Sind das wirklich Panikattacken Symptome?

Panikattacken SymptomeDas Herz rast, man bekommt kaum Luft, fängt an zu zittern und schwitzt. Panikattacken-Symptome sind mehr als nur unangenehm – schließlich befürchten Betroffene oftmals, durchzudrehen, ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben. Und immer bleibt der Zweifel: Sind das wirklich Panikattacken-Symptome oder steckt nicht doch etwas ganz anderes dahinter? Was unterscheidet psychisch bedingte Beschwerden von körperlichen Anzeichen? Kann man ohnmächtig werden oder daran sterben?
Und was für Symptome können überhaupt auftreten, wenn man Panikattacken hat? Im folgenden Artikel versuchen wir Antworten auf diese Fragen zu finden.

Panikattacken-Symptome können vielfältig sein

Ich hatte in meinem Leben wahrscheinlich hunderte von Panikattacken. Und irgendwie war mir schon klar, dass ich diese überstehen würde, schließlich habe ich das viele Male durchgemacht. Doch IMMER war die Panik mitsamt ihrer Symptomatik schlimmer, immer wieder aufs Neue.

Ich habe oft daran gezweifelt, ob es nicht doch eine körperliche Ursache dafür gab. Und oftmals war der leise Zweifel dabei, ob Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel und Zittern nicht doch Anzeichen für etwas Ernstes waren.

Hinzukam, dass sich Panikattacken immer mal ein wenig anders anfühlten. Mal überwogen die einen, mal die anderen Symptome. Und dass die Symptome mitunter variierten, machte es nicht besser. Man fragt sich unwillkürlich: “Sind das wirklich Panikattacken Symptome? Könnte nicht doch etwas ganz anderes dahinter stecken?”

Und ich weiß, dass es vielen Betroffenen genauso geht. Immer wieder erhalte ich Kommentare oder E-Mails, die mir die Frage stellen: “Ich habe dieses oder jenes Symptom. Wird das wirklich durch eine Panikattacke ausgelöst? Ist das normal?”

Panikattacken-Symptome sind nicht “normal” oder doch?

Ist das normal? Eine Frage, die sich viele Betroffene Stellen. Aber was heißt “normal”? An einer Angststörung zu leiden, ist ja erst einmal nicht “normal”, wenn man die Allgemeinheit als Maßstab nimmt. Auch wenn viel mehr Menschen Angstzustände und Panikattacken haben, als man vermuten würde, sprechen wir hier von einer psychischen Störung.

Das ist zwar nicht “normal”, aber auch kein Grund, um sich dafür zu schämen. Da das Leben mit ständigen Panikattacken aber echt belastend ist, sollte man nach einem Weg suchen, um die Angststörung zu überwinden. Daher halte ich es nicht für förderlich, von “normal” zu sprechen.

Hinter der Frage, ob das “normal” ist, steckt jedoch in den meisten Fällen der Wunsch nach Gewissheit, dass die Beschwerden einzig und allein durch Angst ausgelöst worden sind oder nicht doch eine andere Ursache dafür in Frage kommt.

Bevor wir uns die Symptome im einzelnen anschauen, sprechen wir zunächst darüber, was eigentlich körperlich passiert, wenn Du Angst bekommst.

Teufelskreis der Angst

Panikattacken entstehen meist durch Angst vor bzw. in einer bestimmten Situation, vor einem Objekt (wie einem Tier beispielsweise) oder vor der Angst selbst.

Was auch immer die Ursache für die Angst ist, der Ablauf ist der gleiche. Angst bringt einen natürlichen Prozess in Gang. Hormone werden ausgeschüttet, wodurch sich der Blutdruck erhöht und sich der Herzschlag beschleunigt.

Alle verfügbare Energie wird dem Körper bereitgestellt, um ihn in die Lage zu versetzen, zu kämpfen oder zu fliehen. Das macht ja auch Sinn, wenn man sich vorstellt, Du befindest Dich wirklich in einer gefährlichen Situation. Wirst Du beispielsweise überfallen, ist das sinnvoll. So kannst Du Dich bestmöglich gegen einen Angreifer wehren oder die Beine in die Hand nehmen und flüchten.

Eine Angststörung hingegen ist jedoch unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass die Situation oder das Objekt, wovor man sich fürchtet, nicht wirklich gefährlich ist. Man nutzt diese Energie also nicht.

Und da steht man nun. Mit beschleunigtem Puls, erhöhtem Blutdruck, die Pupillen geweitet, die Aufmerksamkeit erhöht und man tut…nichts. Wogegen soll man auch kämpfen, wovor flüchten?
Du bemerkst diese körperlichen Veränderungen natürlich und deutest sie als etwas Gefährliches, wie den Vorboten eines Herzinfarkt. Vielleicht interpretierst Du sie auch als Angstsymptome, hast aber Angst vor der Panikattacke selbst, was ich besser verstehe als die meisten anderen.

