Sind Panikattacken gefährlich für das Herz?

Panikattacken gefährlich für das Herz?

Sind Panikattacken gefährlich für das Herz?

Wie kannst du unterscheiden, ob es sich um typische Panikattacken-Symptome handelt oder Anzeichen von einem Herzinfarkt? Hat man bei Panikattacken die gleichen Symptome wie bei einem Herzinfarkt? Und sind Panikattacken gefährlich für das Herz? Diese Fragen wollen wir hier und heute beantworten.

Hinweis: Ich bin kein Arzt und kann daher nur als Laie berichten. Einen Arztbesuch kann dieser Artikel nicht ersetzen und er sollte dich auch nicht davon abhalten, zum Arzt zu gehen.

Panikattacken die gleichen Symptome wie Herzinfarkt?

Eine Panikattacke geht meist mit einer erhöhten Herzfrequenz und steigendem Blutdruck einher. Viele Betroffene klagen über Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen oder (scheinbar) unregelmäßigem Herzschlag.

Das führt dazu, dass Betroffene während der Panikattacke oftmals befürchten, sie würden einen Herzinfarkt erleiden. Sie glauben, dass bei Panikattacken die gleichen Symptome auftreten wie bei einem Herzinfarkt.

Dabei unterscheiden sich die Symptome, welche durch Panikattacken ausgelöst werden in der Regel von denen eines Herzinfarkt. Der Herzinfarkt ist vor allem gekennzeichnet durch extrem starke Schmerzen, die meist in Arme oder Rücken ausstrahlen. Die Schmerzen sind so stark, dass man von einem “Vernichtungsgefühl” spricht.

Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Gerade bei Frauen müssen diese extremen Schmerzen nicht unbedingt vorkommen. Manchmal macht sich ein Herzinfarkt auch durch unspezifische Symptomen wie Übelkeit und Atemnot bemerkbar. Dann fällt es auf den ersten Blick schwer, zu unterscheiden, ob die Symptome durch Angst oder möglicherweise durch einen Herzinfarkt ausgelöst wurden.

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, den Notruf dann zu wählen, wenn diese unspezifischen Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten. Und wenn du diese Symptome während einer Panikattacke schon häufiger hattest, hast du sie in diesem Ausmaß ja bereits erlebt.

Als ich damals an der Angststörung gelitten habe, habe ich häufig Stiche in der Brust gehabt, die von Verspannungen im Rücken hervorgerufen wurden. Oftmals befürchtete ich, dass diese Stiche durch ein ernsthaftes körperliches Problem, im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt ausgelöst wurden.

Mein damaliger Internist teilte mir mit, dass in der Regel nicht das Herz für diese Symptome verantwortlich sind, wenn ich Schmerz so genau lokalisieren konnte. Bei einem Herzproblem wären die Schmerzen in der Regel nicht auf einen so kleinen Bereich beschränkt.

Ich bin kein Arzt und ich kann nicht beurteilen, inweiweit diese Behauptung zutrifft. Und doch hat mir dieser Hinweis geholfen, eine Unterscheidung zu treffen.

Sind Panikattacken gefährlich für das Herz?

Dein Körper bereitet dich auf den Kampf oder die Flucht vor, wenn du Angst bekommst. Ob die Angst begründet ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Deshalb steigt in der Regel die Herzfrequenz sowie der Blutdruck, wenn du eine Panikattacke bekommst.

Und dann stellen sich viele Betroffene die Fragen: “Sind Panikattacken gefährlich für das Herz? Wird das Herz geschädigt, wenn es immer wieder diesen Belastungen unterzogen wird?”

Zunächst einmal sind gelegentliche Blutdruckanstiege und ein hoher Puls vollkommen unproblematisch. Wenn ich intensiv Sport treibe, steigt mein Blutdruck schon einmal in schwindelerregende Höhen und auch ein Puls von 150 ist kein Problem. Wie dir bekannt sein dürfte, ist Sport sogar gesund. Du stärkst damit dein Herz-Kreislaufsystem.

Vorübergehende Belastung durch Sport ist gesund – wenn dein Herz jedoch ständig galoppiert, dann kann das deinem Herzen mit der Zeit möglicherweise schaden.

Wenn du ständig Angstzustände und Panikattacken hast oder einen permanent hohen Angstpegel aufweist, so wird dieser Zustand mit der Zeit zu einer Belastung für dich. Angst bedeutet auch Stress und Stress kann erwiesenermaßen beispielsweise zu (vorübergehenden) Herz-Rhythmusstörungen führen.

Aber: Das heißt nicht, dass das passieren wird. Gelegentliche Panikattacken halte ich als interessierter Laie für vollkommen ungefährlich. Steht man dauernd unter Strom/Stress/Angst, so kann das mit der Zeit (MUSS ES ABER NICHT) auch Folgen für dein Herz haben.

Ich habe jahrelang dauernd Angst und Panikattacken gehabt, ich war ständig angespannt und gestresst und es hat keine Auswirkungen auf mein Herz gehabt. Ich will dir also keineswegs zusätzlich Angst machen.

Was kannst du tun?

Ich kann mir vorstellen, dass du nun sagst: “Na toll, und was soll ich bitte machen? Ich kann die Angst ja nicht von heute auf morgen wegzaubern. Und wenn tatsächlich mit der Zeit Panikattacken gefährlich für das Herz werden können, dann macht mir das sehr wohl noch mehr Angst.”

Noch einmal: Ich möchte dir keine Angst machen, aber ich muss auch ehrlich sein. Und du kannst etwas dagegen tun – du kannst für einen Ausgleich sorgen.

1. Sorge für regelmäßige Entspannung

Um Stress und Anspannung abzubauen, solltest du für Entspannung sorgen. Während der eine bei der Gartenarbeit abschalten kann, malt oder musiziert ein anderer. Der nächste puzzelt, geht in die Saune oder bügelt. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du dabei entspannen kannst.

Zusätzlich solltest du über die REGELMÄßIGE Anwendung einer Entspannungstechnik nachdenken. Eine Übersicht über verschiedene Entspannungstechniken findest du hier.

2. Mache Sport

Auch Sport wirkt entspannend auf Körper, Geist und Seele. Zudem stärkt Sport dein Herz. Daher solltest du nicht darauf verzichten.

Wenn du unsicher bist, ob du körperlich wirklich dazu in der Lage bist, kannst du einen Checkup beim Arzt deines Vertrauens machen. Und wenn du das “Go” bekommst, dann finde einen Sport, der dir Spaß macht (bzw. der dich nicht ganz so viel Überwindung kostet, wenn du ein Sportmuffel bist) und auch hier gilt wieder: Eine gewisse Regelmäßigkeit ist wichtig.

Mit Entspannung und Sport triffst du Vorsorge, dass dein Herz gesund bleibt. Indem du hier aktiv wirst fühlst du dich wahrscheinlich schon besser. Und letzten Endes willst du die Angststörung sicher ohnehin loswerden.

Wie dir das gelingen kann – darüber sprechen wir im kostenlosen E-Mail-Coaching. Klicke hier für weitere Infos.

Lieben Gruß.

Sebastian

PS: Noch einmal der Hinweis: Ich bin kein Arzt. Ohnehin kann ein Arztbesuch durch keinen Artikel der Welt ersetzt werden.

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