Angst vor Krankheiten was tun? – Krankheitsangst besiegen

Angst vor Krankheiten

Wenn der Verdacht besteht, ernsthaft krank zu sein, ist es bis zur Stellung der Diagnose vollkommen normal, dass man Angst davor hat. Wer will schon gerne schwer krank sein?

Bei Menschen mit schwerwiegender Krankheitsangst besteht jedoch objektiv kein Grund zur Besorgnis und doch ist der Leidensdruck hoch. Mitunter ist ein normales Leben kaum noch möglich. Eine enorme Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Ständig hören sie in ihren Körper hinein. Jede noch so kleine körperliche Veränderung wird als gefährlich interpretiert und muss als Indiz dafür herhalten, schwer krank zu sein. Die Gedanken kreisen ständig um schwere Krankheiten und ihre Symptome. Ein Arztbesuch beruhigt meist nur kurzfristig.

Wir wollen darüber sprechen, was Betroffene tun sollten, um diese lebensbeeinträchtigende Angst vor Krankheiten überwinden zu können.

Inhaltsverzeichnis

Die Angst vor Krankheiten ist weit verbreitet

Menschen mit Krankheitsangst schämen sich oftmals für ihre Ängste. Dabei ist die Angst schwer krank zu sein, ohne dass eine organische Ursache vorliegt, weit verbreitet.

Man geht von etwa 6-10% der Bevölkerung aus, die mit einer hypochondrischen Störung oder Somatisierungsstörung zu tun hat. Die Dunkelzimmer ist vermutlich weitaus höher.

Etwa 25% aller Arztbesuche im deutschsprachigen Raum gehen auf Menschen mit ausgeprägter Krankheitsangst zurück. Damit sind sie eine große Belastung für unserer Gesundheitssystem, ohne dass man den Betroffenen einen Vorwurf machen könnte. Schließlich leiden sie selbst am allermeisten unter der krankhaften Angst vor Krankheiten.

Bevor wir darüber sprechen, wie man die Angst vor Krankheiten besiegen kann, schauen wir uns kurz an, in welche psychischen Störungen man Krankheitsangst einteilt.

Hypochondrie, Somatisierungsstörung oder generalisierte Angststörung

Hinter der Angst vor Krankheiten kann eine hypochondrische- oder eine Somatisierungsstörung stecken.

Bei der hypochondrischen Störung haben die Betroffenen meist Angst vor einer bestimmten Erkrankung, beispielsweise Angst vor Krebs oder Angst vor MS, wobei die Krankheiten, vor denen man sich fürchtet auch variieren können. Während bei der Hypochondrie die Angst vor einer Diagnose im Vordergrund steht, richten Somatisierer den Fokus auf die (wechselnden) Symptome als solches.

Einige an Hypochondrie leidende Menschen haben so große Angst vor einer niederschmetternden Diagnose, dass sie den Arztbesuch meiden, während der Somatisierer eigentlich immer wegen unterschiedlicher Symptome beim Arzt anzutreffen ist und sich eine (harmlose) Erklärung für seine Beschwerden wünscht.

Letztlich ist die Abgrenzung nicht ganz leicht, Überschneidungen häufig und die Unterscheidung zwischen Hypochondrie und Somatisierungsstörung aus meiner Sicht weniger relevant als man denkt, denn hinter beiden Störungen stecken ähnliche Ursachen.

Wenn der Betroffene sich nicht nur um die eigene Gesundheit sorgt, sondern sich die übertriebenen, häufig unnötigen Sorgen auch auf andere Bereiche, wie die finanzielle Situation, die Familie oder die Zukunft im Allgemeinen erstrecken, kann auch eine generalisierte Angststörung hinter der Angst vor Krankheiten stecken.

Kann man sich Krankheiten einreden?

Die meisten Betroffenen zweifeln zwar daran, dass es keine organische Ursache für ihre Beschwerden gibt, sie sind sich ihrer krankhaften Angst vor Krankheiten aber durchaus bewusst. Eine häufige Sorge der Betroffenen ist, dass sie durch ihre Angst vor Krankheiten, die Krankheiten auslösen können, was die Angst zusätzlich verstärkt.

Die Angst selbst führt zwar zu Symptomen wie Müdigkeit und Verspannungen, doch es gibt keinen Hinweis darauf, dass beispielsweise durch die Angst vor Krebs oder MS besagte Krankheit auch ausgelöst werden kann.

Tipp: Deine Sorgen führen nicht zu schweren Krankheiten, sie schützen Dich aber auch nicht davor. Sie führen einzig und allein dazu, dass es Dir schlecht geht.

Angst vor Krankheiten Symptome

Die Beschwerden bei der Angst vor schlimmen Krankheiten können vielfältig sein und im Grunde alle Körperteile und Organe betreffen. Zu typischen Symptomen zählen beispielsweise Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Missempfindungen in Gesicht, Armen und Beinen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Sehstörungen, Ohrgeräusche, Kribbeln, Taubheitsgefühle und Zittern.

Wie entstehen diese Symptome?

Zum einen können alle Menschen hin und wieder bestimmte körperliche Veränderungen bemerken. Es kribbelt mal hier und zieht mal dort. Das ist normal. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen.

Die meisten Menschen messen diesen Symptomen keine besondere Bedeutung zu und so gehen diese vorüber, ohne dass dies irgendwelche Folgen hätte.

Menschen mit großer Angst vor Krankheiten neigen dazu, diese harmlosen körperlichen Regungen als gefährlich zu interpretieren. Sie sehen diese Symptome als Beweis dafür an, schwer krank zu sein. „Da stimmt etwas nicht mit mir!“

Menschen mit großer Angst vor Krankheiten, bemerken diese harmlosen körperlichen Veränderungen und fokussieren sich auf diese. Die Wahrnehmung allein führt jedoch noch nicht zum Problem. Hinzu kommt die Interpretation eigentlich harmloser körperlicher Regungen als gefährlich. Erst die Wertung als etwas Bedrohliches führt zu dieser großen Angst, unter der Betroffene so leiden.