Wie dem auch sei: In jedem Fall erzeugen die Symptome, welche durch die anfängliche Angst ausgelöst werden, noch mehr Angst. Die Symptome verstärken sich und neue kommen hinzu, das wiederum wird oft als Bestätigung dafür angesehen, dass was Schlimmes dahinter steckt und geboren ist eine Panikattacke vom feinsten. Das bezeichnet man auch als “Teufelskreis der Angst”.

Wenn man Panikattacken aber schon so oft erlebt hat, dann sollte man doch wissen, dass man sie überleben wird! Ja und nein. Natürlich sagt man sich schon irgendwie “das ist nur Angst und Du wirst das auch diesmal überstehen.” Es bleibt aber immer ein Leiser Zweifel, denn wer kann uns denn GARANTIEREN, dass es diesmal nicht anders ist? Und auch wenn man sich der Angst bewusst ist, fürchtet man manchmal dass andere die Panik bemerken oder die Kontrolle zu verlieren. Das verstärkt die Angst.

Erschwerend hinzu kommt, dass Panikattacken bzw. die Panikattacken-Symptome nicht immer identisch sind. Sie variieren nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern manchmal auch von Panikattacke zu Panikattacke. In diesem Fall ist man noch unsicherer.

Es gibt vielleicht bestimmte Leitsymptome, die (fast) immer auftreten. Während der eine vor allem mit Hyperventilation zu kämpfen hat, ist es beim anderen hauptsächlich Schwindel.

Diese Symptome machen Angst, aber irgendwie gewöhnt man sich mit der Zeit daran. Wenn man bei Panikattacken immer Atemnot bekommt, macht diese zwar noch immer Angst, aber immerhin kennt man dieses Symptom.

Kommt dann ein Symptom hinzu, was neu ist, kommt sofort wieder der Gedanke: Ist das normal? Sind das wirklich noch Panikattacken-Symptome?

Panikattacken-Symptome Übersicht

Schauen wir uns nun einmal häufige Symptome an. Dazu zählen

  • Hyperventilation / Atemnot
  • Herzrasen / hoher Puls / Herzklopfen
  • Schwindel
  • Schluckbeschwerden / trockener Hals
  • hoher Blutdruck
  • Enge in der Brust
  • Sehstörungen
  • Tinnitus / Ohrenklingeln
  • Schweißausbrüche
  • Taubheitsgefühle / Kribbeln
  • Übelkeit
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Zittern

Neben diesen körperlichen Panikattacken-Symptomen, gibt es zusätzlich Symptome auf der gefühlsmäßigen und gedanklichen Ebene, welche die Angst weiter verstärken. Zu diesen gehören:

  • Angst vorm Sterben
  • Angst körperlich schwer krank zu sein
  • Angst durchzudrehen / verrückt zu werden
  • Gefühl der Unwirklichkeit / Derealisation
  • Angst die Kontrolle zu verlieren
  • Angst vor Ohnmacht

Es gibt noch viele weitere Angstsymptome. Und letztlich kann jedes dieser Symptome auch durch ernsthafte körperliche Ursachen ausgelöst werden. Darum ist die Unsicherheit vieler Betroffener verständlich.

Woher weiß ich, dass das Symptome einer Panikattacke sind und nichts anderes dahinter steckt?

Es ist oftmals gar nicht so einfach, mit Gewissheit zu sagen, dass Angst der alleinige Auslöser ist. Folgende Fragen können Dir dabei helfen, herauszufinden, ob das alles wirklich nur Angst ist.

  • Befindest Du Dich in einer Situation, in der Du Dich oftmals unwohl fühlst oder sogar immer wieder Panikattacken bekommst?
  • Hattest Du ursprünglich vor einem bestimmten Objekt (z.B. einer Spinne) Angst?
  • Ist der Angst ein Gedanke vorausgegangen, der die Panik ausgelöst hat (z.B. hoffentlich sage ich in dieser Situation nichts Dummes)?
  • Hast Du eine bestimmte körperliche Veränderung bemerkt (z.B. ein Stechen, Ziehen, Kribbeln) und das als gefährlich interpretiert (das ist bestimmt was Schlimmes!)?

Beantwortest Du nur eine dieser Fragen mit “ja” ist die Wahrscheinlichkeit riesig, dass es sich um Symptome handelt, die im Zuge von Angst bzw. Panikattacken auftreten

Wenn Du Dir unsicher bist, kannst und solltest Du ärztlich abklären lassen, dass nichts Organisches dahinter steckt.

Exkurs: Angst vor Ohnmacht

Zu der Angst vor Ohnmacht möchte ich noch kurz ein paar Worte verlieren, da ich immer wieder gefragt werde: “Ich habe so große Angst vor der Ohnmacht, Angst umzukippen. Was soll ich tun?”

Mir ist so gut wie kein Fall bekannt, bei dem eine Panikattacke zur Ohnmacht geführt hat. Ich bin kein Mediziner, aber Panikattacken und Ohnmacht widersprechen sich im Grunde. Eine Ohnmacht entsteht dann, wenn das Gehirn plötzlich nicht mit genug Blut und Sauerstoff versorgt wird.

