Panikattacken im Studium

Panikattacken im Studium

Viele Studenten haben Probleme mit Panikattacken im Studium. In diesem Artikel wollen wir uns mit möglichen Ursachen für eine Angststörung bei Studenten und schauen uns an, was Du gegen Panikattacken im Studium tun kannst.

Erschreckende Tendenz

Ich habe schon länger Eindruck, dass mehr und mehr Studenten den Weg auf meinen Blog finden und es scheint sich zu bewahrheiten, dass immer mehr Studenten mit Angstzuständen und Panikattacken zu tun haben.

Eine Studie der Techniker Krankenkasse kam nun zu dem Schluss, dass mehr als jeder fünfte Student die Diagnose einer psychischen Erkrankung wie einer Angststörung oder einer Depression bekommt.

Wenn man sich vor Augen führt, dass viele Betroffene wegen ihren psychischen Problemen nicht zum Arzt oder Psychologen gehen oder aus anderen Gründen nicht die entsprechende Diagnose erhalten, kann man davon ausgehen, dass noch viel mehr Studenten unter einer Angststörung und anderen psychischen Störungen leiden.

Auch der Anstieg der verschriebenen Arzneimittel ist besorgniserregend. So wurden im Jahre 2014 43 % mehr Antidepressiva verschrieben als 2006. Wieso ist das so?

Gründe für Panikattacken im Studium

Generell kann eine Angststörung jeden Menschen treffen. Vollkommen egal, ob er studiert, arbeitet, noch zur Schule geht, arbeitslos oder Rentner ist. Von daher verwundert es nicht, dass auch Studenten eine Angststörung entwickeln.

Auffällig ist jedoch, dass so viele Studenten – vor allem im Vergleich zu den gleichaltrigen Nichtstudierenden – an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung leiden und die Anzahl in den letzten Jahren rapide angestiegen ist.

Daher wollen wir uns mögliche Gründe für Panikattacken im Studium anschauen.

Zuviel Stress und zuviel Druck

Stress ist immer einer der möglichen Auslöser für eine Angststörung. Schon immer standen Studenten vor den Prüfungen unter großem Druck. Vorübergehender Stress ist allerdings selten problematisch. Ernst wird es dann, wenn der Stress lange anhält und die Zeiten der Entspannung kürzer und kürzer werden.

Und heutzutage stehen viele Studenten unter einer Art Dauerdruck. Um auf dem Arbeitsmarkt später eine Chance zu haben, sind gute Noten und eine kurze Studiendauer mit die wichtigsten Kriterien. Die Anforderungen an die Studenten sind hoch. Für Freizeitaktivitäten und Partys bleibt immer weniger Zeit übrig.

Man weiß, dass der zukünftige Arbeitgeber am liebsten jemanden einstellt, der in kürzester Zeit studiert hat, die besten Noten mitbringt und am besten auch noch Auslands- und Berufserfahrungen in Form diverser Praktika gesammelt hat.

Darüber hinaus müssen viele Studenten nebenbei auch noch arbeiten, um ihre Lebenshaltungskosten bestreiten zu können. Und diesen Anforderungen fühlt sich der eine oder andere einfach nicht gewachsen.

Hoher Druck und langanhaltender Stress spielen meiner Überzeugung nach eine wichtige Rolle für den dramatischen Anstieg psychischer Erkrankungen unter den Studierenden.

Krisen und Wendepunkte

In Krisen und Wendepunkte im Leben eines Menschen finden Angststörungen, Depressionen und Co. grundsätzlich einen guten Nährboden.

Der Beginn eines Studiums ist ein solcher Wendepunkt. Viele ziehen aus dem Elternhaus aus, möglicherweise in eine fremde Stadt und sind zum ersten mal auf sich allein gestellt. Und das ist nicht immer einfach.

Während man früher im ersten Semester oft erst einmal langsam gemacht hat, wird den Studenten in der heutigen Zeit nur eine kurze Eingewöhnungszeit gegönnt. Nicht einmal richtig angekommen, geht es schon los mit dem Pauken und der Druck kann sich schnell aufbauen.

