Angstzustände

Die meisten Menschen kennen das: Massive Angst, die kaum auszuhalten ist. Dabei ist die Häufigkeit und Intensität dieser Angstzustände sicherlich höchst unterschiedlich und nicht in allen Fällen behandlungsbedürftig.

Angst ist zunächst einmal nur eine Reaktion auf eine (vermeintlich) gefährliche Situation. Taucht plötzlich ein wildes Tier vor einem auf, steht man kurz vor der Verkündung einer vielleicht schlimmen Diagnose, befindet man sich in einem brennenden Haus oder einer anderen Situation, die eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten kann, so ist Angst etwas vollkommen Natürliches, ja sie ist sogar sinnvoll, da man auf diese Weise in die Lage versetzt wird, zu kämpfen oder zu fliehen.

Angstzustände und Panikattacken sind jedoch etwas vollkommen anderes. In den meisten Fällen findet man hier eine übertriebene Angst vor einer eigentlich ungefährlichen Situation oder einem Objekt. So kann beispielsweise der Anblick einer harmlosen Spinne Angstzustände auslösen, wenn man an einer Spinnenphobie leidet oder eine Panikattacke in einem engen Raum auftreten, wenn sich eine Klaustrophobie manifestiert hat.

Diese spezifischen Ängste, die sich auf eine spezielle Situation oder ein Objekt beziehen, sind weit verbreitet. Sicherlich kann man in diesem Zusammenhang über eine Psychotherapie nachdenken, wenn man darunter leidet. In den meisten Fällen ist jedoch ein relativ normales Leben möglich.

Angstzustände als Dauerzustand

Anders verhält es sich, wenn Angstzustände ein Dauerzustand sind und Angstzustände sehr häufig auftreten und den Betroffenen das Leben zur Hölle machen. Wenn Angstzustände Betroffene extrem einschränken, ist es an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Allein in Deutschland haben Millionen von Menschen beinahe täglich mit Angstzuständen und Panikattacken zu kämpfen. Vor allem Agoraphobie, Panikstörung, Hypochondrie, Sozialphobie und die generalisierte Angststörung sind es, die den Betroffenen das Leben schwer machen.

  • Agoraphobie: Die Agoraphobie wird dadurch definiert, dass man Angst vor belebten Plätzen und Situationen hat, aus denen man nicht so einfach fliehen kann.
  • Panikstörung: Die Panikstörung ist vor allem durch die Erwartungsangst gekennzeichnet. Dabei löst die Angst vor bereits erlebten Panikattacken die Angstzustände aus.
  • Hypochondrie: Die Hypochondrie ist die unbegründete Angst vor Krankheiten. Häufige Arztbesuche, Beobachtung der Körperfunktionen und Recherchen im Internet sind dabei typisch.
  • Sozialphobie: Die Sozialphobie hingegen bezeichnet die Angst vor Menschen. Diese extreme Schüchternheit ist für ein soziales Wesen, wie den Menschen, eine enorme Belastung.
  • Generalisierte Angststörung: Die generalisierte Angststörung ist durch stetige Angst, übermäßige Sorge und häufigen Panikattacken gekennzeichnet.

All diesen psychischen Erkrankungen ist gemein, dass immer wieder Angstzustände auftreten, die eine enorme Belastung sind und mit denen sich, anders als bei vielen anderen Angststörungen eben nicht mehr gut leben lässt.

Angstzustände bekämpfen

Angstzustände bekämpfen möchten wohl alle Menschen, die unter einer Angststörung leiden, die ein normales Leben nahezu unmöglich machen. Dabei stellt sich die Frage, ob es der richtige Ansatz ist, Angstzustände bekämpfen zu wollen. Wenn wir gegen die Angst ankämpfen geben wir ihr weitere Aufmerksamkeit und in der Regel führt diese Strategie nicht dazu, die Angst hinter uns zu lassen.

Ich habe selbst jahrelang unter einer massiven Angststörung gelitten. Immer wieder hatte ich Angstzustände, täglich haben mir Panikattacken zugesetzt. Dabei hatte ich eine Mischung aus Agoraphobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung und Hypochondrie. Ich weiß also, dass man die Angststörung mehr als alles andere loswerden möchte, Angstzustände bekämpfen will.

Das hat mich allerdings keinen Schritt weitergebracht. Letztlich musste ich die Angst zulassen, Angstzustände nicht als Feind betrachten. Das jedenfalls war ein ganz wichtiger Baustein auf meinem Weg aus der Angst. Wie ich es geschafft habe, wieder gesund zu werden, können Sie auf 250 Seiten in meinem Buch Exfreundin Angst lesen.

Angstzustände bekämpfen ist meiner Meinung nach definitiv nicht der richtige Weg. Dennoch gibt es Situationen, in denen Angstzustände und Panikattacken so ungünstig sind, dass man diese nicht zulassen, sondern verhindern möchte.

Angstzustände bekämpfenIn dem Ratgeber “Erste Hilfe bei Angst und Panikattacken” habe ich einige Tipps zusammengefasst, wie man schnell aus den Panikattacken wieder herauskommt.

Dieses Ebook möchte ich Ihnen schenken. Zudem gebe ich Ihnen kostenlos den Ratgeber “Psychisch krank – Das sollten Sie wissen” mit dazu.

