Innere Unruhe

Wenn man an einer Angststörung leidet, die in den meisten Fällen mit Panikattacken und Angstzuständen einhergehen, ist innere Unruhe ein großes Thema. Man muss jedoch nicht zwingend eine Angststörung aufweisen, damit innere Unruhe einem Menschen zu schaffen macht.

Innere Unruhe zeichnet sich dadurch aus, dass man aus unerfindlichen Gründen übernervös ist und man kaum zur Ruhe findet. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und irgendwie ein Gefühl, als würdest Du nicht wissen, wohin mit Dir sind typisch. Hinzu kommt oftmals Gereitzheit und Du reagierst überempfindlich auf Geräusche, alles wirkt störend und Du fühlst Dich unausgeglichen und bist mit Dir selbst nicht im Reinen.

Innere Unruhe und ich

Als ich noch an einer Panikstörung, Hypochondrie, Agoraphobie etc. gelitten habe, machte mir diese innere Unruhe sehr zu schaffen. Sie war Teil meines Lebens. Innere Unruhe gepaart mit extremer Anspannung war für meine psychische Erkrankung alles andere als förderlich. Anspannung, Verspannung, innere Unruhe…all das führte zu einem vermehrten Auftreten von Panikattacken und Angstzuständen.

Je größer die Anspannung, desto weniger war notwendig, um Angstzustände und Panikattacken heraufzubeschwören. Zudem führt innere Unruhe und Anspannung dazu, dass Symptome auftreten, die wiederum Angst machen. So können Verspannung unter anderem Auslöser für Rückenbeschwerden, Stiche in der Brsut, Schwindel, Schlappheit und allgemeinem Unwohlsein sein, was wiederum dazu führt, dass man befürchtet, vielleicht doch körperlich schwer krank zu sein.

Innere Unruhe – Hilfe

  • Entspannungstechniken / Entspannungsübungen: Wenn Dich Innere Unruhe plagt, ist das Mittel der ersten Wahl, einen Weg zu finden, wie man entspannen kann. Dazu eignen sich eine Vielzahl von Entspannungsübungen oder Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Yoga oder Atemübungen. Jede dieser Möglichkeiten zur Entspannung erfordern eine gewisse Übung. Deshalb sollte man dabei am Ball bleiben und diese Übungen regelmäßig durchführen. Mir hat vor allem die progressive Muskelentspannung sehr geholfen. Die progressive Muskelentspannung basiert auf einem Wechsel von Anspannung und Entspannung, ist schnell und einfach zu erlernen und fast überall anwendbar.
  • Bewegung: Neben derartigen Entspannungstechniken hilft auch Bewegung, um die innere Unruhe aufzulösen. Sport in Form von Joggen, Schwimmen oder was auch immer ist meist sehr hilfreich. Anderen Menschen helfen jedoch auch Arbeiten im Haushalt, wie Staubsaugen.
  • Hobbies: Suche Dir ein Hobby, dass Dich entspannt. Malen, Werken oder Basteln hilft vielen Menschen, einen Weg aus dieser Unruhe zu finden.
  • Sauna und Massagen: Auch hilfreich können Saunabesuche oder Massagen sein, um ein wenig entspannter zu werden.
  • Musik hören: Auch eine schöne Musik kann dazu beitragen, die innere Unruhe ein wenig aufzulösen.

Innere Unruhe bei einer Angststörung

Wenn man an einer Angststörung, wie Agoraphobie oder Hypochondrie leidet, wenn einem die generalisierte Angststörung, Sozialphobie oder andere psychische Erkrankungen zu schaffen machen, führen oben genannte Strategien dazu, dass Angstzustände und Panikattacken weniger häufig auftreten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es unterstützend wirkt, wenn man einen Weg zu regelmäßiger Entspannung findet, allerdings allein nicht ausreicht, um wieder gesund zu werden und die Angststörung hinter sich zu lassen.

In diesem Fall solltest Du über eine Psychotherapie nachdenken, um herauszufinden, weshalb es Dir momentan nicht gut geht. Zudem solltest Du darüber nachdenken, was in Deinem Leben momentan schief läuft, was Dich unzufrieden macht.

Gratis-Ratgeber (auch gegen innere Unruhe)

Wenn Du Deine E-Mail Adresse hier einträgst, erhältst Du einen Haufen nützlicher Informationen, wie die Ratgeber „Psychisch krank, das sollten Sie wissen“ und „Erste Hilfe bei Angst und Panikattacken“ und das alles vollkommen kostenlos. Klicke dazu hier.