„Ich bin ständig müde. Habe ich vielleicht Leukämie? Dafür spricht auch, dass ich zwei Kilo in einer Woche abgenommen habe.“ Konzentrationsprobleme könnten erste Anzeichen für eine schwere neurologische Erkrankung, das gelegentliche Herzstolpern auf bösartige Herzrhythmusstörungen hindeuten und ein neues Muttermal deutet auf Hautkrebs hin.

Diese Gedanken führen dazu, dass man Angst bekommt und häufig sogar Panikattacken entstehen. Durch die Angst und die damit verbundene Anspannung können weitere Symptome entstehen oder bestehende Symptome verstärkt werden: Schwindel, Zittern, Schweißausbrüche, Ohrgeräusche und weitere typische Angst-Symptome .

Diese werden nun wieder als Beweis dafür interpretiert, dass etwas nicht in Ordnung ist. „Das ist doch nicht normal. Das kann doch nicht alles psychisch sein. Da muss etwas anderes hinterstecken!“ 

Und so entsteht ein Teufelskreis, der die Angst vor Krankheiten ständig am Laufen erhält.

Die Symptome sind real

Wenn man Menschen mit Angst vor Krankheiten sagt, dass ihnen körperlich nichts fehlt, fühlen sie sich einerseits erleichtert, andererseits aber oftmals auch wie vor den Kopf geschlagen. Schließlich bildet man sich die Symptome doch nicht ein!

Dabei ist wichtig, dass man versteht, dass die Beschwerden tatsächlich vorhanden sind, es nur keine körperliche, sondern eine psychische Ursache besteht. Mit Einbildung hat das nichts zu tun. Die Symptome sind real.

Die häufigsten Krankheitsängste

Angst vor Krebs

Die Angst vor Krebs ist eine häufige Angst. Das ist nicht verwunderlich, schließlich ist Krebs eine der häufigsten Todesursachen. Und auch wenn viele Krebsarten mittlerweile recht gut heilbar sind, sind oftmals belastende Therapiemaßnahmen erforderlich. Schließlich ist eine Chemotherapie alles andere als ein Zuckerschlecken.

Zudem kann Krebs jedes einzelne Organ befallen und die Symptomatik somit extrem vielfältig sein. Daher kann jedes Symptom theoretisch auch Ausdruck eines Krebsleidens sein. Kopfschmerzen können auf einen Hirntumor hindeuten, Husten auf Lungenkrebs und eine Gewichtsabnahme und Müdigkeit durch Leukämie hervorgerufen werden.

Es besteht somit immer die vage Möglichkeit, dass sich Krebs hinter körperlichen Beschwerden verbirgt. Doch auch wenn das nicht komplett auszuschließen ist: Eine harmlose Ursache ist IMMER viel wahrscheinlicher. 

Das gilt  vor allem für junge Menschen. Schließlich ist das größte Risiko für die meisten Krebsarten ein hohes Lebensalter.

Angst vor MS (Multiple Sklerose)

Eine meiner größten Ängste war damals die Angst vor MS. Ähnlich wie bei Krebs können die Symptome auch bei MS sehr vielseitig sein. Zudem treten viele der typischen Symptome (soweit man bei Multiple Sklerose von „typisch“ sprechen kann) auch bei Angst, Anspannung und Stress auf: Sehstörungen, Tinnitus, Schwindel oder Gangunsicherheit beispielsweise.

Und wenn man große Angst vor schlimmen Krankheiten hat, dann treten diese Angst-Symptome bei vielen Betroffenen auf, was die weit verbreitete Angst vor MS unter Angst-Patienten erklärt.

Ähnlich wie bei Krebs gilt jedoch auch hier: Die Wahrscheinlichkeit, dass MS hinter den Symptomen steckt, ist im Vergleich zu einer harmlosen Erklärung verschwindend gering.

Angst vor einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

Symptome wie Herzrasen, Herzstolpern oder Stiche in der Brust lassen Betroffene befürchten, dass etwas mit ihrem Herzen nicht stimmt. Dabei ist Herzrasen fast immer mit dabei, wenn man Angst bekommt.

Stiche in der Brust kommen in den meisten Fällen von muskulären Verspannungen und Herzstolpern haben fast alle Menschen hin und wieder. Viele Menschen haben mit Extrasystolen (zusätzlichen Herzschlägen) zu tun, die in den allermeisten Fällen absolut ungefährlich sind, jedoch ziemlich belastend sein können.

Hier gibt es weitere Informationen zur Herzangst .

Angst vor psychischer Krankheit

Auch die Angst vor psychischer Krankheit wie einer Psychose oder Schizophrenie kommt ziemlich häufig vor. Vor lauter Angst und Stress kann man manchmal kaum einen klaren Gedanken fassen.

Unwirklichkeitsgefühle sind bei einer Angststörung oftmals mit im Spiel und manchmal erkennt man sich selbst nicht wirklich. Und diese Symptome machen verständlicherweise Angst, man befürchtet, verrückt zu werden. Auch hier entsteht wieder ein Teufelskreis. Wie auch die Angst vor körperlichen Krankheiten lässt sich die Angst vor psychischen Krankheiten überwinden.

Und auch bei der  Angst vor psychischer Krankheit gilt der Hinweis, dass Du mit Deinen Ängsten keine Psychose oder Schizophrenie hervorrufst. 

Es gibt keine Garantie

Egal, ob man Angst vor Krebs oder MS hat, unabhängig davon, ob man sich vor einer Herz-Kreislauferkrankung fürchtet oder vor schweren psychischen Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich eine harmlose Ursache hinter Symptomen verbirgt ist IMMER sehr viel wahrscheinlicher.

