Panikattacken Symptome: Angst-Symptome verstehen

Panikattacken SymptomeDas Herz rast, man bekommt kaum Luft, fängt an zu zittern und schwitzt. Panikattacken-Symptome sind mehr als nur unangenehm – schließlich befürchten Betroffene oftmals, durchzudrehen, ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben.

Und immer bleibt der Zweifel: Sind das wirklich Angst-Symptome oder steckt nicht doch etwas ganz anderes dahinter? Wie kannst Du sicher sein, dass keine andere Erkrankung dahintersteckt? Was unterscheidet psychisch bedingte Beschwerden von körperlichen Anzeichen? Kann man ohnmächtig werden oder daran sterben?

Und was für Symptome können überhaupt auftreten, wenn man Panikattacken hat? Im folgenden Artikel versuchen wir Antworten auf diese Fragen zu finden.

Angst-Symptome Erfahrungen

Ich stand und stehe in Kontakt mit tausenden Menschen, die an Panikattacken leiden. Mit Hunderten davon habe ich eng zusammengearbeitet. Ich hatte aber auch selbst eine massive Angststörung, die mit ständigen Panikattacken einherging.

Und aufgrund dieser Erfahrungen weiß ich, dass Panikattacken-Symptome große Angst machen können. Man fragt sich oftmals: “Sind das wirklich Angst-Symptome oder steckt nicht doch vielleicht was ganz anderes dahinter?”

Wir schauen uns später noch an, wie Du Dir sicher sein kannst, dass ausschließlich Angst hinter diesen Beschwerden steckt. Nun geht es zunächst einmal darum, verschiedene Angst-Symptome einmal aufzulisten. Dabei haben wir uns nicht allein auf meine Erfahrungen verlassen – wir haben auch 5.000 Menschen gefragt, welche Symptomatik sie bei sich beobachten können, wenn sie eine Panikattacke bekommen.

Angst-Symptome-Auflistung

Die Angst-Symptome, die bei einer Panikattacke auftreten können, sind sehr vielfältig. Es gibt eher typische Symptome und auch Beschwerden, die individuell sehr verschieden sein können. Doch jedes der folgenden Symptome kann einzig und allein durch Deine Psyche ausgelöst werden.

Schauen wir uns nun einmal Symptome von Panikattacken an. Dazu zählen…

  • Herz: Herzrasen / hoher Puls / Herzklopfen bis zum Hals / Herzstolpern /unregelmäßiger Herzschlag
  • Kopf: Druck im Kopf /„Watte“ im Kopf / wie im Nebel / matschiges Gefühl im Kopf / Kopfschmerzen
  • Schwindel / Gefühl bewusstlos zu werden, Gefühl umzukippen
  • Gehen  Stehen: Gangunsicherheit / Gefühl der Instabilität / weiche Knie
  • Hals / Mund: Schluckbeschwerden / Globusgefühl / trockener Hals, trockener Mund / Schmerzen im Hals
  • vermehrter Speichelfluss
  • Brust / Atmung: Engegefühl in der Brust / Brennen in der Brust, Atemnot, Gefühl, keine Luft zu bekommen, Kurzatmigkeit, hyperventilieren, Gefühl zu ersticken
  • Sehstörungen: zum Beispiel Augenflimmern / alles wie durch einen Nebelschleier sehen / verschwommenes Sehen
  • Magen und Darm: Magenschmerzen, Bauchschmerzen / Durchfall, vermehrter Stuhlgang / Verstopfung /Blähungen / Übelkeit bis hin zum Erbrechen
  • Blase: vermehrtes Wasserlassen (starker Harndrang)
  • Haut: Kribbeln / Taubheitsgefühle/ Hautjucken, Kopfjucken
  • Hitze / Kälte: Schweißausbrüche, Hitzewallungen / Kälteschauer / kalter Schweiß, Handschweiß / kalte Hände, kalte Füße
  • muskuläre Probleme: Verspannungen im ganzen Körper / Muskelzucken / Rückenschmerzen
  • Unruhe: innere Unruhe, Nervosität / körperliche Unruhe, Bewegungsdrang
  • Ohren: Tinnitus, Ohrenklingeln, Ohrensausen / Druck auf den Ohren / Gefühl, dass sich ein oder beide Ohren verschließen
  • allgemeines Unwohlsein / Schwächegefühl / Beklemmungsgefühl
  • Weinkrampf, weinen / extreme Müdigkeit, Erschöpfung (meist am Ende einer Panikattacke)
  • Konzentrationsprobleme / Sprachprobleme / Wortfindungsstörungen
  • Tunnelblick
  • Zittern am ganzen Körper
  • hoher Blutdruck / Anstieg der Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, Nerven zum Zerreissen gespannt

