Flimmerskotom

Augenflimmern: Das steckt dahinter…
Flimmerskotom

“Ich habe so Zickzack Flimmern vor den Augen. Was kann das sein? Ich habe Angst vor einem Schlaganfall oder einem Hirntumor.” schreibt Severin.

Wenn Du Zacken und Linien siehst, die sich bewegen und Du Schwierigkeiten hast, Dinge zu fixieren, dann könnte das ein Flimmerskotom sein.

Wir wollen darüber sprechen, worum es sich bei diesem Phänomen handelt und was Du gegen das Augenflimmern tun kannst. Und wir beantworten die entscheidende Frage: Ist das Flimmerskotom harmlos oder gefährlich?

Wenn Du zusätzlich mit übermäßigen Ängsten zu tun hast oder sogar an einer Angststörung leidest, wird dieser Artikel besonders hilfreich sein Aber auch so informiere ich Dich ausführlich darüber, was es mit diesem Augenflimmern auf sich hat.

Flimmerskotom – was ist das überhaupt?

Ein Flimmerskotom ist eine vorübergehende Sehstörung. Viele Betroffene beschreiben es schlicht mit einem Flimmern vor den Augen oder ZickZack-Linien, die sich bewegen. In der Tat ist es gar nicht so einfach zu beschreiben, wie sich dieses Augenflimmern anfühlt.

Ich selbst habe das schon hunderte Male gehabt und bin daher vermutlich sensibilisiert. So bemerke ich als erstes, dass es mir schwer fällt, andere Menschen und Objekte mit den Augen zu fixieren. Es ist als hätte man in eine helle Lichtquelle geschaut.

Kurze Zeit später bemerke ich das typische Flimmern am Rand meines Gesichtsfeld, das sich nach und nach ausbreitet, schließlich das ganze Gesichtsfeld einnimmt und sich dann langsam zurückzieht. Dabei sehe ich Zickzackförmige Muster und Blitze, die aus grellem Licht zu bestehen scheinen.

Ich kann mich noch einigermaßen orientieren, bin also nicht völlig blind, doch fühle ich mich manchmal ausgeliefert. Ich bin sehr lichtempfindlich und manchmal fühlt sich mein gesamter Körper irgendwie fremd an, so als würde er nicht mir selbst gehören. Auch mit geschlossenen Augen kann ich das Augenflimmern wahrnehmen, was belegt, dass nicht die Augen, sondern das Gehirn betroffen sind.

Nach etwa 30 Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Anschließend kann ich wieder normal sehen, wobei hin und wieder Kopfschmerzen einsetzen. Die Lichtempfindlichkeit hält zudem immer noch etwas an und ich fühle mich anschließend wie gerädert.

Flimmerskotom – Ursache

Dieses Flimmern vor den Augen ist mehr als nur unangenehm. Man fühlt sich hilflos und es macht Angst und man fragt sich, ob das Flimmerskotom harmlos oder gefährlich ist.

Wenn man im Netz nach Ursachen für Augenflimmern sucht, dann findet man allerhand Ursachen, die einem große Angst machen: Schlaganfall, Gehirntumor oder Multiple Sklerose.

Lasst Euch davon bitte keine Angst einjagen. Die wahrscheinlichste Ursache für ein Flimmerskotom ist Migräne und bei der Ursache für Migräne tappt die Wissenschaft immer noch weitgehend im Dunkeln. Wir werden gleich noch darauf zu sprechen kommen, was Ihr dagegen tun könnt.

Das Flimmerskotom ist Bestandteil der sogenannten Aura und kündigt die Migräne an. Im Zuge einer Aura kann es zu Lähmungserscheinungen kommen, “Denkproblemen” und eben auch diesem Flimmern vor den Augen. Das alles ist unangenehm, aber wohl ungefährlich.

Nach diesem Flimmern vor den Augen, das etwa 30 Minuten anhält, kann es zu typischen Migränesymptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erschöpfung, Licht- und Lärmempfindlichkeit kommen – das muss aber nicht so sein. Es gibt viele Betroffene, die im Anschluss an das Flimmerskotom nichts haben (außer Angst und Erschöpfung).

Ja, ein Flimmerskotom macht Angst

Seit 20 Jahren habe ich mit dem Flimmerskotom zu tun. Mittlerweile weiß ich damit umzugehen, doch es hat Jahre gedauert, bis es mir gelungen ist, diesem Augenflimmern gelassen gegenüberzustehen. Dieses Flimmern vor den Augen ist unangenehm, man fühlt sich diesem manchmal hilflos ausgeliefert und das macht Angst. Man kann nichts machen, außer darauf zu warten, dass es vorüber geht.

Zu Hause kann man sich vielleicht ins Bett legen. Beim Autofahren, beim Essen mit Freunden, auf der Arbeit oder eine Party ist das schon eine andere Sache. Dann ist dieses Phänomen besonders belastend.

Ich war vor Jahren ja ein waschechter Hypochonder, der große Angst vor Krankheiten hatte. Und dieses Flimmerskotom machte mir vor allem deshalb große Angst, weil man die genaue Ursache nicht kennt.

Könnten dieses Flimmerskotom nicht doch Vorbote eines Schlaganfalls sein? Habe ich nicht vielleicht ernste Durchblutungsstörungen, die derartige Symptome hervorrufen? Oder steckt ein Hirntumor oder MS dahinter?

Heute nehme ich das einigermaßen gelassen, auch wenn ich das Flimmerskotom immer noch als unangenehm empfinde. Es spricht nicht viel für einen ernsten Hintergrund.

