Flimmerskotom

Augenflimmern: Das steckt dahinter…
Flimmerskotom

“Ich habe so Zickzack Flimmern vor den Augen. Was kann das sein? Ich habe Angst vor einem Schlaganfall oder einem Hirntumor.” schreibt Severin.

Wenn Du Zacken und Linien siehst, die sich bewegen und Du Schwierigkeiten hast, Dinge zu fixieren, dann könnte das ein Flimmerskotom sein.

Wir wollen darüber sprechen, worum es sich bei diesem Phänomen handelt und was Du gegen das Augenflimmern tun kannst. Und wir beantworten die entscheidende Frage: Ist das Flimmerskotom harmlos oder gefährlich?

Wenn Du zusätzlich mit übermäßigen Ängsten zu tun hast oder sogar an einer Angststörung leidest, wird dieser Artikel besonders hilfreich sein Aber auch so informiere ich Dich ausführlich darüber, was es mit diesem Augenflimmern auf sich hat.

Flimmerskotom – was ist das überhaupt?

Ein Flimmerskotom ist eine vorübergehende Sehstörung. Viele Betroffene beschreiben es schlicht mit einem Flimmern vor den Augen oder ZickZack-Linien, die sich bewegen. In der Tat ist es gar nicht so einfach zu beschreiben, wie sich dieses Augenflimmern anfühlt.

Ich selbst habe das schon hunderte Male gehabt und bin daher vermutlich sensibilisiert. So bemerke ich als erstes, dass es mir schwer fällt, andere Menschen und Objekte mit den Augen zu fixieren. Es ist als hätte man in eine helle Lichtquelle geschaut.

Kurze Zeit später bemerke ich das typische Flimmern am Rand meines Gesichtsfeld, das sich nach und nach ausbreitet, schließlich das ganze Gesichtsfeld einnimmt und sich dann langsam zurückzieht. Dabei sehe ich Zickzackförmige Muster und Blitze, die aus grellem Licht zu bestehen scheinen.

Ich kann mich noch einigermaßen orientieren, bin also nicht völlig blind, doch fühle ich mich manchmal ausgeliefert. Ich bin sehr lichtempfindlich und manchmal fühlt sich mein gesamter Körper irgendwie fremd an, so als würde er nicht mir selbst gehören. Auch mit geschlossenen Augen kann ich das Augenflimmern wahrnehmen, was belegt, dass nicht die Augen, sondern das Gehirn betroffen sind.

Nach etwa 30 Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Anschließend kann ich wieder normal sehen, wobei hin und wieder Kopfschmerzen einsetzen. Die Lichtempfindlichkeit hält zudem immer noch etwas an und ich fühle mich anschließend wie gerädert.

Flimmerskotom – Ursache

Dieses Flimmern vor den Augen ist mehr als nur unangenehm. Man fühlt sich hilflos und es macht Angst und man fragt sich, ob das Flimmerskotom harmlos oder gefährlich ist.

Wenn man im Netz nach Ursachen für Augenflimmern sucht, dann findet man allerhand Ursachen, die einem große Angst machen: Schlaganfall, Gehirntumor oder Multiple Sklerose.

Lasst Euch davon bitte keine Angst einjagen. Die wahrscheinlichste Ursache für ein Flimmerskotom ist Migräne und bei der Ursache für Migräne tappt die Wissenschaft immer noch weitgehend im Dunkeln. Wir werden gleich noch darauf zu sprechen kommen, was Ihr dagegen tun könnt.

Das Flimmerskotom ist Bestandteil der sogenannten Aura und kündigt die Migräne an. Im Zuge einer Aura kann es zu Lähmungserscheinungen kommen, “Denkproblemen” und eben auch diesem Flimmern vor den Augen. Das alles ist unangenehm, aber wohl ungefährlich.

Nach diesem Flimmern vor den Augen, das etwa 30 Minuten anhält, kann es zu typischen Migränesymptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erschöpfung, Licht- und Lärmempfindlichkeit kommen – das muss aber nicht so sein. Es gibt viele Betroffene, die im Anschluss an das Flimmerskotom nichts haben (außer Angst und Erschöpfung).

Ja, ein Flimmerskotom macht Angst

Seit 20 Jahren habe ich mit dem Flimmerskotom zu tun. Mittlerweile weiß ich damit umzugehen, doch es hat Jahre gedauert, bis es mir gelungen ist, diesem Augenflimmern gelassen gegenüberzustehen. Dieses Flimmern vor den Augen ist unangenehm, man fühlt sich diesem manchmal hilflos ausgeliefert und das macht Angst. Man kann nichts machen, außer darauf zu warten, dass es vorüber geht.

