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Panikattacken überwinden
Mein Name ist Sebastian Kraemer und ich hatte einmal eine Angststörung.

Vor 36 Jahren habe ich in Münster als ältester Sohn eines Lehrers und einer Krankenschwester das Licht der Welt erblickt.

Ich habe noch 5 jüngere Schwestern und lebe heute mit meiner Freundin Vanessa und unserer gemeinsamen Tochter Greta im Rheinland.

Wenn ich mich nicht gerade um meine Tochter kümmere oder arbeite, nutze ich meine Freizeit für sportliche Aktivitäten, wie Fußball, Fitness und Joggen.

Warum ich heute Menschen bei Panikattacken & Co. helfe

Ich bin Diplom-Kaufmann und Bachelor of Arts im Fachbereich Steuern und Wirtschaftsprüfung, doch in diesem Beruf arbeite ich heute nicht mehr. Seit mittlerweile sechs Jahren helfe ich Menschen mit Angstzuständen, Panikattacken und Burnout-Syndrom bei ihrem Weg aus der Angststörung in ein glückliches, zufriedenes Leben.

Ständig Panikattacken

Ich habe nämlich jahrelang selber an einer massiven Angststörung gelitten. Panikattacken und Angstzustände waren mein ständiger Begleiter.
Panikattacken auf der Arbeit, auf Partys, im Restaurant, Panikattacken beim Autofahren, in Bus und Bahn, im Kino, beim Einkaufen und sogar zu Hause begleiteten mich für mehr als 3 Jahre.

Angst vor Krankheiten

Zudem hatte ich große Angst vor Krankheiten (Hypochondrie). Ich war sicher, schwer krank zu sein. Jede körperliche Regung, jede noch so kleine Unregelmäßigkeit, das kleinste Stechen und Kribbeln sah ich als Beweis dafür an, schwer krank zu sein.

Ich hatte große Angst vor einer Herz-Keislauf-Erkrankung und einem möglichen Herzinfarkt und Schlaganfall, ich befürchtete Krebs oder Multiple-Sklerose zu haben.

Die Angst vor Krankheiten war so groß, dass ich nahezu täglich im Internet recherchierte, um herauszufinden, woraus meine Beschwerden resultieren könnten. Und die Beschwerden waren vielfältig:

  • Ich hatte ständig ein Flimmern vor den Augen
  • einen Tinnitus (Ohrensausen)
  • Stiche in der Brust
  • ständig “ein komisches Gefühl” im Kopf
  • häufiger Schwindel
  • fortwährende Müdigkeit/Erschöpfung
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • innere Unruhe
  • und, und, und…

Und auch an Sport war zu dieser Zeit nicht zu denken. Zu groß war die Angst vor einem möglichen Herzstillstand. Und ich muss wohl kaum erwähnen, dass ich als Folge dieser Hypochondrie ständig beim Arzt war.

Generalisierte Angststörung

Und ich sorgte mich nicht nur um meine Gesundheit. Ich machte mir Sorgen um alles – meine Zukunft, meine Familie, im Grunde machte ich mir Sorgen um Gott und die Welt. Ich kann die schlaflosen Nächte nicht mehr zählen, die ich damals grübelnd und voller Sorgen im Bett verbrachte. Dieses Grübeln war nahezu zwanghaft.

Es gibt verschiedene Formen der Angststörung. Dabei ist es manchmal schwierig, eine entsprechende Unterscheidung zu treffen. Und oft ist es so, dass sich die Angststörung nicht auf eine Form begrenzen lässt. So war das auch bei mir.

Ich hatte einen Mix aus aus Panikstörung, Agoraphobie und Hypochondrie. Zudem war die generalisierte Angststörung Teil des Problems.

Das alles führte nicht nur zu Panikattacken und ständig vorherrschender Angst – ich war unglaublich angespannt und von einer extremen Müdigkeit erfüllt. Die Bewältigung des Alltags stellte für mich bereits eine enorme Herausforderung dar, der ich mich kaum gewachsen fühlte. Eigentlich war mir alles zuviel.

