Panikattacken Nachts: Tipps für einen angstfreien Schlaf

Panikattacken nachts

Das hilft gegen Panikattacken mitten in der Nacht

Wenn man mit Atemnot und Herzrasen schweißgebadet im Bett liegt, manchmal sogar Todesangst hat, dann hat mit Panikattacken nachts zu tun. Tagsüber ist Panik oftmals schon schwer auszuhalten. Panikattacken in der Nacht sind oft noch einmal belastender.

Doch Ihr müsst Euch nicht damit abfinden, denn es gibt Mittel und Wege, die Euch gegen diese Angstzustände helfen.

Hier erfahrt Ihr, was die Ursachen für nächtliche Panikattacken sind und was Ihr dagegen tun könnt. Auf Euch warten nun die besten Tipps für einen angstfreien Schlaf.

Inhalt

Hast Du jetzt gerade eine Panikattacke?

Vielleicht ist es bei Dir gerade mitten in der Nacht und Du hast gerade große Angst. Wenn dem so ist, dann bitte ich Dich jetzt, kurz innezuhalten. Schau Dich dort um, wo Du gerade bist. Was siehst Du? Benenn die Dinge, die Du siehst.

Es ist alles gut. Eine Panikattacke ist nicht gefährlich, nur unangenehm. Dir passiert nichts.

Atme 3 Sekunden lang ein und anschließend 5 Sekunden lang aus. Und noch einmal: 3 Sekunden einatmen, 5 Sekunden ausatmen. Wiederhole das Ganze noch 3 Mal.

Geht es Dir besser? Wunderbar. Eine Panikattacke ist nicht gefährlich, aber sehr belastend. Lass uns nun darüber sprechen, wodurch diese Panikattacken in der Nacht entstehen und was Du dagegen tun kannst.

Nächtliche Panikattacken bei Menschen mit einer Angststörung

Angstzustände und Panikattacken treten oftmals in bestimmten Situationen auf. Bei der Klaustrophobie ist es die Angst vor engen Räumen, bei Höhenangst die Höhe und bei der Pferdephobie bricht die Angst aus, wenn man sich einem dieser großen Vierbeiner gegenüber sieht.

Daneben gibt es Formen der Angststörung, die weniger spezifisch sind. Bei der Agoraphobie oder der Sozialphobie beispielsweise treten Angstzustände und Panikattacken in den verschiedensten Situationen auf, bei der Panikstörung gibt es sogar kaum eine Situation, in der keine Panikattacken auftreten könnten.

Ich selbst litt damals aus einem Mix aus generalisierter Angststörung, Panikstörung und Agoraphobie. Ich hatte in jeder erdenklichen Situation schon einmal Angstzustände und ich kenne auch diese Panikattacken nachts.

Etwa bei jedem zweiten Betroffenen, der unter einer Angststörung leidet, kommt es gelegentlich zu Panikattacken in der Nacht und ich war einer von ihnen. Vor allem wenn Du auch tagsüber mit Panikattacken zu tun hast, empfehle ich Dir mein E-Mail-Coaching:

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Panikattacken im Schlaf sind bei Angststörungen häufig

Menschen mit einer Angststörung träumen generell viel und sie haben leider nicht wenige Albträume. Wenn das Leben nicht so läuft, wie man sich das vorstellt – wenn Ängste und Sorgen das Leben bestimmen, dann wirkt sich das auch auf den Schlaf aus.

Menschen mit einer so massiven Angststörung, so wie ich damals, finden im Schlaf nur schwer Erholung. Wüste Träume, Probleme beim Einschlafen und häufiges Aufwachen sind die Folge und manchmal eben auch Panikattacken im Schlaf.

Schlafstörungen und selbst Panikattacken im Schlaf sind bei Menschen mit einer Angststörung alles andere als unnormal.

