Angststörung – Wie können Angehörige helfen?

Angststörung wie helfen? – Tipps für Angehörige

Mit einer Angststörung fühlt man sich manchmal wie ein schwarzes Schaf

Wenn man unter Angst und Panikattacken leidet, ist das für die Betroffenen oftmals die Hölle. Doch auch für Angehörige ist das alles andere als einfach.

So ist eine Angststörung für eine Partnerschaft oft eine große Belastung. Eltern verzweifeln, wenn sie ihre eigenen Kinder leiden sehen und auch für andere Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen ist das schwer auszuhalten, Menschen, die man mag, mit dieser objektiv kaum verständlichen psychischen Erkrankung konfrontiert zu sehen.

Man will helfen, weiß aber nicht wie. Und genau darum kümmern wir uns in diesem Beitrag.

Bist Du selbst betroffen? Wenn Du Dich mit Deinen Ängsten und Panikattacken unverstanden fühlst und es Dir schwer fällt, zu erklären, was mit Dir los ist, dann schicke Deinem Partner, Deinen Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen doch den Link zu diesem Artikel.

Bist Du Angehöriger? Und wenn Du jemanden im Familien-, Freundes- oder Kollegenkreis hast, der eine Angststörung hat und Du helfen willst, dann lasst uns darüber sprechen, was Du für den Betroffenen, aber auch für Dich selbst tun kannst, da die Belastung für Dich ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.

Inhalt

  • Gutgemeinte Ratschläge führen oft zu nichts
  • Diese Ängste sind doch Blödsinn
  • Betroffene wissen, dass Ängste übertrieben sind
  • Angehörige fühlen sich vor allem dann hilflos, wenn die Angststörung die Partnerschaft und andere enge Bindungen betrifft
  • Kümmere Dich auch um Dich
  • Angststörung wie helfen?
  • Deine Hilfe hat Grenzen
  • Gutgemeinte Ratschläge führen oft zu nichts

    “Stell dich nicht so an! Reiß dich doch mal zusammen! Mach Dir nicht immer so einen Kopf! Geh doch mal raus, an die frische Luft. Du weißt doch, dass dir nichts passiert!”

    Derartige Ratschläge müssen sich Menschen mit einer Angststörung immer wieder anhören. Viele Betroffene fühlen sich unverstanden. Denn letztlich ist eine Angststörung eine Krankheit, die sich keiner selbst aussucht.

    Eine Angststörung, die mit regelmäßigen Panikattacken einhergeht, ist für Betroffene die Hölle. Doch auch für Angehörige ist es nicht einfach, damit umzugehen. Diese unbegründete Angst ist schwer zu verstehen.

    Diese Ängste sind doch Blödsinn!

    Die Angst, die Menschen bei einer Angststörung haben, ist für andere Menschen nur schwer nachvollziehbar. Schließlich ist diese vollkommen übertrieben.

    Angst vor dem Bahnfahren, vor dem Supermarkt, vor einer Geburtstagsfeier oder Angst vor einem Kinobesuch. Menschen mit einer Angststörung haben seltsame Ängste. Was bitte ist daran so schlimm, in den Supermarkt zu gehen? Das ist doch vollkommender Schwachsinn.

    Man ist an der Kasse vielleicht etwas genervt, wenn man länger warten muss. Und überhaupt: So richtig Spaß macht das ganze ja nicht. Aber Angst? Was soll daran bitte so angsteinflößend sein?

    Und wer hat schon Angst ins Kino zu gehen? Man muss ja keine Horrorfilm schauen. Das ist doch was Schönes! Doch für Menschen mit einer Angststörung kann sogar ein harmloser Kinobesuch zu einer echten Herausforderung werden.

    Schauen wir uns die Geschichte von Ulrike an…

    Ulrike hat Angst im Kino

    Ulrike, 41 Jahre alt und Verkäuferin aus Bottrop hat eine Angststörung und bekommt in verschiedenen Situationen immer wieder Panikattacken. Sie möchte sich das Leben dadurch nicht vermiesen lassen und versucht, den Panikattacken immer wieder zu trotzen.

