Flimmerskotom

Flimmerskotom

Heute möchte ich über das Flimmerskotom berichten, welches mich hin und wieder aus der Bahn wirft. Zum Glück tritt dieses Flimmerskotom nur noch selten auf. Tipps, was Du gegen das Flimmerskotom tun kannst, erwarten Dich am Ende des Artikels.

Anlass für diesen Artikel ist, dass ich heute morgen mal wieder dieses nervige Flimmerskotom hatte. Am Beispiel des Flimmerskotoms möchte ich Euch einmal verdeutlichen, wie ich mit meiner Hypochondrie inzwischen umgehe. So kann der eine oder andere sicherlich etwas für sich selbst mitnehmen.

Was ist ein Flimmerskotom überhaupt?

Ein Flimmerskotom trifft mitunter bei einer Migräne auf. Es ist Bestandteil der so genannten Aura. Es ist nicht leicht, zu beschreiben, wie sich dieses Skotom anfühlt. Ein Flimmerskotom ist eine vorübergehende Sehstörung. Zunächst ist es so, als ob man in eine helle Lichtquelle geschaut hat. Es fällt schwer, etwas mit den Augen zu fixieren. Nach kurzer Zeit wandert ein Flimmern durch das Gesichtsfeld, welches sich nach und nach vergrößert. Teilweise kann ich fast nichts mehr sehen. Hinzu kommen bei mir oftmals Taubheitsgefühle, wobei der Begriff Taubheit es nicht richtig trifft. Vielmehr fühlt sich mein Körper irgendwie fremd an, so als würde er nicht mir selbst gehören.

Dieses Flimmerskotom dauert meist etwa 30 Minuten an. Anschließend kann ich wieder normal sehen, wobei hin und wieder Kopfschmerzen einsetzen. Viel schlimmer ist jedoch, dass ich mich anschließend wie gerädert fühle.

Mir ist aufgefallen, dass das Flimmerskotom in den meisten Fällen vormittags auftaucht. Nachmittags oder abends ich es hingegen eher die Ausnahme. Auch scheint es eher in den Sommermonaten aufzutreten. Oftmals fühle ich mich schon ein, zwei Tage zuvor irgendwie seltsam. Gestern beispielsweise hatte ich das Gefühl, meine linke Hand und mein linker Fuß seien eingeschlafen.

Flimmerskotom macht Angst

Obwohl ich dieses Flimmerskotom schon seit mehr Jahren kenne, macht es mir immer noch Angst. Es ist ein sehr unangenehmes Gefühl, diese neurologischen Ausfallerscheinungen über mich ergehen lassen zu müssen.

Ich bin diesem Flimmerskotom hilflos ausgeliefert und das macht Angst. Man kann nichts machen, außer darauf zu warten, dass es vorüber geht. Besonders schlimm finde ich es, wenn das Flimmerskotom auftritt, wenn ich nicht daheim bin. Auf der Arbeit beispielsweise empfinde ich es als besonders nervig. Wenn möglich versuche ich mich für die Dauer des Skotoms auf der Toilette einzuschließen.

Hypochondrie lässt grüßen

Manchmal falle ich anschließend wieder in alte Muster und fange an, zu überlegen, ob nicht doch etwas Ernstes dahinter steckt. Könnten dieses Flimmerskotom nicht doch Vorbote eines Schlaganfalls sein? Habe ich nicht vielleicht ernste Durchblutungsstörungen, die derartige Symptome hervorrufen? Was mich dabei besonders beunruhigt, ist, dass die Ursache für dieses Flimmerskotom bislang nicht geklärt ist. Die letzten Überbleibsel meiner Hypochondrie.

Was mache ich in diesem Fall? Zunächst versuche ich vollkommen logisch an die Sache heranzugehen. Um so objektiv wie möglich zu bleiben, versuche ich das Ganze aus der Sicht eines Dritten zu sehen. Was würde ich in diesem Fall einem Freund raten? Zunächst einmal sage ich mir, dass ich dieses Flimmerskotom schon seit mehr als 10 Jahren kenne. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass eine ernste Erkrankung sich in diesem Zeitraum nicht wesentlich verschlimmert hätte. Zudem wurde inzwischen mehrmals ein CT und MRT meines Gehirns gemacht, seit das Flimmerskotom das erste Mal aufgetreten ist.

Sicher, es kann sich immer etwas verändert haben, nichts ist unmöglich, aber doch extrem unwahrscheinlich. „Mache Dir keine Sorgen“ würde ich einem Dritten mit auf den Weg geben und das mache ich dann auch mit mir selbst.

Mir ist aufgefallen, dass dieses Flimmerskotom immer dann auftritt, wenn ich sehr angespannt und gestresst bin, mich irgendwie nicht so wohl fühle. Ich halte es für durchaus möglich, dass allein psychische Anspannung das Flimmerskotom auslösen kann. Selbst wenn dem nicht so ist, stellt sich dennoch die Frage, weshalb die Hypochondrie in diesem Fall wieder leicht aufblitzt. Schließlich macht sich diese nicht jedesmal im Anschluss an ein Flimmerskotom bemerkbar.