Und doch ist die Not oft groß, weil man sich doch zumindest im Bett sicher fühlen möchte, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Letztlich wird man diese nächtlichen Panikattacken los, wenn man die Angststörung als solche überwindet.

Atemnot und Todesangst – nur schlecht geträumt?

Ganz selten schrecke ich auch heute nochmal aus dem Schlaf hoch, weil ich schlecht geträumt habe. Dann ist auch bei mir im ersten Moment die Angst mit dabei (wie bei jedem Menschen). Im ersten Moment habe ich dann das Gefühl keine Luft zu bekommen und Herzrasen. Herzrasen, Atemnot und Schwitzen sind wohl die häufigsten Symptome von Panikattacken im Schlaf.

Wenn man so etwas erstmalig erlebt, ist oftmals Todesangst mit dabei und das Ganze kann einem schon ein wenig nachhängen. Nachdem ich das Licht anknipst habe, beruhige ich mich jedoch schnell wieder und schlafe wieder ein. Es kommt heute wie gesagt nur noch selten vor, doch nur weil ich meine Angststörung überwunden habe, ist mein Leben natürlich nicht komplett frei von Angst und es liegt nun einmal in der Natur von Albträumen, dass sie Angst machen.

Wenn man auf diese Weise mit Panikattacken im Schlaf umgeht, sind gelegentliche Panikattacken aus dem Schlaf heraus kein großes Problem. Zum Problem wird das Ganze vor allem dann, wenn man die Angst und daraus resultierenden Symptome als gefährlich interpretiert.

Wenn Du zum Beispiel befürchtest, dass Du einen Herzinfarkt hast, dann bekommst Du noch mehr Angst und Deine Symptome wie Luftnot und Herzrasen verstärken sich, was wiederum noch mehr Angst macht. Ein Teufelskreis.

Und wenn man öfter mit nächtlichen Panikattacken zu tun hat, kann das dazu führen, dass man nicht mehr gerne schlafen geht und sich sogar dagegen wehrt. Schlafentzug macht das Ganze aber leider nicht besser. Dadurch ist man noch mehr gerädert, anfälliger für Angstzustände und Panik und zwar auch nachts.

Tipp 1: Wenn Du befürchtest, dass etwas Körperliches hinter den nächtlichen Angstzuständen steckt, dann lasse Dich bitte untersuchen. Den Schlaf aus Angst vor Panikattacken aufzuschieben, ist die schlechteste Lösung. Es hilft, wenn Du weißt, dass körperlich alles in Ordnung ist.

Tipp 2: Dieses Hochschrecken und “nach Luft ziehen” (diese Atemnot) kann unter Umständen auch durch eine Übersäuerung auftreten. Daher solltest Du in den 2 Stunden vor dem ZuBettGehen nur Wasser trinken und auf Süßes verzichten. Wenn Du an Sodbrennen leidest, könntest Du Dich zudem auf die “Refluxkrankheit” untersuchen lassen.

Schlaflabor bei Panikattacken nachts

Panikattacken in der Nacht

Weil ich das Gefühl hatte, meine Schlafqualität wäre nicht optimal, wollte ich das testen lassen. Darum war ich vor kurzem für 2 Nächte im Schlaflabor. Auch wenn ich nicht wegen Panikattacken in der Nacht dort war, habe ich Erkenntnisse gewinnen können, die dir vielleicht gegen deine nächtlichen Panikattacken helfen können.

Wie du auf dem Bild siehst, wird man ordentlich verkabelt. Auf diese Weise können nicht nur Atemaussetzer und Bewegungen im Schlaf festgestellt werden – über ein EEG kann man sehen, wann man sich in welcher Schlafphase befindet. Zudem nimmt eine Infrarotkamera den Schlafenden auf.

Zunächst einmal habe ich richtig lange gebraucht, bis ich eingeschlafen war. Durch die ganzen Kabel war es schwer, die richtige Schlafposition zu finden. Zudem hat mir diese künstliche Situation zu schaffen gemacht.

