Spirituelle Sichtweise psychischer Erkrankungen – Teil II

Im zweiten Teil des Gastartikels von Julia, geht es darum, was man im alltäglichen leben sonst noch tun kann, um einer Heilung der Ängste zu unterstützen. Hier gibt sie wirklich gute Tipps, die nicht nur dabei helfen können, seine psychische Erkrankung loszuwerden, sondern auch allgemein dazu beitragen können, ein zufriedeners Leben zu führen. Aber lies selbst!

Julias Bericht – Teil II

Für mich bedeutet Angst (in unserem Fall: Angst vor Krankheiten, die zum frühzeitigen Tode führen) immer einen Mangel an (Ur-)vertrauen. Dieser Mangel an Vertrauen ist wiederum in mangelnder Selbstliebe begründet. Die eigentliche Frage lautet nun also, wie kann man seine Selbstliebe stärken (damit einhergehend wird auch das Vertrauen in sich, auch in die eigene Gesundheit gestärkt)?

Selbstliebe stärken

Meines Erachtens kann die SELBSTLIEBE gestärkt werden durch

  • seine Gefühle/Ängste erstmal ANNEHMEN, und akzeptieren, dass sie jetzt da sind. denn alle (Angst)gefühle möchten auch einfach nur akzeptiert und “geliebt” werden, sonst würden sie sich ja nicht ständig bemerkbar machen. Das heißt, die Angst nicht wegschieben, sondern sie zulassen (ist sehr schwer, ich weiß!!! Bei einer Angstattacke hilft mir als Notfallmaßnahme, um die Angst zuzulassen, oft das Atmen, einfach ein- und ausatmen, die Panik rausatmen.

Auch die senkrechte/vertikale Atmung ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen: Man atmet den Strom der Energie aus Gott, der Quelle, durch das Kronenchakra ein, und atmet diesen Strom durch seine Chakren hindurch und dann beim Wurzelchakra wieder hinaus, in die Erde, von wo aus sich der Strom mit ALlem-was-ist verbindet und zurück zur Quelle fließt, von der Quelle wieder zurück in unser Kronenchakra.

Auf diese Weise zu atmen bedeutet mehr Energie aufzunehmen und mehr mit seinem Höheren Selbst verbunden zu sein.) Meiner Meinung nach kann man nichts auflösen, was man nicht zuvor wirklich in LIEBE angenommen haben. Also atmen wir mit den Angstgefühlen, ohne sie zu bewerten, senkrecht hoch und tief und betrachten es so, als wäre das Gefühl ein lange vermisstes Kind, das endlich nach Hause zurückgekehrt ist.

Alle Gefühle sind nichts anderes als verlorene Teile unserer Seele, die so schnell wie möglich wieder mit uns verschmelzen wollen. Nehmen wir sie in Liebe an und atmen also mit ihnen in unserem Herzen hoch und tief. Das ist sehr leicht gesagt, dass man die Ängste mögen/annehmen soll – ich weiß!!!

Ich bin auch erst am Üben, aber die Vorstellung eines vermissten kindes, das wieder heimkehrt, macht es mir leichter, die Angst zu mögen. Ich bette das kleine Kind dann gedanklich in mein Herz (wenn es mir gelingt, in der Panik daran zu denken) und stelle mir vor, dass es dort von Engeln umgeben ist und sich endlich wohl und geborgen fühlt. Wenn wir die Angst dann angenommen haben (also einen Teil davon), dann muss sich DIESER Teil auch nicht mehr zeigen – dann zeigen sich andere Angstteile, bis auch diese alle angenommen sind.

(Es ist in jedem Fall richtig, die Angst anzunehmen und das ist in der Tat nicht einfach. Man möchte sie nicht haben, will so ängstlich nicht sein, hasst sich vielleicht dafür. Wenn man sich vorstellt, dass die Angst wirklich nur ein Anhaltspunkt dafür ist, dass man sich nicht auf dem richtigen Weg befindet, dass man eigentlich etwas grundlegend ändern muss…so kann man die Angst vielleicht nicht als Gegner betrachten…Wenn einem dabei die Vorstellung mit dem Kind hilft, ist das in Ordnung.)

  • sich selbst GUTES tun und die angstfreien Tage/Stunden zu GENIESSEN. Ich gönne mir zB regelmäßig eine Ayurvedische Ölmassage – herrlich! Man kann sich selbst einfach eine Freude machen, indem man das tut, worauf man gerade wirklich lust hat (faul im Bett liegen, fernsehen, spazieren gehen, schokolade essen, freunde treffen, ein gutes buch lesen, ein gutes bad nehmen, singen, malen, etc. einfach mal NICHTS tun) – und nicht das tun, was gerade von einem erwartet wird oder was man jetzt tun müsste (zB Bad putzen, bügeln etc.;-)). Nutzen wir die angstfreien Momente, um uns mit Kraft vollzutanken, indem wir uns was gönnen!