Du siehst, dass die Symptome bei Panikattacken den ganzen Organismus betreffen können und außerordentlich vielfältig sein können. Neben diesen körperlichen Angst-Symptomen, gibt es zusätzlich Symptome auf der gefühlsmäßigen und gedanklichen Ebene, welche die Angst weiter verstärken. Zu diesen gehören:

  • Fluchtgedanken / “Ich weiß nicht, wohin mit mir!”
  • Angst körperlich schwer krank zu sein
  • Angst durchzudrehen / Angst verrückt zu werden
  • Angst vor Herzinfarkt
  • Gefühl der Unwirklichkeit / Derealisation
  • Angst die Kontrolle zu verlieren
  • Angst in Ohnmacht zu fallen
  • Angst zu Sterben

Diese Gedanken und Gefühle befeuern die Panikattacke.

Das passiert, wenn Du Angst bekommst

Bevor wir dazu übergehen, zu besprechen, warum typische Panikattacken-Symptome auftreten, müssen wir uns kurz den Teufelskreis der Angst anschauen.

Wenn Du Angst bekommst (egal wovor), werden Hormone ausgeschüttet, wodurch sich der Blutdruck erhöht und sich der Herzschlag beschleunigt. Die Pupillen weiten sich, die Muskeln sind angespannt.

Alle verfügbare Energie wird dem Körper bereitgestellt, um ihn in die Lage zu versetzen, zu kämpfen oder zu fliehen. Das macht ja auch Sinn, wenn man sich vorstellt, Du befindest Dich wirklich in einer gefährlichen Situation. Bei einer Panikattacke befindest Du Dich in der Regel nicht in einer gefährlichen Lage und nutzt diese Energie nicht.

Du bemerkst diese körperlichen Veränderungen und deutest sie als etwas Gefährliches, wie den Vorboten eines Herzinfarkts. Vielleicht interpretierst Du sie auch als Angstsymptome, hast aber Angst vor der Panikattacke selbst.

Wie dem auch sei: In jedem Fall erzeugen die Symptome, welche durch die anfängliche Angst ausgelöst werden, noch mehr Angst. Die Symptome verstärken sich und neue kommen hinzu. Das wiederum wird oft als Bestätigung dafür angesehen, dass was Schlimmes dahinter steckt und geboren ist eine Panikattacke vom feinsten. Das bezeichnet man auch als “Teufelskreis der Angst”.

Typische Panikattacken-Symptome

Jetzt haben wir schon eine Erklärung für einige typische Symptome von Panikattacken. Wenn man Angst bekommt, steigt der Blutdruck und der Puls. Von daher ist Herzrasen fast immer bei einer Panikattacke dabei.

Auch der Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur sowie  damit einhergehende Schweißausbrüche und Hitzewallungen sind direkt durch die Angst erklärbar. Und die Anspannung der Muskulatur bringt weitere Beschwerden mit sich wie körperliche Unruhe, Verspannungen und Muskelzucken.

Weitere typische bzw. sehr häufig auftretende Symptome bei Angstzuständen und Panikattacken sind Zittern, Kribbeln am Körper, Schwindel, Schluckbeschwerden/Kloß im Hals, innere Unruhe, Atemnot, hyperventilieren, Flimmern vor den Augen und Ohrensausen.

Auch ein Engegefühl in der Brust ist keine Seltenheit, wenn man eine Panikattacke bekommt, wodurch sich die Angst vor einem Herzinfarkt oft einstellt.