    Es ist Samstag Abend. Ulrike möchte sich mit ihrem Mann David einen schönen Abend im Kino machen. Die beiden haben sich für “Jurassic World”, die Fortsetzung von “Jurassic Parc” entschieden.

    Sie haben Plätze in der Mitte des großen Kinosaals. Das Kino ist voll. Der Film beginnt.

    Es ist unglaublich laut. Die sich schnell bewegenden Bilder und die Hektik des Films wirken auf Ulrike leicht bedrohlich. So viele Sinneseindrücke. Schnell ist sie ein wenig überfordert. Und es ist eng im Kino.

    Ulrike fühlst sich unwohl. Sie fängt an zu schwitzen. Diese Enge macht sie wahnsinnig. Sie spürt wie sich ihre Atmung beschleunigt. Eine innere Unruhe macht sich breit, ihr Puls schlägt schneller.

    Sie weiß, was jetzt kommt. Eine Panikattacke kündigt sich an. Sie hasst das. Auch wenn sie das schon hunderte Male erlebt hat – die Symptome machen ihr jedes Mal wieder Angst.

    Ulrike kann nicht so einfach flüchten. Sie könnte zwar den Kinosaal verlassen. Das aber wäre ihr unangenehm. Sie müsste die Leute stören, die sich in Ruhe den Film anschauen wollen. Sie selbst möchte doch einfach nur den Film, genießen. Und vor allem wäre es ihr peinlich gegenüber David.

    Auch wenn eine Flucht prinzipiell möglich wäre, wäre das nur unter unangenehmen Umständen möglich. Diese Erkenntnis treibt die Panikattacke weiter an.

    Menschen mit Angststörungen wissen, dass die Ängste übertrieben sind

    Ulrike ist nur eine von vielen, die mit irrationalen Ängsten und Panikattacken zu tun hat.

    Wenn Sie nicht selbst betroffen sind, dann mag das für sie Seltsam” sein. Schließlich muss doch wohl in der Lage sein, seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten. Man muss sich doch nur klar machen, dass nichts Gefährliches daran ist.

    Natürlich wissen die Leute, dass ihre Ängste übertrieben sind. Darum ist ihnen das Ganze ja unangenehm.

    Menschen mit einer Angststörung sind nicht verblödet, sie sind krank. Wenn jemand eine Erkältung hat, sagt ja auch niemand: “Hör mal auf zu niesen, das bringt doch jetzt nichts.”

    Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, wie belastend das Ganze ist, wenn selbst ein eigentlich erfreuliches Erlebnis bei Menschen mit einer Angststörung zur Zerreissprobe werden kann.

    Die Situationen, in denen Angstzustände auftreten, können sehr vielfältig sein. Manche Menschen – insbesondere diejenigen, die an einer Panikstörung leiden – haben oftmals Angst vor der Angst. Das bedeutet, dass man Angst bekommt, eine Panikattacke zu erleiden und genau diese Angst löst dann die Panikattacke aus. Und das kann immer und überall passieren. Für Betroffene ist das die Hölle auf Erden…

    Eine Panikattacke ist die Hölle

    Wie kann man vor einer Panikattacke überhaupt Angst haben?

    Angehörige sollten verstehen, dass eine Panikattacke eine unglaublich überwältigende Erfahrung ist. Angst (und zwar egal, was der Auslöser für diese Angst ist) setzt im Körper einen Prozess in Gang. Hormone werden ausgeschüttet, der Herzschlag und die Atmung beschleunigen sich, der Blutdruck steigt, die Wahrnehmung wird gestärkt.

    Diese körperlichen Veränderungen machen weitere Angst und bringen Panikattacken-Symptome mit sich wie Zittern, Schwindel, Übelkeit, Schwitzen und extreme Unruhe.

    Diese Symptome werden als gefährlich interpretiert und verstärken die Angst. Es entsteht ein Teufelskreis.

    Betroffene bekommen Angst, verrückt zu werden, durchzudrehen, in Ohnmacht zu fallen. Und ja: In vielen Fällen haben die Betroffenen echte Todesangst.

    Man hat Angst zu sterben und zwar jedes Mal wieder.

