Sind diese Symptome bei Panikattacken normal?

Symptome Panikattacken normal

Sind diese Symptome bei Panikattacken normal?

Immer wieder bekomme ich E-Mails von Betroffenen, die mich fragen, ob dieses oder jenes Symptom bei einer Angststörung noch normal ist.

Manche Symptome kann man nur schwer mit der Angststörung in Verbindung bringen und dann ist die Angst gross, dass man doch schwer krank ist.

Wir wollen uns verschiedene Panikattacken-Symptome einmal anschauen und darüber sprechen, welche Symptome “normal” sind bzw. ob bestimmte Beschwerden wirklich mit der Angststörung zu tun haben.

Ich hoffe, dass Du wieder etwas für Dich mitnehmen kannst.

Typische Panikattacken-Symptome

Wenn man Angst bekommt, steigt der Blutdruck und der Puls. Von daher ist Herzrasen fast immer bei einer Panikattacke dabei. Der Anstieg der Herzfrequenz ist vollkommen normal, wenn Du Angst bekommst.

Weitere typische Symptome bei Angstzuständen und Panikattacken sind Zittern, Kribbeln am Körper, Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schwindel, Schluckbeschwerden/Kloß im Hals, das Gefühl Wasserlassen zu müssen, innere Unruhe, Atemnot/Hyperventilieren, Flimmern vor den Augen und Ohrensausen.

Auch ein Engegefühl in der Brust ist keine Seltenheit, wenn man eine Panikattacke bekommt, wodurch sich die Angst vor einem Herzinfarkt oft einstellt.

Darüber hinaus kann man das Gefühl bekommen, durchzudrehen, verrückt zu werden, manche bekommen Angst, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben. Oftmals mit dabei ist auch ein allgemeines Gefühl der Überforderung.

Auch diese Symptome sind bei Panikattacken vollkommen normal, sofern man bei einer Angststörung von “Normalität” sprechen kann.

Mögliche weitere Panikattacken-Symptome

Oftmals ist es gar nicht so einfach, die eigenen Beschwerden in Worte zu fassen. Manchmal fühlt sich das alles einfach sehr konfus an.

So hatte ich oft ein komisches Gefühl im Kopf. So ein dumpfes, mattes, leicht dröhnendes Gefühl. Ich fühlte mich manchmal wie ein einer Nebelglocke und manchmal fühlte es sich an, als würde eine Lampe in meinem Kopf kurz ausgeknipst. Wirklich schwer zu beschreiben das Ganze.

Daneben gibt es viele weitere mögliche Symptome, die individuell sehr verschieden sein können. Schreibe mir einfach einen Kommentar, wenn Du wissen willst, ob ein Symptom mit der Angststörung zusammenhängen könnte.

Ich habe alle möglichen Symptome am eigenen Leib verspürt und mittlerweile mit einer Vielzahl von Betroffenen zusammengearbeitet. Und daher kann ich eines mit absoluter Gewissheit sagen:

Es gibt kaum ein Symptom, welches nicht durch eine Angststörung bzw. die mit einer Angststörung einhergehende Anspannung ausgelöst werden könnte.

Hättest Du gedacht, dass man durch ein psychisches Problem sogar vorübergehend erblinden könnte? Diese “psychogene Erblindung” ist allerdings sehr selten und Du solltest davor wirklich keine Angst haben. Zudem wird der Betroffene wieder sehen können, wenn das Problem gelöst ist.

Ich möchte Dir nur vor Augen führen (schönes Wortspiel an dieser Stelle ;)), dass alle möglichen Symptome durch eine Angststörung hervorgerufen werden können.

Kommt das wirklich von einer Angststörung?

Ein großes Problem bei den oben beschriebenen Panikattacken-Symptomen ist es, dass solche Beschwerden auch bei (ernsten) körperlichen Problemen auftreten können.

Ein Engegefühl in der Brust, Herzrasen, Schweißausbrüche und Atemnot könnten schließlich auch auf ein Herz-Kreislauf-Problem – Kribbeln, Zittern oder Schwindel könnte auf eine neurologische Erkrankung hindeuten.

