit in einem oder mehreren Lebensbereichen
  • nicht getroffene, schwierige Entscheidungen

Kostenloser Ratgeber über Angst vor Krankheiten

Zu diesen Dingen könnte ich noch viel mehr schreiben und das habe ich auch getan. Da dieser Blogbeitrag ellenlang werden würde, habe ich diese Tipps in einem kleinen E-Book verpackt, dass Du Dir kostenlos herunterladen kannst. Mit dazu gibt es ein E-Mail-Coaching, dass Dir dabei helfen soll, die Angst vor Krankheiten zu besiegen.

>Klicke hier, um die kostenlosen Infos zu bekommen.

Hinweis: Ich hatte jahrelang selbst große Angst vor schlimmen Krankheiten und weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend Krankheitsängste sein können. Ich habe vor langer Zeit die Angst vor Krankheiten überwinden können und möchte Dir Mut machen: Man kann die Krankheitsangst besiegen. Ich hoffe, dass Dir dieser Beitrag, mein E-Mail-Coaching sowie der kleine Ratgeber dabei helfen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir dazu ein Feedback über die Kommentarfunktion gibst. Und auch wenn Du noch eine Frage hast, freue ich mich über Deinen Kommentar.

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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49 Kommentare

  1. Kerstin sagt:

    Hallo Sebastian , leide seit Jahren unter Depression und Ängste hab schon einige Klinikaufenthalte und Therapien hinter mir . Danach ging es mir nur kurze Zeit gut mal mit Medikamente mal ohne. Hatte keine Körperlichen Beschwerden angefangen hat das ganze letztes Jahr bei mir mit Magen Darm Beschwerden dann der Oberbauch .Unterbauch dann ständig Halsschmerzen ,Globusgefühl im Hals. Migräne das volle Programm eben hab auch ein Arztmarathon hinter mir dann wurde MS festgestellt dann hieß es wieder keine MS obwohl im MRT( Kopf) Place zu sehen ist . Es hieß dann das ist eine andere Neurologische Sache .Die Tippen auf Migräne .Dann spielen die Zähne verrückt Knochenabbau und das alles mit diesen Ängsten echt nicht ganz einfach für mich .Hab mir jetzt dein Buch gekauft und bin gespannt darauf wie du selbst mit dem einen oder anderen umgegangen Bist .Bin zur Zeit in Therapie aber so richtig weiter bin ich leider nicht da die anderen Teilnehmer wenig bis gar nicht diese Somatoforme Form haben. Bin in Gruppentherapie bekomme die Tage den Termin mit geteilt zwecks Spiegelung der Speiseröhre wird Stationär gemacht leider das heißt eine Nacht im Krankenhaus. Was würde ich dafür geben es nicht machen zu lassen. Sorry für so viel Text vielleicht erkennt sich der eine oder andere darin ja wieder GLG Kerstin

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Kerstin,

      ich kann gut nachvollziehen, wie verzweifelt Du bist. Schließlich merkst Du, dass irgendetwas nicht stimmt. Letztlich könnte es sein, dass beispielsweise etwas harmloses Neurologisches eine Rolle spielt. Möglicherweise kann man es heutzutage noch nicht sichtbar machen. Auch die Migräne ist ja immer noch ein Rätsel. Wir wissen also Vieles noch gar nicht. Migräne kann beispielsweise (auch Tage im Vorfeld) seltsame Symptome hervorrufen. Die machen Angst. Und die Anspannung könnte sich auf den Kiefer auswirken und die Zähne beeinflussen…
      Aber sag mal Bescheid, wie Dir mein Buch gefallen hat und ob etwas bei der Untersuchung herausgekommen ist.

      Beste Grüße.

      Sebastian

  2. Maja sagt:

    Hallo,
    In vielem was ich hier lese erkenne ich mich wieder. Ich weiß nicht ob man mich Hypochonder nennen kann aber dass ich angst vor Krankheiten habe, bezweifle ich mittlerweile nicht mehr. Bei mir fing es, soweit ich mich erinnere mit keinem körperlichen symptom.ich erinnere mich dass ich ganz plötzlich einige Male bevor ich mich zu Bett begab eine Art sorge angst packte,dass eventuell mein Mann oder meine Tochter unheilbar erkranken könnten.danach bemerkte ich ein Kribbeln in den Zehen aus dem Kribbeln im Zeh wurde ein Kribbeln im Fuß und steigerte sich immer weiter hoch,die Symptome wie auch ich selbst. Nun war ich beunruhigt verängstigt in sorge Panik etc. ich begann zu googeln fand Unmengen von Informationen Foren, medizinische Seiten seriöse wie auch weniger seriöse.je mehr ich lies umso schlechter erging es mir ich bekam muskelzuckungen,kribbeln,brennen,ziehen, zum Teil auch schmerzen vor allem im Bereich der Waden und Unterschenkel.ich beschloss im Internet nach Fachärzten zu suchen, die sich im Bereich der Krankheit ALS spezialisieren.ich verfasste meine Mail und Versand diese an 3 Ärzte so verzweifelt war ich,ich wusste ich brauche Sicherheit sonst flipp ich aus.alle drei antworteten einer hatte nicht mal das Problem eine ferndiagnose abzugeben und schloss ALS aus,denn die Symptomatik passte nicht.der zweite Arzt rief mich an es war ein Oberarzt und bot mir einen Termin zur Untersuchung an.ich war einerseits erfreut andererseits panisch denn was würde er diagnostizieren?nun beide waren Neurologen vor dem Termin war ich aber bereits von einem anderen Neurologen untersucht worden,der Schloß eine neurologische Erkrankung sofort aus und gab mir eine Überweisung zur Psychotherapie.ich bereitete mich auf den Termin mit dem Oberarzt sehr genau vor Schrieb vier Seiten auf mit möglichen Krankheiten,meinen Symptomen,Untersuchungen die durchgeführt werden sollten etc. An dem Tag in der Klinik bei dem Oberarzt wurde ich in seinem Zimmer gründlich untersucht,er nahm sich wirklich viel zeit als er meinen Block sah aus dem ich vorlies und diesen mir abnahm,sagte er Frau x das hier ist nicht normal dies sei schon hypochondrisch ich dachte mir nur warum denn ich wollte doch nur gut vorbereitet sein. Es wurde Blut abgenommen ein emg und eeg gemacht alles unauffällig.danach empfohlen er mir eine psychiatrische Behandlung.ich wollte ein mrt vom Kopf doch das wurde abgelehnt es bestand gar kein bedarf. Das nur kurz zu mir da waren noch mehr Ärzte und Neurologen involviert.der eine Arzt vermittelte mir persönlich Sicherheit nur leider ist auch diese verflogen das war vor 6monaten.ich hatte soviele eigenartige Symptome.schwindel,Benommenheit,hitzewallungen,rasanten Puls,Verspannungen vor allem im rechten Arm so ein Schwächegefühl doch kraft ist vorhanden.nun war ich beim Sport und hatte beim dritten mal beinschmerzen da dachte ich es ist doch ALS,muskelzuckung war vermehr an einer Stelle aber nicht konstant nur ab und an nun bewege ich ständig mein Bein um es nicht zu spüren wenn es zufällig wieder auftritt.es ist schlimm ich drehe mich im Kreis und komme nicht raus.werde psychologisch betreut aber irgendwie will ich einfach wieder unbeschwert Leben für mich meine Tochter und meinen Mann.warum angst vor ALS?die Tante meines Mannes hatte diese Krankheit und ist letztes jahr gestorben.habe diese Krankheit vorher garnet gekannt.kannst du mir Tipps geben wie ich mir selbst helfen könnte?danke

  3. Markus sagt:

    Das ist schon der Wahnsinn. .. Da Google ich uber gaaaanz was anderes und finde den Kommentar von Sabrina. Muskelzucken – Angst vor ALS ! Meine GROSSE Angst der letzten 4 Monate

  4. Ve sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich heiße Veronika, bin 30 Jahre alt und habe 3 Kinder. Leide seit ein paar Wochen an dem sogenannten Lhermitte Zeichen. Der anfängliche Verdacht der Multiplen Sklerose hat sich – Gott sei Dank – nicht bestätigt. Habe alle dafür erforderlichen Untersuchungen gemacht (die Röhre war kein Spaß)… Das eigentliche Problem ist, dass ich dieses Nackenbeugezeichen immernoch habe und mir einbilde, dass die Ärzte bestimmt etwas übersehen haben. Nach dem MRT ging es mir 2 Tage blendend – Juhu, ich bin nicht krank. Dann kamen die ersten Zweifel. Und jetzt bin ich wieder ganz am Anfang. Höre auf jedes Zeichen meines Körpers. Bilde mir irgendwelche Symptome ein. Ich werde noch wahnsinnig, da ich immernoch Angst vor MS habe. Alle Ärzte haben dies jedoch ausgeschlossen. Morgen bin ich wieder beim Neurologen. Nur um mir die X-te Bestätigung zu holen, dass ich gesund bin. Das glaube ich dann ein paar Tage und dann fangen die Zweifel wieder an. Mensch! Was kann ich tun?! Ich weiß es nicht. Naja, vielleicht kannst du mir nen Tipp geben 🙂
    Viele Grüße,
    Ve

