Panikattacken Symptome: Angst-Symptome verstehen

Das Herz rast, man bekommt kaum Luft, fängt an zu zittern und schwitzt. Panikattacken-Symptome sind mehr als nur unangenehm – schließlich befürchten Betroffene oftmals, durchzudrehen, ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben.

Und immer bleibt der Zweifel: Sind das wirklich Angst-Symptome oder steckt nicht doch etwas ganz anderes dahinter? Wie kannst Du sicher sein, dass keine andere Erkrankung dahintersteckt? Was unterscheidet psychisch bedingte Beschwerden von körperlichen Anzeichen? Kann man ohnmächtig werden oder daran sterben?

Und was für Symptome können überhaupt auftreten, wenn man Panikattacken hat? Im folgenden Artikel versuchen wir Antworten auf diese Fragen zu finden.

Angst-Symptome Erfahrungen

Ich stand und stehe in Kontakt mit tausenden Menschen, die an Panikattacken leiden. Mit Hunderten davon habe ich eng zusammengearbeitet. Ich hatte aber auch selbst eine massive Angststörung, die mit ständigen Panikattacken einherging.

Und aufgrund dieser Erfahrungen weiß ich, dass Panikattacken-Symptome große Angst machen können. Man fragt sich oftmals: “Sind das wirklich Angst-Symptome oder steckt nicht doch vielleicht was ganz anderes dahinter?”

Wir schauen uns später noch an, wie Du Dir sicher sein kannst, dass ausschließlich Angst hinter diesen Beschwerden steckt. Nun geht es zunächst einmal darum, verschiedene Angst-Symptome einmal aufzulisten. Dabei haben wir uns nicht allein auf meine Erfahrungen verlassen – wir haben auch 5.000 Menschen gefragt, welche Symptomatik sie bei sich beobachten können, wenn sie eine Panikattacke bekommen.

Angst-Symptome-Auflistung

Die Angst-Symptome, die bei einer Panikattacke auftreten können, sind sehr vielfältig. Es gibt eher typische Symptome und auch Beschwerden, die individuell sehr verschieden sein können. Doch jedes der folgenden Symptome kann einzig und allein durch Deine Psyche ausgelöst werden.

Schauen wir uns nun einmal Symptome von Panikattacken an. Dazu zählen…

  • Herz: Herzrasen / hoher Puls / Herzklopfen bis zum Hals / Herzstolpern /unregelmäßiger Herzschlag
  • Kopf: Druck im Kopf /„Watte“ im Kopf / wie im Nebel / matschiges Gefühl im Kopf / Kopfschmerzen
  • Schwindel / Gefühl bewusstlos zu werden, Gefühl umzukippen
  • Gehen  Stehen: Gangunsicherheit / Gefühl der Instabilität / weiche Knie
  • Hals / Mund: Schluckbeschwerden / Globusgefühl / trockener Hals, trockener Mund / Schmerzen im Hals
  • vermehrter Speichelfluss
  • Brust / Atmung: Engegefühl in der Brust / Brennen in der Brust, Atemnot, Gefühl, keine Luft zu bekommen, Kurzatmigkeit, hyperventilieren, Gefühl zu ersticken
  • Sehstörungen: zum Beispiel Augenflimmern / alles wie durch einen Nebelschleier sehen / verschwommenes Sehen
  • Magen und Darm: Magenschmerzen, Bauchschmerzen / Durchfall, vermehrter Stuhlgang / Verstopfung /Blähungen / Übelkeit bis hin zum Erbrechen
  • Blase: vermehrtes Wasserlassen (starker Harndrang)
  • Haut: Kribbeln / Taubheitsgefühle/ Hautjucken, Kopfjucken
  • Hitze / Kälte: Schweißausbrüche, Hitzewallungen / Kälteschauer / kalter Schweiß, Handschweiß / kalte Hände, kalte Füße
  • muskuläre Probleme: Verspannungen im ganzen Körper / Muskelzucken / Rückenschmerzen
  • Unruhe: innere Unruhe, Nervosität / körperliche Unruhe, Bewegungsdrang
  • Ohren: Tinnitus, Ohrenklingeln, Ohrensausen / Druck auf den Ohren / Gefühl, dass sich ein oder beide Ohren verschließen
  • allgemeines Unwohlsein / Schwächegefühl / Beklemmungsgefühl
  • Weinkrampf, weinen / extreme Müdigkeit, Erschöpfung (meist am Ende einer Panikattacke)
  • Konzentrationsprobleme / Sprachprobleme / Wortfindungsstörungen
  • Tunnelblick
  • Zittern am ganzen Körper
  • hoher Blutdruck / Anstieg der Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, Nerven zum Zerreissen gespannt

Du siehst, dass die Symptome bei Panikattacken den ganzen Organismus betreffen können und außerordentlich vielfältig sein können. Neben diesen körperlichen Angst-Symptomen, gibt es zusätzlich Symptome auf der gefühlsmäßigen und gedanklichen Ebene, welche die Angst weiter verstärken. Zu diesen gehören:

  • Fluchtgedanken / “Ich weiß nicht, wohin mit mir!”
  • Angst körperlich schwer krank zu sein
  • Angst durchzudrehen / Angst verrückt zu werden
  • Angst vor Herzinfarkt
  • Gefühl der Unwirklichkeit / Derealisation
  • Angst die Kontrolle zu verlieren
  • Angst in Ohnmacht zu fallen
  • Angst zu Sterben

Diese Gedanken und Gefühle befeuern die Panikattacke.

Das passiert, wenn Du Angst bekommst

Bevor wir dazu übergehen, zu besprechen, warum typische Panikattacken-Symptome auftreten, müssen wir uns kurz den Teufelskreis der Angst anschauen.

Wenn Du Angst bekommst (egal wovor), werden Hormone ausgeschüttet, wodurch sich der Blutdruck erhöht und sich der Herzschlag beschleunigt. Die Pupillen weiten sich, die Muskeln sind angespannt.

Alle verfügbare Energie wird dem Körper bereitgestellt, um ihn in die Lage zu versetzen, zu kämpfen oder zu fliehen. Das macht ja auch Sinn, wenn man sich vorstellt, Du befindest Dich wirklich in einer gefährlichen Situation. Bei einer Panikattacke befindest Du Dich in der Regel nicht in einer gefährlichen Lage und nutzt diese Energie nicht.

Du bemerkst diese körperlichen Veränderungen und deutest sie als etwas Gefährliches, wie den Vorboten eines Herzinfarkts. Vielleicht interpretierst Du sie auch als Angstsymptome, hast aber Angst vor der Panikattacke selbst.

Wie dem auch sei: In jedem Fall erzeugen die Symptome, welche durch die anfängliche Angst ausgelöst werden, noch mehr Angst. Die Symptome verstärken sich und neue kommen hinzu. Das wiederum wird oft als Bestätigung dafür angesehen, dass was Schlimmes dahinter steckt und geboren ist eine Panikattacke vom feinsten. Das bezeichnet man auch als “Teufelskreis der Angst”.

Typische Panikattacken-Symptome

Jetzt haben wir schon eine Erklärung für einige typische Symptome von Panikattacken. Wenn man Angst bekommt, steigt der Blutdruck und der Puls. Von daher ist Herzrasen fast immer bei einer Panikattacke dabei.

Auch der Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur sowie  damit einhergehende Schweißausbrüche und Hitzewallungen sind direkt durch die Angst erklärbar. Und die Anspannung der Muskulatur bringt weitere Beschwerden mit sich wie körperliche Unruhe, Verspannungen und Muskelzucken.

Weitere typische bzw. sehr häufig auftretende Symptome bei Angstzuständen und Panikattacken sind Zittern, Kribbeln am Körper, Schwindel, Schluckbeschwerden/Kloß im Hals, innere Unruhe, Atemnot, hyperventilieren, Flimmern vor den Augen und Ohrensausen.

Auch ein Engegefühl in der Brust ist keine Seltenheit, wenn man eine Panikattacke bekommt, wodurch sich die Angst vor einem Herzinfarkt oft einstellt.

Darüber hinaus kann man das Gefühl bekommen, durchzudrehen, verrückt zu werden, manche bekommen Angst, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben. Oftmals mit dabei ist auch ein allgemeines Gefühl der Überforderung.

Diese Symptome sind bei Panikattacken sehr häufig zu beobachten und vollkommen normal, sofern man bei einer Angststörung von “Normalität” sprechen kann.

Angst-Symptome können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Einige Betroffene haben immer wieder die gleichen Beschwerden, während diese bei anderen variieren. Und dass die Symptome mitunter variieren, macht es nicht besser. Man fragt sich unwillkürlich: “Sind das wirklich Panikattacken Symptome? Könnte nicht doch etwas ganz anderes dahinter stecken?” Zu diesem Punkt gleich mehr.

In jedem Fall gibt es kaum ein Symptom, welches nicht durch eine Angststörung bzw. die mit einer Angststörung einhergehende Anspannung ausgelöst werden könnte.

Panikattacken-Symptome Dauer

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Die Dauer einer Panikattacke kann stark variieren. Manchmal ist man in der Lage, sich relativ schnell zu beruhigen, manchmal dauert es etwas länger. In den meisten Fällen ist die Panikattacke nach etwa 30 Minuten vorüber. Ich selbst habe aber auch schon deutlich längere Panikattacken durchleben müssen.

Einige Betroffene sprechen sogar von stundenlangen Panikattacken. Das liegt meist daran, dass ein dauerhaft hoher Angstpegel besteht, der ebenfalls starke Symptome mit sich bringen kann. Eine echte Panikattacke liegt in der Regel nicht vor, man befindet sich eher kurz davor, was für Betroffene manchmal noch belastender ist, als eine Panikattacke selbst. Einige empfinden eine Panikattacke dann sogar als Erleichterung, da die Angst danach endlich abflaut.