Ich weiß aus eigener Erfahrung sehr gut, wie sehr man sich die absolute Gewissheit wünscht, vollkommen gesund zu sein und zu bleiben. Diese zu bekommen, ist jedoch unmöglich. Es gibt leider keine Garantie dafür, nie schwer krank zu werden. Wir alle müssen lernen, mit dieser Ungewissheit zu leben.

Die Angst vor Krankheit hat nur eine einzige Konsequenz: Sie hält uns davon ab, ein gutes Leben zu leben. Ich komme gleich noch auf diesen Gedanken zurück.

Angst vor Krankheiten was tun?

Ich bekomme ständig E-Mails mit der Frage: „Wie kann ich die Angst vor Krankheiten bekämpfen?“ Diese Frage läuft in die falsche Richtung, da sie beinhaltet, man können gegen die Angst kämpfen. Damit macht man die Angst zu einem Feind, der sie nicht ist.

Es ist verständlich, dass Du diese nervtötende Angst vor Krankheiten loswerden willst, doch die Angst ist Teil Deiner Selbst und kein Feind, der Dir etwas Böses will. Die Angst vor Krankheiten bekämpfen zu wollen, ist darum niemals eine gute Idee und zwar vollkommen egal, um welche Ängste es sich handelt.

Die Frage „Wie bekomme ich meine Angst vor Krankheiten in den Griff?“, die mir ebenfalls häufig gestellt wird, ist da wesentlich zielführender. Und genau darüber wollen wir nun sprechen.

Kann man Krankheitsangst selbst heilen? Gibt es Tipps zur Selbsthilfe bei Angst vor Krankheiten? Ja, natürlich gibt es die. Aus meiner Sicht ist jede Hilfe – auch eine Psychotherapie – immer eine Hilfe zur Selbsthilfe. Dritte können Dir zwar eine Hilfestellung geben, aber niemand kann Deine Angststörung einfach „wegmachen“. Du selbst bist gefragt.

Angst vor Krankheiten Selbsthilfe

Zunächst einmal möchte ich Dir einige Tipps mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst:

  1. Höre auf mit dem Ärzte-Hopping: Viele Betroffene sind aufgrund ihrer Beschwerden häufig beim Arzt anzutreffen. Man erhofft sich im besten Falle eine harmlose Ursache als Erklärung für die Symptome. Da diese in den meisten Fällen ausbleibt, möchte man zumindest die Entwarnung, indem nichts ernstes gefunden wird.
    Die darauf einsetzende Beruhigung hält aber meist nur kurz an. Meist fängt man schon wenige Tage später an, die „Hat er vielleicht etwas übersehen? Hätte man nicht weitere Untersuchungen durchführen müssen?“ Und schon geht die Angst wieder los.
    Oftmals wendet man sich an einen anderen Arzt. Das führt dazu, dass die korrekte Diagnose, nämlich „hypochondrische Störung“, „Somatisierungsstörung“ oder „generalisierte Angststörung“ oftmals jahrelang ausbleibt. Außerdem bringen diese Arztbesuche auf Dauer wenig. Die erhoffte Beruhigung hält niemals lange an.
    Besser ist es, einen Hausarzt zu finden, der Dich ernst nimmt, beruhigt und Dich dazu animiert, die Angst vor Krankheiten in den Griff zu bekommen.
  2. Lass das Googlen sein: Man will wissen, was hinter den Beschwerden stecken kann und so versucht man, im Internet fündig zu werden. Die erhoffte Beruhigung bleibt jedoch auch hier aus. Im Gegenteil: Man bekommt nur noch mehr Angst.
    Schließlich kann hinter JEDEM Symptom theoretisch auch eine schwere Erkrankung stecken. Und genau das nimmst Du mit, was die Angst verstärkt. Darum solltest Du diese Internetrecherchen unbedingt unterlassen.
  3. Treibe Sport: Die Krankheitsangst führt mitunter dazu, dass Betroffene keinen Sport machen. Die Kondition kann in diesem Fall nicht die beste sein. Man fühlt sich nicht fit und führt diesen Zustand wieder als Beweis dafür an, schwer krank zu sein.
    Darum sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten Sport treiben. Dabei kann man langsam, beispielsweise mit zügigem Spazierengehen, starten. Beginne gemächlich, aber bleibe am Ball. Wenn Du das Okay Deines Arztes benötigst, dann hole es Dir. Du wirst sehen, dass Du mit der Zeit immer belastbarer wirst. Das gibt Selbstvertrauen. Ich halte Sport für enorm wichtig, um wieder Vertrauen in Deinen Körper zu gewinnen.
  4. Ernähre Dich ausgewogen: Auch eine ausgewogene Ernährung trägt zu Deinem Wohlbefinden bei und wirkt der Angst vor Krankheit entgegen. Es gibt in Sachen Ernährung so viele verschiedene Theorien, dass es schwer fällt, dort durchzublicken. Es genügt aus meiner Sicht meist schon, etwas mehr Gemüse auf dem Speiseplan zu haben, rotes Fleisch hin und wieder durch Fisch zu ersetzen und auf Zucker sowie helles Getreide häufiger zu verzichten. Mit der richtigen Ernährung hast Du mehr Energie und fühlst Dich gesünder.
  5. Entspann Dich: Angst führt unweigerlich zu An- und Verspannungen. Allein dadurch können Symptome wie Stiche in der Brust, Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Gangunsicherheit, Ohrgeräusche oder Sehstörungen hervorgerufen werden und diese machen Angst.
    Daher ist es sinnvoll, für mehr Entspannung zu sorgen. Das funktioniert am besten über eine Entspannungstechnik wie Meditation, autogenes Training oder Yoga. Mein persönlicher Favorit für Menschen mit Angst vor Krankheiten ist die progressive Muskelentspannung. Sie ist schnell erlernbar, überall anwendbar und Du bekommst ein Gefühl dafür, wann bestimmte Körperregionen angespannt sind.