Zu Hause kann man sich vielleicht ins Bett legen. Beim Autofahren, beim Essen mit Freunden, auf der Arbeit oder eine Party ist das schon eine andere Sache. Dann ist dieses Phänomen besonders belastend.

Ich war vor Jahren ja ein waschechter Hypochonder, der große Angst vor Krankheiten hatte. Und dieses Flimmerskotom machte mir vor allem deshalb große Angst, weil man die genaue Ursache nicht kennt.

Könnten dieses Flimmerskotom nicht doch Vorbote eines Schlaganfalls sein? Habe ich nicht vielleicht ernste Durchblutungsstörungen, die derartige Symptome hervorrufen? Oder steckt ein Hirntumor oder MS dahinter?

Heute nehme ich das einigermaßen gelassen, auch wenn ich das Flimmerskotom immer noch als unangenehm empfinde. Es spricht nicht viel für einen ernsten Hintergrund.

  1. Ich habe seit 20 Jahren (mal mehr, mal weniger) mit dem Flimmerskotom zu tun und ich lebe noch
  2. In dieser Zeit wurden 7 MRT’s und CT’s von meinem Kopf gemacht (verrückt, wenn man das so liest) ohne jeden Befund
  3. bei einer ernsten Erkrankung als Ursache würde das Flimmern wohl immer schlimmer werden (es gab Phasen, in denen ich es sehr oft hatte und auch Jahre, in denen es gar nicht da war)

Heute kann ich das so logisch betrachten, während meiner hypochondrischen Störung war das nicht möglich. Wenn Du Dir bezogen auf Deine Gesundheit generell große Sorgen machst und hinter jedem Symptom immer gleich eine schlimme Krankheit vermutest, dann solltest Du diesen Beitrag zur Hypochondrie lesen.

Flimmerskotom Medikamente

Da das Flimmerskotom in der Regel im Vorfeld einer Migräne auftritt. müssen wir uns anschauen, was man gegen Migräne tun kann. Einige berichten von einer Besserung, wenn man sofort ASS einnimmt. Ich habe da so meine Zweifel, da die Wirkung der Medikamente erst mit Verzögerung eintritt. Da hat sich das Flimmern (meist) schon erledigt.

Triptane, erstes Mittel der Wahl bei Migräne, verstärken die Aura oft noch. Von der Einnahme dieser Medikamente ist während des Flimmerskotoms also abzuraten. Kommt es anschließend zu Symptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit, können Medikamente helfen.

Wenn das Flimmerskotom erst einmal da ist, kannst Du nicht anderes machen, als abzuwarten, bis es vorbeigeht. Eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit speziell gegen das Augenflimmern gibt es nicht.

Medikamente zur Migräneprophylaxe

Wenn das Flimmerskotom in Zusammenhang mit der Migräne auftritt, dann können Medikamente zur Migräneprophylaxe helfen. Diese werden von einem Arzt allerdings nur verschrieben, wenn die Attacken mehr als drei Mal pro Monat auftreten. Zu diesen Mitteln gehören Betablocker und Flunarizin.

Ich bin kein Arzt, habe keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht und kann dazu wenig sagen. Ich weiß nur, dass mögliche Nebenwirkungen nicht unerheblich sind.

In einer Phase meines Lebens, in der das Flimmerskotom alle paar Tage aufgetreten ist, habe ich jedoch über den Zeitraum von 6 Monaten Amitriptylin eingenommen. In der niedrigsten Dosierung hat dieses Antidepressivum nicht seine antidepressive oder angstlösende Wirkung, kann aber zur Migräneprophylaxe dienen.

Insgesamt gibt es jedoch bessere, nicht medikamentöse Möglichkeiten der Migräneprophylaxe.

Flimmerskotom Auslöser und Tipps gegen das Flimmerskotom

Es gibt viele Theorien zu den Ursachen und Auslösern von Flimmerskotom und Migräne. Tatsache ist, dass man die Ursache von Migräne nicht kennt.

Über die Auslöser weiß man inzwischen etwas mehr, wobei diese sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Das Wetter, bestimmte Nahrungsmittel, viel Computerarbeit, Aufregung, Hormone und Stress stehen in Verdacht Auslöser von Flimmerskotom und Migräne zu sein.