  5. sabrina sagt:

    Hallo Sebastian,

    Ich melde mich nach langer Zeit auch mal. Ich heisse Sabrina und bin 33, Mutter von 2 Kinder.
    Leide seid letztes Jahr Februar an Hypochondrie und generalistische ängstörung.
    Hab auch schon viele Untersuchungen hinter mir, und alles ohne Befund.
    Mein größtes Problem ist das ich seid November an Muskelzuckungen am ganzen Körper leide, mit kribbeln und rauschen meist nur in den Beinen aber auch Hände und Mund. Ich hab wieder solche Angst vor ALS, ich werde wieder verrückt. Der erste Neurologe meinte es waren unruhige Beine und der 2. Meint das es zu 100% kein ALS ist und er sein Kopf deswegen auf ein silbernen tablet legen würde. Da man in der Medizin aber nicht zu 100% sicher sein könnte wurde er halt sagen zu 99%. Und jetzt soll ich in 6 Woche. Wieder zur Kontrolle was mir halt wieder sehr Angst macht. Weil ich einfach glaube das er doch ein Verdacht hat. Und seid dem ich bei ihn in der Praxis war geht es mir wieder richtig schlecht. Hab auch ein komsiches Gefühl im rechten bein das ich mir denken, es kann ja nur die Krankheit sein. Die Symptome hören einfach nicht auf.
    Sorry fürs blabla 🙂
    LG sabrina

  6. luisia sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich hätte wohl auch etwas unruhig reagiert. Warscheinlich aber käme es noch auf meine ganze Verfassung an dem Tag an und wie stark und zeitlich wielange dieser Schwindel wäre.
    Manche Tage kann ich damit auch gut umgehen, höre zwar in mich hinein aber kann mich beruhigen oder ablenken, wenn Schwindel sich im Rahmen hält.
    Andere Tage wiederum finde ich so eine Situation sehr beängstigend und bin in Gedanken nur dabei…”hoffentlich wird das nicht noch schlimmer? Was ist das blos?”

    Manche Aussagen von Ärzten können wirklich schon Ängste auslösen. Und eine Aussage: es könnte….
    macht mich noch unsicherer.

  7. Andrea sagt:

    Hallo,

    ich habe hier bereits schon mal geschrieben bzgl. Panikattacken. Seit 3-4 Monaten beschleicht mich das Gefühl, dass ich auch an Hypochondrie leide. Angefangen hat es mit Herzstolpern. Hatte Angst irgendwas am Herzen zu haben. Ab zum Arzt, 24-Stdg EGK gemacht… soll alles normal sein. Dann fing es an das ich stechen in den Organen hatte, Bauch, Brust überall gelegentlich. Hab mit meinem Freund gesprochen (Rettungsassistent) und er sagte mir das kann normal sein es wären nerven die sich kurzzeitig eingeklemmt haben. Gut ok, hab ich ihm geglaubt und wenn wieder sowas vorkommt dann bin ich relativ ruhig.

    Nun seit ca. 1 Woche habe ich Atembeschwerden. Vielleicht mache ich das selbst aber dann denke ich mir ich atme zu schnell und versuche das zu kontrollieren. Sogar so weit bis ich schon merke mein Körper will wieder atmen aber ich lasse ihn nicht weil ich denke wieder ein- oder ausatmen ist noch zu früh und dann die Angst das ich Hyperventiliere…. Abends im Bett ist es am schlimmsten.

    Ich habe auch diese Atemtechnick-CDs aber ich bin da kein Freund von. Ich weiß auch nicht warum.

    Nun kamen seit heute auch stechen im Kopf hinzu…. ich will diese Gedanken einfach nicht mehr.

    Ich bin aber auch so sehr ein schisser, ich kann mich mit dem Symtomen nicht wirklich auseinander setzen. Ich kann mir nichts im Internet durchlesen auch angst noch verrückter zu werden. Zudem fange ich an Angst zu entwickeln, was Medikamente angeht. Wenn ich Kopfschmerzen habe, habe ich eigentlich IBU genommen aber nunmehr überlege ich auch ob ich eine nehmen soll oder nicht weil ich denke das ist doch auch nicht gut immer eine Tablette zu nehmen wenn man Kopfschmerzen hat. Dann leider ich irgendwie lieber.

    Bezgl. meiner Panikattacken nehme ich Lanvendeltabletten gegen die innere Unruhe. Auch habe ich für die Attacken in dem Moment oder gegen Schlafstörungen Baldriantropfen bekommen. Aber egal wie schlecht es mir ging, die Angst diese Tropfen bewirken bei mir irgendwas schlimmes hab ich die Packung nicht einmal geöffnet und benutzt.

    Ich weiß nicht was ich gegen diese Angst machen soll. Was auch lächerlich war, vor ein paar Tagen habe ich mir einen Kopf gemacht ob ich wirklich eine Pizza essen soll, da diese ja ungesund ist. Ich hab dann doch was davon gegessen aber nur die Hälfte. Nun mach ich mir Gedanken ob ich durch die ganze Sache vielleicht ein schlechtes essverhalten entwickle…

    Bin auch in Therapie, aber wirklich zufrieden bin ich nicht. Bin jetzt seit einem halben jahr dort und wir sind nicht weiter als “machen sie täglich die Entspannungsübungen”. Aber auch hier finde ich die Therapie für mich nicht sehr hilfreich. Bin ich zu ungeduldig oder soll ich mir einen anderen Therapeuten suchen?

    LG Andrea

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Andrea,
      es ist oft nicht leicht zu akzeptieren, dass die Symptome tatsächlich allein durch Angst und Panikattacken ausgelöst werden können. Oftmals ist das jedoch der Fall. Eine Pizza ist je nach Belag sicherlich nicht so ungesund, wie man meint und ab und zu darf man auch einmal ohne schlechtes Gewissen “sündigen”. Das ist sicherlich übertrieben.
      Wenn man oft Kopfschmerzen hat, sollte man herausfinden, woran das liegt. Liegen Spannungskopfschmerzen vor, helfen beispielsweise Entspannungstechniken und Sport, eben Maßnahmen zum Stressabbau. Zudem hilft der Aufbau der Rücken- und Nackenmuskulatur meist unheimlich gut. Kommt es dennoch zu Kopfschmerzen, kann man sicherlich mal eine Schmerztablette nehmen. Das ist zumindest meine Meinung.

      Atemtechniken haben mir damals auch eher Angst gemacht, mir hat die progressive Muskelentspannung gut geholfen.

      Bezüglich Deiner Therapie empfehle ich Dir, Deine Befürchtungen offen anzusprechen.

  8. Sandra sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich leide seit einem Jahr ganz stark an Hypochondrie, Agoraphobie und Panikstörung. Die Panikattacken kommen jeden Tag, die blöden Gedanken alle paar Minuten..
    Mein aktuelles Problem, ich habe so Angst vor Lungenkrebs. Habe folgende Symptome: Abgeschlagenheit, schwere Beine, Schmerzen in der Mitte des Brustkorbs, ab und zu schwer Luft und es war sogar schon mal bisschen Blut im Auswurf. Ich war bei zwei Ärzten. Der eine meinte wenn ich älter wäre (bin 25) wären meine Symptome besorgniserregend. Der andere Arzt meinte Schmerzen hat man nicht von der Lunge und auf einem Röntgenbild würde man aber auch nichts erkennen, eher auf einem CT, das man aber wegen der Strahlen nicht macht. Was soll man da noch machen? Zu einem dritten Arzt, um sich noch mehr verunsichern zu lassen? Es ist so schwer 🙁 Außerdem habe ich Krämpfe am Gaumen und Kiefer und viele anderen Symptome, woher weiß man auch nicht..
    Es wurden bereits EKG, Ultraschall vom Herzen, MRT vom Kopf und vor einem Jahr Röntgenbild der Lunge gemacht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich will wieder unbeschwert leben und glücklich sein. In Therapie bin ich schon..
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Viele Grüße

    • SebastianSebastian sagt:

      Also, wenn ein Arzt den Verdacht hätte, dass es Krebs sein könnte, würde man sicherlich ein CT machen lassen. Er sieht wohl nicht die Notwendigkeit und das sollte Dich beruhigen. Ich kann natürlich auch nicht sagen, woher diese Symptome kommen.