Hinweis zu den Selbsthilfe-Tipps

Die Sorgen bei der Angst vor Krankheiten führen lediglich dazu, dass es Dir schlecht geht. Wenn Du auf eine einigermaßen gesunde Lebensweise achtest, dann haben diese Sorgen zumindest eine positive Konsequenz. Und die wichtigsten Maßnahmen sind Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie Stressreduzierung.

Zudem wirst Du auf diese Weise aktiv, was immer dazu führst, dass Du Dich besser fühlst. Und nicht zuletzt ist eine gesunde Lebensweise der einzige Weg, um schlimmen Krankheiten tatsächlich vorzubeugen.

Alle diese Tipps kannst Du im Grunde sofort umsetzen. In den meisten Fällen genügt das jedoch nicht, um die Angst vor Krankheiten besiegen zu können. So ist in vielen Fällen eine Psychotherapie anzuraten, wobei eine Verhaltenstherapie die besten Heilungschancen verspricht.

Und verpasse bitte nicht den Ratgeber am Ende…

Angst vor Krankheiten Ursachen

Der Grundstein für übertrieben Krankheitsängste wurden häufig in der Kindheit gelegt. So kann es sein, dass unsere Eltern überängstlich reagierten, wenn wir als Kinder krank waren.

Auch wenn Elternteile oder andere Familienmitglieder schwer krank waren oder früh verstorben sind, kann das dazu beitragen, dass sich im Erwachsenenalter die Angst vor schlimmen Krankheiten manifestiert.

Aus meiner Erfahrung spielen darüber hinaus in vielen Fällen ganz andere Ursachen eine tragende Rolle. Zu diesen möglichen Ursachen für Krankheitsängste zählen zum Beispiel:

  • ein leidenschaftsloses Leben
  • Langeweile
  • die Angst vor dem Tod
  • chronische Unzufriedenheit in einem oder mehreren Lebensbereichen
  • nicht getroffene, schwierige Entscheidungen

Kostenloser Ratgeber über Angst vor Krankheiten

Zu diesen Dingen könnte ich noch viel mehr schreiben und das habe ich auch getan. Da dieser Blogbeitrag ellenlang werden würde, habe ich diese Tipps in einem kleinen E-Book verpackt, dass Du Dir kostenlos herunterladen kannst. Mit dazu gibt es ein E-Mail-Coaching, dass Dir dabei helfen soll, die Angst vor Krankheiten zu besiegen.

>Klicke hier, um die kostenlosen Infos zu bekommen.

Hinweis: Ich hatte jahrelang selbst große Angst vor schlimmen Krankheiten und weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend Krankheitsängste sein können. Ich habe vor langer Zeit die Angst vor Krankheiten überwinden können und möchte Dir Mut machen: Man kann die Krankheitsangst besiegen. Ich hoffe, dass Dir dieser Beitrag, mein E-Mail-Coaching sowie der kleine Ratgeber dabei helfen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir dazu ein Feedback über die Kommentarfunktion gibst. Und auch wenn Du noch eine Frage hast, freue ich mich über Deinen Kommentar.

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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48 Kommentare

  1. SebastianSebastian sagt:

    Hallo Jörn,

    danke für Deinen Kommentar. Zunächst, ja ich habe auch einen Abschluss in BWL, wobei ich hier kein erhöhtes Risiko für eine Hypochondrie sehe. 😉 Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich kenne diese Gedankengänge und Symptome alle auch. Es ist ja kein Wunder, dass die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Schließlich kostet so eine Angststörung extrem viel Energie.
    Ich halte es für sinnvoll, sich einmal gründlich untersuchen zu lassen. Das Risiko für eine schwere Krankheit wird man allerdings niemals komplett ausmerzen. Wir müssen vielmehr lernen, damit zu leben. Wie ich es herausgeschafft habe, kannst Du im Detail in meinem Buch lesen. Es war ein Prozess mit vielen Faktoren. Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen und wenn Du noch Fragen hast – immer her damit!

  2. Jörn sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich finde mich in deinen Worten 1 zu 1 wieder. Ich bin auch Hypochonder (oder sterbens krank ;-), bisl Selbstironie darf nicht fehlen). Ich bin gefühlt schon an jeder Krankheit dieser Welt erkrankt, Hirntumor oder Krebs in der Leber, Milz oder Bauchspeicheldrüse mit den entsprechenden Metastasen im Kopf, MS, Parkinson, Schilddrüse, Amalgam- oder Schwermetallvergiftung, Borreliose usw.
    Solange es ein Rest-Risiko gibt diese Krankheit zu haben, kreisen meine Gedanken nur darum! Auch der Zweifel an der Kompetenz der Ärzte ist mir bekannt.
    Typische Symptome bei mir sind eine Benommenheit (ich nenne es gerne Matschbirne) Kopfschmerzen bzw Druck im Kopf, Nackenverspannungen, Brennen der Haut bzw der Nerven, Schlafprobleme und beim Aufwachen kreisen die Gedanken gleich weiter um Krankheiten, allgemeine Schwäche bzw. Leistungsminderung, ständige Müdigkeit. Schmerzen im Oberbauch/Magenbereich, 1x auch Taubheitsgefühl im Bein, Schwitzen bei stressigen Situationen usw.
    die Liste ist also ellenlang. Wobei es hier jetzt nicht spaßig klingen soll, das alles macht mich wirklich fertig. Zudem schränkt es mich in meiner Leistungsfähigkeit extrem sein, sowohl im privaten Leben, der Beziehung sowie dem Berufsleben. Wenn ich mich recht entsinne bist du auch BWLer (ich habe ein duales Studium in BWL absolviert und bin nun in einem relativ stressigen Job).
    Mich würde wirklich interessieren wie du es aus diesem Teufelskreis geschafft hast?! Eine entsprechende Therapie habe ich gerade angefangen (4 Sitzungen bisher) aber als nächstes werde ich mich wohl mal in die Röhre legen (MRT) um auf Nummer sicher zu gehen. Natürlich habe ich Angst vor dem was da raus kommt, aber ständig diese Ungewissheit nervt!!! Anschließend steht ein Termin beim Neurologen auf der Agenda. Haben dir solche Untersuchungen geholfen, wenn du anschließend eine positive Diagnose erhalten hast?
    Registriert habe ich mich bereitsbei dir, nun werde ich mal aufmerksam dein Buch/Ratgeber lesen.
    VG