Darüber hinaus kann man das Gefühl bekommen, durchzudrehen, verrückt zu werden, manche bekommen Angst, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben. Oftmals mit dabei ist auch ein allgemeines Gefühl der Überforderung.

Diese Symptome sind bei Panikattacken sehr häufig zu beobachten und vollkommen normal, sofern man bei einer Angststörung von “Normalität” sprechen kann.

Angst-Symptome können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Einige Betroffene haben immer wieder die gleichen Beschwerden, während diese bei anderen variieren. Und dass die Symptome mitunter variieren, macht es nicht besser. Man fragt sich unwillkürlich: “Sind das wirklich Panikattacken Symptome? Könnte nicht doch etwas ganz anderes dahinter stecken?” Zu diesem Punkt gleich mehr.

In jedem Fall gibt es kaum ein Symptom, welches nicht durch eine Angststörung bzw. die mit einer Angststörung einhergehende Anspannung ausgelöst werden könnte.

Panikattacken-Symptome Dauer

Panikattacken Symptome Dauer

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Die Dauer einer Panikattacke kann stark variieren. Manchmal ist man in der Lage, sich relativ schnell zu beruhigen, manchmal dauert es etwas länger. In den meisten Fällen ist die Panikattacke nach etwa 30 Minuten vorüber. Ich selbst habe aber auch schon deutlich längere Panikattacken durchleben müssen.

Einige Betroffene sprechen sogar von stundenlangen Panikattacken. Das liegt meist daran, dass ein dauerhaft hoher Angstpegel besteht, der ebenfalls starke Symptome mit sich bringen kann. Eine echte Panikattacke liegt in der Regel nicht vor, man befindet sich eher kurz davor, was für Betroffene manchmal noch belastender ist, als eine Panikattacke selbst. Einige empfinden eine Panikattacke dann sogar als Erleichterung, da die Angst danach endlich abflaut.

Die Angst-Symptome können in solchen Fällen stundenlang bestehen und es fühlt sich so an, als hätte man eine ewig lange Panikattacke.

Und Panikattacken-Symptome danach?

Ist die Panikattacke vorüber, normalisiert sich der Herzschlag, der Blutdruck sinkt und die Pupillen sind nicht mehr so stark geweitet. Meist stellt sich eine extreme Müdigkeit und Erschöpfung ein. Betroffene fühlen sich wie gerädert. Auch die Müdigkeit kann weitere Beschwerden wie Konzentrationsprobleme oder ein Zittern mit sich bringen.

Außerdem sind danach immer wieder Symptome zu beobachten, die der extremen Anspannung und dem mit der Angst einhergehenden Stress geschuldet sind: Kopf- und Rückenschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus), Flimmern vor den Augen, innere Unruhe, Schwächegefühl und Magenprobleme.

Dabei besteht die Gefahr, dass diese Symptome wiederum als nicht normal interpretiert werden und Angst hervorruft. Betroffene haben in diesem Falle manchmal das Gefühl, als würde die Angst bzw. die Panikattacke nicht vorübergehen.

Sind das wirklich Angst-und-Panikattacken-Symptome?

Symptome Panikattacken normal

Sind diese Symptome bei Panikattacken normal?

Immer wieder erhalte ich Kommentare oder E-Mails, die mir die Frage stellen: “Ich habe dieses oder jenes Symptom. Wird das wirklich durch eine Panikattacke ausgelöst? Ist das normal?” 

Sind das wirklich Symptome einer Angststörung? Ich kann diese Frage sehr gut nachvollziehen, da ich mir diese viele Mal selbst gestellt habe.

Ich hatte in meinem Leben wahrscheinlich hunderte von Panikattacken. Und irgendwie war mir schon klar, dass ich diese überstehen würde, schließlich habe ich das viele Male durchgemacht. Doch IMMER war die Panik mitsamt ihrer Symptomatik schlimm, jedes Mal wieder aufs Neue.

Und immer wieder habe ich daran gezweifelt, ob es nicht doch eine körperliche Ursache dafür gab. Auch nach unzähligen Angstzuständen war der leise Zweifel dabei, ob Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel und Zittern nicht doch Anzeichen für etwas Ernstes waren. Diesmal könnte es ja doch vielleicht was anderes sein!

