Klaus Bernhardt Erfahrungen und Bewertung zum Buch: Panikattacken und andere Angststörungen loswerden

Klaus Bernhardt Erfahrungen
In den letzten Tagen bin ich immer wieder auf einen Namen gestoßen: Klaus Bernhardt. Wer ist Klaus Bernhardt und weshalb ist er es wert, dass ich hier einen Artikel über ihn verfasse? Das will ich dir gerne verraten.

Klaus Bernhardt hat sein Buch mit dem prägnanten Titel Panikattacken und andere Angststörungen loswerden: Wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panik für immer zu besiegen” am 01. Juli 2016 veröffentlicht.

Innerhalb kürzester Zeit hat es den Sprung in die Top 1.000 bei Amazon geschafft. Derzeit ist das Buch mit einem Verkaufspreis in Höhe von 24,90 Euro auf Amazon vergriffen. Es scheint sich also gut zu verkaufen. Vielleicht wurde man von den Verkaufszahlen überrascht. Erst einmal ein gutes Zeichen.

Vielleicht bist du hier, weil du nach “Klaus Bernhardt Erfahrungen” oder “Klaus Bernhardt Bewertungen” gesucht hast oder etwas mehr über sein Buch erfahren möchtest. Wie das bei Neuerscheinungen immer so ist, sind die Informationen zunächst recht dürftig.

Dazu gleich einmal vorweg: Ich habe das Buch “Panikattacken und andere Angststörungen loswerden” noch nicht lesen können und kann zum Inhalt nichts beitragen. Dennoch habe ich einige Recherchen durchgeführt, durch die man ggf. Rückschlüsse auf die Qualität der Inhalte ziehen kann.

Gutes Marketing

Es werden immer mal wieder Ratgeber zum Thema “Angst und Panik” veröffentlicht. Selten wurde das Marketing so gut umgesetzt, wie in diesem Fall.

Mir fällt sofort auf, dass da jemand seine Hausaufgaben gemacht hat. Zur Veröffentlichung des Buches wurden Pressmitteilungen gestreut. Die Beschreibungstexte sind auf gängige Suchbegriffe wie “Panikattacken loswerden” optimiert. Dadurch wird Bernhardt im Internet schneller gefunden, wenn jemand danach sucht.

Das findet man im Titel seines Buches, seinem Podcast und seiner Webseite wieder. Das ist vollkommen legitim. Ohne jedes Marketing verkauft sich auch das beste Buch der Welt nicht.

Das ist mir als allererstes aufgefallen und war für mich Grund genug, um der folgenden Frage nachzugehen…

Wer ist Klaus Bernhardt?

Was fällt zuerst ins Auge, wenn man jemanden “stalkt”? Sein Foto! Und hier macht Bernhardt einen sympathischen und seriösen Eindruck. Hält dieser erste Eindruck, was er verspricht?

Wie ist sein Werdegang? Wie kommt er zum Thema “Angststörung”?

Klaus Bernhardt hat nach eigenen Angaben als Journalist gearbeitet. Zudem ist er Heilpraktiker für Psychotherapie und hat eine Praxis in Berlin. Auf der Amazon-Autorenseite ist zu lesen, dass Bernhardt selbst “eigene Erfahrungen” gemacht hat. Wie genau diese Erfahrungen aussahen, sagt er nicht.

Außerdem hat er einen Podcast, der ebenfalls den favorisierten Suchbegriff “Panikattacken loswerden” beinhaltet. Auf seiner Webseite findet man seinen Podcast unter dem Menüpunkt “kostenloses Hörbuch”.

Neben seiner Tätigkeit als Therapeut und Autor ist Bernhardt Geschäftsführer der B&O Gesundheits GmbH und laut Facebook seit Oktober 2015 Geschäftsführer von “Arztwissen.tv”

Mein erster Eindruck ist durchaus positiv. Ich habe in einige der Podcast-Folgen hineingehört. Seine Stimme empfinde ich als angenehm. Er scheint zu wissen, wovon er spricht. Dennoch muss ich gesehen, dass ich nicht erfahren habe, wie seine Arbeit aussieht. Die Auflösung erfolgt vermutlich in seinem Buch, auf das er dann auch immer mal wieder hinweist.

Zum Buch “Panikattacken und andere Angststörungen loswerden: Wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panik für immer zu besiegen”

Zunächst die Eckdaten. Das Buch ist etwas größer als ein Taschenbuch und hat 156 Seiten. Die bisherigen Bewertungen sind ausschließlich positiv.

24,90 Euro erscheint einigen Leuten sicher etwas hoch. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass ein Buch für unter 15 Euro für kleinere bis mittlere Auflagen und ohne großen Verlag kaum wirtschaftlich sind. Und wenn das Buch gut ist, ist auch der Preis aus meiner Sicht gerechtfertigt.

Kritik

Ohne das Buch gelesen zu haben, kann ich zum Inhalt natürlich wenig sagen. Ich vermute, dass seine Techniken auf NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) basieren. Zumindest habe ich auf “Xing” einen Verweis zu einem von Bernhardt auf Youtube veröffentlichten “NLP-Crashkurs” gefunden. Das ist allerdings schon 5 Jahre her.

Wie bereits erwähnt, ist es vollkommen legitim, Werbung für sein Buch zu machen. Ein Buch verkauft sich nicht, wenn man es nicht aktiv verkauft. So ist das nun einmal.

