Über Sebastian

Über Angststörungs-Experte (wider Willen) Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. KraemerMein Name ist Sebastian Kraemer und ich hatte einmal eine Angststörung.

Vor 35 Jahren habe ich in Münster als ältester Sohn eines Lehrers und einer Krankenschwester das Licht der Welt. Ich habe noch 5 jüngere Schwestern und lebe heute mit meiner Freundin Vanessa und unserer gemeinsamen Tochter Greta im Rheinland.

Wenn ich mich nicht gerade um meine Tochter kümmere oder arbeite, nutze ich meine Freizeit für sportliche Aktivitäten, wie Fußball, Fitness und Joggen. Außerdem reise ich gerne und viel und versuche mein Leben zu genießen so gut es geht. Das war jedoch nicht immer so…

Warum ich heute Menschen bei Panikattacken & Co. helfe

Ich bin Diplom-Kaufmann und Bachelor of Arts im Fachbereich Steuern und Wirtschaftsprüfung, doch in diesem Beruf arbeite ich heute nicht mehr. Seit mittlerweile sieben Jahren helfe ich Menschen mit Angstzuständen und Panikattacken bei ihrem Weg aus der Angststörung in ein glückliches, zufriedenes Leben.

Ich hatte früher ständig Panikattacken

Ich habe nämlich jahrelang selber an einer massiven Angststörung gelitten. Panikattacken und Angstzustände waren mein ständiger Begleiter.
Panikattacken auf der Arbeit, auf Partys, im Restaurant, Panikattacken beim Autofahren, in Bus und Bahn, im Kino, beim Einkaufen und sogar zu Hause begleiteten mich für mehr als 3 Jahre.

Und große Angst vor Krankheiten

Zudem hatte ich große Angst vor Krankheiten (Hypochondrie). Ich war sicher, schwer krank zu sein. Jede körperliche Regung, jede noch so kleine Unregelmäßigkeit, das kleinste Stechen und Kribbeln sah ich als Beweis dafür an, schwer krank zu sein.

Ich hatte große Angst vor einer Herz-Keislauf-Erkrankung und einem möglichen Herzinfarkt und Schlaganfall, ich befürchtete Krebs oder Multiple-Sklerose zu haben.

Die Angst vor Krankheiten war so groß, dass ich nahezu täglich im Internet recherchierte, um herauszufinden, woraus meine Beschwerden resultieren könnten. Und die Beschwerden waren vielfältig:

  • Ich hatte ständig ein Flimmern vor den Augen
  • einen Tinnitus (Ohrensausen)
  • Stiche in der Brust
  • ständig “ein komisches Gefühl” im Kopf
  • häufiger Schwindel
  • fortwährende Müdigkeit/Erschöpfung
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • innere Unruhe
  • und, und, und…

Und auch an Sport war zu dieser Zeit nicht zu denken. Zu groß war die Angst vor einem möglichen Herzstillstand. Und ich muss wohl kaum erwähnen, dass ich als Folge dieser Hypochondrie ständig beim Arzt war.

Und ich machte mir immerzu Sorgen

Und ich sorgte mich nicht nur um meine Gesundheit. Ich machte mir Sorgen um alles – meine Zukunft, meine Familie, im Grunde machte ich mir Sorgen um Gott und die Welt. Ich kann die schlaflosen Nächte nicht mehr zählen, die ich damals grübelnd und voller Sorgen im Bett verbrachte. Dieses Grübeln war nahezu zwanghaft.

Es gibt verschiedene Formen der Angststörung. Dabei ist es manchmal schwierig, eine entsprechende Unterscheidung zu treffen. Und oft ist es so, dass sich die Angststörung nicht auf eine Form begrenzen lässt. So war das auch bei mir.

Ich hatte einen Mix aus aus Panikstörung, Agoraphobie und Hypochondrie. Zudem war die generalisierte Angststörung Teil des Problems.

Das alles führte nicht nur zu Panikattacken und ständig vorherrschender Angst – ich war unglaublich angespannt und von einer extremen Müdigkeit erfüllt. Die Bewältigung des Alltags stellte für mich bereits eine enorme Herausforderung dar, der ich mich kaum gewachsen fühlte. Eigentlich war mir alles zuviel.

Kreisrunder Haarausfall

Und wie das im Leben oft so ist – wenn, dann kommt es knüppeldick. Als ob Angstzustände und Panikattacken nicht ausreichten, fielen mir auch noch die Haare aus und zwar am ganzen Körper. Diagnose: Kreisrunder Haarausfall.