Zudem empfehle ich Dir den Gratis-Ratgeber, der Dir zeigt, wie Du mehr Entspannung in Deinen Alltag integrierst. Das wird Dir ebenfalls dabei helfen, die Innere Unruhe in den Griff zu bekommen. Für den kostenlosen Entspannungsratgeber klicke hier.

Zudem möchte ich Dich auf mein Buch „Exfreundin Angst“ hinweisen, dass Dir dabei hilft einen Weg aus der psychischen Erkrankung zu finden und Symptome, wie Deine Innere Unruhe hinter Dir zu lassen.

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15 Kommentare

  1. Betti sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich muss heute dir nochmal schreiben. Mir ist heute extrem aufgefallen das ich in meiner Angst das Gefühl habe alles ist unreal. Es kommt mir vor als wäre ich nicht richtig da. Manchmal empfinde ich meine Umwelt als komisch. Das macht mir sehr Angst. ich bin in Gedanken glaube ich nur mit meiner Angst beschäftigt. Ich nehme meine Umwelt gar nicht mehr richtig war. Sehe was vergesse es aber sofort. Es ist schlimm mir macht das so Angst ist das normal?? Dazu bin icxh extrem unkonzentriert.Was kann ich tun damit es besser wird. ich habe Angst das es nicht merh weg geht…

    Viele Grüße
    Betti

    • Sebastian sagt:

      Hallo Betti,
      das bezeichnet man als Derealisation (ggf. zusätzlich auch Depersonalisation). Ich kenne das gut und weiß, wie unangenehm das ist. Das macht zusätzlich Angst. Es ist also ein nicht untypisches Symptom einer Angststörung. Unangenehm bleibt es. Wenn ich das ganz schlimm hatte, hat mir tatsächlich nur geholfen, mich auszuruhen. Dieses Derealisationsgefühl trat bei mir vor allem in Phasen von großem Stress bzw. Überforderung auf. Es war, als hätte mein Gehirn beschlossen, mal Pause zu machen.

      Ich hoffe, ich konnte dir die Angst ein wenig nehmen.

  2. Mike sagt:

    Sehr guter Artikel,

    Anspannung,Unruhe,etc,das alles trifft auf mich zu.Was im Leben schiefläuft,oder unzufriedenheit,sind sehr interessante Denkanstöße.
    In 2 Wochen habe ich meine 2. Therapiestunde,wobei ich dieses Thema auf jeden Fall begleitend einsetzen werde.Entspannung allein ,vor allen nach dem Sport,(2-3 die Woche),reicht nicht um auf Dauer die Störung loszuwerden,aber ich habe dann endlich mal Pause von der Anspannung und prompt ist der Optimismus wieder da,wenn auch nicht dauerhaft….

  3. Nicole sagt:

    Ich würde gerne einen Ausweg finden, lebe schon lange mit dieser Krankheit. Der kopf ist sich alles bewusst, aber dies allein genügt nicht.

  4. anne sagt:

    Ich möchte gerne die Gratis – Informationen

    • Sebastian sagt:

      Ich habe im Artikel über innere Unruhe den Punkt „Gratis-Informationen“ noch einmal hervorgehoben, damit diese nun nicht mehr so schnell übersehen werden. 😉

  5. Holger sagt:

    Hallo, leider unter psychosomatischen Beschwerden, Panikattacken und Schlafstörungen.

    Bitte um Gratisinformationen!

  6. Brüggemann,Yvonne sagt:

    leide seit mehreren monaten unter panikattacken,würde gerne das gratispaket in anpruch nehmen um weiter an mir zu arbeiten

  7. Heike Legrand sagt:

    Ich möchte gerne die Gratis-Information

    Danke!

    • Sebastian sagt:

      Sorry, das Eintragungsfeld war verschwunden. Du findest es auf der rechten Seite. Außerdem kannst Du Deine E-Mail hier eintragen. Dort erhältst Du ebenfalls die Gratis-Infos.

  8. Maria sagt:

    Ich bin gespannt auf die Ratgeber

  9. Michael Markusz sagt:

    Gute Beschreibung und Tipps. Mal sehen, ob ich etwas davon anwenden kann?!

    • admin sagt:

      Du wirst mit Sicherheit etwas anwenden können! Ob es hilft, wird man allerdings erst dann sehen! 😉

  1. 26. Juli 2015

    […] Schwindel, Schluckbeschwerden/Kloß im Hals, das Gefühl Wasserlassen zu müssen, innere Unruhe, Atemnot/Hyperventilieren, Flimmern vor den Augen und […]

  2. 24. Mai 2016

    […] diese innere Unruhe und unterschwellige Angst über einen längeren Zeitraum anhält, macht es Sinn, diesen Zustand zu […]

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