  9. Anne sagt:

    Hey, Danke für die schnelle Antwort.
    Deine Antwort hat mich total gefreut! Wie gesagt hat mir bisher jeder Arzt, egal ob Hausarzt, Neurologe oder Psychologe irgendein Medikament verschrieben und ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl dabei und hab die Tabletten nicht geschluckt. In der Klinik hab ich dann zum ersten Mal diese Medikamente nehmen müssen und hab mich körperlich ganz schlecht gefühlt. Außerdem haben mich meine Mitpatienten echt geschockt, die waren alle schon komplett runter gebeamt, völlig ohne Mimik und Regung. Mit großen Augen liefen sie wie kleine Zombies durch die Gegend. Echt schauerlich, obwohl es wirklich super nette Menschen waren. Nur ihre wahre Persönlichkeit war durch die vielen Medikamente (und ich meine wirklich viele! Alleine ich bekam 4 verschiedene Mittelchen, zum Beruhigen, zum Schlafen, morgens zum “Stimmungsaufhellen” und weil das bei mir zuviel aufgehellt war wieder was zum Drosseln…) verschleiert. Für mich war das nicht der richtige Weg, mit meiner Angst, den Panikattacken und der völligen Erschöpfung klar zu kommen. Ich weiß, dass es Fälle gibt, wo Psychopharmika unerlässlich sind. Eine Therapeutin hat mich gar nicht aufgenommen weil sie meinte, wenn ich keine Medikamente nehme bin ich nicht therapierfähig. Zum Glück gibt es noch ein paar andere Therapeuten :-). Ich bekomme momentan B-Vitamine, Magnesium und Vitamin C hochdosiert intravenös und dazu nehme ich noch so pflanzliche Beruhigungstabletten. Mir hilft das zumindest um körperlich wieder belastbarer zu werden. Merke gerade, dass die Energie zurückkommt. Gutes Gefühl 🙂
    Schön, dass Du Deine eigene Erfahrung hier teilst und so tolle Tipps gibst. Wenn man all das liest fühlt man sich nicht mehr als einzig Bekloppte auf der Welt :-).

    Ich geb Dir gerne ein Feedback wenn ich Dein Buch durch habe.

    Viele Grüße und Danke nochmal.

  10. Anne sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich habe mir eben Dein Buch bestellt und warte gespannt darauf :-).
    Seit einem Jahr renn ich von Arzt zu Arzt, Darmspiegelung, Magenspiegelung, MRT vom Kopf, HNO-Arzt, Neurologe etc… Zweimal haben mich heftige Panikattacken zu einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus gebracht (zu dieser Zeit wusste ich nicht, dass das Panikattacken sind und dachte, ich bekomme einen Herzinfarkt). Alles immer ohne Befund. Ich befinde mich seit einigen Monaten in einer sehr akuten Phase, verbunden mit Burnout, die vor ein paar Wochen zu einer freiwilligen Einweisung in eine Fachklinik für Psychologie geführt hat. Leider war dieser Aufenthalt alles andere als erfolgreich. Ich wurde medikamentös komplett ruhig gestellt und das hat mich völlig verrrückt, unruhig und zappelig gemacht. Therapie in dem Sinn gab es nicht, pro Woche lediglich 3 Gruppengespräche. Die anderen Patienten waren super nett, aber die Krankheitsbilder haben nicht zueinander gepasst und für mich war das Gruppengespräch zwar unterhaltsam aber es hat gar nichts gebracht. Nach einer Woche hab ich die Klinik wieder auf eigenen Wunsch verlassen und war eine nervliche Komplettkatastrophe. Seither hab ich Muskelzucken am ganzen Körper, was mich nun widerum vermuten lässt, an ALS erkrankt zu sein. Ich muss Dir den Disput zwischen Verstand und Gefühl/Einbildung sicher nicht erklären :-). Engelchen und Teufelchen in meinem Kopf spielen PingPong. In 2 Wochen geht nun endlich meine ambulante Psychotherapie los und ich hoffe und denke, dass mir das weiterhilft. Was mich interessieren würde, hast Du Medikamente genommen und wenn ja, was genau? Ich habe inzwischen schon viele verschiedenen Medikamente verschrieben bekommen, zur Zeit setze ich aber auf B-Vitamine und pflanzliche Sachen.

    Liebe Grüße und Danke für die Info.

    • SebastianSebastian sagt:

      Das kenne ich zur Genüge. Kann gar nicht mehr zählen, wieviele Arztbesuche und im Nachhinein unnötige Untersuchungen ich habe über mich ergehen lassen. Wenn Muskelzucken gleich ALS bedeutet, wäre ich vermutlich schon an den Rollstuhl gefesselt. 😉

      Wenn Du “Exfreundin Angst” bestellt hast, wirst Du bald lesen können, dass ich nie Medikamente genommen habe. In meinem Buch widme ich diesem Thema ein eigenes, kleines Kapitel. Das Buch wird in der Regel noch am gleichen Tag nach Zahlungseingang versendet. Dürfte also nicht mehr lange dauern, bis Du es in Händen hältst, habe jedoch momentan keinen detaillierten Überblick über all die Bestellungen. 🙂 Lass mal hören, wie es Dir gefallen hat.

      Warum ich mich gegen Antidepressiva entschieden habe, kannst Du aber auch hier schon einmal in einer abgespeckten Version nachlesen: psog.de/antidepressiva.

      Viele Grüße.

      Sebastian

  11. Katy sagt:

    Erstmal liebe Grüße an alle Hypochonder und damit wohl auch an mich selbst (31 Jahre alt;-)
    Lieber Sebastian, vielen Dank für Dein Engagement! Es tut gut, über Deine Erfahrungen zu lesen und ein wenig (eigentlich schon ziemlich viel) Hoffnung auf Besserung (Optimismus) zu schöpfen. Ich glaube, wenn ich “geheilt” wäre, würde ich sagen, dass mir der ganze Scheiß für immer den Buckel runterrutschen kann. Daher großes Lob!

    Seit dem Ende meiner Schulzeit (vorher strotzte ich zumindest rückblickend vor Gesundheit und Selbstbewusstsein…) hatte ich mit unerklärbaren ewig andauernden Blasenbeschwerden zu kämpfen, die, nachdem ich mir plötzlich sicher war, dass da organisch nichts ist, am nächsten Tag von unerklärlichen Atembeschwerden abgelöst wurden. Mittlerweile weiß ich, dass dahinter die Angst steht, nicht alles kontrollieren zu können, zu versagen, alles perfekt machen zu müssen, die Angst durch irgendeine schwere Erkrankung zur Belastung meiner Familie zu werden usw.

    Also habe ich mir im Laufe der Jahre immer mal wieder ein neues “Stressorgan” gesucht. Da ich schon jahrelang unter nachgewiesenermaßen harmlosen Herzrhythmusstörungen (SVES) leide, mache ich natürlich auch das Herz ständig zu meinem Zielorgan, zumal beim Kardiologen eine angeborene Fehlstellung und leichte Insuffizienz einer Herzklappe nachgewiesen wurde (wer suchet der findet), die allerdings durchs MRT als klinisch nicht relevant eingestuft wurde. Aber jetzt, wo ichs schonmal weiß, kann ich mir da ja mal richtig nen Kopf machen (hat mich zwar mein ganzes Leben lang nicht gestört, aber was soll’s…hallo????) . Ne Praxishypertonie (hallo Susanne) hab ich seit ich denken kann. Im letzten Teil meiner Schwangerschaft vor 1,5 Jahren nach Umzug und Praxiswechsel (in der Praxis meines Vertrauens vorher waren die Werte top) wurden die hohen Blutdruckwerte zu so einer Katastrophe hochgeschaukelt, dass ich heute nicht mal zuhause an das Messgerät denken kann, ohne in Panik und Angst zu verfallen. Dementsprechend schwankend fallen meine Werte aus (weil ich ja trotzdem unbedingt messen muss) und daher suche ich minutiös nach den Zeichen meines ersten Schlaganfalls und Schäden an Herz, Augen und Nieren. Zwischendurch war ich davon abgelenkt, da ich überzeugt war MS oder ALS zu haben, jeder andere hätte meine Symptome direkt auf die neu begonnene Pilleneinnahme geschoben. Natürlich waren die Symptome 1 Woche nach Einnahmeabbruch verschwunden…tse! Ich hatte Todesangst. Natürlich ist Herz- und Schlaganfallangst nun wieder da… Bis vor drei Wochen hat das mein Leben bestimmt, plötzlich habe ich das so satt!! Jetzt sehe ich meine kleine Tochter an, versuche mir ihre Freude am Moment abzugucken. Ich hab meinen Mann das Blutdruckmessgerät verstecken lassen (nehme zur Beruhigung NATÜRLICH, um nichts zu versäumen, die Minidosis Betablocker;-))) und habe mir Dein Buch “Exfreundin Angst” zugelegt, wobei es während des Lesens häufig Klick gemacht hat, ohne dass ich verstanden habe, warum (eigentlich waren mir viele Dinge doch schon klar gewesen, aber ich hatte nach manchen Abschnitten das Gefühl gelöster zu sein). Ach ja, und ich habe aufgehört zu googlen und angefangen zu joggen. Seitdem habe ich oft richtig gute, lebenswerte Tage und doofe rückfällige Tage, die mir nun umso mehr auf die Nerven gehen. Also hab ich mir nun nen Therapieplatz für eine ambulante Verhaltenstherapie gesucht, die bald beginnt und mit deren Hilfe ich meine Angst wie Du “in die Wüste schicken” will und lernen will, entspannt Blutdruck zu messen (wirklich albern!!!)…Weil ich einfach keinen Bock mehr darauf habe, mir mein Leben selbst zu versauen. Aber ich habe auch große Angst (natürlich), dass mir das alles nicht dauerhaft hilft und ich aus diesem Angststrudel nicht mehr rauskomme!