Ja, es ist ein großes Problem, dass die Im Zuge von Panikattacken auftretenden Beschwerden auch bei (ernsten) körperlichen Problemen auftreten können.

Ein Engegefühl in der Brust, Herzrasen, Schweißausbrüche und Atemnot könnten schließlich auch auf ein Herz-Kreislauf-Problem – Kribbeln, Zittern oder Schwindel könnte auf eine neurologische Erkrankung hindeuten.

Du musst doch langsam wissen, dass das nichts Ernstes ist!

Viele Betroffene bekommen diesen gut gemeinten Ratschlag. Wenn man diese Panikattacken-Symptome doch schon so oft erlebt hat, weiß man doch, dass man sie überleben wird. Ja und nein…

Natürlich sagt man sich schon irgendwie: “Das ist nur Angst und Du wirst das auch diesmal überstehen.” Es bleibt aber immer ein leiser Zweifel, denn wer kann uns denn GARANTIEREN, dass es diesmal nicht anders ist? Und auch wenn man sich der Angst bewusst ist, fürchtet man manchmal dass andere die Panik bemerken oder die Kontrolle zu verlieren.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Angstattacken-Symptome nicht immer identisch sind. Sie variieren nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern manchmal auch von Panikattacke zu Panikattacke.

Es gibt vielleicht bestimmte Leitsymptome, die (fast) immer auftreten. Während der eine vor allem mit Hyperventilation zu kämpfen hat, ist es beim anderen hauptsächlich Schwindel. Aber wie gesagt: Die Symptome können verschieden sein oder fühlen sich manchmal anders an und das verstärkt die Unsicherheit.

Aber wie findet man jetzt heraus, ob nichts anderes dahinter steckt?

Angstattacken-Symptome oder doch etwas anderes?

Es bleibt immer ein Hauch von Unsicherheit. Schließlich gibt es keine Garantie dafür, dass nicht diesmal doch ein Herzanfall oder was anderes Ernstes dahinter steckt, auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist. Folgende Fragen können Dir dabei helfen, herauszufinden, ob das alles wirklich nur Angst ist.

  • Befindest Du Dich in einer Situation, in der Du Dich oftmals unwohl fühlst oder sogar immer wieder Panikattacken bekommst?
  • Hattest Du ursprünglich vor einem bestimmten Objekt (z.B. einer Spinne) Angst?
  • Ist der Angst ein Gedanke vorausgegangen, der die Panik ausgelöst hat (z.B. hoffentlich sage ich in dieser Situation nichts Dummes)?
  • Hast Du eine bestimmte körperliche Veränderung bemerkt (z.B. ein Stechen, Ziehen, Kribbeln) und das als gefährlich interpretiert (das ist bestimmt was Schlimmes!)?

Beantwortest Du nur eine dieser Fragen mit “ja” ist die Wahrscheinlichkeit riesig, dass es sich um Angst-Symptome handelt.

Lass Dich untersuchen…

Die meisten Menschen mit einer Angststörung haben schon alle möglichen Untersuchungen vornehmen lassen. Falls aber noch nicht geschehen, so solltest Du Dich einmal gründlich untersuchen lassen. Nicht deshalb, weil ich befürchte, dass etwas Schlimmes dahinter steckt, sondern weil das die Akzeptanz steigert, dass allein die Psyche diese Symptome auslöst.

Befürchtest Du beispielsweise ein Problem mit dem Herzen, so solltest Du Dich zu einem Kardiologen begeben. Ein normales EKG, ein 24 Stunden-EKG, ein Belastungs-EKG sowie eine Blutdruckmessung sind schmerzfrei und geben in den allermeisten Fällen einen Hinweis darauf, FALLS tatsächlich etwas nicht in Ordnung ist.

Bei Abklärung von Symptomen wie Zittern, Schwindel, Ohrensausen und Kribbeln wäre der Neurologe bzw. der HNO-Arzt der richtige Ansprechpartner.

Eine gründliche Untersuchung kann Dir zumindest etwas Sicherheit geben und hilft Dir, Dich im Falle einer Panikattacke beruhigen zu können. Die absolute Garantie gibt es aber leider nicht. Du müsstest schon den ganzen Tag, 365 Tage im Jahr am Überwachungsgerät hängen. Und das willst Du sicher nicht.

