Ironman hat Panikattacken

Er ist Multimilliardär, Unternehmer und er ist ein Superheld – Tony Stark gespielt von Robert Downey Jr., besser bekannt als Ironman. Und in Teil 3 der Comicverfilmung leidet Tony Stark an Panikattacken.

Anders als viele andere Superhelden ist Tony Stark im normalen Leben alles andere als ein pubertierender Jugendlicher oder ein schüchterner “Normalo”. Er ist ein gut aussehender, reicher Playboy. Er ist witzig, redegewandt und ein echter Draufgänger.

So einer soll an Panikattacken leiden? Wie passt das zusammen und was will ich Dir damit eigentlich sagen? Was hat ein Superheld, der einem Comic entsprungen ist, mit Dir zu tun? Das will ich Dir gerne verraten.

Zunächst die Szene: Tony Stark sitzt bei einer Unterhaltung in einem Café. Plötzlich wird er unruhig, wirkt benommen und zittrig. Er stürmt nach draußen, wo sein Anzug, ein technologisches Wunderwerk, der ihm Superkräfte verleiht, auf ihn wartet. Also schnell hinein in den Anzug, der auch seine Körperfunktionen checken kann. Der Anzug ist mit einem Computer ausgestattet, der sprechen kann und auf den Namen “Jarvis” hört.

Tony weiß nicht, was mit ihm los ist und bittet Jarvis Herz und Gehirn zu checken.

Jarvis antwortet: “Keinerlei Hinweise auf gestörte Herz- oder Hirnaktivitäten”.

Tony: “Wurde ich vergiftet?”

Jarvis: “Meine Diagnose lautet, dass Sie eine schwere Panikattacke hatten.”

Tony Stark alias Ironman hat also Panikattacken.

Angstzustände und Panikattacken können jeden treffen

Es handelt sich hier nur um eine fiktive Person. Und doch wurde mir wieder einmal deutlich, dass eine Angststörung jeden Menschen treffen kann, selbst diejenigen, von denen man das nicht erwarten würde. Man guckt den Leuten immer nur vor den Kopf und jeder versucht seine psychischen Probleme zu verbergen, so gut es geht.

Davon ist niemand ausgenommen. Es kann den erfolgreichen Manager ebenso treffen, wie die Hausfrau, den Investmentbanker ist ebensowenig vor Panikattacken gefeit wie die Lehrerin oder der Arbeitslose. Und es leiden viel mehr Menschen an einer Angststörung und anderen psychischen Erkrankungen als man glaubt.

Und es gibt bekannte Namen, die mit Angst, Panikattacken, Zwangsstörungen & Co. zu tun haben oder hatten. Dazu zählen beispielsweise Michael Douglas, Kim Basinger, Dustin Hoffman, Winona Ryder, Jessica Simpson, David Beckham, Bushido, Johnny Depp, Madonna und und und.

Du bist also keine Ausnahme, Du bist nicht allein – Es gibt so viele Menschen, die nachempfinden können, was Du durchmachst.

Panikattacken oder ernsthaft krank?

Und noch etwas ist ganz typisch für die Panikattacke von Ironman. Man vermutet ein ernsthaftes körperliches Problem dahinter. Stimmt etwas nicht mit meinem Herzen oder dem Gehirn? Wurde ich vergiftet?

Solche und ähnliche Fragen stellt sich wohl jeder Mensch mit einer Angststörung, zumindest anfangs. Und auch zu einem späteren Zeitpunkt fragt man sich oft noch, ob nicht doch etwas Körperliches dahinter steckt.

Das Problem dabei ist, dass Du nicht bereit bist, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um Angstzustände und Panikattacken loszuwerden, wenn Du daran zweifelst, dass Deine Beschwerden psychische Ursachen haben.

Eine körperliche Ursache wird man nicht beheben, indem man sich seinen Ängsten stellt, mit Entspannungstechniken arbeitet, sein Leben in die richtigen Bahnen lenkt und die Art seines Denkens ändert.

Du wirst Dich keiner Psychotherapie unterziehen, solange Du glaubst, dass es eine körperliche Ursache für Deine Angstzustände und Panikattacken gibt.

Leider haben wir keinen Anzug wie Ironman, der uns mit Gewissheit sagen kann, dass wir Panikattacken haben und körperliche Gründe ausschließen kann.

Ein Arzt kann Dir die größtmögliche Gewissheit geben, dass Du körperlich gesund bist. Eine 100 % – Garantie gibt es dafür nicht.

Wie ist es mit Dir? Zweifelst Du daran, dass Deine Beschwerden eine körperliche Ursache haben oder hast Du akzeptiert, dass Du an Panikattacken leidest? Wie äußern sich diese bei Dir? Hinterlasse mir doch einen Kommentar…ich antworte auch, versprochen!

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4 Kommentare

  1. Andreas sagt:

    Hallo Sebastian,
    erstmal grosses Lob was du hier so alles auf die Beine stellst. Ich bin so glücklich und froh dein Buch durch zufall gefunden zu haben. Den damit fand ich dann auch diese Seite und zu guterletzt auch die Angst Akademie.

    Bei mir bekann alles wieder vor 3 Monaten mit meinem Bandscheibenvorfall. ich bekam starke Kortison Tabletten und machte den Fehler mich zu sehr mit den Nebenwirkungen zu beschäftigen. und es kam wie es kommen musste es setzte genau das ein……..Herzrasen u.u.u.

    Ende vom Lied – Notarzt nachts um 2 – Ergebniss: “harmlose” Hyperventilation.

    Aber das Vertrauen in den Körper ist weg 🙁

    Ich war immer begeisterter Sportler (4 mal die Woche)

    Ich versteh einfach nicht das ein einziges Ereignis einen wieder so aus der Bahn werfen kann.

    Ich möchte es jetzt entgültig in die Hand nehmen und hab mich deshalb gestern auch in der Akademie angemeldet. ich freu mich drauf.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Andreas,

      es freut mich, dass Du etwas ändern willst. Ich halte Sport für ganz wichtig, gerade dann, wenn man immer Sport gemacht hat. Aber ich gebe Dir recht, dass es ohne Vertrauen in den eigenen Körper schwer ist, sich zu überwinden. Ich hoffe sehr, dass Dir die Akademie helfen wird.

      Beste Grüße.

      Sebastian

  2. Tobi sagt:

    Hallo,
    Ich leide seit Mai letzen Jahres unter Panikattacken, angststörung und leichte Hypochondrie.
    Trotz Tagesklinik und fortlaufende ambulante Therapie komme ich immer wieder in den Strudel das es doch was körperliches sein könnte. Immer dann wenn Symptome aufkommen…….
    Teilweise war es auch schon so schlimm das ich bei jedem pieksen zum Arzt bin.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Tobi,

      leider gibt es sie nicht, die absolute Sicherheit, körperlich gesund zu sein. hast Du Dir schon den kostenlosen Ratgeber zum Thema “Hypochondrie” durchgelesen? Klicke hier.

      Wenn Du noch Fragen hast – immer her damit! 😉

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