Kreisrunder Haarausfall

Und wie das im Leben oft so ist – wenn, dann kommt es knüppeldick. Als ob Angstzustände und Panikattacken nicht ausreichten, fielen mir auch noch die Haare aus und zwar am ganzen Körper. Diagnose: Kreisrunder Haarausfall.

Und so hatte ich nicht nur mit meiner Angststörung zu kämpfen, sondern musste auch noch mit Glatze und ohne Augenbrauen durchs Leben. Das Leben war besch…

Heute geht es mir wieder gut

Heute bin ich meine Angststörung los und mir geht es wieder gut. Wenn Du eine Angststörung hast, weißt Du genau, dass Angstzustände und Panikattacken die Hölle sind und ich möchte das nicht noch einmal durchleben müssen. Und trotzdem bin ich heute dankbar dafür.

Bei allen Hochs und Tiefs, die im Leben eines jeden Menschen vorkommen, bin ich heute glücklicher und zufriedener als vor meiner Angststörung. Ich fühle mich vollkommender und führe ein erfüllteres Leben, als je zuvor.

Wir es mir im Einzelnen gelungen ist, diesen Mix aus Panikstörung, Hypochondrie, Agoraphobie und generalisierter Angststörung zu überwinden, erfährst Du in meinem Buch “Exfreundin Angst – Wie ich die Panik in die Wüste schickte”. Hier kannst Du alles im Detail nachlesen, wenn Du Lust hast. Klicke dazu hier.

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Beste Grüße.

Sebastian

269 Kommentare

  1. Noah sagt:

    Hallo Sebastian,

    Ich bin 19 Jahre alt und hatte vor ca. 5 Monaten 3 Panikattacken und darauf folgend ca. 1 1/2 Monate immer wieder Angstzustände. Die Angst Zustände habe ich mittlerweile überwunden und mir geht es soweit sehr gut.
    Allerdings habe ich seid meiner ersten Panikattacke, massive Augenprobleme: Flimmern, Rauschen, Nachbilder, Mouches volantes und noch einige andere Sachen die schwer zu erklären sind.
    Meine Fragen sind, kennst du durch deine Arbeit Leute die von einer Panikattacke auch massive Augenprobleme bekommen haben? Ist dein Augen Flimmern nachdem du die Angst überwunden hast weg gegangen, oder könnte es sogar sein das sich Angst auch durch Augenprobleme ausdrückt? ich meine das mal wo gelesen zu haben.

    • Noah sagt:

      Vielen Dank für diesen Beitrag! Es ist schön das es Menschen wie dich gibt die sich so für andere einsetzen. Liebe Grüße, Noah

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank! 🙂

    • Sebastian sagt:

      Hallo Noah,

      Mouches Volantes haben meiner Auffassung nach mit der Angststörung nichts zu tun. Sehr viele Menschen sehen diese Schlieren und Punkte. Flimmern/Rauschen: Ich befürchte, dass alle Menschen das haben, die meisten nehmen es allerdings nicht wahr, und wenn sie es wahrnehmen, bewerten sie das nicht als gefährlich und beachten es daher kaum. Das Problem erscheint mir vielmehr darin begründet zu sein, dass Menschen mit einer Angststörung sehr sensibel auf jegliche Veränderungen reagieren und auf alles extrem achten. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass Stress und Angst derartige Phänomene verstärken.

      Ich weiß, wie schwer es ist, nicht die ganze Zeit darauf zu achten. Und ich kann auch heute noch immer dieses Flimmern wahrnehmen. Genau wie diese Ohrgeräusche – nur stören tut es mich nicht mehr…

    • Noah sagt:

      Gut zu wissen das doch was zurück bleibt 🙂 Ich achte die meiste Zeit auch nicht darauf, doch es schränkt einen Nachts doch schon ein, da ich auch von Lichtquellen aus strahlen wahrnehmen kann, die mir das Rad und Auto fahren erschweren, “normal” ist es meiner Meinung nach auch nicht. Ich kann mich noch gut daran erinnern einige Monate davor in einer Dunkel bar gewesen zu sein und ich sah schwarz, paar Monate später seh ich ein helles flimmern. sorry aber ich glaube nicht das, dass eine unbewusste Wahrnehmung ist die wieder bewusst wird. Andererseits kenne ich einige sehr spirituelle Menschen die auch entoptische Phänomene Wahrnehmen.