Dennoch möchte ich die eine oder andere Aussage kritisieren:

Bernhardt sagt: “Bei mir gibt es keine Konfrontationstherapie, keine Atemübungen, keine progressive Muskelentspannung und auch kein Graben in der Kindheit.” Auch die Einnahme von Antidepressiva lehnt er in den meisten Fällen ab.

Zunächst ist es aus marketingtechnischer Sicht sinnvoll, herauszustellen, dass diese bei vielen Patienten unbeliebten Methoden nicht eingesetzt werden. Jeder Mensch, der längere Zeit an einer Angststörung leidet, hat vermutlich die eine oder andere Erfahrung damit gemacht. Und es wundert mich nicht, wenn das allein nicht zur Heilung geführt hat

Denn ich stimme Bernhardt grundsätzlich zu. Auch ich bin der Ansicht, dass Entspannungsmethoden, Medikamente oder die Konfrontation allein selten zur Heilung führen. Dennoch sind diese Methoden/Therapien in vielen Fällen sehr hilfreich, auch wenn sie nur einen Teil der Lösung darstellen.

Weiterhin zieht Bernhardt gegen bisherige Therapieformen vom Leder, die aus seiner Sicht überholt sind. Neueste “bahnbrechende Erkenntnisse der Gehirnforschung” würden ignoriert.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass bisherige Therapieformen Grenzen haben (liegt nicht selten auch in der Person des Therapeuten begründet). Es kann durchaus sein, das neueste Erkenntnisse nicht berücksichtigt wurden und ich weiß, dass vielen Menschen mit einer Angststörung diese etablierten Therapieformen nicht weiterhelfen.

Allerdings mag ich es nicht, wenn suggeriert wird, dass in bestimmten Techniken die Lösung für nahezu alle Menschen mit einer Angststörung liegt und das tut er, wenn er sagt “Viele in Deutschland noch unbekannte Techniken um Angst innerhalb von Minuten zu stoppen” oder “Vermutlich können Sie sich das kaum vorstellen, aber mittlerweile benötigen über 70% meiner Patienten weniger als sechs Sitzungen, um ihre Panikattacken vollständig loszuwerden.”

Dabei sagt er nicht einmal, dass das Buch dazu verhilft, sondern “persönliche Sitzungen”. Dennoch wird der potentielle Leser diese Aussage vermutlich mit dem Buch in Zusammenhang bringen.

Ja, man kann eine Angststörung überwinden und ja, es kann gut sein, dass bisherige Therapieformen durch die moderne Gehirnforschung überholt sind. Aber ganz sicher gibt es keine Methode, die alle Menschen von Angst und Panikattacken befreien kann.

Auch wenn er das so sicher nie sagen würde, gibt er dem Leser auch durch das von ihm verwendete Vokabular unter Umständen dieses Gefühl.

Man könnte sagen, dass diese Art des Marketing gerechtfertigt ist, solange das Produkt an sich gut ist und dem einen oder anderen hilft. Auch dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn man ein Buch nicht anpreist, wird man es nicht verkaufen.

Das Problem dabei ist, dass der Leser möglicherweise verzweifelter ist als je zuvor, wenn er hier nicht die Lösung für sich findet. Möglicherweise gibt er auf, nach einer Lösung zu suchen. Schlimmstenfalls gibt er sich sogar die Schuld dafür.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es verdammt schwer ist, hier das richtige Maß zu finden und daher möchte ich Klaus Bernhardt überhaupt keinen Vorwurf machen.

Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass man wohl auch in diesem Buch nicht den heiligen Gral finden wird, um eine Angststörung zu überwinden. Aber es kann es gut sein, dass der eine oder andere Leser mit Hilfe des Buches “Panikattacken und andere Angststörungen loswerden: Wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panik für immer zu besiegen” seine Angststörung loswerden wird.

MEINE EMPFEHLUNG: Gehe positiv an die Lektüre mit dem Glauben, dass du in diesem Buch wichtige Anregungen für dich findest. Ich möchte dir aber auch ans Herz legen, folgendes im Hinterkopf zu haben: Sollte fas Buch dir nicht helfen, ist das nicht deine Schuld! Dann ist das einfach nicht der richtige Weg für dich. Und wenn es dir hilft: Super!


Ich bin jedenfalls gespannt auf den Inhalt und werde meine Erfahrungen später gerne mit dir teilen. Bis dahin kannst du dir das Buch hier anschauen. (Link zu Amazon)

Und vielleicht hat Herr Bernhardt ja einen Google Alert auf seinen Namen eingestellt, liest diesen Beitrag und möchte dazu etwas sagen.

Ich würde mich jedenfalls darüber freuen.

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26 Kommentare

  1. Ich habe das Buch gelesen und alles durchgeführt bei mir wurde es noch schlimmer. Ein Riesen Quatsch die neuen Methoden aus Amerika. Das hin und herschieben der Gedanken zb. Sehr erschreckend auch das schlecht machen anderer Therapeuten. Ich war auch bei seiner FB Gruppe dabei es wurden alle Negativen Kommentare von Unzufriedenen Buchlesern gelöscht. 250 € die Therapy Stunde für einen Laien eine Rissen große Frechheit.
    Ich habe mir mit Hypnose,Muskelentspannung,Konfrontationen und Mediation geholfen.
    Und wenn alles besser ist einfach mal nichts tun und sich nicht verrückt machen und andere.

  2. Inka Leuschner sagt:

    Hallo!
    Mir erscheint es sinnlos, ein Buch zu rezensieren, dass man nicht gelesen hat. Auf amazon gibt es zahlreiche Bewertungen von Leuten, die es angewendet haben und denen es geholfen hat. Eine Garantie gibt es nie, aber wer das Problem hat, sollte es versuchen. Man kann sich ja erst mal den kostenlosen, ziemlich ausführlichen Podcast auf Herrn Bernhardts Internetseite anhören.

