Antidepressiva ja oder nein?

Fast jeder mit einer Angststörung stellt sich diese Frage früher oder später, denn Antidepressiva werden nicht nur bei Depressionen, sondern oftmals auch bei einer Angststörung verordnet.

Ein der Fragen, die mir am Häufigsten gestellt wurde und zwar viele hundert Male, lautet: “Hast du Antidepressiva eingenommen, um die Angststörung zu überwinden?”

Schließlich stehen viele von Euch  vor der Entscheidung, Medikamente einzunehmen, um Angst und Panik in den Griff zu bekommen.

Antidepressiva ja oder nein? Der Beantwortung dieser Frage widmet sich dieser Beitrag.

Ich wollte damals keine Antidepressiva nehmen

Als ich mit der Angststörung zu kämpfen hatte, wurde, wurde mir mehr als einmal die Einnahme von Antidepressiva ans Herz gelegt, doch jedes Mal habe ich nach reiflicher Überlegung dankend abgelehnt.

Nicht, weil ich strikt gegen Medikamente bin
– nicht, weil ich es unbedingt ohne Antidepressiva schaffen wollte
– nicht weil ich mich Menschen, die Antidepressiva nehmen, überlegen fühlen wollte…

Meine Weigerung hatte andere Gründe.

Okay, ich hatte ein wenig Angst vor möglichen Nebenwirkungen und auch davor, dass es Probleme geben könnte, wenn ich die Pillen wieder absetzte. Und ja: ich habe mich  unwohl bei dem Gedanken gefühlt, dass ein Medikament in meine Gefühlslage eingreifen sollte.

Vor allem aber hatte ich Sorge, dass ich nicht mehr für die notwendigen Schritte bereit sein würde, wenn durch die Tabletten eine Besserung eintreten würde.

Schließlich muss sich etwas verändern, wenn sich etwas bessern sollte. Und wie sagt man so treffend: “Erst wenn wir am Abgrund stehen, sind wir bereit für tiefgreifende Veränderungen!”

Die meisten Menschen – mich eingeschlossen – brauchen einen gewissen Leidensdruck, ehe sie bereit sind, wesentliche Veränderungen zu initiieren. Und ich fürchtete mich davor, dass diese Bereitschaft fehlte und sich absolut nichts verändern würde.

Daher entscheid ich mich gegen die Einnahme. Ich will Antidepressiva aber keinesfalls verteufeln.

Antidepressiva können hilfreich sein

Die Entscheidung gegen Antidepressiva war für mich persönlich richtig.

Ich möchte aber nicht verschweigen, dass AD im Einzelfall sehr hilfreich sein können Im Falle von schweren Depressionen etwa manchmal sogar lebensrettend. Und auch bei einer Angststörung sind manche Betroffene erst dann mithilfe von Medikamenten therapiefähig. Das hängt also immer sehr vom Einzelfall ab.

Ich verteufele Antidepressiva keineswegs. Und ich möchte niemanden verurteilen, der welche nimmt. Genauso wenig möchte ich diejenigen auf ein Podest heben, die keine nehmen.

Frage deinen Arzt oder Therapeuten

Antidepressiva können im Einzelfall hilfreich sein. Letzten Endes muss das jeder für sich selbst entscheiden, ob sie sich für oder gegen die Einnahme entscheiden. Niemand kann Euch dazu zwingen.

Glücklicherweise müssen Antidepressiva hierzulande verschrieben werden. Viele wenden sich vollkommen verunsichert an mich, weil sie sich nicht ausreichend aufgeklärt fühlen.

Wenn das der Fall sein sollte, so wendet Euch mit Euren Fragen offen und ehrlich an Euren Arzt oder Therapeuten. Diskutiere das Für und Wider von Antidepressiva  ausführlich mit deinem Arzt oder Therapeuten.

  • Warum ist das in meinem Fall sinnvoll?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Welche Folgen könnte es haben, wenn ich die Medikamente nicht nehmen will?
  • Führt das verschriebene Mittel zu einer Abhängigkeit?
  • Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  • und all die Fragen, die Euch am Herzen liegen.

Fühlt Ihr Euch weiterhin nicht gut aufgeklärt oder traut ihr dem Urteil des Arztes nicht, so würde ich eine Zweitmeinung einholen.