      Danke nochmals für die Antwort 🙂
      ich werde mir das Zitat von Bhudda zu Herzen nehmen.

      “Wenn du ein Problem hast versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus”

  2. Derrick sagt:

    Vielen lieben Dank Sebastian! Ich werde mit diesen von Dir genannten Empfehlungen an mir arbeiten. Danke auch noch einmal für Deine schnelle Antwort! Melde mich hier im Forum wieder. Viele Grüße, Derrick

  3. Derrick sagt:

    Hallo Sebastian, ich habe Deine Webseite sehr aufmerksam gelesen. Ich leide seit ca. 3,5 Jahren an einer nach meiner Einschätzung generalisierten Angststörung. Ständig Angst vor Krankheiten (insbesondere Angst vor hohem Blutdruck, Angst schlimme und traurige Dinge kännten passieren, schlafe schlecht und leide unter Schwindelgefühlen und Kribbeln im Gesicht und Kopf…). Ich höre permanent in meinen Körper hinein… Erging es Dir genauso wie mir? Ich will mich endlich zusammenreißen, aber wenn es dann einmal länger klappte und mit jemand etwas über seine Probleme und Sorgen erzählte bekam ich sofort einen “Rückfall”. Auch wenn ich arbeitsbedingt Schulungen durchführe, habe ich z. B. immer Angst vor hohem Blutdruck bue. Schlaganfall… Bin 40 Jahre alt und möchte endlich wieder zur alten Stärke zurückfinden. Kannst Du mir den entscheidenden Tipp geben? ich habe eine Frau und ein Kind und möchte mit meinen Gedanken immer mit Freude und Zufriedenheit bei beiden sein und nicht permanent in Gedanken und Ängsten kreisen… Ich möchte leben, ruhig und glücklich sein… Hast Du den entscheidenden Tipp für mich? Würde mich freuen von Dir zu hören. Danke und Grüße, Derrick

    • Sebastian sagt:

      Hallo Derrick,

      eine generalisierte Angststörung ist vor allem durch ständiges SichSorgen gekennzeichnet, auch um die eigene Gesundheit. Von daher könnte das passen. Warst du schon einmal bei einem Therapeuten?
      Letztlich bringt es meiner Erfahrung nach bei den meisten Betroffenen am meisten (gibt Ausnahmen) sein Leben losgelöst von der psychischen Problematik zu betrachten. Gefällt es mir bzw. was genau gefällt mir nicht? Was sollte ich tun, um Missstände zu verändern (wenn die Angststörung nicht da wäre)?
      Zudem sind Sorgen immer zukunftsbezogen. Im Hier und Jetzt existieren diese nicht. Daher ist es sinnvoll, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren und diese Fähigkeit beispielsweise durch Meditation zu verbessern.

      Außerdem empfehle ich dir folgenden Beitrag.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  4. Maria sagt:

    ich muss noch etwas nachschieben an ALLE und natürlich an SEBASTIAN:
    Habt ihr das auch? Kennt ihr das?
    Es geht dir einigermaßen gut, du bist mitten in einem Gespräch, du bist mitten in einem netten Geburtstagskaffeekränzchen oder stehst in einem Kaufhaus oder sitzt in der Kirche oder oder oder und was passiert: ES ÜBERFÄLLT DICH EIN MULMIGES GEFÜHL; EIN REGELRECHTES VERNICHTUNGSGEFÜHL 1
    Das ganze dauert dann bis zu 10 Minuten und dann ist es wieder weg und du bist fix und alle und der restliche Tag ist gelaufen!
    Kein Herzrasen, kein Schweißausbruch, kein erhöhter Puls – nur ein Scheißgefühl, mulmig, komisch, unwirklich.
    WAS ist das?