Man muss sich selbst organisieren, hat vielleicht das Gefühl, anderen unterlegen zu sein. Präsentationen, Hausarbeiten und Prüfungen stellen große Herausforderungen dar, die Angst erzeugen können.

Und auch das Ende der Studienzeit leitet einen solchen Wendepunkt ein. Bald wartet der Arbeitsmarkt und man sieht sich mit Fragen konfrontiert, wie “Finde ich einen guten Job?” oder “Wo werden ich arbeiten und wohnen?”

Wieder heißt es Abschied nehmen von liebgewonnenen Kommilitonen, der Studienzeit und vielleicht auch von der Stadt, in der man jahrelang gelebt hat.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich oftmals nicht richtig vorbereitet für das Berufsleben fühlt. Man verfügt über die theoretischen Kenntnisse, aber kann ich das auch in der Praxis anwenden? Das verunsichert und macht Angst.

Und während die einen es kaum erwarten können, endlich ins Berufsleben einzusteigen, fürchten sich die anderen vor dieser neuen Lebensphase. Schließlich bedeutet das den nächsten großen Schritt ins Erwachsenenleben. Und nicht immer freut man sich darauf.

Auch das ist einer der möglichen Gründe für eine Angststörung im Studium.

Habe ich das richtige studiert?

Viele Studienanfänger sind sich zu Beginn nicht sicher, ob sie das richtige Studienfach gewählt haben. Statt herauszufinden, ob man die richtige Wahl getroffen hat, ist man sofort mittendrin statt nur dabei.

Man hat kaum die Zeit nachzudenken, in sich hineinzuspüren und sich zu fragen: Ist das für mich überhaupt das Richtige? Die dumpfe Ahnung, dass das Studienfach überhaupt nicht zu mir passt, wird verdrängt.

Und so kann es passieren, dass man feststellen muss, das falsche studiert zu haben. Das ist kein schönes Gefühl und auch so etwas kann eine Angststörung begünstigen.

Panikattacken im Studium – was kannst Du tun?

Zunächst einmal gilt das gleiche wie für alle Menschen, die an einer Angststörung leiden. Du solltest angstauslösende Situationen nicht vermeiden, sondern Dich der Angst stellen.

Ich bin jedoch ein Verfechter davon, sich nicht nur auf Angst und Panikattacken zu fokussieren. Es gibt in der Regel Ursachen, die auf den ersten Blick nichts mit der Angststörung zu tun haben und darum sollten wir uns kümmern.

Einige der möglichen Ursachen haben wir besprochen, wobei diese Aufzählung ganz bestimmt nicht abschließend ist.

In jedem Fall macht es Sinn, Stress und Druck zu reduzieren.

Dann braucht man halt ein Semester länger. Ein Studium sollte auch Spaß machen. Du solltest bei aller notwendigen Lernerei die Studienzeit auch genießen. Diese Zeit kommt nie wieder.

Auch Entspannungstechniken und regelmäßiger Sport können Anspannungen abbauen und dabei helfen, besser mit dem Druck umzugehen.

Ansonsten solltest Du Dir die Zeit nehmen, um über mögliche Ursachen für die Panikattacken im Studium nachzudenken. Sei dabei ehrlich zu Dir selbst. Gestehe Dir mögliche Unsicherheiten und Ängste ein und überlege, wie Du entgegensteuern könntest.

Konkrete Hilfe für Dich

Gerne gebe ich Dir konkrete, individuelle Tipps. Nutze die Kommentarfunktion und teile mir mit, was Dich beschäftigt. Ich antworte sicher und hoffe, dass ich Dir auf diese Weise eine Hilfestellung auf Deinem Weg aus den Panikattacken im Studium geben kann.

