Flimmerskotom

Augenflimmern: Das steckt dahinter…

“Ich habe so Zickzack Flimmern vor den Augen. Was kann das sein? Ich habe Angst vor einem Schlaganfall oder einem Hirntumor.” schreibt Severin.

Wenn Du Zacken und Linien siehst, die sich bewegen und Du Schwierigkeiten hast, Dinge zu fixieren, dann könnte das ein Flimmerskotom sein.

Wir wollen darüber sprechen, worum es sich bei diesem Phänomen handelt und was Du gegen das Augenflimmern tun kannst. Und wir beantworten die entscheidende Frage: Ist das Flimmerskotom harmlos oder gefährlich?

Wenn Du zusätzlich mit übermäßigen Ängsten zu tun hast oder sogar an einer Angststörung leidest, wird dieser Artikel besonders hilfreich sein Aber auch so informiere ich Dich ausführlich darüber, was es mit diesem Augenflimmern auf sich hat.

Flimmerskotom – was ist das überhaupt?

Ein Flimmerskotom ist eine vorübergehende Sehstörung. Viele Betroffene beschreiben es schlicht mit einem Flimmern vor den Augen oder ZickZack-Linien, die sich bewegen. In der Tat ist es gar nicht so einfach zu beschreiben, wie sich dieses Augenflimmern anfühlt.

Ich selbst habe das schon hunderte Male gehabt und bin daher vermutlich sensibilisiert. So bemerke ich als erstes, dass es mir schwer fällt, andere Menschen und Objekte mit den Augen zu fixieren. Es ist als hätte man in eine helle Lichtquelle geschaut.

Kurze Zeit später bemerke ich das typische Flimmern am Rand meines Gesichtsfeld, das sich nach und nach ausbreitet, schließlich das ganze Gesichtsfeld einnimmt und sich dann langsam zurückzieht. Dabei sehe ich Zickzackförmige Muster und Blitze, die aus grellem Licht zu bestehen scheinen.

Ich kann mich noch einigermaßen orientieren, bin also nicht völlig blind, doch fühle ich mich manchmal ausgeliefert. Ich bin sehr lichtempfindlich und manchmal fühlt sich mein gesamter Körper irgendwie fremd an, so als würde er nicht mir selbst gehören. Auch mit geschlossenen Augen kann ich das Augenflimmern wahrnehmen, was belegt, dass nicht die Augen, sondern das Gehirn betroffen sind.

Nach etwa 30 Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Anschließend kann ich wieder normal sehen, wobei hin und wieder Kopfschmerzen einsetzen. Die Lichtempfindlichkeit hält zudem immer noch etwas an und ich fühle mich anschließend wie gerädert.

Flimmerskotom – Ursache

Dieses Flimmern vor den Augen ist mehr als nur unangenehm. Man fühlt sich hilflos und es macht Angst und man fragt sich, ob das Flimmerskotom harmlos oder gefährlich ist.

Wenn man im Netz nach Ursachen für Augenflimmern sucht, dann findet man allerhand Ursachen, die einem große Angst machen: Schlaganfall, Gehirntumor oder Multiple Sklerose.

Lasst Euch davon bitte keine Angst einjagen. Die wahrscheinlichste Ursache für ein Flimmerskotom ist Migräne und bei der Ursache für Migräne tappt die Wissenschaft immer noch weitgehend im Dunkeln. Wir werden gleich noch darauf zu sprechen kommen, was Ihr dagegen tun könnt.

Das Flimmerskotom ist Bestandteil der sogenannten Aura und kündigt die Migräne an. Im Zuge einer Aura kann es zu Lähmungserscheinungen kommen, “Denkproblemen” und eben auch diesem Flimmern vor den Augen. Das alles ist unangenehm, aber wohl ungefährlich.

Nach diesem Flimmern vor den Augen, das etwa 30 Minuten anhält, kann es zu typischen Migränesymptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erschöpfung, Licht- und Lärmempfindlichkeit kommen – das muss aber nicht so sein. Es gibt viele Betroffene, die im Anschluss an das Flimmerskotom nichts haben (außer Angst und Erschöpfung).

Ja, ein Flimmerskotom macht Angst

Seit 20 Jahren habe ich mit dem Flimmerskotom zu tun. Mittlerweile weiß ich damit umzugehen, doch es hat Jahre gedauert, bis es mir gelungen ist, diesem Augenflimmern gelassen gegenüberzustehen. Dieses Flimmern vor den Augen ist unangenehm, man fühlt sich diesem manchmal hilflos ausgeliefert und das macht Angst. Man kann nichts machen, außer darauf zu warten, dass es vorüber geht.

Zu Hause kann man sich vielleicht ins Bett legen. Beim Autofahren, beim Essen mit Freunden, auf der Arbeit oder einer Party ist das schon eine andere Sache. Dann ist dieses Phänomen besonders belastend.

Ich war vor Jahren ja ein waschechter Hypochonder, der große Angst vor Krankheiten hatte. Und dieses Flimmerskotom machte mir vor allem deshalb große Angst, weil man die genaue Ursache nicht kennt.

Könnten dieses Flimmerskotom nicht doch Vorbote eines Schlaganfalls sein? Habe ich nicht vielleicht ernste Durchblutungsstörungen, die derartige Symptome hervorrufen? Oder steckt ein Hirntumor oder MS dahinter?

Heute nehme ich das einigermaßen gelassen, auch wenn ich das Flimmerskotom immer noch als unangenehm empfinde. Es spricht nicht viel für einen ernsten Hintergrund.

  1. Ich habe seit 20 Jahren (mal mehr, mal weniger) mit dem Flimmerskotom zu tun und ich lebe noch
  2. In dieser Zeit wurden 7 MRT’s und CT’s von meinem Kopf gemacht (verrückt, wenn man das so liest) ohne jeden Befund
  3. bei einer ernsten Erkrankung als Ursache würde das Flimmern wohl immer schlimmer werden (es gab Phasen, in denen ich es sehr oft hatte und auch Jahre, in denen es gar nicht da war)

Heute kann ich das so logisch betrachten, während meiner hypochondrischen Störung war das nicht möglich. Wenn Du Dir bezogen auf Deine Gesundheit generell große Sorgen machst und hinter jedem Symptom immer gleich eine schlimme Krankheit vermutest, dann solltest Du diesen Beitrag zur Hypochondrie lesen.

Flimmerskotom Medikamente

Da das Flimmerskotom in der Regel im Vorfeld einer Migräne auftritt. müssen wir uns anschauen, was man gegen Migräne tun kann. Einige berichten von einer Besserung, wenn man sofort ASS einnimmt. Ich habe da so meine Zweifel, da die Wirkung der Medikamente erst mit Verzögerung eintritt. Da hat sich das Flimmern (meist) schon erledigt.

Triptane, erstes Mittel der Wahl bei Migräne, verstärken die Aura oft noch. Von der Einnahme dieser Medikamente ist während des Flimmerskotoms also abzuraten. Kommt es anschließend zu Symptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit, können Medikamente helfen.

Wenn das Flimmerskotom erst einmal da ist, kannst Du nicht anderes machen, als abzuwarten, bis es vorbeigeht. Eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit speziell gegen das Augenflimmern gibt es nicht.

Medikamente zur Migräneprophylaxe

Wenn das Flimmerskotom in Zusammenhang mit der Migräne auftritt, dann können Medikamente zur Migräneprophylaxe helfen. Diese werden von einem Arzt allerdings nur verschrieben, wenn die Attacken mehr als drei Mal pro Monat auftreten. Zu diesen Mitteln gehören Betablocker und Flunarizin.

Ich bin kein Arzt, habe keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht und kann dazu wenig sagen. Ich weiß nur, dass mögliche Nebenwirkungen nicht unerheblich sind.

In einer Phase meines Lebens, in der das Flimmerskotom alle paar Tage aufgetreten ist, habe ich jedoch über den Zeitraum von 6 Monaten Amitriptylin eingenommen. In der niedrigsten Dosierung hat dieses Antidepressivum nicht seine antidepressive oder angstlösende Wirkung, kann aber zur Migräneprophylaxe dienen.

Insgesamt gibt es jedoch bessere, nicht medikamentöse Möglichkeiten der Migräneprophylaxe.

Flimmerskotom Auslöser und Tipps gegen das Flimmerskotom

Es gibt viele Theorien zu den Ursachen und Auslösern von Flimmerskotom und Migräne. Tatsache ist, dass man die Ursache von Migräne nicht kennt.

Über die Auslöser weiß man inzwischen etwas mehr, wobei diese sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Das Wetter, bestimmte Nahrungsmittel, viel Computerarbeit, Aufregung, Hormone und Stress stehen in Verdacht Auslöser von Flimmerskotom und Migräne zu sein.

Um das Flimmerskotom zu reduzieren, sollten wir an diesen möglichen Auslösern ansetzen.

Wetter: Es konnte bislang kein Zusammenhang zwischen dem Wetter und Migräne bewiesen werden. Ich würde dennoch darauf achten, vor allem bei warmem Wetter ausreichend zu trinken. Ich konnte bei mir feststellen, dass ich bei Hitze vermehrt mit dem Flimmerskotom zu tun habe.

Nahrungsmittel: Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen Nahrung und Migräne feststellen. Geschmacksverstärker, Zucker, Käse – alles kein Problem. Mit einer Ausnahme: Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen steht Rotwein in Verdacht, Migräne auslösen zu können.

Weibliche Hormone: Weniger interessant für mich persönlich, dafür umso mehr für meine weiblichen Leser: Es gilt als erwiesen, dass weibliche Hormone bei der Migräne eine Rolle spielen können. So konnte beobachtet werden, dass es kurz vor Einsetzen der weiblichen Periode vermehrt zu Migräneattacken kommt. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es sinnvoll sein kann, das Verhütungsmittel zu wechseln, beispielsweise eines wählen, bei dem “die Tage” ausbleiben? Das gilt es wohl mit einem Neurologen oder Frauenarzt abzuklären.