    Sorry, sorry, sorry für diesen Roman, aber manchmal hilft es, sich alles von der Seele zu schreiben…

    Liebe Grüße,
    Katy

    • adminadmin sagt:

      Hallo Katy,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und die lobenden Worte für mein Buch. Es freut mich, dass es Dir eine Hilfestellung bei Deiner Angststörung ist. Ich habe übrigens auch eine leichtgeradige Herzklappeninsuffizienz, die allerdings keine Bedeutung hat. Wie Du sagst: “Wer suchet, der findet!”

      Ganz ehrlich: Nach dem was Du schreibst, bin ich mir sicher, dass Deine Angst, dass Dir das alles dauerhaft nicht hilft, unbegründet ist. Du bist auf dem richtigen Weg. Von heute auf morgen kann die Angst nur selten verschwinden, man muss auch erst einmal wieder lernen ohne Angst zu leben. Oder wie war das noch mit dem Verlustgefühl, nachdem ich meine Angst in den Fluss geworfen habe? 😉

  12. Tom sagt:

    Hallo zusammen,

    erst mal an dieser Stelle noch: ich finde die Seite und den Block super.
    Ich selbst leide schon seit ich 18 bin an Panik-Attacken und habe in meinem Leben zwei schwerere Phase gehabt, die so um die 2 Jahre gedauert haben.
    In diesem Phasen hab ich auch an was weiß ich was für Krankheiten gelitten.

    Wenn ich Zeit finde, werde mich mal mehr erzählen, denn ich finde, wenn man sieht, dass man mit seinem Problem nicht alleine ist, gibt das schon viel Kraft.

    Nur zum Thema Ärzte: leider ist vielen Ärzten der Begriff Feingefühl abhanden gekommen und ihnen fehlt die nötige Sensibilität ihren Patienten gegenüber. Sie sehen nur den Körper und Ihre Checkliste, dass ein Mensch mit Sorgen kommt, ist erst mal sekundär.

    Meine zwei Arzt-Erlebnisse:

    Wegen Magen-Darm Problemen (mein vegetatives Ventil!) bin ich zu einem Internisten, der mir, noch bevor er irgendeine Art von Untersuchung gemacht hat, gesagt hat, dass es besser wäre, gleich eine Darmspiegelung zu machen.
    Was für mich natürlich gleich bedeutete, dass ich Darmkrebs diagnostiziert bekomme.
    Konsequenz war, dass ich den Arzt gewechselt habe und das war die beste Entscheidung überhaupt.
    Mein Hausarzt ist der perfekte Arzt für einen Hypochonder wie ich einer bin.
    Mein Tipp an dieser Stelle: sucht euch einen guten Hausarzt, der im Idealfall die westliche Schulmedizin und auch die Fernöstliche abdeckt, so wie meiner. Tolle Kombination und überzeugt hat er mich am ersten Tag in seiner Praxis, weil er dort den Eid des Hypokrates eingerahmt hängen hat – ein Arzt, der noch weiß, warum er Arzt geworden ist.

    Ein zweites Erlebnis: mit 19 hatte ich eine Gehirnerschütterung und wurde im Krankenhaus geröngt. Die Erschütterung war so heftig, dass ich teilweise Erinnerungsaussetzer hatte.
    Ich saß nach den Untersuchungen im Arztzimmer, zusammen mit meiner Mutter. Der Arzt unterhielt sich angeregt mit meiner Mutter über ihre Armbanduhr. Ich meinte dann mal dazwischen, dass wir ja jetzt auch wieder gehen könnten. Dann kam ganz trocken vom Arzt: “Nein nein. Wir müssen Sie 24 Stunden zur Beobachtung hier behalten, weil es sein kann, dass sich noch ein Blutgerinsel bildet und wenn man dann nicht direkt eingreift, führt das zum Tod des Patienten.” Anschließend wendet er sich wieder meiner Mutter zu und meint: “Und wo haben sie die Uhr nochmal her?”

    Ich saß mit runtergelassener Kinnlade da, hab ich doch an alles andere gedacht, als sterben zu können. Dass das reine Vorsichtsmaßnahme und Routine ist und dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass was passiert, hat der Herr Doc leider nicht gesagt.

    Damals war ich noch zu jung, heute, mit 35, würde ich wahrscheinlich auch was sagen.

    @Sebastian: ich fand deine Reaktion super, man muss das den unsensiblen Ärzten einfach mal sagen!

    So, wollte gar nicht so viel schreiben, konnte aber nicht aufhören.

    • adminadmin sagt:

      Hallo Tom,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Leider machen sich viele Ärzte wenig Gedanken, was sie mit ihren Aussagen anrichten könnten. Ich kenne einige Ärzte und solche die es noch werden wollen, persönlich und kann Dir sagen, dass viele Ärzte von vornherein gar nicht Arzt werden, um in erster Linie helfen zu können. Oftmals sind andere Dinge wie Geld, gesellschaftliche Anerkennung oder Interesse an der Tätigkeit von Anfang an ausschlaggebend…
      Aber es gibt sie: Die guten, verständnisvollen Ärzte, die auch noch was von ihrem Fach verstehen. Manchmal muss man eben ein wenig suchen! 😉

  13. Evi sagt:

    Hallo,

    diesen Schwindel kenne ich nur allzugut. Er ist bei mir schon ein paar mal aus heiterem Himmel aufgetreten. Ist sehr beängstigend, aber total harmlos, hat mir mein Arzt gesagt. Es handelt sich hierbei um einen gutartigen Lagerungsschwindel, der durch einfache Lagerungsübungen wieder gut in den Griff zu bekommen ist. Also keine Panik, vorausgesetzt, es ist dieser besagte Lagerungsschwindel, den ein HNO-Arzt auf alle Fälle abklären kann.

    • adminadmin sagt:

      Hallo Evi,
      jetzt ist ja wieder alles okay, so dass ich momentan keinen Grund sehe, zum Arzt zu gehen. Aber vielen Dank für den Tipp. Sollte dieser Schwindel häufiger auftreten, werde ich das im Hinterkopf behalten… 🙂

  14. susanne sagt:

    Ja, hallo, das kenne ich
    Als ich bei einer Ärztin neu war , stellte sie mir die Frage, ob ich (58) schon mal einen herzinfarkt oder Schlaganfall gehabt hätte.
    Die war mich sofort los, anstatt zu sagen, das haben Sie bestimmt nicht gehabt, hat sie mir angst eingeflößt und ich habe eine Phobie vorm Blutdruckmessen jetzt, der ansonsten bei Streß schon mal höher ist, aber iü 130:70, wenn man mich in ruhe läßt-
    und das allerdbeste ist, daß diese Person als Zusatzausrichtung psychotherapie hat

  15. Heidi sagt:

    Lieber Sebastian, ich habe Ihren Artikel mit Interesse gelesen. Mir geht es ähnlich.
    Nach zwei Augenoperationen (Katarakt) dachte ich, jetzt wäre alles in Ordnung,
    aber schon jetzt nach nicht einmal 4 Wochen hat man einen Nachstar festgestellt und
    die Gedanken sind wieder unruhig, weil nicht gleich operiert werden kann.
    Das wird immer wieder passieren.
    Ich findes es toll, dass Du gesagt hast, Du willst jetzt Dein Geld mit Unterstützung von
    psychisch angegriffenen Menschen verdienen. Ehrlich ,und dann wundert es auch
    keinen Familienangehörigen mehr, dass Du etwas verkaufen willst.
    Gruss Heidi

  16. susanne sagt:

    vor kurzem sagtre mir eine sehr gute ärztin(priavt zu bezahlen) , daß meine gelegentlich auftretenden ängste durch meine kiefergelenksstörung begünstigt würden.
    Im übrigen riet sie mit zur testung von Vitamin D3 und B12. Vit.D3 soll bei den meisten nordeuropäern zu niedrig sein..wars bei mir auch und ich nahm dann 1 monat dekristol 20000.(muß man natürlich alles selbst bezahlen)
    krankenkassen bezahlen erst, wenn das kind in den brunnen gefallen ist, was natürlich besonders teuer wird
    iü habe ich das glück, daß ich eine polarity-heilpraktikerin habe, die energetisches ungleichgewicht schnell ausgleichen kann.
    Letztendlich habe ich auch ständig belladonna D6 , rescuetropfen und ein Handy bei mir.
    wenn mir mal sterbens elend ist und ich meine freundin frage, ob ich sterbe, antwortrt sie”Ja, aber jetzt noch nicht” da muß ich dann lachen und es geht besser.

    Susanne

  17. susanne sagt:

    …ich will dann noch ergänzend schreiben, daß viele ärzte bzgl ernährung auch nicht so bescheid wissen, da werden dann butter un d eier verteufelt-nach monatelanger fettruduzierung mit gewichtsverlust, wo ich mich nicht gut fühlte, esse ich inzwischen wieder bis 15gr butter tgl(gute weidebutter)esse kein brot und nudeln mehr, selten Fleisch von richtigen tieren(tier steht auf weide und frißt gras), aber jeden 2 .Tag eine kleine portion fisch(kein aquafisch und nichts paniertes etc.)
    gemüse bevorzuge ich gefrostet, es soll frischer sein als welches, das tagelang im supermarkt liegt, außerdem greife ich gerne nach grünzeug , wenn ich im Freien bin, wo keine hunde laufen.Ich orienteire mich ein wenig an traditioneller japanischer ernährung.Leider kann man heutzutage auch nicht mehr in restaurants gehen-mikrowellenkosten und überhaupt nicht transparentes essen-, fertiggerichte gibts bei mir auch nicht mehr.