Als ehemaliger Student und Panikattacken-Geplagter kann ich mich bestimmt ganz gut in Dich hineinversetzen. 😉

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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18 Kommentare

  1. Julia sagt:

    Hallo 🙂
    Der Beitrag ist zwar schon ein Jahr alt, aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben.
    Mein Studium hat im Oktober diesen Jahres angefangen, aber ich weiß nicht wie ich überhaupt das erste Semester schaffen soll.
    Meine Panikstörung habe ich schon seit 2015, damals habe ich aber noch zuhause gewohnt und konnte so relativ schnell Hilfe bekommen ohne finanziell große Probleme damit zu bekommen. Ich war dann 2 Monate in einer psychosomatischen Klinik und danach ging es mir sehr viel besser. Das hielt dann auch für die nächsten Jahre an, bis zum 4.10 diesen Jahres. Ich saß im Bus und bin so stark hyperventiliert das meine Hände verkrampft waren und ich das Gefühl hatte meine Zunge schwillt an- ich dachte ich hätte einen Schlaganfall oder ähnlich schreckliches. Naja würde dann auch ins Krankenhaus gebracht wo man feststellte, dass ich ‚‘einfach nur zu tief geatmet‘ hätte, ich bekam eine Tavor 0,5 und dann ging es irgendwann wieder.

    Leider ist meine Angst seitdem wieder mit voller Wucht, wenn nicht noch schlimmer, zurückgekehrt. Meine größte Angst ist es, in meinem eigenen Körper gefangen zu sein, da kommt mir sowas wie verkrampfte Hände natürlich total gelegen. Das blöde ist nämlich das meine Hände sich jetzt immer so anfühlen als würden sie verkrampfen, wenn ich eine Panikattacke habe, auch wenn ich gar nicht hyperventiliere. Oder meine Hände, Finger und Arme schmerzen einfach so stark, das ich irgendwann wieder in Panik verfalle. Diese psychosomatischen Schmerzen kenne ich, aber leider nimmt mir das Wissen nicht die Angst davor.
    Ich komme kaum in den Bus oder in den Zug, beides brauche ich aber um zur Uni zu kommen. Ich quäle mich damit jetzt seit einigen Wochen rum, aber es wird einfach nicht besser. Habe immer Tavor dabei, falls etwas passiert aber ich weiß ganz genau wie abhängig diese Tabletten machen können, weshalb ich sie so wenig wie möglich nehme. Am liebsten würde ich wieder in die Klinik gehen, aber ich kann doch nicht so viel von der Uni verpassen oder? Ein Urlaubsaemester kann ich auch nicht beantragen, da ich ja gerade erst angefangen bin. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich das finanziell dann regeln soll. Ich bin einfach nur total am Ende 🙁 Ich hoffe du hast vielleicht einen Tipp für mich, wie ich mit der Situation umgehen soll.

    Liebe Grüße

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Julia,

      zunächst zum Hyperventilieren. Wenn Du in eine Tüte atmest oder wenn diese nicht vorhanden ist, länger aus- als einatmest (zähle beim Einatmen bis 3, beim Ausatmen bis 5), passiert das mit der Pfötchenstellung nicht. Vielleicht trägt das dazu bei, dass Du Dich weniger hilflos fühlst, denn ich kann mir vorstellen, dass dieses Erlebnis ziemlich traumatisch war.
      Dann könnte es sein, dass Du Dich der neuen Situation nicht gewachsen fühlst. Man muss ja erst einmal ankommen, sich zurechtfinden, neue Leute kennenlernen… Für die einen ist das aufregend, für die anderen beängstigend. Könnte es sein, dass Deine Panikattacke damit zu tun hat?
      Eine psychosomatische Klinik kann tatsächlich hilfreich sein. Irgendwie werde ich jedoch das Gefühl nicht los, dass es in Deinem Fall eher ein “Weglaufen” sei. Das kann natürlich täuschen oder fühlst Du Dich ertappt…?

  2. Lisa sagt:

    Hallo,
    Ich fange jetzt im Wintersemester an ein neues Fach zu studieren. Ich habe schon zwei Semester studiert jedoch mich dazu entschieden den Studiengang zu wechseln. Jedoch braucht man für das neue Studienfach ein Praktikum von 12 Wochen bis zum Ende des dritten Semesters. Aus zeitlichen Gründen konnte ich dieses Praktikum leider nicht schon vorher absolvieren. Nun bringt es mich total aus der Fassung, da ich nicht genau weiß wann ich es machen soll. Meistens nehmen Firmen einen erst ab 3 Monaten Praktikumszeit. Das heißt ich könnte es nicht in den Semesterferien machen und muss es teilweise in die Vorlesungzeit legen. Ich fühle mich sehr schlecht und verspüre schon vor dem Studienbeginn den Druck alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Ich weiß einfach nicht wie und wann ich das alles machen soll und hab jetzt schon echt Panik davor. Das versaut mir die Vorfreude auf mein neues Studienfach. Ich habe keinen Appetit und fühle mich sehr schlecht, dabei hat das Studium nicht einmal angefangen..

