Angst vor Krankheiten was tun? – Krankheitsangst besiegen

Wenn der Verdacht besteht, ernsthaft krank zu sein, ist es bis zur Stellung der Diagnose vollkommen normal, dass man Angst davor hat. Wer will schon gerne schwer krank sein?

Bei Menschen mit schwerwiegender Krankheitsangst besteht jedoch objektiv kein Grund zur Besorgnis und doch ist der Leidensdruck hoch. Mitunter ist ein normales Leben kaum noch möglich. Eine enorme Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Ständig hören sie in ihren Körper hinein. Jede noch so kleine körperliche Veränderung wird als gefährlich interpretiert und muss als Indiz dafür herhalten, schwer krank zu sein. Die Gedanken kreisen ständig um schwere Krankheiten und ihre Symptome. Ein Arztbesuch beruhigt meist nur kurzfristig.

Wir wollen darüber sprechen, was Betroffene tun sollten, um diese lebensbeeinträchtigende Angst vor Krankheiten überwinden zu können.

Inhaltsverzeichnis

Die Angst vor Krankheiten ist weit verbreitet

Menschen mit Krankheitsangst schämen sich oftmals für ihre Ängste. Dabei ist die Angst schwer krank zu sein, ohne dass eine organische Ursache vorliegt, weit verbreitet.

Man geht von etwa 6-10% der Bevölkerung aus, die mit einer hypochondrischen Störung oder Somatisierungsstörung zu tun hat. Die Dunkelzimmer ist vermutlich weitaus höher.

Etwa 25% aller Arztbesuche im deutschsprachigen Raum gehen auf Menschen mit ausgeprägter Krankheitsangst zurück. Damit sind sie eine große Belastung für unserer Gesundheitssystem, ohne dass man den Betroffenen einen Vorwurf machen könnte. Schließlich leiden sie selbst am allermeisten unter der krankhaften Angst vor Krankheiten.

Bevor wir darüber sprechen, wie man die Angst vor Krankheiten besiegen kann, schauen wir uns kurz an, in welche psychischen Störungen man Krankheitsangst einteilt.

Hypochondrie, Somatisierungsstörung oder generalisierte Angststörung

Hinter der Angst vor Krankheiten kann eine hypochondrische- oder eine Somatisierungsstörung stecken.

Bei der hypochondrischen Störung haben die Betroffenen meist Angst vor einer bestimmten Erkrankung, beispielsweise Angst vor Krebs oder Angst vor MS, wobei die Krankheiten, vor denen man sich fürchtet auch variieren können. Während bei der Hypochondrie die Angst vor einer Diagnose im Vordergrund steht, richten Somatisierer den Fokus auf die (wechselnden) Symptome als solches.

Einige an Hypochondrie leidende Menschen haben so große Angst vor einer niederschmetternden Diagnose, dass sie den Arztbesuch meiden, während der Somatisierer eigentlich immer wegen unterschiedlicher Symptome beim Arzt anzutreffen ist und sich eine (harmlose) Erklärung für seine Beschwerden wünscht.

Letztlich ist die Abgrenzung nicht ganz leicht, Überschneidungen häufig und die Unterscheidung zwischen Hypochondrie und Somatisierungsstörung aus meiner Sicht weniger relevant als man denkt, denn hinter beiden Störungen stecken ähnliche Ursachen.

Wenn der Betroffene sich nicht nur um die eigene Gesundheit sorgt, sondern sich die übertriebenen, häufig unnötigen Sorgen auch auf andere Bereiche, wie die finanzielle Situation, die Familie oder die Zukunft im Allgemeinen erstrecken, kann auch eine generalisierte Angststörung hinter der Angst vor Krankheiten stecken.

Kann man sich Krankheiten einreden?

Die meisten Betroffenen zweifeln zwar daran, dass es keine organische Ursache für ihre Beschwerden gibt, sie sind sich ihrer krankhaften Angst vor Krankheiten aber durchaus bewusst. Eine häufige Sorge der Betroffenen ist, dass sie durch ihre Angst vor Krankheiten, die Krankheiten auslösen können, was die Angst zusätzlich verstärkt.