    Susanne

  18. susanne sagt:

    Hallo,
    ich habe auch seit jahrzehnten irgendwelche symptome, während einer jahrelangen therapie konnte ich stets gut damit umgehen.
    Ich habe auch diverse erfahrungen mit ärzten hinter mir:
    Bei meiner mutter wurde trotz mammo der brustkrebs nicht erkannt
    bei einer guten freundikn wurde die diagnose manisch-depressiv gestellt, sie bekam tabletten und am ende brachte sie sich um
    eine andere gute freundin hatte mit ende 30 einen schlaganfall in >KHs bekommen und 5 ärzte haben das nicht erkannt …erst nach 2 tagen
    bei mir selbst wurde ein hirntumor diagnostiziert, als ich das anzweifelte wurde gesagt, MS oder schlaganfall

    mittlerweile habe ich diesbezgl meine eigene diagnose , gehe auch nicht mehr ins mrt.
    inzwischen quälen mich ärzte mit blutdruck und cholesterin…ist wohl so ab einem bestimmten alter, das hat dazu geführt, daß ich pasnik bekomme, sobald jemand -auch ich selbst- den blutdruck messen will.
    ich nehme die einmal verordneten betablocker mit widerwillen, und selten wirde dann doch mals blutdruck gemesen, der dann 130:70, also sehr normal ist.

    Aus allem habe ich gelernt, daß bestimmte ärzte mich mit ihren vorstellungen regelrecht krank machen,dh verängstigen
    ich bin dazu übergegangen, so gesund wie möglich zu leben =ernährung bewegung gedanken , qi gong
    dann gehts mir am besten

  19. Heidi sagt:

    Lieber Sebastian, ich habe ja gesagt, dass ich mich wieder melde. Ich war inzwischen bei
    meinem Hausarzt. Die Blutwerte, die meiner Meinung nach zu hoch waren, hat er
    durch Blutentnahme kontrolliert, sie sind wieder ok. Ich war 2 Tage lang glücklich, dann
    fielen mir 2 andere Werte im letzten grossen Blutbild auf und nun sind die lästigen
    Gedanken wieder da und haben mir die letzte Nacht den Schlaf geraubt. Ich habe
    Mittwoch wieder einen Termin bei ihm und hoffe, dass er mich beruhigen kann. Ich
    brauche ihn auch, um mit einem Fachmann über meine Ängste reden zu können.
    Ich glaube, wenn eine Sache erledigt ist steht die nächste schon vor der Tür, das ist
    wohl bei Hypochondrie der Ablauf . Womit hat man das verdient?
    Bis bald
    Herzl Gruss Heidi

    • adminadmin sagt:

      Hallo Heidi,
      das freut mich, dass die abweichenden Werte wieder in Ordnung sind. Ich habe einmal einen Artikel über Kontrollen der Blutwerte gelesen, der sehr interessant war. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber der Tenor lautete in etwa so.
      Wenn man sein Blutbild ohne Krankheitszeichen kontrollieren lässt, haben etwa 30 % abweichende Werte. Nur bei 2 % von diesen 30 % fand man die Ursache heraus, wobei diese nur bei 1 % behandlungsbedürftig war.
      Ich kenne nicht mehr die genauen Zahlen, aber es zeigt deutlich, dass abweichende Blutwerte in den meisten Fällen keine Bedeutung haben.

      Aber wenn man an Hypochondrie leidet, findet man das nächste, das stimmt schon! Hier solltest Du ansetzen…
      Viele Grüße.

      Sebastian

  20. Sabine sagt:

    Hallo Sandy,
    mein Mann gibst sich Mühe, mich zu verstehen – ehrlich gesagt, glaube ich aber, er versteht mich NICHT! Er sagt immer: Wie schwer kann es denn sein, einfach sich zu sagen: Ich habe nichts! Aber genau das ist schwer! Ich denke mir die Symptome ja nicht aus – sie sind da und machen mir Angst! Eigentlich sollte ich aufhören, ständig im Internet zu suchen, denn da kommt grundsätzlich ja immer das Schlimmste raus! Ich selbst denke aber, bevor ich wieder gleich zum Arzt renne – der ja sowieso nichts findet – informiere ich mich einfach selber. Eigentlich stellt man sich die Diagnose so ja selber – und genau das ist FALSCH! Es ist wie eine “Sucht”. Weil ja fast jeden Tag andere Symptome da sind – und jedes einzelne könnte ja doch was Schlimmes sein! Und dann lieber gleich erkannt und behandelt, bevor es zu spät ist…. schließlich will man nicht sterben! Meine größte Angst ist glaube ich, falls mir was passieren sollte, in diesem Moment alleine zu sein. Darf nicht zu arg daran denken, sonst wird daraus gleich wieder eine Panikattakte!
    Liebe Grüße

    • Sandy Peschel sagt:

      Ja, mir geht es auch so wir dir. Ich habe auch ständig in mein großes med. buch geschaut, immer kamen neue Symptome dazu. Ich habe in der klinik gelernt, ein Notfallkoffer mit mir herum zu tragen – in meiner Tasche habe ich immer ein Pfefferminzöl, Platiktüte, Gummiband , Nüsse , Wasser und in meinen unsichtbaren Rucksack habe ich Tipps : Atemübungen, ich spreche mit meiner Angst – sage: Hallo Angst schön dass Du da bist? , ich achte auf kleinigkeiten, ich sage mir selbst- dass ich gesund bin- auch wenn es mir gerade nicht gut geht, versuche mich zu entspannen. Dies hilft jedoch nicht immer. Ich versuche es dennoch , jede panikattacke ist eine neue und schlimm für mich , auch wenn ich es gelernt habe damit umzugehen. Mein freund hilft mir bei den attacken , aber redet wenig mit mir darüber- ich möchte dass auch nicht, ich habe eher angst er könne mich verlassen deswegen, aber er sagt immer er versteht mich. Aber trotzdem möchte ich ihn so wenig damit belasten. Ich belohne mich auch selbst ab und zu und habe wieder angefangen mein Angsttagebuch zu schreiben. Ich schreibe wann es war, symptome, wo ich bin und was davor los war, z.B. Schlaf, traurigkeit, Streit oder so und was ich dagegen getan hatte und ob es was nützt. Eine Panikattacke ist nichts schönes, ich hatte schon hunderte und doch ist es immer dass erste Mal.LG

  21. Sabine sagt:

    Hallo Sandy,
    es tut gut, von anderen zu hören, denen es genauso geht – dann fühlt man sich sicht so unverstanden und alleine. Vielleicht würde mir ein Klinikaufenthalt mehr helfen, aber das möchte ich wegen der Kinder nicht. Versuche es mit der Therapie. Gehe 1x die Woche dahin seit einem Monat. Es tut gut, mit jemandem, der sich darüber auskennt, zu reden. Man fühlt sich verstanden, denn zu Hause ist es leider nicht so!
    Natürlich wünsche ich auch Dir viel Erfolg. Du hast es ja schon einmal geschafft!
    LG

    • Sandy Peschel sagt:

      Danke Sabine, ja mir ging es auch so , meine Familie hat mich nicht verstanden, haben immer gesagt ich solle nicht so tun, als ich dann in der Klinik war- wussten sie nicht richtig, warum und verstehen es auch bis heute nicht. Jetzt habe ich leider Rückfall. ,mein Freund hilft mir es macht dies etwas leichter. dennoch möchte ich ihn damit nicht belasten, schäme mich immer extrem dafür.Bekommst Du von Deinen partner keine Hilfe. Ich dachte damals, niemand außer mir hat dies, aber jetzt tut es gut, dies mit anderen betroffenen zu teilen. Es hilft etwas. Viel Glück bei Deiner Therapie, find ich gut. sandy.

  22. Sandy Peschel sagt:

    Hallo Sabine, ich verstehe Dich sehr gut. Ich habe ähnlich Syptome und mache auch dass gleiche durch wie Du. Alles begann vor einigen Jahren. Körperliche Symptome , Kribbeln, taubheit, Schmerzen in jeder Region, Gleichgewichtsstörung, immer dass Gefühl dass mich jemand verfolgt. Ich habe ständig meinen Puls und meine Pupillen kontrolliert. ich dachte immer es sein eine neurologische erkrankung, da ich früher wirklich an einer erkrankt bin. Bin zu jeden Arzt gegangen, alles ok. Bis ich eines tages in die Klinik kam. Dass hat geholfen, jetzt zwei Jahre später wieder Rückfall.ich muss wieder etwas tun. Ich wünsche Dir viel Erfolg und ich weiß wie es ist.Gruß Sandy.