Womit sollte ich mich beschäftigen?

Also frage ich mich, was momentan nicht in meinem Leben stimmt. Was beschäftigt mich gerade so sehr, dass hypochondrische Ansätze wieder auftreten. Ich brauchte keine fünf Minuten, um die Ursache zu beziffern.

Ich habe mich vor Kurzem selbständig gemacht und erhalte dafür einen Gründungszuschuss. Ich habe ein Buch geschrieben, welches hoffentlich in Kürze veröffentlicht werden kann und von meiner Genesung handelt. Momentan liegt dieses dem Chefarzt einer psychosomatischen Klinik zur Einsicht vor. Eine Psychologin hat dieses bereits gelesen und für gut befunden. Allerdings bin ich der Meinung, dass man bei einem solchen Thema auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den Lesern hat. Deshalb möchte ich das Urteil des Chefarztes noch abwarten. Vielleicht kommt da auch wieder der Perfektionist zu sehr raus.

Ich möchte jedenfalls dieses Buch, das mir sehr am Herzen liegt, herausbringen und habe zu diesem Zweck einen Verlag gegründet. Jetzt zieht sich das Ganze länger hin, als ich erwartet habe. Immer wieder stellen sich Zweifel ein. Lassen sich genügend Leser finden? Hoffentlich ist das Buch gut genug. Ich wollte schon immer selbständig sein, bringe sicherlich alle Voraussetzungen dafür mit, aber dennoch…

Jetzt habe ich ein Jobangebot vorliegen, das ich mir ebenfalls vorstellen könnte. Allerdings liegt mein Herz nach wie vor bei meinem Buch. Eigentlich möchte ich kein Angestellter mehr sein. Was aber, wenn ich keinen Erfolg haben sollte? Ich möchte bald eine Familie gründen und diese sollte natürlich auch finanziell abgesichert sein. Ich stecke also in einem Zwiespalt. Eine wichtige Entscheidung steht an, die ich momentan hinauszögere.

Update: Mittlerweile wurde mein Buch mit dem Titel „Exfreundin Angst – Wie ich die Panik in die Wüste schickte“ veröffentlicht und bereits mehrere Hundert Male verkauft, worauf ich sehr stolz bin. Der Chefarzt hat übrigens sogar das Vorwort verfasst. Die Rückmeldungen sind sehr positiv und ich freue mich, so vielen Menschen damit helfen zu können. Weitere Infos zum Buch gibt es hier.

Das war es also in diesem einen Fall, was mich derart beschäftigt hat. Weil ich diese Entscheidung vor mir herschiebe, kanalisiert sich diese in meinem Fall manchmal durch ein Wiederaufflammen meiner Hypochondrie. Auch hier gilt es wieder, Auslöser und Ursache nicht zu verwechseln. Auslöser war das Flimmerskotom, was vermutlich durch große Anspannung verursacht wurde. Die Ursache für hypochondrische Gedanken liegt allerdings in diesem Fall  in einer noch nicht getroffenen schwierigen Entscheidung.

Nachdem ich mir das bewusst gemacht habe, ist der Anflug der Hypochondrie wieder verflogen und ich kann mich darauf besinnen, was wirklich gerade wichtig ist. So bin ich dann vielleicht sogar dem Flimmerskotom zu Dank verpflichtet. 😉

Tipps gegen das Flimmerskotom

Wenn das Flimmerskotom erst einmal da ist, kannst Du nicht anderes machen, als abzuwarten, bis es vorbeigeht. Triptane, oft erstes Mittel der Wahl bei Migräne, verstärken die Aura oft noch. Von der Einnahme dieser Medikamente ist während des Flimmerskotoms also abzuraten.

Es gibt verschiedene Auslöser für das Flimmerskotom und die anschließende Migräne. Bei manchen Menschen sind es verschiedene Nahrungsmittel oder das Wetter.

Hauptauslöser ist allerdings Stress. Deshalb solltest Du unbedingt eine Entspannungstechnik erlernen und Dir anschließend 15 Minuten pro Tag Zeit für dessen Durchführung nehmen. Hier eignen sich am Besten Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung. Klicke auf die Links, um mehr darüber zu erfahren.

Neben regelmäßiger, stressreduzierender Entspannung, habe ich mit folgenden Maßnahmen positive Erfahrungen gemacht, um die Häufigkeit des Flimmerskotoms zu reduzieren:

  • Wechselduschen
  • Regelmäßige Saunabesuche
  • Ausdauersport

Diese Maßnahmen wirken unterstützend, können regelmäßige Entspannung mittels einer effektiven Entspannungsmethode allerdings nicht ersetzen. Ich bin sicher, dass Du wesentlich seltener vom Flimmerskotom gepeinigt wirst, wenn Du dies beherzigst!

Weitere Informationen zur Migräne erhältst Du hier!