Und selbst, wenn ich diese Symptome schon zigfach gehabt hat, könnte es diesmal doch etwas anderes sein!

So habe ich damals immer wieder gedacht. Und solche Gedanken lassen die Angst weiter steigen.

Lass Dich untersuchen

Falls noch nicht geschehen, so solltest Du Dich einmal gründlich untersuchen lassen. Nicht deshalb, weil ich befürchte, dass etwas Schlimmes dahinter steckt, sondern weil das die Akzeptanz steigert, dass allein die Psyche diese Symptome auslöst.

Befürchtest Du ein Problem mit dem Herzen zu haben, so solltest Du Dich zu einem Kardiologen begeben. Ein normales EKG, ein 24 Stunden-EKG, ein Belastungs-EKG sowie eine Blutdruckmessung sind schmerzfrei und geben in den allermeisten Fällen einen Hinweis darauf, FALLS tatsächlich etwas nicht in Ordnung ist.

Solltest Du beispielsweise Herzrhythmusstörungen haben, so würden diese im 24-Stunden-EKG auffallen, Durchblutungsstörungen im Bereich des Herzen würde das Belastungs-EKG zeigen.

(Bei Abklärung von Symptomen wie Zittern, Schwindel, Ohrensausen und Kribbeln wäre der Neurologe bzw. der HNO-Arzt der richtige Ansprechpartner)

Nun ist eine solche Untersuchung immer nur eine Bestandsaufnahme. Und es gibt keine Garantie dafür, dass nicht einen Tag später doch Rhythmusstörungen oder Probleme in der Durchblutung auftreten, auch wenn das EXTREM unwahrscheinlich ist.

Und das kann man einfach nicht wegdiskutieren. Diese absolute Garantie gibt es einfach nicht. Du müsstest schon den ganzen Tag, 365 Tage im Jahr am Überwachungsgerät hängen. Und das willst Du sicher nicht.

Also bleibt einem nur übrig, mit diesem Rest an Ungewissheit zu leben.

Und dennoch möchte ich Dir einige Hinweise geben.

Wichtige Hinweise

1. Symptome, welche durch ein ernstes körperliches Problem auftreten, verschwinden nicht einfach, solange die Ursache noch besteht. Sie werden in der Regel schlimmer.

2. Treten die Symptome nur in bestimmten Situationen auf (die Dir Angst machen), ist das ein wichtiges Indiz dafür, dass kein körperliches Problem dafür verantwortlich ist.

3. Manche Betroffene haben einen ständig hohen Angstpegel, der sich nicht auf bestimmte Situationen beschränkt und längst nicht immer gipfelt die Angst in Panikattacken – beispielsweise, wenn die generalisierte Angststörung im Spiel ist. Die ständige Anspannung kann ebenfalls vielfältige Symptome hervorrufen, wie Nervosität, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Flimmern vor den Augen oder Stiche in der Brust, die von Rückenverspannungen hervorgerufen werden.

Wenn Du aufwachst und Dir nichts weh tut…

…dann kannst Du sicher sein, Du bist tot. Kennst Du diesen Spruch, der gerne mal im Zusammenhang mit voranschreitendem Alter und körperlichen Wehwehchen genannt wird?

Was ich Dir damit sagen will? Jeden Menschen sticht es mal, es zwickt mal hier und kribbelt mal dort. DAS IST VOLLKOMMEN NORMAL.

Du bist ein Lebewesen und keine Maschine. Zum Problem werden diese Wehwehchen erst dadurch, dass Du diese körperlichen Regungen als gefährlich interpretierst – diese dramatisierst.

Was Du für Dich mitnehmen solltest

Es kam vor, dass bei einem meiner Klienten tatsächlich ein körperliches Problem festgestellt wurde. Mal hat man ein kleines Schilddrüsenproblem festgestellt oder eine leichte Herzklappenschwäche. Bislang war es nie etwas ernstes und nichts, was die (alleinige) Ursache für die Symptome war.

Und aus dieser Erfahrung kann ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine ernste körperliche Erkrankung im Allgemeinen sehr, sehr gering ist.