Um das Flimmerskotom zu reduzieren, sollten wir an diesen möglichen Auslösern ansetzen.

Wetter: Es konnte bislang kein Zusammenhang zwischen dem Wetter und Migräne bewiesen werden. Ich würde dennoch darauf achten, vor allem bei warmem Wetter ausreichend zu trinken. Ich konnte bei mir feststellen, dass ich bei Hitze vermehrt mit dem Flimmerskotom zu tun habe.

Nahrungsmittel: Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen Nahrung und Migräne feststellen. Geschmacksverstärker, Zucker, Käse – alles kein Problem. Mit einer Ausnahme: Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen steht Rotwein in Verdacht, Migräne auslösen zu können.

Weibliche Hormone: Weniger interessant für mich persönlich, dafür umso mehr für meine weiblichen Leser: Es gilt als erwiesen, dass weibliche Hormone bei der Migräne eine Rolle spielen können. So konnte beobachtet werden, dass es kurz vor Einsetzen der weiblichen Periode vermehrt zu Migräneattacken kommt. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es sinnvoll sein kann, das Verhütungsmittel zu wechseln, beispielsweise eines wählen, bei dem “die Tage” ausbleiben? Das gilt es wohl mit einem Neurologen oder Frauenarzt abzuklären.

Stress: Stress gilt als DER Auslöser für Migräne. Tipp: Darum ist es sinnvoll, einen Plan zu entwickeln, Stress zu reduzieren. Hier hilft vor allem regelmäßiger Ausdauersport und eine Entspannungstechnik, wie die progressive Muskelentspannung (die sich als besonders wirksam gezeigt hat) oder Meditation. Wichtig ist, dass man das Ganze regelmäßig macht. 15 Minuten täglich sollten bereits genügen, um Stress und Anspannung zu reduzieren und damit Migräne und Flimmerskotom vorzubeugen.

Unregelmäßiger Tagesablauf und Aufregung: Migränepatienten reagieren sehr sensibel auf Veränderungen im Tagesablauf. So tritt die Migräne nicht selten am Wochenende auf. Deshalb ist anzuraten, auch am Wochenende zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen.

Ich persönlich möchte mich nicht so stark einschränken. Allerdings habe ich das Flimmerskotom nur noch sehr selten (indem ich für regelmäßige Entspannung sorge und zufrieden mit meinem Leben bin).

Ein bestimmtes Gleichmaß schützt vor Migräne. Das gilt nicht nur für den Tagesablauf, sondern auch für Gefühle. Starke Gefühlsausbrüche und zwar sowohl positive, als auch negative fördern das Auftreten von Migräne und Flimmerskotom.

Flimmerskotom was tun?

Ein Flimmerskotom ist harmlos, kann aber sehr belastend sein. Auch wenn man anschließend nicht an typischen Migränesymptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit leidet, ist man oft ein, zwei Tage danach ziemlich fertig. Hinzukommt, dass man sich auch bis zu 48 Stunden im Vorfeld irgendwie “komisch” fühlt. Somit hat man bis zu 4 Tagen mit diesem Phänomen zu tun, auch wenn das Augenflimmern selbst nur wenige Minuten anhält.

Und wenn man das sehr oft hat, dann leidet man entsprechend.

Die Ursache kennt man nicht. Für das Flimmerskotom selbst gibt es keine Behandlungsmöglichkeit. Es existieren lediglich Mittel zur Prophylaxe. Als Medikamente zur Vorbeugung sind unter anderem Betablocker, Flunarizin und Amitriptylin zu nennen.

Als effektiver zeigen sich andere Maßnahmen, in denen es darum geht, den Auslöser zu vermeiden. Um Deinem persönlichen Auslöser auf die Schliche zu kommen, kannst Du für Dich im Nachhinein folgende Fragen beantworten:

  • War ich in den letzten 48 Stunden emotional und wenn ja, warum?
  • Habe ich genug getrunken?
  • Was habe ich in den letzten 48 Stunden gegessen?
  • Für Frauen: Wann ist meine nächste Periode?

Es hat sich gezeigt, dass vor allem Unregelmäßigkeiten, Emotionen und Stress eine Rolle spielen. Die Frage lautet also, wie wir Stress reduzieren, Aufregung vermeiden und ein Leben im Gleichklang führen können?