    • Sebastian sagt:

      Ich habe das Buch nicht als solches rezensiert. Ehrlich gesagt habe ich langsam die Befürchtung, Kommentare wie dieser hier sind Fake.

  3. Jerome sagt:

    Hallo Sebastian,
    ich kann deine Skepsis verstehen.
    Ich habe mir die Podcasts von Herrn Bernhardt angehört und ich finde seinen Ansatz sehr interessant. Er schafft es meines Erachtens die Rolle unseres Gehirns und unserer Gedanken sehr anschaulich zu erklären. Ich habe schon mal ein Buch über das Thema gelesen, wie das Gehirn funktioniert. (5 Jahre her) Da ging es um den selben Ansatz, nur nicht bezogen auf Panikattacken im Speziellen. Daher würde ich den Ansatz nicht als komplett neu sehen, wobei ich den Inhalt des Buches nicht kenne. Ich habe es mir aber bestellt und bin ziemlich zuversichtlich, dass die Übungen in dem Buch ihre positive Wirkung recht schnell zeigen werden. Es ist tatsächlich so, dass ich mir auch lange Zeit nicht darüber im Klaren war, dass ich grundsätzliche Fehler in meinen Denkmustern habe, die meine Problematik begünstigen oder eventuell sogar mit erzeugen.
    Ich durchlaufe gerade die Anti Angst Akademie und ich finde einige Inhalte und Ansätze bei dir ebenfalls wieder. Daher ist das alles nicht komplett neu, aber er richtet den Ansatz konsequent an den Erkenntnissen der Gehirnforschung aus. Das ist quasi sein zentrales Thema, was auch gut funktioniert.
    Natürlich bleibt es dabei, dass jeder selber dafür verantwortlich ist zu arbeiten und Bereitschaft für Veränderung mitbringen muss. Das ist eine Grundsatzregel die immer vorhanden ist, egal welchen Weg ich gehe.
    Negative und positive Glaubenssätze sind ja schon sehr starkt dafür verantwortlich wie wir denken und wie wir damit oft unbemerkt unser Gehirn in eine bestimmte Richtung des Denkens programmieren.
    Ich bin gespannt auf das Buch und freue mich drauf.
    Wenn ich damit gearbeitet habe melde ich mich nochmal und berichte über meine Erfahrungen.
    Beste Grüße,
    Jerome

    • Sebastian sagt:

      Hallo Jerome,

      danke für Deinen Kommentar. Ich stimme Dir zu, dass krankmachende Denkmuster eine Rolle spielen, wenn man eine Angststörung hat. Auf der anderen Seite ist ein Umdenken/Umprogrammieren oder wie immer man das nennen will meiner Erfahrung nach selten die alleinige Lösung ist.
      Aber sei’s drum. Ich würde mich freuen, wenn Du uns sagst, wie Dir das Buch gefallen hat!

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  4. Jelena sagt:

    Hallo
    Wollte fragen muss ich erst die 10 Methoden Technik machen um dann die anderen oder ?

  5. Patricia sagt:

    Hallo Sebastian!
    Da ich selbst seit 10 Monaten Betroffene bin und vor 4-5 Wochen noch extrem Panik hatte, bin ich “zufällig ” auf das Buch von Klaus Bernhardt gestoßen und fing ganz schnell mit den Übungen an. Nach 5 Tagen merkte ich positive Veränderungen, nach 2 Wochen wieder arbeiten und die ersten Veränderungen in meinem beruflichen Umfeld vornehmen. Es gibt zwar immer nochmal Ängste aber ich spüre deutlich schnelle Verbesserungen und kann dir wärmstens empfehlen das Buch zu lesen (diesen Bericht zu schreiben und auf Beiträge zu antworten kostet ja auch Zeit ????- falls du ein “Ich habe keine Zeit -Argument” hättest ), es ist sein Geld wert!
    LG

  6. Marie sagt:

    ich meine es gilt auch mal alles was man kennt über Bord zu werfen.In dem Buch die Techniken machen Sinn, das Gehirn hat ja alles gelernt und gespeichert.Und diese Mühe kann man für sich schon investieren.Es schadet ja nichts.Und wenn man sich mal mit Angstleuten unterhält stellt sich schon die Frage wieso 8 von zehn immer wieder damit zutun haben.Also ist die herkömmliche Therapie nicht so fit wie man glaubt,Und unterm Strich wird einem suggeriert man kann es nicht allein.Man muss aufarbeiten.Wenn ich das glaube ist das so.Es gibt zig Möglichkeiten.Fakt ist durch vieles hat man sich dazu gebracht so zu reagieren.Unfreiwillignatürlich.Und sich aus dem Opfermodus zu bringen ist der schwerste Schritt.Herr Bernhardt schreibt ja das es den Meisten mit den Techniken besser geht und es aufhörte, nur er schreibt ebenso ohne das nötige verändern wird es nicht immer von Dauer sein.Und da sind wir bei uns selbst wieder.Ich hab das auch über 20 Jahre.Und im Grunde weiss ich woher.Nur da hab ichs in der Hand.Egal was nur ich kann es anders machen.Egal ob mit oder ohne HIlfe.Traumen völlig egal.Es ist vorbei.Heute darf ich darauf lernen.Und mit hat diese 10 Satz methode eingeleuchet und geholfen.In kleinen Schritten.Ich hab auch viel Lehrgeld bezahlt und gedacht jemand kann das für mich lösen.Leider nein.Und das Medikamente nur mildern und nichts heilen weiss jeder der mit Angst und Co zutun hat.Je mehr ich diese Gefühle dasein lassen kann nichts verdränge oder weghaben will je mehr werden sie auch weniger.Das ist meine Erfahrung aus einem sehr anderen guten Buch einer Betroffenen mit der ich arbeite.Also jeder der Angst hat probiert aus und versteht irgendwann man selbst hat die Verantworung niemand sonst.Und jeder kann das.Der Eine schnell der andere nicht.Ich bin auch ehr langsam.Und bei mit hat die Kontronfontationstherapie es richtig schlimm gemacht.Und die Therapeutin beschloss erstmal zu pausieren, da ich das nicht packte.SO sind auch Therapeuten.Und für mich der Punkt jetzt macht ich es selbst.Wissen tu ich eh alles.Auf also.Wünsche ich allen.nicht unterkriegen lassen, ihr lebt alle noch, hab schlimmes überstanden.Was soll da noch kommen.