Obwohl gegen 22 Uhr das Licht ausgemacht wurde, habe ich beide Nächte nicht vor 2 Uhr geschlafen. Zumindest dachte ich das.

Die EEG-Aufzeichnungen bewiesen, dass ich immer mal wieder kurz eingeschlafen war, teilweise sogar sofort in die tiefste Tiefschlafphase gelangt war. Nur für wenige Minuten. Ich hätte jedoch schwören können, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt hellwach war und war über die Ergebnisse total überrascht.

Und das zeigt, dass wir in der Einschlafphase zwar noch wach sind – doch gerade wenn wir nicht so richtig schlafen können, nicken wir immer mal wieder ein. Wir schlafen also ohne es zu merken. Wir fangen an, langsam zu träumen, befinden uns irgendwo zwischen Schlafen und Wachsein. Wir sind zwischendurch total entspannt (schließlich schlafen wir ein) und dann wieder angespannt, wenn wir kurz darauf wieder aufwachen oder sogar hochschrecken.

Dieser Schlaf-Wach-Zustand ist seltsam, weder Fisch noch Fleisch. Man glaubt, man ist die ganze Zeit wach, ist es aber nicht. Und aus diesem komischen Gefühl heraus, können nächtliche Panikattacken entstehen.

Vielleicht kann dir diese (für mich total neue) Erkenntnis gegen Panikattacken in der Nacht helfen. Zudem würde es dich vielleicht beruhigen, wenn du selbst einmal Gast eines Schlaflabors wirst. Das Ganze ist vollkommen schmerzfrei. Es kann allerdings ein paar Monate dauern, bis du einen Termin bekommst.

Schlaflähmung: Siehst Du Fratzen?

In der Februar-Ausgabe 2017 der Zeitschrift “P.M. Fragen und Antworten” habe ich erstmalig von der “Schlaflähmung” gelesen. Tritt eine Schlaflähmung auf, kann man sich nicht bewegen und sieht Gestalten oder Fratzen, die auf einen zukommen, manchmal auch schreien, kreischen oder brüllen.

Manchmal kann man sich minutenlang nicht rühren und bekommt verständlicherweise Angst, die manchmal in Panikattacken münden. Meistens tritt diese Schlaflähmung am Ende einer REM-Phase (Traumphase) auf, manchmal auch beim Einschlafen. In dieser Phase sind die Muskeln noch gelähmt und man befindet sich in einem Stadium zwischen Traum und Wachsein.

Und gerade weil man dabei schon irgendwie wach ist, erscheinen diese Figuren umso realer. Man fühlt sich wie in einem real gewordenen Albtraum. Fratzen, Monster, Geister, irgendwelche grusligen Gestalten beugen sich über das Bett und man kann sich nicht bewegen. Manchmal machen sie Geräusche, der Betroffene spürt mitunter sogar Berührungen. Wer würde da keine Angst bekommen? Wen wundert es, wenn dann nächtliche Panikattacken auftreten?

Es leiden viele Menschen zumindest hin und wieder darunter. Man vermutet, dass dieses Phänomen unter Stress vermehrt auftritt.

Letztlich ist eine Schlaflähmung nicht gefährlich. Sie ist nicht unnormal und ist auch kein Anhaltspunkt für eine körperliche oder psychische Krankheit. Und dieses Wissen kann dabei helfen, besser damit umgehen zu können.

Pavor Nocturnus bei Erwachsenen als Ursache für Panikattacken im Schlaf

Besonders Kinder zwischen vier und zwölf Jahren leiden unter dieser Form der Schlafstörung, die auch als “Nachtschreck” bekannt ist. Dabei schreckt der Betroffene in der Regel kurz nach dem Einschlafen aus dem Tiefschlaf hoch – oft wimmernd, keuchend oder schreiend – und ist anschließend verstört.