Die Angst selbst führt zwar zu Symptomen wie Müdigkeit und Verspannungen, doch es gibt keinen Hinweis darauf, dass beispielsweise durch die Angst vor Krebs oder MS besagte Krankheit auch ausgelöst werden kann.

Tipp: Deine Sorgen führen nicht zu schweren Krankheiten, sie schützen Dich aber auch nicht davor. Sie führen einzig und allein dazu, dass es Dir schlecht geht.

Angst vor Krankheiten Symptome

Die Beschwerden bei der Angst vor schlimmen Krankheiten können vielfältig sein und im Grunde alle Körperteile und Organe betreffen. Zu typischen Symptomen zählen beispielsweise Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Missempfindungen in Gesicht, Armen und Beinen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Sehstörungen, Ohrgeräusche, Kribbeln, Taubheitsgefühle und Zittern.

Wie entstehen diese Symptome?

Zum einen können alle Menschen hin und wieder bestimmte körperliche Veränderungen bemerken. Es kribbelt mal hier und zieht mal dort. Das ist normal. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen.

Die meisten Menschen messen diesen Symptomen keine besondere Bedeutung zu und so gehen diese vorüber, ohne dass dies irgendwelche Folgen hätte.

Menschen mit großer Angst vor Krankheiten neigen dazu, diese harmlosen körperlichen Regungen als gefährlich zu interpretieren. Sie sehen diese Symptome als Beweis dafür an, schwer krank zu sein. „Da stimmt etwas nicht mit mir!“

Menschen mit großer Angst vor Krankheiten, bemerken diese harmlosen körperlichen Veränderungen und fokussieren sich auf diese. Die Wahrnehmung allein führt jedoch noch nicht zum Problem. Hinzu kommt die Interpretation eigentlich harmloser körperlicher Regungen als gefährlich. Erst die Wertung als etwas Bedrohliches führt zu dieser großen Angst, unter der Betroffene so leiden.

„Ich bin ständig müde. Habe ich vielleicht Leukämie? Dafür spricht auch, dass ich zwei Kilo in einer Woche abgenommen habe.“ Konzentrationsprobleme könnten erste Anzeichen für eine schwere neurologische Erkrankung, das gelegentliche Herzstolpern auf bösartige Herzrhythmusstörungen hindeuten und ein neues Muttermal deutet auf Hautkrebs hin.

Diese Gedanken führen dazu, dass man Angst bekommt und häufig sogar Panikattacken entstehen. Durch die Angst und die damit verbundene Anspannung können weitere Symptome entstehen oder bestehende Symptome verstärkt werden: Schwindel, Zittern, Schweißausbrüche, Ohrgeräusche und weitere typische Angst-Symptome .

Diese werden nun wieder als Beweis dafür interpretiert, dass etwas nicht in Ordnung ist. „Das ist doch nicht normal. Das kann doch nicht alles psychisch sein. Da muss etwas anderes hinterstecken!“ 

Und so entsteht ein Teufelskreis, der die Angst vor Krankheiten ständig am Laufen erhält.

Die Symptome sind real

Wenn man Menschen mit Angst vor Krankheiten sagt, dass ihnen körperlich nichts fehlt, fühlen sie sich einerseits erleichtert, andererseits aber oftmals auch wie vor den Kopf geschlagen. Schließlich bildet man sich die Symptome doch nicht ein!

Dabei ist wichtig, dass man versteht, dass die Beschwerden tatsächlich vorhanden sind, es nur keine körperliche, sondern eine psychische Ursache besteht. Mit Einbildung hat das nichts zu tun. Die Symptome sind real.

Die häufigsten Krankheitsängste

Angst vor Krebs

Die Angst vor Krebs ist eine häufige Angst. Das ist nicht verwunderlich, schließlich ist Krebs eine der häufigsten Todesursachen. Und auch wenn viele Krebsarten mittlerweile recht gut heilbar sind, sind oftmals belastende Therapiemaßnahmen erforderlich. Schließlich ist eine Chemotherapie alles andere als ein Zuckerschlecken.