  7. Silvia sagt:

    Ich habe das Buch gekauft und gelesen, weil es den Untertitel “und andere Angststörungen” hat, aber die Methode bisher nicht angewandt, da ich gerade noch beim Lesen bin/ war.

    Allgemein möchte ich zurückmelden, dass mich spontan die im Buch beschriebene Verschiebetechnik (die in der linken Gehirnhälfte wahrgenommene Angst soll in der Vorstellung in die rechte verschoben werden und umgekehrt) spontan angesprochen hat, auch viele andere Fakten und Erkenntnisse, die einige Leser sicherlich schon von anderer Literatur zum Thema kennen, wie z. B. das Vermeiden negativer Worte in den eigenen Zielsetzungen und das Training von positiven Gefühlen sind durchaus richtig und gehören in ein solches Buch – denn das wird allzu oft von Betroffenen vergessen! Ein Therapeut sagte mir einmal, ein Patient war geheilt, als er sich neu verliebte… Das passt genau zur Aussage von Bernhardt.

    Ich habe versucht mich selbst zu testen, und ich dachte sicher zu sein, dass ich die Auslöser meiner Angst komplett links wahrnehme. Das scheint aber offenbar nicht zu stimmen, wenn man weiß, dass umgekehrt gerade die rechte Hemisphäre des Gehirns für sämtliche Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Fühlen, Geräusche, während die linke eher für logisches, abstraktes Denken und als einzige Sinneswahrnehmung für das Hören zuständig ist. So jedenfalls ist die aktuelle Meinung der Wissenschaft..

    Wie die Neurowissenschaft ebenfalls seit einiger Zeit weiß, entsteht Angst da.
    gegen in der Mitte des Gehirns – im Limbischen System bzw. in der Amygdala in Verbindung mit dem Thalamus:
    https://www.dasgehirn.info/denken/emotion/der-schaltkreis-der-angst

    So könnte sie meiner Ansicht nach bequem von beiden Seiten befeuert werden.. Ich behaupte jetzt mal: Je mehr Austausch zwischen links und rechts, desto mehr Potential für die Angst, denn der Austausch verläuft vermutlich über die Mitte! (Deshalb – auch eine Vermutung von mir – haben “dumme” Menschen oft weniger Angst!)

    Jedenfalls habe ich, sobald der Angstauslöser auftritt, der bei mir eindeutig akustischer Art ist, einen intuitiven Drang, mein linkes Ohr stärker zu schützen als mein rechtes. Es ist mein sensibleres Ohr, und auch mein linkes Auge ist mein besseres Auge. Ich habe darüber hinaus das Gefühl, dass meine linke Gehirnhälfte wesentlich ausgeprägter und aktiver ist als die rechte – diese scheint immer weniger aktiv zu sein, je älter ich werde. So fällt es mir oft schwer, tiefe Gefühle zu haben.

    Was externe Auslöser der Angst angeht, und besonders akustische, ist das Buch nicht sehr hilfreich. Selbst bei der ausführlichen Darstellung der vier Sinneskanäle fehlt das Hören – dieses wird durch Bernhardt mit der auditiven Wahrnehmung, also der eigenen Stimme, dem Denken, ersetzt. Schade.
    Auch im Kapitel „Panikattacken durch äußere Einflüsse stoppen“, in dem ich eine Antwort erwartet hätte, wurde ich nicht fündig. Hier geht B. nur auf Drogen- und Medikamentenkonsum ein.

    Bernhardt schreibt allerdings in einem (einzigen) Satz, dass die Urängste der Menschheit die vor Lärm und vor großer Höhe seien. Wie man mit diesen Ängsten aber umgeht und sie bewältigt – davon lese ich leider kein Wort.

    B. begründet das Auftreten von Panikattacken mit einem Verhalten gegen das Bauchgefühl, also das Unterbewusstsein. Auch hier gibt es keine externen Auslöser bei ihm.

    Wie bekommt man aber heraus, was das Bauchgefühl sagt? B. schreibt, es sei ganz einfach – Begründungen liefere nur der Kopf. Ich selbst kenne aber leider auch diese Stimme des Bauchgefühls kaum, es tritt nur höchst selten zu Tage, und zwar dann – wie B. beschreibt – in der Form, dass ich an einer eigentlich völlig unlogischen oder unbegründbaren Entscheidung festhalte, und zwar meist dann, wenn es um andere Menschen als um mich selbst geht.