Bei Panikattacken steigt der Blutdruck. Das Blut schießt quasi durch den Körper, so dass eine Unterversorgung des Gehirns nahezu unmöglich ist. Die Angst vor Ohnmacht bei Panikattacken ist im Grunde unbegründet.

Allenfalls, wenn man hyperventiliert könnten die Lichter kurz ausgehen. Da man beim Hyperventilieren durch schnelles und tiefes Atmen immer mehr Sauerstoff in die Lungen pumpt, ist irgendwann eine Grenze erreicht. Durch eine Ohnmacht normalisiert sich die Atmung, man kommt wieder zu sich und das wars es.

Um das zu verhindern, kannst Du in eine Papiertüte atmen. Hast Du keine zur Hand, dann achte darauf, dass Du länger aus- als einatmest. Zähle beim Einatmen bis 2 und beim Ausatmen bis 5. So sorgst Du dafür, dass sich sich Co2 oder Sauerstoff wieder im Gleichgewicht befinden.

Letztlich ist die Angst vor Ohnmacht im Grunde unbegründet. Das aber sind letztlich ja alle Ängste, die im Zuge einer Angststörung auftreten. Und doch kann dieses Wissen ein wenig Sicherheit geben.

Panikattacken sind ungefährlich

Und wenn Du mit ziemlich großer Sicherheit sagen kannst, dass es sich bei den Symptomen um Beschwerden handelt, die durch Angst ausgelöst werden, stellt sich für Dich vielleicht noch die Frage, ob Panikattacken ungefährlich sind.Und diese Frage kann ich ganz eindeutig bejahen.

Ja, Panikattacken sind ungefährlich. Dir passiert nichts. Egal was Du tust, Du wirst die Panik überstehen und vor allem Du wirst sie überleben.

Ich hoffe, dass dieses Wissen Dir ein wenig Sicherheit gibt, sodass Du vielleicht ein kleines bisschen gelassener mit Panikattacken umgehen kannst.

Was kann man gegen Panikattacken-Symptome tun?

Panikattacken Symptome

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Panikattacken-Symptome werden durch Panikattacken hervorgerufen, die wiederum (meist) Teil einer Angststörung sind. Um die Symptome loszuwerden, heißt es, die Angststörung zu überwinden.

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Ich freue mich darauf. Und wenn Du noch eine Frage hast, zum Beispiel wissen möchtest, ob ein bestimmtes Symptom durch Angst hervorgerufen werden kannst, so nutze die Kommentarfunktion. Vielen Dank.

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27 Kommentare

  1. Andrea sagt:

    Ich habe seit drei Jahre mit herzrassen schwindel zu tun möchte da wieder da raus aber ich weiss nixhtvwie ich es Schafen soll

  2. Aldina sagt:

    Ich habe es momentan seit ein paar Tagen wieder schlimmer. Ich habe seit Monaten schon keine richtige Attacke mehr gehabt mit Herzrasen, Todesangst und Atemnot. Bei mir ist das Problem mir ist die ganze Zeit zum heulen, ich habe die ganze Zeit das Gefühl ich bekomme schlechter Luft und habe so n Druck in Brust und Rücken, besonders wenn ich aufstehe und laufe. Auch im Hals zwischendurch. Wenn ich manchmal wirklich mal abgelenkt bin fällt mir auf das ich nichts habe aber sobald mir das auffällt treten die Symptome wieder auf. Je nachdem wie stark die Symptome jetzt sind Steiger ich mich auch mehr rein und die Angst und Nervosität wird stärker. Ich bekomme den Drang tief einzuatmen . Ich hab es schon etwas im Griff (denke ich zumindest) aber es belastend mich wahnsinnig.
    Ich habe seit der Störung aber auch immer den Gedanke ich habe bei Lebensmitteln eine Unverträglichkeit, Allergien. Traue mich manchmal nicht die Lebensmittel zu essen oder zu trinken. Ich weiß eigentlich das ich keine Unverträglichkeit habe, weil es Sachen sind die ich schon 1000 mal getrunken oder gegessen habe.
    Ich bin momentan aber auch nur zuhause und liege überwiegend nur rum. Vermute das es dadurch wieder schlimmer ist das es mir wieder so schlecht geht.
    Auch schwirrt mir momentan der Gedanke im Kopf ich hätte eine Katzenallergie obwohl ich keine habe. Ich denke es auch erst seit dem wir uns vor ein paar Tagen eine geholt haben. Denke auch immer ich bekomme schon hlechter Luft wenn ich sie gestreichelt habe. Das macht mich verrückt. Kennt das noch jemand. Ich bin ja schon paranoid. Manchmal mehr manchmal weniger und manchmal gar nicht.

    • Sebastian sagt:

      Du schreibst ja selbst, dass die Symptome dann auftauchen, wenn Dir auffällt, dass alles in Ordnung ist. Von daher scheinst Du die Symptome selbst hervorzurufen. Vielleicht gibt es ja in Deinem Leben etwas, womit Du derzeit extrem unzufrieden bist. Manchmal bieten derartige Symptome auch eine willkommene Ablenkung. Und was die Allergien angeht: Du kannst bei einem Allergologen schnelle herausfinden, ob du eine Allergie hast…

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