Er ist in der Regel für mehrere Minuten nicht ansprechbar, zeigt Angst-Symptome wie Schwitzen, Zittern und beschleunigten Herzschlag. Dann beruhigt sich der Betroffene wieder und schläft wieder ein. Meist kann er sich an diesen Anfall nicht erinnern.

Bei Kindern ist diese Angst aus dem Nichts heraus in der Regel nicht behandlungsbedürftig. Im Jugendalter hört das Ganze irgendwann auf

Pavor Nocturnus Erwachsene: Etwa ein Prozent der Erwachsenen leiden unter dem Nachtschreck. Auch wenn die Ursachen dafür nicht wirklich erforscht sind, sind weitere Maßnahmen alleine aufgrund des Pavor Nocturnus nicht erforderlich.
Nicht selten stecken jedoch andere psychische Probleme wie die generalisierte Angststörung dahinter. Leidet man auch tagsüber vermehrt an Ängsten, neigt zu zwanghaftem Grübeln und macht sich ständig (unnötige) Sorgen, so sollte man über eine Therapie nachdenken.

Angst vor dem Einschlafen

Wenn man Panikattacken nachts hat, dann verwundert es nicht, dass man sich vor dem Einschlafen fürchtet. Schließlich gehen diese nächtlichen Panikattacken extrem an die Nieren.

Daneben haben einige Menschen mit der Angst vor dem Einschlafen die Befürchtung, dass ihnen im Schlaf etwas passiert. Menschen mit einer Herzneurose (Angst, dass mit dem Herzen etwas nicht stimmt) haben zum Beispiel oft Angst, dass ihr Herz im Schlaf aufhört zu schlagen.

Angst vor dem Kontrollverlust: Der Schlaf ist wie ein kleiner Tod. Man gleitet in eine andere Welt hinüber, man verliert auf eine gewisse Weise die Kontrolle. Und auch das kann beängstigend sein. Es geht hier meist um ein gewisses Urvertrauen – ein Vertrauen in das Leben im Allgemeinen – und auch darum, zu akzeptieren, dass wir nicht alles kontrollieren können.

Wir sind nicht dazu in der Lage alles zu kontrollieren. Wenn wir schlafen, müssen wir uns fallen lassen und darauf vertrauen, dass wir am nächsten Morgen wieder aufwachen.

Probleme werden tagsüber verdrängt

Ich kenne einige Menschen, die vor allem von Panikattacken nachts berichten und am Tag eher selten Panikattacken und Angstzustände haben. Tagsüber funktionieren sie, gehen betriebsam ihrer Arbeit und ihren Verpflichtungen nach und alles ist gut. Kommen sie dann zur Ruhe, treten wie aus heiterem Himmel Angstzustände und Panikattacken auf.

Wie immer treten hier bestimmte Panikattacken-Symptome auf, welche die Angst zusätzlich verstärken. Schweißausbrüche, Atemnot und Herzrasen. Der Gedanke “mit meinem Herzen stimmt etwas nicht” ist häufig.

Menschen, die vor allem dann mit Panikattacken zu tun haben, wenn sie zur Ruhe kommen, sind oft Meister der Ablenkung. Tagsüber beschäftigt man sich nicht mit den eigentlichen Problemen, arbeitet, macht und tut. Kommt man dann zur Ruhe, gibt Psyche und Körper zu verstehen, dass momentan etwas so ganz und gar nicht in Ordnung ist und es kann zu Angstzuständen in der Nacht kommen.

Meist geschieht das nämlich in einer Lebensphase, die nicht so erfreulich ist, in bestimmten Lebenskrisen oder bei ungelösten Problemen.

Wenn Panikattacken nur nachts auftreten, dann sollte man sich vor allem fragen, was denn im Leben nicht in Ordnung ist. Müsste man eigentlich eine wichtige Entscheidung treffen? Zieht man es vor, unangenehme Gefühle mit Angst zu überdecken, statt diese zuzulassen? Bedarf es in einem Lebensbereich einer notwendigen Veränderung, doch man scheut vor der Umsetzung, vielleicht auch, weil man nicht weiß, wie man das angehen soll?