    In den meisten Fällen aber ist es eher so bei mir, dass ich mit widerstreitenden Gefühlen und Gedanken zu tun habe, die jeweils beide eine Begründung liefern, und das macht mich dann unfähig, eine Entscheidung zu treffen. Das Bauchgefühl – also das Unterbewusstsein – scheint dazu beharrlich zu schweigen. Ich vernehme es jedenfalls nicht – leider.

    Jedenfalls möchte ich behaupten, dass meine Angst nicht dadurch entstand, dass ich nicht auf das Bauchgefühl gehört hätte, meine Angst hat eben externe Gründe – ein akustisches Erlebnis, das eine Art Schockwirkung auf mich hatte. Seitdem besteht die Angst. Auf mich trifft auch ansonsten eher die Aussage Bernhardts von der sehr früh verinnerlichten, generalisierten Angst zu. Bereits als Kind war ich überängstlich, verstärkt wurde dies durch eine Erziehung zur höchstmöglichen Sicherheit, jegliche Risiken wurden vermieden.
    Gescheitert bin ich dann letztlich dadurch in einem Bereich meines Lebens, der mir am meisten am Herzen lag, der einer der wichtigsten für mich war, denn ohne Mut zum Risiko war er nicht zu bewältigen. Mein Bauchgefühl hat mir dabei nicht geholfen. Es schwieg. Der Kopf – bzw die linke Gehirnhälfte – war stärker.

    Vermisst habe ich ein Sachregister. Der Autor hat offenbar sein Buch so einfach wie nur möglich halten wollen. Mich stört so etwas.

    Insgesamt möchte ich sagen – im Vergleich zu etlichen Büchern zu diesem Thema, die auf dem Markt sind, ist es doch eines der besseren. Wenn man zu den Menschen gehört, deren Panik darin beschrieben wird, könnte einem geholfen werden! Wenn man dagegen die “anderen Angststörungen” hat, hilft es vermutlich nicht viel.

    • Sebastian sagt:

      Vielen Dank für diesen sehr differenzierten Bericht. Damit bekommt man doch einen guten ersten Eindruck, auch wenn dieser natürlich subjektiver Natur ist.

    • Silvia sagt:

      Mein Kommentar umfasst natürlich nicht den Gesamtinhalt des Buches. Wer mehr wissen will, sollte viell. auch die Amazon-Rezensionen lesen. Das Buch ist sicherlich gut geeignet bei Menschen, die unerklärliche Panikattacken haben und sich deren Herkunft nicht bewusst sind.

  8. Maria sagt:

    Hallo ,

    Ich schließe mich zu 100 % der Petra brunet an . Ich leide seit 5 Jahren stark an angststörung . Ich habe mir vor 2 Tage sein Buch bestellt und freue mich sein Buch zu lesen und habe große Hoffnung , die du mir aber mit dein unnötigen Artikel genommen hast . Sowas find ich einfach nur dreist , sich über etwas zu kritisieren wo du ja selber kein angstpatient bist und das Buch nicht gelesen hast weder die Methoden ausprobiert hast. Ich versteh nicht was diese schlecht Macherei von diesem Buch sein soll ?? Vor allem ohne tiefliegende Gründe anzugeben ??!! Auf Amazon war auch ein Kommentar das so ähnlich aufgebaut war wie dein Text hier. Sowas ist unverantwortorungslos gegenüber angstpatienten !! Sowas macht mich wütend . Ich finde darüber zu urteilen ob das Buch schlecht oder gut ist, dieses Recht, sollten nur Leute haben die an angststörungen leiden und die das Buch ausprobiert haben , deshalb ist dein Text einfach nur unnötig und verwirrend und vor allem negativ !!!

    • Sebastian sagt:

      Also langsam wird es merkwürdig. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass ich den Inhalt des Buches nicht kritisieren. Lies bitte noch einmal meine Antwort auf den Kommentar von Petra. Dann sollte das doch eigentlich jedem klar werden. Zudem hoffe ich, du willst nicht andeuten, dass ich eine Rezension auf Amazon zu diesem Buch verfasst hätte, dass ich – wie du richtig sagst – noch gar nicht beurteilen KANN.

  9. Petra Brunet sagt:

    Hallo Sebastian. Ich finde es sehr bedenklich über ein Buch zu urteilen, welches man nicht gelesen hat, geschweige denn, die vielen Übungen gar nicht ausprobiert hat. Ich selbst bin kein Angst Pat. , habe jedoch sehr engen Kontakt zu einem, der betroffen ist. Nach einigen unterschiedlichen Therapien, die bislang noch nicht erfolgreich waren, sind wir auf dieses Buch gestoßen und haben auch die Hörbücher in Augenschein genommen. Das positive Programmieren unseres Gehirns, die wirklich guten Musterunterbrecher und z.B. die Chefpose sind nur einige wichtige Dinge von denen hier ein Angstpatient profitieren kann, wenn er offen für diese Methode ist und sehr viel trainiert. Allein die Beschäftigung mit diesem Buch verbreitet positive Stimmung und man kommt zur Überzeugung, dies ist der Weg. Leider sind Angst Patienten oft gerade negativ leicht beeinflussbar und Ihre negative Kritik trägt leider dazu bei, dass wieder Zweifel beim Angst Pat. aufkeimen. Dazu kommt noch, dass Sie dieses Buch nicht mal gelesen haben. Positiv zu sein, fällt so vielen Menschen schwer und ganz besonders Angst Pat. Genau dieses Buch macht aber positive Stimmung, dafür allein lohnt es sich schon dieses Buch zu lesen. L.G. Petra

    • Sebastian sagt:

      Liebe Petra,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Es liegt mir fern über das Buch zu urteilen (so lange ich es nicht gelesen habe). Das kann ein sehr gutes Buch sein. Die bisherigen Rückmeldungen sind nahezu durchweg positiv (siehe hier).