  3. SebastianSebastian sagt:

    Hallo Kerstin,

    ich kann gut nachvollziehen, wie verzweifelt Du bist. Schließlich merkst Du, dass irgendetwas nicht stimmt. Letztlich könnte es sein, dass beispielsweise etwas harmloses Neurologisches eine Rolle spielt. Möglicherweise kann man es heutzutage noch nicht sichtbar machen. Auch die Migräne ist ja immer noch ein Rätsel. Wir wissen also Vieles noch gar nicht. Migräne kann beispielsweise (auch Tage im Vorfeld) seltsame Symptome hervorrufen. Die machen Angst. Und die Anspannung könnte sich auf den Kiefer auswirken und die Zähne beeinflussen…
    Aber sag mal Bescheid, wie Dir mein Buch gefallen hat und ob etwas bei der Untersuchung herausgekommen ist.

    Beste Grüße.

    Sebastian

  4. Kerstin sagt:

    Hallo Sebastian , leide seit Jahren unter Depression und Ängste hab schon einige Klinikaufenthalte und Therapien hinter mir . Danach ging es mir nur kurze Zeit gut mal mit Medikamente mal ohne. Hatte keine Körperlichen Beschwerden angefangen hat das ganze letztes Jahr bei mir mit Magen Darm Beschwerden dann der Oberbauch .Unterbauch dann ständig Halsschmerzen ,Globusgefühl im Hals. Migräne das volle Programm eben hab auch ein Arztmarathon hinter mir dann wurde MS festgestellt dann hieß es wieder keine MS obwohl im MRT( Kopf) Place zu sehen ist . Es hieß dann das ist eine andere Neurologische Sache .Die Tippen auf Migräne .Dann spielen die Zähne verrückt Knochenabbau und das alles mit diesen Ängsten echt nicht ganz einfach für mich .Hab mir jetzt dein Buch gekauft und bin gespannt darauf wie du selbst mit dem einen oder anderen umgegangen Bist .Bin zur Zeit in Therapie aber so richtig weiter bin ich leider nicht da die anderen Teilnehmer wenig bis gar nicht diese Somatoforme Form haben. Bin in Gruppentherapie bekomme die Tage den Termin mit geteilt zwecks Spiegelung der Speiseröhre wird Stationär gemacht leider das heißt eine Nacht im Krankenhaus. Was würde ich dafür geben es nicht machen zu lassen. Sorry für so viel Text vielleicht erkennt sich der eine oder andere darin ja wieder GLG Kerstin

  5. Maja sagt:

    Hallo,
    In vielem was ich hier lese erkenne ich mich wieder. Ich weiß nicht ob man mich Hypochonder nennen kann aber dass ich angst vor Krankheiten habe, bezweifle ich mittlerweile nicht mehr. Bei mir fing es, soweit ich mich erinnere mit keinem körperlichen symptom.ich erinnere mich dass ich ganz plötzlich einige Male bevor ich mich zu Bett begab eine Art sorge angst packte,dass eventuell mein Mann oder meine Tochter unheilbar erkranken könnten.danach bemerkte ich ein Kribbeln in den Zehen aus dem Kribbeln im Zeh wurde ein Kribbeln im Fuß und steigerte sich immer weiter hoch,die Symptome wie auch ich selbst. Nun war ich beunruhigt verängstigt in sorge Panik etc. ich begann zu googeln fand Unmengen von Informationen Foren, medizinische Seiten seriöse wie auch weniger seriöse.je mehr ich lies umso schlechter erging es mir ich bekam muskelzuckungen,kribbeln,brennen,ziehen, zum Teil auch schmerzen vor allem im Bereich der Waden und Unterschenkel.ich beschloss im Internet nach Fachärzten zu suchen, die sich im Bereich der Krankheit ALS spezialisieren.ich verfasste meine Mail und Versand diese an 3 Ärzte so verzweifelt war ich,ich wusste ich brauche Sicherheit sonst flipp ich aus.alle drei antworteten einer hatte nicht mal das Problem eine ferndiagnose abzugeben und schloss ALS aus,denn die Symptomatik passte nicht.der zweite Arzt rief mich an es war ein Oberarzt und bot mir einen Termin zur Untersuchung an.ich war einerseits erfreut andererseits panisch denn was würde er diagnostizieren?nun beide waren Neurologen vor dem Termin war ich aber bereits von einem anderen Neurologen untersucht worden,der Schloß eine neurologische Erkrankung sofort aus und gab mir eine Überweisung zur Psychotherapie.ich bereitete mich auf den Termin mit dem Oberarzt sehr genau vor Schrieb vier Seiten auf mit möglichen Krankheiten,meinen Symptomen,Untersuchungen die durchgeführt werden sollten etc. An dem Tag in der Klinik bei dem Oberarzt wurde ich in seinem Zimmer gründlich untersucht,er nahm sich wirklich viel zeit als er meinen Block sah aus dem ich vorlies und diesen mir abnahm,sagte er Frau x das hier ist nicht normal dies sei schon hypochondrisch ich dachte mir nur warum denn ich wollte doch nur gut vorbereitet sein. Es wurde Blut abgenommen ein emg und eeg gemacht alles unauffällig.danach empfohlen er mir eine psychiatrische Behandlung.ich wollte ein mrt vom Kopf doch das wurde abgelehnt es bestand gar kein bedarf. Das nur kurz zu mir da waren noch mehr Ärzte und Neurologen involviert.der eine Arzt vermittelte mir persönlich Sicherheit nur leider ist auch diese verflogen das war vor 6monaten.ich hatte soviele eigenartige Symptome.schwindel,Benommenheit,hitzewallungen,rasanten Puls,Verspannungen vor allem im rechten Arm so ein Schwächegefühl doch kraft ist vorhanden.nun war ich beim Sport und hatte beim dritten mal beinschmerzen da dachte ich es ist doch ALS,muskelzuckung war vermehr an einer Stelle aber nicht konstant nur ab und an nun bewege ich ständig mein Bein um es nicht zu spüren wenn es zufällig wieder auftritt.es ist schlimm ich drehe mich im Kreis und komme nicht raus.werde psychologisch betreut aber irgendwie will ich einfach wieder unbeschwert Leben für mich meine Tochter und meinen Mann.warum angst vor ALS?die Tante meines Mannes hatte diese Krankheit und ist letztes jahr gestorben.habe diese Krankheit vorher garnet gekannt.kannst du mir Tipps geben wie ich mir selbst helfen könnte?danke