Stress: Stress gilt als DER Auslöser für Migräne. Tipp: Darum ist es sinnvoll, einen Plan zu entwickeln, Stress zu reduzieren. Hier hilft vor allem regelmäßiger Ausdauersport und eine Entspannungstechnik, wie die progressive Muskelentspannung (die sich als besonders wirksam gezeigt hat) oder Meditation. Wichtig ist, dass man das Ganze regelmäßig macht. 15 Minuten täglich sollten bereits genügen, um Stress und Anspannung zu reduzieren und damit Migräne und Flimmerskotom vorzubeugen.

Unregelmäßiger Tagesablauf und Aufregung: Migränepatienten reagieren sehr sensibel auf Veränderungen im Tagesablauf. So tritt die Migräne nicht selten am Wochenende auf. Deshalb ist anzuraten, auch am Wochenende zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen.

Ich persönlich möchte mich nicht so stark einschränken. Allerdings habe ich das Flimmerskotom nur noch sehr selten (indem ich für regelmäßige Entspannung sorge und zufrieden mit meinem Leben bin).

Ein bestimmtes Gleichmaß schützt vor Migräne. Das gilt nicht nur für den Tagesablauf, sondern auch für Gefühle. Starke Gefühlsausbrüche und zwar sowohl positive, als auch negative fördern das Auftreten von Migräne und Flimmerskotom.

Flimmerskotom was tun?

Ein Flimmerskotom ist harmlos, kann aber sehr belastend sein. Auch wenn man anschließend nicht an typischen Migränesymptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit leidet, ist man oft ein, zwei Tage danach ziemlich fertig. Hinzukommt, dass man sich auch bis zu 48 Stunden im Vorfeld irgendwie “komisch” fühlt. Somit hat man bis zu 4 Tagen mit diesem Phänomen zu tun, auch wenn das Augenflimmern selbst nur wenige Minuten anhält.

Und wenn man das sehr oft hat, dann leidet man entsprechend.

Die Ursache kennt man nicht. Für das Flimmerskotom selbst gibt es keine Behandlungsmöglichkeit. Es existieren lediglich Mittel zur Prophylaxe. Als Medikamente zur Vorbeugung sind unter anderem Betablocker, Flunarizin und Amitriptylin zu nennen.

Als effektiver zeigen sich andere Maßnahmen, in denen es darum geht, den Auslöser zu vermeiden. Um Deinem persönlichen Auslöser auf die Schliche zu kommen, kannst Du für Dich im Nachhinein folgende Fragen beantworten:

  • War ich in den letzten 48 Stunden emotional und wenn ja, warum?
  • Habe ich genug getrunken?
  • Was habe ich in den letzten 48 Stunden gegessen?
  • Für Frauen: Wann ist meine nächste Periode?

Es hat sich gezeigt, dass vor allem Unregelmäßigkeiten, Emotionen und Stress eine Rolle spielen. Die Frage lautet also, wie wir Stress reduzieren, Aufregung vermeiden und ein Leben im Gleichklang führen können?

Dabei kommt es darauf an, wie sehr wir unter dem Flimmerskotom leiden. Ist der Leidensdruck sehr hoch, sind wir eher bereit, Aufregung und Gefühlsausbrüche zu vermeiden, auch am Wochenende zur gleichen Zeit ins Bett und wieder raus und auf das Gläschen Rotwein zu verzichten.

Klingt aber auch ein wenig langweilig oder? Für die meisten Menschen reicht es aus, wenn sie regelmäßig Sport machen und für Entspannung sorgen und…

Der wichtigste Tipp

Einen Tipp, den Ihr vielleicht sonst nirgendwo findet: Ein zufriedenes Leben schützt meiner Meinung nach vor Migräne und damit auch vor diesem Augenflimmern.

Natürlich gibt es im Leben eines jeden Menschen immer mal die eine oder andere Krise, durch die wir durch müssen. Ein Leben in chronischer Unzufriedenheit aber führt zu einem vermehrten Auftreten von allen möglichen Problemen. Und zu diesen Problemen kann eben auch das Flimmerskotom zählen und auch eine Angststörung.

Es ist generell auffällig, wie viele Menschen neben Migräne eine Angststörung aufweisen (Update: Inzwischen ist wissenschaftlich belegt, dass Migräne das Risiko für eine generalisierte Angststörung verdreifacht, siehe hier). Bei beidem spielt meiner Erfahrung nach Unzufriedenheit eine große Rolle.

Zusätzlich bedeutet Angst Stress und Gefühlsausbruch zugleich, beides ist nicht gerade hilfreich. Ein Grund mehr, um Angst und Panikattacken loszuwerden. Wenn Du also zusätzlich an einer Angststörung leidest, dann empfehle ich Dir mein kostenloses E-Mail-Coaching.

Flimmerskotom und Schlaganfall

Immer wieder liest man, dass ein Zusammenhang zwischen Flimmerskotom und Schlaganfall bzw. Migräne und Schlaganfall bestehen soll. Ob und inwieweit die Durchblutung eine Rolle spielt, steht nach wie vor in den Sternen. Ich glaube eher, dass Schlaganfälle bei Migränepatienten insgesamt etwas häufiger auftreten, weil vor allem Stress im Zusammenhang mit der Migräne steht. Dass Stress auch bei einem Schlaganfall eine Rolle spielt, könnte die Beobachtung erklären, dass das Risiko für einen Schlaganfall bei Migränepatienten etwas erhöht ist.

Nicht die Migräne oder das Flimmerskotom führt zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko, sondern erhöhter Stress, der für beides mitursächlich sein kann, so zumindest die bescheidene Theorie eines Nichtmediziners (nämlich mir). Von daher sollten vermehrt auftretende Migräneattacken durchaus als Warnzeichen anzusehen sein und Anstoß sein, um sein Leben etwas entspannter zu gestalten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Beste Grüße.

Sebastian

PS: Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Ausführungen eines Nichtmediziners. Bitte zögere einen Arztbesuch nicht aufgrund von Informationen, die Du im Internet findest. Das gilt auch für diesen Beitrag. Das Augenflimmern sollte zumindest einmal ärztlich abgeklärt werden.

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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152 Kommentare

  1. AvatarHajo Heim sagt:

    Das erste mal bekam ich ein Flimmerskotom während es Schulunterrichtes mit 16 Jahren. Das ist jetzt über 50 Jahre her und die Panik war groß. Kein Arzt konnte mir helfen, keiner wusste auch nur ansatzweise, was überhaupt los ist. CT, MRT, EEG, Ultraschall brachten keinerlei Ergebnisse. Da meist nach 30-35min wieder “Ruhe” einkehrt, habe ich mich inzwischen daran gewöhnt. Tw. treten Sprachstörungen auf, nachdem das Flimmern zu Ende ist. Auch die gehen wieder vorbei, sind aber für mich noch viel unangenehmer. Das Flimmern kann ich überspielen, die Sprachstörungen nicht. Meist dauern sie auch nochmal 30min. Ich weiß zwar, was ich sagen will, rede dann aber “chinesisch”, es kommen also völlig andere Worte, wenn man das überhaupt so nennen kann, heraus.
    Ich habe wie viele andere auch versucht, die Ursache zu finden. Es scheint deutlich so, als wenn es das Wetter wäre, bzw. Wetterumschwünge. Wenn ein plötzliches Tief ein Hoch ablöst, kann ich mit Sicherheit vorhersagen, dass das Skotom nicht lange auf sich warten lassen wird. Besonders “schön” wird es, wenn es, wie jetzt im Augenblick, langanhaltend schwül bleibt. Dann darf ich das Skotom bis zu dreimal am Tag in unregelmäßen Abständen genießen.
    Zu ändern scheint es ja wohl nicht zu sein, nervig, schmerzhaft, weil immer wieder mit nachfolgenden Kopfschmerzen behaftet, ist es aber trotzdem. Leider haben die hier angführten Therapien – kein Stress, nicht so lange am PC sitzen, Ausdauersport etc. – keinerlei positiven Einfluss. Es beruhigt mich aber, dass, wenn ich in der Kiste liege, das Flimmern aufhören wird. Das ist Galgenhumer, ich weiß, aber, was bleibt einem sonst?

    • SebastianSebastian sagt:

      Danke, dass Du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Vielleicht hilft es ein wenig, wenn Du bei dem schwülen Wetter darauf achtest, ausreichend zu trinken. Manche berichten von Erfolgen, indem man ein Amitriptilyn (eigentlich ein Antidepressivum) zur Migräneprophylaxe in sehr geringer Dosierung dauerhaft einnimmt. Das wäre jedoch mit Deinem Arzt zu klären…

  2. AvatarRomana sagt:

    Hallo,
    ich bin verunsichert. Nach 35 Jahren Migräne ohne Aura, jetzt MIT Aura.
    Ich denke, es kommt bei mir wahrsch. vom Stress, Verspannungen im Nacken bzw. angehende Wechselbeschwerden.
    Hab in den letzten Monaten sehr viel gearbeitet am PC (im Büro 10-12 Std. täglich) . Dann abends keine Lust mehr auf Bewegung/Sport. Plötzlich 4 Anfälle in 1,5 Wochen (Augenflimmern, Sprachstörungen, Gefühlsstörungen in den Fingern und Zunge, leicher Schwindel aber nur leichtes Kopfweh).
    Dann 3 Monate nichts mehr und jetzt nach einem erholsamen Urlaub 4 Anfälle in 3 Tagen. Zum Glück nach 15-20 Min ist das Augenflimmern wieder vorbei.
    Ich musste die Triptane absetzen (wegen Herdläsionen im Gehirn) und habe ThromboAss 100 mg bekommen.
    Angeblich lösen die Läsionen keine Migräne aus, sondern können Folgen eines Anfalls sein.
    Augenarzt bzw. Neurologe meinte heute, Auslöser wahrsch. die “Vorfreude” ;-( auf eine bevorstehende OP.
    Mal sehen, wie das noch weitergeht. Hab noch die Hoffnung, dass diese Aura so schnell verschwindet, wie sie Anfang des Jahres gekommen ist. Werde das mit dem Atmen versuchen.
    Progressive Muskelentspannung habe ich vorübergehend auch probiert, dann wieder aufgehört.
    Werde jetzt wieder mehr für mich tun und “Entspannung” üben.