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10 Kommentare

  1. Isabel sagt:

    Ich leide seit einem Jahr unter Panikattacken. Es ist sehr schlimm für mich. Trotz allem vermeide ich nichts, weil ich die Angst ständig und überall habe. Ganz egal wo ich bin, welche Situation .. fast immer verfolgt mich eine unterschwellige Angst und Unruhe. Ich mache seit März eine Therapie. Bin gespannt ob es was bringt. Bisher kann ich noch keine Verbesserung spüren. Leider.
    Ich hoffe es wird besser. Manchmal habe ich das Gefühl ich verliere die Hoffnung ..

  2. Paul Preis sagt:

    Habe bei festlichen Angelegenheiten ,Angst zu Zittern. Sektglas,Kaffeetasse halten,grosse innere Unruhe mit starkem Zittern

  3. Susanne sagt:

    Ich leide schon seit mehr als 20 Jahre an Angstzustände und Panikattacken mal mehr mal weniger im Moment ist es wieder besonders schlimm wenn ich meinen Mann nicht hätte wär ich warschleinlich schon längst komplett durchgedreht.

  4. Janaina sagt:

    Ich schließe mich da Sara und Stefanie an, diese Infos sind sehr gut. Den Ratgeber werde ich mir auch noch durchlesen. Ich habe mich vor kurzem in eine Psychotherapie in München begeben um dort meine Angstzustände behandeln zu lassen. Die Einheiten in dieser Praxis sind wirklich hilfreich, jedoch habe ich dort mein nächstes Problem. Ich habe Angst mich dem Therapeuten zu öffnen. Habe ihm das auch schon mitgeteilt und wir arbeiten konstant daran. Aber es fällt mir leichter mich im Internet durch Beiträge und Blogs zu lesen und mir da Tipps und Methoden für meine Probleme zu holen. Ich bin auf den Ratgeber sehr gespannt und hoffe, dass er mich noch ein Stückchen weiter bringt.

    Viele Grüße

  5. Stefanie sagt:

    Ich leide seit 2008 unter Angstzuständen. Damals waren es heftige Panikattacken, die ich mit einer Verhaltenstherapie gut in den Griff bekam und war dann auch im Herbst 2009 quasi symptomfrei. Seit diesem Jahr haben mich die Angstzustände wieder heftig heimgesucht, ein Zustand den ich erstmal verdauen musste, da ich glaubte das diese Phase in meinem Leben abgeschlossen wäre. Diesmal kamen noch depressive Symptome dazu, die mich fast mehr quälten als die Angst. Ich begann wieder wie beim ersten Mal eine Therapie, diesmal aber eine tiefenpsychologische wo man die Ursachen der Störung behandelt. Dort wurde erstaunliches zutage gefördert. Heute weiß ich, dass dieses Gefühle schon lange in mir schlummerten, ich sie aber nie benennen konnte. Sie nun zuordnen zu können hilft sehr mit der Angst umzugehen. Es ist ein langer Weg, ich kenne meine Probleme und es wird diesmal keine Heilung im Handumdrehen geben wie beim ersten Mal. Ich habe mich nun zusätzlich für eine medikamentöse Therapie entschieden, die mir sehr hilft meinen Alltag zu bewältigen. ich war nie der klassische Typ, der im bett lag und die Decke angestarrt hat. Nein, ich gehe arbeiten, treffe Freunde, mache den Haushalt, so wie eben jeder andere auch. Aber diese tiefe Verunsicherung die sich nun an die Oberfläche gearbeitet hat muss langsam erst abgebaut, verlernt werden. Dennoch möchte ich vielen Mut machen. Ich weiß, dass ich es schaffe. Ich bin davon einfach überzeugt und ich weiß, das der Tag kommt an dem ich aus dem Fenster schaue und mein Leben so annehmen kann wie es ist. Erwartungen, Erziehung und der bisherige Lebensweg prägen einen. Mein Leben hat eine 180 Grad Wende durch..zum positiven, aber dennoch, dies kann genauso verunsichern, wenn nicht sogar noch mehr, weil es kein zurück gibt in etwas das man kennt. Es ist vollkommen neues Terrain. Ich gewöhne mich langsam aber stetig und ich finde dies ist ein gutes Zeichen. Ich möchte auch noch etwas zu dem Wort “kämpfen” sagen. Es war mein Lieblingswort bis vor Kurzem und irgendwie ist es ja auch ein Kampf den man führt. Aber Kampf bedeutet auch starke Energien mobilisieren zu müssen. Deshalb sehe ich es mittlerweile so, das es kein Kampf sondern eine Reise zu meinem neuen Ich ist. Das heißt Entwicklung. Kampf verbindet man oft auch mit “gegen” etwas handeln. Und das wollen wir nicht. Wir wollen für uns handeln. Ich wünsche allen die mit Depressionen oder Angst (noch) reisen müssen, das sie bald bei sich ankommen werden. Sich selbst anzunehmen ist so schwer aber der einzig notwendige und richtige Schritt.

  6. Stefanie sagt:

    gefällt mir sehr gut

  7. Sara sagt:

    Hallo,

    vielen dank für diese Infos. Der Ratgeber ist wirklich toll. Hoffentlich werden meine Angstzustände dadurch weniger. Diese Panikattacken machen mich echt fertig. Danke nochmal.
    Sara

  1. 20. April 2012

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