Und so hatte ich nicht nur mit meiner Angststörung zu kämpfen, sondern musste auch noch mit Glatze und ohne Augenbrauen durchs Leben. Das Leben war besch…Aber:

Heute geht es mir wieder gut

Heute bin ich meine Angststörung los und mir geht es wieder gut. Wenn Du eine Angststörung hast, weißt Du genau, dass Angstzustände und Panikattacken die Hölle sind und ich möchte das nicht noch einmal durchleben müssen. Und trotzdem bin ich heute dankbar dafür.

Bei allen Hochs und Tiefs, die im Leben eines jeden Menschen vorkommen, bin ich heute glücklicher und zufriedener als vor meiner Angststörung. Ich fühle mich vollkommender und führe ein erfüllteres Leben, als je zuvor.

Mehr dazu in meinem Buch

In meinem Buch “Exfreundin Angst – Wie ich die Panik in die Wüste schickte” kannst Du meine ganze Geschichte lesen. Hier beschreibe ich im Detail, was mir dabei geholfen hat, diese lebensbeeinträchtigende Angststörung zu überwinden.

Dieses Buch haben schon viele tausend Menschen gelesen und Anregungen für ihren eigenen Weg aus Angst und Panik erhalten, worauf ich mächtig stolz bin.

Ich freue mich über jeden einzelnen Leser. Das tue ich wirklich und ich lese jede einzelne Rückmeldung zum Buch, das mir so viel bedeutet. Wenn Du es also ebenfalls lesen magst, dann würde mich das sehr freuen. Hier erfährst Du mehr zum Buch.

Darüber solltest Du nachdenken

Der Weg aus der Angststörung ist alles andere als einfach – der Weg ist anstrengend, selten geradlinig und manchmal schmerzvoll. Ich bin diesen Weg gegangen und habe inzwischen tausende Menschen auf ihrem Weg begleitet. Und daher WEIß ich, dass man eine Angststörung loswerden kann.

Der Weg unterscheidet sich zwischen den Betroffenen, doch eines haben alle gemeinsam: Man muss etwas anders machen. Ohne Veränderungen kann sich nichts verändern

Es ist normal, dass man manchmal am Boden zerstört ist, wenn man ständig Angst und Panik hat, so wie ich damals. Und man darf und sollte durchaus Verständnis für sich zeigen. Meiner Überzeugung nach muss man dann aber auch wieder aufstehen und etwas tun. Jammern bringt uns nicht weiter.

Wir sehen in der Angststörung gerne den alleinigen Grund dafür, warum das Leben nicht so ist, wie wir uns das wünschen. Natürlich hindert uns übermäßige Angst daran, ein normales Leben zu führen. Es gibt jedoch in der Regel Gründe für die Angststörung und darum müssen wir uns kümmern, wenn wir die Angststörung loswerden wollen. Wir müssen hinter die Angst schauen.

Mein Geschenk an Dich…

Angststoerung Coaching Gratis

Menschen mit Angststörungen zu helfen ist meine Berufung. Ich verdiene zwar meinen Lebensunterhalt damit, doch das, was mich wirklich motiviert, sind die Danksagungen, die mich tagtäglich erreichen.

Ich möchte Euch wirklich helfen. Wir kann ich das am besten?

Du findest auf meinem Blog mittlerweile eine ganze Menge Beiträge. Du kannst hier stundenlang lesen. Der beste Einstieg ist mein kostenloses E-Mail-Coaching, an dem schon über 22.000 Leute teilnehmen und teilgenommen haben.

Hier bekommst Du für mehrere Wochen hilfreiche Tipps, um eine Angststörung zu überwinden. Ich führe Dich dazu auch immer mal wieder auf den einen oder anderen Blogartikel.

Du kannst auf diese Weise strukturierter an Deinem Weg aus der Angststörung arbeiten.

Es würde mich freuen, auch Dich hier begrüßen zu dürfen. Auch wenn es kostenlos ist – es lohnt sich. Melde Dich daher am besten jetzt an. Klicke hier.

Ich freue mich über einen Kommentar

Ansonsten würde es mich sehr freuen, wenn Du Dich rege beteiligst. Nichts ist für einen Blogger schlimmer als eine One-Man-Show. Hinterlasse doch einfach einen kurzen Kommentar. Dabei wird die E-Mail-Adresse nicht angezeigt und Du brauchst auch nicht Deinen richtigen Namen verwenden.