Die Angst-Symptome können in solchen Fällen stundenlang bestehen und es fühlt sich so an, als hätte man eine ewig lange Panikattacke.

Und Panikattacken-Symptome danach?

Ist die Panikattacke vorüber, normalisiert sich der Herzschlag, der Blutdruck sinkt und die Pupillen sind nicht mehr so stark geweitet. Meist stellt sich eine extreme Müdigkeit und Erschöpfung ein. Betroffene fühlen sich wie gerädert. Auch die Müdigkeit kann weitere Beschwerden wie Konzentrationsprobleme oder ein Zittern mit sich bringen.

Außerdem sind danach immer wieder Symptome zu beobachten, die der extremen Anspannung und dem mit der Angst einhergehenden Stress geschuldet sind: Kopf- und Rückenschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus), Flimmern vor den Augen, innere Unruhe, Schwächegefühl und Magenprobleme.

Dabei besteht die Gefahr, dass diese Symptome wiederum als nicht normal interpretiert werden und Angst hervorruft. Betroffene haben in diesem Falle manchmal das Gefühl, als würde die Angst bzw. die Panikattacke nicht vorübergehen.

Sind das wirklich Angst-und-Panikattacken-Symptome?

Sind diese Symptome bei Panikattacken normal?

Immer wieder erhalte ich Kommentare oder E-Mails, die mir die Frage stellen: “Ich habe dieses oder jenes Symptom. Wird das wirklich durch eine Panikattacke ausgelöst? Ist das normal?” 

Sind das wirklich Symptome einer Angststörung? Ich kann diese Frage sehr gut nachvollziehen, da ich mir diese viele Mal selbst gestellt habe.

Ich hatte in meinem Leben wahrscheinlich hunderte von Panikattacken. Und irgendwie war mir schon klar, dass ich diese überstehen würde, schließlich habe ich das viele Male durchgemacht. Doch IMMER war die Panik mitsamt ihrer Symptomatik schlimm, jedes Mal wieder aufs Neue.

Und immer wieder habe ich daran gezweifelt, ob es nicht doch eine körperliche Ursache dafür gab. Auch nach unzähligen Angstzuständen war der leise Zweifel dabei, ob Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel und Zittern nicht doch Anzeichen für etwas Ernstes waren. Diesmal könnte es ja doch vielleicht was anderes sein!

Ja, es ist ein großes Problem, dass die Im Zuge von Panikattacken auftretenden Beschwerden auch bei (ernsten) körperlichen Problemen auftreten können.

Ein Engegefühl in der Brust, Herzrasen, Schweißausbrüche und Atemnot könnten schließlich auch auf ein Herz-Kreislauf-Problem – Kribbeln, Zittern oder Schwindel könnte auf eine neurologische Erkrankung hindeuten.

Du musst doch langsam wissen, dass das nichts Ernstes ist!

Viele Betroffene bekommen diesen gut gemeinten Ratschlag. Wenn man diese Panikattacken-Symptome doch schon so oft erlebt hat, weiß man doch, dass man sie überleben wird. Ja und nein…

Natürlich sagt man sich schon irgendwie: “Das ist nur Angst und Du wirst das auch diesmal überstehen.” Es bleibt aber immer ein leiser Zweifel, denn wer kann uns denn GARANTIEREN, dass es diesmal nicht anders ist? Und auch wenn man sich der Angst bewusst ist, fürchtet man manchmal dass andere die Panik bemerken oder die Kontrolle zu verlieren.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Angstattacken-Symptome nicht immer identisch sind. Sie variieren nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern manchmal auch von Panikattacke zu Panikattacke.

Es gibt vielleicht bestimmte Leitsymptome, die (fast) immer auftreten. Während der eine vor allem mit Hyperventilation zu kämpfen hat, ist es beim anderen hauptsächlich Schwindel. Aber wie gesagt: Die Symptome können verschieden sein oder fühlen sich manchmal anders an und das verstärkt die Unsicherheit.

Aber wie findet man jetzt heraus, ob nichts anderes dahinter steckt?

Angstattacken-Symptome oder doch etwas anderes?

Es bleibt immer ein Hauch von Unsicherheit. Schließlich gibt es keine Garantie dafür, dass nicht diesmal doch ein Herzanfall oder was anderes Ernstes dahinter steckt, auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist. Folgende Fragen können Dir dabei helfen, herauszufinden, ob das alles wirklich nur Angst ist.

  • Befindest Du Dich in einer Situation, in der Du Dich oftmals unwohl fühlst oder sogar immer wieder Panikattacken bekommst?
  • Hattest Du ursprünglich vor einem bestimmten Objekt (z.B. einer Spinne) Angst?
  • Ist der Angst ein Gedanke vorausgegangen, der die Panik ausgelöst hat (z.B. hoffentlich sage ich in dieser Situation nichts Dummes)?
  • Hast Du eine bestimmte körperliche Veränderung bemerkt (z.B. ein Stechen, Ziehen, Kribbeln) und das als gefährlich interpretiert (das ist bestimmt was Schlimmes!)?

Beantwortest Du nur eine dieser Fragen mit “ja” ist die Wahrscheinlichkeit riesig, dass es sich um Angst-Symptome handelt.

Lass Dich untersuchen…

Die meisten Menschen mit einer Angststörung haben schon alle möglichen Untersuchungen vornehmen lassen. Falls aber noch nicht geschehen, so solltest Du Dich einmal gründlich untersuchen lassen. Nicht deshalb, weil ich befürchte, dass etwas Schlimmes dahinter steckt, sondern weil das die Akzeptanz steigert, dass allein die Psyche diese Symptome auslöst.

Befürchtest Du beispielsweise ein Problem mit dem Herzen, so solltest Du Dich zu einem Kardiologen begeben. Ein normales EKG, ein 24 Stunden-EKG, ein Belastungs-EKG sowie eine Blutdruckmessung sind schmerzfrei und geben in den allermeisten Fällen einen Hinweis darauf, FALLS tatsächlich etwas nicht in Ordnung ist.

Bei Abklärung von Symptomen wie Zittern, Schwindel, Ohrensausen und Kribbeln wäre der Neurologe bzw. der HNO-Arzt der richtige Ansprechpartner.

Eine gründliche Untersuchung kann Dir zumindest etwas Sicherheit geben und hilft Dir, Dich im Falle einer Panikattacke beruhigen zu können. Die absolute Garantie gibt es aber leider nicht. Du müsstest schon den ganzen Tag, 365 Tage im Jahr am Überwachungsgerät hängen. Und das willst Du sicher nicht.

Also bleibt einem nur übrig, mit diesem Rest an Ungewissheit zu leben. Bitte behalte folgendes im Kopf:

  1. Symptome, welche durch ein ernstes körperliches Problem auftreten, verschwinden nicht einfach, solange die Ursache noch besteht. Sie werden in der Regel schlimmer.
  2.  Treten die Symptome nur in bestimmten Situationen auf (die Dir Angst machen), ist das ein wichtiges Indiz dafür, dass kein körperliches Problem dafür verantwortlich ist.
  3. Manche haben einen ständig hohen Angstpegel, der sich nicht auf bestimmte Situationen beschränkt und längst nicht immer gipfelt die Angst in Panikattacken – beispielsweise, wenn die generalisierte Angststörung im Spiel ist. Die ständige Anspannung kann ebenfalls vielfältige Symptome hervorrufen, wie Nervosität, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Flimmern vor den Augen oder Stiche in der Brust. Darum solltest Du einen Weg finden, um die mit Angst immer verbundene Anspannung zu reduzieren, beispielsweise durch das Erlernen einer Entspannungstechnik wie die progressive Muskelentspannung oder Meditation.

Wenn Du aufwachst und Dir nichts weh tut…

…dann kannst Du sicher sein, Du bist tot. Kennst Du diesen Spruch, der gerne mal im Zusammenhang mit voranschreitendem Alter und körperlichen Wehwehchen genannt wird?

Was ich Dir damit sagen will? Jeden Menschen sticht es mal, es zwickt mal hier und kribbelt mal dort. DAS IST VOLLKOMMEN NORMAL.

Du bist ein Lebewesen und keine Maschine. Zum Problem werden diese Wehwehchen erst dadurch, dass Du diese körperlichen Regungen als gefährlich interpretierst – diese dramatisierst. Erst diese Interpretation erzeugt Angst, was mitunter zu Angstattacken führt.

Die Angst vor Ohnmacht

Ich habe Angst ohnmächtig zu werden!

Zu der Angst vor Ohnmacht möchte ich noch kurz ein paar Worte verlieren, da ich immer wieder gefragt werde: “Ich habe so große Angst ohnmächtig zu werden oder Angst umzukippen. Was soll ich tun?”

Mir ist so gut wie kein Fall bekannt, bei dem eine Panikattacke zur Ohnmacht geführt hat. Ich bin kein Mediziner, aber Panikattacken und Ohnmacht widersprechen sich im Grunde. Eine Ohnmacht entsteht dann, wenn das Gehirn plötzlich nicht mit genug Blut und Sauerstoff versorgt wird.

Bei Panikattacken steigt der Blutdruck. Das Blut schießt quasi durch den Körper, so dass eine Unterversorgung des Gehirns nahezu unmöglich ist. Die Angst vor Ohnmacht bei Panikattacken ist im Grunde unbegründet.