(guter Tipp, den ich auch einmal mehr beherzigen sollte! 😉

  • seine Talente und Fähigkeiten entdecken, und seine Lebenskraft dadurch auszudrücken (ich habe  gelesen, dass Hypochondrie auch dadurch begründet sein kann, dass man jemand anderem zuliebe das Ausleben seiner ganzen KRAFT unterdrückt und verwendet die Hypchondrie (die ja mit ihren Ängsten viel Energie abaut) zum Abfackeln der ungelebten Kraft). Feststellen, dass man gut in dem ist was man tut, bzw. dass es einem Freude macht. Dies stärkt wiederum das Selbstvertrauen!
  • sich selbst akzeptieren und mit seinen “Fehlern” annehmen: (sehr wichtiger Punkt) Hypochondrie hat auch einerseits mit Angst vor anderen Menschen zu tun, man zieht sich immer wieder in die Beschäftigung mit sich selbst zurück und ist für andere nicht wirklich zugänglich. Weiters ist in ihr sehr viel Aggression verpackt – sowohl gegen andere als auch gegen sich selbst. Eine geniale Konstruktion: man bestraft sich durch das “Erschaffen” von Symptomen permanent selbst (versetzt sich ja dauernd in Todesangst) und geht zusätzlich anderen auf die Nerven. Der Schlüssel hierbei ist wieder SELBSTAKZEPTANZ und SELBSTANNAHME: seine Aggressionen und Weiblichkeit/btw. Männlichkeit annehmen, ohne sich dafür zu schämen, sondern sich eher an der darin sich zeigenden Kraft freuen, und sich erlauben, stark zu sein. (sehr richtige Feststellungen mit interessanten Ansätzen)
  • EHRLICHKEIT, AUTHENTIZITÄT sich selbst und anderen gegenüber: Ehrlichkeit zB bezüglich innerer Gefühle, Wünsche, Impulse. Verzicht auf Manipulation zugusten offenem Ausdruck von Wünschen und Abneigungen ist die Lösung! Das ist zwar einfach gesagt, aber sicher nicht leicht, ich weiß!!! Aber wenn man es immer ein bisschen mehr schafft, man selbst zu sein, fühlt man sich in seiner Haut bald wohler und sicherer, da man lernt, immer mehr zu sich selbst zu stehen, und merkt, dass man TROTZDEM geliebt wird:-)
  • Täglich für seine Gesundheit DANKEN, auch für alles GUTE im Leben bewußt dankbar sein –> die Energie der Dankbarkeit hilft wieder Fülle auf allen Ebenen in sein Leben zu ziehen.
  • seine Sexualität unter die Lupe nehmen: Hypochondrie hängt oft mit unterdrückter oder verbotener starker Sexualität zusammen: Sich auf unsexuelle Art ständig mit dem eigenen Körper beschäftigen zu dürfen bzw. zu müssen – daher sollte man sich fragen: wie sehr kann man seine Weiblichkeit/Männlichkeit und Sexualität derzeit genießen und leben?

Was hältst Du von diesen Tipps? In kürze folgt der dritte Teil von Julias Bericht. Sei gespannt!

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8 Kommentare

  1. Camilla sagt:

    Hallo, habe seit Jahren Hypochondrie. Es ist so schwer nicht zum Arzt zu gehen oder sich nicht mehr zu kontrollieren. Vielleicht hilft mir diese Seite dabei, wieder gesund zu werden. Meine Therapie schafft es leider nicht. LG Camilla

    • Julie sagt:

      Liebe Camilla,
      ohja, eines der schwersten Dinge, nicht gleich zum Arzt zu gehen und nicht kontrollieren….ich kenne das nur zu gut!aber vielleicht kann es dir helfen, das Problem direkt bei der Ursache (oft: Unzufriedenheit mit dem Leben, wie es derzeit ist) zu packen und nicht die “Auswirkungen” (zB Kontrollzwang) anzugehen. Vielleicht möchtest du ja mal ganz tief in dich reinfühlen und dich fragen, was du in deinem Leben machen würdest, wenn du keine Angst hättest? Oft ist das dann schon die Antwort darauf, was du in deinem jetzigen Leben ändern kannst:-) Viele Grüße, Julia

  2. Hannah sagt:

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit diesem Teil mehr anfangen kann, als mit dem 1. Teil. Beim 1. Teil fand ich einfach manche Begriffe irgendwie seltsam. Die meisten Tipps sind für mich nicht neu und im Grunde nicht unbedingt (ausschließlich) der spirituellen Sichtweise zuzuordnen.
    Trotzdem ist es hilfreich, sich diese Tipps mal wieder in Erinnerung zu rufen.

    Vielen Dank!

    • Julie sagt:

      Liebe Hannah,
      es stimmt, dieser Teil ist nicht so sehr spirituell gehalten, dafür dann der nächste Teil wieder:-) Freut mich dass es dir trotzdem ein bisschen was gebracht hat. Viele Grüße, Julia

  3. Martin sagt:

    Tolle Tipps. Vielen Dank dafür. Sich selbst anzunehmen halte ich für den wichtigsten Punkt!

  4. Marita sagt:

    Das ist auch ein Problem von mir. Aber es ist schwer sich selbst zu lieben, wenn man ja eigentlich nicht so sein will, mit der Hypochondrie, Panikattacken usw…

    • Julie sagt:

      Liebe Marita,
      glaub mir ich kann dich sehr gut verstehen. Mir hat es geholfen, mir bewußt zu machen, dass eigentlich sogut wie alle Menschen ihre “Probleme” haben, viele reden einfach nicht darüber oder sind sich dessen gar nicht bewußt, dass sie ein Problem haben! Sogesehen dürften sich fast alle Menschen damit schwer tun, sich zu lieben – was sie ja auch tun, nur sieht man es vielen oft nicht an:-) d.h sei nicht streng mit dir, auch du wirst dich eines Tages lieben können (genau wie wir alle)!Du wirst feststellen, wie stark du eigentlich bist!! Viele Grüße, Julia

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