Wichtig ist, dass Euch die für Euch wichtigen Informationen vorliegen, um für Euch selbst eine Entscheidung treffen zu können. Es gibt dabei kein generelles “richtig” oder “falsch”. Diskutiere das Für und Wider von Antidepressiva vorerst ausführlich mit Deinem Arzt oder Therapeuten. Ein generelles Urteil kann an dieser Stelle nicht getroffen werden, da es immer auf den Einzelfall ankommt.

Antidepressiva allein sind selten die Lösung

Ich bin kein Feind, von Antidepressiva auch wenn ich mich aus oben genannten Gründen gegen eine Einnahme entschieden habe. Ich halte AD jedoch in den seltensten Fällen für die alleinige Lösung.

Vielmehr sollten meiner Meinung nach weitere Maßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel eine Psychotherapie. Meiner Erfahrung nach sind in vielen Fällen bestimmte Lebensumstände sowie weitere Faktoren für eine Angststörung verantwortlich. Wenn du darüber mehr erfahren willst, so empfehle ich Euch mein kostenloses Online-Seminar. Klicke dazu hier: www.psog.de/webinar


Hinweis: Diese Informationen können einen ärztlichen oder psychologischen Rat nicht ersetzen.

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 36.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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18 Kommentare

  1. Lana sagt:

    Seit nun 6 Jahren bin ich abheangig von Antidepressiva ( Trimipramin) . Seit 6 Jahren versuche ich vergeblich die Tabletten auszuschleichen, es will einfach nicht klappen. Manchmal bin ich sehr wütend darueber und weine oft.
    Ich habe mir gesagt, wenn ich es dieses Jahr wieder nicht schaffen sollte, dann hole ich mir ärtzliche Hilfe und mache einen Entzug im Krankenhaus.

  2. Friede sagt:

    Muss Uta da ein wenig beipflichten. Ich finde Aussagen wie “Zudem kann ich mir vorstellen, dass Angstsymptome tatsächlich wieder verstärkt auftreten” auch äußerst bedenklich, wenn du selber im Grunde weder eigene Erfahrung, noch fundiertes Wissen von der Materie hast!
    Zudem ist Tavor kein Antidepressivum und auch ganz anders zu bewerten, als ein solches!

    Ich selber habe dreizehn Jahre lang Antidepressiva genommen, allerdings hauptsächlich aufgrund von Depressionen. Es ist immer auch eine Frage dessen, was man erwartet. Eine Heilung durch Medikamente allein ist nicht zu erwarten. Für mich waren die AD eine zeitlang eine gute Stütze. Ohne diese wäre eine Psychotherapie anfangs überhaupt nicht möglich gewesen.

    Richtig ist, dass man Antidepressiva meist “ausschleichen” sollte, wenn man sie absetzen möchte. Ich habe mir hierfür gut zwei Monate Zeit gelassen und nehme nun seit einer Woche gar keine Medikamente mehr. Das Absetzen ist wirklich nicht ohne, aber nun, wo ich tatsächlich komplett “runter” bin, spüre ich eine neue Lebensenergie in mir. Das fühlt sich großartig an.

    Ich habe zu dem Thema auch einen Artikel auf meinem Blog geschrieben.
    Vielleicht interessiert’s ja den einen oder anderen. 😉

    Dir alles liebe,
    Friede

    • Sebastian sagt:

      Hallo Friede,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und die damit verbundene Kritik. Da ich mehrfach vor der Entscheidung stand, ob ich Antidepressiva nehme oder nicht, kann ich durchaus darüber schreiben. Und da eine medikamentöse Therapie nun einmal auch bei einer Angststörung verordnet wird, ist das mein Thema. Und daher sollte ich hier sogar darüber schreiben. 😉 Wichtig ist, dass ich dabei transparent bin.

      Zuallererst: Ich schreibe hier über Antidepressiva bei einer ANGSTSTÖRUNG. Bei Depressionen ist das sicher wieder etwas anderes. Darüber möchte ich mich nicht auslassen. Doch auch bei einer Angststörung können Antidepressiva eine Stütze sein. Da gebe ich dir recht. In der Praxis ist es doch so, dass die Verschreibung dieser Medikamente längst nicht immer an eine Therapie gekoppelt wird. Und von der isolierten Einnahme halte ich nichts. Eine Angststörung verschwindet meiner Erfahrung nach dadurch (meist) nicht. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

      Es wäre nett, wenn Du zumindest den ganzen Satz zitierst. So reißt Du meine Aussage aus dem Zusammenhang. Ich schreibe: “Zudem kann ich mir vorstellen, dass Angstsymptome tatsächlich wieder verstärkt auftreten, wenn das Medikament die Angststörung lediglich unterdrückt hat und sich ansonsten nichts verändert hat.” Ich wüsste nicht, was an dieser Aussage bedenklich ist. Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht nur vorstellen. Ich weiß sogar, dass genau das nicht selten der Fall ist. Wie gesagt kann ich zu Depressionen wenig sagen.