  6. SebastianSebastian sagt:

    Diese Hypochondrie kenne ich nur zu gut. Meiner Erfahrung nach hat die Angst vor Krankheiten viel mit mangelndem Vertrauen und der Sehnsucht nach Sicherheit zu tun. Lies Dir mal diesen Ratgeber durch, den Du hier kostenlos herunterladen kannst: https://www.psog.de/hypochondrie-loswerden/

  7. Markus sagt:

    Das ist schon der Wahnsinn. .. Da Google ich uber gaaaanz was anderes und finde den Kommentar von Sabrina. Muskelzucken – Angst vor ALS ! Meine GROSSE Angst der letzten 4 Monate

  8. Ve sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich heiße Veronika, bin 30 Jahre alt und habe 3 Kinder. Leide seit ein paar Wochen an dem sogenannten Lhermitte Zeichen. Der anfängliche Verdacht der Multiplen Sklerose hat sich – Gott sei Dank – nicht bestätigt. Habe alle dafür erforderlichen Untersuchungen gemacht (die Röhre war kein Spaß)… Das eigentliche Problem ist, dass ich dieses Nackenbeugezeichen immernoch habe und mir einbilde, dass die Ärzte bestimmt etwas übersehen haben. Nach dem MRT ging es mir 2 Tage blendend – Juhu, ich bin nicht krank. Dann kamen die ersten Zweifel. Und jetzt bin ich wieder ganz am Anfang. Höre auf jedes Zeichen meines Körpers. Bilde mir irgendwelche Symptome ein. Ich werde noch wahnsinnig, da ich immernoch Angst vor MS habe. Alle Ärzte haben dies jedoch ausgeschlossen. Morgen bin ich wieder beim Neurologen. Nur um mir die X-te Bestätigung zu holen, dass ich gesund bin. Das glaube ich dann ein paar Tage und dann fangen die Zweifel wieder an. Mensch! Was kann ich tun?! Ich weiß es nicht. Naja, vielleicht kannst du mir nen Tipp geben 🙂
    Viele Grüße,
    Ve

  9. sabrina sagt:

    Hallo Sebastian,

    Ich melde mich nach langer Zeit auch mal. Ich heisse Sabrina und bin 33, Mutter von 2 Kinder.
    Leide seid letztes Jahr Februar an Hypochondrie und generalistische ängstörung.
    Hab auch schon viele Untersuchungen hinter mir, und alles ohne Befund.
    Mein größtes Problem ist das ich seid November an Muskelzuckungen am ganzen Körper leide, mit kribbeln und rauschen meist nur in den Beinen aber auch Hände und Mund. Ich hab wieder solche Angst vor ALS, ich werde wieder verrückt. Der erste Neurologe meinte es waren unruhige Beine und der 2. Meint das es zu 100% kein ALS ist und er sein Kopf deswegen auf ein silbernen tablet legen würde. Da man in der Medizin aber nicht zu 100% sicher sein könnte wurde er halt sagen zu 99%. Und jetzt soll ich in 6 Woche. Wieder zur Kontrolle was mir halt wieder sehr Angst macht. Weil ich einfach glaube das er doch ein Verdacht hat. Und seid dem ich bei ihn in der Praxis war geht es mir wieder richtig schlecht. Hab auch ein komsiches Gefühl im rechten bein das ich mir denken, es kann ja nur die Krankheit sein. Die Symptome hören einfach nicht auf.
    Sorry fürs blabla 🙂
    LG sabrina

  10. luisia sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich hätte wohl auch etwas unruhig reagiert. Warscheinlich aber käme es noch auf meine ganze Verfassung an dem Tag an und wie stark und zeitlich wielange dieser Schwindel wäre.
    Manche Tage kann ich damit auch gut umgehen, höre zwar in mich hinein aber kann mich beruhigen oder ablenken, wenn Schwindel sich im Rahmen hält.
    Andere Tage wiederum finde ich so eine Situation sehr beängstigend und bin in Gedanken nur dabei…”hoffentlich wird das nicht noch schlimmer? Was ist das blos?”

    Manche Aussagen von Ärzten können wirklich schon Ängste auslösen. Und eine Aussage: es könnte….
    macht mich noch unsicherer.

  11. SebastianSebastian sagt:

    Hallo Andrea,
    es ist oft nicht leicht zu akzeptieren, dass die Symptome tatsächlich allein durch Angst und Panikattacken ausgelöst werden können. Oftmals ist das jedoch der Fall. Eine Pizza ist je nach Belag sicherlich nicht so ungesund, wie man meint und ab und zu darf man auch einmal ohne schlechtes Gewissen “sündigen”. Das ist sicherlich übertrieben.
    Wenn man oft Kopfschmerzen hat, sollte man herausfinden, woran das liegt. Liegen Spannungskopfschmerzen vor, helfen beispielsweise Entspannungstechniken und Sport, eben Maßnahmen zum Stressabbau. Zudem hilft der Aufbau der Rücken- und Nackenmuskulatur meist unheimlich gut. Kommt es dennoch zu Kopfschmerzen, kann man sicherlich mal eine Schmerztablette nehmen. Das ist zumindest meine Meinung.

