Alles psychisch oder doch schwer krank?

Schweißausbrüche, Atemnot, Herzrasen, Schwindel – Diese Symptome machen Angst und Du fragst Dich vielleicht, ob Deine Beschwerden tatsächlich ausschließlich psychische Ursachen haben.

Könnte nicht doch eine ernste Krankheit dahinter stecken? Ob alle Deine Beschwerden durch eine Angststörung bedingt sind oder Du vielleicht doch schwer krank bist – Damit wollen wir uns im Folgenden befassen.

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass eine Angststörung eine Vielzahl von Symptomen auslösen kann.

Schauen wir uns häufige Panikattacken-Symptome an, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist

  • Hyperventilation
  • Herzrasen
  • Beklemmungsgefühl / Enge in der Brust
  • Schwindel
  • Schweißausbrüche
  • Schluckbeschwerden
  • Kribbeln
  • Zittern
  • Gefühl der Unwirklichkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Sehstörungen
  • Ohrenklingeln
  • Taubheitsgefühle
  • Übelkeit

Neben diesen eher körperlichen Symptomen, gibt es zusätzlich Panikattacken-Symptome auf der gedanklichen und gefühlsmäßigen Ebene, welche die Angst weiter verstärken.

Dazu gehört zum Beispiel

  • die Angst, körperlich schwer krank zu sein
  • die Angst, ohnmächtig zu werden
  • die Angst, die Kontrolle zu verlieren
  • die Angst, verrückt zu werden
  • die Angst vorm Sterben

Du siehst, dass die Panikattacken-Symptome sehr vielfältig sein können. Ich habe übrigens alle hier genannten Beschwerden im Laufe meiner Angststörung kennenlernen „dürfen“.

Alles die Psyche schuld?

Viele dieser Symptome sind bei mir damals nicht nur im Zuge von Panikattacken aufgetreten – ich war zwischendurch immer angespannt und das diffuse Gefühl der Angst war irgendwie immer mit dabei.

Und ich zweifelte daran, dass alle meine Beschwerden psychische Gründe haben sollten.

Steckte nicht doch vielleicht etwas ganz anderes dahinter? War vielleicht mit meinem Gehirn oder meinem Herz-Kreislaufsystem etwas nicht in Ordnung?

Und so verbrachte ich unzählige Stunden bei diversen Ärzten. Die Ärzte konnten mich nur kurzfristig beruhigen. Zu Hause zweifelte ich wieder. Hatten die Weißkittel nicht doch etwas übersehen?

Wenn mich eine Panikattacke übermannte, konnte ich die Beschwerden durchaus mit der Angst in Verbindung bringen. Aber ich fühlte mich eigentlich immer seltsam, oft wie unter einer Nebelglocke. Mir war oft schwummrig und nicht immer konnte ich einen Anlass dafür erkennen.

Und so zweifelte ich daran, dass ich „nur“ eine Angststörung haben sollte. Schließlich konnten die Symptome auch andere Ursachen haben.

Alle hier genannten Symptome können nämlich theoretisch auch durch organische Erkrankungen ausgelöst werden. Das kann man nicht verleugnen.

Dieser Zweifel verhindert die Lösung Deiner Probleme

Dabei ist es so wichtig, dass Du anerkennst, dass Deine Beschwerden psychisch bedingt sind. Denn nur dann ist man bereit, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Angststörung zu überwinden.

Ich bin kein Freund davon, alles auf die Psyche zu schieben. Und doch steht es außer Frage, dass die Psyche alle möglichen Symptome auslösen kann. Wusstest Du, dass es früher gar nicht so selten war, dass vor allem Frauen erblindet sind und es dafür allein psychische Gründe gab?

Diese psychogene Erblindung konnte und kann rückgängig gemacht werden, indem man die dahinterstehenden psychischen Probleme löst.

Wenn man also sogar allein aus psychischen Gründen erblinden kann, fällt es nicht mehr schwer, zu glauben, dass hier auch die Gründe für andere Beschwerden liegen können, oder?

Merke: Alle Deine Symptome können psychische Ursachen haben.

Wie kannst Du sicher sein?

Wie gesagt: Treten diese Symptome im Zusammenhang mit großer Angst bzw. einer Panikattacke auf, kann man diese recht leicht auf die Angst zurückführen. Zudem ist es ein wichtiges Indiz für eine psychische Ursache, wenn die Beschwerden nur in bestimmten Situationen auftreten.

Und Du solltest, die Symptome auch ärztlich abklären lassen, wenn das nicht schon längst geschehen ist. Wird keine körperliche Ursache gefunden, kannst Du relativ sicher sein, dass nichts Organisches vorliegt.

Relativ sicher? Das reicht mit nicht!

Mir genügte es damals auch nicht, dass die Wahrscheinlichkeit für etwas Körperliches gering war, weil kein Arzt etwas finden konnte. Ich wollte die Garantie dafür haben, dass ich körperlich gesund war.

Und wie bekommst Du diese Garantie?

Überhaupt nicht. Es gibt sie nicht, die vollständige Sicherheit. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass Du aus der Arztpraxis oder dem Krankenhaus stiefelst und tot umfällst, obwohl das EKG gerade vollkommen in Ordnung war.

Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit dafür extrem gering. Ich will Dir keine Angst machen, aber ich erzähle Dir auch nichts, was Du in Deinem Inneren nicht längst weißt. Es gibt sie nicht, die einhundertprozentige Garantie. Je eher Du das akzeptierst, desto besser.

Was soll ich dann tun?

Ich möchte, dass Du die Tipps, die ich Dir gebe, auch wirklich umsetzt. Es geht vielleicht nicht von heute auf morgen, doch ich bin sicher, dass der eine oder andere Tipp auch für Dich dabei sein wird, der dazu führt, dass es Dir besser geht.

Und damit wächst schließlich die Akzeptanz dafür, dass Deine Beschwerden psychische Gründe haben und Du wirst bereits sein, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Angststörung vollkommen zu überwinden.

Und welche Schritte das im Einzelnen sind – Darüber sprechen ausführlich im kostenlosen Newsletter.

Beste Grüße.

Sebastian

Diese Beiträge könnten Dir auch gefallen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.