  23. Sabine sagt:

    Hallo,
    vielen DANK für die schnelle Rückmeldung!
    Angeblich soll das Blutgerinnsel so klein (micro) gewesen sein, daß es sehr schnell durchgespült worden sei. Man kann es deshalb nicht 100% nachweisen ob es nun eins war oder nicht! Die Symptome die ich jetzt habe (Taubheitsgefühle im Gesicht, Schwindel und immer wieder ein “eingeschlafenes Bein” machen mir Angst. Ich lese sehr viel im Internet (soll man ja nicht!) Natürlich kommt da auch immer das schlimmste raus. Könnten Anzeichen eines Schlaganfalles sein! Wegen dem Schwindel war ich schon bei HNO. Der hat aber nicht gefunden. Er wollte mir eine spezeille Schwindel-Untersuchung für stolze 138.- aufdrehen, aber jeder hat mir davon abgeraten. Da er erstens NICHTS gefunden hatte und zweitens es mich in meiner Situation (Hypohondrie) eh nur kurz beruhigen würde. Und so kann ich mir das Geld sparen. Oder??
    Überlege morgen wegen den Taubheitsgefühlen und Schwindel wieder zum Arzt zu gehen… aber finden wirde er wohl sowieso nichts….!
    Wenn alles doch nur so wäre wie früher…. wenn ich nur wüßte, WARUM und WIE alles angefangen hat. Ich überlegen jeden Tag. Mir fällt nur der plötzliche Tod an Brustkrebs einer engen Verwandten vor 1,5 Jahren ein. Vielleicht hätte ich sie (Leiche) nicht an der Beerdigung mehr sehen sollen. Alles ging so schnell. Von der Diagnose bis zum Tod! Und ich will doch nicht sterben….

  24. Sabine sagt:

    Hallo,
    freue mich, diese Internetseite gefunden zu haben. Auch ich leide seit einem guten Jahr an Hypohondrie und neuerdings sogar an Panikattaken. Bin 32 Jahre und Mutter von 2 Kindern!
    Habe vor einem Monat eine Psychotherapie begonnen…
    Agefangen hat es mit einer akuten Nesselsucht, die ca. ein dreiviertel Jahr andauerte. Danach ging es weiter mit einem akutem Migräneanfall (hatte ich seither noch nie – also war ich mir sehr sicher, es ist ein Hirntumor!) Dazu kamen Sensibilitätsstörungen – dachte gleich an MS – also ab zum MRT und Neurologen. Es war alles OK. Mir ging es besser. Kurze Zeit ging es weiter… fast jeden Tag irgendwelche anderen Schmerzen und Symptome. Jede Woche sitz ich beim Hausarzt. Immer die gleiche Antwort: Es ist alles OK! Das hieltt natürlich nicht lange: Vor kurzem konnte ich auf einem Auge kurze Zeit nichts sehen – alles schwarz! Gleich im Internet gegoogelt – 100% ein Blutgerinsel! Ab zum Augenarzt. Der erste konnte nichts feststellen. Ab zum nächsten: Der behauptete genau das Gegenteil! Ich stand unter Schock! Das hieße ja: Eine TIA (Vorbote Schlaganfall) Vom Langzeit EKG bis Halsschlagader-Ultraschall und ab zum Kardiologen. Dann der Schock: Eine verkalkte Herzklappe! Blutwerte OK, außer etwas erhöhtem Cholesterin alles OK. Und nun?
    War es nun ein Blutgerinnsel oder nicht? Wenn ja: Wie man so im Internet liest, ist es ein Vorbote eines folgenden Schlaganfalles in kurzer Zeit und verkürzte Lebenserwartung. Seit dieser angeblichen Diagnose bin ich ein psychisches Wrack! Vor lauter Angst, wirklich einen zu bekommen, habe ich meine Lebenslust verloren. Leide seit einigen Tagen unter Schwindel, Kopfschmerzen und auch immer wieder an Sensibilitätsstörungen (Taubheitsgefühlen) im Gesicht. Jeden Tag denke ich: Jetzt geht es los – jetzt bekommst du den Schlaganfall. Mir geht es nicht gut. Ich leide sehr darunter und fühle mich sehr allein gelassen.
    Hoffe, die Therapie wird mir helfen!
    LG

    • adminadmin sagt:

      Hallo Sabine,
      danke für Deinen Beitrag, der sehr interessant ist, da ich mich in vielem wiederfinde. Ich hatte alle möglichen Symptome. Das, das mit am meisten Angst machte, war bei mir ebenfalls ein Gesichtsfeldausfall. Auf einem Auge habe ich eine Minute fast nur noch schwarz gesehen. Danach bin ich sofort zum Krankenhaus. Ab auf die Intensivstation und ich wurde auf den Kopf gestellt. Es wurde nichts gefunden, aber auch ich wurde mit der Diagnose TIA entlassen. Was soll man davon halten? Ich habe schon länger Migräne und bin überzeugt, dass auch hier ein Zusammenhang bestehen könnte. Eine Bekannte von mir hatte das Gleiche, leidet auch unter Migräne und bei ihr wurde dieses Symptom übrigens auch darauf geschoben.
      Kann aber wohl auch psychisch sein. Wer weiß das schon? Bleibt für mich die Frage, wo das Blutgerinnsel hin ist, wenn es denn eines war. Von verstopften Gefäßen jedenfalls keine Spur. Loch im Herzen Fehlanzeige. Also wo soll es hergekommen sein und wo ist es hin?
      Bei mir ist das Ganze jetzt 3,4 Jahre her und ich hatte bislang keinen Schlaganfall und hoffe, er kommt nie. So etwas macht einfach unheimlich Angst und man muss damit erst einmal klar kommen! Vielleicht beruhigen Dich meine Worte ja ein wenig. Ich hoffe sehr, dass die Therapie hilft!

  25. michael sagt:

    hallo sebastian,

    joo, der tag war ganz gut, aber wie es fast immer ist, war der tag danach wieder schlimm…

    aber ok, der nächste wird vielleicht, bestimmt, könnte wieder besser werden…

    das mit den schuldgefühlen ist so eine sache. manchmal ist das wirklich so.

    ich hatte am freitag oft momente, wo ich fast über mich selbst amüsieren konnte. ich denke, dass das gut ist.
    allerdings hatte ich mir am freitag ein buch gekauft, natürlich über einen hypochonder. war leine gute idee, denn dessen berichte über die realen krankheiten seiner angehörigen waren alles andere als förderlich. ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ein mensch, wenn er von hypochondrie betroffen ist, sowas veröffentlichen kann. ich habe jedenfalls voll darauf reagiert! schöner mist… nicht mal sowas sollte man lesen!

    naja, wie auch immer. ich werde mir noch einige gedanken zu deinen worten machen müssen, denn da liegen wohl die hasen begraben…

    danke dir

    micha

    • adminadmin sagt:

      Hallo Michael,

      auf der einen Seite gebe ich Dir recht: Ich lese auch nichts gerne über schlimme Krankheiten. Auf der anderen Seite weiß man natürlich, dass es so etwas gibt. Wenn man als Hypochonder davon liest oder hört, fängt man gleich an bei sich nach entsprechenden Symptomen zu suchen. Diesen Ansatz habe ich auch heute noch. Ich muss dann wirklich sagen: “Stopp! Das bist nicht Du und das hat mir Dir auch nichts zu tun! Du bist gesund!”

      Wie heißt denn das Buch?

  26. michael sagt:

    hey sebastian,

    wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich denken, dass du mich sehr gut kennst?! ist verrückt, wie du dinge ansprichst, die mir durch mark und bein gehen…

    du sprichst davon, dass ich zugang zu meinen gefühlen brauche. das ist wohl der erste knackpunkt: ich fühle nichts mehr, außer angst! es ist jetzt fast 6 jahre her, dass ich geweint habe. einmal im moment ihres todes, und dann noch einmal auf der beerdigung. seitdem ist alles in mir wie erstarrt. ich frage mich oft, ob das noch normal ist? o.k., beim googeln hab ich erfahren, dass jeder mit trauer anders umgeht, und habe auch gelesen, dass manche menschen solche tragödien eher rational verarbeiten. aber vielleicht habe ich ja vorher auch schon nicht fühlen können… dieser gedanke macht mir ziemlich angst!

    du hast recht: ich kann mich an tage erinnern, an denen es mir eigentlich ganz gut ging. das erschreckende für mich war aber, dass ich garnicht wusste, was ich damit anfangen soll. dieser gedanke beschäftigte mich dann solange, bis es mir wieder schlecht ging…

    ich stand vor ca. 4 jahren, als es mir auch sehr schlecht ging, wie an einem scheideweg. ich hatte die option aufzugeben und schluss zu machen, oder einen neuanfang zu wagen. also machte ich mich selbständig, und gründete eine firma. das lief richtig gut, und ich bekam wieder mut und sogar etwas optimismus. irgendwann musste ich dann einsehen, dass ich mir für dieses vorhaben die falschen partner ausgesucht hatte, denn alles bleib an mir hängen. das war dann wieder eine ziemliche enttäuschung für mich. sowohl beruflich, als auch in menschlicher beziehung. ich war noch nie ein mensch, dem es leicht fiel, auf andere zuzugehen, geschweige denn ihnen zu vertrauen. ich könnte jetzt sagen, dass das richtig ist, denn diese erfahrung hat mich darin bestärkt, aber so will ich ja eigentlich auch nicht sein, denn das verhindert natürlich auch freundschaften. deshalb macht mir auch meine einsamkeit in der jetzigen situation arg zu schaffen.