Beste Grüße.

Sebastian Kraemer

299 Kommentare

  1. Cindy sagt:

    Lieber Sebastian! Danke für deine Geschichte. So lernte ichvden Teufelskreis drr Angst verstehen. Alleine diese Erkenntnisse haben ihr die Kraft genommen. Ich habe gemerkt, ich kann die Stärke der Symptome mit meinen Gedanken steuern und bin mir daher sicher, dass die Symptome nur psychisch sind. Auch Danke für deine Antworten, ich mache mir immer einen Screenshot davon und wenn begative Gedanken aufkommen, lese ich es mir durch und mir geht es wieder besser. Ich werde noch mehr an mir und meinen sinnlosen Ängsten arbeiten und bin mir sicher, dass mich diese Krise nur stärker werden lässt. Danke, dass es dich gibt

    • Sebastian sagt:

      Liebe Cindy,

      es freut mich sehr, dass Du so große Fortschritte machst und dass ich dabei ein wenig helfen kann. Und vielen lieben Dank für Dein dickes Lob. Das bedeutet mir viel!

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  2. Cindy sagt:

    Hallo! Sind deine ganzen Symptome heute vollständig verschwunden (Ohrensausen zB) ?
    lg

    • Sebastian sagt:

      Hallo Cindy,
      jeder Mensch hat hin und wieder irgendwelche Symptome. Da geht es mir nicht anders. Ich habe immer noch ein Pfeifen im Ohr, was ich aber nur wahrnehme, wenn ich das möchte. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass jeder Mensch Ohrgeräusche hat, diese aber nicht wahrnimmt. Die völlige Stille gibt es nicht. Das Problem ist aber nicht die Wahrnehmung allein, sondern die Interpretation als etwas Gefährliches/Störendes/Unnormales.

      Lieben Gruß.
      Sebastian

  3. Burgi sagt:

    Hallo sebastian,
    Ich wollte mal fragen wie lang es bei dir in etwa gedauert hat bis die symptome (die von der permanenten anspannung kommen) nachgelassen haben? Ich bin in der therapie sehr fortschrittlich und ich merke dass ich viel gelassener und entspannter werde…nach ein paar tagen totaler gelassenheit sind aber symptome wie kopfschmer oder schwindel immer noch da…bin ich zu ungeduldig? Ich merke halt dass der zweifel langsam wieder kommt….danke für deine antwort und viele grüße!

    • Sebastian sagt:

      Hallo Burgi,

      es freut mich, dass Du Fortschritte machst. Es gibt auch heute noch Phasen, in denen ich es übertreibe und gestresst und verspannt bin. Von daher kenne ich solche Symptome auch heute noch, nur machen sie mir keine Angst mehr. Woran machst Du die totale Gelassenheit denn fest? Bist Du wirklich so gelassen? Machst Du Sport, arbeitest Du mit Entspannungstechniken?

    • Burgi sagt:

      Ja ich mache entspannungsübungen, auch regelmäßige bewegung und yoga…ich merke dass ich entspannter werde weil mich die symptome (wie z.b. schwindel) nicht mehr so ängstigen wie früher….ich kann mir oft denken “gut das macht meine psyche mit mir, ich bin körperlich gesund” so kann ich z.b einen sehr guten tag verbringen, am nächsten tag sind die symptome aber immer noch da und dann komme ich wieder ins grübeln…”hm, gestern hatte ich doch so einen guten tag, dann müssten die symptome doch heute weg sein, ich hab ja meine einstellung geändert?!?!” Von daher wollte ich wissen ob ich zu ungeduldig bin…ich habe meine angststörung ja seit eineinhalb jahren…da werden die symptome nicht in 1, 2 oder 3 tagen verschwinden können? Oder wie siehst du das? Deshalb auch meine frage wie lange es bei dir in etwa gedauert hat…

    • Sebastian sagt:

      Das ist schwer zu sagen. Angst-Symptome verschwinden eigentlich, wenn die Angst vorüber ist. Daneben gibt es Symptome, die der körperlichen und psychischen Anspannung geschuldet sind. Diese können noch ein wenig nachwirken. Letztlich hat aber auch jeder mal irgendwelche Symptome. Es sticht mal hier und zwickt mal dort. Das ist normal. Menschen mit einer Angststörung bewerten diese ungefährlichen, körperlichen Veränderungen als etwas Gefährliches und das erst führt zu Angst. Man darf also nicht erwarten, dass man nichts mehr “verspürt”, wenn man eine Angststörung überwunden hat.
      Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, dass körperliche Dinge eine Rolle spielen. Bei Kopfschmerzen und Schwindel denke ich beispielsweise sofort an ein orthopädisches Problem…

    • Burgi sagt:

      Oder anders gesagt, die “neue einstellung” muss sich doch auch erst verinnerlichen?