Dabei kommt es darauf an, wie sehr wir unter dem Flimmerskotom leiden. Ist der Leidensdruck sehr hoch, sind wir eher bereit, Aufregung und Gefühlsausbrüche zu vermeiden, auch am Wochenende zur gleichen Zeit ins Bett und wieder raus und auf das Gläschen Rotwein zu verzichten.

Klingt aber auch ein wenig langweilig oder? Für die meisten Menschen reicht es aus, wenn sie regelmäßig Sport machen und für Entspannung sorgen und…

Der wichtigste Tipp

Einen Tipp, den Ihr vielleicht sonst nirgendwo findet: Ein zufriedenes Leben schützt meiner Meinung nach vor Migräne und damit auch vor diesem Augenflimmern.

Natürlich gibt es im Leben eines jeden Menschen immer mal die eine oder andere Krise, durch die wir durch müssen. Ein Leben in chronischer Unzufriedenheit aber führt zu einem vermehrten Auftreten von allen möglichen Problemen. Und zu diesen Problemen kann eben auch das Flimmerskotom zählen und auch eine Angststörung.

Es ist generell auffällig, wie viele Menschen neben Migräne eine Angststörung aufweisen (Update: Inzwischen ist wissenschaftlich belegt, dass Migräne das Risiko für eine generalisierte Angststörung verdreifacht, siehe hier). Bei beidem spielt meiner Erfahrung nach Unzufriedenheit eine große Rolle.

Zusätzlich bedeutet Angst Stress und Gefühlsausbruch zugleich, beides ist nicht gerade hilfreich. Ein Grund mehr, um Angst und Panikattacken loszuwerden. Wenn Du also zusätzlich an einer Angststörung leidest, dann empfehle ich Dir mein kostenloses E-Mail-Coaching.

Flimmerskotom und Schlaganfall

Immer wieder liest man, dass ein Zusammenhang zwischen Flimmerskotom und Schlaganfall bzw. Migräne und Schlaganfall bestehen soll. Ob und inwieweit die Durchblutung eine Rolle spielt, steht nach wie vor in den Sternen. Ich glaube eher, dass Schlaganfälle bei Migränepatienten insgesamt etwas häufiger auftreten, weil vor allem Stress im Zusammenhang mit der Migräne steht. Dass Stress auch bei einem Schlaganfall eine Rolle spielt, könnte die Beobachtung erklären, dass das Risiko für einen Schlaganfall bei Migränepatienten etwas erhöht ist.

Nicht die Migräne oder das Flimmerskotom führt zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko, sondern erhöhter Stress, der für beides mitursächlich sein kann, so zumindest die bescheidene Theorie eines Nichtmediziners (nämlich mir). Von daher sollten vermehrt auftretende Migräneattacken durchaus als Warnzeichen anzusehen sein und Anstoß sein, um sein Leben etwas entspannter zu gestalten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Beste Grüße.

Sebastian

PS: Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Ausführungen eines Nichtmediziners. Bitte zögere einen Arztbesuch nicht aufgrund von Informationen, die Du im Internet findest. Das gilt auch für diesen Beitrag. Das Augenflimmern sollte zumindest einmal ärztlich abgeklärt werden.

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112 Kommentare

  1. Inga-Marie sagt:

    Ich habe auch von Zeit zu Zeit Flimmerskotome. Ihr alle wisst wie es sich anfühlt!
    Aber Sebastian, muss dir hier folgendes mitteilen:
    Habe das e-Book und das Buch Exfreundin Angst , beides 2x gelesen.
    Meine Riesenangst vor Krankheiten ist geblieben und macht mich fix und alle!
    Jeder Mückenstich der anschwillt bedeutet für mich Leukämie!
    Ich verzweifle eines Tages daran.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Inga-Marie,

      danke für Deinen Kommentar. “Exfreundin Angst” ist kein Ratgeber. Hast Du Dir denn dieses kleine Ebook heruntergeladen, das sich vor allem mit der Angst vor Krankheiten befasst?

  2. Angelo sagt:

    Sehr schöner Beitrag, Danke Dafür.