  • Es gibt kaum ein Symptom, welches nicht durch die Psyche ausgelöst werden.
  • Lasse diese Symptome ärztlich abklären, um Dir die notwendige Sicherheit zu holen.
  • Lerne mit einem gewissen Restrisiko zu leben.

Welche Symptome hast Du? Warum machen Dir die Symptome so große Angst? Was befürchtest Du, könnte statt einer Angststörung dahinter stecken?

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23 Kommentare

  1. Aofelschorle sagt:

    Hallo Sebastian, danke für Deine tolle Website. Ich (48, männlich) leide seit ca. 7 Jahren (vermutlich) an einer Angststörung. Das erste Jahr waren Panikattacken an der Tagesordnung, danach zum Glück nicht mehr. Ich habe zwei (tiefenpsychologisch fundierte) Psychotherapien hinter mir, war bei drei Ohrenärzten, einem Neurologen, Psychiater und einem Orthopäden und natürlich beim Hausarzt. Körperlich sollte demnach alles i. O. sein. Ich habe heute meinen letzten Urlaubstag (3 Wochen) und die letzten Tage waren sozusagen die Hölle. Beim Autofahren brennen mir die Augen. Wenn die Augen nicht brennen und ich denke dran fangen sie auch an zu brennen. Weiterhin verspüre ich ab und an so Art Stromschläge im Gehirn und ein schwer auszuhaltendes Kitzeln oder Kribbeln. Weiterhin Tinnitus, der auch recht schnell weniger wird oder ganz verschwindet, Reifengefühl um den Kopf, Kopf- und Zahnschmerzen, Magen- und Darprobleme, Sehprobleme, Tics in allen möglichen Gliedmaßen, Lidern, Kopfhaut… Je später der Abend desto mehr lassen die Beschwerden nach. Auch wenn ich Radfahre (täglich bei entsprechendem Wetter 0,5 bis zu 3 Stunden) spüre ich die körperlichen Symptome nur wenn ich daran denke. Ein weiteres Indiz dass körperlich nicht ernstes vorliegt, oder?
    Viele Grüße Apfelschorle

    P.S. Dein Buch habe ich auch gelesen 🙂

    • Sebastian sagt:

      Hey “Apfelschorle” ;),

      das klingt sehr danach, als würdest du durch entsprechende Gedanken, diese Symptome hervorrufen. Zudem klingt vieles von deinen Beschwerden nach Stress. Auch diese Stromschläge, die ich ja auch in meinem Buch beschreibe, sind mir bekannt.

      Wie sieht es denn mit deiner Arbeit aus? Unabhängig von deinen Ängsten – gefällt dir, was du Tag für Tag tust? Ist es im Urlaub besser oder schlimmer? Wie fühlst du dich, wenn du während des Urlaubs an die Arbeit denkst?

    • Olaf B. sagt:

      Hallo Sebastian,
      ich habe Deine Antwort gar nicht mitbekommen ;(…
      kaum habe ich Urlaub, und damit wieder ganz besonders viel Zeit mich mit mir selber zu beschäftigen. Ich denke fast dass die Symptome kommen wenn man nur daran denkt. Bei starker Ablenkung sind die Symptome nur unterschwellig bis nicht vorhanden. Dazu kommt das jetztige, der Jahreszeit entsprechende Wetter, bei dem man doch mehr dazu verleitet wird “faul” in der Wohnung zu hocken und damit noch mehr Zeit hat…
      Arbeitsmäßig denke ich dass alles in Ordnung ist, abgesehen von dem “Stress” den ich mir selber mache, weil ich eigentlich vor alles und allem irgendwie Angst verspüre. Das läuft seit über 7 Jahren so und seit über 7 Jahren hatte ich nur ein einziges mal eine Panikattacke 🙂 Mehr fühle ich mich als ob ich an Strom angeschlossen bin, ähnlich bei der Physio wo mit Strom schmerzende Körperstellen behandelt werden, nur durch den ganzen Körper, aber viel schwächer.
      Wie oben geschrieben geht es mir im Urlaub eher schlechter, wenn ich an Arbeit denke ändert das daran eher wenig. Mir gefällt auch was ich tue, besonders gut geht es mir wenn ich einen besonders erfolgreichen Tag hatte. Klingt nach depessiven Anteilen.?
      Und ich werde öfters wegen einer Antwort von Dir vorbeischauen. Ich dachte bei Antwort bekomme ich eine Benachrichtigungsmail 😉