Also bleibt einem nur übrig, mit diesem Rest an Ungewissheit zu leben. Bitte behalte folgendes im Kopf:

  1. Symptome, welche durch ein ernstes körperliches Problem auftreten, verschwinden nicht einfach, solange die Ursache noch besteht. Sie werden in der Regel schlimmer.
  2.  Treten die Symptome nur in bestimmten Situationen auf (die Dir Angst machen), ist das ein wichtiges Indiz dafür, dass kein körperliches Problem dafür verantwortlich ist.
  3. Manche haben einen ständig hohen Angstpegel, der sich nicht auf bestimmte Situationen beschränkt und längst nicht immer gipfelt die Angst in Panikattacken – beispielsweise, wenn die generalisierte Angststörung im Spiel ist. Die ständige Anspannung kann ebenfalls vielfältige Symptome hervorrufen, wie Nervosität, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Flimmern vor den Augen oder Stiche in der Brust. Darum solltest Du einen Weg finden, um die mit Angst immer verbundene Anspannung zu reduzieren, beispielsweise durch das Erlernen einer Entspannungstechnik wie die progressive Muskelentspannung oder Meditation.

Wenn Du aufwachst und Dir nichts weh tut…

…dann kannst Du sicher sein, Du bist tot. Kennst Du diesen Spruch, der gerne mal im Zusammenhang mit voranschreitendem Alter und körperlichen Wehwehchen genannt wird?

Was ich Dir damit sagen will? Jeden Menschen sticht es mal, es zwickt mal hier und kribbelt mal dort. DAS IST VOLLKOMMEN NORMAL.

Du bist ein Lebewesen und keine Maschine. Zum Problem werden diese Wehwehchen erst dadurch, dass Du diese körperlichen Regungen als gefährlich interpretierst – diese dramatisierst. Erst diese Interpretation erzeugt Angst, was mitunter zu Angstattacken führt.

Die Angst vor Ohnmacht

Ich habe Angst ohnmächtig zu werden!

Zu der Angst vor Ohnmacht möchte ich noch kurz ein paar Worte verlieren, da ich immer wieder gefragt werde: “Ich habe so große Angst ohnmächtig zu werden oder Angst umzukippen. Was soll ich tun?”

Mir ist so gut wie kein Fall bekannt, bei dem eine Panikattacke zur Ohnmacht geführt hat. Ich bin kein Mediziner, aber Panikattacken und Ohnmacht widersprechen sich im Grunde. Eine Ohnmacht entsteht dann, wenn das Gehirn plötzlich nicht mit genug Blut und Sauerstoff versorgt wird.

Bei Panikattacken steigt der Blutdruck. Das Blut schießt quasi durch den Körper, so dass eine Unterversorgung des Gehirns nahezu unmöglich ist. Die Angst vor Ohnmacht bei Panikattacken ist im Grunde unbegründet.

Allenfalls, wenn man hyperventiliert könnten die Lichter kurz ausgehen. Da man beim Hyperventilieren durch schnelles und tiefes Atmen immer mehr Sauerstoff in die Lungen pumpt, ist irgendwann eine Grenze erreicht. Durch eine Ohnmacht normalisiert sich die Atmung, man kommt wieder zu sich und das wars es.

Um das zu verhindern, kannst Du in eine Papiertüte atmen. Hast Du keine zur Hand, dann achte darauf, dass Du länger aus- als einatmest. Zähle beim Einatmen bis 2 und beim Ausatmen bis 5. So sorgst Du dafür, dass sich sich Co2 oder Sauerstoff wieder im Gleichgewicht befinden.

Angst durchzudrehen oder verrückt zu werden

Ich habe Angst durchzudrehen und Angst verrückt zu werden!

Auch die Angst durchzudrehen oder verrückt zu werden, ist unbegründet. Eine Angststörung führt nicht zu einer Psychose, Schizophrenie oder Wahnerkrankungen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Es ist richtig, dass Menschen mit diesen Vorerkrankungen verstärkt Angst haben. Du löst aber durch die Angststörung keine solche Erkrankung aus.