Allenfalls, wenn man hyperventiliert könnten die Lichter kurz ausgehen. Da man beim Hyperventilieren durch schnelles und tiefes Atmen immer mehr Sauerstoff in die Lungen pumpt, ist irgendwann eine Grenze erreicht. Durch eine Ohnmacht normalisiert sich die Atmung, man kommt wieder zu sich und das wars es.

Um das zu verhindern, kannst Du in eine Papiertüte atmen. Hast Du keine zur Hand, dann achte darauf, dass Du länger aus- als einatmest. Zähle beim Einatmen bis 2 und beim Ausatmen bis 5. So sorgst Du dafür, dass sich sich Co2 oder Sauerstoff wieder im Gleichgewicht befinden.

Angst durchzudrehen oder verrückt zu werden

Ich habe Angst durchzudrehen und Angst verrückt zu werden!

Auch die Angst durchzudrehen oder verrückt zu werden, ist unbegründet. Eine Angststörung führt nicht zu einer Psychose, Schizophrenie oder Wahnerkrankungen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Es ist richtig, dass Menschen mit diesen Vorerkrankungen verstärkt Angst haben. Du löst aber durch die Angststörung keine solche Erkrankung aus.

Und ich kann die Angst durchzudrehen sehr gut nachvollziehen. Wenn man Panikattacken hat, kann man kaum einen klaren Gedanken fassen und sich nur schwer auf die Umwelt konzentrieren. Man weiß einfach nicht, wohin mit sich und denkt: “Ich halte das nicht mehr aus!” Du wirst aber nicht durchdrehen und die Kontrolle verlieren. Auch wenn diese Angst nachvollziehbar ist: Du wirst die Panikattacken immer überstehen.

Panikattacken sind furchtbar, aber ungefährlich. Dir passiert nichts. Egal was Du tust, Du wirst die Panik überstehen und vor allem Du wirst sie überleben.

Was Du für Dich mitnehmen solltest

Es kam vor, dass bei einer kleinen Zahl meiner Klienten tatsächlich ein körperliches Problem festgestellt wurde. Mal hat man ein kleines Schilddrüsenproblem festgestellt oder eine leichte Herzklappenschwäche. Bislang war es nie etwas ernstes und nichts, was die (alleinige) Ursache für die Symptome war.

Und aus dieser Erfahrung kann ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine ernste körperliche Erkrankung im Allgemeinen sehr, sehr gering ist. Merke:

  • Es gibt kaum ein Symptom, welches nicht durch die Psyche ausgelöst werden.
  • Du wirst nicht durchdrehen oder verrückt werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht in Ohnmacht fallen.
  • Lasse diese Symptome ärztlich abklären, um Dir die notwendige Sicherheit zu holen.
  • Lerne mit einem gewissen Restrisiko zu leben.
  • Panikattacken sind nicht gefährlich.

Die Garantie dafür, dass es sich bei den Beschwerden ausschließlich um Symptome handelt, die durch Angst ausgelöst werden, bekommt Ihr, wenn mit der Angststörung auch die Symptome verschwinden und dabei möchte ich Euch helfen…

Was kannst Du gegen Panikattacken-Symptome tun?

bereits 22.372 kostenlose Downloads

Panikattacken-Symptome werden durch Panikattacken hervorgerufen, die wiederum (meist) Teil einer Angststörung sind. Um die Symptome loszuwerden, heißt es, die Angststörung zu überwinden.

Dabei kann Dir mein E-Mail-Coaching helfen. Du kannst Deine E-Mail-Adresse hier eintragen und bekommst von mir kostenlos hilfreiche Tipps per E-Mail. Gleich nach der Anmeldung kannst Du die 2 kleinen Ebook-Ratgeber “Erste Hilfe bei Angst und Panikattacken” sowie Psychisch krank – Das sollten Sie wissen” herunterladen. Alles vollkommen gratis.

Klicke hier und lass uns gemeinsam daran arbeiten, Panikattacken und ihre Symptome zu überwinden.

Ich freue mich darauf.

Welche Symptome hast Du? Warum machen Dir die Symptome so große Angst? Was befürchtest Du, könnte statt einer Angststörung dahinter stecken?

Nutze die Kommentarfunktion. Ich antworte sicher!

Deine E-Mail-Adresse wird übrigens nicht veröffentlicht und Du kannst nur Deinen Vornamen verwenden oder einen Fantasienamen wählen.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

Diese Beiträge könnten Dir auch gefallen...

170 Kommentare

  1. Angelika sagt:

    Habe seit 8 Jahren Angst…Angst zu sterben ,Angst vor Herzinfarkt…neu hinzu kommt im Gesicht komisch Gefühl das ich gar nicht beschreiben kann…
    Habe schon viele Therapien gemacht ,ob stationär oder ambulante…Hypnose schon gemacht …
    Komme nicht mehr weiter u es nervt mich total …

  2. Alice sagt:

    Hallo! Ich fasse mir jetzt auch mal ans Herz und würde gerne meine Geschichte teilen. Ich hatte von Kind auf Probleme mit Angst und Panik. Vor einigen Jahren bekam ich Panikattacken weil ich Angst hatte zu sterben. Das beruhigte sich. Dann kamen vor ca 3 Jahren andere Panikattacken bei denen ich fast garnicht mehr aus dem Haus ging. Ich glaube das nannte man derealisation. Da war ich bei einer Psychologin und bin Schluss endlich meiner Angst entgegen getreten und ins Ausland gegangen. Seitdem habe ich was das angeht kaum noch Probleme. Soweit so gut ich hoffe das zu mindestens macht anderen Hoffnung! Ich war sehr sehr glücklich und ausgelastet. Einfaches bummeln durch die Stadt, Zeit für mich und Kontakt mit anderen machten mich sehr glücklich. Ich war sehr ausgeglichen. Meinen Freund gehörte der Laden in dem ich in der Zeit arbeitete. Wir lernten uns nach 3 Jahren näher kennen und lieben und ich habe noch nie eine derart tolle und glückliche Beziehung geführt. Im August diesen Jahres began ich dann ein duales Studium mit Schwerpunkt Vertrieb. Das heisst zu meinen 4 Tagen arbeiten in der Agentur kamen 2 Tage Berufsschule sowie Uni Freitag abends und samstags von morgens bis nachmittags. Nebenbei habe ich noch 3x die Woche eine Reitbeteiligung und meine Familie und meinen Freund. Ich versuchte es jedem recht zu machen und die Balance zu halten. Nach und nach fiel mir auf dass ich nichts mehr richtig bewusst machte, alles was zählte war nur noch wie schnell ich damit fertig würde um dann ins Bett zu können. Ich bin kaum noch draußen beim arbeiten keine Pause und nur drinnen. Dazu kam das mein Ausbilder kaum Zeit hatte mich mit auf Termine zu nehmen. Ich fing an Stunden zu zählen und weiter sprinten zu können. Vor ein paar Wochen dann nahm ich zusätzlich für ein paar Tage einen Hund bei meinen Eltern auf. Ich gab mich so sehr diesem Hund hing dass ich mich plötzlich erschrak meinen Freund vergessen zu haben. Statt an Ihn dachte ich nur an den Hund. Ich freute mich dass er den Hund vorbei brachte aber nicht ihm selbst. Der Hund ging nach einer Woche wieder nach Hause. Und dann fingen plötzlich meine Panikattacken an. Ich hatte plötzlich fürchterliche Angst, dass ich meinen Freund nicht mehr lieben könnte. Seitdem gab es ein paar gute Tage in denen ich in ruhigen Momenten meine Gefühle für Ihn deutlich spüren könnte aber seitdem zwingt mich meine Angst die ganze Zeit etwas fühlen zu müssen wenn ich Ihn sehe aber ich bin so durch diesen Knoten im Bauch und Unwohlsein blockiert dass ich nichts fühlen kann und das macht mich panisch. Ich machte mir vor wen anders anzusehen und sofort was zu fühlen. Ich hatte das Gefühl ihm nur zu schreiben oder an Ihn zu denken weil ich mich selbst daran erinnerte das jetzt tun zu müssen. Gestern hatte ich meinen absoluten Tiefpunkt. Entweder ich heule plötzlich los oder ich fühle nur noch diesen dumpfen Stein im Bauch. Da sein Geburtstag ansteht wollte er zu seinen Eltern fahren. An meinen Tiefpunkt war ich zwei mal drauf und dran zu sagen ich kann nicht mit das wird mir zu viel. Die ruhigen Momente gibt es nicht mehr. Wenn ich an Ihn denke bekomme ich Panik. Wenn ich bei ihm bist könnte ich mich vorher immer beruhigen und klar etwas für Ihn fühlen und war froh. Jetzt ist da nur noch ganz verdeckt und kleinlaut die letzte sichere Stimme die weiss wie wichtig er mir ist und dass er mein absoluter Traumkerl ist. Ich war schon immer weiter im kopf als andere in meinem Alter. Er ist 14 Jahre älter aber vom Kopf her sind wir auf einer Wellenlänge. Ich liebe mein zu Hause aber auch seine Wohnung daher fahre ich jeden Abend zu ihn weil ich da besser abschalten kann auch wenn jetzt mein inneres keine Ruhe mehr findet. Wenn jemand dann sagt ob es vielleicht an meiner Beziehung liegt ob ich vielleicht ihn nicht mehr liebe oder Schluss machen sollte bekomme ich direkt wieder eine Panik Attacke. Genauso wie der gedanke dass ich mir selber evtl was vor mache und mir diese beziehung aufzwinge. Ich versuche dann panisch klarheit zu finden aber erzeugt mal auf krampf das gefühl von liebe und Sicherheit im bauch. Ich kann seine Nähe nicht geniessen obwohl ich sie dann doch suche. Vielleicht kann mir hier ja jemand weiter helfen oder ein gutes Buch empfehlen. Ich bin einfach ziemlich unglücklich und nur noch unter Strom. Sobald ich aufwache geht das Gedanken Karussell wieder los und ich fühle mich unter Strom. Ich habe sozusagen kein Bauchgefühl mehr nur noch viel oder wenig Panik. Jeder mit dem ich darüber Rede sagt mir sofort dass sie kein Zweifel an meinem Gefühlen gür ihn haben sondern dass mein aktueller lebensstil mir einfach zu viel wird. Es ist einfach zum mäusemelken – ich weiss leider nicht mehr weiter. Sorry für diesen wahnsinnig langen kommentar++