Update vom 30.August 2012

Soeben war ich beim Hautarzt, um meine monatliche Spritze zur Hyposensibilisierung in Empfang zu nehmen (leide an Heuschnupfen). Während der halbstündigen Wartezeit nahm ich den „Focus“ vom 20.08.2012 zur Hand, der „Kopfschmerz“ zum Titelthema machte. Hier stand, neben dem Spannungskopfschmerz, die Migräne im Mittelpunkt. Das Flimmerskotom ist ja letztlich Teil der Migräne. Hier habe ich Interessantes über die Migräne lesen können, das ich gerne an Euch weitergeben möchte.

Migränepatienten können nur schlecht abschalten

Die genau Ursache von Migräne und Flimmerskotom sind nach wie vor ungeklärt. Es gibt verschiedene Theorien, aber keine stichhaltigen Beweise. Interessant finde ich, dass alles darauf hindeutet, dass Menschen, die unter Migräne leiden außerordentlich „wach“ sind, extrem aufmerksam und sehr sensibel auf äußere Einflüsse reagieren. Zudem wurde beobachtet, dass diese Menschen schwer in der Lage sind, das Gehirn zu entspannen. Diese Beobachtungen kann ich bestätigen.

Geschmackverstärker okay, Rotwein nicht

Es wird immer wieder nach Auslösern (so genannten Triggerfaktoren) gesucht. Wenn man unter Migräne und Flimmerskotom leidet, versucht man herauszufinden, was diese Symptome auslösen könnte.
Oftmals wird das Wetter als Grund genannt. In Untersuchungen konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen Migräne und dem Wetter festgestellt werden.
Auch Nahrungsmittel scheinen kein Auslöser zu sein, weder Geschmacksverstärker, Käse noch sonst irgend etwas, mit einer Ausnahme: Es wurde festgestellt, dass Alkohol als Auslöser für Migräne in Frage kommt, wobei es auch auf die Art des Getränks ankommt. So führt Rotwein eher zu Migräneattacken als Weißwein. Man hat 800 mögliche Bestandteile im Rotwein ausgemacht, die ursächlich dafür sein könnten. Bei dieser Vielzahl ist nicht zu erwarten, dass der Migräne auslösende Bestandteil ausgemacht wird.

Weibliche Hormone

Weniger interessant für mich persönlich, dafür umso mehr für meine weiblichen Leser: Es gilt als erwiesen, dass weibliche Hormone bei der Migräne eine Rolle spielen können. So konnte beobachtet werden, dass es kurz vor Einsetzen der weiblichen Periode vermehrt zu Migräneattacken kommt. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es sinnvoll sein kann, das Verhütungsmittel zu wechseln, beispielsweise eines wählen, bei dem „die Tage“ ausbleiben. Das gilt es wohl mit einem Neurologen oder Frauenarzt abzuklären.

Geregelter Tagesablauf hilft oft Wunder

Migränepatienten reagieren sehr sensibel auf jegliche Veränderungen. So tritt die Migräne nicht selten am Wochenende auf. Deshalb ist anzuraten, auch am Wochenende zeitig aufzustehen und nicht zu spät ins Bett zu gehen. Ich muss jedoch gestehen, dass der Leidensdruck bei mir dann doch nicht groß genug ist, um von einer Party um 21 Uhr nach Hause zu gehen, um zeitig ins Bett zu kommen und um Sonntag um 7 Uhr morgens meinen Wecker klingeln zu lassen, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Stress ist wohl der Hauptauslöser für Migräne und Flimmerskotom. Dabei ist es plötzlich auftretender/zunehmender Stress und nicht kontinuierlich anhaltender Stress. Also ist auch hier wieder die plötzliche Veränderung das Thema. So können beispielsweise starke Gefühlsausbrüche Migräne und Flimmerskotom auslösen.

Vor sich hinvegetieren als sinnvollste Maßnahme?

Bleibt abschließend die Frage, was man gegen Migräne und Flimmerskotom tun kann. Es gibt natürlich Schmerzmittel oder Triptane, die man einnehmen kann. Auch Beta-Blocker können helfen. Bei Betroffenen, die mehr als 10 Tage im Monat Migräne haben, könnte man über eine Behandlung mit dem Nervengift „Botox“ nachdenken.
Die Wirkung aller Medikamente ist insgesamt wohl eher dürftig. Viel sinnvoller ist es, den Migräneattacken vorzubeugen.

Aufregung vermeiden, keine Gefühlsausbrüche mehr, zeitig ins Bett und auch am Wochenende immer früh aufstehen, auf das Gläschen Wein am Samstag verzichten…das klingt für meine Ohren wenig reizvoll. Am wirkungsvollsten scheint es tatsächlich zu sein, wenn man ein extrem langweiliges Leben führt. Wollen wir das wirklich? Gibt es keine Alternativen?

Doch, die gibt es. Meine vorherigen Ausführungen wurden auch in diesem Artikel bestätigt: Regelmäßiger Ausdauersport (3 Mal pro Woche über mindestens 30 Minuten) sowie das Erlernen und die regelmäßige Anwendung einer Entspannungstechnik helfen das Auftreten von Migräne und Flimmerskotom zu reduzieren. Auch wurde bestätigt, dass sich die progressive Muskelentspannung als besonders wirksam erwiesen hat.