Und ich kann die Angst durchzudrehen sehr gut nachvollziehen. Wenn man Panikattacken hat, kann man kaum einen klaren Gedanken fassen und sich nur schwer auf die Umwelt konzentrieren. Man weiß einfach nicht, wohin mit sich und denkt: “Ich halte das nicht mehr aus!” Du wirst aber nicht durchdrehen und die Kontrolle verlieren. Auch wenn diese Angst nachvollziehbar ist: Du wirst die Panikattacken immer überstehen.

Panikattacken sind furchtbar, aber ungefährlich. Dir passiert nichts. Egal was Du tust, Du wirst die Panik überstehen und vor allem Du wirst sie überleben.

Was Du für Dich mitnehmen solltest

Es kam vor, dass bei einer kleinen Zahl meiner Klienten tatsächlich ein körperliches Problem festgestellt wurde. Mal hat man ein kleines Schilddrüsenproblem festgestellt oder eine leichte Herzklappenschwäche. Bislang war es nie etwas ernstes und nichts, was die (alleinige) Ursache für die Symptome war.

Und aus dieser Erfahrung kann ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine ernste körperliche Erkrankung im Allgemeinen sehr, sehr gering ist. Merke:

  • Es gibt kaum ein Symptom, welches nicht durch die Psyche ausgelöst werden.
  • Du wirst nicht durchdrehen oder verrückt werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht in Ohnmacht fallen.
  • Lasse diese Symptome ärztlich abklären, um Dir die notwendige Sicherheit zu holen.
  • Lerne mit einem gewissen Restrisiko zu leben.
  • Panikattacken sind nicht gefährlich.

Die Garantie dafür, dass es sich bei den Beschwerden ausschließlich um Symptome handelt, die durch Angst ausgelöst werden, bekommt Ihr, wenn mit der Angststörung auch die Symptome verschwinden und dabei möchte ich Euch helfen…

Was kannst Du gegen Panikattacken-Symptome tun?

Panikattacken Symptome

bereits 22.372 kostenlose Downloads

Panikattacken-Symptome werden durch Panikattacken hervorgerufen, die wiederum (meist) Teil einer Angststörung sind. Um die Symptome loszuwerden, heißt es, die Angststörung zu überwinden.

Dabei kann Dir mein E-Mail-Coaching helfen. Du kannst Deine E-Mail-Adresse hier eintragen und bekommst von mir kostenlos hilfreiche Tipps per E-Mail. Gleich nach der Anmeldung kannst Du die 2 kleinen Ebook-Ratgeber “Erste Hilfe bei Angst und Panikattacken” sowie Psychisch krank – Das sollten Sie wissen” herunterladen. Alles vollkommen gratis.

Klicke hier und lass uns gemeinsam daran arbeiten, Panikattacken und ihre Symptome zu überwinden.

Ich freue mich darauf.

Welche Symptome hast Du? Warum machen Dir die Symptome so große Angst? Was befürchtest Du, könnte statt einer Angststörung dahinter stecken?

Nutze die Kommentarfunktion. Ich antworte sicher!

Deine E-Mail-Adresse wird übrigens nicht veröffentlicht und Du kannst nur Deinen Vornamen verwenden oder einen Fantasienamen wählen.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

Diese Beiträge könnten Dir auch gefallen...

155 Kommentare

  1. Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

    Lieber Patrick,

    ich kann mir vorstellen, dass dieses Erlebnis auf der Arbeit ziemlich traumatisch für Dich war. Die Symptome, die Du beschreibst, sind ziemlich typisch für eine Panikattacke. Nicht immer sind Panikattacken bestimmten Situationen zuzuordnen. Manchmal genügt ein kurzer Gedanke (den man oft gar nicht bewusst wahrnimmt) oder eine harmlose körperliche Veränderung, die man als gefährlich interpretiert, um die Angst auf den Plan zu rufen.