Zudem kann Krebs jedes einzelne Organ befallen und die Symptomatik somit extrem vielfältig sein. Daher kann jedes Symptom theoretisch auch Ausdruck eines Krebsleidens sein. Kopfschmerzen können auf einen Hirntumor hindeuten, Husten auf Lungenkrebs und eine Gewichtsabnahme und Müdigkeit durch Leukämie hervorgerufen werden.

Es besteht somit immer die vage Möglichkeit, dass sich Krebs hinter körperlichen Beschwerden verbirgt. Doch auch wenn das nicht komplett auszuschließen ist: Eine harmlose Ursache ist IMMER viel wahrscheinlicher. 

Das gilt  vor allem für junge Menschen. Schließlich ist das größte Risiko für die meisten Krebsarten ein hohes Lebensalter.

Angst vor MS (Multiple Sklerose)

Eine meiner größten Ängste war damals die Angst vor MS. Ähnlich wie bei Krebs können die Symptome auch bei MS sehr vielseitig sein. Zudem treten viele der typischen Symptome (soweit man bei Multiple Sklerose von „typisch“ sprechen kann) auch bei Angst, Anspannung und Stress auf: Sehstörungen, Tinnitus, Schwindel oder Gangunsicherheit beispielsweise.

Und wenn man große Angst vor schlimmen Krankheiten hat, dann treten diese Angst-Symptome bei vielen Betroffenen auf, was die weit verbreitete Angst vor MS unter Angst-Patienten erklärt.

Ähnlich wie bei Krebs gilt jedoch auch hier: Die Wahrscheinlichkeit, dass MS hinter den Symptomen steckt, ist im Vergleich zu einer harmlosen Erklärung verschwindend gering.

Angst vor einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

Symptome wie Herzrasen, Herzstolpern oder Stiche in der Brust lassen Betroffene befürchten, dass etwas mit ihrem Herzen nicht stimmt. Dabei ist Herzrasen fast immer mit dabei, wenn man Angst bekommt.

Stiche in der Brust kommen in den meisten Fällen von muskulären Verspannungen und Herzstolpern haben fast alle Menschen hin und wieder. Viele Menschen haben mit Extrasystolen (zusätzlichen Herzschlägen) zu tun, die in den allermeisten Fällen absolut ungefährlich sind, jedoch ziemlich belastend sein können.

Hier gibt es weitere Informationen zur Herzangst .

Angst vor psychischer Krankheit

Auch die Angst vor psychischer Krankheit wie einer Psychose oder Schizophrenie kommt ziemlich häufig vor. Vor lauter Angst und Stress kann man manchmal kaum einen klaren Gedanken fassen.

Unwirklichkeitsgefühle sind bei einer Angststörung oftmals mit im Spiel und manchmal erkennt man sich selbst nicht wirklich. Und diese Symptome machen verständlicherweise Angst, man befürchtet, verrückt zu werden. Auch hier entsteht wieder ein Teufelskreis. Wie auch die Angst vor körperlichen Krankheiten lässt sich die Angst vor psychischen Krankheiten überwinden.

Und auch bei der  Angst vor psychischer Krankheit gilt der Hinweis, dass Du mit Deinen Ängsten keine Psychose oder Schizophrenie hervorrufst. 

Es gibt keine Garantie

Egal, ob man Angst vor Krebs oder MS hat, unabhängig davon, ob man sich vor einer Herz-Kreislauferkrankung fürchtet oder vor schweren psychischen Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich eine harmlose Ursache hinter Symptomen verbirgt ist IMMER sehr viel wahrscheinlicher.

Ich weiß aus eigener Erfahrung sehr gut, wie sehr man sich die absolute Gewissheit wünscht, vollkommen gesund zu sein und zu bleiben. Diese zu bekommen, ist jedoch unmöglich. Es gibt leider keine Garantie dafür, nie schwer krank zu werden. Wir alle müssen lernen, mit dieser Ungewissheit zu leben.