    Atemtechniken haben mir damals auch eher Angst gemacht, mir hat die progressive Muskelentspannung gut geholfen.

    Bezüglich Deiner Therapie empfehle ich Dir, Deine Befürchtungen offen anzusprechen.

  12. Andrea sagt:

    Hallo,

    ich habe hier bereits schon mal geschrieben bzgl. Panikattacken. Seit 3-4 Monaten beschleicht mich das Gefühl, dass ich auch an Hypochondrie leide. Angefangen hat es mit Herzstolpern. Hatte Angst irgendwas am Herzen zu haben. Ab zum Arzt, 24-Stdg EGK gemacht… soll alles normal sein. Dann fing es an das ich stechen in den Organen hatte, Bauch, Brust überall gelegentlich. Hab mit meinem Freund gesprochen (Rettungsassistent) und er sagte mir das kann normal sein es wären nerven die sich kurzzeitig eingeklemmt haben. Gut ok, hab ich ihm geglaubt und wenn wieder sowas vorkommt dann bin ich relativ ruhig.

    Nun seit ca. 1 Woche habe ich Atembeschwerden. Vielleicht mache ich das selbst aber dann denke ich mir ich atme zu schnell und versuche das zu kontrollieren. Sogar so weit bis ich schon merke mein Körper will wieder atmen aber ich lasse ihn nicht weil ich denke wieder ein- oder ausatmen ist noch zu früh und dann die Angst das ich Hyperventiliere…. Abends im Bett ist es am schlimmsten.

    Ich habe auch diese Atemtechnick-CDs aber ich bin da kein Freund von. Ich weiß auch nicht warum.

    Nun kamen seit heute auch stechen im Kopf hinzu…. ich will diese Gedanken einfach nicht mehr.

    Ich bin aber auch so sehr ein schisser, ich kann mich mit dem Symtomen nicht wirklich auseinander setzen. Ich kann mir nichts im Internet durchlesen auch angst noch verrückter zu werden. Zudem fange ich an Angst zu entwickeln, was Medikamente angeht. Wenn ich Kopfschmerzen habe, habe ich eigentlich IBU genommen aber nunmehr überlege ich auch ob ich eine nehmen soll oder nicht weil ich denke das ist doch auch nicht gut immer eine Tablette zu nehmen wenn man Kopfschmerzen hat. Dann leider ich irgendwie lieber.

    Bezgl. meiner Panikattacken nehme ich Lanvendeltabletten gegen die innere Unruhe. Auch habe ich für die Attacken in dem Moment oder gegen Schlafstörungen Baldriantropfen bekommen. Aber egal wie schlecht es mir ging, die Angst diese Tropfen bewirken bei mir irgendwas schlimmes hab ich die Packung nicht einmal geöffnet und benutzt.

    Ich weiß nicht was ich gegen diese Angst machen soll. Was auch lächerlich war, vor ein paar Tagen habe ich mir einen Kopf gemacht ob ich wirklich eine Pizza essen soll, da diese ja ungesund ist. Ich hab dann doch was davon gegessen aber nur die Hälfte. Nun mach ich mir Gedanken ob ich durch die ganze Sache vielleicht ein schlechtes essverhalten entwickle…

    Bin auch in Therapie, aber wirklich zufrieden bin ich nicht. Bin jetzt seit einem halben jahr dort und wir sind nicht weiter als “machen sie täglich die Entspannungsübungen”. Aber auch hier finde ich die Therapie für mich nicht sehr hilfreich. Bin ich zu ungeduldig oder soll ich mir einen anderen Therapeuten suchen?

    LG Andrea

  13. SebastianSebastian sagt:

    Also, wenn ein Arzt den Verdacht hätte, dass es Krebs sein könnte, würde man sicherlich ein CT machen lassen. Er sieht wohl nicht die Notwendigkeit und das sollte Dich beruhigen. Ich kann natürlich auch nicht sagen, woher diese Symptome kommen.

  14. Sandra sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich leide seit einem Jahr ganz stark an Hypochondrie, Agoraphobie und Panikstörung. Die Panikattacken kommen jeden Tag, die blöden Gedanken alle paar Minuten..
    Mein aktuelles Problem, ich habe so Angst vor Lungenkrebs. Habe folgende Symptome: Abgeschlagenheit, schwere Beine, Schmerzen in der Mitte des Brustkorbs, ab und zu schwer Luft und es war sogar schon mal bisschen Blut im Auswurf. Ich war bei zwei Ärzten. Der eine meinte wenn ich älter wäre (bin 25) wären meine Symptome besorgniserregend. Der andere Arzt meinte Schmerzen hat man nicht von der Lunge und auf einem Röntgenbild würde man aber auch nichts erkennen, eher auf einem CT, das man aber wegen der Strahlen nicht macht. Was soll man da noch machen? Zu einem dritten Arzt, um sich noch mehr verunsichern zu lassen? Es ist so schwer 🙁 Außerdem habe ich Krämpfe am Gaumen und Kiefer und viele anderen Symptome, woher weiß man auch nicht..
    Es wurden bereits EKG, Ultraschall vom Herzen, MRT vom Kopf und vor einem Jahr Röntgenbild der Lunge gemacht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich will wieder unbeschwert leben und glücklich sein. In Therapie bin ich schon..
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Viele Grüße