Was ist es, womit man sich beschäftigen müsste, wenn man sich nicht mit Angst und Panik befassen müsste?

Diese Panikattacken in der Nacht sind sehr unangenehm, da man sich in seinem Bett eigentlich wohl und sicher fühlen sollte. Wenn man dann zur Ruhe kommt, fühlt man sich plötzlich schlecht und bekommt Angst.

Gehe in Dich und finde heraus, was Dich eigentlich beschäftigt.

Sind Schlaftabletten die Lösung?

Menschen, die Angstzustände nachts haben, leiden besonders. Im Bett soll man schließlich entspannen und Kraft tanken für die anstehenden Aufgaben. Wenn man kaum noch schlafen kann und sich morgens wie gerädert fühlt, überlegt man unweigerlich, ob man zu Schlaftabletten greifen sollte.

Ich bin kein besonders großer Freund von Schlaftabletten, da die Gefahr besteht, dass man mit der Zeit kaum noch ohne auskommt. Ich persönlich würde pflanzliche Mittel und Hausmittel bevorzugen. Heiße Milch mit Honig, Johanniskraut, Baldrian oder Frauenmantel können eine probate Schlafhilfe sein.

Hilft das alles nichts, könnt Ihr zusammen mit Eurem Hausarzt über die vorübergehende Einnahme von Schlaftabletten sprechen. Schläft man nicht ausreichend, hat man nicht die Kraft, um bestimmte Probleme zu lösen, wodurch die Ursache für die Panikattacken nachts nichts beseitigt werden.

Hilft Alkohol gegen nächtliche Panikattacken?

Alkohol wirkt entspannend und schlaffördernd. Von daher kann man mit einem Glas Wein oder Flasche Bier tatsächlich schneller in den Schlaf finden. Doch auch hier gewöhnt sich der Körper irgendwann daran. Für Menschen mit einer Angststörung besteht ohnehin eine erhöhte Suchtgefahr, sodass ich davon abraten möchte.

Trinkt man kräftig einen über den Durst, so leidet die Schlafqualität oft erheblich. Man schläft zwar schneller ein, doch ist der Körper mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt. Folge: Man schläft unruhig und fühlt sich am nächsten Morgen wie gerädert.

Hinzu kommt, dass nicht wenige Menschen als Folge des übermäßigen Alkoholkonsums an Herzrasen und Nachtschweiß leiden. Also genau den Symptomen, die man überhaupt nicht gebrauchen kann, wenn man nächtliche Panikattacken hat.

Panikattacken nachts – was tun?

Fassen wir abschließend noch einmal zusammen und ergänzen diese Hinweise um weitere Tipps gegen nächtliche Panikattacken. Das Wichtigste, das zu tun ist, zu Beginn:

  1. Hast Du auch sonst mit einer Angststörung zu tun, dann werden sich diese nächtlichen Angstzustände mit der Überwindung der Angststörung erledigen. Die besten Tipps zur Überwindung einer Angststörung bekommst Du in meinem kostenlosen E-Mail-Coaching. Klicke dazu hier.
  2. Bekommst Du immer dann Panik, wenn Du zur Ruhe kommst, dann solltest Du herausfinden, um was es eigentlich geht. Womit bist Du in Deinem Leben nicht zufrieden? Was gäbe es eigentlich zu tun oder zu spüren? Wenn Du gar nicht schlafen kannst, könntest Du über eine Arzneimittel nachdenken.
  3. Befürchtest Du eine ernste körperliche Erkrankung, lasse Dich untersuchen. Dein Herz-Kreislauf-System und Deine Lunge sollte im Zentrum der Betrachtung stehen. Bedenke auch die Refluxkrankheit (vor allem, wenn Du mit Sodbrennen zu tun hast). Der Besuch in einem Schlaflabor könnte aufschlussreich sein.
  4. Das Wissen allein kann helfen, mit Schlaflähmung (Fratzen sehen) besser zurecht zu kommen.
  5. Verzichte auf fettiges und säurehaltiges Essen vor dem Schlafengehen.
  6. Tagebuch führen: Schreibe vor dem Zubettgehen auf, wie Dein Tag war. Auf diese Weise kannst Du nicht nur dahinterkommen, was die nächtlichen Panikattacken verursacht oder fördert – Du schreibst die Dinge auf, die Dich beschäftigen und musst Dich während der Nacht nicht weiter damit belasten.
  7. Wenn Du Sport treibst, sorgt das für mehr Gelassenheit im Alltag, was sich auch positiv auf die Nächte auswirken wird.