    33 bin ich. Heute das erste mal gehabt. Ca. 20 min dann gings wieder. Ich denke bei mir könnte es das Wetter mit 38°C und zu wenig trinken der Auslöser sein. Naja und evtl. meine 2 Energiesauger (einer 2 Jahre und der Andere 10 Wochen). Bisschen Kopfdrücken hab ich aber sonst geht’s. Ich werde es mal im Auge behalten (im wahrsten Sinne des Wortes #lach)

  3. Leidensgenosse sagt:

    Guten Tag !
    Auch ich leide seid 2009 an Flimmerskotom-Augenaura meistens ohne nachfolgenden Kopfschmerz.
    Nach ca. 10-20 Minuten ist alles vorbei, ich fühle mich komisch und bin noch lichtempfindlich.
    Jedes mal wieder macht es mir Angst, ich werde mich nie daran gewöhnen. Augenklinik, Augenärzte, Internisten, Hausarzt, Neurologen….alles sagen es sei eine Form der Migräne und ungefährlich. Die Angst ist aber trotzdem da. Und, ja….Stress vermeiden….leichter gesagt als getan. Ich bin ein ruhiger und harmoniebedürftiger Mensch. Ich HASSE Streit und Uneinigkeit. Daher vermeide ich Konflikte lieber und schweige. Ich lasse mir fast alles gefallen…um des lieben Friedens Willen. So bin ich nun mal und kann da auch irgendwie nicht aus meiner Haut. Ich fresse den Ärger in mich rein und dann irgendwann wird es zuviel und die Aura ist der Harmonie-DANK !
    Es tut gut zu wissen, dass es noch viele Leidensgenossen gibt und jeder es genau so erlebt wie im Bericht geschrieben steht. Es beruhigt mich sehr, zu lesen, dass alle Untersuchungen bei euch ohne Befund waren und es somit tatsächlich nichts schlimmes ist….eben nur sehr sehr unangenehm.
    Schön, dass es euch da draußen gibt und ihr hier geschrieben habt….Danke !!

  4. Lisa sagt:

    Hallo,
    auch ich (23) leide schon seit ein paar Jahren am Flimmerskotom – so zum beispiel auch gerade eben.
    Ich wusste bis vor einiger Zeit nicht, was es ist, bis ich auf diese Seite gestoßen bin, die alles wirklich genauso beschreibt wie ich es auch empfinde.
    Es ist zuerst als würde ich in eine helle Lichtquelle blicken und danach geblendet sein. Es ist dann, als würde ein Teil meines Sehfeldes fehlen. Irgendwann kommen seitlich die Lichtblitze bis dann nach ca. 30 min alles verschwindet. Während des Flimmerns fühle ich mich oft sehr fremd und danach bin ich die ganze Woche gerädert.
    Kopfschmerzen sind teilweise davor, setzen danach ein oder kommen gar nicht, das ist ganz verschieden. Meist kommt das flimmern eher vormittags.
    Es gab Zeiten, da hatte ich es mehrmals die Woche (einmal sogar zweimal am Tag), dann kommt es teilweise monatelang nicht mehr.
    Einen Zusammenhang mkt Stress kann ich nicht erkennen, bei mir könnten es starke Wetterumschwünge sein – entweder wenn es sehr schwül wird oder es draußen sehr grau und neblig ist.
    Natürlich bekomme ich totale Panik (auch wenn ich mittlerweile weiß, dass es nichts schlimmes ist) – vor allem wenn ich nicht zu Hause bin. Bekomme ich ein Schlaganfall? Ist meine Durchblutung gestört?
    Auf der Arbeit schließe ich mich oft dann ins Klo ein und warte ab bis alles vorbei ist. Natürlich gibt es auch Situationen, wo das nicht geht (z.B. bei einer Besprechung – der blanke Horror). Ich leide sowieso an einer Angststörung. Beim Flimmerskotom habe ich dann oftmals das Gefühl als würde ich keine Luft mehr bekommen und fühle mich befremdet (ist dann vermutlich eine kleine Panikattacke).
    Wenn ich zuhause ein Flimmerskotom bekomme sehe ich das entspannter, da habe ich keine Probleme damit.
    Auch wenn ich es niemandem wünsche dieses Flimmern – es tut dennoch gut, dass man nicht alleine ist.
    Also haltet durch und versucht locker zu bleiben! Es geht nicht nur euch so 🙂

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich weiß, wie belastend das ist, wobei ich das Flimmerskotom manchmal sogar als befreiend empfunden habe, da ich mich manchmal schon einige Tage vorher komisch gefühlt habe, beispielsweise fiel es mir schwer zu denken. Dieses “sich fremdfühlen” rund um das Flimmerskotom kenne ich ebenfalls nur zu gut. Du bist also mit all Deinen Symptomen und Ängsten nicht allein!

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