Hinweis zu Panikattacken und Angststörung

Dieser Blog befasst sich ja vor allem mit Panikattacken bzw. der Angststörung. Deshalb noch ein kurzer Hinweis zu diesem Thema. Angst ist ein starkes Gefühl, das Stress verursacht und sicherlich auch zu einem gehäuften Auftreten von Migräne und Flimmerskotom führen kann. Ein Grund mehr, um Angst und Panikattacken loszuwerden. Tipps gegen Angstzustände & Co. findest Du hier im Blog in den zahlreichen Artikeln

Flimmerskotom und Schlaganfall

Dieses Thema war nicht Bestandteil des Focus-Artikels. Dennoch möchte ich kurz auf das Thema „Flimmerskotom und Schlaganfall“ eingehen. Immer wieder liest man, dass ein Zusammenhang zwischen Flimmerskotom und Schlaganfall bzw. Migräne und Schlaganfall bestehen soll. Ob und inwieweit die Durchblutung eine Rolle spielt, steht nach wie vor in den Sternen. Ich glaube eher, dass Schlaganfälle bei Migränepatienten insgesamt etwas häufiger auftreten, weil vor allem Stress im Zusammenhang mit der Migräne steht. Dass Stress auch bei einem Schlaganfall eine Rolle spielt, könnte die Beobachtung erklären, dass das Risiko für einen Schlaganfall bei Migränepatienten etwas erhöht ist.

Nicht die Migräne oder das Flimmerskotom führt zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko, sondern erhöhter Stress, der für Beides mitursächlich sein kann, so zumindest die bescheidene Theorie eines Nichtmediziners (nämlich mir). Von daher sollten vermehrt auftretende Migräneattacken durchaus als Warnzeichen anzusehen sein und Anstoß sein, um sein Leben etwas entspannter zu gestalten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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97 Kommentare

  1. Silke Hartmann sagt:

    Hallo zusammen. Ich weiß nicht ob ich euch helfen kann. Mir hat ein Zufall geholfen. Ich hatte vor 3 Jahren durch Hormonpräparate in den Wechseljahren eine Thrombose bekommen. Nun musste ich 3 Monate Macromar einnehmen. In dieser Zeit hatte ich kein einziges Mal ein Flimmerskotom. (Vorher 1 mal die Woche) Also kam ich zu dem Schluss dass die Blutverdünnung das Skotom verhindert. Ich nehme nun seit 3 Jahren 2 mal die Woche eine halbe Tablette Asperin und das Flimmern ist nie wieder aufgetaucht. Vielleicht ist alles ein Zufall aber ein Versuch ist es wert. Lieben Gruß aus dem Bergischen 😀

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Habe tatsächlich nun schon häufiger gehört, dass Aspirin bei bei einigen gegen das Flimmerskotom wirkt, was darauf hindeuten könnte, dass die Durchblutung dann doch was damit zu tun hat. Ich empfehle aber, das mit einem Arzt zu besprechen, denn Blutverdünner können ja auch Nebenwirkungen haben.

  2. Leuvheyde sagt:

    Hallo und moin zusammen, viele interessante Beiträge. Ich (75) habe ein Flimmerskotom seit den siebziger Jahren. Mal bei Stress, mal auch nur so. Beim Schauen auf einen Wegweiser gingen auf einmal die Buchstaben übereinander. Keiner wußte mir zu helfen, keiner kannte etwas davon, kein Augenrzt, kein Hausarzt etc. Erst in der Klinik Bellevue in Kiel bei der Voruntersuchung für neue Linsen (2016) gab mir die Ärztin Auskunft – denn sie war selbst davon betroffen. Da hilft keine Jaulerei, da muss man durch. Bei mir dauert es 20 Minuten, dann ist alles vorbei, mal mehr, mal weniger große Flimmerkreise. Nur Autofahren und Lesen wird eben schwieriger. Ersteres sollte man tunlichst unterbrechen. Ist ein Teil einer Art von Migräne. Und, wie gesagt, 20 Minuten still sein, ruhig verhalten, alles wieder ok. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen bzw. Nebenerscheinungen. Also Leute, keine Panik, keine Angst, da eine aus meiner Sicht (und der Ärztin) eine ganz „normale“ Sache. Also positiv da heran gehen und nicht wehleiden. Nicht zu tief in den Körper hinein schauen müssen. Beste Grüße von der Westküste Schleswig-Holsteins.

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen zum Flimmerskotom mit uns teilst und anderen Menschen mit diesem Phänomen Mut machst!