Tipps gegen Panikattacken nachts (wenn diese da sind)

  • Knipse das Licht an und orientiere Dich. Gehe ins Bad und spritze Dir kaltes Wasser ins Gesicht. Schaue Dich im Spiegel an und sage Dir: “Es ist alles in Ordnung. Ich bin gesund. Alles wird gut.”
  • Ein mp3-Player oder Dein Handy mit beruhigender Musik, der auf Deinem Nachttisch liegt, kann Wunder bewirken.
  • Eine Papiertüte sollte auf Deinem Nachttisch ebenfalls nicht fehlen, wenn Du mit Atemnot zu kämpfen hast. Wenn Du hyperventilierst, kannst Du in diese Tüte atmen, um das richtige Gleichgewicht zwischen Sauerstoff und CO2 in Deinen Lungen wieder herzustellen.
  • Progressive Muskelentspannung oder Meditation kann Dir ebenfalls dabei helfen, Dich zu beruhigen.

Ich hoffe, dass Dir dieser Beitrag dabei hilft, mit den nächtlichen Angstzuständen richtig umzugehen, diese zu reduzieren und möglichst vollkommen aus Deinem Leben zu verbannen.

Ich möchte noch einmal auf mein kostenloses E-Mail-Coaching mit den besten Tipps gegen Angst und Panik hinweisen. Du kannst hier zusammen mit über 22.000 anderen kostenlos teilnehmen. Klicke dazu hier.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar

Vielleicht ist es gerade mitten in der Nacht bei Dir. Aber auch zu jeder anderen Tageszeit freue ich mich auf Deinen Kommentar. Es kann schon einiges bringen, wenn man seine Ängste, seine Sorgen und sein Befinden mitteilt!

Sebastian D. Kraemer

Sebastian D. Kraemer

Als ehemaliger Angstpatient helfe ich seit sieben Jahren Menschen mit übermäßiger Angst und Panikattacken auf ihrem Weg aus der Angststörung. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an meinem kostenlosen E-Mail-Coaching teil und ich freue mich über jeden einzelnen, dem ich zu einem angststörungsfreien Leben verhelfe.

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99 Kommentare

  1. Sebastian D. Kraemer Sebastian D. Kraemer sagt:

    Liebe Katja,
    vielen lieben Dank! Auch Menschen mit einer Angststörung, die kein Trauma erlitten haben, können bei Entspannungstechniken zunächst sogar Panikattacken bekommen. Alles, was anders ist, macht oft erst einmal Angst und den Zustand der Entspannung ist man schließlich oftmals nicht mehr gewohnt. Unabhängig davon, ob ein Trauma vorliegt oder nicht: Einfach ist das alles nicht. Man muss aktiv werden, Verhaltensweisen und das Denken verändern, dabei am Ball bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt. Dazu kann auch gehören, bestimmte Erlebnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten, was sehr schmerzhaft sein kann. Es tut mir leid, wenn es so rübergekommen ist, dass alles so easy ist. Das ist es nicht. Da hast Du recht. Das bedeutet aber nicht, dass man aufgeben sollte, wenn gewisse Maßnahmen nicht sofort zum Erfolg führen. Kommen wir noch einmal auf PMR zu sprechen. Übung ist notwendig, der Entspannungszustand anfangs oft unangenehm oder sogar beängstigend, doch wenn man am Ball bleibt, dann wirkt die progressive Muskelentspannung früher oder später entspannend. Lieben Gruß. Sebastian