  15. Anne sagt:

    Hey, Danke für die schnelle Antwort.
    Deine Antwort hat mich total gefreut! Wie gesagt hat mir bisher jeder Arzt, egal ob Hausarzt, Neurologe oder Psychologe irgendein Medikament verschrieben und ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl dabei und hab die Tabletten nicht geschluckt. In der Klinik hab ich dann zum ersten Mal diese Medikamente nehmen müssen und hab mich körperlich ganz schlecht gefühlt. Außerdem haben mich meine Mitpatienten echt geschockt, die waren alle schon komplett runter gebeamt, völlig ohne Mimik und Regung. Mit großen Augen liefen sie wie kleine Zombies durch die Gegend. Echt schauerlich, obwohl es wirklich super nette Menschen waren. Nur ihre wahre Persönlichkeit war durch die vielen Medikamente (und ich meine wirklich viele! Alleine ich bekam 4 verschiedene Mittelchen, zum Beruhigen, zum Schlafen, morgens zum “Stimmungsaufhellen” und weil das bei mir zuviel aufgehellt war wieder was zum Drosseln…) verschleiert. Für mich war das nicht der richtige Weg, mit meiner Angst, den Panikattacken und der völligen Erschöpfung klar zu kommen. Ich weiß, dass es Fälle gibt, wo Psychopharmika unerlässlich sind. Eine Therapeutin hat mich gar nicht aufgenommen weil sie meinte, wenn ich keine Medikamente nehme bin ich nicht therapierfähig. Zum Glück gibt es noch ein paar andere Therapeuten :-). Ich bekomme momentan B-Vitamine, Magnesium und Vitamin C hochdosiert intravenös und dazu nehme ich noch so pflanzliche Beruhigungstabletten. Mir hilft das zumindest um körperlich wieder belastbarer zu werden. Merke gerade, dass die Energie zurückkommt. Gutes Gefühl 🙂
    Schön, dass Du Deine eigene Erfahrung hier teilst und so tolle Tipps gibst. Wenn man all das liest fühlt man sich nicht mehr als einzig Bekloppte auf der Welt :-).

    Ich geb Dir gerne ein Feedback wenn ich Dein Buch durch habe.

    Viele Grüße und Danke nochmal.

  16. SebastianSebastian sagt:

    Das kenne ich zur Genüge. Kann gar nicht mehr zählen, wieviele Arztbesuche und im Nachhinein unnötige Untersuchungen ich habe über mich ergehen lassen. Wenn Muskelzucken gleich ALS bedeutet, wäre ich vermutlich schon an den Rollstuhl gefesselt. 😉

    Wenn Du “Exfreundin Angst” bestellt hast, wirst Du bald lesen können, dass ich nie Medikamente genommen habe. In meinem Buch widme ich diesem Thema ein eigenes, kleines Kapitel. Das Buch wird in der Regel noch am gleichen Tag nach Zahlungseingang versendet. Dürfte also nicht mehr lange dauern, bis Du es in Händen hältst, habe jedoch momentan keinen detaillierten Überblick über all die Bestellungen. 🙂 Lass mal hören, wie es Dir gefallen hat.

    Warum ich mich gegen Antidepressiva entschieden habe, kannst Du aber auch hier schon einmal in einer abgespeckten Version nachlesen: psog.de/antidepressiva.

    Viele Grüße.

    Sebastian

  17. Anne sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich habe mir eben Dein Buch bestellt und warte gespannt darauf :-).
    Seit einem Jahr renn ich von Arzt zu Arzt, Darmspiegelung, Magenspiegelung, MRT vom Kopf, HNO-Arzt, Neurologe etc… Zweimal haben mich heftige Panikattacken zu einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus gebracht (zu dieser Zeit wusste ich nicht, dass das Panikattacken sind und dachte, ich bekomme einen Herzinfarkt). Alles immer ohne Befund. Ich befinde mich seit einigen Monaten in einer sehr akuten Phase, verbunden mit Burnout, die vor ein paar Wochen zu einer freiwilligen Einweisung in eine Fachklinik für Psychologie geführt hat. Leider war dieser Aufenthalt alles andere als erfolgreich. Ich wurde medikamentös komplett ruhig gestellt und das hat mich völlig verrrückt, unruhig und zappelig gemacht. Therapie in dem Sinn gab es nicht, pro Woche lediglich 3 Gruppengespräche. Die anderen Patienten waren super nett, aber die Krankheitsbilder haben nicht zueinander gepasst und für mich war das Gruppengespräch zwar unterhaltsam aber es hat gar nichts gebracht. Nach einer Woche hab ich die Klinik wieder auf eigenen Wunsch verlassen und war eine nervliche Komplettkatastrophe. Seither hab ich Muskelzucken am ganzen Körper, was mich nun widerum vermuten lässt, an ALS erkrankt zu sein. Ich muss Dir den Disput zwischen Verstand und Gefühl/Einbildung sicher nicht erklären :-). Engelchen und Teufelchen in meinem Kopf spielen PingPong. In 2 Wochen geht nun endlich meine ambulante Psychotherapie los und ich hoffe und denke, dass mir das weiterhilft. Was mich interessieren würde, hast Du Medikamente genommen und wenn ja, was genau? Ich habe inzwischen schon viele verschiedenen Medikamente verschrieben bekommen, zur Zeit setze ich aber auf B-Vitamine und pflanzliche Sachen.

    Liebe Grüße und Danke für die Info.

  18. adminadmin sagt:

    Hallo Katy,
    vielen Dank für Deinen Kommentar und die lobenden Worte für mein Buch. Es freut mich, dass es Dir eine Hilfestellung bei Deiner Angststörung ist. Ich habe übrigens auch eine leichtgeradige Herzklappeninsuffizienz, die allerdings keine Bedeutung hat. Wie Du sagst: “Wer suchet, der findet!”

    Ganz ehrlich: Nach dem was Du schreibst, bin ich mir sicher, dass Deine Angst, dass Dir das alles dauerhaft nicht hilft, unbegründet ist. Du bist auf dem richtigen Weg. Von heute auf morgen kann die Angst nur selten verschwinden, man muss auch erst einmal wieder lernen ohne Angst zu leben. Oder wie war das noch mit dem Verlustgefühl, nachdem ich meine Angst in den Fluss geworfen habe? 😉

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