      Die Kritik bezieht sich lediglich auf die Aussagen, die suggerieren, dass die Methode(n) allen Angstpatienten hilft und das halte ich (auch ohne das Buch zu kennen) für schlicht unmöglich. Das Problem dabei ist, dass sich der Leser möglicherweise Selbstvorwürfe macht und total entmutigt ist, wenn es nicht hilft nach dem Motto “Ich bin ein hoffnungsloser Fall”. Das bedeutet aber nicht, dass das Buch nicht hilfreich für viele Leser wäre.

      Wie auch erwähnt ist der Punkt “Marketing und Angststörungen” ein schwieriges Thema. Und mein Rat lautet, dieses Buch zu lesen und dabei positiv heranzugehen. Das sage ich auch sehr deutlich und explizit. Von daher ist dieser Bericht keinesfalls als negative Kritik am Buch von Klaus Bernhardt zu deuten. Es tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  10. Dirk sagt:

    Hallo Sebastian,
    Ich für meinen Teil kann sagen, das ich gerade dabei bin , dieses Buch gründlichst zu studieren. Auch die Übungen die hier beschrieben werden kann man gut praktizieren und die Herangehensweise klingt plausibel.
    Es soll hier eine positive Denkweise im Gehirn programmiert werden, was Du hier als MLP bezeichnet.
    Wenn man das nötige Kleingeld hat, kann man mit Herrn B.auch eine Sitzung via Skype oder Telefon buchen, außerdem bietet er auch Workshops an um seine im Buch vorgestellten Methoden zu vertiefen. Alles in Allem auch ein greifbarer Mensch mit eigener Praxis , wo man auch anrufen kann…
    Ganz im Gegensatz zu einem Herrn G., wo durch Gähnen die Ängste liquidiert werden sollen, Du weist sicher wen ich meine????Seine innovativen Methoden werden allerdings nicht von der Krankenkasse bezahlt, worauf er auch explizit hinweist, es sind alles privat zu zahlende Leistungen. Es steht dem Interessenten also frei ob Buch oder Einzelsitzung oder Workshop.Kurz und bündig eine meiner Meinung nach solide Geschichte, wie schnell und ob es hilft wird man sehen, ich werde die Übungen konsequent durcharbeiten und hier berichten, ob sich bei mir etwas verändert oder nicht, Gruss aus dem hohen Norden, Dirk

  11. Christopher sagt:

    Ich habe mir aufgrund der Rezensionen auf Amazon und aus Neugierde das Buch bestellt. Nach den ersten Seiten gestern bin ich allerdings etwas stutzig geworden:
    – andere Therapieformen funktionieren nicht oder sind sogar schädlich
    – die vorgestellte Methode funktioniert fast sicher und
    – ist total “easy” und
    – geht total schnell
    – oft ist die Rede von “bahnbrechenden Erkenntnissen”, die aber in der modernen Therapie ignoriert werden

    Ich habe mir dann die Rezensionen auf Amazon noch mal genauer angesehen. Da das Buch erst im Juli erscheint erschien sind die Rezensionen natürlich auch alle fast unmittelbar nach dem Erscheinen des Buches entstanden. Was auffällt ist, dass die Rezensionen alle das Buch und die Methode in den Himmel loben, wenig differenziert sind und sich keine längerfristigen Aussagen über die Wirksamkeit treffen (können).

    Für mich ergibt alles ein sehr seltsames Bild und erweckt kein Vertrauen. Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn ist nicht darum ginge, dass es bei Betroffenen falsche Hoffnungen wecken könnte, was ich moralisch für sehr bedenklich halte.

    Gibt es zum dem Buch von Autor dieses Blogs oder den Kommentatoren etwas neues?

  12. Solveig sagt:

    Hallo liebe Leute, ich komme nicht aus der Marketingabteilung von Herrn Bernhardt sondern habe selbst ca. 30 Jahre unter Panikattacken gelitten und wie belastend soetwas ist, aknn jeder Betroffene nachvollziehen. Über das Kennenlernen der Methoden des NLP – und das ist kein Hokuspokus sondern nutzt den neuesten Stand der Wissenschaft – habe ich in den letzten zwei jahren schon erste Fortschritte bei der Besserung meines Leidens erzielen können. Herr Bernhardt hat sich nun auf Angststörungen spezialisiert und Spezialisiertung verstärkt bekanntlich Wissen, Können und Ressourcen. Die ganzen Fachbücher für mein autodidaktisches Selbststudium haben mich schon eine Stange Geld gekostet und ich habe dieses Geld liebend gern ausgegeben. Jede klassiche Psychotherapie kostet auch Geld, auch wenn es von der Kasse übernommen wird. Aber grundsätzlich ist nichts umsonst und das Geld kommt auch nicht aus der Dachrinne geschwommen… In dem Buch für 24,90 Euro erfährt man schon eine Menge und wer sich etwas mit NLP auskennt, kann das schon mit der Umsetzung des Konzeptes zur Beseitigung der Panikattacken anfangen. Ansonsten gilt das gleiche wie beim Sport: nur über einen Salto zu studieren bringt noch keinen hervor. Es braucht einen Lehrer, der ermutigt, anleitet, korrigiert und bestätigt. Man gibt einem ABC-Schützen ja auch keinen Laster voll Bücher ind die Hand und lässt ihn dann alleine zu Hause lernen. Und Panikattacken sind nichts anderes als eine Lebenslektion für eine ganzheitliche persönliche Weiterentwicklung. Ich wünsche jedem Betroffenen viel Erfolg und die große Freude, die ich erfahren habe, als ich Stück für Stück freier wurde und wieder hingehen konnte, wohin ich wollte.