    • Sebastian sagt:

      Angstzustände und Panikattacken äußern sich immer mal wieder unterschiedlich. Von daher kann es gut sein, dass es sich dabei um Panik handelt. Unwirklichkeitsgefühle beispielsweise gehen oftmals mit Panikattacken einher. Möglicherweise ist dieses Vernichtungsgefühl in diesen Momenten auch so stark, dass du andere körperliche Veränderungen wie Herzrasen nicht bemerkst.

  5. Maria sagt:

    Hallo Sebastian,
    schaue jeden Tag nach, ob du mir geantwortet hast, aber kann nichts finden.
    Beitrag war in einer Prüfung (warum auch immer) und ist nicht veröffentlicht worden.
    Ich leide sehr unter Hitze. Es ist mir nur noch schlecht und ich bin schwindelig.
    Dann fallen mir natürlich alle Krankheiten ein von Leukämie bis hin zum drohenden Schlaganfall.
    Habe seit 20 Jahren eine GAS, die immer vorhanden ist und trotz 7 Therapien und Lesen deiner Bücher und Forenberichte immer noch präsent ist.
    Sollte ich evtl. mal eine Hypnosebehandlung machen lassen?
    ICH KANN MIT DIESER STÄNDIGEN KRANKHEITSDANGST EINFACH NICHT MEHR LEBEN!
    (schreibe für eine Bekannte, die leider kein Internet hat und sich über meinen PC die Info erhofft)

    • Sebastian sagt:

      Hallo Maria,

      ehrlich gesagt kann ich gerade nicht nachvollziehen, wo du was geschrieben hast. Aber jetzt antworte ich ja. 😉
      Eine Hypnosebehandlung kann tatsächlich mitunter hilfreich sein. Das kommt aber immer auf die jeweilige Person an. Ich war beispielsweise nicht in der Lage / nicht willens, die Kontrolle abzugeben.
      Hast du bzw. deine Bekannte meinen kostenlosen Hypochondrie-Ratgeber gelesen?

      Lieben Gruß.

      Sebastian

    • Maria sagt:

      ja, Sebastian, das habe ich. Ich habe ihn ausgedruckt und schon 3x gelesen.
      Woher kommt denn das ständige “in-sich-hineinhören” ? Es macht mich völlig fertig.
      Bei den heißen Temperaturen kann ich kaum das Haus verlassen, habe Angst umzukippen und einen Kreislaufkollaps zu bekommen. Aber das ist doch nicht normal! Ich bestaune die Bauarbeiter auf dem Bau, die alten Damen mit ihren dicken Mänteln in der Stadt, ich verstehe es nicht, dass mein Kopf so taumelig wird, wenn ich nur 5 Minuten in der Sonne bin. Die Gedanken beherrschen meinen Tagesablauf. WIE stellt man die zum Teufel nur ab?????????
      Vor 30 Jahren – als ich noch 30 war – habe ich gedacht: Da ist die Angst und Panik.
      Heute denke ich: Es kann ja sein, dass ich mit 64 einen Schlaganfall bekomme oder sonst eine tückische Krankheit. Die Chancen stehen also jetzt viel besser für mich.
      Es ist zum Schreien, ich kann das fast nicht mehr aushalten.