  3. Henry sagt:

    Bei mir ist das erste Flimmerskotom vor zweieinhalb Jahren im Sommer aufgetreten. Ich war Schwimmen an einem wunderschönen Sommertag. Es war irre heiß, weswegen ich mit dem Kopf im eiskalten Wasser untergetaucht bin. Als ich wieder aufgetaucht bin, weiß ich noch, daß das Wasser so hell geglitzert hat…alles war so hell! Ich bin an Land gegangen und hatte mein erstes Flimmerskotom. Streß hatte ich da gar keinen. Der Auslöser kann nur entweder das helle Licht oder eine Durchblutungsstörung durch das kalte Wasser gewesen sein. Danach hatte ich es noch drei oder vier Mal, danach den ganzen Winter nicht mehr. Es kam beim Lesen im Zug, beim Lesen im Bett und auch nur beim Spazieren gehen.
    Im nächsten Sommer kam es wieder so drei vier Mal, immer mit ein bis zwei Wochen Pause, dann verschwand es wieder.
    Dann hatte ich im Herbst meine zweite Augenoperation (Kunstlinsen op), auf welche starke Sehstörungen durch die Kunstlinse folgten. Der Lichteinfall war zu stark, das Licht schmerzte im Auge, ich bekam nachts Panikattacken, mein Blutdruck fiel untertags auf 80-90. Grundsätzlich habe ich schon niederigen Blutdruck, so 100-115.
    Daraufhin bekam ich drei Monate täglich zweimal Flimmerskotome, auch nachts. Sie dauerten immer länger, wurden immer bunter und begannen schließlich sich zu verzerren. Sie traten einmal links, einmal rechts auf. Der Neurologe sagte nur, ja da weiß man die Ursachen nicht, klopfte mir aufs Knie und machte sonst keine Untersuchungen. Medikamente hätten zu starke Nebenwirkungen. Der Augenarzt meinte, Flimmerskotome könnten auch durch mangelnde Netzhautdurchblutung auftreten, nicht nur vom Gehirn ausgehend!
    Nach drei Monaten kamen sie nur noch einmal am Tag, dann hörten sie auf.
    Kopfschmerzen hatte ich nie, nur ein Erschöpfungsgefühl.
    Die problematische Kunstlinse wurde aus dem Auge entfernt, danach hatte ich Durchblutungsstörungen im Kopf und einen Hörsturz. Schon während der drei Monate mit Flimmerskotom, hatte ich das Gefühl mit dem rechten Auge bergab zu sehen. Nun sehe ich mit beiden Augen beim Lesen schief und bergab…Ursache unbekannt. Vierecke und karierte Blätter sehen bucklig und zittrig aus.
    Im gleichen Sommer, als das erste Flimmerskotom auftauchte, bemerkte ich auch zum ersten Mal einen gltzernden, unregelmäßigen Fleck im Auge, welcher auftritt, wenn ich von der Wohnung ins Freie trete, also ins Licht. Er glitzert ein paar Minuten, dann verschwindet er. Seit der zweiten Linsen op habe ich zwei solche Flecken im Auge. Sie gehen mit dem Auge mit, manchmal verschwinden sie für ein paar Tage. Ich weiß nicht, ob sie den gleichen Ursprung wie das Flimmerskotom haben. Skotom hatte ich diesen Sommer nur einmal, als ich mit dem Hund spazieren war.
    Grundsätzlich kann ich zu Flimmerskotomen nur sagen, daß sie scheinbar bei mir durch Durchblutungsstörungen ausgelöst werden, Streß verschlimmert sie (Verengung der Blutgefäße?), war bei mir aber nicht Auslöser. Einnahme von Ibuprofen verringert ihr Auftreten ( Entzündung?). In einem Artikel habe ich gelesen, daß manche Neurologen glauben, daß Flimmerskotome und Epilepsie miteinander verwandt sind.
    Ich wohne in Wien. Am AKH war man an mir nicht interessiert und hat mir nicht weiter geholfen. Wenn jemand einen guten Arzt für meine Probleme weiß, bitte melden!
    Auge ist angeblich in Ordnung, Schädel MRT unauffällig, Durchblutung an Hals gut. Sonstige Messungen, Migräneuntersuchung etc. wurde nicht vorgenommen. Ich habe immer starke Schmerzen von Sehnen und Muskeln an Schädelbasis und auch Tinnitus. Orthopäde interessiert sich nicht dafür, Neurologe schickt mich in Neuroophtalmologie, die zur Augenchirurgie, die wieder zur Neurologie. Ich werde von den Kassenärzten nur unfreundlich behandelt und nach spätestens 10 Minuten rausgeschmissen! Am PC kann ich nicht mehr arbeiten, da es aber keine Befunde gibt, will man mich trotzdem 8 Stunden am Tag daran arbeiten lassen.