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Liebe Alice,

      zunächst einmal hast Du Dir scheinbar etwas zu viel aufgehalst. Von daher würde ich Dir den Tipps geben wollen, ein wenig langsamer zu machen und auch mehr für Dich zu tun. Was macht Dir Freude? Sport wäre zum Beispiel eine gute Idee.
      Es kann natürlich sein, dass Du Deinen Freund nicht mehr so liebst, wie es sein sollte. Vielleicht findest Du wegen all dem Stress aber gerade keinen wirklichen Zugang zu Deinen Gefühlen. Die Antwort auf diese Frage kannst Du nicht erzwingen. Du musst doch jetzt keine Entscheidung treffen. Setze Dich nicht so unter Druck, lasse die Antwort kommen, kümmere Dich vor allem jetzt ein wenig um Dich. Der Rest kommt mit der Zeit…

  3. Maggie sagt:

    Hi,
    ich Kämpfe schon seit meiner Pubertät mit Panikatacken. Damals wurde alles durchgecheckt. Am Ende hatte ich eine Überweisung an eine Verhaltenstherapeutin. Das hat sehr gut geholfen. Ich kam mit meinen Attacken klar, die auch immer weniger wurden. Mittlerweile bin ich 27. Vor 3 Wochen hatte ich auf Arbeit das Gefühl ich kippe um, fing an zu zittern. Meine Kollegen riefen den Notarzt. Im Krankenhaus stellten sie erstmal nichts fest. Später kam der Arzt nochmal und meinte er hätte etwas entdeckt das aber nicht schlimm sei und viele Menschen hätten. Sie wollten mich über das Wochenende da behalten. Ich wollte aber nach Hause. Sie ließen mich gehen mit einem Brief für meine Hausärztin. Ich ging nach dem Wochenende zu meiner Hausärztin, die meinte es wäre alles in Ordnung wäre alles nur psychosomatisch. Seit dem quälen mich wieder meine Ängste wie früher. Angefangen hat es die ersten Tage das ich Herzrasen bekam und mich rein steigerte bis zu einer Panikatacke. Jetzt ist es Übelkeit, Druck in der Magengegend, das Gefühl keine Luft zu bekommen und Sodbrennen. Heute Nacht habe ich kaum geschlafen. Wurde ständig wach mit zittern, schweißausbrüchen und Atemnot. Traue mich auch nicht zu meiner Ärztin da sie mich sicher wieder nur weg schickt und sagt es ist psychosomatisch.

    Liebe Grüße

    Maggie

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Liebe Maggi,

      könntest Du Dir erklären, weshalb es gerade jetzt mit der Angststörung wieder los geht? Du kannst Deine Hausärztin sehr wohl bitten, Dich körperlich untersuchen zu lassen. Sind die Gründe für die Symptome jedoch psychosomatisch, kann der Arzt ja relativ wenig tun. Hast Du mal über eine Therapie nachgedacht?

  4. Einen wunderschönen guten tag !
    Unzwar habe ich auch grose Probleme und hoffe kann hier auch eine schöne Nachricht von ihnen erhalten!

    Ich bin 25 jahre alt bin eine mama von einer 2 jährigen engel !

    Vor fast 4 monaten ist die kranke Schweigeroma von mir neben uns verstorben und ich habe das ersre mal in meinem leben eine Leiche gesehen und es kam mir sehr komisch vor……. dann waren wir bei der beerdigung. Was micj auch sehr berührt hat. Dann sind w8r in Urlaub geflogen und ich hatte einen flugangst… 1 woche später hatte ich meine erste panik atacke der sehr extrem war . Extrem schwindel, beine und arme hände und Füße komplett taub. Herzrasen ohne ende und Atemnot… darauf kam noch dass alles so umecht gewirkt hat als würde ich neben mir stehen. Es war so gruselig ich dachte wirklich dass icg sterbe. Wirklich! Ein kaum erklärendes gefühl !!! Seitdem habe ich todesangst. Jeden tag und fast jeden augenbluck… wie oft ich schon im kh war weiss ich nicht mehr.weil ich hedes mal dachte dass ich einen herzinfarkt habe. Mehrere ekg s Ultraschall vom herzen mrt hws röntgen bws lunge Schädel blut tests. Ich bin gesund ja .. gott sei dank. Aber dieses angstgefühl geht einfach nicht mehr weg. Ich kann nix mehr genießen weil es einfach überall und immer kommt und kommen kann…. dann rede ich mir ein dass ich sowieso eines tages sterben werde und wieso ich jeden tag darauf warte und soviel angst habe. Aber es geht nicht weg. Ich habe sogar manchmal filme vor augen dass icj tod bin und meine tochter beobachte und was weiss ich viele viele gruselige filne vor augen… ich bin manchmal hoffnungslos dass es nicht mehr besder sein wirf. Oder dass es wirklich mein ende sein wird. bitte BITTE helfen sie mir. ..

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Nazan,

      Du hast vielleicht zum ersten Mal eine wirkliche Erfahrung mit dem Tod gemacht. Vielleicht ist Dir bewusst geworden, dass unser aller Zeit endlich ist. Dazu hast Du eine kleine Tochter, die Du natürlich nicht allein lassen willst, auch wenn absolut nichts dafür spricht, dass Du nicht noch 50 Jahre oder länger hier bist. Bitte schau Dir mal diesen Beitrag zur Angst vor dem Tod an. Vielleicht bekommst Du hier den einen oder anderen Tipp.

      Lieben Gruß.
      Sebastian

  5. Hallo rahmi !! Genau aber wirklich genau so geht es mor auch…. würde mich freuen wenn du dich mal melden würfest und wir ubs mal austauschen könnten

  6. Dana sagt:

    Hallo. Ich leide schon seit Jahren an Pannickattacken. War ca. 1 Jahr lang beschwerdefrei und dachte schon ich wäre “geheilt”. Leider ist dem nicht so. Habe alle möglichen Symptome durch. Heute zb. Habe ich den ganzen Tag kribbelnde Fingerkuppen. Kann mich auf nichts richtig konzentrieren und in den ganzen Tag nervös. Eskomnen mir immer noch die Gedanken was wenn ich was schlimmes habe…ich hasse es..

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Dana,

      was war in diesem Jahr anders und ist etwas geschehen, womit Du Dir erklären könntest, dass es nach einem beschwerdefreien Jahr wieder losging?

  7. Judy sagt:

    Also ich habe diese körperlichen Ängste gar nicht. Dafür Dauerangstzustand mit höchster Anspannung, Angst ,speichert’ sich in den Beinen, denk oft ob ich überhaupt noch gehen kann oder sprechen, fühl mich total daneben. Angst ,Geist’ fliegt weg, alles irreal oder Gefühl gar nicht richtig da zu sein, Angst durchzudrehen, sich nicht gut spüren, als ob es ein ,innen und aussen’ gibt und und und. Das ,Symptom-Karussel’ dreht sich.

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Judy,

      diese gefühlsmäßigen Ausprägungen von Angst-Symptomen haben viele Menschen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie unangenehm das ist. Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Das beruhigt andere, die ähnliche Symptome haben. Daher wäre es wunderbar, wenn so viele Menschen wie möglich, ihre Beschwerden hier beschreiben.
      Beste Grüße.
      Sebastian

  8. Patrik sagt:

    Hallo
    Mein Problem ist vollgendes vor 3 Wochen bin ich auf der Arbeit beinahe umgekippt mir wurde schwindelig herzrasen mir wurde warm ich hatte das Gefühl der enge im brustkorb meine Kollegen haben den rtw gerufen im kh wurde ich dann durchgecheckt.
    Es ist alles ok wurde mir gesagt
    Das war für mich ein extrem einschneidendes Erlebnis da ich in diesem Moment extreme Angst vor einem herzifakt hatte ( ich muss dazu sagen ich bin 30 Jahre alt und so gut wie nie krank)
    Jetzt zu meinem eigentlichem Problem
    Seit diesem Tag habe ich ca 2 bis 4 mal am Tag (manchmal auch mal 1 Tag nicht)
    Das Gefühl der enge in der Brust mein herzrast mir wird schwindelig und übel ich bin mir eigentlich sicher das es eine parnikatake ist aber sie kommen nicht in einer bestimmten Situation sondern einfach aus heiterem Himmel mal auf der Arbeit um 18 Uhr mal nach dem Frühstück um 10 mal beim tv gucken um 22 Uhr
    Hätten sie einen tip oder eine Hilfestellung für mich und hören diese Attacken irgendwann auch wieder ganz auf

    Mfg

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Lieber Patrick,

      ich kann mir vorstellen, dass dieses Erlebnis auf der Arbeit ziemlich traumatisch für Dich war. Die Symptome, die Du beschreibst, sind ziemlich typisch für eine Panikattacke. Nicht immer sind Panikattacken bestimmten Situationen zuzuordnen. Manchmal genügt ein kurzer Gedanke (den man oft gar nicht bewusst wahrnimmt) oder eine harmlose körperliche Veränderung, die man als gefährlich interpretiert, um die Angst auf den Plan zu rufen.