  6. Alexander sagt:

    Hallo Sebastian,
    Ich verfolge deine Geschichte seit ca. April 2015 als ich plötzlich ständig in meinen Körper reinhörte und mit so auch eine Krankheit nach der anderen einredete( ich glaubte ständig das mein Herz nicht ok ist ich habe ständig mein Puls gemessen welcher narätürlich bei 90-120 lag, war deswegen auch bei Arzt alles in Ordnung). Nach ca. 3 Monaten war alles wieder vergessen. Jetzt seid ca. 1 Monat hatte etwas Probleme mit meinen Augen (ich leide seid 2006 an Uveitis das ist eine Entzündung im Auge welches diverse Ursachen haben kann( z.B. MS, Reuhma, Entzündungen allg. usw.) bei mir würde nie eine gefunden. Ich sehe auch durch die Krankheit schwarze Punkte und Linien in beiden Augen, wenn ich auf helle Flächen schaue. Die Krankheit verläuft seid ca. 4 Jahren ruhig.)
    Jetzt ist ein Freund von mir an MS erkrankt und wieso auch immer habe ich Angst ebenfalls an dieser Krankheit zu erkranken. Ich habe auch den Fehler gemacht und MS gegoogelt und gelesen das ein Symptom taubheit oder Kribbeln in den Beinen sein kann. Und ich meine seid ich das weiß fühlen sich meine Beine seltsam an ( kein Kribbeln oder Taubheitagefühl) mir ist auch aufgefallen das ich immer nur mich seltsam fühle wenn ich Langeweile habe. Wenn ich z.B. bei der Feuerwehr aktiv was mache habe ich keine Probleme. Ich bin mir nicht sicher wo mein Problem ist.
    Ich lese zur Zeit dein Buch welches mit gut gefällt und mich auch beruhigt.
    Gruß Alex

    • Sebastian sagt:

      Hallo Alex,

      ich bin kein Mediziner, doch bezweifle ich, dass die Entzündung im Auge etwas mit den Punkten und Linien zu tun hat, die Du siehst. Hört sich für mich eher nach Glaskörpertrübungen / Mouches volantes an. Das habe ich auch uns ist harmlos.

      MS kann ja allerhand dubiose Symptome hervorrufen. Ich hatte auch immer große Angst davor. Von daher verstehe ich Dich gut. Wenn Dich das so verrückt macht, könntest Du MS durch einen Neurologen ausschließen lassen. Du solltest unbedingt aufhören, im Internet zu suchen. Das macht dich nur verrückt. MS kann für so ziemlich jedes Symptom verantwortlich sein. In den allermeisten Fällen steckt aber was vollkommen Harmloses dahinter.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  7. Dennis sagt:

    Hallo Sebastian,

    danke für deine Antwort zum KRH. Es fällt mir extrem schwer ruhig Blut zu bewahren angesichts solcher Verläufe wie bei dir: Eine psychisch belastende Lebensphase, die erste kleine kahle Stelle und schließlich der komplette Ausfall der Haare. Warum sollte es nicht bei mir genauso laufen, frage ich mich? Wie bei den vielen Leuten, die unter deinem Artikel zum KRH kommentiert haben?

    Fakten wie “meistens verläuft es harmlos und ist nach wenigen Monaten von selbst erledigt” helfen mir leider nicht, denn charakteristisch für die Angststörung gehe ich vom möglichen Extremfall aus bzw. habe davor Angst. Als ehemaliger Hypochonder wirst du das wissen. Mittlerweile löst jedes zufällig verlorene Haar (und ich weiß, dass ein gesunder Mensch täglich über 100 Jahre verliert) eine kleine Angstattacke aus, frischt die Angst vor dem totalen Ausfall der Haare auf und gibt ihr Nährboden. Auch, dass der Verlauf des KRH sich meist über Monate hinzieht und auch über Monate schlimmer wird, beunruhigt mich. Ich sehe mich bereits über Monate hinweg Angst haben und wie in einem Teufelskreis das Problem damit nur zu verschlimmern.

    Ich bin verzweifelt, denn alle gut gemeinten Ratschläge beruhigen mich einfach nicht.

    Liebe Grüße

    • Sebastian sagt:

      Zunächst einmal sind solche Verläufe wie bei mir damals extrem selten. Die Leute, die den Artikel kommentiert haben, sind die Ausnahme. Außerdem tut das ganze nicht weh, es gibt so viel schlimmeres als kreisrunder Haarausfall. Und meine Haare sind ja heute wieder da.