  4. Ute sagt:

    Ich habe das Flimmerskotom bereits 36 mal in diesem Jahr und bin daher so langsam am Ende mit den Nerven. MRT Mitte Dezember, mal sehen,was die feststellen. Ich meine, es kommt vom verspannten Genick. Habe immer knappe 30 Minuten Anfälle mit Zickzack Linien, keine weiteren Symptome außer der Angst, dass es ein Schlaganfall werden oder sein kann. Kein Arzt weiß weiter Medikamente wie Betablocker halfen nicht und ich habe keinerlei Stress

  5. Lena sagt:

    Hallo, ich leide auch an einem Flimmerskotom. Diesen Monat hat die Frequenz ständig zugenommen und es quält mich nun ca. 1-2 x pro Woche. Deshalb meine Frage: hattest du/ ihr auch Phasen wo es oft vorkam und dann wieder abgenommen hat? Ich mach mir grosse Sorgen wo das noch hinführen soll… 🙁

    • Sebastian sagt:

      Ich hatte dieses Flimmerskotom (bzw. Migräne) auch nach Phasen von großem Stress in recht kurzen Abständen, also dann, wenn ich zur Ruhe gekommen bin. So kann ich mich an einen Urlaub erinnern, an dem ich es in 2 Wochen 5 Mal hatte. Das ist schon irgendwie beängstigend. Aber es wurde dann auch wieder weniger.

      Wenn Dich das so ängstigt: Ich habe nun das eine oder andere Mal gehört, dass die tägliche Einnahme von ASS 100 eine Besserung gebracht haben, auch wenn man mehrheitlich wohl nicht davon ausgeht, dass Durchblutungsprobleme ursächlich für Migräne sind. Durch dieses Medikament wird das Blut verdünnt. Das bedeutet aber auch, dass man dann eine erhöhte Blutungsneigung hat (also besser nicht schneiden 😉 ). Und Aspirin kann den Magen angreifen.

      Daher solltest du das in jedem Fall vorher mit deinem Arzt besprechen.

    • Lena sagt:

      Danke für deine Antwort! und was hast du alles gemacht um es abklären zu lassen? ich hatte schon ein MRT, das war soweit unauffällig, ich hoffe es wird wieder besser… Mein Sommer war ziemlich stressig und ich dachte eigentlich, dass jetzt alles wieder gut sei und jetzt kommt dieses komische Symptom aus dem Nichts, hatte es vorher nur 1x vor 2 Jahren

    • Sebastian sagt:

      Naja, viel mehr als ein MRT kann man da eigentlich nicht machen, um das abzuklären. Eventuell noch ein EEG, aber das wird ein Neurologe alles wissen. Man kennt die Ursache für Migräne immer noch nicht und wie es scheint ist es am besten, wenn man Stress meidet und ein möglichst geregeltes Leben führt. Ob man das möchte, sei dahingestellt. 😉

    • Sebastian sagt:

      Habe auch ein MRT machen lassen und ein EEG. Viel mehr kann man ja eigentlich nicht untersuchen lassen. Die Migräne kann nicht sichtbar diagnostiziert werden. Man kann nur ausschließen, dass etwas anderes dahinter steckt…

    • Ute sagt:

      Ich habe Jahre, in denen ich nur 6Anfälle hatte, dann 12 mal, dann wieder nur 7mal und dieses Jahr ist bisher das Schlimmste mit 36 Anfällen ohne ersichtlichen Grund, zu allen Uhrzeiten, morgens direkt beim Aufwachen abends mittags oder vormittags im Job, unberechenbar aber immer habe ich einen versenkten Nacken, ich denke mit den Nackenwirbeln stimmt was nicht, es knackt dort auch beim Kopf drehen

    • Henry sagt:

      Habe gerade meinen Bericht gepostet, lies den mal durch. Es vergeht wieder.

  6. Angie sagt:

    Hallo Ihr Flimmerer,
    dieses Flimmerskotom habe ich auch öfter, es Stört ist aber nicht tragisch… Komme gut damit zurecht… Bei mir dauert so eine Attakte meist nur 5 min. dann ist das Flimmern aus meinem Sichtfeld verschwunden… Mein Medikament dagegen ist aus der Homöopathie das Mittel OSMIUM C30 Globuli… Hoffe ich konnte euch damit helfen
    LG Angie

  7. Andrea Mollo sagt:

    Auch ich habe ja diesen Begriff „Flimmerskotom“ nicht gakannt! Und erst auf der Überweisung meines Hausarztes habe ich es gelesen…Und erst durch das häufige Auftreten in den letzten Wochen bin ich ja zu dieser Überweisung „gekommen“ – und somit auf deine Seite gelangt! Insofern hat mir das -Flimmerskotom auch was „gebracht“!!! Ich werde auf jeden Fall deine Seite weiter verfolgen und mich auch mit deinem Buch beschäftigen! 😉
    Liebe Grüße Andrea