      Viele Grüße Apfelschorle

    • Sebastian sagt:

      Natürlich kannst du bestimmte Symptome selbst hervorrufen. Gedanken wie “Na, geht es mir nicht irgendwie komisch” lassen Dich dann auch komisch fühlen. Und wenn Du erkannt hast, dass es Dir besser geht, wenn Du aktiv bist, dann solltest Du das tun und auch bei schlechtem Wetter raus gehen. Möglicherweise gibt es in einem ganz anderen Bereich als der Arbeit Verbesserungsbedarf. Was also tust Du, wenn Du nichts zu tun hast? Was ist Deine Leidenschaft? Was machst Du außer der Arbeit noch gerne?

    • Apfelschorle sagt:

      Hey Sebastian,

      Du hast das schon richtig erkannt ;-). In der Tat besteht im privaten Bereich einiger Verbesserungsbedarf. Ich müsste viel mehr rausgehen und mir Hobbys suchen denen man auch im Winter nachgehen kann. Gestern habe ich mich nach sehr langer Pause aufgerafft, bin in den Wald zum NordicWalking. Und prompt überkamen mich kurz vorm Ende der Runde (ca. 50 Minuten) Panikgefühle. Vermutlich die Angst es nicht zu “schaffen” und den Körper überzustrapazieren und zu kollabieren. Ansonsten gebe ich Dir Recht dass wenn ich an freien Tagen nichts zu tun habe auch nichts wirklich erfüllendes tue. Ich beschäftige mich dann so mit Dingen wie Hausarbeit etc.
      Ich muss dazu gestehen dass ich Single bin, mein unmittelbares familiäres Umfeld verstorben oder weggezogen ist. Freunde habe ich nicht viele aber die wenigen sind dann die richtigen! Ich habe eine Tochter die 300 km weg wohnt, die ich auch bloß 2 – 3 mal im Jahr sehe. Jahrelang waren wir gemeinsam im Urlaub, aufgrund des pubertären Alters will sie das auch nicht mehr, was mich doch irgendwo “kränkt”… Jetzt steht erstmal Weihnachten vor der Tür, aber meine Familie ist hier 🙂
      Und im Februar habe ich es mir bisher nicht nehmen lassen 1 Woche Skiurlaub in Österreich zu machen. Die Angst ist zwar immer mitgereist, aber es ging dann doch immer irgendwie. Im letzten Winter hat mich dort eine fette Magenverstimmung gepackt, die mir heute die Angst vorm Urlaub erhöht. Aber weglaufen ist nicht…. Das soll es erstmal gewesen sein. Reicht ja auch an Input 😉

      Viele Grüße Apfelschorle

    • Sebastian sagt:

      Aber dann hast du ja ein paar Anhaltspunkte, was Dir helfen könnte. Es ist manchmal nicht leicht, diese ungewollten Veränderungen anzunehmen (Das Abnabeln der Kinder etc.) Umso wichtiger scheint es mir, dass Du Dir neue Lebensinhalte suchst, denn das Leben ändert sich nun einmal. Woran hättest Du möglicherweise Freude? Was machst Du schon hin und wieder, könntest Du aber auch häufiger tun? Versuche herauszufinden, mit welchen erfüllenden Dinge, Du die zwischenzeitliche Leere füllen könntest. Und mache Sport auf jeden Fall weiter. Du wirst die Angst mit der Zeit verlieren.

      Lieben Gruß.

  2. Catrin sagt:

    Hallo Sebastian

    Ich leide jetzt schon länger an angst und panikstörung, es ist jeden Tag für mich eine Qual. Ich wache morgens auf und habe das Gefühl mein Kreislauf spielt verrückt kann dann auch nicht weiter schlafen und dann wird die Angst noch größer, woran es liegen könnte. Bin auch schon in Behandlung aber habe das gefühlt es bringt nichts, bin mittlerweile schon verzweifelt.