    Vielleicht gelingt es Dir, herauszufinden, was der Auslöser (Gedanke/Symptom) für die Angst war, wenn Du merkst, dass sie sich aufbaut. Im Übrigen ist es meiner Erfahrung nach so, dass der Beginn einer Angststörung (ich würde nach so kurzer Zeit noch nicht davon sprechen) meist mit Unzufriedenheit/Unsicherheiten/wichtigen Entscheidungen/sonstigen Stresssituationen einhergeht. Gibt es da etwas, dass Dich gerade belastet (unabhängig von den Panikattacken)?

  2. Patrik sagt:

    Hallo
    Mein Problem ist vollgendes vor 3 Wochen bin ich auf der Arbeit beinahe umgekippt mir wurde schwindelig herzrasen mir wurde warm ich hatte das Gefühl der enge im brustkorb meine Kollegen haben den rtw gerufen im kh wurde ich dann durchgecheckt.
    Es ist alles ok wurde mir gesagt
    Das war für mich ein extrem einschneidendes Erlebnis da ich in diesem Moment extreme Angst vor einem herzifakt hatte ( ich muss dazu sagen ich bin 30 Jahre alt und so gut wie nie krank)
    Jetzt zu meinem eigentlichem Problem
    Seit diesem Tag habe ich ca 2 bis 4 mal am Tag (manchmal auch mal 1 Tag nicht)
    Das Gefühl der enge in der Brust mein herzrast mir wird schwindelig und übel ich bin mir eigentlich sicher das es eine parnikatake ist aber sie kommen nicht in einer bestimmten Situation sondern einfach aus heiterem Himmel mal auf der Arbeit um 18 Uhr mal nach dem Frühstück um 10 mal beim tv gucken um 22 Uhr
    Hätten sie einen tip oder eine Hilfestellung für mich und hören diese Attacken irgendwann auch wieder ganz auf

    Mfg

  3. Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

    Liebe Jenny,

    ich weiß, wie schwer es ist, zu akzeptieren, dass eine psychische Ursache für körperliche Beschwerden vorliegt. Es ist auch in Ordnung, dass Du daran zweifelst. Es liegt meiner Meinung nach auch am Therapeuten, Dich dahingehend zu bringen, Dich auf die Therapie einzulassen. Die Zweifel werden nach und nach verfliegen, wenn es Dir besser geht. Sage ruhig ganz offen und ehrlich, dass Du immer noch glaubst, etwas Körperliches stecke dahinter.

    PS: Ich kenne alle Deine Symptome auch.

  4. Sebastian D. KraemerSebastian D. Kraemer sagt:

    Hallo Fabian,
    für mich klingt das zumindest sehr danach. Wenn man sich vorstellt, schlimm erkrankt zu sein, würde wohl jeder Angst bekommen, was letztlich dann in einer Panikattacke enden kann. Die Wahrscheinlichkeit an Tourette erkrankt zu sein, ist im Allgemeinen gering. Wie kommst Du denn überhaupt darauf?

  5. Jenny sagt:

    Hallo Sebastian, jetzt muss ich hier auch mal schreiben 😉 ich habe seit März ein seltsames Gefühl im Schädel, so als hätte ich eine schlechte Durchblutung im Kopf, dazu kam noch eine Gangunsicherheit und ab Mai auch ein flimmerndes Sehen und starke Muskelverspannungen. Dann ging ich zum Hausarzt der machte verschiedene Teste die alle positiv waren, außer das ich einen starken Eisenmangel habe fand er heraus. Nach 3 Wochen war der Eisen wieder aufgefüllt aber meine Symptome gingen nicht weg… Dann fing der Ärztemarathon an. Neurologe und Orthopäde. Hws ist nichtmehr die beste und beim Neurologen kam heraus, dass ich Flecken am Gehirn habe. Beide Ärzte wiesen aber darauf hin, dass es eine Nebendiagnose ist und nichts mit meinen Symptomen zu tun. Dann war ich Hno da war alles supi genauso wie beim Augenarzt. Meine Ärztin sagte sie denkt das sei eine Angststörung und schickte mich zum Psychiater. Der bestätigte mir das und ich mache eine Psychotherapie. Leider kann ich mich da kaum öffnen, weil ich immer noch im Hinterkopf habe, ob es doch was körperliches ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.