  8. Andrea Mollo sagt:

    Hallo Sebastian,
    mein Name ist Andrea, bin 49 Jhre und leide seit meinem 2o. Lebensjahr an Migräne mit Aura. Habe natürlich auch eine lange Odysee von Arztbesuchen hinter mir – aber wirklich geholfen hat eigentlich nichts. Nur durch Geburt meines Sohnes vor 14 Jahren hat sich die Migräne deutlich verbessert: die ständigen Anfälle mit den wahnsinnigen Kopfschmerzen waren verschwunden – es blieb „lediglich“ das beängstigende „Augenflimmern“, das etwa 2 mal jährlich auftrat. Vor 4 Wochen etwa häufte sich dieses wöchentlich und letzte Woche täglich…Ich bekam regelrechte Panik – was war auf enmal los mit mit….Ich ging nach jahrelanger Migäne-Arzt-Pause zu meinem Hausarzt und erzählte ihm meine merkwürdigen Erfahrungen der letzten 4 Wochen…Was mir sehr auffiehl war, dass ich unter enormem psychischem Stress in dieser Zeit stand! Er beruhigte mich, empfahl mir aber trotzdem zum Augenarzt zu gehen und schrieb mir eine Überweisung aus. Zu Hause las ich auf der Überweisung „Flimmerskotom“ – diese Bezeichnung hatte ich sebst nach so langer Zeit Migräne noch nicht gehört! Das musste ich doch gleich mal googlen….und dann bin ich durch Zufall auf deine Artikel gestoßen und hab ihn regelrecht verschlungen!!! Ich dachte: Oh mein Gott – da sind sooo viele Übereinstimmungen….sogar die Hyposensibilisierung (ich habe schon 3 mitgemacht!!) ich war total baff, wie exakt du dieses Flimmerskotom ( jetzt weiss ich ja den Fachausdruck) beschreibst!! Auch ich bekomme jedes Mal Panik, wenn es aus dem Nichts über mich kommt und nach 30 Minuten verschwindet. Ich fühle mich auch total matschig im Kopf und kann mich schwer konzentrieren – am schlimmsten ist es für mich, wenn ich bei der Arbeit bin! Letzte Woche hatte ich dann auch irgendwie Angst, es könnte jetzt wohl doch ein Schlaganfall folgen, da es so oft auftrat. Mittlerweile bin ich wirklich davon überzeugt, dass es dieser Stress war,der vor 4 Wochen plötzlich kam! Ich werde mir auch auf youtube diese Feueratmung anschauen – das hörte sich für mich sehr interessant an!!!
    Ganz herzliche Grüße Andrea

    • Sebastian sagt:

      Hallo Andrea,
      ich kann gut verstehen, dass es dich ein wenig beruhigt, dass so viele Menschen dieses Flimmerskotom kennen und auch noch leben. 😉 Das kennen wirklich sehr viele Menschen. Aber es kommentieren ja nur die wenigsten, nicht einmal 1 % der Besucher. Und es haben noch viele noch nicht einmal von dem Begriff „Flimmerskotom“ gehört.

      Und doch bleibt es unangenehm. Aber vielleicht hat das Ganze ja auch etwas Positives und zwar dann, wenn man dieses Flimmern vor den Augen als Warnsignal betrachtet, als Hinweis, mal langsam zu machen. Nach dem Motto: „Achte mal wieder ein bisschen mehr auf Dich!“

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  9. Steffi sagt:

    Hallo, ich hatte vorhin auch so ein flimmerskotom:( leider leide ich auch an Angstzuständen.mir wurde währenddessen sehr übel und ich wurde sehr zittrig . Außerdem hatte ich das Gefühl das ich umkippen würde. HabEs mich dann hingelegt und die Augen geschlossen es wurde nach 30 Minuten besser. Dafür die Kopfschmerzen umso schlimmer. Das ganze ist nun knapp 6 Stunden her. Leicht übel ist mir noch und die Kopfschmerzen sind noch immer da. Ibubeta 400 wirken mal so garnicht. Entspannen hat bei mir nur kurz Geholfen. Die Angstzustände sind vorüber gewesen nach dem sich mein Bild neutralisiert hat und ich eine neurexan genommen habe. Ich habe 2 Kinder die Verständnis dafür haben das Mama zur zeit nicht so kann wie sie möchte. Mein grosser ist 4 der gibt mir den Mut rauszugehen meine kleine ist 1 Jahr alt die dafür sorgt das Mama trotzdem ihren popo hoch bekommt auch wenn es ihr nicht gut geht sie gibt mir den Mut das nichts passiert. Und ja Kinder können einem auch dabei helfen gegen die Angstzustände anzukämpfen. Ich kämpfe seit Februar gegen an bin nicht alleine aufs Klo geschweige denn raus. Mittlerweile gehe ich mit den Kindern zum speed einkaufen ich werde nicht mehr im laden nervös mittlerweile nur noch an der Kasse. Therapie? Habe ich keine aber will unbedingt eine machen. Man kann alles schaffen in kleinen Schritten auch mit Kindern.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Steffi,
      so ein Flimmerskotom ist ja auch beängstigend. Es gibt auch spezielle Medikamente gegen Migräne, wenn normale Schmerzmittel nicht helfen.
      Toll, dass du trotz Angststörung diese Dinge machst. Kinder geben einem da wirklich manchmal den Tritt in den Hintern (den der eine oder andere manchmal gut vertragen kann) 😉

    • Steffi sagt:

      Ja das stimmt ich war nun heute früh das erste mal alleine mit den kids beim arzt habe novaminsulfon Liechtenstein 500mg bekommen. Ich bin gespannt ob es hilft