    • Sebastian sagt:

      Hallo Solveig,

      danke für deinen Kommentar. Wie sieht bzw. sah dein Leiden denn aus? Was hat sich seitdem verbessert. Und wie genau kann besagtes Buch dabei helfen? Ich habe es noch nicht gelesen und weiß immer noch nicht, wie genau das Konzept aussieht. Nur A.J. hat sich bislang geäußert und spricht von positivem Denken. Das ist sicher hilfreich, aber nichts wirklich neues. Wie sieht dieses einzigartige Konzept denn aus?

      Liebe Grüße.

      Sebastian

  13. Gia sagt:

    Hallo, würde auch gerne etwas dazu sagen:

    Bin Gestern via youtube auf dieses Buch bzw. diesen Herrn aufmerksam geworden. Da ich selbst seit meiner Kindheit an gelegentlichen und seit dem 20. Lebensjahr an massiven Panikattacken leide bzw. gelitten habe und im Endeffekt Nichts erfolgreich geholfen hat bin ich dementsprechend verzweifelt und hellhörig in Bezug auf “rettende Maßnahmen”!

    Mittlerweile leide ich seit 30 verd. Jahren daran. Etliche Therapien haben Nichts oder kaum etwas gebracht! Soweit kann ich Herrn Bernhardt nur zustimmen!
    Allerdings bin ich sprichwörtlich arm dabei geworden! Soweit ich konnte habe ich Alles versucht mich von diesen schrecklichen Ängsten ( später kamen auch Schmerzen und Depressionen etc. hinzu) zu befreien…ohne großen Erfolg. Kassenärztliche Therapien waren total nutzlos und im Gegenteil oft nahezu grausam! Selbstbezahlte Therapeuten netter und aufmerksamer, aber leider auch oft unbeholfen und machtlos. Literatur hat mir auch kaum weitergeholfen…dass mich meine Panik nicht umbringt war mir schnell klar…ist aber trotzdem ein extremst unangenehmes Gefühl. Man stirbt auch meist nicht bei einer Fahrt in der Achtbahn aber es gibt trotzdem jede Menge Menschen die gerne darauf verzichten!

    Um zum Punkt zu kommen: Was ich bis jetzt „kostenlos“ von Hernn Bernhardt mit auf den Weg bekommen habe, klang zumindest vernünftig..was auch schon viel wert ist!….allerdings war das jetzt auch etwas spärlich….die „richtigen Tipps“ gibt’s scheinbar auch wieder nur für Geld?!
    Man möge mich Eines Besseren belehren, falls ich falsch liege! Und das stört mich bei All den Versprechen…..Wundertherapeuten…oder wie auch immer man sie nennen soll?! Warum kann nicht mal ein ( ehemals Betroffener….das wird ja auch vielfach behauptet!) einfach völlig kostenfrei sein Wissen weitergeben? Wer die Hölle selbst durchlebt hat wie so viele mit diesen Ängsten, der will kein Geld dafür Anderen so zu helfen!! Das ist was mich immer wieder stutzig macht, wenn „was Neues in der Richtung auftaucht“! Ich würde nie die Verzweiflung Anderer so ausnutzen!!! Sollte ich es eines Tages schaffen die Zauberformel hierfür gefunden zu haben verspreche ich hiermit…bei meiner Seele…sie weltweit zu verstreuen…ohne einen Cent dafür zu wollen!!

    • Sebastian sagt:

      Hallo Gia,

      vielen dank für deinen Kommentar und deine ehrliche Meinung. 30 Jahre sind eine lange Zeit. Nur als Anregung: Versuche einmal “hinter” die Angststörung zu schauen. Vielleicht findest du hier Ansätze, um zu erkennen, was in deinem Leben (außer der Angststörung) nicht nach Plan läuft. Zudem bin ich ziemlich sicher, dass die Angststörung nach so langer Zeit chronifiziert ist. Die Denkmuster sind immer die gleichen. Das alles ist automatisiert. Doch man kann lernen, dieses automatisierte Denken zu verändern. Das ist mühselig und erfordert Zeit, aber es funktioniert.

      Meiner Meinung nach gibt es die Wundermethode eben nicht. Wenn es diese eine, einfache Wundermethode gäbe, wäre sie schon längst allseits bekannt. Letztlich können Ratgeber und dergleichen schon helfen. Aber nicht jedem. Und selten ist das ganz “easy”. Es ist Arbeit und der Weg oft beschwerlich. Das aber verkauft sich nicht gut. Darum suggeriert man oft gerne, man habe die ultimative Formel entdeckt. Das bedeutet nicht, dass das Produkt/das Buch schlecht ist oder niemandem nicht helfen könne. Aber so ganz unproblematisch ist diese Art der Werbung nicht. Da gebe ich dir recht.