    Für Angehörige mag das seltsam anmuten. Wenn man das doch schon tausend Mal erlebt hat, sollte man doch wissen, dass nicht Schlimmes passiert!

    Damit haben sie nicht ganz unrecht und tatsächlich können diese Gedanken manchmal etwas beruhigend wirken. Wie aber kann man denn sicher sein, dass man dieses Mal nicht doch einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder was auch immer bekommt?

    Es fällt Menschen mit einer Angststörung in diesen Momenten einfach wahnsinnig schwer, rational zu denken.

    Für logisch denkende Menschen ist das schwer zu verstehen. Das bleibt auch so. Und doch hoffe ich, dass dieser Artikel dazu beitragen wird, ein kleines wenig besser zu verstehen, was in den Betroffenen so vorgeht.

    Also: Diese wahnsinnige Angst und diese Symptome bei einer Panikattacke sind so furchtbar, dass man so etwas unter keine Umständen noch einmal erleben möchte. Und gerade das löst die Panikattacken dann manchmal erst aus.

    Und es ist doch irgendwie verständlich, dass man dazu neigt, Panikattacken zu umgehen, indem man bestimmte Situationen vermeidet.

    Dann besteht freilich die Gefahr, dass man irgendwann gar nicht mehr das Haus verlässt und an diesem Punkt können sie schon einmal helfen. Wir kommen später darauf zurück.

    Lasst uns zunächst darüber sprechen, was Ihr als Angehörige für Euch selbst tun könnt, ehe wir zu den Panikattacken – Tipps für Angehörige kommen, denn auch für Angehörige ist es eine Belastung, jemanden mit einer Angststörung so leiden zu sehen.

    Angehörige fühlen sich vor allem dann hilflos, wenn die Angststörung die Partnerschaft und andere enge Bindungen betrifft

    Es ist schwer, wirklich nachzuvollziehen, was Menschen mit einer Angststörung durchmachen, wenn man diese Angstzustände und Panikattacken nicht selbst erlebt hat. Ich hoffe, dass der erste Teil dazu beigetragen hat, ein bisschen besser zu verstehen, wie schlimm das für Betroffene ist.

    Doch auch für Angehörige ist das alles andere als einfach. Der Partner, Eltern, Kinder, Geschwister, Freunde und Kollegen würden gerne helfen, wissen aber nicht, was sie noch tun sollen. Es fällt vielen unglaublich schwer, den anderen so leiden zu sehen.

    Und gerade wenn es den Partner oder ein anderes Familienmitglied betrifft, mit dem man zusammenlebt, muss man ehrlich sagen: Manchmal nervt das einfach tierisch.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich manchmal unausstehlich war, als ich an dieser Angststörung gelitten habe. Ich war unzufrieden mit mir und meinem Leben. Meine Lebensfreude war verschwunden, ich war unausgeglichen, genervt, müde und manchmal etwas depressiv.

    Wenn man ständig Angst und Panikattacken hat, wie ich damals, ist das sicher erklärbar. Und doch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich manchmal eine Belastung für meine Partnerin war.

    Und Ihr als Angehörige dürft auch so ehrlich zu Euch selbst sein, Euch das einzugestehen: Mit jemandem zusammenzuleben, der eine Angststörung hat, macht das Zusammenleben oft schwierig und manchmal nervt das einfach.

    Da freut man sich auf den Urlaub und der Partner äußert ständig seine Bedenken, möchte am liebsten gar nicht mehr fahren. Dabei will man den Urlaub so gerne gemeinsam genießen.

    Kümmere Dich auch um Dich

    Bevor wir dazu kommen, wie Du Deinem Partner, Freund, Kollegen, Kind, Eltern- oder Geschwisterteil helfen kannst, wollen wir besprechen, was Du für Dich selbst tun kannst.

    Tu Dir etwas Gutes: Das Zusammenleben mit jemandem, der an einer Angststörung leidet, ist auch für Dich manchmal belastend. Deshalb solltest Du Dich nicht vergessen. Sei gut zu Dir selbst. Gönne Dir zwischendurch eine Auszeit. Mach auch etwas, was DIR Freude bereitet.