  10. Marc Steinmetz sagt:

    Hallo liebe Mit-Betroffene,
    nach meiner Erfahrung ist es durchaus möglich, ein auftretendes Flimmerskotom zu kontrollieren und vorzeitig zu beenden.
    Nachdem ich irgendwo gelesen hatte, es handele sich um eine Durchblutungsstörung im Gehirn (ob diese Aussage fachlich richtig ist, lasse ich mal dahingestellt), habe ich experimentiert mit einer Atemtechnik, die ich aus dem Yoga kenne, dem Feueratem. Beim nächsten Flimmerskotom, das mich ereilte, habe ich diese Technik angewandt und konnte tatsächlich die Sehstörung nach wenigen Minuten verschwinden lassen (5 bis 10 Minuten gegenüber ca. einer halben Stunde). Nicht nur das: auch der Kopfschmerz, der sich sonst für den Rest des Tages einstellte, trat nicht ein.
    Seitdem ist es mir jedesmal zuverlässig gelungen, ein Flimmerskotom zurückzudrängen. Außer, wenn es mich nachts ereilt, das merke ich beim Aufwachen am Kopfschmerz, der den ganzen Tag über bleibt.
    Feueratem ist mit ein wenig Übung leicht zu meistern, er wirkt belebend und ist völlig harmlos. Man braucht keine Hilfsmittel und kann ihn überall machen, wo man sich gerade befindet, unter der Dusche, beim Spazierengehen, um Zug… Da man sich mit dem schnellen, rhythmischen Schnaufen (zwei bis dreimal pro Sekunde) etwas auffällig macht, möchte man sich vielleicht ein unbeobachtetes Eckchen dazu aussuchen. Aber das ist ein kleiner Preis.
    Anleitungen zum Feueratem finden sich viele im Netz, z.B. bei YouTube, aber wer nicht zurechtkommt darf mich gerne fragen.
    Viel Erfolg und herzliche Grüße,
    Marc

    • Sebastian sagt:

      Dank dir für deine Tipps, Marc. Auch wenn die Ursache für Migräne und Flimmerskotom nicht abschließend geklärt ist, so hoffe ich, dass nicht eine Durchblutungsstörung im Gehirn dafür verantwortlich ist. Das würde ja bedeuten, dass man jedesmal eine TIA (transitorisch ischämische Attacke) hätte. Und wenn diese nicht von selbst wieder aufgelöst würde, so spricht man von einem Schlaganfall.

      Wenn dem so wäre, so würde jeder Betroffene eine Dauermedikation (Blutverdünner) verordnet bekommen. Daher gehe ich auch nicht davon aus und soweit ich weiß, die Mediziner auch nicht. 😉

      Dennoch ist Entspannung ganz sicher hilfreich. Meiner Erfahrung nach kommt das Flimmerskotom verstärkt in Phasen, in denen man großen Stress hat oder kurz nach einer stressigen Phase. Von daher macht Entspannung immer Sinn. Diesen Feueratem werde ich beim nächsten Mal jedenfalls ausprobieren. Danke für den Tipp!!!

      Beste Grüße.

      Sebastian

    • Marc Steinmetz sagt:

      Erzählst Du uns dann hier von Deinen Erfahrungen, Sebastian? Ich bin neugierig, ob das auch bei anderen funktioniert. In meinem Umfeld weiß ich von niemanden, der vom Flimmerskotom betroffen ist.
      Herzlich,
      Marc

    • Sebastian sagt:

      Das werde ich tun, wobei ich nicht hoffe, dass ich sobald Migräne bekomme, wobei ich das Ganze gerade schon einmal probiert habe und mich das ein wenig ans Hyperventilieren erinnert. 😉 Ist einfach ungewohnt.

    • Marc Steinmetz sagt:

      Wenn Du es richtig machst, ist Feueratem zu flach, um zu hyperventilieren. Kurze, flache, schnelle Atemzüge durch die Nase, dann liegst Du richtig. Es soll sich leicht anfühlen. Die bei Anfängern eher untrainierte Bauchmuskulatur verkrampft leicht, denn das ist eine ungewohnte Bewegung. Wenn das passiert, nimmst Du ein paar normale, tiefe Atemzüge und lässt den Bauch sich entspannen, bevor Du wieder tief einatmest und von neuem beginnst.

      Nebenbei: mit Feueratem kann man sich auch entweder gezielt beleben, indem man mit dem Finger das linke Nasenloch verschließt und ein paar Minuten nur durchs rechte atmet, oder man kann sich umgekehrt – z.B. vor Prüfungen – beruhigen, indem man durchs linke Nasenloch atmet.

  1. 5. Mai 2017

    […] Damit ist das Risiko für Menschen, die an Migräne leiden extrem erhöht. Die Tatsache, dass das Risiko für Migräniker erhöht ist, überrascht mich keineswegs. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen Migräne und einer Angststörung gibt. Nicht ohne Grund ist mein Beitrag über Migräne und das Flimmerskotom einer der am meisten gelesenen Artikel. Du findest ihn hier. […]

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