    • SebastianSebastian sagt:

      Liebe Romana,

      mir scheint es ratsam zu sein, den Stress zu reduzieren und mehr für Dich zu tun, genauso, wie Du es selbst erkannt hast. Dazu zählt eben Entspannung und Sport. Ich glaube nicht, dass es mit den Nackenverspannungen zu tun hat, doch auch diese sind ein Zeichen dafür, dass Du gestresst bist. Ich beobachte an mir selbst, dass das vermehrte Auftreten von Flimmerskotom und Migräne ein Zeichen dafür ist, mal Pause zu machen.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  3. AvatarNadja sagt:

    Mich plagt es auch hin und wieder inklusive Hypochondrie. Ich hab dann aber mehr Angst dabor, nichts zu sehen oder vollständig zu erblinden (was durch ein Flimmer-Skotom oder Migräne ja eigentlich auch nicht sehr wahrscheinlich ist). Aber schön ist es echt nicht. 😉
    Mit hormonellen Verhütungsmitteln würde ich vorsichtig sein. Ich kenne genug Frauen, die dadurch erst Panikattacken oder Depressionen bekamen. Meist kam das erst nach Jahren zufällig raus, wenn sie es abgesetzt hatten. Da die Frauenärzte das ganz gern abstreiten, von wegen, das käme keinesfalls von der Pille.

    • SebastianSebastian sagt:

      Danke für deinen Kommentar. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand dadurch erblindet sei. Die Hormone können sicher eine Rolle bei der Entstehung psychischer Erkrankungen spielen. Dass sie in Einzelfällen als alleinige Ursache für Depressionen in Frage kommen, kann ich mir durchaus vorstellen, bei einer Angststörung mag das ein möglicher Faktor sein, als alleinige Ursache bezweifle ich das.

  4. AvatarPeter Helmut sagt:

    Ich bin heute auf diese Seite gestoßen , weil ich auch wieder Flimmerskotom hatte . Heute morgen als ich mit meinem Hund losging , also draußen.
    Das ist für mich nichts neues ,da ich es schon das erste mal als Kind hatte . Ich bin jetzt 58 und hatte es also schon vor fast 50 Jahren.
    Es tritt unregelmäßig auf ,manchmal sin Jahre dazwischen . Aber Angst löst es nach wie vor aus . Ich bin auch ein Hypochonder und leide auch unter einer Angststörung .
    Bis vor c.a. 5 Jahren hatte ich nichtmal einen Namen dafür . Ich hatte es Ärzten X mal gesagt ,auch meinem Neurologen und Psychiater. …. keine Reaktion .
    Ich hatte den Begriff dann zufällig im Radio gehört und gegoogelt und …. passt alles genau .
    Kann auch sein das da erbliche Faktoren mitspielen . Meine Mutter hatte das , meine Schwester ein bis zwei mal und meine Tante hat es wohl auch heftig .
    Gruß Peter -Helmut

    • SebastianSebastian sagt:

      So ein Flimmerskotom ist auch immer wieder nervig bis beängstigend. Das kann ich gut nachvollziehen. Bei so ziemlich allen Krankheiten spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, selbst wenn sie nicht direkt vererbbar sind…

  5. AvatarSilke Hartmann sagt:

    Hallo zusammen. Ich weiß nicht ob ich euch helfen kann. Mir hat ein Zufall geholfen. Ich hatte vor 3 Jahren durch Hormonpräparate in den Wechseljahren eine Thrombose bekommen. Nun musste ich 3 Monate Macromar einnehmen. In dieser Zeit hatte ich kein einziges Mal ein Flimmerskotom. (Vorher 1 mal die Woche) Also kam ich zu dem Schluss dass die Blutverdünnung das Skotom verhindert. Ich nehme nun seit 3 Jahren 2 mal die Woche eine halbe Tablette Asperin und das Flimmern ist nie wieder aufgetaucht. Vielleicht ist alles ein Zufall aber ein Versuch ist es wert. Lieben Gruß aus dem Bergischen ?

    • SebastianSebastian sagt:

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Habe tatsächlich nun schon häufiger gehört, dass Aspirin bei bei einigen gegen das Flimmerskotom wirkt, was darauf hindeuten könnte, dass die Durchblutung dann doch was damit zu tun hat. Ich empfehle aber, das mit einem Arzt zu besprechen, denn Blutverdünner können ja auch Nebenwirkungen haben.

  6. AvatarLeuvheyde sagt:

    Hallo und moin zusammen, viele interessante Beiträge. Ich (75) habe ein Flimmerskotom seit den siebziger Jahren. Mal bei Stress, mal auch nur so. Beim Schauen auf einen Wegweiser gingen auf einmal die Buchstaben übereinander. Keiner wußte mir zu helfen, keiner kannte etwas davon, kein Augenrzt, kein Hausarzt etc. Erst in der Klinik Bellevue in Kiel bei der Voruntersuchung für neue Linsen (2016) gab mir die Ärztin Auskunft – denn sie war selbst davon betroffen. Da hilft keine Jaulerei, da muss man durch. Bei mir dauert es 20 Minuten, dann ist alles vorbei, mal mehr, mal weniger große Flimmerkreise. Nur Autofahren und Lesen wird eben schwieriger. Ersteres sollte man tunlichst unterbrechen. Ist ein Teil einer Art von Migräne. Und, wie gesagt, 20 Minuten still sein, ruhig verhalten, alles wieder ok. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen bzw. Nebenerscheinungen. Also Leute, keine Panik, keine Angst, da eine aus meiner Sicht (und der Ärztin) eine ganz “normale” Sache. Also positiv da heran gehen und nicht wehleiden. Nicht zu tief in den Körper hinein schauen müssen. Beste Grüße von der Westküste Schleswig-Holsteins.

    • SebastianSebastian sagt:

      Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen zum Flimmerskotom mit uns teilst und anderen Menschen mit diesem Phänomen Mut machst!

  7. AvatarHenry sagt:

    Bei mir ist das erste Flimmerskotom vor zweieinhalb Jahren im Sommer aufgetreten. Ich war Schwimmen an einem wunderschönen Sommertag. Es war irre heiß, weswegen ich mit dem Kopf im eiskalten Wasser untergetaucht bin. Als ich wieder aufgetaucht bin, weiß ich noch, daß das Wasser so hell geglitzert hat…alles war so hell! Ich bin an Land gegangen und hatte mein erstes Flimmerskotom. Streß hatte ich da gar keinen. Der Auslöser kann nur entweder das helle Licht oder eine Durchblutungsstörung durch das kalte Wasser gewesen sein. Danach hatte ich es noch drei oder vier Mal, danach den ganzen Winter nicht mehr. Es kam beim Lesen im Zug, beim Lesen im Bett und auch nur beim Spazieren gehen.
    Im nächsten Sommer kam es wieder so drei vier Mal, immer mit ein bis zwei Wochen Pause, dann verschwand es wieder.
    Dann hatte ich im Herbst meine zweite Augenoperation (Kunstlinsen op), auf welche starke Sehstörungen durch die Kunstlinse folgten. Der Lichteinfall war zu stark, das Licht schmerzte im Auge, ich bekam nachts Panikattacken, mein Blutdruck fiel untertags auf 80-90. Grundsätzlich habe ich schon niederigen Blutdruck, so 100-115.
    Daraufhin bekam ich drei Monate täglich zweimal Flimmerskotome, auch nachts. Sie dauerten immer länger, wurden immer bunter und begannen schließlich sich zu verzerren. Sie traten einmal links, einmal rechts auf. Der Neurologe sagte nur, ja da weiß man die Ursachen nicht, klopfte mir aufs Knie und machte sonst keine Untersuchungen. Medikamente hätten zu starke Nebenwirkungen. Der Augenarzt meinte, Flimmerskotome könnten auch durch mangelnde Netzhautdurchblutung auftreten, nicht nur vom Gehirn ausgehend!
    Nach drei Monaten kamen sie nur noch einmal am Tag, dann hörten sie auf.
    Kopfschmerzen hatte ich nie, nur ein Erschöpfungsgefühl.
    Die problematische Kunstlinse wurde aus dem Auge entfernt, danach hatte ich Durchblutungsstörungen im Kopf und einen Hörsturz. Schon während der drei Monate mit Flimmerskotom, hatte ich das Gefühl mit dem rechten Auge bergab zu sehen. Nun sehe ich mit beiden Augen beim Lesen schief und bergab…Ursache unbekannt. Vierecke und karierte Blätter sehen bucklig und zittrig aus.
    Im gleichen Sommer, als das erste Flimmerskotom auftauchte, bemerkte ich auch zum ersten Mal einen gltzernden, unregelmäßigen Fleck im Auge, welcher auftritt, wenn ich von der Wohnung ins Freie trete, also ins Licht. Er glitzert ein paar Minuten, dann verschwindet er. Seit der zweiten Linsen op habe ich zwei solche Flecken im Auge. Sie gehen mit dem Auge mit, manchmal verschwinden sie für ein paar Tage. Ich weiß nicht, ob sie den gleichen Ursprung wie das Flimmerskotom haben. Skotom hatte ich diesen Sommer nur einmal, als ich mit dem Hund spazieren war.
    Grundsätzlich kann ich zu Flimmerskotomen nur sagen, daß sie scheinbar bei mir durch Durchblutungsstörungen ausgelöst werden, Streß verschlimmert sie (Verengung der Blutgefäße?), war bei mir aber nicht Auslöser. Einnahme von Ibuprofen verringert ihr Auftreten ( Entzündung?). In einem Artikel habe ich gelesen, daß manche Neurologen glauben, daß Flimmerskotome und Epilepsie miteinander verwandt sind.
    Ich wohne in Wien. Am AKH war man an mir nicht interessiert und hat mir nicht weiter geholfen. Wenn jemand einen guten Arzt für meine Probleme weiß, bitte melden!
    Auge ist angeblich in Ordnung, Schädel MRT unauffällig, Durchblutung an Hals gut. Sonstige Messungen, Migräneuntersuchung etc. wurde nicht vorgenommen. Ich habe immer starke Schmerzen von Sehnen und Muskeln an Schädelbasis und auch Tinnitus. Orthopäde interessiert sich nicht dafür, Neurologe schickt mich in Neuroophtalmologie, die zur Augenchirurgie, die wieder zur Neurologie. Ich werde von den Kassenärzten nur unfreundlich behandelt und nach spätestens 10 Minuten rausgeschmissen! Am PC kann ich nicht mehr arbeiten, da es aber keine Befunde gibt, will man mich trotzdem 8 Stunden am Tag daran arbeiten lassen.