    Vernachlässige nicht Deine Hobbies und anderen Beziehungen: Viele Angehörige neigen dazu, sich selbst zu opfern, um jemandem zu helfen, den man liebt. Schnell vernachlässigt man Hobbies und Beziehungen zu anderen Menschen. Damit tust Du Dir keinen Gefallen. Vernachlässige Deine Hobbies und Beziehungen keinesfalls.

    Sport und Entspannung: Das Zusammenleben mit jemandem, der an einer Angststörung leidet, ist oft kraftraubend. Sport und Entspannungstechniken tragen dazu bei, die dadurch entstehende Anspannung abzubauen und gibt Dir Kraft und Energie zurück. Optimal wäre es, wenn Ihr beide in dieser Richtung aktiv werden. Sport und Entspannung sind nämlich auch für Leute mit einer Angststörung sehr empfehlenswert.

    Wo ist Deine Grenze? Auch wenn jemand an einer Angststörung leidet, kann sich nicht alles immer nur darum drehen. Gerade als Partner kommt man dabei schnell zu kurz. Mache Dir klar, wo Deine Grenzen sind.

    Das alles hat übrigens nichts mit Egoismus zu tun. Es ist niemandem damit geholfen, wenn Ihr beide auf der Strecke bleibt.

    Man kann beispielsweise nicht von Dir erwarten, nur noch zu Hause zu hocken, weil der andere Angst hat, wenn er allein ist. Das geht einfach nicht.

    Für den Betroffenen selbst ist eine Angststörung schlimm, doch auch für Angehörige ist die Angststörung eine Belastung.

    Angststörung wie helfen?

    Es ist unglaublich hart, zu sehen, wie jemand an einer Angststörung leidet, den man mag oder sogar liebt. Und natürlich will man helfen. Was können Angehörige tun, um Betroffenen mit Panikattacken und Co. zu helfen?

    Nimm den Betroffenen ernst: Auch wenn die Angst für Dich als Angehöriger nur schwer nachvollziehbar ist, solltest Du diese Angst trotzdem ernst nehmen. Der andere leidet darunter sehr. Mache Dich deshalb niemals darüber lustig.

    Zeige Verständnis: Angehörige können diese Panikattacken kaum nachvollziehen, wenn man diese Wahnsinns-Angst nicht selbst erlebt hat. Und doch kannst Du vielleicht durch den ersten Teil dieses Artikels ein klein wenig besser verstehen, was Leute bei einer Angststörung durchmachen.

    Baue sanften Druck auf: Verständnis ist gut. Zu viel Verständnis hingehen ist schädlich. Eine Angststörung wird man nicht los, indem man darauf wartet, dass sich etwas bessert. Man muss schon etwas dafür tun. Sich angstauslösenden Situationen zu stellen, Sport treiben, eine Psychotherapie. All das erfordert Aktivität und das sollten Angehörige auch einfordern.

    Unterstütze: Menschen neigen dazu, Situationen zu vermeiden, in denen sie Panikattacken bekommen könnten. Dieses Verhalten führt dazu, dass man seinen Bewegungsradius immer mehr einschränkt. Das lässt sich nur verhindern, indem man sich den angstauslösenden Situationen stellt. Es kann hilfreich sein, die ersten Schritte zur Angstbewältigung gemeinsam zu gehen. Biete dabei Deine Hilfe an.

    Nimm nicht alles ab: Wenn man jemanden liebt oder mag, neigt man manchmal dazu, ihm alles abzunehmen. Erst recht, wenn er darum bittet. Wenn Du das aber ständig tun, förderst Du die Unselbständigkeit des Betroffenen und das ist hinderlich.

    Fordere: Der Ratschlag, dieses oder jenes zu tun, wird von Betroffenen gerne mit den Worten “Ich kann aber nicht!” oder “Du verstehst mich nicht.” abgetan. Weise deutlich darauf hin, dass sich durch Passivität nichts ändern lässt. Auch eine Psychotherapie ist letzen Endes nur eine Hilfe zur Selbsthilfe und auch dafür muss man etwas tun. Fordere den anderen dazu auf.