      Vielleicht hätte ich deutlicher kennzeichnen sollen, dass Tavor kein Antidepressivum ist. Doch das ist mir natürlich bewusst, denn ich schreibe doch, dass ich Antidepressiva nicht verteufle, jeder selbst entscheiden muss, ob er welche nimmt, ich dafür niemanden verurteile etc. Und dann “ABER… ich halte wenig von Tavor & Co.” Und dann bewerte ich diese Benzos doch vollkommen anders.

      Mir liegt es vollkommen fern, Menschen mit Angststörungen oder Depressionen für die Einnahme von Antidepressiva zu kritisieren. In einigen Fällen sind sie sehr hilfreich, manchmal sogar alternativlos. Und eigentlich sollte das auch so rüberkommen.

      Daher danke ich dir für deinen Kommentar, durch den ich klarstellen kann, was vielleicht auch andere nach dem Lesen dieser Zeilen falsch verstanden haben.

      Liebe Grüße.

      Sebastian

  3. nadine sagt:

    hallo… ich leide auch schon viele jahre unter anderem an depressionen und einer angst- und panikstörung. habe auch schon einen mehr-monatigen klinikaufenthalt hinter mir. ich muss sagen, dass ich am anfang auch keine tabletten nehmen wollte… ABER… ich bin mama von zwei wundervollen jungs (6 und 3) und ich merke einfach, dass ich mit dem citalopram einfach viel mehr lebensqualität zurückbekommen habe und das leben ist einfach zu kurz um sich ewig schlecht zu fühlen und angst zu haben. mein psychiater meinte mal zu mir: “auch andere krankheiten erfordern ein langjähriges/lebenslängliches einnehmen von medikamenten…” ich muss sagen, es hat mich etwas beruhigt und ich nehme sie solang ich sie brauche. ich werde sicher noch ein paar mal versuchen sie auszuschleichen… vielleicht klappt es irgendwann, und wenn nicht ist es halt so.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Nadine,

      vielen lieben Dank, dass Du Dein Verhältnis zu Antidepressiva mit uns teilst.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  4. tati sagt:

    Hi ,
    Ich habe als ich vor 8 Jahren, meinen Gewaltätigen Expartner verlassen habe
    Xymbalta gegen Panikattacken genommen mir hat es nicht wirklich geholfen , es hat meine Panik unterdrückt und ich finde das Gefühl kurz vor einer Attacke zu sein die nicht raus kommt schlimmer wie ein Attacke aus zu leben ! Wegen Kinderwunsch habe ich sie gegen den Rat meiner Neurologin abgesetzt und mir ging es dann viel besser , jetzt hätte sie gerne das ich es wieder nehme da eine große Op bevor steht aber ich möchte absolut nicht! Mir geht es ohne einfach besser !

  5. Roland sagt:

    Vielen dank für diesen wertvollen Artikel. Ich finde ihn super geschrieben. “Und daher ist es erforderlich, sich mit sich und seinem Leben auseinanderzusetzen und schlussendlich auch etwas zu verändern. Und das vermag kein Medikament der Welt (allein) zu leisten.”

    Dieser Satz ist für mich DIE AUSSAGE dieses Textes.

  6. Uta sagt:

    Ich fasse es nicht, das jemand der davon selber keine Ahnung hat, davon berichten zu wollen. Ich wollte auch lange Zeit kein Antidepressiva nehmen. Mit dem Ergebnis, das uch solche Angst hatte, das ich nicht mehr aus dem Haus konnte. Dank von Citalopram habe ich nun keine Angst mehr davor und kann endlich mit Freunden was unternehmen. Das war mein innigster Wunsch. Und er ist wahr geworden.