    • AvatarTanja sagt:

      Hallo Henry,

      Deine Beobachtungen: “nun sehe ich mit beiden Augen beim Lesen schief und bergab…Ursache unbekannt. Vierecke und karierte Blätter sehen bucklig und zittrig aus” Dies könnten Symptome einer AMD sein. Das müsste der Augenarzt aber auch wissen.

  8. AvatarUte sagt:

    Ich habe das Flimmerskotom bereits 36 mal in diesem Jahr und bin daher so langsam am Ende mit den Nerven. MRT Mitte Dezember, mal sehen,was die feststellen. Ich meine, es kommt vom verspannten Genick. Habe immer knappe 30 Minuten Anfälle mit Zickzack Linien, keine weiteren Symptome außer der Angst, dass es ein Schlaganfall werden oder sein kann. Kein Arzt weiß weiter Medikamente wie Betablocker halfen nicht und ich habe keinerlei Stress

  9. AvatarLena sagt:

    Hallo, ich leide auch an einem Flimmerskotom. Diesen Monat hat die Frequenz ständig zugenommen und es quält mich nun ca. 1-2 x pro Woche. Deshalb meine Frage: hattest du/ ihr auch Phasen wo es oft vorkam und dann wieder abgenommen hat? Ich mach mir grosse Sorgen wo das noch hinführen soll… 🙁

    • SebastianSebastian sagt:

      Ich hatte dieses Flimmerskotom (bzw. Migräne) auch nach Phasen von großem Stress in recht kurzen Abständen, also dann, wenn ich zur Ruhe gekommen bin. So kann ich mich an einen Urlaub erinnern, an dem ich es in 2 Wochen 5 Mal hatte. Das ist schon irgendwie beängstigend. Aber es wurde dann auch wieder weniger.

      Wenn Dich das so ängstigt: Ich habe nun das eine oder andere Mal gehört, dass die tägliche Einnahme von ASS 100 eine Besserung gebracht haben, auch wenn man mehrheitlich wohl nicht davon ausgeht, dass Durchblutungsprobleme ursächlich für Migräne sind. Durch dieses Medikament wird das Blut verdünnt. Das bedeutet aber auch, dass man dann eine erhöhte Blutungsneigung hat (also besser nicht schneiden 😉 ). Und Aspirin kann den Magen angreifen.

      Daher solltest du das in jedem Fall vorher mit deinem Arzt besprechen.

    • AvatarLena sagt:

      Danke für deine Antwort! und was hast du alles gemacht um es abklären zu lassen? ich hatte schon ein MRT, das war soweit unauffällig, ich hoffe es wird wieder besser… Mein Sommer war ziemlich stressig und ich dachte eigentlich, dass jetzt alles wieder gut sei und jetzt kommt dieses komische Symptom aus dem Nichts, hatte es vorher nur 1x vor 2 Jahren

    • SebastianSebastian sagt:

      Naja, viel mehr als ein MRT kann man da eigentlich nicht machen, um das abzuklären. Eventuell noch ein EEG, aber das wird ein Neurologe alles wissen. Man kennt die Ursache für Migräne immer noch nicht und wie es scheint ist es am besten, wenn man Stress meidet und ein möglichst geregeltes Leben führt. Ob man das möchte, sei dahingestellt. 😉

    • SebastianSebastian sagt:

      Habe auch ein MRT machen lassen und ein EEG. Viel mehr kann man ja eigentlich nicht untersuchen lassen. Die Migräne kann nicht sichtbar diagnostiziert werden. Man kann nur ausschließen, dass etwas anderes dahinter steckt…

    • AvatarUte sagt:

      Ich habe Jahre, in denen ich nur 6Anfälle hatte, dann 12 mal, dann wieder nur 7mal und dieses Jahr ist bisher das Schlimmste mit 36 Anfällen ohne ersichtlichen Grund, zu allen Uhrzeiten, morgens direkt beim Aufwachen abends mittags oder vormittags im Job, unberechenbar aber immer habe ich einen versenkten Nacken, ich denke mit den Nackenwirbeln stimmt was nicht, es knackt dort auch beim Kopf drehen

    • AvatarHenry sagt:

      Habe gerade meinen Bericht gepostet, lies den mal durch. Es vergeht wieder.

  10. AvatarAngie sagt:

    Hallo Ihr Flimmerer,
    dieses Flimmerskotom habe ich auch öfter, es Stört ist aber nicht tragisch… Komme gut damit zurecht… Bei mir dauert so eine Attakte meist nur 5 min. dann ist das Flimmern aus meinem Sichtfeld verschwunden… Mein Medikament dagegen ist aus der Homöopathie das Mittel OSMIUM C30 Globuli… Hoffe ich konnte euch damit helfen
    LG Angie

  11. AvatarAndrea Mollo sagt:

    Auch ich habe ja diesen Begriff “Flimmerskotom” nicht gakannt! Und erst auf der Überweisung meines Hausarztes habe ich es gelesen…Und erst durch das häufige Auftreten in den letzten Wochen bin ich ja zu dieser Überweisung “gekommen” – und somit auf deine Seite gelangt! Insofern hat mir das -Flimmerskotom auch was “gebracht”!!! Ich werde auf jeden Fall deine Seite weiter verfolgen und mich auch mit deinem Buch beschäftigen! 😉
    Liebe Grüße Andrea

  12. AvatarAndrea Mollo sagt:

    Hallo Sebastian,
    mein Name ist Andrea, bin 49 Jhre und leide seit meinem 2o. Lebensjahr an Migräne mit Aura. Habe natürlich auch eine lange Odysee von Arztbesuchen hinter mir – aber wirklich geholfen hat eigentlich nichts. Nur durch Geburt meines Sohnes vor 14 Jahren hat sich die Migräne deutlich verbessert: die ständigen Anfälle mit den wahnsinnigen Kopfschmerzen waren verschwunden – es blieb “lediglich” das beängstigende “Augenflimmern”, das etwa 2 mal jährlich auftrat. Vor 4 Wochen etwa häufte sich dieses wöchentlich und letzte Woche täglich…Ich bekam regelrechte Panik – was war auf enmal los mit mit….Ich ging nach jahrelanger Migäne-Arzt-Pause zu meinem Hausarzt und erzählte ihm meine merkwürdigen Erfahrungen der letzten 4 Wochen…Was mir sehr auffiehl war, dass ich unter enormem psychischem Stress in dieser Zeit stand! Er beruhigte mich, empfahl mir aber trotzdem zum Augenarzt zu gehen und schrieb mir eine Überweisung aus. Zu Hause las ich auf der Überweisung “Flimmerskotom” – diese Bezeichnung hatte ich sebst nach so langer Zeit Migräne noch nicht gehört! Das musste ich doch gleich mal googlen….und dann bin ich durch Zufall auf deine Artikel gestoßen und hab ihn regelrecht verschlungen!!! Ich dachte: Oh mein Gott – da sind sooo viele Übereinstimmungen….sogar die Hyposensibilisierung (ich habe schon 3 mitgemacht!!) ich war total baff, wie exakt du dieses Flimmerskotom ( jetzt weiss ich ja den Fachausdruck) beschreibst!! Auch ich bekomme jedes Mal Panik, wenn es aus dem Nichts über mich kommt und nach 30 Minuten verschwindet. Ich fühle mich auch total matschig im Kopf und kann mich schwer konzentrieren – am schlimmsten ist es für mich, wenn ich bei der Arbeit bin! Letzte Woche hatte ich dann auch irgendwie Angst, es könnte jetzt wohl doch ein Schlaganfall folgen, da es so oft auftrat. Mittlerweile bin ich wirklich davon überzeugt, dass es dieser Stress war,der vor 4 Wochen plötzlich kam! Ich werde mir auch auf youtube diese Feueratmung anschauen – das hörte sich für mich sehr interessant an!!!
    Ganz herzliche Grüße Andrea

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Andrea,
      ich kann gut verstehen, dass es dich ein wenig beruhigt, dass so viele Menschen dieses Flimmerskotom kennen und auch noch leben. 😉 Das kennen wirklich sehr viele Menschen. Aber es kommentieren ja nur die wenigsten, nicht einmal 1 % der Besucher. Und es haben noch viele noch nicht einmal von dem Begriff “Flimmerskotom” gehört.