    Unterstütze Selbstmitleid niemals: Selbstmitleid ist wohl die schädlichste Verhaltensweise überhaupt. Unterstütze das nicht. Dadurch ändert sich überhaupt nichts. Du kannst so etwas sagen, wie “Ich verstehe, dass es dir schlecht geht und ich akzeptiere, dass dir dieses oder jenes schwer fällt. Ich bin gerne bereit, dich zu unterstützen, doch dein Selbstmitleid unterstütze ich ganz sicher nicht.”

    Ermutige: Wenn man eine massive Angststörung hat, gibt es Phasen, in denen man verzweifelt. Irgendwann glaubt man, nichts mehr daran ändern zu können und neigt dazu, sich in sein vermeintliches Schicksal zu fügen. Ermutige den Betroffenen, nicht aufzugeben. Motiviere. “Du schaffst das und ich helfe dir dabei. Gemeinsam schaffen wir das.”

    Panikattacken-Hilfe hat für Angehörige Grenzen

    Du hast gesehen, dass Du als Angehöriger allenfalls unterstützend wirken kannst. Keinesfalls sollte Du alles abnehmen, um dem Betroffenen angstauslösende Situationen zu ersparen. Zeige Verständnis. Du darfst aber ruhig fordern, ohne dabei zu viel Druck aufzubauen.

    Mir ist bewusst, dass dieser Spagat nicht immer einfach ist. Nichts daran ist einfach. Weder für denjenigen, der die Angststörung hat, noch für denjenigen, der helfen möchte,

    Du kannst den Weg aus der Angststörung mitgehen, die eigentlichen Schritte muss der Betroffene letztlich selbst machen. Das kann ihm niemand abnehmen, so gerne Du das vielleicht tun würdest.

    Und denkt alle daran: Auch wenn der Weg nicht leicht ist – Man kann eine Angststörung überwinden.

    Und auf diesem Weg wünsche ich Betroffenen sowie Angehörigen ganz viel Kraft. Vielleicht hilft Euch ja auch dieser Blog dabei.

    Lieben Gruß.

    Sebastian

    PS: Gefällt Dir dieser Artikel? Teile diesen Beitrag gerne mit anderen Betroffenen und Angehörigen. Schließlich kann er dazu beitragen, den anderen besser zu verstehen.

    4 Kommentare

    1. Günter Butz sagt:

      Über dieses Thema könnte ich inzwischen ein Buch schreiben. Wir leiden als Familie inzwischen seit über 15 Jahren unter der generalisierten angststörung und Panik unserer Tochter. Aktuell ist sie zum zweiten Mal aus einer Klinik entlassen worden mit dem Ergebnis, dass sie noch mehr “kaputt ” therapiert wurde. Nach ca 8 Therapeuten, 2 klinikaufenthalten, antidepressiva,Tavor haben wir einen Haufen Elend -nicht alleine lebensfähig – vor uns. Alle die tollen Vorschläge nutzen nichts, da unsere Tochter in ihrer Not nicht mitarbeitet -dadurch auch keine Verbesserung eintritt. Angst vor der Angst – betroffene kennen das. Das hauptübel ist aber auch -keine Unterstützung für Angehörige in 15 Jahren. Inzwischen sind wir im Ruhestand, unsere Tochter wird jetzt 30 Jahre alt, wir werden wohl bis 90 damit alleine klar kommen müssen. —–das ist meine kurzversion zum Thema.

      • Sebastian sagt:

        Ich kann mir vorstellen, wie sehr Euch das alle belastet. Habt Ihr selbst nie eine Therapie gemacht? Ihr solltest darüber nachdenken, denn wie ich im Beitrag schon sage: Auch für Angehörige ist das ein schwieriges Thema, mit dem man erst einmal klar kommen muss.

    2. Le sagt:

      Ein wirklich guter Artikel , sollte man sich als Betroffener auf Medis einlassen die der Doc verschreibt z.b. Tavor?

      • Sebastian sagt:

        Danke! Das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Antidepressiva können hilfreich sein, auch wenn ich mich dagegen entschieden habe (siehe hier). Von Benzos wie Tavor halte ich hingegen wenig. Warum, das kannst Du hier lesen.

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