      Vielleicht gelingt es Dir, herauszufinden, was der Auslöser (Gedanke/Symptom) für die Angst war, wenn Du merkst, dass sie sich aufbaut. Im Übrigen ist es meiner Erfahrung nach so, dass der Beginn einer Angststörung (ich würde nach so kurzer Zeit noch nicht davon sprechen) meist mit Unzufriedenheit/Unsicherheiten/wichtigen Entscheidungen/sonstigen Stresssituationen einhergeht. Gibt es da etwas, dass Dich gerade belastet (unabhängig von den Panikattacken)?

  9. Jenny sagt:

    Hallo Sebastian, jetzt muss ich hier auch mal schreiben 😉 ich habe seit März ein seltsames Gefühl im Schädel, so als hätte ich eine schlechte Durchblutung im Kopf, dazu kam noch eine Gangunsicherheit und ab Mai auch ein flimmerndes Sehen und starke Muskelverspannungen. Dann ging ich zum Hausarzt der machte verschiedene Teste die alle positiv waren, außer das ich einen starken Eisenmangel habe fand er heraus. Nach 3 Wochen war der Eisen wieder aufgefüllt aber meine Symptome gingen nicht weg… Dann fing der Ärztemarathon an. Neurologe und Orthopäde. Hws ist nichtmehr die beste und beim Neurologen kam heraus, dass ich Flecken am Gehirn habe. Beide Ärzte wiesen aber darauf hin, dass es eine Nebendiagnose ist und nichts mit meinen Symptomen zu tun. Dann war ich Hno da war alles supi genauso wie beim Augenarzt. Meine Ärztin sagte sie denkt das sei eine Angststörung und schickte mich zum Psychiater. Der bestätigte mir das und ich mache eine Psychotherapie. Leider kann ich mich da kaum öffnen, weil ich immer noch im Hinterkopf habe, ob es doch was körperliches ist.

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Liebe Jenny,

      ich weiß, wie schwer es ist, zu akzeptieren, dass eine psychische Ursache für körperliche Beschwerden vorliegt. Es ist auch in Ordnung, dass Du daran zweifelst. Es liegt meiner Meinung nach auch am Therapeuten, Dich dahingehend zu bringen, Dich auf die Therapie einzulassen. Die Zweifel werden nach und nach verfliegen, wenn es Dir besser geht. Sage ruhig ganz offen und ehrlich, dass Du immer noch glaubst, etwas Körperliches stecke dahinter.

      PS: Ich kenne alle Deine Symptome auch.

  10. Fabian sagt:

    Lieber Sebastian,
    Ich (m,22) erwachte vor 2 Tagen mitten in der Nacht und hatte plötzlich schreckliche Angst, dass ich mich im Anfangsstadium von Tourette befinde.
    Ich hatte die ganze Nacht eine Kloss im Hals, Schweisausbrüche und andere oben genannte Symptome!
    Meine Angst verstärkte sich, als ich am nächsten Tag Nackenbeschwerden und Nacken zucken hatte (Nacken zucken als symptom für Tourette). Ich weise jedoch sonst keine weiteren symptome auf.
    Danach traf ich auf diese Seite, denkst du dass es sich in meiner Situation um eine Panikattake handelt?

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Fabian,
      für mich klingt das zumindest sehr danach. Wenn man sich vorstellt, schlimm erkrankt zu sein, würde wohl jeder Angst bekommen, was letztlich dann in einer Panikattacke enden kann. Die Wahrscheinlichkeit an Tourette erkrankt zu sein, ist im Allgemeinen gering. Wie kommst Du denn überhaupt darauf?

  11. Heiko sagt:

    Hallo ich bin 19 und Grad reinzufällig auf diesen Artikel gestoßen und finde ihn echt super ich leide selber unter Panikattacken alles hat angefangen wie ich zum zweiten Mal in der Klinik war und naja zu Anfang und zwischen durch hat mann hält immer einmal Blutabnahme und muss zum EKG der Punkt ist dass wie ich erfahren habe dass ich nochmal hin muss weil die eine kleine Auffälligkeit bei mir gefunden haben habe ich mir denn Kopf zerbrochen darüber und mir fragen gestellt “was ist wenn doch was ist ?” Und naja gegen Abend hat dann richtig angefangen da ich mich richtig komisch gefühlt habe zack ich hatte meine erste richtig schlimme Panikattacke ich hatte schon davor bevor ich in die Klink gegangen bin kleinere Panikattacken aber eher sehr selten nun ja es ging dann soweit dass noch der Internist auf Station kommmen musste und ehrliche mich mal angeschaut hat und er fragt mich im allem ernstes “ja rauchen sie eigentlich?” Ich habe dann ja gesagt und auch wie lange um genau zu sein 1 Jahr und 10 Zigaretten am tag ich weiss dass selber dass rsuchen nicht gesund ist aber ja er hatt wahrscheinlich gedacht dass das alles von denn Bösen Zigaretten kommt aber naja es ging soweit dass ich mich endlassen habe weil ich es einfsch nicht mehr ausgehalten habe naja gelichtet wie ich an denn tag wieder Zuhause war (wohlgemerkt Pychisch Insabil) dachte ich wie ich bei Freunden war dass ich mich versuchen könnte runter zu bekommen indem ich einfach mal eine Tüte mit rauchen könnte aber nein nichts mit runterkommen ich hatte Panikattacke Nr.3 und ich kann nur sagen es war auf Gras viel schlimmer an diesen Punkt habe ich auf die harte Tour gelernt keine Drogen zu konsumieren wenn du Pychisch nicht wirklich stabil bist so die darauffolgen Monate liefen nicht besser ich kann die Panikattacken kaum noch mitzählt ich habe eben immer jeden tag die Befürchtung dass er wieder passiert es ging sogar soweit dass ich eine Woche bei einer sehr guten Freundin übernachten musste weil ich einfach nicht mehr klar kam mann sollte auch wissen vielleicht dass es mit davor schon nicht gut ging die Trennung von meinen damaliegen Freund und davor lief es sich nicht gut ich hab noch 2 andere Diagnosen stehen bei mir einmal eine schwere Depression und einmal eine Borderline Persönlichkeitsstörung vielleicht macht mich dass anfälliger für sowas zumindest gehe ich davon aus naja ich hab bald ein Gespräch mit meinen Kardiologen dann weiss ich mehr, ich hab auch bemerkt dass ich seit Tagen heftige Kopfschmerzen habe aber wenn mann sich die Letzten Monate mal anschaut dann ist dass vielleicht auch kein Wunder naja genug geschrieben

  12. Anja Zacharias sagt:

    Hallo, grade laufen mir die Tränen runter …Seid einiger Zeit leide Ich an so vielen Symptome ‘n die hier beschrieben wurden.vor einigen Jahren litt ich an Panikattacken,Viele Jahre hatte ich keine. Nun sind meine Symptome auch anders,bzw. Schlimmer ; Stromschläge im Kopf ,plötzliches schwitzen,Probleme beim sprechen(nuscheln)inneres zittern,Krämpfen im Fuss, Gefühl schwer Luft zu bekommen,Keine Kraft in den Muskeln.verschwommenes sehen mit schwarzen Flecken vor m Auge.Alles kam nach und nach dazu…ich habe furchtbare Angst zu sterben.Bluttest war super.Jetzt lasse ich noch abklären ob es die Schilddrüse ist.wenn nicht werde ich noch verrückt ,es muss doch etwas sein.Diese Stromschläge im Kopf machen mich verrückt.ich muss gesund sein ich habe 3 Kinder und bin auch erst 36.

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Liebe Anja,

      diese Stromschläge im Kopf kenne ich auch (sogar noch aus Zeiten vor meiner Angststörung). Ich kann verstehen, dass das Angst macht. Bei mir war es Stress. Vielleicht beruhigt Dich das etwas. Wenn noch nicht geschehen, würde ich dennoch mal einen Neurologen aufsuchen. Schließlich kann man oft erst nach einer gründlichen Untersuchung langsam akzeptieren, dass nichts Organisches hinter den Symptomen steckt.

  13. Jasmin sagt:

    Hallo, nun versuche ich es auch Mal. Mit 16 wurde bei mir ein Eierstock Tumor festgestellt der zum Glück nicht bösartig war. Mir ging es nach der OP gut, nach 6 Monaten bekam ich zum ersten Mal Panikattacken, Herzrasen etc in diesen Phasen bilde ich mir Krankheiten ein, interpretiere Symptome als das schlimmste. aber es gibt auch Phasen in denen es mir wirklich gut geht. Doch sobald ich in eine Situation komme die Stress für mich bedeutet ( sei es ein eingeklemmter Nerv im Rücken , Kopfschmerzen ) ist es für mich als müsste ich morgen mein Grab selbst schaufeln . Momentan sind es kribbeln in den Fingern, Sehstörungen die vermehrt da sind wenn ich daran denke , bzw ich suche schon danach . Morgens und wenn ich entspannt bin merke ich es kaum. Das nervt mich so ziemlich. Ein ewiger Kreislauf der mich immer mehr Stresst obwohl ich eigentlich ein glücklicher Mensch bin. Hast du mir einen Rat ?

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Jasmin,
      es spricht viel dafür, dass es psychisch bedingte Symptome sind. Schließlich geht es Dir besser, wenn Du entspannt bist, nicht suchst und nicht daran denkst. Das Problem sind letztlich Deine Gedanken und die damit verbundene Dramatisierung harmloser Symptome. Versuche mal, diese Gedanken und Horrorszenarien mit einem lauten “Stopp” zu unterbrechen. Diese sind es, die Angst hervorrufen.