      Und doch bleibt es unangenehm. Aber vielleicht hat das Ganze ja auch etwas Positives und zwar dann, wenn man dieses Flimmern vor den Augen als Warnsignal betrachtet, als Hinweis, mal langsam zu machen. Nach dem Motto: “Achte mal wieder ein bisschen mehr auf Dich!”

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  13. AvatarSteffi sagt:

    Hallo, ich hatte vorhin auch so ein flimmerskotom:( leider leide ich auch an Angstzuständen.mir wurde währenddessen sehr übel und ich wurde sehr zittrig . Außerdem hatte ich das Gefühl das ich umkippen würde. HabEs mich dann hingelegt und die Augen geschlossen es wurde nach 30 Minuten besser. Dafür die Kopfschmerzen umso schlimmer. Das ganze ist nun knapp 6 Stunden her. Leicht übel ist mir noch und die Kopfschmerzen sind noch immer da. Ibubeta 400 wirken mal so garnicht. Entspannen hat bei mir nur kurz Geholfen. Die Angstzustände sind vorüber gewesen nach dem sich mein Bild neutralisiert hat und ich eine neurexan genommen habe. Ich habe 2 Kinder die Verständnis dafür haben das Mama zur zeit nicht so kann wie sie möchte. Mein grosser ist 4 der gibt mir den Mut rauszugehen meine kleine ist 1 Jahr alt die dafür sorgt das Mama trotzdem ihren popo hoch bekommt auch wenn es ihr nicht gut geht sie gibt mir den Mut das nichts passiert. Und ja Kinder können einem auch dabei helfen gegen die Angstzustände anzukämpfen. Ich kämpfe seit Februar gegen an bin nicht alleine aufs Klo geschweige denn raus. Mittlerweile gehe ich mit den Kindern zum speed einkaufen ich werde nicht mehr im laden nervös mittlerweile nur noch an der Kasse. Therapie? Habe ich keine aber will unbedingt eine machen. Man kann alles schaffen in kleinen Schritten auch mit Kindern.

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Steffi,
      so ein Flimmerskotom ist ja auch beängstigend. Es gibt auch spezielle Medikamente gegen Migräne, wenn normale Schmerzmittel nicht helfen.
      Toll, dass du trotz Angststörung diese Dinge machst. Kinder geben einem da wirklich manchmal den Tritt in den Hintern (den der eine oder andere manchmal gut vertragen kann) 😉

    • AvatarSteffi sagt:

      Ja das stimmt ich war nun heute früh das erste mal alleine mit den kids beim arzt habe novaminsulfon Liechtenstein 500mg bekommen. Ich bin gespannt ob es hilft

  14. AvatarMarc Steinmetz sagt:

    Hallo liebe Mit-Betroffene,
    nach meiner Erfahrung ist es durchaus möglich, ein auftretendes Flimmerskotom zu kontrollieren und vorzeitig zu beenden.
    Nachdem ich irgendwo gelesen hatte, es handele sich um eine Durchblutungsstörung im Gehirn (ob diese Aussage fachlich richtig ist, lasse ich mal dahingestellt), habe ich experimentiert mit einer Atemtechnik, die ich aus dem Yoga kenne, dem Feueratem. Beim nächsten Flimmerskotom, das mich ereilte, habe ich diese Technik angewandt und konnte tatsächlich die Sehstörung nach wenigen Minuten verschwinden lassen (5 bis 10 Minuten gegenüber ca. einer halben Stunde). Nicht nur das: auch der Kopfschmerz, der sich sonst für den Rest des Tages einstellte, trat nicht ein.
    Seitdem ist es mir jedesmal zuverlässig gelungen, ein Flimmerskotom zurückzudrängen. Außer, wenn es mich nachts ereilt, das merke ich beim Aufwachen am Kopfschmerz, der den ganzen Tag über bleibt.
    Feueratem ist mit ein wenig Übung leicht zu meistern, er wirkt belebend und ist völlig harmlos. Man braucht keine Hilfsmittel und kann ihn überall machen, wo man sich gerade befindet, unter der Dusche, beim Spazierengehen, um Zug… Da man sich mit dem schnellen, rhythmischen Schnaufen (zwei bis dreimal pro Sekunde) etwas auffällig macht, möchte man sich vielleicht ein unbeobachtetes Eckchen dazu aussuchen. Aber das ist ein kleiner Preis.
    Anleitungen zum Feueratem finden sich viele im Netz, z.B. bei YouTube, aber wer nicht zurechtkommt darf mich gerne fragen.
    Viel Erfolg und herzliche Grüße,
    Marc

    • SebastianSebastian sagt:

      Dank dir für deine Tipps, Marc. Auch wenn die Ursache für Migräne und Flimmerskotom nicht abschließend geklärt ist, so hoffe ich, dass nicht eine Durchblutungsstörung im Gehirn dafür verantwortlich ist. Das würde ja bedeuten, dass man jedesmal eine TIA (transitorisch ischämische Attacke) hätte. Und wenn diese nicht von selbst wieder aufgelöst würde, so spricht man von einem Schlaganfall.

      Wenn dem so wäre, so würde jeder Betroffene eine Dauermedikation (Blutverdünner) verordnet bekommen. Daher gehe ich auch nicht davon aus und soweit ich weiß, die Mediziner auch nicht. 😉

      Dennoch ist Entspannung ganz sicher hilfreich. Meiner Erfahrung nach kommt das Flimmerskotom verstärkt in Phasen, in denen man großen Stress hat oder kurz nach einer stressigen Phase. Von daher macht Entspannung immer Sinn. Diesen Feueratem werde ich beim nächsten Mal jedenfalls ausprobieren. Danke für den Tipp!!!

      Beste Grüße.

      Sebastian

    • AvatarMarc Steinmetz sagt:

      Erzählst Du uns dann hier von Deinen Erfahrungen, Sebastian? Ich bin neugierig, ob das auch bei anderen funktioniert. In meinem Umfeld weiß ich von niemanden, der vom Flimmerskotom betroffen ist.
      Herzlich,
      Marc

    • SebastianSebastian sagt:

      Das werde ich tun, wobei ich nicht hoffe, dass ich sobald Migräne bekomme, wobei ich das Ganze gerade schon einmal probiert habe und mich das ein wenig ans Hyperventilieren erinnert. 😉 Ist einfach ungewohnt.

    • AvatarMarc Steinmetz sagt:

      Wenn Du es richtig machst, ist Feueratem zu flach, um zu hyperventilieren. Kurze, flache, schnelle Atemzüge durch die Nase, dann liegst Du richtig. Es soll sich leicht anfühlen. Die bei Anfängern eher untrainierte Bauchmuskulatur verkrampft leicht, denn das ist eine ungewohnte Bewegung. Wenn das passiert, nimmst Du ein paar normale, tiefe Atemzüge und lässt den Bauch sich entspannen, bevor Du wieder tief einatmest und von neuem beginnst.

      Nebenbei: mit Feueratem kann man sich auch entweder gezielt beleben, indem man mit dem Finger das linke Nasenloch verschließt und ein paar Minuten nur durchs rechte atmet, oder man kann sich umgekehrt – z.B. vor Prüfungen – beruhigen, indem man durchs linke Nasenloch atmet.

  15. AvatarAnne Voigt sagt:

    Hallo 🙂

    Ich habe Migräne und dieses Flimmerskotom schon seit meinem 5. Lebensjahr und hab ebenfalls immer wieder Angst gehabt vor Blindheit. Als Kind konnte ich schwer beschreiben, was ich sehe oder wie ich diese Sehstörungen sehe. MRT wurde alles gemacht und war nichts.. Aber selbst zwanzig Jahre nach Beginn, hab ich auch noch Angst, wenn es Auftritt.. Man denkt, ob es wirklich Migräne ist oder vielleicht doch ein Schlaganfall oder Augenerkrankungen. Es ist schön, zu wissen, dass es allen hier so geht. Das einzige was mich eigentlich sicher macht, dass es Migräne ist: Ich bekomme nach Beginn der Sehstörung immer Schüttelfrost. Aber trotzdem ist es unangenehm und ich hatte auch schon das Problem mit zwei mal hintereinander auftreten…Ein Augen vorbei, geht das andere los.. Oder länger anhaltend als 40 min. Ich frage mich, ob wir das ein lebenslang ertragen müssen????
    LG Anne

  16. AvatarERika Orth sagt:

    Ich habe seit Jahrzehnten entweder mehrere Male im Monat oder auch weniger dieses Flimmerskotom. Es fängt mit einer kleinen gleißenden Stelle in meinem Gesichtsfeld an und beginnt sich dann allmählich mit Zacken, Wellen und teilweise wildem Durcheinander von einer Seite auf die andere Seite meines Gesichtsfeldes auszuweiten. Der Spaß dauert ca. 20 – 30 min. Anfangs habe im Büro mein Zimmer verdunkelt und Beine hochgelegt, viel getrunken und mich solange ruhig verhalten, bis alles vorüber war. Mittlerweile lass ich mich nicht mehr durch Ängste unterkriegen. Ich sehe zwar kaum noch etwas, mach aber genauso weiter (ob zu Hause oder im Büro) als ob ich kein Flimmerskotom hätte. Die Zeit der Aura verfliegt dann ziemlich schnell. Da ich weiß, dass kein Infarkt droht, stehe ich meinem Flimmerskotom mittlerweile relativ gelassen gegenüber und mich damit sehr gut arrangiert. Liebe Mitbetroffenen, lasst den Kopf nicht hängen ! Das Leben ist schön :-). Liebe Grüße Erika

    • SebastianSebastian sagt:

      Vielen Dank für Deinen mutmachenden Kommentar! Schön, dass Du Dich nicht (mehr) vom Flimmerskotom unterkriegen lässt.