      Du solltest deine Sorge eher zum Anlass nehmen, etwas zu verändern. Befasse dich mit deinem Leben: Deinen Plänen, Deinen Zielen, aber auch deine aktuelle Situation…

  8. Dennis sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich hatte über die letzten zwei Monate eine Angsstörung, welche ich aber so gut wie überwunden habe.
    Allerdings entwickelt sich daraus jetzt eine neue Angst, nämlich dass in Folge des Stresses/der Angst mir nun wie dir alle Haare ausfallen.
    Ich habe eine kleine, neue kahle Stelle im Bart bemerkt, die dieses Angst extrem befeuert hat.
    Sind deine Haare komplett wieder nachgewachsen, nachdem du deine Probleme überwunden hast?
    Ich habe jeden Tag Angst in den Spiegel zu schauen und neue kahle Stellen zu entdecken.
    Liebe Grüße

    • Sebastian sagt:

      Also letztlich ist die Ursache für kreisrunden Haarausfall bzw. die Entgleisung des Immunsystems unbekannt. Gefährlich ist kreisrunder Haarausfall auch nicht. Ich halte deine Ängste für unbegründet. Eine kleine kahle Stelle im Bart kann vieles bedeuten. Selbst wenn das kreisrunder Haarausfall wäre – in den allermeisten Fällen beschränkt sich das Ganze auf wenige Regionen und verschwindet nach einigen Monaten von selbst wieder. Von daher: Ruhig Blut!

  9. Micha sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich bin der Micha und neu hier,ich lasse mal eine kurzen Lebenslauf hier.

    Ich bin schon seit meiner Kindheit von Depressionen betroffen,nur hat es damals keiner bemerkt,ich nicht weil ich gar nicht wusste was Depressionen sind,und meine Eltern hat es wohl nicht interessiert.Mein Elternhaus war lieblos und schlecht,meine Eltern sind geschieden,so bin ich immer herumgereicht worden zwischen meiner Mutter und meinen Vater,aber wirklich haben wollte mich wohl keiner,und ich habe Schläge von den Partnern meiner Eltern bekommen,die nichts dagegen unternommen haben,das ist wohl der Grund meiner Depressionen,also der Auslöser.Die Diagnose Depressionen bekam ich das erste mal Anfang der 90er Jahre,da hatte ich sie schon knapp 30 Jahre.Ich habe diverse ambulante Therapien gehabt,war bei einer Reha,und 2 mal in einer Nervenklinik,der Erfolg war der,das alles nur noch schlimmer wurde.Vor etwa 9 Jahre Starben meine Eltern,und ich verlor damals meine Lebenspartnerin,das alles in einem Zeitraum von einem Jahr,danach hatte ich angst und Panik Attacken,und musste in eine Nervenklinik,diese Ereignisse sind der Auslöser der Generalisierten Angststörung,und das ich vorher schon die Depression hatte,es wurde viel versucht mich da raus zu holen,aber nichts hat geholfen.Was ich hier noch erwähnen möchte,ich habe über 25 Jahre Musik gemacht,Schlafzeug und Gitarre gespielt,heute habe ich da kein Zugang mehr,wie eigentlich zu allem,auf Grund meine Angst kann ich meine Wohnung nicht mehr verlassen,so spielt sich mein Leben am Computer oder Fernseher ab.Da sollte eigentlich die Kurzfassung sein.

  10. Kathrin sagt:

    Hallo Sebastian,
    tägliches Augenflimmern (vormals Migräne mit Aura, während der Akupunkturbehandlung nur noch Aura ohne Schmerz) machen mir das Leben momentan unendlich schwer. Angst, Verzweiflung und die Frage wie es weitergehen soll, beschäftigen mich ununterbrochen. EEG ok, MRT (habe Platzangst) steht noch aus. Habe das Gefühl, nicht mehr richtig zu funktionieren. Kann mich auch nicht mehr wirklich entspannen. Habe auch in der Vergangenheit mit Angstattacken zu kämpfen gehabt, die lt. Arzt auf Grund einer Depression entstanden sind. Deine Seite ist informativ und tröstend. Werde mir Dein Buch als Denkanstoß bestellen und bestimmt öfter vorbeischauen. Hast Du für mich evtl. noch einen weteren Rat oder Tipp?
    Liebe Grüße
    Kathrin