  1. Ich habe seit 20 Jahren (mal mehr, mal weniger) mit dem Flimmerskotom zu tun und ich lebe noch
  2. In dieser Zeit wurden 7 MRT’s und CT’s von meinem Kopf gemacht (verrückt, wenn man das so liest) ohne jeden Befund
  3. bei einer ernsten Erkrankung als Ursache würde das Flimmern wohl immer schlimmer werden (es gab Phasen, in denen ich es sehr oft hatte und auch Jahre, in denen es gar nicht da war)

Heute kann ich das so logisch betrachten, während meiner hypochondrischen Störung war das nicht möglich. Wenn Du Dir bezogen auf Deine Gesundheit generell große Sorgen machst und hinter jedem Symptom immer gleich eine schlimme Krankheit vermutest, dann solltest Du diesen Beitrag zur Hypochondrie lesen.

Flimmerskotom Medikamente

Da das Flimmerskotom in der Regel im Vorfeld einer Migräne auftritt. müssen wir uns anschauen, was man gegen Migräne tun kann. Einige berichten von einer Besserung, wenn man sofort ASS einnimmt. Ich habe da so meine Zweifel, da die Wirkung der Medikamente erst mit Verzögerung eintritt. Da hat sich das Flimmern (meist) schon erledigt.

Triptane, erstes Mittel der Wahl bei Migräne, verstärken die Aura oft noch. Von der Einnahme dieser Medikamente ist während des Flimmerskotoms also abzuraten. Kommt es anschließend zu Symptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit, können Medikamente helfen.

Wenn das Flimmerskotom erst einmal da ist, kannst Du nicht anderes machen, als abzuwarten, bis es vorbeigeht. Eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit speziell gegen das Augenflimmern gibt es nicht.

Medikamente zur Migräneprophylaxe

Wenn das Flimmerskotom in Zusammenhang mit der Migräne auftritt, dann können Medikamente zur Migräneprophylaxe helfen. Diese werden von einem Arzt allerdings nur verschrieben, wenn die Attacken mehr als drei Mal pro Monat auftreten. Zu diesen Mitteln gehören Betablocker und Flunarizin.

Ich bin kein Arzt, habe keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht und kann dazu wenig sagen. Ich weiß nur, dass mögliche Nebenwirkungen nicht unerheblich sind.

In einer Phase meines Lebens, in der das Flimmerskotom alle paar Tage aufgetreten ist, habe ich jedoch über den Zeitraum von 6 Monaten Amitriptylin eingenommen. In der niedrigsten Dosierung hat dieses Antidepressivum nicht seine antidepressive oder angstlösende Wirkung, kann aber zur Migräneprophylaxe dienen.

Insgesamt gibt es jedoch bessere, nicht medikamentöse Möglichkeiten der Migräneprophylaxe.

Flimmerskotom Auslöser und Tipps gegen das Flimmerskotom

Es gibt viele Theorien zu den Ursachen und Auslösern von Flimmerskotom und Migräne. Tatsache ist, dass man die Ursache von Migräne nicht kennt.

Über die Auslöser weiß man inzwischen etwas mehr, wobei diese sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Das Wetter, bestimmte Nahrungsmittel, viel Computerarbeit, Aufregung, Hormone und Stress stehen in Verdacht Auslöser von Flimmerskotom und Migräne zu sein.

Um das Flimmerskotom zu reduzieren, sollten wir an diesen möglichen Auslösern ansetzen.

Wetter: Es konnte bislang kein Zusammenhang zwischen dem Wetter und Migräne bewiesen werden. Ich würde dennoch darauf achten, vor allem bei warmem Wetter ausreichend zu trinken. Ich konnte bei mir feststellen, dass ich bei Hitze vermehrt mit dem Flimmerskotom zu tun habe.

Nahrungsmittel: Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen Nahrung und Migräne feststellen. Geschmacksverstärker, Zucker, Käse – alles kein Problem. Mit einer Ausnahme: Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen steht Rotwein in Verdacht, Migräne auslösen zu können.

Weibliche Hormone: Weniger interessant für mich persönlich, dafür umso mehr für meine weiblichen Leser: Es gilt als erwiesen, dass weibliche Hormone bei der Migräne eine Rolle spielen können. So konnte beobachtet werden, dass es kurz vor Einsetzen der weiblichen Periode vermehrt zu Migräneattacken kommt. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es sinnvoll sein kann, das Verhütungsmittel zu wechseln, beispielsweise eines wählen, bei dem “die Tage” ausbleiben? Das gilt es wohl mit einem Neurologen oder Frauenarzt abzuklären.

Stress: Stress gilt als DER Auslöser für Migräne. Tipp: Darum ist es sinnvoll, einen Plan zu entwickeln, Stress zu reduzieren. Hier hilft vor allem regelmäßiger Ausdauersport und eine Entspannungstechnik, wie die progressive Muskelentspannung (die sich als besonders wirksam gezeigt hat) oder Meditation. Wichtig ist, dass man das Ganze regelmäßig macht. 15 Minuten täglich sollten bereits genügen, um Stress und Anspannung zu reduzieren und damit Migräne und Flimmerskotom vorzubeugen.

Unregelmäßiger Tagesablauf und Aufregung: Migränepatienten reagieren sehr sensibel auf Veränderungen im Tagesablauf. So tritt die Migräne nicht selten am Wochenende auf. Deshalb ist anzuraten, auch am Wochenende zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen.

Ich persönlich möchte mich nicht so stark einschränken. Allerdings habe ich das Flimmerskotom nur noch sehr selten (indem ich für regelmäßige Entspannung sorge und zufrieden mit meinem Leben bin).

Ein bestimmtes Gleichmaß schützt vor Migräne. Das gilt nicht nur für den Tagesablauf, sondern auch für Gefühle. Starke Gefühlsausbrüche und zwar sowohl positive, als auch negative fördern das Auftreten von Migräne und Flimmerskotom.

Flimmerskotom was tun?

Ein Flimmerskotom ist harmlos, kann aber sehr belastend sein. Auch wenn man anschließend nicht an typischen Migränesymptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit leidet, ist man oft ein, zwei Tage danach ziemlich fertig. Hinzukommt, dass man sich auch bis zu 48 Stunden im Vorfeld irgendwie “komisch” fühlt. Somit hat man bis zu 4 Tagen mit diesem Phänomen zu tun, auch wenn das Augenflimmern selbst nur wenige Minuten anhält.