  17. AvatarThomas Weber sagt:

    Seit ca 10 Jahren bin ich immer wieder von Flimmerskotomen betroffen. Zum ersten Mal trat das Flimmern beim Radfahren auf. Ich muss dazu sagen, dass die zurückgelegten Strecken meiner Radtouren des Öfteren zwischen 120 – 180 km am Tag betrugen! Ich war deswegen zunächst besorgt, meine Hausärztin konnte mich aber beruhigen, dass mit diesen Aktionen kein erhöhtes Schlaganfallrisiko einhergeht.
    Die Dauer der Skotome stimmt in etwa mit den oben beschriebenen überein. Allerdings glaube ich festgestellt zu haben, dass mir gerade auf den langen Touren mit dem Rad zuckerhaltige Limonade (Coca-Cola) geholfen hat, den Zeitraum des Flimmern zu verkürzen!
    Andere körperliche Beeinträchtigungen wie Migräne, seltsames Körpergefühl, Kopfschmerzen etc sind bei mir kein Thema.
    Im Moment – ich komme aus beruflichen Gründen kaum noch zum Rad fahren (leider ?) – treten die Skotome nur selten auf!

  18. AvatarBobo sagt:

    Ich habe diese Phänomen, also dieses Flimmern vor Augen für ca. 30 min, das erste mal vor ca. 4 Jahren auf der Arbeit gehabt und mich furchtbar erschrocken. Mein damaliger Heilpraktiker sprach direkt von Schlaganfallgefahr, Netzhautablösung, und so bin ich erst mal panisch zu allen möglichen Ärzten gerannt. Es hieß dann immer, nö alles ok, dann haben sie wohl Migräne. Dabei habe ich immer darauf hingewiesen, dass das nicht zwingend in Zusammenhang mit verstärkten Kopfschmerzen einhergeht. Kopfschmerzen habe ich seit über acht Jahren sowieso, wäre das dauernd Migräne, wäre ich wohl schon tot.
    Heute erst (hatte nach ca. 2 Monaten heute wieder ein Flimmern) habe ich übers Suchen im Internet diese Seite gefunden, die das so exakt beschreibt, ich hätte es nicht besser machen können 😉
    Irgendwie ist es ja immer beruhigend, wenn man einen Namen für das Kind hat und weiß, dass man damit nicht alleine ist.
    Mit Panik oder Ängsten habe ich nicht zu kämpfen, auch bilde ich mir immer ein nicht übermäßig unter Stress zu stehen. Aber vielleicht sollte ich da doch mehr in mich hineinhören.
    Ich habe eigentlich auch keine Angst vor diesem Flimmern, da ich es ja nun schon eine Weile immer wieder habe und eben nichts Schlimmeres passiert ist. Aber es nervt eben gewaltig. Ich werde mir noch mehr Beiträge hier durchlesen und sehen, wie ich die Tipps umsetzten kann und ob sie helfen.
    Ich selber habe vor einiger Zeit so eine Übung zur Entspannung für die Augen von einer Physiotherapeutin bekommen: mit je 2 Fingern leicht die Augen in die Hölen drücken. Ein paar mal ganz sanft. Dann die Augäpfel mit den Fingern umfassen und leicht nach rechts und links schieben und einmal kreisen. Das hat eben ziemlich schnell geholfen. Beim nächsten mal probier ich, ob es wieder so gut klappt.
    Ich wünsche allen Flimmis einen schönen Tag 😉

  19. AvatarMella sagt:

    Hallo,ich bin 32Jahre alt und leide seit meinem 14Lj unter Panikattacken und Migräne,seit 3 Jahren an Migräne mit Aura!Ich hatte vor ca.3 Wochen einen Aura Anfall und dieses Gefühl kurz vor der Sehstörung das mein linker Arm nicht zu mir gehören würde,seit dem habe ich dieses Gefühl immer wenn ich Stress bekomme vom Kopf bis ins Bein,als wäre dir linke Seite nicht meine.Ich bin schwanger und deswegen wird kein MRT oder CT gemacht!Wie will denn dann mein Hausarzt ausschließen das ich nicht doch etwas schlimmeres habe?und ist es denn normal das dieses nicht zu mir gehören Gefühl so lange andauern kann nach einer Aura?das hatte ich noch nie so lange.Oder liegt es daran das ich vlt.indirekt auf den nächsten Anfall warte?habe auch extreme Angst vor einem Schlaganfall!
    Lg Mella

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Mella,

      ich kenne ähnliche Phänomene auch. Manchmal fühlen sich kurz vor dem Flimmerskotom beispielsweise meine Hände fremd an oder ich kann meine Gedanken nicht fixieren. Das Flimmerskotom selbst ist das manchmal sogar eine Erleichterung, weil es mir zeigt, was los ist.

      Es ist natürlich schwer zu sagen, ob es “normal” ist, dass diese Gefühl so lange anhält. Auf der anderen Seite ist auch unsere Psyche in der Lage, solche Symptome hervorzurufen. Wenn Du Panikattacken hast, bist auch Du vermutlich sehr sensibel.

      Die Frage stellt sich immer, was man alles untersuchen sollte? Wie ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis (Auch wenn Du nicht schwanger wärst)?

      Übrigens ist mir als Laie nicht bekannt, dass ein MRT des Kopfes bei einer Schwangerschaft schädlich wäre. Dabei handelt es sich ja anders als bei einem CT nicht um radioaktive Strahlung…

      Beste Grüße.

      Sebastian

    • AvatarMella sagt:

      Hallo,Danke für deine Antwort!
      Ich war gestern in der Notaufnahme weil ich wieder einen Aura Anfall hatte,mich hat eine Neurologin untersucht,und einen Schlaganfall ausgeschlossen,sie sagte mir aber auch das sie nicht wisse wo diese Gefühlsstörung herkommt,und das man bei einer Schwangerschaft ein MRT machen lassen könnte und das sie dies nochmal mit dem Oberarzt absprechen wolle…nach einer Weile kam sie dann wieder und sagte mir das kein MRT gemacht wird weil ich ja die Symptome schon kenne und sie jedes mal gleich sind und sie mich auch entlassen würdenit dem Verdacht auf Migräne mit Aura.Im Endeffekt bin ich genauso schlau wie vorher!Woher wollen die denn zb wissen das der alte “Auraanfall” vor 2 Wochen nicht doch ein Schlaganfall war,wenn sie kein MRT machen?!Sie hat haufen Tests mit mir gemacht,es war alles io auch mein Blutbild und EKG.Was ich ganz schlimm fand war das eine KrankenSchwester zu mir sagte: “Das ist definitiv nicht normal,das ist meistens ein Vorbote eines Schlaganfalls” bam das hatte gleich gesessen!Denkst du,sie hätten nach 2 Wochen noch einen Schlaganfall ohne MRT erkannt?Es ist einfach furchtbar unter so einer Angst zu leiden.
      Lg Mella

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Mella,

      in Sachen Migräne tappt man ja immer noch im Dunkeln. Ich habe einmal gelesen, dass sich manche Leute im Vorfeld gar nicht mehr bewegen können und quasi wie gelähmt sind. Auch das geht dann wieder vorbei.

      Man sollte davon ausgehen können, dass Dich die Ärzte eingehender untersucht hätten, wenn sie das für erforderlich gehalten hätten. Die Frage bleibt ja auch, inwieweit ein MRT überhaupt Aufschluss darüber gegeben hätte, dass das ein Schlaganfall gewesen ist. Ich glaube nicht, dass das einer war, aber was wäre die Folge? Was würde man nun tun wollen?

      Risikofaktoren mindern, also Blutverdünner verabreichen und auf eine gesunde Lebensweise achten (das solltest Du ohnehin tun)? Und ganz ehrlich: Ich würde mich nicht von den Worten der Krankenschwester verunsichern lassen. Was weiß sie schon?

      Du könntest natürlich auf ein MRT pochen, wenn Dich das verrückt macht…

    • AvatarMella sagt:

      Das Problem ist halt meine extreme Angst bei einem Aura Anfall und ich denke auch langsam das ich ein Hypochonder bin,bei jedem Symptom das bei einem Anfall auftritt fange ich wenn es mir besser geht sofort an zu Googlen und dann werde ich extrem panisch!Ganz schlimm ist es seit dem ich Schwanger bin.Aber vlt ist es ja auch wirklich so wie du sagst das die Psyche wirklich extreme Sachen zeigen kann,und ich mich schon so verrückt mache das ich ständig das Gefühl habe die Seite nicht mehr wahr zu nehmen.Zum Glück bin ich in psychologischer Behandlung,denn so kann es ja nicht weiter gehen.Aber ich hoffe und denke ja auch das sie mich bei einem extremen Verdacht noch gründlicher Untersucht hätten.
      Lg Mella

    • SebastianSebastian sagt:

      Lass dieses Googeln sein. Das macht Dich nur wahnsinnig, denn Du findest für jedes Symptom IMMER eine mögliche schlimme Ursache und das führt zu noch mehr Angst. Diese Internetrecherchen werden Dich nie beruhigen. Daher solltest Du das wirklich sein lassen.