  3. Jenny sagt:

    Hallo! Ich heiße Jenny und studiere im vierten Semester Wirtschaftsingenieurwesen. Seit letztem Semester habe ich immer wieder (1-2 Mal in der Woche) Panikattacken beim ersten Aufwachen in der Früh. Diese äußern sich mit plötzlichen Schweißattacken, Angstzuständen, unkontrollierbaren schnellen Atmen – fast schon Hyperventilation – und teilweise Tränenausbrüchen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich im letzten Semester in einem von allen Studenten anerkannten “Hassfach” – Maschinenelemente – im dritten Versuch war und man nach dem dritten Versuch bei Misserfolg nicht mehr weiter studieren darf im gleichen Studiengang. Ich habe dann glücklicherweise alle Prüfungen bestanden und war bzw bin auch irre erleichtert und stolz auf mich, da durch dieses Fach jedes Semester durchschnittlich 2/3 durchfallen.
    Nun hatte ich Sommersemesterferien und dachte danach wäre es vorbei. Nun ja… Pustekuchen, sonst würde ich diesen Text nicht schreiben.
    Obwohl der größte Druck weg sein müsste und ich kein Fach wiederholen muss, sondern alle Fächer das erste Mal schreibe, haben vor ca. 2 Wochen die Panikattacken wieder angefangen.
    Mein Privatleben ist glücklich. Wirklich glücklich. Ich weiß, dass das viele sagen und es oft gar nicht so ist, aber bei mir stimmt es. Ich habe die tollste Familie, die ich mir vorstellen könnte, ich habe einen Freund, mit dem ich so unfassbar glücklich bin, dass “Glück” schon fast zu wenig als Ausdruck ist. Und trotzdem fängt das ganze wieder von vorne an, nachdem seit 3 Monaten Ruhe war. Die Prüfungen stehen noch nicht Mal an. Erst in über 2 Monaten und ich fühle mich auch nicht wirklich gestresst. Panikattacken habe ich trotzdem.

    Was kann ich nur tun? Bin wirklich ratlos… :/

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Jenny,

      danke für Deine offenen Worte. Ich kann mir vorstellen, dass es kein besonders tolles Gefühl war, in den dritten Versuch zu müssen. Es ist natürlich schade, wenn man dann nicht weiter studieren könnte, ein Weltuntergang ist das jedoch auch nicht. Nur, falls Du unbewusst Angst hast, dass Du tatsächlich drei Mal durch eine Prüfung fällst. Wie gefällt Dir denn ansonsten Dein Studium? Abgesehen von den Panikattacken – bist Du Sicher, dass es das Richtige für Dich ist? Gibt es sonst etwas, dass Dir ein schlechtes Gefühl verschafft, wenn Du an Dein Studium denkst?

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  4. Lea sagt:

    Hallo,
    Jedes Mal wenn ich etwas neues beginne spielen sich in meinem Kopf so viele Gedanken ab, dass ich immer mehr Panik vor der Situation bekomme…
    Habe grade mit Jura begonnen und mir das Studium so eingeteilt dass ich so wenig wie möglich mache an Prüfungen für das erste Semester und doch macht mir alles einen Druck gut sein zu müssen.
    Irgendwie wollte ich vorher nie jura studieren und der erste Monat war echt interessant jedoch bin ich dann an ein paar Themenfelder gestoßen, die ich nicbt auf anhieb verstanden habe und dann kommt die Panik nicht mithalten zu können, nichts zu schaffen. Dann weiß ich ich sollte eine Pause machen aber in der Pause bekomm ich nochmehr Panik weil ich wervolle Zeit nicht mit lernen nutze…
    Jetzt hab ich mich so weit gestresst das ich überhaupt keinen Bock mehr aufs lernen habe und jedesmal wenn ich mich an die Bücher setzen möchte eine solche Panikattacke bekomme dass ich nicht mehr weiter weiß…
    Ich hab solche Sorgen das dieses Phänomen sich einfach immer wiederholen wird egal was ich mache…und ich am Ende gar nichts mehr schaffe.
    Hat irgendwer Tipps,