  11. Heike sagt:

    Hallo Sebastian,

    Ich leide seit 1/12 Jahren an einer Mischung aus hypochondrischen angststörungen, panikstörung und generalisierte angststörungen, von überall ein bißchen ???? die ersten Monate waren sehr sehr schlimm, konnte nichts mehr alleine machen, bekam nichts auf die reihe. Ständig nur Angst und Panik!!!
    Ich hatte bevor es passierte ( 1. Panikanfall)
    Immer nur Stress im Leben, musste viele wichtige Menschen beklagen ( Vater, Oma, Neffe und meine Freundin! ) letzteres gab mir den Rest!!! ( hirnblutung)
    Seit ihren Tod merkte ich das ich immer mehr Angst bekam und immer öfter dachte ich bin krank oder bekomme auch eine hirnblutung, ging aber weiter zur Arbeit, hatte weiter Stress und arbeitete immer mehr.
    Dann Kamm dieser Tag an dem ich dachte ich bekomme eine Schlaganfall ( während der Arbeit)
    Resultat Notarzt und Klinik!!
    100 Untersuchungen kein Befund!! Die Angst war nun da ganz schlimm und jeden Tag einige Male einen Panikanfall!!
    Um die Sache zu verkürzen……..
    Therapie, Klinik, Therapie, Sport Joga und Entspannung sogar Arbeitsplatz Wechsel, so geht es mir mittlerweile gut, nur dieser Schwindel und diese nackenschmerzen die Angstpatienten haben bekommen ich nicht los!!!!!
    Ich mache mit allem Fortschritte, aber der Schwindel diese Augenschmerzen und Nackenschmerzen bleiben ????
    Wie hast du es geschafft?
    Wie hast du es geschafft nicht mehr zu denken der Schwindel ist etwas schlimmes?!

    Lg
    Heike ????

    • Sebastian sagt:

      Hallo Heike,

      wichtig ist, dass die erforderlichen Untersuchungen gemacht wurden. Das schient ja geschehen zu sein. Wenn eine ernste körperliche Ursache dahinterstecken würde, hätte man diese sicherlich gefunden. Vielmehr hört es sich für mich nach einer psychischen Ursache an, zumal diese Symptome ja mit bestimmten Erlebnissen in einem zeitlichen Zusammenhang zu stehen scheinen…

  12. Diana sagt:

    Hallo Sebastian, mich hat es am Wochenende total umgehauen. Vor genau 3Monaten ist mein Lebensgefährte, mit 40 Jahren , ganz plötzlich gestorben. Aneurysma in Herzgegend. Ich war dabei. Danach war ich 6 Wochen krank geschrieben. Dann bin ich wieder arbeiten gegangen und war der Meinung, dass ich mich einigermaßen im Griff habe. Es folgten zwei Wochen Weihnachtsurlaub. Da hatte ich wieder einen richtigen Rückfall. Ab 2. Januar bin ich wieder arbeiten gegangen. Am 5. Ging es mir auf Arbeit richtig schlecht. Herzrasen , Schweißausbrüche und Schmerzen im Bein. Ich dachte , dass ich Thrombose oder einen Herzinfarkt habe. Der Arzt hat mich sofort ins KH eingewiesen. Es wurden einige Untersuchungen gemacht, alle ohne Befund. Ich habe mich dann entlassen lassen.
    Seit gestern geht es mir wieder bedeuten schlechter. Ich bin total unruhig , nervös , am Zittern und habe ein komisches Gefühl im Kopf. Nach dem ich eine Beruhigungstablette genommen hatte , da wurde es besser.
    Der Arzt gestern sagte , dass es Angststörungen und Panikattacken sind.
    Ich möchte so gern wieder auf die Beine kommen. Für mich und meine zwei Kinder.
    Der Wille ist ja da.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Diana, zunächst einmal tut es mir leid, dass Dein Lebensgefährte gestorben ist. Das muss man erst einmal verdauen und Du solltest Dir Zeit lassen, um das alles zu verarbeiten. Diese Trauer zuzulassen kann weh tun, aber die Trauer währt nicht ewig. Du findest auf diesem Blog und in meinem Newsletter generell Tipps gegen eine Angststörung. Schau Dir zum Beispiel mal diesen Beitrag zur Herzneurose an. Ansonsten kann es manchmal hilfreich sein, mit jemandem zu reden, um das Erlebte zu verarbeiten.