Und wenn man das sehr oft hat, dann leidet man entsprechend.

Die Ursache kennt man nicht. Für das Flimmerskotom selbst gibt es keine Behandlungsmöglichkeit. Es existieren lediglich Mittel zur Prophylaxe. Als Medikamente zur Vorbeugung sind unter anderem Betablocker, Flunarizin und Amitriptylin zu nennen.

Als effektiver zeigen sich andere Maßnahmen, in denen es darum geht, den Auslöser zu vermeiden. Um Deinem persönlichen Auslöser auf die Schliche zu kommen, kannst Du für Dich im Nachhinein folgende Fragen beantworten:

  • War ich in den letzten 48 Stunden emotional und wenn ja, warum?
  • Habe ich genug getrunken?
  • Was habe ich in den letzten 48 Stunden gegessen?
  • Für Frauen: Wann ist meine nächste Periode?

Es hat sich gezeigt, dass vor allem Unregelmäßigkeiten, Emotionen und Stress eine Rolle spielen. Die Frage lautet also, wie wir Stress reduzieren, Aufregung vermeiden und ein Leben im Gleichklang führen können?

Dabei kommt es darauf an, wie sehr wir unter dem Flimmerskotom leiden. Ist der Leidensdruck sehr hoch, sind wir eher bereit, Aufregung und Gefühlsausbrüche zu vermeiden, auch am Wochenende zur gleichen Zeit ins Bett und wieder raus und auf das Gläschen Rotwein zu verzichten.

Klingt aber auch ein wenig langweilig oder? Für die meisten Menschen reicht es aus, wenn sie regelmäßig Sport machen und für Entspannung sorgen und…

Der wichtigste Tipp

Einen Tipp, den Ihr vielleicht sonst nirgendwo findet: Ein zufriedenes Leben schützt meiner Meinung nach vor Migräne und damit auch vor diesem Augenflimmern.

Natürlich gibt es im Leben eines jeden Menschen immer mal die eine oder andere Krise, durch die wir durch müssen. Ein Leben in chronischer Unzufriedenheit aber führt zu einem vermehrten Auftreten von allen möglichen Problemen. Und zu diesen Problemen kann eben auch das Flimmerskotom zählen und auch eine Angststörung.

Es ist generell auffällig, wie viele Menschen neben Migräne eine Angststörung aufweisen (Update: Inzwischen ist wissenschaftlich belegt, dass Migräne das Risiko für eine generalisierte Angststörung verdreifacht, siehe hier). Bei beidem spielt meiner Erfahrung nach Unzufriedenheit eine große Rolle.

Zusätzlich bedeutet Angst Stress und Gefühlsausbruch zugleich, beides ist nicht gerade hilfreich. Ein Grund mehr, um Angst und Panikattacken loszuwerden. Wenn Du also zusätzlich an einer Angststörung leidest, dann empfehle ich Dir mein kostenloses E-Mail-Coaching.

Flimmerskotom und Schlaganfall

Immer wieder liest man, dass ein Zusammenhang zwischen Flimmerskotom und Schlaganfall bzw. Migräne und Schlaganfall bestehen soll. Ob und inwieweit die Durchblutung eine Rolle spielt, steht nach wie vor in den Sternen. Ich glaube eher, dass Schlaganfälle bei Migränepatienten insgesamt etwas häufiger auftreten, weil vor allem Stress im Zusammenhang mit der Migräne steht. Dass Stress auch bei einem Schlaganfall eine Rolle spielt, könnte die Beobachtung erklären, dass das Risiko für einen Schlaganfall bei Migränepatienten etwas erhöht ist.

Nicht die Migräne oder das Flimmerskotom führt zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko, sondern erhöhter Stress, der für beides mitursächlich sein kann, so zumindest die bescheidene Theorie eines Nichtmediziners (nämlich mir). Von daher sollten vermehrt auftretende Migräneattacken durchaus als Warnzeichen anzusehen sein und Anstoß sein, um sein Leben etwas entspannter zu gestalten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Beste Grüße.

Sebastian

PS: Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Ausführungen eines Nichtmediziners. Bitte zögere einen Arztbesuch nicht aufgrund von Informationen, die Du im Internet findest. Das gilt auch für diesen Beitrag. Das Augenflimmern sollte zumindest einmal ärztlich abgeklärt werden.

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112 Kommentare

  1. Hajo Heim sagt:

    Das erste mal bekam ich ein Flimmerskotom während es Schulunterrichtes mit 16 Jahren. Das ist jetzt über 50 Jahre her und die Panik war groß. Kein Arzt konnte mir helfen, keiner wusste auch nur ansatzweise, was überhaupt los ist. CT, MRT, EEG, Ultraschall brachten keinerlei Ergebnisse. Da meist nach 30-35min wieder “Ruhe” einkehrt, habe ich mich inzwischen daran gewöhnt. Tw. treten Sprachstörungen auf, nachdem das Flimmern zu Ende ist. Auch die gehen wieder vorbei, sind aber für mich noch viel unangenehmer. Das Flimmern kann ich überspielen, die Sprachstörungen nicht. Meist dauern sie auch nochmal 30min. Ich weiß zwar, was ich sagen will, rede dann aber “chinesisch”, es kommen also völlig andere Worte, wenn man das überhaupt so nennen kann, heraus.
    Ich habe wie viele andere auch versucht, die Ursache zu finden. Es scheint deutlich so, als wenn es das Wetter wäre, bzw. Wetterumschwünge. Wenn ein plötzliches Tief ein Hoch ablöst, kann ich mit Sicherheit vorhersagen, dass das Skotom nicht lange auf sich warten lassen wird. Besonders “schön” wird es, wenn es, wie jetzt im Augenblick, langanhaltend schwül bleibt. Dann darf ich das Skotom bis zu dreimal am Tag in unregelmäßen Abständen genießen.
    Zu ändern scheint es ja wohl nicht zu sein, nervig, schmerzhaft, weil immer wieder mit nachfolgenden Kopfschmerzen behaftet, ist es aber trotzdem. Leider haben die hier angführten Therapien – kein Stress, nicht so lange am PC sitzen, Ausdauersport etc. – keinerlei positiven Einfluss. Es beruhigt mich aber, dass, wenn ich in der Kiste liege, das Flimmern aufhören wird. Das ist Galgenhumer, ich weiß, aber, was bleibt einem sonst?