    • Burgi sagt:

      Herzlichen dank für deine antwort! Was mir schon einleuchtet ist, dass ich nach mehr als einem jahr angst und anspannung natürlich starke verspannungen habe, die wahrscheinlich nicht von heute auf morgen verschwinden können…

  4. Kathi sagt:

    Hallo!
    Ich bin durch Zufall auf die Seite gestoßen.
    Ich habe seit meinem 12. Lebensjahr, also nun seit 11, fast 12 Jahren eine Angststörung.
    Die Hälfte meines Lebens werden mein Leben und meine Entscheidungen von Ängsten bestimmt. Mein größtes ‘Problem’ ist ebenfalls meine Hypochondrie. Heute bin ich mal wieder seit Stunden der 100%igen Überzeugung, dass ich MS habe.
    Außerdem bin ich für mein Alter ein sehr großes Mamakind.
    Ich habe 3 Verhaltenstherapien abgeschlossen, 2 Klinikaufenthalte. Nichts verhalf mir zu dauerhafter Besserung.
    Seit kurzem mache ich eine tiefe psychologische Therapie, von der ich auch glaube, dass sie mir helfen kann.
    Heute war allerdings mal wieder ein (psychisch) harter Tag, den Grund weiß ich selbst nicht, weshalb ich beim umher stöbern auf diese Seite gestoßen bin.
    Es ist immer wieder ein gutes Gefühl zu sehen, dass man nicht alleine ist.
    Ich habe chronischen Schwindel seit 9 Jahren, der mich an manchen Tagen – sowie heute – zur absoluten Verzweiflung bringt.
    Dazu kamen heute Ohrgeräusche, wie ein dauerhaftes leises Pfeifen (kein direkter Tinnitus), und Kribbeln in den Extremitäten hinzu.
    Außerdem bin ich IMMER vollkommen erschöpft, körperlich als auch psychisch.
    Zu lesen, dass andere die exakt gleichen Symptome haben, kann mich – zumindest für eine gewisse Zeit – wirklich gut beruhigen, weshalb ich sehr dankbar bin diese Seite gefunden zu haben 🙂

    Alles Liebe!

    • Kathi sagt:

      Da hat mein Handy aus “Tiefenpsychologische” einfach 2 Wörter gemacht 😀

    • Sebastian sagt:

      Hallo Kathi,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Die Erschöpfung ist durch die Angststörung und damit verbundene Anspannung erklärbar. Übrigens können auch Symptome wie Tinnitus, Kribbeln und auch Schwindel durch Stress und Verspannungen ausgelöst werden. Diese Symptome machen Angst und die daraus resultierenden Verspannungen verstärken wiederum die Symptome.

      Warst Du schon einmal bei einem Osteopathen? Das löst zwar nicht das Problem, dass Du Symptome überbewertest und als gefährlich interpretierst, doch möglicherweise könnten Deine Symptome auf diese Weise gelindert werden, um dem Teufelskreis zu entfliehen und dann an Dir und Deinen Ängsten zu arbeiten.
      Lieben Gruß. Sebastian

  5. Thomas sagt:

    Lieber Sebastian,

    zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass ich Deine Seite sehr informativ, spannend und auch hilfreich finde. Jeder Mensch, der selbst eine Krankheit durchlebt hat, kann mit diesen Erfahrungen auch die Informationen an andere Betroffene weitergeben. Andere Menschen, so auch zum Teil Ärzte oder Psychotherapeuten usw., die zwar „akademisch“ ausgebildet sind, fehlt jedoch diese Erfahrung, insbesondere bei psychischen Krankheitsbildern. Bspw. eine Angststörung sollte definitiv von einem Therapeuten begleitend behandelt werden, jedoch ist der Patienten selbst gefordert, aktiv mitzuwirken. Zum anderen ist es ergänzend dazu sinnvoll und auch notwendig, dass der Weg begleitet wird von jemandem, der aus seiner eigenen Erfahrung heraus Hilfestellung geben kann, unterstützt werde.