  13. Melanie sagt:

    Hallo Sebastian
    Auch ich bin von deiner Seite begeistert.
    Ich leide seit etwa zwei Jahren unter einer Angststörung. Bin seit längeren schon in Therapie und hab das Gefühl keinen Schritt weiter zu sein.Nach dem Tod meiner jüngsten Tochter bin ich nervlich völlig am Ende. Diese ständige Angst ob meinem Sohn was passieren könnte oder mir. Dazu kommen noch sämtliche Symtome die mich wahnsinnig machen. Ich weiß nicht was ich verbrochen habe das ich so bestraft werde

  14. Maike sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich bin echt begeistert von deiner Seite. Es sollte noch mehr darüber gesprochen werden!
    Auch ich habe eine Angststörung und Hypochondrie. Habe jetzt auch trotz Therapie bisschen gebraucht zu verstehen was dazu gehört und mittlerweile geht’s mir besser. Was allerdings noch bleibt ist manchmal ein komisches Gefühl im Kopf und Müdigkeit.
    Wann wurde das denn bei dir besser?Du beschreibst ja auch solche Symptome bei dir.

    Danke für die Antwort,
    Maike

    • Sebastian sagt:

      Hallo Maike,

      es freut mich, dass Dir mein Blog gefällt. Müdigkeit ist ja ein “Symptom”, welches jeder Mensch hin und wieder hat. Auch über längere Phasen ist das nicht ungewöhnlich. Das Problem ist meist, dass Menschen mit einer Angststörung selbst aus diese Dingen mehr machen als nötig. Sie konzentrieren sich oft darauf, bewerten dieses als nicht normal und erst dieses Verhalten macht derartige Symptome zum Problem. Daher: Ich bin auch heute noch des öfteren müde (liegt sicher auch daran, dass ich viel zu tun und eine kleine Tochter habe 😉 Ich will Dir eigentlich sagen, dass jeder Mensch verschieden Wehwehchen hat. Es zwickt mal hier und sticht mal dort…

  15. Marie sagt:

    Ich habe mir dein Buch gekauft und bei den Symptomen etc finde ich mich hundertprozent wieder. Dass ich eine Angsstörung habe ist mir jetzt erst 10 Jahre nach meiner Thrombose klar geworden, nachdem ich Angstzustände hatte mit meinem Baby allein zu Hause zu sein. Die schlimmsten Gedanken in verschiedene Richtungen haben mich fertig gemacht. Ich bin in Therapie und musste jetzt erstmal damit wieder zurecht kommen bevor es jetzt an die eigentliche Panikstörung und Hypochondrie geht. Jetzt weiß ich erst was mich in den letzten 10 Jahren so viel Kraft gekostet hat.
    Danke aber für dein Buch. Das lässt mich aufatmen und daran glauben dass die Therapie helfen wird auch wenn es durch Familie und so weiter eine Doppelbelastung ist.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Marie,

      es freut mich sehr, dass Dir mein Buch gefallen hat. Und dass Dir erst später klar geworden ist, dass Du eine Angststörung hast – damit bist Du keine Ausnahme. Jetzt kannst Du an Dir und Deinen Ängsten arbeiten!

      LG.

      Sebastian

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