    • AvatarMella sagt:

      Hallo Sebastian,
      ja da hast du definitiv Recht das muss ich wirklich sein lassen!Habe für heute zum Glück noch einen Termin bei meiner Psychologin bekommen,bei der werde ich heute mal darüber sprechen.Mein Problem ist halt das kein MRT gemacht wurde und das macht mich wahnsinnig,denn somit frage ich mich immer wieder,wie die Ärztin dann ausschließen will das ich nicht doch eine TIA oder einen richtigen Schlaganfall hatte.
      Lg Mella

  20. AvatarSa sagt:

    Hallo Sebastian, trat bei dir das Flimmerskotom auch einseitig auf? Das ist es, was mir große Angst macht.Ich lasse es bald ärztlich abklären, aber die Angst vor einem SChlaganfall sitzt tief.

    • SebastianSebastian sagt:

      Das Flimmerskotom tritt bei mir auf beiden Seiten auf. Allerdings habe ich schon häufiger gehört, dass es einseitig auftritt. Berichte gerne einmal, was der Arzt gesagt hat…

  21. Avatarkarin sagt:

    grüß euch , seit meinem 37. Lebensjahr kenne ich dieses Flimmerskotom, den grellen goldenen Zacken, der über mein Gesichtsfeld wandert–mal mehr, mal weniger….gestern traf es mich wieder, klar war viel im Netz….und lese auch viel…heute Kopfschmerzen leichterer Art. ich glaube auch, dass das wetter nicht unschuldig ist. Ich nehme schon Betablocker und Citalopram gegen meine Angststörung. Das Flimmerskotom ohne Migräne ist eines von drei Leitsymptomen, die schon seit vielen Jahren in größeren Abständen auftreten: Schwankschwindel, kurz, dann Herzrasen aus heiterem Himmel, das in die Kategorie des gutartigen herzrasens gehört( mein Arzt konnte es per EKG 4 x aufnehmen)und eben dieses Flimmerskotom–es beginnt damit, dass ich Buchstaben nicht mehr lesen kann, dann kommt langsam der Zacken und es dauert so 20-30 Minuten, bis er meine Augen verlässt. Es ist immer ein Zacken, der durchwandert.
    Ich nehme seit einigen Jahren Lutein dagegen, aber leider hatte ich es nun innerhalb 14 tagen schon 2 mal, davor mindestens ein Jahr nicht…ich schwitze auch in wellen
    Ich bin inzwischen 62 und eigentlich ist der stress nach meiner Pensionierung wegen burn-out inzwischen weggefallen . Ich rauche nicht, trinke keinerlei Alc und bin aber auch keine Sportlerin. Und mit der Angst dank Citalo geht es mir normal. Ich kann wieder alles.

  22. AvatarDv sagt:

    Willkommen im Club! Habe einen sehr stressigen und verantwortungsvollen Job, der leider sehr viel Nachdenken erfordert. Auch ich hochsensibel, mache mir (zu) viele Gedanken, in der Nähe der Angst. Das kann ich im Job gut nutzen, habe die Veranlagung so gesehen sehr gut im Griff. Bis auf die Wochen, die unbemerkt zu heftig werden. Das Ergebnis: Ein Flimmerskotom. Den Tip mit Aspirin kenne ich auch. Dazu MCP-Tabletten, falls der Magen reagiert. Noch nicht probiert. Ich nehme zu Beginn oder wenn ich merke, dass es losgehen könnte 5 Tropfen Migräne Hevert. Das löst die Verspannungen und verkürzt die Aura erheblich. Auch das Fremdheitsgefühl verzieht sich relativ schnell. Dennoch die Sehnsucht nach einem einfacheren Leben. Ob es helfen würde? Keine Ahnung.

  23. AvatarDina sagt:

    Danke für diese Seite. Das erste Mal hatte ich mit dem Flimmerskotom vor ungefähr 8 Jahren zu tun. Der Besuch beim Augenarzt brachte nur hervor das es sich um eine Aura handelte. Seit mehr als 15 Jahren leide ich unter Spannungskopfschmerzen mit Tendenzen zu Migräne. Der Hormonspiegel spielte da mitunter auch immer eine Rolle. Seit 2 Jahren nehme ich eine Pille mit natürlichem Gestagen und um die Kopfschmerzen in der Pause zu vermeiden riet mir meine Frauenärztin sie durchgehend zu nehmen. Das hatte zur Folge das die Kopfschmerzen weniger wurde aber das Flimmerskotom nun in unregelmässigen Abständen auftritt. Nachdem es heute beide Augen betroffen hat werde ich wohl nochmal zum Arzt müssen. Ich nehme u.a. auch Betablocker und konnte heute zumindest feststellen das ich nach dem Genuss von Kaffee etwas zittrig war. Außerdem hab ich außer einem Haferdrink noch nichts gefrühstückt und konnte feststellend das das Skotom schneller verschwand als ich mich über meine Schüssel mit Apfel/Reis hermachte. Kopfweh hatte ich gestern und jetzt nach dem Flimmerskotom fühlt sich meine rechte Kopfseite auch komisch an. Ich befürchte die Verlagerung von den Kopfschmerzen in Richtung Augenmigräne aufgrund der Pilleneinnahme. Stress und Co. hab ich ohnehin und japp ich werde mir was überlegen müssen. Progressive Muskelentspannung könnte ich glatt mal wieder machen. Hab ich eine CD zuhause. Panik macht mir das Flimmerskotom immer ein wenig und ich spüre das durch den nervösen Darm Auch befürchte ich das Nackenversspannungen begünstigend sind für das Flimmerskotom. Muss mich doch mal aufraffen und ein paar Ärzte aufsuchen. Ruhe versuch ich immer zu bewahren und warte bis der Spuk vorbei ist. Heute dauerte es 25 Min. .. das letzte mal 15. Unangenehm und beängstigend bleibt es.

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Dina,
      es ist müßig, herausfinden zu wollen, weshalb es zum Flimmerskotom bzw. Migräne kommt.
      Ich glaube nicht, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Nackenverspannungen und Migräne gibt. Allerdings kann beides durch Stress begünstigt werden. Von daher sind Maßnahmen zur Stressreduzierung bzw. einem anderen Umgang mit Stress sicher hilfreich.

      Früher hatte ich jedoch auch ständig mit Spannungskopfschmerzen zu tun. Ausgehend von den Schulterblättern sind die Verspannungen den Nacken “hochgekrochen” und haben zu üblen Kopfschmerzen geführt. Ich war etliche Male bei der Physiotherapie und habe auch Massagen verschrieben bekommen. Das alles half jedoch nur kurzfristig.

      Das Einzige, was wirklich hilft, ist Sport. Ich gehe zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio und habe diese Spannungskopfschmerzen seit Jahren nicht mehr gehabt. Deshalb rate ich Dir, Deine Rücken- und Nackenmuskulatur durch entsprechendes Training aufzubauen. Das wirkt (zumindest bei mir) Wunder.

      Das Flimmerskotom betrifft bei mir immer beide Augen. Ich kann gut verstehen, dass Dir das Ganze Angst macht. Viele Menschen bekommen dabei sogar Panikattacken. Ich kann mittlerweile ganz gut damit umgehen, indem ich die Migräne als Hinweis meines Körpers ansehe, mal langsam zu machen. Vielleicht hilft dieser Gedanke auch Dir. Denn ganz ehrlich: Die Ärzte tappen in dieser Hinsicht noch immer sehr im Dunkeln.

      Beste Grüße.

      Sebastian

  24. AvatarFuwaChu sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ich hatte zu zum ersten Mal (bin 26) auf der Arbeit. Ich war sehr beunruhigt, der Spuk war aber nach einer Viertel Stunde vorrüber. Danach hatte ich einen tierischen Brummschäde, der allerdings auch schon vorbei ist. Meine Kollegin hat dies auch oft, und meinte ich soll mich beruhigen, was allerdings schwer war. Ich hab während des Anfalls weiter gearbeitet und nicht ausgeruht, erst zu meiner Pause…

    Es begann erst als nur ein kleiner Punkt im Gesicht meiner Kollegin nicht sehen konnte, dachte halt, gut, ich hab bestimmt ins Licht geschaut. Dann begann dieses Flimmern auf meinem rechten Auge, was sich allerdings nur auf ein “Bogen” beschränkte. Es ließ nach einer Weile nach, bös am oberen Augenrand ein kleiner Schatten zu sehen war, es aber auch verschwand, war aber panisch, weil ich es wie erwähnt nicht kannte. :/

    Ich arbeite als Bäckereifachverkäuferin und dieser Beruf ist mit viel Stress verbunden. Zu dem nehme ich nebenbei Fahrstunden und habe viele Überstunden. Kurz gesagt, bin kaum zu Hause. Bin seit 9 unterwegs gewesen, aß nix und trank kaum was. Ich dachte dass ich es packe, aber das war wohl glaub ein Zeichen das ich etwas kürzer treten muss, was in meinem Berufsfeld leider schwer ist. Auf jeden Fall will ich es nicht nochmal erleben, denn es war sehr unangenehm :/

    • SebastianSebastian sagt:

      Es ist verständlich, dass dieses Flimmerskotom Angst macht. Allerdings spielt es auch eine Rolle, wie man damit umgeht. Es ist wesentlich zielführender, gelassener zu bleiben, als dieses Flimmern als bedrohlich zu bewerten.
      Ich kenne mittlerweile einige Leute, die mit Migräne zu tun haben und dieses Flimmerskotom überhaupt nicht als so schlimm empfinden. Kommt aber wohl auch darauf an, wie stark die danach einsetzende Migräne ausgeprägt ist.

      Ach ja, Stress ist sicher einer der häufigsten Auslöser für Migräne. Die Bedeutung von Entspannung und regelmäßigen Pausen sollte man nicht unterschätzen. Dabei kann ich nur die progressive Muskelentspannung empfehlen.

      Beste Grüße.