    Ich selbst leide an einer Generalisierten Angststörung incl. Hypochondrie. Über längere Zeit habe ich nicht wirklich geglaubt, dass ich daran leiden könnte. Es ist nur vorübergehend, weil…. Nein, das vergeht schon wieder. Ich doch nicht. So dachte ich. Aber, als es richtig heftig wurde, war es vorbei mit dem Glauben daran, dass wird schon wieder.

    Nun habe ich mich, zu meinem Glück und auch für meine Zukunft, zu einer ambulanten Therapie entschieden und habe zeitnah einen Therapieplatz bekommen.

    Ich bin schon im 5. Lebensjahrzehnt angekommen und habe einige Jahre des Lebens hinter mir und so viele Jahre bedeuten auch, sehr viele Erlebnisse und Erfahrungen.

    Meinem Therapeuten habe ich sofort klar gemacht, dass ich nicht der Typ bin, der sich hier verbal berieseln lässt, sondern aktives Mitarbeiten meinerseits notwendig ist. Und das hast du richtig auch in deinem Artikel beschrieben!

    Ich habe mittlerweile eine „Lebensanalyse“ erstellt und auch in Form des laufenden, täglichen Aufschreibens viele Aspekte aus der Kindheit und meines weiteren Lebens erkannt, die möglicherweise mit ausschlaggebend für meine Erkrankung sind.

    Es ist nicht immer einfach zu erkennen, dass auch im Elternhaus das eine und das andere schief gelaufen ist, indem mir als Kind vieles beigebracht worden ist, dass mich heute beeinträchtigt.

    Vor einigen Jahren habe ich damit gehadert und meine Mutter insbesondere dafür verantwortlich gemacht. Aber, was bringt es. Es nützt mir heute nicht, meine Mutter zu beschimpfen. Das bringt mich kein Stück weiter. Dennoch gilt es, soweit wie erinnerlich möglich in die Kindheit zurück zu kehren und die damaligen Gefühlen, negativ wie positiv, erneut aufleben zu lassen, um so feststellen zu können, welche Lernmuster habe ich z.B. von meinen Eltern, von Freunden, Lehrern usw. übernommen, die eindeutig nicht sinnvoll waren.

    Ich konnte sowohl psychologische als auch soziologische Erklärungsmuster finden, die ich in der Kindheit erlebt habe und mich heute noch in meinem Leben beeinträchtigen.

    Auch habe ich eindeutige Hinweise erkannt, dass meine Eltern ängstliche und sorgenvolle Menschen waren. Meine Mutter hat mir Hypochondrie zeitlebens „vorgelebt“.

    Meine Mutter hat mir auch „gezeigt“, wie wir uns am besten von anderen abschotten, möglichst nichts mit anderen Leuten zu tun haben sollten, weil sie alle schlecht sind (soziale Phobie).

    Es gäbe noch vieles dazu zu sagen. Ein spannendes und interessantes Terrain, wenn es denn keine Krankheit wäre, die Angststörung.

    Auch ich habe schon sehr intensiv nachgedacht, wie ich anderen Menschen helfen könnte, deshalb finde ich es sehr gut, dass Du es machst. Aus deiner Erfahrung, deinen Erkenntnissen und deinem Gewinn, im aktiven Umgang mit der Erkrankung.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Thomas,

      vielen Dank für Dein Lob und dass Du Deine Geschichte mit uns teilst. Unsere Kindheit prägt uns und leider verhalten sich unsere Eltern nicht immer so, wie es gut für uns wäre. Daher liegt der Schlüssel oft in der Akzeptanz. Zu akzeptieren, dass Deine Mutter nicht anders handeln konnte. Schließlich hat sie ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen gemacht und man weiß nie, wie sich diese bei einem selbst ausgewirkt hätten. Akzeptanz heißt auch nicht, dass man etwas gutheisst. Das noch als kurzer Hinweis.

      Ansonsten hatten wir ja auch per Mail geschrieben.

      LG. Sebastian

  6. Burgi sagt:

    Hallo, ich schreib hier zum zweiten Mal….ich leide an einer hypochondrischen angststörung…ich lese hier viel von angst und panik – allerdings immer von attacken. Ich stehe morgens auf und fühle mich schlecht, das teilweise über wochen hinweg, hab dann schwindel, kopfschmerzen, bin zittrig, immer müde etc….mich würde intressieren ob sie das auch so kennen bzw. ob es andre gibt die das kennen…dass es also nicht so anfallsartig kommt sondern sich über tage, wochen so ziehen kann…..das bringt mich manchmal zur verzweiflung, hab dann das gefühl jetzt dreh ich dann durch….