    • SebastianSebastian sagt:

      Aus heutiger Erfahrung kann ich sagen, dass es wichtigeres gibt als einen Studienabschluss. Ich möchte meine Studienzeit trotzdem nicht missen, weil es einfach insgesamt sehr lehrreich war. Dass man nicht alles auf Anhieb versteht, ist ganz normal. Setze Dich nicht zu sehr unter Druck. Das wäre mein erster Tipp.
      Interessant finde ich folgende Aussage: Du wolltest nie Jura studieren? Warum hast Du es dann angefangen? Studierst du vielleicht (Jura) nicht ganz aus eigenem Antrieb? Wenn das so ist, kann es sein, dass Du Dich unbewusst dagegen wehrst…

  5. Lisa sagt:

    Hallo,
    Morgen beginne ich mit der Orientierungphase meines Studiums.
    Ich leide schon ewig an Panikattacken. Sie sind jedoch in der Abiturphase deutlich schlimmer geworden, denn wir wurden von einigen Lehrern sehr unter Druck gesetzt. Die Panikattacken habe ich jedoch nicht aus Versagensängsten. Ich war sogar die Stufenbeste in meinem Jahrgang. Ich denke das ständige unter Druck stehen hat meine Angststörung verschlimmert. Egal was ansteht, ob ein Ausflug oder eine Prüfung, ich bleibe nie verschont von den Panikattacken. Und so ist es auch jetzt. Morgen ist der Studienbeginn und ich sitze zitternd da und mir ist ganz flau im Magen. Ich weiß nicht wie ich die ersten Tage überstehen soll. Es ist alles so neu und groß und ungewohnt. Jedoch weiß ich auch das es nach dem ersten Tag wahrscheinlich halb so schlimm sein wird. Jedoch ist es schwer während einer Panikattacke so klar und positiv zu denken. Ich weiß selbst, dass ich keine Angst haben sollte und das die Angst nach den ersten Tagen auch wieder verschwinden wird. Trotzdem werde ich morgen mit einem flauen Gefühl im Magen zur Uni fahren. Ich möchte einfach nur den ersten Tag meistern, damit ich sehe das es eigentlich garnicht so schlimm ist und damit ich die weiteren Tage entspannt zur Uni gehen kann, denn eigentlich freue ich mich auf mein Studium.
    LG,
    Lisa

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Lisa,
      ich hoffe, Du hattest einen guten Start? Wie ist es Dir ergangen? Hat alles geklappt? Das würde mich (und bestimmt auch andere) sehr interessieren!
      Lieben Gruß.

      Sebastian

    • Lisa sagt:

      Hallo,
      Jaa den ersten Tag habe ich jetzt hinter mir. Es war wirklich eine Überwindung für mich am ersten Tag dort zu erscheinen. Mir war es jedoch trotz der Angst wichtig zu erscheinen obwohl in der Orientierungswoche keine Anwesenheitspflicht herrscht. Man hat alle wichtigen Informationen bekommen die man braucht. Es war erst einmal schwierig an der großen Uni ganz alleine zurechz zu kommen, jedoch habe ich direkt am ersten Tag schon Studenten des gleichen Studiengangs kennengelernt und verstehe mich super mit ihnen. Schlussendlich war es kein bisschen schlimm und es ist sehr interessant und macht auch sehr viel spaß.

    • SebastianSebastian sagt:

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Das hast Du super gemacht. Und es zeigt Dir und allen anderen, die das hier lesen, dass die Gedanken im Vorfeld oft viel schlimmer sind, als es dann tatsächlich wird. Und das sollte Mut für das nächste Mal machen. Gut, dass Du Dich von Deinen Ängsten und Befürchtungen nicht davon hast abhalten lassen!