  14. Witte Angelika sagt:

    Hallo, ich sitze seit Mai 2018 zu Hause herum und kann nichts mehr machen. Wenn ich mich bewege singt der Blutdruck ab, ich bekomme extremen Schwindel und denke das war es jetzt. Hinzu kommt das ich 2 kalte echoarme Knoten an der Schilddrüse habe und eine Unterfunktion, einen TSH-Wert von 2,49. Hatte 6 Monate schreckliches Herzrasen mit einem Pulsschlag von über 160, jedesmal Todesangst. Ich war in der Klinik, Herzrytmusstörungen, ansonsten gesund? Ich habe keine Lebensqualität mehr. Alles bleibt liegen, ich kann nicht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Angelika

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Ich kann verstehen, dass das Angst macht. Weißt Du, was die Ursache für dieses Absacken des Blutdrucks und den damit verbundenen Schwindel ist? Bist Du sicher, dass er dann “runter” geht, denn bei Bewegung sollte er ja eigentlich steigen…Vielleicht macht es Sinn, das noch einmal ärztlich abklären zu lassen. Das sollte dann ja bei einer Langzeit-Blutdruck-Messung zu sehen sein.

  15. Daniel sagt:

    Wow! Ein unfassbar guter Artikel. Super geschrieben und endlich mal aus der Perspektive des Betroffenen. Du stellst bzw. beantwortest genau die richtigen Fragen. Ich hatte gestern abend meine insg. 3. Panikattake in ca. 3 Monaten und bin auch 24h danach noch total platt. Hauptsächlich psychisch, da ich jetzt wieder von neuem die angst habe…. angst zu bekommen. Es ist eine Höllenqual, vor allem wenn man 30 jahre kern gesund war und plötzlich mit etwas konfrontiert wird, was einen sprachlos macht. Dank dir für deine tolle Arbeit in diesem Bereich!

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass Dir meine Beiträge gefallen. Versuche das Positive mitzunehmen, auch wenn es schwer fällt: Du hast alle Panikattacken unbeschadet überstanden! Und versuche die Angst, obwohl das furchtbar ist, nicht überzubewerten. Ich weiß, dass das schwierig ist, doch ich würde bei 3 Panikattacken in 3 Monaten (wenn sonst nicht ständig eine unterschwellige Angst dabei ist) noch nicht unbedingt von einer Angststörung sprechen.

  16. Sarah sagt:

    Hallo Sebastian,

    nun vegetiere ich schon seit Mai zu Hause rum. Begonnen hat alles mit einem Burnout. Bluthochdruck seit ich 19 bin (ich bin 29), extreme und selbst meinen Physiotherapeuten zur Verzweiflung bringen e Verspannungen (auch mein Zwerchfell sitzt mittlerweile fest) , Vorwölbung an HWS und LWS und mittlerweile nur noch Angst weil täglich verschiedene Beschwerden. Ich google den ganzen Tag was es dieses Mal ist denn die Arztbesuche (2 Kardiologen, 2 neurologen, 2 pneumologen, mein Hausarzt und 4 Krankenhausbesuche, nirgends Befunde ausser auffällige verspannungen) sind ja Tage und Wochen her. Meine Kondition ist mittlerweile schlimm. Direkt nach dem bisschen Fahrrad fahren wieder Kribbeln und ziehen in der linken Brust und dem Arm. Also mal Google fragen ob ich wiedermal (wie die letzten Tage beim Druck auf der Brust, übelkeit usw) einen Herzinfarkt habe. Regelmässiges in den Spiegel lächeln und Schlaganfall checks gehören zum Alltag. Ich kann nicht mehr entspannen. Jetzt habe ich seit Stunden kalte fuesse und glaube natürlich sofort ich habe durchblutungsstoerung, denn ich rauche ja und bin übergewichtig. Normalerweise war ich ein unglaublich aktiver Mensch (naja was Arbeit angeht). Kollege, Freunde und Familie sind fuer mich extrem wichtig. Ich habe mich mittlerweile komplett zurückgezogen und habe jeden Tag nur noch Angst (wie ganztägige panikattacken). Das kam allerdings ab Juni oder Juli nachdem ich seit Mai nichts mehr getan habe. Seitdem bin ich krankgeschrieben und es wird schlimmer statt besser. Mein Kopf will einfach nicht verstehen, dass es die psyche ist…schliesslich sind die Schmerzen real…ich Weiss einfach nicht mehr weiter…

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Liebe Sarah,

      ich kann Dich so gut verstehen. Und doch halte ich es für wichtig, dass Du aktiv wirst. Wenn Du ein wenig auf eine ausgewogene Ernährung achtest und langsam mit Sport anfängst (wirklich ganz langsam, ruhig mit Spazierengehen) haben Deine Sorgen zumindest eine positive Konsequenz. Du wirst Dich allein dadurch, dass Du aktiv wirst, besser fühlen. Ich weiß, dass das nicht einfach wird, aber der Weg lohnt sich. Und lass bitte das Googlen sein. Vielleicht hilft Dir auch noch dieser Artikel zu Angst vor Krankheiten.

      Lieben Gruß.
      Sebastian

  17. Marco sagt:

    Hallo Sebastian,
    bei mir wurde vor gut 1 3/4 Jahr erhöhter Blutdruck festgestellt. Durch Medikamente und alles, was ich dazu tun konnte (rauchen, bewegen, essen) ist er nun einigermaßen im Griff. Muss dazu sagen, es wurde auch eine Aortenklappeninsuiffizenz festgestellt.
    Jetzt kommt es aber (immer) öfters vor, das es Blutdruckspitzen gibt, dazu dann erhöhter Puls und Angst.
    Das passiert komischerweise immer am Wochenende, also Samstags und Sonntags. Das dauert dann tagsüber an…, der Blutdruck ist bei so 145/70 Puls 65. Bewege ich mich (ca. 18 Km in der Woche), ist wieder kurzzeitig alles ok. Mo-Fr liegt er im normalen Rahmen (133/65/56)
    Ist das nun am WE eine Panik- oder Stressattacke und warum ist sie jetzt da ?

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Marco,

      ich könnte mir vorstellen, dass es etwas damit zu tun hat, dass Du am Wochenende vermehrt Zeit hast, Dich mit diesen Dingen zu befassen. Vielleicht achtest Du unbewusst auf verstärkt auf körperliche Veränderungen und diese machen Angst, wodurch der Blutdruck steigt. Könnte das sein?

  18. Sabine sagt:

    Hallo Sebastian, ich befinde mich in einer beruflichen Situation, die ich nicht ändern kann aber die zur Zeit für mich anstrengend zu bewältigen ist. Ich wache morgens auf mit einem Gefühl wie Blei in den Gliedern, leicht erhöhter Puls, kann aber jetzt nicht unterscheiden, ob ich vielleicht eine Erkältung bekomme und deswegen so schlapp bin (seit Tagen) oder ob das einfach nur Angst ist. Wenn ich krank würde, wäre das Echt eine Katastrophe wegen der Arbeit derzeit. Gleichzeitig merke ich, dass mein Körper oder Psyche sich nach Ruhe sehnen, die ich aber momentan nicht bekommen kann, da ich eben Urlaubsvertretung machen was glaubst du, ist dieses bleierne Gefühl Angst? Sonstige Symptome habe ich jetzt nicht.

    • Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

      Hallo Sabine,
      inzwischen sind ja ein paar Tage vergangen. Hat sich eine Erkältung eingestellt? Letztlich ist es aber ja so, dass Du die möglichen Auswirkungen einer Erkältung dramatisierst. Selbst wenn Du nicht arbeiten gehen kannst, dann muss Dein Arbeitgeber und Du damit klarkommen. Es ist ja niemandem damit geholfen, wenn Du Dich krank zur Arbeit schleppst und dann noch länger ausfällst, weil Du Dir keine Ruhe gönnst.
      Aber ob das überhaupt so kommen wird, bleibt abzuwarten. Du solltest jedoch in jedem Fall darüber nachdenken, ob Du Dir nicht Ruhe gönnen solltest, wenn sich Körper und Psyche schon danach sehnen, auch wenn das “einfach nur Angst” sein sollte…

  19. Tara sagt:

    Hallo, ich bin mir momentan sehr unsicher wie ich die Situation einschätzen soll. Vor fast 2 Wochen hatte ich das erste mal in meinem Leben eine Panik Attake. Ich hatte einen schlechten Kreislauf und musste nach Hause fliegen. Während das Flugzeug startete bekam ich plötzlich Herzrasen, Atemnot, Schweißausbruch usw. Ich hatte tatsächlich Angst ich würde sterben, obwohl ich normalerweise gar keine Flugangst habe. Danach fühlte ich mich sehr erschöpft und ging auch zum Arzt weil ich eine Krankheit befürchtete. Der Arzt konnte jedoch nichts feststellen. Trotzdem hatte bzw habe ich irgendwie Angst davor dass ich körperlich krank bin und dass ich wieder in diese schlimme Situation kommen könnte. Ich bilde mir oft ein schlecht Luft zu bekommen, außerdem habe spühre ich ein kribbeln im Fuß sobald ich nervör werde. Das kribbeln wird immer schlimmer umso mehr ich daran denke. Ich hatte eigentlich noch nie Probleme mit Angst, aber seit dem vorfall bin ich irgentwie sehr verunsichert und eben ängstlich dass ich plötzlich wieder einen solchen Anfall bekommen könnte.