Die Angst vor Krankheit hat nur eine einzige Konsequenz: Sie hält uns davon ab, ein gutes Leben zu leben. Ich komme gleich noch auf diesen Gedanken zurück.

Angst vor Krankheiten was tun?

Ich bekomme ständig E-Mails mit der Frage: „Wie kann ich die Angst vor Krankheiten bekämpfen?“ Diese Frage läuft in die falsche Richtung, da sie beinhaltet, man können gegen die Angst kämpfen. Damit macht man die Angst zu einem Feind, der sie nicht ist.

Es ist verständlich, dass Du diese nervtötende Angst vor Krankheiten loswerden willst, doch die Angst ist Teil Deiner Selbst und kein Feind, der Dir etwas Böses will. Die Angst vor Krankheiten bekämpfen zu wollen, ist darum niemals eine gute Idee und zwar vollkommen egal, um welche Ängste es sich handelt.

Die Frage „Wie bekomme ich meine Angst vor Krankheiten in den Griff?“, die mir ebenfalls häufig gestellt wird, ist da wesentlich zielführender. Und genau darüber wollen wir nun sprechen.

Kann man Krankheitsangst selbst heilen? Gibt es Tipps zur Selbsthilfe bei Angst vor Krankheiten? Ja, natürlich gibt es die. Aus meiner Sicht ist jede Hilfe – auch eine Psychotherapie – immer eine Hilfe zur Selbsthilfe. Dritte können Dir zwar eine Hilfestellung geben, aber niemand kann Deine Angststörung einfach „wegmachen“. Du selbst bist gefragt.

Angst vor Krankheiten Selbsthilfe

Zunächst einmal möchte ich Dir einige Tipps mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst:

  1. Höre auf mit dem Ärzte-Hopping: Viele Betroffene sind aufgrund ihrer Beschwerden häufig beim Arzt anzutreffen. Man erhofft sich im besten Falle eine harmlose Ursache als Erklärung für die Symptome. Da diese in den meisten Fällen ausbleibt, möchte man zumindest die Entwarnung, indem nichts ernstes gefunden wird.
    Die darauf einsetzende Beruhigung hält aber meist nur kurz an. Meist fängt man schon wenige Tage später an, die „Hat er vielleicht etwas übersehen? Hätte man nicht weitere Untersuchungen durchführen müssen?“ Und schon geht die Angst wieder los.
    Oftmals wendet man sich an einen anderen Arzt. Das führt dazu, dass die korrekte Diagnose, nämlich „hypochondrische Störung“, „Somatisierungsstörung“ oder „generalisierte Angststörung“ oftmals jahrelang ausbleibt. Außerdem bringen diese Arztbesuche auf Dauer wenig. Die erhoffte Beruhigung hält niemals lange an.
    Besser ist es, einen Hausarzt zu finden, der Dich ernst nimmt, beruhigt und Dich dazu animiert, die Angst vor Krankheiten in den Griff zu bekommen.
  2. Lass das Googlen sein: Man will wissen, was hinter den Beschwerden stecken kann und so versucht man, im Internet fündig zu werden. Die erhoffte Beruhigung bleibt jedoch auch hier aus. Im Gegenteil: Man bekommt nur noch mehr Angst.
    Schließlich kann hinter JEDEM Symptom theoretisch auch eine schwere Erkrankung stecken. Und genau das nimmst Du mit, was die Angst verstärkt. Darum solltest Du diese Internetrecherchen unbedingt unterlassen.
  3. Treibe Sport: Die Krankheitsangst führt mitunter dazu, dass Betroffene keinen Sport machen. Die Kondition kann in diesem Fall nicht die beste sein. Man fühlt sich nicht fit und führt diesen Zustand wieder als Beweis dafür an, schwer krank zu sein.
    Darum sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten Sport treiben. Dabei kann man langsam, beispielsweise mit zügigem Spazierengehen, starten. Beginne gemächlich, aber bleibe am Ball. Wenn Du das Okay Deines Arztes benötigst, dann hole es Dir. Du wirst sehen, dass Du mit der Zeit immer belastbarer wirst. Das gibt Selbstvertrauen. Ich halte Sport für enorm wichtig, um wieder Vertrauen in Deinen Körper zu gewinnen.
  4. Ernähre Dich ausgewogen: Auch eine ausgewogene Ernährung trägt zu Deinem Wohlbefinden bei und wirkt der Angst vor Krankheit entgegen. Es gibt in Sachen Ernährung so viele verschiedene Theorien, dass es schwer fällt, dort durchzublicken. Es genügt aus meiner Sicht meist schon, etwas mehr Gemüse auf dem Speiseplan zu haben, rotes Fleisch hin und wieder durch Fisch zu ersetzen und auf Zucker sowie helles Getreide häufiger zu verzichten. Mit der richtigen Ernährung hast Du mehr Energie und fühlst Dich gesünder.
  5. Entspann Dich: Angst führt unweigerlich zu An- und Verspannungen. Allein dadurch können Symptome wie Stiche in der Brust, Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Gangunsicherheit, Ohrgeräusche oder Sehstörungen hervorgerufen werden und diese machen Angst.
    Daher ist es sinnvoll, für mehr Entspannung zu sorgen. Das funktioniert am besten über eine Entspannungstechnik wie Meditation, autogenes Training oder Yoga. Mein persönlicher Favorit für Menschen mit Angst vor Krankheiten ist die progressive Muskelentspannung. Sie ist schnell erlernbar, überall anwendbar und Du bekommst ein Gefühl dafür, wann bestimmte Körperregionen angespannt sind.