  2. Katja sagt:

    Guten Tag, Danke, dass es ihre gute Seite gibt! Aber was Sie schreiben, aber ist oft nicht für Menschen mit einer o. mehreren psychischen Traumata oft nicht durchführbar. Hier zu lesen, dass dies und das so einfach ist, ist sehr deprimierend für uns. Da Einiges für uns nicht umsetzbar ist… z.B. weil wir Panikattacke bei PMR haben können, Eine Info auf Ihrer Seite dazu wäre hilfreich. KT.

  3. Sebastian Sebastian sagt:

    Hallo Roger,
    super, dass du mit dem Rauchen aufgehört hast. Das ist ja nicht so leicht, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Der Entzug bringt dann Symptome wie Nervosität und Unruhe mit und man muss sich erst einmal umstellen. Und das Ganze ist erst einmal stressig. Und es ist keine Seltenheit, dass Panikattacken erstmalig in stressigen Situationen auftauchen.
    Ich glaube aber nicht, dass das der einzige Faktor ist. Könnte es sein, dass Du auch etwas Angst vor der Veränderung hast, die das Vaterwerden mit sich bringt. Vieles wird anders, man hat Verantwortung etc.
    Vielleicht willst Du Dich unbewusst daran gewöhnen, nachts aufzuwachen, denn Durchschlafen ist in den nächsten Monaten Luxus. 😉
    Versuche jedenfalls, diese Panikattacken und das nächtliche Aufwachen nicht zu hoch aufzuhängen.

    Lieben Gruß.

    Sebastian

  4. Roger sagt:

    Hallo,
    ich bin 39 Jahre alt. Letztes Jahr im September habe ich mich endlich entschlossen mit dem Rauchen aufzuhören, da ich im Mai Vater von 2 süßen Mädels sein werde. Im November habe ich die letzten Nikotinkaugummies genommen und im Dezember gings es los. Mehrere Panikattacken bei der Arbeit und 3 in diversen Nächten. Seit dem steht mein Leben Kopf. Ich habe mir natürlich Hilfe geholt und mit Meditation bekomme ich vieles in den Griff. Was aber absolut anstrengend ist, dass ich jede Nacht zwischen 2:30 Uhr und 4:30 Uhr wach werde und Probleme habe wieder einzuschlafen. Geht das auch mal wieder vorbei? Seit Dezember habe ich nicht mehr durchschlafen können. Trinke keinen Cafe mehr, mache Sport und versuche mich so gut wie es geht runter zu regulieren.
    Vielen Dank für eure Antworten!
    LG Roger

  5. Welat Khalaf sagt:

    Ich leide seit über einem Jahr an dem Problem, dass Ich Nachtsüber nicht schlafen kann.. Ich sehe Nachtsüber, ob Ich mal schlafe (sehr selten) oder wach im Bett liege und die Zeit vertreibe, irgendwelche Fratzen und „Monster“, die aggressiv auf mich zu kommen und manchmal unterhalten sich Kinder mit mir über meinen Tod.. Deren Stimme hat immer eine Art „Echo“.. Schlaftabletten?