      Sebastian

  25. AvatarDerGraf sagt:

    Hallo zusammen! Auch ich bin so froh, diese Seite – als mit Flimmerskotom lebender Mensch – gefunden zu haben.

    Ein-zweimal im Jahr wiederholt sich das: Flimmern zuerst am Rand des Gesichtsfeldes eines Auges, dann auch am anderen Auge, verbunden mit Sehausfällen. Diese Sehausfälle beobachtete ich ausschliesslich früh morgens, beim Lesen scheinen dann einzelne Buchstaben nicht da zu sein. Ich mach’ dann exta langsam, trinke Etwas, lege mich für eine Weile hin, schliesse die Augen und versuche, an nichts zu denken. Nach 20 Minuten ist der “Spuk” vorbei.

    Heute morgen verlief mein Flimmern anders, ich “sah” eine flimmernde, farblose, dünne Zackenlinie am linken “Bildrand”, die insgesamt die Form eines offenen Dreiecks zeigte. Dieser “Zackenwinkel” war auf beiden Augen exakt gleich. Ich legte mich etwas hin, nach fünf Minuten wurden Teile der Zackenlinie farbig.

    Interessant dabei die Art der Farben: es waren jeweils immer einzelne “Strecken” der Zackenlinie farbig, und es kamen ausschliesslich die Farben rot, grün oder blau vor. Also z.B. eine Zickzacklinie aus verbundenen Teilstücken in rot-rot-grün-rot-blau-rot etc. Die Farben und die Form der Zuckzacklinie änderte sich im Verlauf, war aber auf beiden Augen immer exakt gleich. Das mit den drei Farben fiel mir sofort auf, weil mir als Grafiker diese Farben als Elementarfarben der additiven Farbmischung (RGB-Farbmodell) bekannt sind, auch sind die Zäpfchen auf der menschlichen Netzhaut ausschliesslich auf rot, grün oder blau sensibel.

    Und auch diesesmal war’s nach 20 Minuten vorbei.

    Vielleicht noch etwas zur Historie: das erste mal flimmerte es bei mir im Alter von ca 25 Jahren währen des Autofahrens und ich dachte: “jetzt ists vorbei”. Jahre später das gleiche wieder, seit ca 10 Jahren unregelmässig 1-2x jährlich. Meist, aber nicht ausschliesslich, wenn ich mich gestresst fühle. Inzwischen bin ich 48, (immer schon) Nichtraucher, Freizeitsportler und defakto Nichttrinker (auch schon immer).

    LG 🙂

  26. AvatarTetraden sagt:

    Ich bin Ausdauersportler. Radrennfahrer, um genau zu sein. Und ich würde gerne meine Meinung zum Thema Ausdauersport zur Vorsorge äußern.
    Bei mir ist es auch so, dass ich schwer mit Reizüberflutungen zurechtkomme (nicht abschalten kann). Manchmal macht mich auf dem Rad oder so in der Stadt der normale Verkehrslärm schon Wahnsinnig.
    Wenn jetzt, wie im Moment, die Rennrad Saison voll im Gange ist, dass habe ich keinerlei Probleme mit Flimmerskoten und den darauf folgenden Kopfschmerzen. Obwohl ich 4 mal die Woche trainiere und dabei Straßenlärm und Erschöpfung ausgesetzt bin.
    Im Winter allerdings, wenn ich nur etwas Kraftsport mache und sonst nichts, habe ich in 2-3 Wochenabständen Flimmerskoten. Grässlich.
    Mittlerweile weiß ich auch, woran das liegt. Undzwar bin ich im Winter, wenn ich “rum sitze”, immer mit den Gedanken bei irgendwelchen Projekten oder Vorhaben oder sonstwas und die Gedanken kreisen um allen möglichen Mist.
    Wenn ich aber eine Trainingseinheit fahre (bei mir bedeutet das 2-4 Stunden), dann bin ich mit genau zwei Dingen beschäftigt. Auf den Verkehr aufpassen und meine Körperfunktionen überprüfen. Und das verlangt Aufmerksamkeit, ist aber nicht Stressig per se.
    Meist ist es so, dass ich die ersten 20-30 Minuten noch irgendwas grübele und danach setzt Langeweile ein. Es ist so pappenlangweilig, dass ich Windräder zähle oder blöde Rechenübungen mache, deren Ergebnisse ich danach auf den Radcomputern kontrollieren kann.
    Aber genau das ist für mich der einzige Weg, die Leere Schublade mit dem Sieb als Boden, zu öffnen.

    Grüße

    • SebastianSebastian sagt:

      Flimmerskotom und Migräne haben viel mit Stress zu tun. Und wie Du schön beschreibst, kannst Du beim Radfahren sehr schön die Seele baumeln lassen. Ein Ausgleich zur Arbeit etc. ist sicher hilfreich. Da stimme ich Dir zu und vielen Dank, dass Du uns hast an Deinen Erfahrungen teilhaben lassen.

  27. AvatarCaro sagt:

    DANKE!! Das ist ja genau das was ich erlebt habe. Seit 1994 habe ich 2-3 mal im Jahr für ca.20-30 Minuten so ein Flimmerskotom und danach einen Brummschädel für ca. 24 Stunden. Ja und genau was der Autor beschreibt man fühlt sich gerädert. Krank, kaputt,ich weiß nicht. Bei mir ist es blöderweise so, dass ich es immer nur in Zeiten bekam wenn ich die Pille nahm. Das weiß ich heut….damals dachte ich Sehstörungen….Augenarzt. Also beschrieb ich es der AÄ und mein großes Glück war, dass die AÄ sehr erfahren damit war. Sie sagte sofort Migräne mit Aura. Ich konnte es nicht glauben, kannte Migräne von anderen nur mit bohrenden Kopfschmerzen und Übelkeit, Erbrechen die ganze Palette…Und meine Sehstörungen mit anschließendem Brummschädel und gerädertem Gefühl sollte Migräne sein? Erst glaubte ich das nicht und dachte ich sei schwer krank, Hirntumor usw….:-( Ich las dann viele Bücher über Migräne mit Aura und fand mich dort wieder….Seither hab ich keine Angst mehr und von meiner Ärztin bekam ich den Rat den ich hier gern weitergebe, weil er mir half. Beim Beginn des Skotoms sofort 2 Aspirin Migräne in wasser aufgelöst trinken, wenn möglich hinlegen in abgedunkeltem Raum. Die Skotome dauern trotzdem 20-30 Minuten aber danach geht es einem schlagartig besser. Auch ich setze mich immer sehr unter Druck konnte immer schlecht abschalten, bin sehr aufmerksam und sensibel. Mache mir viel zu viele Gedanken und vor einem Jahr sollte ich mich wegen einer vermuteten Angststörung in Behandlung begeben. Hängt irgendwie alles zusammen. Euch allen gute Besserung!

  28. AvatarVoigt sagt:

    Habe mein Flimmerskotom selber medikamentiert, und ein Mittel eingenommen, was man eigentlich bei Hörsturz verabreicht.
    Nun hoffe ich, daß kein Fehler gemacht wurde. Doch ich denke, daß mir dieses Medikament helfen könnte, da es gegen arterielle Durchblutungsstörungen eingesetzt wird.

  29. AvatarUschi sagt:

    Hallo zusammen,

    als mich das erste Mal dieses Flimmerskotom auf der Arbeit überfallen hat, dachte ich: Jetzt haben sie dich, nun ist es endgültig vorbei… Mein Gesichtsfeld hatte sich so dermaßen eingeschränkt, daß ich quasi einen riesigen schwarz-weiß karierten Ballon direkt vor mir hatte und ich konnte lediglich nur noch an den Rändern etwas sehen. Dazu dieses “körperlose” Gefühl, Übelkeit, Schwäche und ein schrillen Ton im Ohr. Meine Arbeitskollegin hat mich sofort zu meiner Ärztin gefahren, habe dort 3 Std rumgelegen, aber sie konnte mir nicht helfen. Sie sagte mir, daß es eine Migräneart gibt, die sich mit diesen Symtomen äussert. Allerdings habe ich mit Migräne nichts zu tun. Nach diesen 3 Std fühlte ich mich wieder einigermaßen wohl und bin dann gegangen. Von da ab überfiel mich das Flimmerskotom regelmäßig und nach meinen Erfahrungen hängt es überwiegend mit stressigen Situationen zusammen. Habe nun eine Art Selbsthilfe entwickelt: Ich ziehe mich aus der stressigen Situation raus und mache Atemübungen, die mir gut tun. Wie Sebastian beschreibt: 2 Sekunden ein- und 3 Sekunden ausatmen. Das Zeitlimit für Ein- und Ausatmen ist eigentlich egal, das muss sowieso jeder für sich herausfinden. Dabei versuchen alle Gedanken aus dem Hirn zu verbannen und sich nur auf die Atmung konzentrieren und versuchen das Flimmerskotom “auszuatmen”. Habe dies jedesmal angewandt und festgestellt, daß ich das Flimmerskotom immer besser kontrollieren konnte. Es ist immer noch eine unangenehme Erfahrung, doch wenn man die Kontrolle zurück erlangt werden letztendlich die Anfälle immer schwächer und man verliert die Angst davor.

    Drücke euch allen die Daumen und viele liebe Grüsse:-)
    Uschi

  1. 5. Mai 2017

    […] Damit ist das Risiko für Menschen, die an Migräne leiden extrem erhöht. Die Tatsache, dass das Risiko für Migräniker erhöht ist, überrascht mich keineswegs. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen Migräne und einer Angststörung gibt. Nicht ohne Grund ist mein Beitrag über Migräne und das Flimmerskotom einer der am meisten gelesenen Artikel. Du findest ihn hier. […]

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