  7. michelle sagt:

    hi ,lieber sebastian,

    bin durch zufall bei dir hier gelandet.suche aktuell auch nach lösungen,um meiner inneren unruhe und meiner angst zu leibe zu rücken,ausgelöst vermutlich durch letztes jahr drei todesfälle,trennung von meiner grossen liebe,enormer druck auf arbeit,kam dann alles zusammen – denk ich mal als laie.
    werde mich heute nach arbeit intensiv um deinen blog kümmern – es ist immer gut sich mit betroffene auszutauschen,da es einem das gefühl nimmt,dass man verrückt wird oder das man alleine da steht,mit dem problem…
    ich finde es schön,wenn ehemalige betroffene solche blogs machen…
    ein herzliches dankeschön 🙂

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank für die nette Rückmeldung liebe Michelle. Solche Krisensituationen sind ja auch nicht so einfach durchzustehen. Lies Dich mal ein und melde dich gerne, wenn du Fragen hast.

  8. Burgi sagt:

    Hallo,
    Ich bin auf deine seite gestossen weil ich ebenfalls unter einer hauptsächlich hypochondrischen angststörung/aber auch generalisierten agststörung leide (panikattacken waren der anfang von allem – die hab ich mittlerweile dank therapie gut im griff). Es ist die hölle auf erden, zumal ich mich von anfang an gegen die behandlung mit medikamenten entschieden habe. Ich habe schon wirklich sehr große fortschritte gemacht und ich WEISS dass ich eines tages ohne die angst leben werde können. Als hypochonder habe ich täglich symptome, sie kennen das….momentan habe ich gerade seit mehreren tagen schwindel, das kopfkino ist gewaltig…aber eigentlich ist es nichts neues für mich, ich habe symptome gerne mal über mehrere tage bzw. Wochen…war auch schon ständig beim arzt, sie finden nie etwas….natürlich aber auch die angst vorm arzt bzw krankenhaus….ich bin abgeklärt (meine arzt meinte sogar ich hätte das blutbild einer 18jährigen, perfekt) das einzige was fehlt ist ein hirn mrt, da aber neurologisch alles unauffällig ist möchte ich damit jetzt warten bis ich stabil genug bin, da dieses prozedere und das warten auf einen befund die hölle für mich ist…ich wollte nur mal sagen es tut sooo gut zu hören dass andere menschen diese zustände auch kennen. Das heilsamste für mich ist wenn mir jemand sagt “ich hatte auch ständig schwindel, angst, kopfschmerzen, stechen in der brust etc.” – ich bin also nicht alleine….da es aber momentan gerade recht akut ist, hätten sie einen tip für meinen schwindel? Danke und liebe grüße burgi

    • Sebastian sagt:

      Hallo Burgi,

      ja, diese Symptome kenne ich alle nur zu gut. Schwindel ist sehr unangenehm. Natürlich sollte abgeklärt werden, ob organisch irgendwas vorliegt. Wenn der Schwindel psychosomatischer Natur ist, können Entspannungstechniken hilfreich sein. Außerdem solltest du dem Schwindel möglichst wenig Bedeutung beimessen, am besten nicht darauf achten. Das ist natürlich sehr schwer. Wenn es dir aber gelingt, den Schwindel als harmlos anzuerkennen und das Ganze nicht zu dramatisieren, dann wird dich das Ganze weniger belasten und schlussendlich nachlassen. Lieben Gruß. Sebastian

  9. Katja sagt:

    Lieber Sebastian,
    auch ich bin auf deiner Seite gelandet, weil ich an einer Angststörung leide. Ich habe eben deinen Artikel zum Selbstwertgefühl gelesen und dass man sein Selbstvertrauen wieder aufbauen soll. Das scheint mir ein immens wichtiger Punkt zu sein. Ich habe nur leider das Problem, dass ich keine Angst VOR etwas habe wo ich durch Konfrontation kleine Schritte machen könnte, sondern dass ich unter einem permanenten Sorgengefühl leide egal was ich tue. Das hat mich schon ziemlich klein gekriegt. Hast du einen Tipp wie ich da vorgehen könnte?
    LG Katja