    und du hast auch recht: wenn es mir jetzt nicht so schlecht gehen würde, müsste ich mich mit der zukunft beschäftigen, und wie es weitergehen soll. da ist es natürlich einfacher, wenn man davon ausgeht, dass man ja eh keine zukunft hat.
    aber es ist auch wirklich schwer, optimisisch in die zukunft zu sehen, wenn man den menschen, mit dem man diese ja irgendwie geplant hatte nicht mehr hat. was soll da noch kommen?

    ich denke, du kannst meinen zeilen entnehmen, dass mein kopf sehr wohl noch in der lage ist, meine situation zu analysieren, aber da ist eben immer noch der hinterkopf, der sich immer wieder dazwischenquatscht…

    oh mann, jetzt wird mir das erste mal richtig bewusst, dass alles was hier schreibe, jeder lesen kann. komisches gefühl gerade…

    lieben gruß

    micha

    ps: übrigens war heute ein recht guter tag, an dem ich echt was gemacht habe, wovor ich schon seit wochen bammel hatte! sollte ich etwa schon gesprungen sein??? 😉

    • adminadmin sagt:

      Hallo Michael,

      in jedem Fall scheint es zwischen den Hypochondern jede Menge Gemeinsamkeiten zu geben. 😉
      Dass Du außer Angst nichts mehr fühlst, halte ich ehrlich gesagt nicht für normal und auch nicht für gesund. Die Gefühle sind sicherlich vorhanden und wenn Du diese nicht herauslässt bzw. keinen Zugang findest, kanalysiert sich das oftmals in psychischen Störungen.

      Es ist sicherlich schwierig, allein weiter zu machen. Aber Du bist ja noch jung, hast einen Großteil Deines Lebens noch vor Dir. Ich bin sicher, dass Deine Frau gewollt hätte, dass Du wieder glücklich wirst. Vielleicht hast Du unbewusst Schuldgefühle, wenn Du das Leben wieder genießen würdest.

      Ich denke, aber Du hast jetzt einige Punkte, an denen DU ansetzen kannst. Die vorrangige Frage wäre für mich “Was will ich mit meinem Leben anfangen?”

      Ein guter Tag ist doch immer mal wieder ein Lichtblick! Und dass jeder lesen kann, was Du gesagt hast: Ich bin sicher, es wird vielen helfen und es gibt ja nichts, wofür Du Dich schämen müsstest! 😉

      Viele Grüße. Sebastian

  27. michael sagt:

    hallo sebastian,

    vielen dank für deine antwort. ich hab noch nie irgendwo so schnell eine antwort bekommen. was jetzt aber nicht heißt, dass ich sehr viel in foren oder blogs schreibe.

    wow, ich habe noch nie so konzentriert so viele denkanstöße erhalten, wie in deinen zeilen. nicht mal in dem jahr theraoie, das ich jetzt schon wieder hinter mir habe.

    ich denke schon, dass man bestimmte krankheiten besser behandeln kann, desto früher man sie findet. allerdings hat mich die erfahrung gelehrt, dass es eben auch krankheiten gibt, die einfach unberechenbar sind. natürlich ist bei mir die angst vor dieser krankheit ziemlich groß. was aber schon wieder fast grotesk ist, dass ich immer noch rauche und das vielleicht sogar mehr als zuvor… 😉

    sehr interessant finde ich aber auch deine sichtweise auf das phänomen ablenkung. auch wenn ich mich heute ganz konzentriert zu erinnern versuche, so kommt gefühlsmäßig nichts! irgendwie ist mein gefühl mitgestorben. aber ich hatte auch schon mal den gedanken, dass das “dicke ende” erst noch kommt…

    an klinik habe ich auch schon desöfteren gedacht, aber mir käme es im moment eher wie eine flucht in die sicherheit vor! überall nette verständnisvolle menschen, die sicherheit,dass ja immer ärzte in der nähe wären… usw. aber was danach?

    ein freund (der einzige, den ich wirklich so nenne!) hat mir letztens, als ich mal wieder ne rückversicherung gesucht habe, gesagt, dass er es damals geschafft hat, indem er einen sprung in den glauben gemacht hat. also jetzt nicht religiös, sondern in den glauben, dass er gesund ist. klingt eigentlich gut, aber ich bin erst beim anlauf nehmen… 😉

    vielen dank für deine worte
    micha

    • adminadmin sagt:

      Hallo Michael,

      ich bemühe mich, schnell zu antworten, was aber auch nicht immer klappt.

      Sicherlich kann man viele Krankheiten besser behandeln, je eher man sie findet. Aber eben nicht jede Krankheit. Ich meine eher, dass Du unbewusst davon ausgehst, Deine Frau hätte gerettet werden können, wenn man die Krankheit früher entdeckt hätte. Diesen Fehler willst Du nicht begehen, also übertreibst Du es mit der Vorsorge, wenn man so will.

      Das mit dem Rauchen kenne ich nur zu gut. Es klingt paradox, aber Angst führt eher noch dazu, dass man mehr raucht, um sich zu beruhigen. Angst ist eben oftmals tatsächlich kein guter Ratgeber.

      Wenn Du dabei nichts fühlst, geht es bei Dir vielleicht vor allem darum, dass Du Zugang zu Deinen Gefühlen erlangst. Psychische Erkrankungen haben oftmals viel mit Verdrängung zu tun. Ich habe über 10 Jahre damals nicht geweint. Ich ging unbewusst wohl davon aus, dass ich dann nie mehr aufhören würde. Das war allerdings nicht so, sondern sehr befreiend, als es mir endlich gelang.

      In meinem Buch “Exfreundin Angst” erzähle ich davon.

      Was würdest Du mit der freien Zeit machen, wenn Du die Hypochondrie nicht hättest? Du müsstest Dich wohl damit auseinandersetzen, was Du mit Deinem Leben sonst anfangen würdest. Was ist Dein Lebensplan? Finde das heraus und gehe Dein Leben an. Ich schließe hier ein bisschen von mir selbst auf Dich. 😉

      Die Klinik hat Dir damals ja auch geholfen. Für Menschen, die noch nie in so einer Klinik waren, ist das meist ein schwieriger Schritt. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die alle paar Jahre in so eine Klinik gehen, was aus meiner Sicht auch nicht empfehlenswert ist.

      Deine Einstellung, dass Du diesen Schritt als eine Flucht in die Sicherheit siehst, halte ich eher für positiv, da ich deshalb nicht die Gefahr sehe, dass Du Deine dort gewonnenen Erfahrungen nicht ins wirkliche Leben transferieren kannst.
      Dir ist nämlich sehr wohl bewusst, dass eine Klinik ein wenig wie eine Insel ist, was sehr positiv ist.

      Das mit dem Glauben ist eine schöne Sache, aber nicht so einfach. Vielleicht helfen Dir Selbstaffirmationen. Indem man sich immer wieder Sätze sagt, wie “Ich bin gesund”, glaubt man irgendwann auch daran. (Autosuggestion) Ein Versuch wäre es zumindest wert.

      Viele Grüße.

      Sebastian

  28. adminadmin sagt:

    Hallo Micha,

    einfach mal loslassen zu können hört sich zugegebenermaßen auch leichter an, als es in Wahrheit ist. Es geht dabei um Akzeptanz und auch um das Vertrauen ins Leben. Du kannst heute zum Arzt gehen, der Dir sagt: “Alles ok” und Du fällst morgen tot um. Das ist hart, aber es ist nun einmal so. Es liegt nicht in unserer Macht.

    Dein Streben nach größtmöglicher Sicherheit führt zu einem nicht gelebten Leben. Du lebst doch dann jetzt schon nicht richtig. Dann doch lieber etwas weniger Kontrolle und ein lebenswertes Leben.

    Bei einer solchen Geschichte mit Deiner Frau ist es schwierig, den Ärzten zu vertrauen. Wenn man erlebt hat, dass diese eben nicht helfen konnten…

    Ich glaube wir gehen unbewusst auch (fälschlicherweise) davon aus, dass man hätte etwas tun können, wenn man die Krankheit nur früh genug entdeckt hätte. Manchmal ist das leider nicht der Fall. Dass die Ärzte in Deinem Fall nicht mehr machen, hat wohl auch damit zu tun, dass sie überlegen, inwiefern weitergehende Untersuchungen Sinn machen. Der Grad, wann eine Untersuchung notwendig ist und wann man dem Patienten mehr schadet, ist manchmal sehr schmal.

    Bei solchen Schicksalsschlägen kommen manchmal auch so genannte Allmachtsphantasien zum tragen. Da möchte man manchmal Gott spielen. Ärzte scheinen Gott manchmal am nächsten zu kommen. Vielleicht hat das auch damit was zu tun, ist aber nur ein Gedanke, der mir gerade kam.