    • Sebastian sagt:

      Danke, dass Du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Vielleicht hilft es ein wenig, wenn Du bei dem schwülen Wetter darauf achtest, ausreichend zu trinken. Manche berichten von Erfolgen, indem man ein Amitriptilyn (eigentlich ein Antidepressivum) zur Migräneprophylaxe in sehr geringer Dosierung dauerhaft einnimmt. Das wäre jedoch mit Deinem Arzt zu klären…

  2. Romana sagt:

    Hallo,
    ich bin verunsichert. Nach 35 Jahren Migräne ohne Aura, jetzt MIT Aura.
    Ich denke, es kommt bei mir wahrsch. vom Stress, Verspannungen im Nacken bzw. angehende Wechselbeschwerden.
    Hab in den letzten Monaten sehr viel gearbeitet am PC (im Büro 10-12 Std. täglich) . Dann abends keine Lust mehr auf Bewegung/Sport. Plötzlich 4 Anfälle in 1,5 Wochen (Augenflimmern, Sprachstörungen, Gefühlsstörungen in den Fingern und Zunge, leicher Schwindel aber nur leichtes Kopfweh).
    Dann 3 Monate nichts mehr und jetzt nach einem erholsamen Urlaub 4 Anfälle in 3 Tagen. Zum Glück nach 15-20 Min ist das Augenflimmern wieder vorbei.
    Ich musste die Triptane absetzen (wegen Herdläsionen im Gehirn) und habe ThromboAss 100 mg bekommen.
    Angeblich lösen die Läsionen keine Migräne aus, sondern können Folgen eines Anfalls sein.
    Augenarzt bzw. Neurologe meinte heute, Auslöser wahrsch. die “Vorfreude” ;-( auf eine bevorstehende OP.
    Mal sehen, wie das noch weitergeht. Hab noch die Hoffnung, dass diese Aura so schnell verschwindet, wie sie Anfang des Jahres gekommen ist. Werde das mit dem Atmen versuchen.
    Progressive Muskelentspannung habe ich vorübergehend auch probiert, dann wieder aufgehört.
    Werde jetzt wieder mehr für mich tun und “Entspannung” üben.

    • Sebastian sagt:

      Liebe Romana,

      mir scheint es ratsam zu sein, den Stress zu reduzieren und mehr für Dich zu tun, genauso, wie Du es selbst erkannt hast. Dazu zählt eben Entspannung und Sport. Ich glaube nicht, dass es mit den Nackenverspannungen zu tun hat, doch auch diese sind ein Zeichen dafür, dass Du gestresst bist. Ich beobachte an mir selbst, dass das vermehrte Auftreten von Flimmerskotom und Migräne ein Zeichen dafür ist, mal Pause zu machen.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  3. Nadja sagt:

    Mich plagt es auch hin und wieder inklusive Hypochondrie. Ich hab dann aber mehr Angst dabor, nichts zu sehen oder vollständig zu erblinden (was durch ein Flimmer-Skotom oder Migräne ja eigentlich auch nicht sehr wahrscheinlich ist). Aber schön ist es echt nicht. 😉
    Mit hormonellen Verhütungsmitteln würde ich vorsichtig sein. Ich kenne genug Frauen, die dadurch erst Panikattacken oder Depressionen bekamen. Meist kam das erst nach Jahren zufällig raus, wenn sie es abgesetzt hatten. Da die Frauenärzte das ganz gern abstreiten, von wegen, das käme keinesfalls von der Pille.

    • Sebastian sagt:

      Danke für deinen Kommentar. Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand dadurch erblindet sei. Die Hormone können sicher eine Rolle bei der Entstehung psychischer Erkrankungen spielen. Dass sie in Einzelfällen als alleinige Ursache für Depressionen in Frage kommen, kann ich mir durchaus vorstellen, bei einer Angststörung mag das ein möglicher Faktor sein, als alleinige Ursache bezweifle ich das.

  4. Peter Helmut sagt:

    Ich bin heute auf diese Seite gestoßen , weil ich auch wieder Flimmerskotom hatte . Heute morgen als ich mit meinem Hund losging , also draußen.
    Das ist für mich nichts neues ,da ich es schon das erste mal als Kind hatte . Ich bin jetzt 58 und hatte es also schon vor fast 50 Jahren.
    Es tritt unregelmäßig auf ,manchmal sin Jahre dazwischen . Aber Angst löst es nach wie vor aus . Ich bin auch ein Hypochonder und leide auch unter einer Angststörung .
    Bis vor c.a. 5 Jahren hatte ich nichtmal einen Namen dafür . Ich hatte es Ärzten X mal gesagt ,auch meinem Neurologen und Psychiater. …. keine Reaktion .
    Ich hatte den Begriff dann zufällig im Radio gehört und gegoogelt und …. passt alles genau .
    Kann auch sein das da erbliche Faktoren mitspielen . Meine Mutter hatte das , meine Schwester ein bis zwei mal und meine Tante hat es wohl auch heftig .
    Gruß Peter -Helmut

    • Sebastian sagt:

      So ein Flimmerskotom ist auch immer wieder nervig bis beängstigend. Das kann ich gut nachvollziehen. Bei so ziemlich allen Krankheiten spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, selbst wenn sie nicht direkt vererbbar sind…

  5. Silke Hartmann sagt:

    Hallo zusammen. Ich weiß nicht ob ich euch helfen kann. Mir hat ein Zufall geholfen. Ich hatte vor 3 Jahren durch Hormonpräparate in den Wechseljahren eine Thrombose bekommen. Nun musste ich 3 Monate Macromar einnehmen. In dieser Zeit hatte ich kein einziges Mal ein Flimmerskotom. (Vorher 1 mal die Woche) Also kam ich zu dem Schluss dass die Blutverdünnung das Skotom verhindert. Ich nehme nun seit 3 Jahren 2 mal die Woche eine halbe Tablette Asperin und das Flimmern ist nie wieder aufgetaucht. Vielleicht ist alles ein Zufall aber ein Versuch ist es wert. Lieben Gruß aus dem Bergischen 😀

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Habe tatsächlich nun schon häufiger gehört, dass Aspirin bei bei einigen gegen das Flimmerskotom wirkt, was darauf hindeuten könnte, dass die Durchblutung dann doch was damit zu tun hat. Ich empfehle aber, das mit einem Arzt zu besprechen, denn Blutverdünner können ja auch Nebenwirkungen haben.

  6. Leuvheyde sagt:

    Hallo und moin zusammen, viele interessante Beiträge. Ich (75) habe ein Flimmerskotom seit den siebziger Jahren. Mal bei Stress, mal auch nur so. Beim Schauen auf einen Wegweiser gingen auf einmal die Buchstaben übereinander. Keiner wußte mir zu helfen, keiner kannte etwas davon, kein Augenrzt, kein Hausarzt etc. Erst in der Klinik Bellevue in Kiel bei der Voruntersuchung für neue Linsen (2016) gab mir die Ärztin Auskunft – denn sie war selbst davon betroffen. Da hilft keine Jaulerei, da muss man durch. Bei mir dauert es 20 Minuten, dann ist alles vorbei, mal mehr, mal weniger große Flimmerkreise. Nur Autofahren und Lesen wird eben schwieriger. Ersteres sollte man tunlichst unterbrechen. Ist ein Teil einer Art von Migräne. Und, wie gesagt, 20 Minuten still sein, ruhig verhalten, alles wieder ok. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen bzw. Nebenerscheinungen. Also Leute, keine Panik, keine Angst, da eine aus meiner Sicht (und der Ärztin) eine ganz “normale” Sache. Also positiv da heran gehen und nicht wehleiden. Nicht zu tief in den Körper hinein schauen müssen. Beste Grüße von der Westküste Schleswig-Holsteins.

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen zum Flimmerskotom mit uns teilst und anderen Menschen mit diesem Phänomen Mut machst!

  7. Henry sagt:

    Bei mir ist das erste Flimmerskotom vor zweieinhalb Jahren im Sommer aufgetreten. Ich war Schwimmen an einem wunderschönen Sommertag. Es war irre heiß, weswegen ich mit dem Kopf im eiskalten Wasser untergetaucht bin. Als ich wieder aufgetaucht bin, weiß ich noch, daß das Wasser so hell geglitzert hat…alles war so hell! Ich bin an Land gegangen und hatte mein erstes Flimmerskotom. Streß hatte ich da gar keinen. Der Auslöser kann nur entweder das helle Licht oder eine Durchblutungsstörung durch das kalte Wasser gewesen sein. Danach hatte ich es noch drei oder vier Mal, danach den ganzen Winter nicht mehr. Es kam beim Lesen im Zug, beim Lesen im Bett und auch nur beim Spazieren gehen.
    Im nächsten Sommer kam es wieder so drei vier Mal, immer mit ein bis zwei Wochen Pause, dann verschwand es wieder.
    Dann hatte ich im Herbst meine zweite Augenoperation (Kunstlinsen op), auf welche starke Sehstörungen durch die Kunstlinse folgten. Der Lichteinfall war zu stark, das Licht schmerzte im Auge, ich bekam nachts Panikattacken, mein Blutdruck fiel untertags auf 80-90. Grundsätzlich habe ich schon niederigen Blutdruck, so 100-115.
    Daraufhin bekam ich drei Monate täglich zweimal Flimmerskotome, auch nachts. Sie dauerten immer länger, wurden immer bunter und begannen schließlich sich zu verzerren. Sie traten einmal links, einmal rechts auf. Der Neurologe sagte nur, ja da weiß man die Ursachen nicht, klopfte mir aufs Knie und machte sonst keine Untersuchungen. Medikamente hätten zu starke Nebenwirkungen. Der Augenarzt meinte, Flimmerskotome könnten auch durch mangelnde Netzhautdurchblutung auftreten, nicht nur vom Gehirn ausgehend!
    Nach drei Monaten kamen sie nur noch einmal am Tag, dann hörten sie auf.
    Kopfschmerzen hatte ich nie, nur ein Erschöpfungsgefühl.
    Die problematische Kunstlinse wurde aus dem Auge entfernt, danach hatte ich Durchblutungsstörungen im Kopf und einen Hörsturz. Schon während der drei Monate mit Flimmerskotom, hatte ich das Gefühl mit dem rechten Auge bergab zu sehen. Nun sehe ich mit beiden Augen beim Lesen schief und bergab…Ursache unbekannt. Vierecke und karierte Blätter sehen bucklig und zittrig aus.
    Im gleichen Sommer, als das erste Flimmerskotom auftauchte, bemerkte ich auch zum ersten Mal einen gltzernden, unregelmäßigen Fleck im Auge, welcher auftritt, wenn ich von der Wohnung ins Freie trete, also ins Licht. Er glitzert ein paar Minuten, dann verschwindet er. Seit der zweiten Linsen op habe ich zwei solche Flecken im Auge. Sie gehen mit dem Auge mit, manchmal verschwinden sie für ein paar Tage. Ich weiß nicht, ob sie den gleichen Ursprung wie das Flimmerskotom haben. Skotom hatte ich diesen Sommer nur einmal, als ich mit dem Hund spazieren war.
    Grundsätzlich kann ich zu Flimmerskotomen nur sagen, daß sie scheinbar bei mir durch Durchblutungsstörungen ausgelöst werden, Streß verschlimmert sie (Verengung der Blutgefäße?), war bei mir aber nicht Auslöser. Einnahme von Ibuprofen verringert ihr Auftreten ( Entzündung?). In einem Artikel habe ich gelesen, daß manche Neurologen glauben, daß Flimmerskotome und Epilepsie miteinander verwandt sind.
    Ich wohne in Wien. Am AKH war man an mir nicht interessiert und hat mir nicht weiter geholfen. Wenn jemand einen guten Arzt für meine Probleme weiß, bitte melden!
    Auge ist angeblich in Ordnung, Schädel MRT unauffällig, Durchblutung an Hals gut. Sonstige Messungen, Migräneuntersuchung etc. wurde nicht vorgenommen. Ich habe immer starke Schmerzen von Sehnen und Muskeln an Schädelbasis und auch Tinnitus. Orthopäde interessiert sich nicht dafür, Neurologe schickt mich in Neuroophtalmologie, die zur Augenchirurgie, die wieder zur Neurologie. Ich werde von den Kassenärzten nur unfreundlich behandelt und nach spätestens 10 Minuten rausgeschmissen! Am PC kann ich nicht mehr arbeiten, da es aber keine Befunde gibt, will man mich trotzdem 8 Stunden am Tag daran arbeiten lassen.