      Lieben Gruß.
      Sebastian

    • A.J. sagt:

      Ich habe inzwischen üner die Hälfte des Buches gelesen und quasi bei der ersten Übung angelangt, die aber so weit ich den Rest überfliegen konnte, auch den Kern der Methode darstellt. Es geht kurz gesagt darum sein Gehirn durch positive Suggestionen auf allen Sinneskanälen umzukrempeln. Hintergrund davon ist, was in der Hirnforschung ja im Grunde schon länger bekannt ist und zwar, dass positive Gedanken für mehr positive Leistung sorgen (wird ja bspw im Sport zur Leistungssteigerung auch verwendet) – nur mit dem Ziel hier, eine längerfristige Umstrukturierung des Gehirns zu erreichen – kurz und knapp: Aus Angst und Panik wird Freude und Leichtigkeit ????
      Ich habe die Übung bisher 4 Tage in Folge gemacht und laut Buch sollte man nach ca. einer Woche eine allgemeine Stimmungsveränderung zum positiven erkennen sowie in den darauffolgenden Wochen immer weniger Angst.. Ich bleib dran und werde mich hier nochmal ausführlicher melden, sobald ich den inhaltlichen Wert des Buches brauchbar beurteilen kann, sprich aus eigener Erfahrung.

    • Michael sagt:

      Hallo. Kann dem leider nur zustimmen! Habe das Buch gelesen- und leider nichts wirklich Neues entdeckt!! Positives Denken alleine wird nicht helfen und in den meistenFällen ist das für viele mit einer ernsthaften Angsterkrankung einfach schlichtweg nicht möglich. Und ehrlich gesagt gibt es seit Jahrzehnten genug Bücher darüber. Darunter auch einige Bestseller. Kann man also billiger haben. Mir selbst hat nach vielen Jahren der Angst (aufgrund einer schlimmen Kindheit) die Liebe zu meiner mittlerweile jetzigen Frau geholfen. Sie hat mir drei wundervolle Kinder geschenkt und damit auch ein schönes neues Leben!!!

  14. A.J. sagt:

    Ich bin auch bei amazon sehr schnell auf diese neue Buch gestoßen und habe es vorgestern bestellt. Bin ebenfalls sehr gespannt, was mich erwarten wird. Ich stimme Dir zu, dass dieses Buch, sowie der Podcast, einem vermittelt hier die einzige und wahre Lösung in den Händen zu halten – mit einem Zeitfenster der Heilung in maximal 8 Wochen.
    Ich betrachte das mit Skepsis, weil ich es sehr gewagt finde. Und ich hoffe sehr, dass etwas an den, man kann schon fast sagen Versprechen, etwas dran ist, da die Suggestion über den Erfolg im Vorhinein vielleicht sehr niederschmetternd sein kann, wenn es eben nicht so hin haut wie es versprochen wird.

    Außerdem ist mir bekannt, dass es gekaufte amazon-Bewertungen zu dem Buch gab, die inzwischen von amazon gelöscht wurden – was ich ebenfalls zum Start eines Buches nicht soo seriös finde. Werbung ist eine Sache, aber wenn man sich seiner Methode sicher ist, sollte man sich darauf verlassen können, dass die guten Bewertungen von selbst kommen.

    Ansonsten findet man leider, bis auf der Website von Herrn Bernhardt, keinerlei Erfahrungsberichte über die Therapie bzw deren Erfolg..

    Herrn Bernhardts massive Kritik an im Grunde allen Therapieformen finde ich ziemlich gefährlich. Viele Menschen, die sich den Podcast anhören oder das Buch lesen, werden sich aktuell in einer dieser Therapien befinden, in die sie Hoffnung legen und Vertrauen gesetzt haben – das kann jemand mit solchen Äußerungen mit einem Schlag kaputt machen, was ich ehrlich gesagt ein wenig fahrlässig finde..

    Nun denn, ich werde mir das Buch dann mal zu Gemüte führen…

    • Sebastian sagt:

      Vielen dank für deinen Kommentar. Ich muss gestehen, dass ich nicht an die Leute gedacht haben, die sich bereits in Therapie befinden und aufgrund dieser Äußerungen Zweifel an der Qualität ihrer Therapie bekommen könnten. Allerdings sollte man eigentlich gefestigt genug sein, um nicht alles für bare Münze zu nehmen. Leider haben Menschen mit einer Angststörung aber (derzeit) nicht das größte Selbstbewusstsein.

      Letztlich finde ich es in Ordnung, auch gängige Therapiemethoden kritisch zu betrachten. Auch sie sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Erfolg aller Methoden hängt aus meiner Sicht oft (nicht immer und nicht ausschließlich) davon ab, wie es dem Therapeuten gelingt, den Patienten zu motivieren, aktiv etwas an seiner Situation zu verändern. Wir müssen wohl derzeit einfach akzeptieren, dass es keine Methode gibt, die jedem Menschen hilft. Man muss verschiedene Dinge einfach ausprobieren. Und dem einen oder anderen könnten Bernhardt’s Methoden vielleicht helfen. Derzeit weiß ich aber noch überhaupt nicht, wie diese aussehen. 😉

      Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Marketing in diesem Bereich ein zweischneidiges Schwert ist. Wenn man hingeht und sagt: “Hier ist ein neues Buch über Panikattacken. Vielleicht hilft es, vielleicht nicht”, wird es niemand kaufen. Das wäre ja auch extrem schade. Wo aber seriöses Marketing aufhört und Marktschreierei beginnt, vermag ich nicht zu sagen. Es ist schwierig.

      Letztlich bin ich gespannt auf das Buch. Wäre schön, wenn du uns eine kurze Rückmeldung gibst. Du wirst es sicher eher gelesen haben als ich. 😉

      Lieben Gruß.
      Sebastian

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