    Und noch ein Gedanke. Einen so tragischen Verlust muss erst einmal verkraftet werden. Hypochondrie hat oftmals mit Ablenkung zu tun. Kann es sein, dass Du Dich unbewusst lieber mit möglichen Krankheiten beschäftigst, als Dich und Deine Trauer, die Du vielleicht in Dir trägst zu spüren?

    Eine Ferndiagnose zu stellen wäre natürlich vermessen. Zudem bin ich nur interessierter Laie, aber vielleicht kannst Du das als Anregung nehmen.

    Vielleicht ist auch eine erneuter Klinikaufenthalt ratsam, um Deine Hypochondrie in den Griff zu bekommen. Vielleicht ist manchmal eine kleine Auffrischung notwendig, wie bei einer Impfung. 😉

    Jetzt habe auch ich einen Roman geschrieben! 😉

    Alles Gute.

    Sebastian

  29. michael sagt:

    Hallo,

    ich bin jetzt 45 und bin, so glaube ich sagen zu können, seit bestimmt 30 jahren davon betroffen. es fing so harmlos an…

    es gab dann ne zeit, wo es mir eigentlich super gut ging, aber der grund war wohl eher die betäubende wirkung des ubermäßig genossenen alkohols.

    irgendwann mündete diese ganze angelegenheit in einer stationären therapie, die mir damals wirklich gut getan hat. naja, 6 jahre später erkrankte meine frau an lungenkrebs und verstarb 1,5 jahre an den metastasen im kopf. auch wenn ich es nicht gleich gemerkt habe, aber da begann es dann wieder. ich hatte es 5 jahre “im griff”, aber jetzt ist es mal wieder die hölle. mein vertrauen zu ärzten ist vollends im eimer. egal was ich beschreibe, es ist eh psychisch. aber vielleicht erwarte ich einfach nur zu viel??? klar, egk, blut und so alles ok. aber mehr machen sie ja auch nicht…

    ich habe zwei sehr interessante worte in deiner antwort gelesen: “kontrolle” und “sicherheit”. !!! aber was kann man machen, um einfach loszulassen??? ich weiß, dass mir eigentlich keine aller möglichen untersuchungen 100%ige sicherheit geben kann. doch wo kommt dieses wunschdenken her, sie doch zu bekommen. ich bin manchmal wie gelähmt in dem gedanken: wenn ich wüsste, dass es sich lohnt, also nicht krank zu sein, dann würde ich mich auch psychisch wieder in den griff kriegen?!

    keine ahnung, aber ich will wissen, dass es sich lohnt zu kämpfen.

    oh mann, jetzt schreibe ich hier nen roman, dabei hast du ja eigentlich schon gesagt was nötig wäre?! wieso kann ich es nicht???

    lg micha

  30. Reichhardt sagt:

    Hi,

    ich heiße Danny und bin 27 Jahre alt und leide auch seit meinem ganzen Leben schon an Hypochondrie.

    In meiner Kindheit war es noch ertragbar aber seitdem mein Vater seinen ersten Herzenfakt hatte ist es unerträglich geworden. Die ersten zwei Jahre danach dachte ich immer daran Herzkrank zu sein und bin zich mal zu meinem Dok gelaufen und habe ein ekg machen lassen aber immer nichts rausgekommen. Wenn ich dann mal die Untersuchungen durch hab, dann habe ich eine Zeit lang Ruhe bis das nächste kommt.

    Dann hatte ich vor ein paar Jahren einen schweren Autounfall wo ich auch hätte sterben können und seitdem ist es sogar noch schlimmer geworden fast hin bis zu panikattaken. Ich habe damals nicht die möglichkeit gehabt ein Therapie zu machen weil ich damals erstmal mein leben in den griff bekommen musste zwecks arbeit und so. Das habe ich jetzt mittler weile sehr gut geschafft aber es ist mit der zeit immer schlimmer geworden.

    Und im Moment ist es wieder besonders schlimm, denn seitdem jedes halbe Jahr in den Nachrrichten Panik gemacht wird wegen irgendwelchen Krankheiten, seitdem beherrscht dies jedes mal mein Leben. Ich kann an nichts anderes mehr denke auch wenn ich mich nochso ablenke, ich steigere mich so sehr dort rein das es mir körperlich so wie psysisch nicht gut geht. Jetzt wo das mit dem ehec erreger aktuell ist wasche ich mir die Hände wund und gehe ohne disinfektionsmittel gar nicht mehr aus dem Haus. Im Kühlschrank ist keinerlei Gemüse mehr, habe meine komplett eigentlich sehr gesunde Ernährung umgestellt nur aus Angsthabe das ich daran erkranke und im Endeffekt daran sterbe. Meine Freundin mit der ich seit 2 Jahren zusammenlebe hat eine ganz andere einstellung und kann mich daher leider nur sehr schwer verstehen.

    Ich habe einfach Angst das dies mein ganzes Leben bestimmt und ich da irgendwann gar nicht mehr raus komme. Und deshalb hoffe ich das du mir jetzt einen Rat geben kannst was ich machen soll denn so geht es nicht mehr weiter!

    Gruß Danny

    • adminadmin sagt:

      Hi Danny,

      ich kann das sehr gut verstehen. Mein Vater ist an einem Herzinfarkt verstorben, als ich 15 war. Da war er gerade Anfang 40.
      Es ist vermutlich normal, wenn man dahingehend ein wenig sensibilisiert ist.

      Auch ich habe zig EKGs hinter mir. Man sollte irgendwann einfach akzeptieren, dass man gesund ist, was jedoch für jemanden, der unter Hypochondrie leidet, fast unmöglich ist. Man dramatisiert jedes noch so kleine Symptom.

      Versuche mal ganz objektiv zu sein, wenn Du mal wieder ein Symptom hast und Dir gleich das Schlimmste ausmalst. Wenn Du ein Stich im Brustbereich bemerkst, ist es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein Anzeichen für eine Herzerkrankung oder gar einen Herzinfarkt. Das Nervensystem sondert ab und zu einfach solche Signale ab. Das hat jeder, nur der Hypochonder macht sich einen Kopf.

      Zum EHEC-Erreger: Normal ist es wohl, dass man auf Gurken etc. vorerst verzichtet. Dass man nicht mehr ohne Desinfektionsmittel aus dem Haus geht, ist ein typisches Zeichen für Hypochondrie.
      Um daran zu erkranken, musst Du erst einmal damit in Kontakt kommen. Wahrscheinlichkeit geschätze 0,5 % (und das ist vermutlich noch recht hoch). Dann muss der Keim sich einnisten (kann ich schwer schätzen, vielleicht 50 %) sind wir bei 0,25 %. Schwere Verläufe sind selten: vielleicht 5 %. Das macht dann 0,01 %. Tödlich vielleicht 1 %.

      Es besteht also ein Risiko von vielleicht 0,0001 %, dass Du an EHEC stirbst. Das ist ja die Angst der meisten Hypochonder: An einer Krankheit zu sterben. Das ist natürlich alles grob geschätzt. Es soll nur deutlich werden, dass es extrem unwahrscheinlich ist, selbst, wenn Du die Hände nicht wäscht.
      Das Risiko ist wohl wesentlich höher vom Auto überfahren zu werden.

      Frage Dich “Wie wahrscheinlich ist das, dass es jetzt was Ernstes ist? Das hilft ein wenig, sich zu beruhigen.
      Allerdings war es bei mir meist so, dass ich trotzdem im Hinterkopf hatte. “Nur wenn etwas wenig wahrscheinlich ist, kann es ja trotzdem eintreten” Da sprach wieder meine Hypochondrie.

      Was hat mir also wirklich geholfen?
      Im Prinzip hätte ich gerne eine 100%ige Garantie gehabt, gesund zu sein und zu bleiben. Die gibt es nicht. Das muss man akzeptieren. Ich wünschte mir größtmögliche Sicherheit. Die hätte ich, wenn ich mein Leben an einem Überwachungsgerät auf einer Intensivstation verbringen würde. Aber so will ich wohl nicht leben!

      Es ging bei meiner Hypochondrie um Sicherheit, die ich nicht bekommen konnte, um Kontrolle, die ich einfach nicht hatte. Ich kann nicht alles im Leben unter Kontrolle haben. Auch das musste ich akzeptieren!
      Am meisten hat mir jedoch die Erkenntnis gebracht, dass das Leben endlich ist (das wusste ich natürlich auch vorher, aber man verdrängt es oft ganz gerne). Ich habe mich meiner Angst vor dem Tod gestellt.
      Auch Du wirst eines Tages sterben, ob Du willst oder nicht.

      Bis dahin willst Du aber doch vermutlich ein lebenswertes Leben führen und das nicht die ganze Zeit mit möglichen Krankheiten vergeuden, oder? Denn sterben wirst Du am Ende sowieso. Wenn Du einen Kloß im Hals verspürst, wenn Du diesen Satz liest, weißt Du, dass hier der richtige Ansatz für Dich liegt.

      Setze Dich damit auseinander und lerne, es zu akzeptieren. Das hört sich vielleicht hart an, kann jedoch auch außerordentlich befreiend sein.

      Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen. Mich würde interessieren, ob es etwas gebracht hat!

      Viele Grüße.

      Sebastian

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