    • SebastianSebastian sagt:

      Liebe Tara,

      das, was Du schilderst, klingt nach dem Beginn einer Angststörung. Ich kann gut verstehen, wie sehr Dich die Panikattacke mitnimmt. Solche eine Erfahrung ist sehr eindringlich. Wichtig ist zunächst, dass Du verstehst, dass es nicht bedeutet, dass Du Dir die Symptome einbildest. Sie sind körperlich spürbar, werden jedoch durch die Psyche hervorgerufen. Gibt es denn sonst gerade in Deinem Leben gerade vermehrt Probleme, Stress, ungelöste Konflikte, wichtige Entscheidungen…

  20. Sabrina sagt:

    Hallo Sebastian,
    vielen Dank für deine tollen Worte. Wirklich klasse geschrieben und sehr aufbauend wenn man merkt man dreht nicht alleine da…
    Bei mir ging alles vor 3 Wochen los und ich würde auch direkt 3 Tage in der Neurologie auf den Kopf gestellt. Ich bin gesund und sollte mich freuen. Das könnte ich einfach nicht und hatte dann die ersten Panikattacken von denen ich bis dahin nicht wusste dass es welche waren. Ich war noch einmal in der normalen Notaufnahme und einmal in der psychiatrischen. Dort wurde ich an einen Psychotherapeuten verwiesen und dort war ich vor 4 Tagen das erste Mal und bekam die Diagnose schwere Angststörung mit Panikattacken. Das vermutlich weil sich die Unzufriedenheit in Ehe, Leben, Alltag und mir selbst in den letzten 5 Jahren angesammelt hat und nun ausgebrochen ist. Vor 3 Tagen hatte ich eine erste Hypnosesitzung und komischerweise waren die letzten 2 Tage dann auch total super. Alles war weg. Körperlich nichts und auch keine Ängste, Kribbeln, Herzrasen. Auch Heute war alles super. War mit meinem Sohn auf einem Kindern auf, danach haben wir gebacken und ucvvhatte rein gar nichts. Eben sitze uch alleine am Tisch und seitdem kribbelt mein Kopf, ist stellenweise immer mal taub, auch die Zunge/Mund. Und es fühlt sich heiß an. Dazu immer noch mal die Hände. Es ist nichts passiert, habe kein Stress und nichts. Habe auch Entspannungsübungen gerade gemacht, aber danach alles wieder da. Können diese Empfindungen, dieses Taubheitsgefühl am Kopf auch mit der Angst zusammenhängen und so plötzlich kommen ohne Grund?
    Auch wenn ich weiss, dass ich neurologisch gesund bin mache ich mir da dann doch Gedanken wenn das so plötzlich kommt ohne Grund 🙁
    Vielleicht kannst du ja aus Erfahrung sprechen…
    Ganz liebe sonntägliche Grüße

    • SebastianSebastian sagt:

      Liebe Sabrina,

      danke für Deinen Kommentar. Das kann alles durch eine Angststörung hervorgerufen werden. Es kann sein, dass es dafür in diesen Tagen keinen speziellen Auslöser gegeben hat. Das passiert jedoch nicht “ohne Grund”. Ich gehe davon aus, dass durch die Hypnose Deine Unzufriedenheit in Ehe, Leben und Alltag nicht plötzlich verflogen bist. Die Angststörung kann aus meiner Erfahrung heraus nur dann gehen, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat (und die könnte darin liegen, diese Probleme zu lösen)…

  21. jessica sagt:

    Hallo, bin echt am verzweifeln , habe so eine angst krank zu sein und daran zu sterben, ist dss alles psyxhe?? Vor 17 jahren hatte ich die erste panikattacke, sie war zeitweise weg, jetzt hat die schreckliche zeit mich komplett eingrholt , das schlimme daran mitlerweile glaube ich keinem arzt mehr , habe vor 4 tagen eine antidepressiva angefangen hab das Gefühl es schlägt mir noch mehr auf die gesundheit, der arht sagt durchhalten, hab angst vir allem bin im moment so gefangen , und immer derartige schweissausbrüche und das gefühl dad kein blut in meinem körper fliesst und alles entzündet ist , kann mir nicht vorstellen das das angst nur ist.lg jessi

    • SebastianSebastian sagt:

      Liebe Jessica,

      ich weiß, dass es schwer ist, zu glauben, doch Angst kann diese Symptome alle hervorrufen und für mich klingt das sehr nach psychisch bedingten Beschwerden, was aber nicht bedeutet, dass Du die Symptome körperlich nicht spürst. Machst Du eine Therapie?

  22. Ronja sagt:

    Hallo Sebastian, ich leide seit 20 Jahren an einer generalisierten Angststörung! Habe Hashimoto und bin jetzt 40! Das ein oder andere habe ich schon im Leben weg gesteckt! Heute war ich seit langem wieder einmal bei meinem Hausarzt,weil es mir Hunde Elend ging! Vorraus ging folgende private Geschichte: Kurzfassung! Wochenlang Dauerstress zu Hause, Hashimoto TSH im Keller, und heute musste unser Hund eingeschläfert werden!! Ich habe allen versucht zu helfen und gut dadurch zu kommen! Mama bin ich auch! Meine Symptome heute: heisses kribbeln aus dem Bauch in den Hals über den Kopf,schwitzen Ameisen laufen zittern etc!!! Beim Hausarzt angekommen, EKG gemacht (alles top) Blutdruck leicht erhöht ( Habe auch etwas Weißkittel Hypertonie) Blutdruck 150/90 Puls 90! Ich habe lange mit ihm gesprochen!! Aber ich habe ihm auch gesagt,war das jetzt wirklich eine Panikattacke!? … Puh..ist echt nicht leicht manchmal!! LG und danke im voraus!!

    • SebastianSebastian sagt:

      Hallo Ronja,

      das tut mir leid mit Eurem Hund. Wenn viele Dinge zusammenkommen, dann haben Menschen mit einer Angststörung vermehrt mit Ängsten zu tun. Das liegt daran, dass ihre Widerstandskraft in Krisensituationen sinkt und die Anspannung steigt. Von daher spricht einiges für eine Panikattacke. Letztlich kann der Arzt ja auch nur untersuchen, ob etwas Schlimmes Akutes dahintersteckt. Das scheint ja nicht der Fall zu sein.

      Aber du hast recht: Leicht ist das alles leider nicht…

  23. Annika sagt:

    Hallo Sebastian,
    seit 6 Jahren begleitet mich meine Generalisierte Angststörung mit zeitweisen Panikattacken und daraus resultierenden Depressionen. Ich habe durch mehrere Therapien alles darüber gelernt und komme – mal mehr mal weniger – zurecht .
    Was mich aber immer wieder aus der Bahn wirft , ist eine öfter einsetzende und manchmal über mehrere Tage anhaltende Erschöpfung, die ich kaum in Worte fassen kann . Gerade nach mehreren Tagen Angstzuständen und Panikattacken kommt eine extreme Erschöpfungsphase, bei der ich das Gefühl habe , mein Körper inkl. Gehirn fährt komplett runter und ich fühl mich leicht wie in Trance und neben mir und habe Gelenk – und Kopfschmerzen.
    Kann das von der Angst kommen ? Diese Erschöpfung löst oft noch zusätzliche Angst aus .
    Medizinisch ist alles angeklärt, kein Befund .
    Viele Grüße
    Annika

    • SebastianSebastian sagt:

      Liebe Annika,

      Angst und Stress können auch derartige Symptome auslösen. Angstzustände und Panikattacken sind ja eine Belastung für Körper, Geist und Psyche. Ich kenne fast nichts, was anstrengender wäre. Darum ist auch generell Müdigkeit und Erschöpfung bei einer Angststörung eigentlich immer mit dabei. Problematisch ist, wenn Du das als nicht normal bewertest und somit ein Problem daraus machst. Dadurch geht das Ganze wieder von vorne los.
      Mein Tipp: Versuche die Erschöpfung als normale Reaktion auf eine anstrengende Phase anzunehmen. Gönne Dir eine Pause. Das, liebe Annika, ist vollkommen normal!

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  24. Leeanne Lippert sagt:

    Seit ca 3 Wochen plagen mich wieder meine Ängste im Moment vergeht kein Tag an dem ich nicht in Panik verfallen oder totale Angst. 2011 War ich stationär wegen Meiner Ängste seitdem war alles gut nur ganz selten mal ein Anflug der aber keine Chance hatte. Jetzt habe ich wieder ständig Schwindel druck im kopf und auf den augen dumpfe Kopfschmerzen nicht durchgehend. Mir wird ganz heiss ich habe das Gefühl mein Gesicht brennt. Das Herz fängt an zu rassen der Puls wird schneller und zack befürchte ich das schlimmste. Schlaganfall hirnblutung Tumor. Das belastet natürlich enorm Mein privat Leben. Mein Job alles ich bin am Ende. Meine pyschaterin schmeisst nur mit medis um sich die alle nichts bringen. Meine Verhaltenstherapeutin hat alle 4 Wochen mal nen Termin. Ich brauche so dringend Hilfe. In einer Klinik wollte ich eigentlich nicht wieder schon garnicht jetzt. Neuer Job besteht erst seit 1.4. Und ich habe nur ein befristetes arbeitsverhältnis…liebe Grüße bis dahin

    • SebastianSebastian sagt:

      Ich kann gut verstehen, wie sehr es Dich belastet, dass die Angst mit solcher Wucht wieder gekommen ist. Was ist denn in der Zwischenzeit gewesen, dass diesen Rückfall erklären könnte?