Hinweis zu den Selbsthilfe-Tipps

Die Sorgen bei der Angst vor Krankheiten führen lediglich dazu, dass es Dir schlecht geht. Wenn Du auf eine einigermaßen gesunde Lebensweise achtest, dann haben diese Sorgen zumindest eine positive Konsequenz. Und die wichtigsten Maßnahmen sind Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie Stressreduzierung.

Zudem wirst Du auf diese Weise aktiv, was immer dazu führst, dass Du Dich besser fühlst. Und nicht zuletzt ist eine gesunde Lebensweise der einzige Weg, um schlimmen Krankheiten tatsächlich vorzubeugen.

Alle diese Tipps kannst Du im Grunde sofort umsetzen. In den meisten Fällen genügt das jedoch nicht, um die Angst vor Krankheiten besiegen zu können. So ist in vielen Fällen eine Psychotherapie anzuraten, wobei eine Verhaltenstherapie die besten Heilungschancen verspricht.

Und verpasse bitte nicht den Ratgeber am Ende…

Angst vor Krankheiten Ursachen

Der Grundstein für übertrieben Krankheitsängste wurden häufig in der Kindheit gelegt. So kann es sein, dass unsere Eltern überängstlich reagierten, wenn wir als Kinder krank waren.

Auch wenn Elternteile oder andere Familienmitglieder schwer krank waren oder früh verstorben sind, kann das dazu beitragen, dass sich im Erwachsenenalter die Angst vor schlimmen Krankheiten manifestiert.

Aus meiner Erfahrung spielen darüber hinaus in vielen Fällen ganz andere Ursachen eine tragende Rolle. Zu diesen möglichen Ursachen für Krankheitsängste zählen zum Beispiel:

  • ein leidenschaftsloses Leben
  • Langeweile
  • die Angst vor dem Tod
  • chronische Unzufriedenheit in einem oder mehreren Lebensbereichen
  • nicht getroffene, schwierige Entscheidungen

Kostenloser Ratgeber über Angst vor Krankheiten

Zu diesen Dingen könnte ich noch viel mehr schreiben und das habe ich auch getan. Da dieser Blogbeitrag ellenlang werden würde, habe ich diese Tipps in einem kleinen E-Book verpackt, dass Du Dir kostenlos herunterladen kannst. Mit dazu gibt es ein E-Mail-Coaching, dass Dir dabei helfen soll, die Angst vor Krankheiten zu besiegen.

>Klicke hier, um die kostenlosen Infos zu bekommen.