  10. Helga sagt:

    Hallo Sebastian,
    tja… wie man immer so auf die richtigen Seiten gelangt …so ganz zufällig…
    Ja, wurscht… is schon gut so; soll halt so sein.
    Also, ich hab jetzt nur so quer durch deine Seite durch gelesen und möchte dir hier nur sagen, dass das alles sehr interessant für mich ist. Deine Geschichte, deine Erfahrung, die Erkenntnisse, dein Weg, etc.
    Ich bin sehr genervt von meinem labilen psychischem Zustand, der mich immer und immer wieder in eine tiefe Depression führt, aus der ich mich dann mit viel viel Energie, Kraft und Geduld wieder in die Höhe bringe.
    In diesen Situationen sind diese Impulse sooooo wichtig. Deine Seite gehört zu diesen Impulsgebern. Danke – ich werd sicher noch im Detail stöbern und mich ggfs. wieder hier melden.
    … vielleicht… …wahrscheinlich… 🙂

  11. Laura sagt:

    Guten Morgen Sebastian,

    Ich fürchte, ich kämpfe auch mit der Angst von der ich in etwa eine Idee habe wo sie ihren Ursprung hat. Was mich bei dem Weg interessiert ist, sind die Beschwerden alle wieder weggangen die durch die dauernde Anspannung gekommen sind? Ich versuche gerade mir ärztlich Hilfe zu suchen, ist aber nicht so einfach und man muss sehr lange warten. Hast du Tipps zur Selbsthilfe? Bis man einen Termin hat?

    • Sebastian sagt:

      Liebe Laura,

      Dein Timing ist perfekt, da ich gerade Kommentare beantworte. 😉 Ja, wenn die dauernde Anspannung weg ist, verschwinden auch die daraus resultierenden Symptome. Die lange Wartezeit ist hierzulande mittlerweile echt ein Problem. Da überwindet man sich und dann muss man manchmal ewig warten…Du findest hier auf diesem Blog einige Tipps zur Selbsthilfe. Außerdem kannst Du >>dieses Ebook mit einigen Tipps gegen Angstzustände und Panikattacken herunterladen< <. Und wenn Du magst, kannst Du Dich auch für mein kostenloses Online-Seminar anmelden. Weitere Infos dazu hier: https://www.psog.de/webinar . Ich denke, damit hast Du erst einmal zu tun und ich hoffe, dass auch für Dich der eine oder andere Tipp dabei ist.
      LG. Sebastian

  12. Moni sagt:

    Guten Abend!

    Das habe ich bereits – an info@psog.de. Über einen Kontakt würde ich mich sehr freuen! Es ist unglaublich, wozu Angstzustände gut sein können… 😉

    Dir eine schöne Zeit in Las Palmas! 😊

    • Sebastian sagt:

      Danke! 🙂 Habe aber leider nichts bekommen… Die E-Mail-Adresse ist jedoch korrekt. Kannst Du nochmal schauen.

  13. Moni sagt:

    Hallo, mein lieber Sebastian!

    Durch Zufall bin ich auf dieses Seite “gestolpert” und denke, den Namen und das Gesicht kenne ich doch noch aus unserem gemeinsamen Heimatdorf. Das, was du beschreibst, kenne ich nur zu gut. Auch ich leide seit mehreren Jahren unter enormen Ängsten und habe eine diagnostizierte Angststörung. Du sprichst mir aus der Seele.
    Seit 2010 bin ich verheiratet und habe zwei Söhne (7 und 2 Jahre alt). Ich habe zwei Ausbildungen gemacht und bin seit 2004 verbeamtet. Vor zwei Jahren habe ich mein Elternhaus übernommen und viele Renovierungsarbeiten stehen noch an…
    Gerne würde ich wieder Kontakt zu dir haben :-)! Toll, dich hier gefunden zu haben!

    • Sebastian sagt:

      Hey liebe Monika,
      schön, dass du mich gefunden hast, auch wenn der Grund eine Angststörung ist. 😉 Ich glaub vor 10 Jahren oder so haben wir nochmal miteinander telefoniert. Wie die Zeit verfliegt. Das klingt nach einer stressigen Phase und in stressigen Phasen machen sich Ängste oft verstärkt bemerkbar. Du kannst mir gerne mal ne Mail schreiben, würde mich freuen.

      Lieben Gruß aus Las Palmas.

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