  3. Bernd sagt:

    Hallo Sebastian,

    vielen Dank für Deine Website.

    Zu meiner Geschichte in aller Kürze:

    Letztes Jahr Tod eines sehr guten Freundes (er war Ende 40), davor Autototalschaden inklusive Rechtsstreit (meiner Frau wurde die Vorfahr genommen), anschließend Autoimmunkrankheit (Hashimoto) mit tierischen Bauschschmerzen und Nahrungsmittelintoleranzen über Monate. Nach medikamentöser Einstellung fing es an: Immer beim Essen (vor allem im Kollegenkreis) Verkrampfungen in der Speiseröhre, Kloß im Hals, refluxartige Beschwerden, teilw. Herzstolpern mit Depersonalisationsgefühlen, Atemprobleme. Im familiären Umfeld tritt die Symptomatik auch auf, jedoch wesentlich milder. Insgesamt sind die Symptome mal mehr, mal weniger da, glaube aber, dass sie dann heftiger werden, wenn ich mich diskussionsmäßig behaupten muss. Bin zur Zeit sehr in mich gekehrt, nehme Dinge kaum wahr (Grundsätzlich viel Stress – bin Lehrer -, auch privat ist es sehr turbulent). Säureblocker helfen nicht, auch nicht die üblichen Hausmittelchen, die ich in solchen Fällen früher nahm (beim Thema Magenspiegelung kriege ich Panik, da mir mal im KH ein Assistenzarzt den Schlauch sehr unsensibel in den Rachen geschoben hat, sodass ich würgen musste …). Bin eigentlich mit meinem Latein am Ende, da mein HA meint, eine psych. Ursache könne man ausschließen. Hast Du einen Rat für mich ? Allgemeine Angsstörung oder Agoraphobie ? ich

    Gruß Bernd

    • Sebastian sagt:

      Hallo Bernd,

      danke für Deine Beitrag. Eine psychische Ursache würde er ausschließen? Du meinst vermutlich eine physische oder?

  4. Marie sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich habe schon seit meiner Kindheit oft Situationen, wo ich nicht richtig atmen kann, also der Atem beim einamtmen immer stoppt. Das ist mit den Jahren besser, seltener und schwächer geworden. Mittlerweile bin ich 22.
    Ich Frage mich, ob das schon kleine Panikattacken waren.
    Jetzt hatte ich in den letzten 2 Monaten aber 2 Erlebnisse anderer Art. Erstmal solltr an wissen, dass ich in den letzten 5 Jahren meines Lebens regelmäßig verschiedene Substanzen konsumiert habe, in den letzten 2 Jahren hauptsächlich nur noch Gras und Alkohol.
    Vor 1,5 Monaten, nach dem ich extrem viel gearbeitet habe hatte ich eine seltsame Attacke. Ich hatte das Gefühl, als ob aus meiner Brust irgendwas in meinen Kopf und Körper steigt. Alles hat gekrbbelt und Druck. Außerdem Herzrasen, Atemnot und mein Verstand hat verrückt gespielt, und mein Körper hat extrem auf Gedanken reagiert. Teilweise waren meine Gedanken ganz weit weg und ganz nah, paranoid ängstlivh panisch. Gestern hatte ich das das zweite mal, habe dazu noch extrem gezittert. Vorallem dieses körperliche in den Kopf steigen, von meinem Herzen/meiner Brust aus. Nach 1-2 h wurde es besser aber ich hab gemerkt, wenn ich nmich nicht in jeden Moment ins jetzt zurückhole kommst wieder. Auch äußerliche Geräusche und Empfindungen haben das Gefühl verstärkt. Könnten das Panikattacken sein? Liebe grüße und danke 🙂

    • Sebastian sagt:

      Hallo Marie,

      eine Panikattacke äußert sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt ein paar Symptome, die fast immer auftreten. Dazu gehört ein schnellerer Herzschlag. Das, was Du beschreibst, klingt zumindest nach einer Panikattacke. In jedem Falle rate ich Dir, die Finger von den Subtanzen zu lassen. Selbst Marihuana kann Panikattacken auslösen und Ängste verstärken.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  5. Knut sagt:

    Ich bin fast 76 Jahre alt und könnte ein Buch schreiben über Angststörungen und was alles damit zusammenhängt. Alle Vorsorgeuntersuchungen die möglich sind, lasse ich regelmäßig gerne an mir ausführen. Gefunden wird eigentlich nichts!
    Organisch krank bin ich noch nie gewesen. Auch wurde noch nie etwas krankhaftes bei mir entdeckt. An eine Grippe oder an eine Erkältung kann ich mich in denn letzten 10 Jahren überhaupt nicht erinnern. Mein Immunsystem muss eigentlich super sein. Aber trotzdem fängt – gerade jetzt in letzter Zeit – es meistens an, dass mir der Rücken heiß wird und im Bereich des Sonnengeflechts sich ein komisches nervöses Gefühl ausbreitet. Und das steigert sich dann immer weiter und es ist schwer dagegen anzukommen.
    Ich war auch schon mehrmals nachts mit meiner Frau im Krankenhaus, weil ich mal wieder dachte, dass ich sterbe. Dort wurde aber nichts entdeckt – außer ein paar unregelmäßige Herzschläge, (Extrasystolen) oder ein höherer Blutdruck. Mir ging es dann, nach ein paar Diazepam Tropfen, wieder besser und ich konnte dann wieder nachhause fahren und in der Regel auch gut schlafen.
    Ich werde das jetzt erst mal beenden und später fortsetzen. (ABENDESSEN)
    Bis dann, Knut

  6. Claudia sagt:

    Ich wache am Morgen auf und verspüre eine Unruhe im Bauch….zu vergleichen mit Prüfungsangst. Im Laufe des Tages wird mir aus heiterem Himmel schwindlig und bekomme ganz komische Kopfschmerzen. Ich fühle mich wie benebelt….kaum zu beschreiben. Letztendlich fangen an Beine und Arme zu versagen, wie einfach keine Kraft mehr….fühlt sich an wie Butter. Dieser Zustand hält dann manchmal den ganzen Tag an und man ist kaum in der Lage den Alltag zu bewältigen. Dazu kommt noch das ich auf Geräuche sehr empfindlich reagiere. Das löst jedesmal wie einen Schlag im Kopf aus….kein schönes Gefühl. Liebe Grüße CL.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Claudia,

      bei einer Angststörung können manchmal die seltsamsten Symptome auftreten. Es ist übrigens keine Seltenheit, dass man auf Geräusche oder auch Gerüche sehr empfindlich reagiert. Bei einer Angststörung ist man oft sehr sensibel und man interpretiert oft jegliche Veränderungen (dazu gehören auch Geräusche) unbewusst als etwas Gefährliches. Auch innere Unruhe kommt sehr häufig vor.

      Warst Du denn schon einmal beim Arzt, um abklären zu lassen, dass keine körperliche Ursache dafür in Frage kommt?

      Beste Grüße.
      Sebastian

    • Claudia sagt:

      Vielen Dank für die Antwort….ja beim Hauarzt war ich, hab mich auch sonst auf den Kopf stellen lassen….alles gut. Deine Seite ist schon sehr hilfreich und in einigen Sachen die ich lese finde ich mich direkt wieder.

      Claudia

    • Sebastian sagt:

      Das freut mich. Vielen Dank für Dein Lob!

  7. Jens sagt:

    Hallo,und vielen dank für die vielen nützlichen Ratschläge hier und deinem Buch. War in den letzten drei Jahren sehr oft in stationärer Behandlung, danach geht es eine Weile gut,aber dauert nicht lange falle ich in alte Gewohnheiten wie vermeiden. Weil einfach die angst vor der Angst zu groß ist. Einige Psychologen haben schon auf gegeben. Aber es gibt mir Hoffnung hier zu lesen das es doch geht,die angst zu besiegen. LG Jens