Hinweis: Ich hatte jahrelang selbst große Angst vor schlimmen Krankheiten und weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend Krankheitsängste sein können. Ich habe vor langer Zeit die Angst vor Krankheiten überwinden können und möchte Dir Mut machen: Man kann die Krankheitsangst besiegen. Ich hoffe, dass Dir dieser Beitrag, mein E-Mail-Coaching sowie der kleine Ratgeber dabei helfen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir dazu ein Feedback über die Kommentarfunktion gibst. Und auch wenn Du noch eine Frage hast, freue ich mich über Deinen Kommentar.

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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49 Kommentare

  1. Jörn sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich finde mich in deinen Worten 1 zu 1 wieder. Ich bin auch Hypochonder (oder sterbens krank ;-), bisl Selbstironie darf nicht fehlen). Ich bin gefühlt schon an jeder Krankheit dieser Welt erkrankt, Hirntumor oder Krebs in der Leber, Milz oder Bauchspeicheldrüse mit den entsprechenden Metastasen im Kopf, MS, Parkinson, Schilddrüse, Amalgam- oder Schwermetallvergiftung, Borreliose usw.
    Solange es ein Rest-Risiko gibt diese Krankheit zu haben, kreisen meine Gedanken nur darum! Auch der Zweifel an der Kompetenz der Ärzte ist mir bekannt.
    Typische Symptome bei mir sind eine Benommenheit (ich nenne es gerne Matschbirne) Kopfschmerzen bzw Druck im Kopf, Nackenverspannungen, Brennen der Haut bzw der Nerven, Schlafprobleme und beim Aufwachen kreisen die Gedanken gleich weiter um Krankheiten, allgemeine Schwäche bzw. Leistungsminderung, ständige Müdigkeit. Schmerzen im Oberbauch/Magenbereich, 1x auch Taubheitsgefühl im Bein, Schwitzen bei stressigen Situationen usw.
    die Liste ist also ellenlang. Wobei es hier jetzt nicht spaßig klingen soll, das alles macht mich wirklich fertig. Zudem schränkt es mich in meiner Leistungsfähigkeit extrem sein, sowohl im privaten Leben, der Beziehung sowie dem Berufsleben. Wenn ich mich recht entsinne bist du auch BWLer (ich habe ein duales Studium in BWL absolviert und bin nun in einem relativ stressigen Job).
    Mich würde wirklich interessieren wie du es aus diesem Teufelskreis geschafft hast?! Eine entsprechende Therapie habe ich gerade angefangen (4 Sitzungen bisher) aber als nächstes werde ich mich wohl mal in die Röhre legen (MRT) um auf Nummer sicher zu gehen. Natürlich habe ich Angst vor dem was da raus kommt, aber ständig diese Ungewissheit nervt!!! Anschließend steht ein Termin beim Neurologen auf der Agenda. Haben dir solche Untersuchungen geholfen, wenn du anschließend eine positive Diagnose erhalten hast?
    Registriert habe ich mich bereitsbei dir, nun werde ich mal aufmerksam dein Buch/Ratgeber lesen.
    VG

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Jörn,

      danke für Deinen Kommentar. Zunächst, ja ich habe auch einen Abschluss in BWL, wobei ich hier kein erhöhtes Risiko für eine Hypochondrie sehe. 😉 Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich kenne diese Gedankengänge und Symptome alle auch. Es ist ja kein Wunder, dass die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Schließlich kostet so eine Angststörung extrem viel Energie.
      Ich halte es für sinnvoll, sich einmal gründlich untersuchen zu lassen. Das Risiko für eine schwere Krankheit wird man allerdings niemals komplett ausmerzen. Wir müssen vielmehr lernen, damit zu leben. Wie ich es herausgeschafft habe, kannst Du im Detail in meinem Buch lesen. Es war ein Prozess mit vielen Faktoren. Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen und wenn Du noch Fragen hast – immer her damit!

  1. 17. Oktober 2018

    […] die Belastungsfähigkeit meines Körpers, was die Einsicht verstärkte, gesund zu sein und meiner Angst vor Krankheiten […]

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