  25. Rahmi sagt:

    Hallo,
    ich hatte vor ca. 2 Monaten auch ein komisches Erlebnis gehabt. Da waren wir mit Freunden im Kino.
    Der Film war so witzig, dass ich durch das Lachen auf der linken Magenseite Krämpe bekomme habe.
    Plötzlich wurde der Film immer leiser, ich hatte extremes Ohrensausen gehabt, meine Beine fingen an weich und taub zu werden, zudem wurde mir schwarz vor den Augen und mein Herz raste, als ob ich Marathon gelaufen wäre. In dem Moment kreiselten sich Unmengen an Gedanken herum. Was ist wenn Prinzip…
    Nach 20 Minuten Todesangst, ging es wieder, allerdings war ich dadurch leicht benebelt.
    Seitdem habe ich auch jeden Tag leichte Schmerzen im linken Arm und mir ist eigentlich dauerhaft schwindelig. Ich war 3x im KH, war beim Hausarzt, EKG, Großes Blutbild, Röntgen der Lunge, alles ohne Befund.
    Die Ergebnisse waren alle Top.
    Nur verstehe ich nicht, warum es immer wieder andere Symptome sind, mal fängt mein Magen an zu schmerzen, zudem bekomme ich ein brennen im Rückenbereich und siehe da, Todesangst !
    Nachdem das alles verschwindet, zittert mein Körper für 10-15min. und dann klingt es wieder ab.
    Allerdings die Schmerzen im linken Arm, habe ich schon seit längerem, seit der Attacke konzentriere ich mich nunmehr auf den Schmerz und bekomme dadurch mehr und mehr Unwohlsein und innerliche Unruhe am Körper.
    Ich verstehe es nicht.
    Zu mir: Ich bin 25 Jahre alt,treibe viel Sport,bin glücklich verheiratet, haben einen Sohn und einen tollen Job als Niederlassungsleiter, was wiederum viel mit Stress verbunden ist,.
    Wieso schmerzt nur mein linker Arm immer wieder, kommt das wirklich nur durch die Psyche?? Es schmerzt regelrecht jeden Tag wodurch sich die Angst generalisiert. Seitdem habe ich auch kein Spaß mehr irgendetwas zu machen, meine Konzentration auf der Arbeit lässt nach. Ich vergesse mehrere Sachen und fixiere mich immer mehr auf die körperlichen Symptome, war vor 3 Monaten nicht mal der Rede wart waren.
    Hat noch jemand die Symptome im linken Arm? Wenn man versucht, die Probleme mit anderen zu teilen, versteht das aus unserem Umkreis leider keiner. Ein guter Freund, der 1 Jahr jünger war als ich, ist vor zwei Jahren gestorben. Keiner wusste die Ursache, was mich zzgl. nach der Attacke auch noch extrem belastet.
    Vielleicht ist das auch die Ursache für meine Attacken.
    Ich bedanke mich jetzt schon mal im Voraus, für eure Geduld und es gibt einem Kraft zu wissen, dass man mit den Sachen nicht alleine da steht auch wenn das blöd klingt… ;-(

    • SebastianSebastian sagt:

      Es ist oft nicht so leicht, die Ursachen für eine Angststörung auszumachen. Oftmals sind es mehrere Faktoren, die zu einer Angststörung beitragen. Der unerwartete (nicht verarbeitete) Tod Deines Freundes könnte einer dieser Faktoren sein. Dabei ist der Auslöser meist nicht mit der Ursache identisch (wie bei einem Trauma).
      Schmerzen im Arm könnten auf Verspannungen zurückzuführen sein.
      Wenn Du Dich auf bestimmte Symptome konzentrierst, empfindest Du diese immer mehr als unangenehm und indem Du etwas Gefährliches hineininterpretierst, macht das Angst. Das wiederum führt zu Ver- und Anspannung. Das wäre ein möglicher Erklärungsansatz. Versuche mal mit Entspannungsmethoden wie PMR mögliche Spannungen zu lösen. Auch Sauna, Bewegung, Faszientraining können hilfreich sein. Zudem habe ich persönlich mit Osteopathie gute Erfahrungen gemacht.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  26. Mila sagt:

    Hallo,
    bei mir hat alles vor vier Monaten angefangen. Ich saß auf der Couch und spürte ein komisches Gefühl im Hals( pochen, druch). Habe mir nichts dabei gedacht und machte mir auch keine Gedanken darüber. Auf der Arbeit erzählte ich es einer Arbeitskollegin, das war glaube ich der Fehler. Sie sagte mir ich sollte meine Schilddrüse untersuchen, oder die Halsschlagadern die eventuell verstopft sein können. Ab da an machte ich mir große Sorgen. Habe ständig meine Finger an die Halsschlagader oder an den Kehlkopf gehalten ob ich meinen Puls noch erspüre. Es war die Hölle ausgebrochen in meinem Körper. Mehr Symptome kamen dazu. Zwerchfell schmerzen, wo ich dachte es sei Zwerchfellriss oder die Aorta. Eines Tages musste ich einen Kollegen zur Pause ablösen,ich saß alleine an der Kasse und weit und breit kein Kunde und kein Kollege in der Nähe. Ich saß vor dem Computer und verspürte ein komisches Gefühl aus dem Bauch, meine Beine wurden taub, ich bekam keine Luft und mein Herz raste. Ich dachte das ich sterben werde und keine würde mir helfen, weil niemand da ist. Diese Angst hielt mehrere Minuten an, bis ich einen Kollegen sah, da verspürte ich eine Erleichterung. So fing diese Hölle bei mir an. Ein Ärzte Marathon wurde eingeleitet. Ich wollte die Gewissheit haben, das ich gesund bin. Das schlimme ist, bis man einen Termin bei den Ärzten bekommt durch die langen Wartezeiten, hat man schon neue Symptome in die man sich rein steigert. So wurde es immer schlimmer und immer schlimmer bei mir. Blut( alles ok), mrt Schädel( alles ok), 24 Stunden ekg( außer vier herzstolperer nach einnander alles ok),durch die vier herzstolperer die auf einander folgten, machte ich mir große Sorgen. Habe im Internet gelesen das ab drei es gefährlich werden kann, so bekam ich eine Herzneurose, habe jeden Herzschlag gespürt und es tat schon am Hals weh. Mein Hausarzt sagte mir es sei nichts gefährlich bei der Sache, ich sollte mich darauf nicht so konzentrieren. Jeden Morgen stand ich mit Herzrasen auf. Ich bekam keine Ruhe und ab zum Kardiologen, Herz Ultraschall.(gesundes Herz, alles ok) . Seit da an spüre ich nur noch sehr selten meinen Herzschlag, es sei den ich konzentriere mich zu sehr darauf.
    Zur Zeit habe ich starke Verspannungen im Rücken und Nacken und mein Kopf fühlt sich unter Strom an. Mein Gesicht wird auf der re.seite kribbelig und mein Ohr schmerzt. Alle sagen es kommt von der Verspannung im Nacken, nur man selbst kapiert es nicht. Man wird so Überempfindlich auf Schmerzen und Symptome das ist echt unglaublich. Ich hasse meinen Körper ab Brust aufwärts. Ich hasse dieses Gefühl im Kopf, als sei das Gehirn unter Dauer Stromschlag gestellt und es wird einem schwindelig. Meine Schwester die unter Panikattacken litt ,ungefähr sechs Monate lang, sagte mir: ich soll umgekehrte Psychologie machen. Immer wenn ein schlimmer Gedanke oder Symptom kommen sollte, dann muss ich mir immer das Gegenteil einreden. So würden die Symptome immer weniger und weniger. Es braucht seine Zeit aber es wird besser. Es ist immer leicht für einem Außenstehenden das zu sagen, aber da meine Schwester das schon durch hatt. Glaube ich ihr und ich werde mich bemühen so zu machen. Ich möchte nicht Tag ein Tag aus, aus Angst mein Leben nicht zu leben müssen. Wir haben nur das eine leben und wir sind alle Gäste hier die eines Tages gehen müssen. Ich möchte nicht sitzen und auf den Tod warten, denn es kann erst in 60 Jahren passieren und 60 Jahre mich ängstigen Tag für Tag das ich sterben werde: nein danke. Ich will da raus.

    • SebastianSebastian sagt:

      Liebe Mila,

      ich kann Dich so gut verstehen. Es ist nicht einfach, zu akzeptieren, dass diese körperlich spürbaren Symptome keine körperliche, sondern eine psychische Ursache haben sollen.

      Es ist sicher ratsam, etwas gegen eine Angststörung zu tun. Dabei halte ich es für wichtig, sich selbst gegenüber auch etwas Milde walten zu lassen. Zeige Verständnis für Dich, anstatt Dich dafür zu hassen. Mit positiven Affirmationen wie (“Alles ist gut. Ich bin gesund….”) gegenzusteuern ist sicherlich keine schlechte Idee.

      Lieben Gruß.

      Sebastian

  27. M sagt:

    Hallo! Ich weiß absolut nicht, ob ich eine Panikattacke hab oder was das ist…meine Hauptsymptome sind: Plötzlich gaaaanz furchtbar schlechtes Gefühl, Verzweiflung, will alleine sein und schlafen. Kribbeln und Hitze am Rücken und Nacken. Dauert ca 5 bis 10 Min und kommt hauptsächlich in Ruhe. Es ist so unangenehm, auch wenns relativ schnell wieder vergeht. Hab keine Angst oder Atemnot dabei.

  28. Michael sagt:

    Ach ja, hier weitere Symptome:

    – nasse Hände
    – Kopf vernebelt
    – Übelkeit
    – nervös und angespannt
    – Gefühl durchdrehen zu müssen
    – alles dreht sich nur noch um die Angst…..kann am Leben nimmer teil nehmen
    – Zärtlichkeiten durch Risperidon und der Angst grundsätzlich nicht möglich
    – keine Konzentration
    – 2-3 Stunden Schlaf – mehr geht nicht
    – keine Freude
    – Gefühl depressiv zu sein oder zu werden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme zu.