  8. Andreas sagt:

    Hallo Sebastian, ich kenne Ihr Buch und verfolge Ihren Blog. Zu den Symptomen kann ich folgendes berichten: Ich war vor ca. 2 Wochen Joggen und nach KM 3 hatte ich plötzlich schwache, zittrige Beine. Bin dann normal gegangen. Vor mir lag eine Passage im Wald, die aus einem kleinen sehr schmalen Weg bestand und auch nur selten genutzt wird, wo ich durch musste. Das und die schwachen Beine war auch schon der Nährboden einer Panikattacke, da ich Angst hatte, dass mich dort Niemand findet, wenn was passiert! Beim ersten Drittel des ca. 1,5 Km langen Weges hatte ich Herzrasen (dank Pulsmesser identifizierte ich 172 bpm) und Angst Ohnmächtig zu werden. Ich rief dann meine Lebensgefährtin an, die mir mit dem Auto entgegen kam. Als ich nach ca. 15 Min den Wald verließ auf freiem Feld war und nur noch wenige 100 Meter zum Treffpunkt hatte, war alles wieder verflogen! ERGO: Panikattacke!
    Herz- Kreislauf ist ausgeschlossen, sonst würde ich bei jedem Joggen, Radfahren regelmäßig und mehrfach die Woche umkippen. Ich lass mich nicht unterkriegen und mache einfach alles weiter. Ist nur Angst und die ist nicht schädlich, wenn auch unangenehm!
    Viele Grüße, Andreas

    • Sebastian sagt:

      Hallo Andreas,

      da sprichst Du wahre Worte gelassen aus. Es sind oft Gedanken wie die, die Du beschreibst, die Panikattacken auf den Plan rufen. Es ist doch kein Wunder, wenn man dann Angst bekommt. Es ist die richtige Einstellung, Dich nicht unterkriegen zu lassen!

      Beste Grüße.

      Sebastian

    • Andreas S. sagt:

      Hallo Namensvetter 🙂
      das ist absolut die richtige Einstellung. Mein Tiefpunkt ist jetzt ca. 1 Jahr her. bei mir war es ähnlich, jedes Herzstolpern oder schwer Luft bekommen waren für mich Anzeichen schwer krank zu sein. Mein Sport wurde immer weniger als Angst das was passieren könnte. Ich bin dann zum Arzt, als ich mich selber absolut nicht mehr ausstehen konnte. Es musste was passieren!! Ergebnis: kerngesundes Herz, alles perfekt. Der Arzt fragte mich warum ich Ihn aufgesucht habe. Ich erklärte ihm alles. Er fragte mich darauf was und wieviel Sport ich mache. Ich bin leidenschaftlicher Rennrad Fahrer und Fitnessgänger. also 4 mal die Woche mache ich Sport. Er meinte auch, das wenn ich was am Herzen hätte, ich in diesem Ausmass garkein Sport “SCHAFFEN” würde. Dieser Satz hat mir damals Mut gemacht und ich tastete mich Stück für Stück an meine Alten Leistungen wieder ran. Mittlerweile stehe ich wieder voll im Saft 😉

      Der Sport brachte mich wieder zurück ins Leben! Klar gibt es immer wieder mal Situation wo einem mulmig wird aber dann ruf ich mir immer ins Gewissen das ich gesund bin und das es meine Gedanken sind! Ich frage mich dann oft “Wann bist du denn mal umgefallen und im KH wieder aufgewacht weil du ohnmächtig oder was weiss ich warst?” Dies ist nämlich noch niiiieee passiert! Also wovor hast du Angst!

      So das wars erstmal von mir
      LG

  9. Cornelia Goltz sagt:

    Lieber Sebastian. Verfolge schon länger dieses Portal, denn schon viele, viele Jahre begleiten mich Angstzustände mit all ihren Symptomen. All die Körperlichkeiten sind so stark, ja übermächtig. Die dabei entstehende Schlaflosigkeit verschärft die Situation nochmals. Derzeit ist besonders heftig. Dinge, wie Achtsamkeit, Entspannung oder sich selbst positiv zugewandt zu sein, Schwerstarbeit. Aber ja und trotzdem, lebe noch. Schon ganze 44J. Schönen Sonntag Gruss Conny

  10. Sandra sagt:

    Du hast das allseits beliebte “Herzstolpern” (Extrasystolen) übergangen.

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