    P.S. Ich bin M/19

  6. Sebastian Sebastian sagt:

    Vor allem in Deinem Falle scheint es mir tatsächlich ratsam zu sein, dem Ganzen möglichst gelassen gegenüber zu stehen auch wenn das sehr schwerfällt. Wie Du selbst schreibst, macht es das Ganze nur schlimmer, wenn du versuchst, Dich zu irgendetwas zu zwingen.
    Stress zeigt sich im Übrigen sehr häufig in Schlafproblemen, womit es Sinn macht, diesen etwas zu reduzieren. Zudem könntest Du überlegen, weshalb die Schlafprobleme mit der Geburt Deiner Tochter einsetzten. Sind es die Sorgen um sie? Die Verantwortung? Oder war die veränderte Hormonlage nur der Auslöser und seitdem hat sich das Ganze einfach verselbständigt, da Du Dich zu sehr damit befasst, Dich zu sehr unter Druck setzt und Angst vor der kommenden Nacht hast?
    Nur so ein paar Anregungen, die Dir hoffentlich helfen können, der Ursache der nächtlichen Panikattacken auf die Schliche zu kommen…

  7. Coeurgrenadine sagt:

    Hallo, ich bin 34 und leider seit der Geburt meiner 4 Jährigen unter starken Schlafstörungen (wobei ich noch nie ein guter Schläfer war). Mittlerweile schrecke ich nachts hoch, habe Schweißausbrüche, starkes Herzklopfen und Angst..vor Monstern, vorm Sterben, Wesen aus anderen Welten. Gedankenkarusell, nicht mehr einschlafen können. Es wurde schlimmer nachdem ich 3 Nächte lang Tavor genommen hatte. Dies hatte mich gut ruhig und entspannt gemacht. Aber wenn Angststörungen der Preis ist und 3-4h Schlaf pro Nacht, dann lasse ich das lieber. Sehr selten kann ich 6h am Stück schlafen. Früher wurde ich nachts aggressiv und fühlte mich so hilflos und erschöpft.Ich war am Ende. Jetzt geht es. Eines nachts habe ich mich zur Wachtherapie durchgerungen. Das hatte insofern etwas gebracht als dass ich gerade umgekehrt denken musste als sonst “nicht einschlafen!”. Das hat in der nächsten Zeit total den Druck herausgenommen, weil ich ja immer den Gedanken hatte “ich MUSS schlafen”. Damit wurde es besser. Aber je nachdem wieviel Stress auf einen zukommt bzw. Wie man damit umgeht zeigt sich das bei mir durch Schlafstörungen und Angst. Bin echt verzweifelt weil mir niemand helfen kann. Weder Hausarzt noch Therapeuten. Und ich merke, dass alles im Kopf ist. Die Einstellungen machen wahnsinnig viel aus. Ich arbeite jetzt daran, gelassen mit den Dingen die da so kommen umzugehen und zu vertrauen. In mich und das Leben. Es ist wahnsinnig schwer. Wenn ihr einen Tipp für mich habt, ich nehme ihn gerne! Liebe Grüße euch!!

  8. Sebastian Sebastian sagt:

    Eine Angststörung kann solche Symptome auslösen. Allerdings gibt es sicher auch andere Ursachen. Ob es mit der Entfernung der Gallenblase zusammenhängen könnte, kann ich nicht sagen. Warst Du damit schon beim Arzt?

  9. Opyyyy sagt:

    Hallo , ich bin 27 jahre alt und habe seit dem letzten halben jahr das problem das ich mich eigentlich permanent schlecht fühle tagsüber bin ich kraft, antriebs & lustlos und kann mich nur schwer aufraffen. ich zittere fast permanent und ich weiß einfach nicht wo das her kommt hatte früher nie solche probleme , mittlerweile ist es so schlimm das ich angst bekomme einfach zu sterben . hatte vor kurzen eine op hinter mir in der mir die gallenblase entfernt wurde , aber bis auf das es ab und an mal an der stelle etwas zwickt hab ich keine probleme , seit einer woche zirka werde ich einfach wach und bin klitsch nass geschwitzt und merke richtig das ein komisches gefühl durch den körper geht , was kann das nur sein ? vielleicht könnt ihr helfen

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