    • Tanja sagt:

      Hallo Henry,

      Deine Beobachtungen: “nun sehe ich mit beiden Augen beim Lesen schief und bergab…Ursache unbekannt. Vierecke und karierte Blätter sehen bucklig und zittrig aus” Dies könnten Symptome einer AMD sein. Das müsste der Augenarzt aber auch wissen.

  8. Ute sagt:

    Ich habe das Flimmerskotom bereits 36 mal in diesem Jahr und bin daher so langsam am Ende mit den Nerven. MRT Mitte Dezember, mal sehen,was die feststellen. Ich meine, es kommt vom verspannten Genick. Habe immer knappe 30 Minuten Anfälle mit Zickzack Linien, keine weiteren Symptome außer der Angst, dass es ein Schlaganfall werden oder sein kann. Kein Arzt weiß weiter Medikamente wie Betablocker halfen nicht und ich habe keinerlei Stress

  9. Lena sagt:

    Hallo, ich leide auch an einem Flimmerskotom. Diesen Monat hat die Frequenz ständig zugenommen und es quält mich nun ca. 1-2 x pro Woche. Deshalb meine Frage: hattest du/ ihr auch Phasen wo es oft vorkam und dann wieder abgenommen hat? Ich mach mir grosse Sorgen wo das noch hinführen soll… 🙁

    • Sebastian sagt:

      Ich hatte dieses Flimmerskotom (bzw. Migräne) auch nach Phasen von großem Stress in recht kurzen Abständen, also dann, wenn ich zur Ruhe gekommen bin. So kann ich mich an einen Urlaub erinnern, an dem ich es in 2 Wochen 5 Mal hatte. Das ist schon irgendwie beängstigend. Aber es wurde dann auch wieder weniger.

      Wenn Dich das so ängstigt: Ich habe nun das eine oder andere Mal gehört, dass die tägliche Einnahme von ASS 100 eine Besserung gebracht haben, auch wenn man mehrheitlich wohl nicht davon ausgeht, dass Durchblutungsprobleme ursächlich für Migräne sind. Durch dieses Medikament wird das Blut verdünnt. Das bedeutet aber auch, dass man dann eine erhöhte Blutungsneigung hat (also besser nicht schneiden 😉 ). Und Aspirin kann den Magen angreifen.

      Daher solltest du das in jedem Fall vorher mit deinem Arzt besprechen.

    • Lena sagt:

      Danke für deine Antwort! und was hast du alles gemacht um es abklären zu lassen? ich hatte schon ein MRT, das war soweit unauffällig, ich hoffe es wird wieder besser… Mein Sommer war ziemlich stressig und ich dachte eigentlich, dass jetzt alles wieder gut sei und jetzt kommt dieses komische Symptom aus dem Nichts, hatte es vorher nur 1x vor 2 Jahren

    • Sebastian sagt:

      Naja, viel mehr als ein MRT kann man da eigentlich nicht machen, um das abzuklären. Eventuell noch ein EEG, aber das wird ein Neurologe alles wissen. Man kennt die Ursache für Migräne immer noch nicht und wie es scheint ist es am besten, wenn man Stress meidet und ein möglichst geregeltes Leben führt. Ob man das möchte, sei dahingestellt. 😉

    • Sebastian sagt:

      Habe auch ein MRT machen lassen und ein EEG. Viel mehr kann man ja eigentlich nicht untersuchen lassen. Die Migräne kann nicht sichtbar diagnostiziert werden. Man kann nur ausschließen, dass etwas anderes dahinter steckt…

    • Ute sagt:

      Ich habe Jahre, in denen ich nur 6Anfälle hatte, dann 12 mal, dann wieder nur 7mal und dieses Jahr ist bisher das Schlimmste mit 36 Anfällen ohne ersichtlichen Grund, zu allen Uhrzeiten, morgens direkt beim Aufwachen abends mittags oder vormittags im Job, unberechenbar aber immer habe ich einen versenkten Nacken, ich denke mit den Nackenwirbeln stimmt was nicht, es knackt dort auch beim Kopf drehen

    • Henry sagt:

      Habe gerade meinen Bericht gepostet, lies den mal durch. Es vergeht wieder.