    • Sebastian sagt:

      Liebe Uta,

      danke für deinen Kommentar. Ich möchte doch niemanden dafür verurteilen, weil er Antidepressiva nimmt. Ich sage doch explizit, dass jeder das für sich selbst entscheiden muss. Ich glaube, da hast du etwas missverstanden…

    • Anerom sagt:

      Dann kannst du dich glücklich schätzen dass es dir bei Angst und Panikattacken hilft. Wäre froh wenn ich das auch sagen könnte

  7. Cornelia Goltz sagt:

    Hallo, dies ist für mich auch ein sehr relevantes Thema. Seid vielen Jahren baue ich mein Leben um die Angststörungen drum herum. Bis heute bewege ich mich in dieser Komfortzone und fühle mich trotzdem immer unwohler. Das heisst, ich gehe Stress und Problemen und Überforderungen aus dem Weg. Arbeite nur im Spätdienst weil ich nur so denke, die Arbeit in der Pflege überhaupt zu schaffen. Mein Kind habe mit 4J. Bei ihrem Papa gelassen, ich bin ausgezogen, als es vermeintlich schwieriger wurde. Bis heute absolut der Fluchttyp.
    Seid über 10J nehme ich in kleinen Dosierungen wechselnde Antidepressiva. Im Moment 7.5mg etwas schlafanstossendes. Wenn die Angst zu übermächtig wird, dann habe auch mal ein Benzodiazepin. Aber wirklich selten und nur dann, wenn gar nix mehr geht.
    Versuche, meine Minidosis AD abends wegzulassen scheiterten kläglich. Noch schaffe ich es nicht wirklich, durch die Ängste durchzugehen, statt aussen herum. Erst wenn ich dies schaffe, komme evtl. dauerhaft vom AD weg. Hatte in letzten 2J. 2x therapeutische Hilfe aber bis jetzt brachte sie den Stein ins Rollen aber eben noch nicht den durchgreifenden Erfolg.
    Wünsche uns allen eine möglichst angenehme Woche. Gruss C.

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Es erscheint mir wichtig, dass du die Erfahrung machst, dass wir NUR durch Probleme/Herausforderungen wachsen. In einem ersten Schritt solltest Du daher an der Einstellung zu diesen (durchaus nervigen) Anstrengungen ändern. Also: nervig, anstrengend, unbequem, aber unglaublich wichtig für das persönliche Wachstum. Und Du merkst ja selbst, dass du dich trotz Komfortzone immer unwohler fühlst.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  8. Anerom sagt:

    Hallo Sebastian
    ich habe selber Antidepressiva genommen. Als ich vor genau 6 Jahren einen Nervenzusammenbruch hatte und danach starke Panikattacken bekommen hatte (ich ging nicht mal mehr aus dem Haus), meinte mein Hausarzt ich soll Cipralex nehmen. Ein Antidepressiva das auch bei Panikattacken helfen soll. Ich weigerte mich immer ein Antidepressiva zu nehmen, doch es ging mir so schlecht dass ich einwilligte und diese einnahm. Auf anfragen ob ich nun absetzen kann (es waren sicher 2 Jahre vergangen seit der ersten einnahme) meinte mein Arzt ich sei nicht stabil und soll diese weiternehmen. Irgendwann sagte ich mir: so es reicht und setzte diese von heute auf morgen auf. Ich fühlte mich wie ein Junkie beim Entzug. Ich nahm Cipralex wieder und war der Meinung dass ich diese mein Lebenlang nehmen muss. Doch dieses Jahr im Mai musste ich für mich einfach feststellen, dass ein Antidepressiva bei Panikattacken NICHT hilft. Denn obwohl ich diese AD einnahm, hatte ich trotzdem Panikattacken. Somit habe ich angefangen (ohne ärztliche Begleitung) diese auszuschleichen. Ich stieg auf Tropfen um, damit ich diese in mg Schritte absetzen kann. Seit dem mitte August bin ich nun Antidepressiva frei. Ab und zu habe ich immer noch Panikattacken und ich lebe so gut es geht mit denen. Ich habe so meine eigenen Tricks zum Anwenden die mir oft helfen. Habe nun seit dem absetzen leichte Depressionen aber auch diese werde ich hoffentlich in den Griff bekommen. Ich würde mir nie erlauben jemanden zu sagen nimm oder nimm nicht. Aber ich erzähle von meiner Erfahrung die ich gemacht habe und dann soll jeder für sich selbst entscheiden.

    Liebe Grüsse
    Anerom

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