  6. Jeanine sagt:

    Hallo!
    Da mir das Zureden meiner Freunde nicht weiterhelfen konnte, habe ich mein Problem einfach mal gegoogelt und bin dabei auf dieser Seite gelandet.
    Magenkrämpfe, Übelkeit, Schweißausbrüche und das ständige irrationale Bedürfnis zu weinen. Seit ich mich für eine Universität in einer anderen Stadt entschieden habe, plagt mich der inständige Wunsch, mich in meiner Zimmerecke im Elternhaus zu verkriechen und nie wieder hervorzukommen. Und am besten klammere ich mich an meiner Mutter fest – bis ich erwachsen bin …
    Sobald ich auch nur einen Gedanken auf Anfang Oktober verwende, kommen in mir die größten Ängste hervor. Der Umzug (da ich mich gegen das Pendeln von einer halben Stunde entschieden habe) in eine andere Stadt geht schief, ich finde keinen Anschluss, ich finde meine Räume in der Uni nicht, ich verstehe die englische Fachliteratur meines Studienganges nicht, ich falle in Prüfungen durch, ich vermassele alle Referate und kann zu den Diskussionen nichts inhaltlich sinnvolles beitragen, etc.
    Dies sind nur ein paar der Ängste, die ich vor der Universität habe und auch allgemein vor allem, was jetzt ab Oktober ansteht. Und all das ohne die ständige Bereitschaft meiner Mutter.
    Seit eigentlich alles feststeht bezüglich meiner näheren Zukunft, plagen mich die größten Ängste und Zweifel. Mein Selbstbewusstsein hat sich komplett verabschiedet, meine Selbstständigkeit sowieso und der langersehnte Wunsch nach Freiheit schon kurz nach der Abiturzeugnisvergabe.
    Am schlimmsten ist gerade die Situation, dass ich noch genau eine Woche Zeit habe, meinen ersten Semesterbeitrag einzuzahlen, sonst werde ich logischerweise nicht immatrikuliert. Das schiebe ich jetzt schon ewig vor mir her, weil ein kleiner Keim in meinen Gedanken lauert, solange ich noch nichts bezahlt habe, kann mir nichts passieren. Ich werde das natürlich rechtzeitig erledigen, aber schon bei dem Gedanken wird mir ganz flau im Magen und ich bekomme Gänsehaut.
    Da ich diesbezüglich auf deinem Blog nichts gefunden habe (falls doch, dann Entschuldigung), wollte ich fragen, ob du vielleicht ein paar Tipps hast, wie ich diese Panikgefühle unterbinden und ich mich doch auf die Uni freuen kann, da mich diese Dinge schon sehr Einschränken, sowohl in meinen Gedankengängen als auch was das körperliche Wohlbefinden angeht.

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Jeanine,
      ich halte es nicht für ungewöhnlich, dass Du Angst vor dem Neuen hast. Raus von zu Hause, fremde Leute, alles neu. Da fragt man sich natürlich, ob alles klappt. Letztlich lassen Deine Gedanken Dich schlecht fühlen, auch wenn Du vielleicht nicht mit akuten Panikattacken zu kämpfen hast. Wenn Du Dir vorstellst, wie alles schief geht – da muss man ja Angst bekommen. Daher macht es Sinn, diese Gedanken mit einem lauten “Stopp” zu unterbrechen. Es wird sicher nicht so schlimm, wie Du Dir das ausmalst.

      Im Übrigen ist das alles kein Beinbruch: Du findest zunächst die Räume nicht – dann kommst du halt zu spät. Du rasselst durch eine Prüfung – Dann schreibst Du eben nochmal… Schreibe einmal auf, was bezogen auf die konkreten Ängste schlimmstenfalls passieren kann.

      Und versuche, alles auf Dich zukommen zu lassen. Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass Du jederzeit Dein Studium abbrechen könntest, wenn Du feststellst, dass das nichts für Dich ist (nicht aus Angst). Du könntest auch nach Hause ziehen und pendeln, aber versuche erst einmal abzuwarten und neugierig in die Zukunft zu blicken.