  10. Angie sagt:

    Hallo Ihr Flimmerer,
    dieses Flimmerskotom habe ich auch öfter, es Stört ist aber nicht tragisch… Komme gut damit zurecht… Bei mir dauert so eine Attakte meist nur 5 min. dann ist das Flimmern aus meinem Sichtfeld verschwunden… Mein Medikament dagegen ist aus der Homöopathie das Mittel OSMIUM C30 Globuli… Hoffe ich konnte euch damit helfen
    LG Angie

  11. Andrea Mollo sagt:

    Auch ich habe ja diesen Begriff “Flimmerskotom” nicht gakannt! Und erst auf der Überweisung meines Hausarztes habe ich es gelesen…Und erst durch das häufige Auftreten in den letzten Wochen bin ich ja zu dieser Überweisung “gekommen” – und somit auf deine Seite gelangt! Insofern hat mir das -Flimmerskotom auch was “gebracht”!!! Ich werde auf jeden Fall deine Seite weiter verfolgen und mich auch mit deinem Buch beschäftigen! 😉
    Liebe Grüße Andrea

  12. Andrea Mollo sagt:

    Hallo Sebastian,
    mein Name ist Andrea, bin 49 Jhre und leide seit meinem 2o. Lebensjahr an Migräne mit Aura. Habe natürlich auch eine lange Odysee von Arztbesuchen hinter mir – aber wirklich geholfen hat eigentlich nichts. Nur durch Geburt meines Sohnes vor 14 Jahren hat sich die Migräne deutlich verbessert: die ständigen Anfälle mit den wahnsinnigen Kopfschmerzen waren verschwunden – es blieb “lediglich” das beängstigende “Augenflimmern”, das etwa 2 mal jährlich auftrat. Vor 4 Wochen etwa häufte sich dieses wöchentlich und letzte Woche täglich…Ich bekam regelrechte Panik – was war auf enmal los mit mit….Ich ging nach jahrelanger Migäne-Arzt-Pause zu meinem Hausarzt und erzählte ihm meine merkwürdigen Erfahrungen der letzten 4 Wochen…Was mir sehr auffiehl war, dass ich unter enormem psychischem Stress in dieser Zeit stand! Er beruhigte mich, empfahl mir aber trotzdem zum Augenarzt zu gehen und schrieb mir eine Überweisung aus. Zu Hause las ich auf der Überweisung “Flimmerskotom” – diese Bezeichnung hatte ich sebst nach so langer Zeit Migräne noch nicht gehört! Das musste ich doch gleich mal googlen….und dann bin ich durch Zufall auf deine Artikel gestoßen und hab ihn regelrecht verschlungen!!! Ich dachte: Oh mein Gott – da sind sooo viele Übereinstimmungen….sogar die Hyposensibilisierung (ich habe schon 3 mitgemacht!!) ich war total baff, wie exakt du dieses Flimmerskotom ( jetzt weiss ich ja den Fachausdruck) beschreibst!! Auch ich bekomme jedes Mal Panik, wenn es aus dem Nichts über mich kommt und nach 30 Minuten verschwindet. Ich fühle mich auch total matschig im Kopf und kann mich schwer konzentrieren – am schlimmsten ist es für mich, wenn ich bei der Arbeit bin! Letzte Woche hatte ich dann auch irgendwie Angst, es könnte jetzt wohl doch ein Schlaganfall folgen, da es so oft auftrat. Mittlerweile bin ich wirklich davon überzeugt, dass es dieser Stress war,der vor 4 Wochen plötzlich kam! Ich werde mir auch auf youtube diese Feueratmung anschauen – das hörte sich für mich sehr interessant an!!!
    Ganz herzliche Grüße Andrea

    • Sebastian sagt:

      Hallo Andrea,
      ich kann gut verstehen, dass es dich ein wenig beruhigt, dass so viele Menschen dieses Flimmerskotom kennen und auch noch leben. 😉 Das kennen wirklich sehr viele Menschen. Aber es kommentieren ja nur die wenigsten, nicht einmal 1 % der Besucher. Und es haben noch viele noch nicht einmal von dem Begriff “Flimmerskotom” gehört.

      Und doch bleibt es unangenehm. Aber vielleicht hat das Ganze ja auch etwas Positives und zwar dann, wenn man dieses Flimmern vor den Augen als Warnsignal betrachtet, als Hinweis, mal langsam zu machen. Nach dem Motto: “Achte mal wieder ein bisschen mehr auf Dich!”

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  13. Steffi sagt:

    Hallo, ich hatte vorhin auch so ein flimmerskotom:( leider leide ich auch an Angstzuständen.mir wurde währenddessen sehr übel und ich wurde sehr zittrig . Außerdem hatte ich das Gefühl das ich umkippen würde. HabEs mich dann hingelegt und die Augen geschlossen es wurde nach 30 Minuten besser. Dafür die Kopfschmerzen umso schlimmer. Das ganze ist nun knapp 6 Stunden her. Leicht übel ist mir noch und die Kopfschmerzen sind noch immer da. Ibubeta 400 wirken mal so garnicht. Entspannen hat bei mir nur kurz Geholfen. Die Angstzustände sind vorüber gewesen nach dem sich mein Bild neutralisiert hat und ich eine neurexan genommen habe. Ich habe 2 Kinder die Verständnis dafür haben das Mama zur zeit nicht so kann wie sie möchte. Mein grosser ist 4 der gibt mir den Mut rauszugehen meine kleine ist 1 Jahr alt die dafür sorgt das Mama trotzdem ihren popo hoch bekommt auch wenn es ihr nicht gut geht sie gibt mir den Mut das nichts passiert. Und ja Kinder können einem auch dabei helfen gegen die Angstzustände anzukämpfen. Ich kämpfe seit Februar gegen an bin nicht alleine aufs Klo geschweige denn raus. Mittlerweile gehe ich mit den Kindern zum speed einkaufen ich werde nicht mehr im laden nervös mittlerweile nur noch an der Kasse. Therapie? Habe ich keine aber will unbedingt eine machen. Man kann alles schaffen in kleinen Schritten auch mit Kindern.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Steffi,
      so ein Flimmerskotom ist ja auch beängstigend. Es gibt auch spezielle Medikamente gegen Migräne, wenn normale Schmerzmittel nicht helfen.
      Toll, dass du trotz Angststörung diese Dinge machst. Kinder geben einem da wirklich manchmal den Tritt in den Hintern (den der eine oder andere manchmal gut vertragen kann) 😉