      Und überweise den Beitrag. Dieser Schwebezustand ist nicht gut.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  7. Lisa-Marie sagt:

    Hallo!
    Ich studiere seit fast 3 Jahren Musikwissenschaften auf Hauptfach Gesang und Nebenfach Klavier. Vorher hatte ich an meiner Musikschule 6 Jahre Gesangsunterricht und bin auch ab und an aufgetreten. Meine Aufnahmeprüfung im Bereich Gesang hab ich mit “sehr gut” abgelegt.
    Das hat sich doch seit dem Studium drastisch verändert. Zwar bin ich im Gesangsunterricht, den ich jetzt von der Uni erhalte, noch wesentlich besser geworden, bei den verpflichtenden Vorsingen jedes Semester bekomme ich jedoch wirklich Atemnot und Panikattacken. Und so laufen diese Vorsingen dann leider auch. Nervös war ich immer schön vor Auftritten aber das jetzt ist wirklich Angst und Panik. Leider habe ich schon in 3 Monaten meine Bachelorprüfung in der ich 20 Minuten vorsingen (und 10 Minuten Klavierspielen) muss. Schon der Gesanke daran lässt mich Nachts nicht mehr schlafen. Das geht jetzt schon 1 Jahr so…
    Liebe Grüße

    • SebastianSebastian sagt:

      Lampenfieber haben viele Menschen, sogar Künstler, die ständig auf der Bühne stehen. Was sind denn genau deine Ängste/Befürchtungen? kannst Du in Worte fassen, was Dir so eine Angst macht?

  8. Christine sagt:

    Hallo,

    ich habe meinen Bachelor an einer Hochschule gemacht. Auch dort hatte ich bereits Panikattacken. Allerdings waren diese nie so ausgeprägt wie jetzt in meinem Master Studium. Seit ich an eine Universität gewechselt bin und ein Fach, welches über 2 Semester geht, begonnen habe, ist es ganz besonders schlimm geworden. Schlafstörungen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Panikattacken, Schweißausbrüche, ständige Übelkeit sind leider an der Tagesordnung. Ich habe Angst den Anforderungen nicht gerecht zu werden, die durch das Fach gestellt werden. Wenn mein Dozent mit mir spricht, kann ich das, was er sagt nicht aufnehmen und verarbeiten. Mit dem Aufschreiben des Gesagtem komme ich nicht hinterher. Ich habe regelrechte Panik vor den Treffen mit meinem Dozenten. Mittlerweile bin ich in dem Fach total aus dem Zeitplan. Wodurch alles nur noch schlimmer wird. Bei der Psychologischen Beratungsstelle war ich bereits. Auch Maßnahmen der Universität habe ich in Anspruch genommen (Beratung zur Selbstorganisation). Genützt hat es leider nichts. Mittlerweile bin ich so antriebslos, dass ich mich kaum mehr für mein Fach begeistern kann. Zuletzt hat mein Arzt mich untersucht. Er konnte allerdings nichts finden. Hast du vielleicht ein paar Tipps parat?

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Christine,
      den einen oder anderen Tipp findest Du hoffentlich auf Deinem Blog. Möglicherweise setzt Du Dich einfach zu sehr unter Druck. Was passiert schlimmstenfalls, wenn Du den Anforderungen nicht gerecht wirst? Wenn Dir klar wird, das davon weder die Welt untergeht, noch Dein Glück davon abhängig ist, dann wird sich dieser Druck sicher verringern.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass es Dir schwer fällt, dem Prof zu folgen, weil Du zu sehr mit Dir und Deiner Angst beschäftigt bist. Ich kenne es nur zu gut, dass man sich dann kaum auf seine Umwelt konzentrieren kann.

      Vielleicht hält die Anti-Angst-Akademie die Lösung für Dich bereit. Ich kann mir gut vorstellen, dass Dich die Inhalte dort weiterbringen.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  9. Ulrike sagt:

    Ich habe stets und ständig ein dumpfes Gefühl im Kopf, mir ist schwindelig und ich habe einen extremen Druck auf den Ohren. Beim HNO Arzt war ich bereits ohne Befund. Sie wies mich daraufhin das es von der HWS kommt. Da ich sehr verspannt bin und sich dort ein schmerzender Knubbel befindet. Zum kann ich keine Nacht mehr schlafen. Wache auf und habe Kreislauf Probleme und kann dann nicht mehr schlafen. Ich habe keinen Appetit und es ekelt mich an.

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