    • Steffi sagt:

      Ja das stimmt ich war nun heute früh das erste mal alleine mit den kids beim arzt habe novaminsulfon Liechtenstein 500mg bekommen. Ich bin gespannt ob es hilft

  14. Marc Steinmetz sagt:

    Hallo liebe Mit-Betroffene,
    nach meiner Erfahrung ist es durchaus möglich, ein auftretendes Flimmerskotom zu kontrollieren und vorzeitig zu beenden.
    Nachdem ich irgendwo gelesen hatte, es handele sich um eine Durchblutungsstörung im Gehirn (ob diese Aussage fachlich richtig ist, lasse ich mal dahingestellt), habe ich experimentiert mit einer Atemtechnik, die ich aus dem Yoga kenne, dem Feueratem. Beim nächsten Flimmerskotom, das mich ereilte, habe ich diese Technik angewandt und konnte tatsächlich die Sehstörung nach wenigen Minuten verschwinden lassen (5 bis 10 Minuten gegenüber ca. einer halben Stunde). Nicht nur das: auch der Kopfschmerz, der sich sonst für den Rest des Tages einstellte, trat nicht ein.
    Seitdem ist es mir jedesmal zuverlässig gelungen, ein Flimmerskotom zurückzudrängen. Außer, wenn es mich nachts ereilt, das merke ich beim Aufwachen am Kopfschmerz, der den ganzen Tag über bleibt.
    Feueratem ist mit ein wenig Übung leicht zu meistern, er wirkt belebend und ist völlig harmlos. Man braucht keine Hilfsmittel und kann ihn überall machen, wo man sich gerade befindet, unter der Dusche, beim Spazierengehen, um Zug… Da man sich mit dem schnellen, rhythmischen Schnaufen (zwei bis dreimal pro Sekunde) etwas auffällig macht, möchte man sich vielleicht ein unbeobachtetes Eckchen dazu aussuchen. Aber das ist ein kleiner Preis.
    Anleitungen zum Feueratem finden sich viele im Netz, z.B. bei YouTube, aber wer nicht zurechtkommt darf mich gerne fragen.
    Viel Erfolg und herzliche Grüße,
    Marc

    • Sebastian sagt:

      Dank dir für deine Tipps, Marc. Auch wenn die Ursache für Migräne und Flimmerskotom nicht abschließend geklärt ist, so hoffe ich, dass nicht eine Durchblutungsstörung im Gehirn dafür verantwortlich ist. Das würde ja bedeuten, dass man jedesmal eine TIA (transitorisch ischämische Attacke) hätte. Und wenn diese nicht von selbst wieder aufgelöst würde, so spricht man von einem Schlaganfall.

      Wenn dem so wäre, so würde jeder Betroffene eine Dauermedikation (Blutverdünner) verordnet bekommen. Daher gehe ich auch nicht davon aus und soweit ich weiß, die Mediziner auch nicht. 😉

      Dennoch ist Entspannung ganz sicher hilfreich. Meiner Erfahrung nach kommt das Flimmerskotom verstärkt in Phasen, in denen man großen Stress hat oder kurz nach einer stressigen Phase. Von daher macht Entspannung immer Sinn. Diesen Feueratem werde ich beim nächsten Mal jedenfalls ausprobieren. Danke für den Tipp!!!

      Beste Grüße.

      Sebastian

    • Marc Steinmetz sagt:

      Erzählst Du uns dann hier von Deinen Erfahrungen, Sebastian? Ich bin neugierig, ob das auch bei anderen funktioniert. In meinem Umfeld weiß ich von niemanden, der vom Flimmerskotom betroffen ist.
      Herzlich,
      Marc

    • Sebastian sagt:

      Das werde ich tun, wobei ich nicht hoffe, dass ich sobald Migräne bekomme, wobei ich das Ganze gerade schon einmal probiert habe und mich das ein wenig ans Hyperventilieren erinnert. 😉 Ist einfach ungewohnt.

    • Marc Steinmetz sagt:

      Wenn Du es richtig machst, ist Feueratem zu flach, um zu hyperventilieren. Kurze, flache, schnelle Atemzüge durch die Nase, dann liegst Du richtig. Es soll sich leicht anfühlen. Die bei Anfängern eher untrainierte Bauchmuskulatur verkrampft leicht, denn das ist eine ungewohnte Bewegung. Wenn das passiert, nimmst Du ein paar normale, tiefe Atemzüge und lässt den Bauch sich entspannen, bevor Du wieder tief einatmest und von neuem beginnst.

      Nebenbei: mit Feueratem kann man sich auch entweder gezielt beleben, indem man mit dem Finger das linke Nasenloch verschließt und ein paar Minuten nur durchs rechte atmet, oder man kann sich umgekehrt – z.B. vor Prüfungen – beruhigen, indem man durchs linke Nasenloch atmet.

  1. 5. Mai 2017

    […] Damit ist das Risiko für Menschen, die an Migräne leiden extrem erhöht. Die Tatsache, dass das Risiko für Migräniker erhöht ist, überrascht mich keineswegs. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen Migräne und einer Angststörung gibt. Nicht ohne Grund ist mein Beitrag über Migräne und das Flimmerskotom einer der am meisten gelesenen Artikel. Du findest ihn hier. […]

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